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  • #1

Vater werden mit 57?

Werte Forumsteilnehmer,

Ich brauche eine Meinung von Außen, da ich vor einer schwierigen Entscheidung stehe. Ich bin 57 seit 4 Jahren nach langer Ehe geschieden, 4 erwachsene Kinder (23-16). Seit 4 Jahren bin ich in einer Beziehung mit einer Frau, die süße 27 Jahre alt ist. Seit 2,5 Jahren teilen wir uns eine Wohnung. Klassischer Fall von Arzt/Krankenschwester. Um das Klischee perfekt zu machen: Ja, ich war ihr Vorgesetzter. Wir lieben uns und hatten eine wunderschöne Zeit bisher. Natürlich hat meine Partnerin einen Kinderwunsch. Sie hat noch keine Kinder und hatte vor mir noch keine längeren Beziehungen.

Und das ist das Problem. Ich bin zwar nicht komplett dagegen, nochmal Vater zu werden. Aber einen eigenen Kinderwunsch habe ich nicht mehr. Ich würde es also nur ihr zuliebe zu bzw. um sie nicht zu verlieren. Was meint ihr? Handle ich egoistisch, wenn ich "nur" aus diesem Grund ein Kind zeuge? Handle ich egoistisch gegenüber meiner Partnerin, wenn ich sie vor vollendete Tatsachen stelle "mit mir kein Kind"?.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

Stephan
 
  • #2
Spricht man sowas nicht vorher ab? Bevor man sich eine Beziehung sucht. Wenn man sich eine 30 Jahre jüngere such ist doch klar, dass das passiert. Wenn du ihr den Wunsch nicht erfüllst wird sie dich verlassen, das soll dir klar sein. Da musst du nun also durch.
 
  • #3
Und das ist das Problem. Ich bin zwar nicht komplett dagegen, nochmal Vater zu werden. Aber einen eigenen Kinderwunsch habe ich nicht mehr. Ich würde es also nur ihr zuliebe zu bzw. um sie nicht zu verlieren.
Das ist keine gute Voraussetzung, leider machen das sehr viele Männer, sie stimmen zu, um die Frau nicht an einen anderen zu verlieren. Es ist nicht ehrlich, jedoch viele Frauen checken das nicht, solche Beziehungen halten kaum, weil die eigene, innere Grundüberzeugung dazu fehlt! Frage dich, wie deine Freundin reagieren würde, würde sie diesen Thread hier lesen können?
Was meint ihr? Handle ich egoistisch, wenn ich "nur" aus diesem Grund ein Kind zeuge? Handle ich egoistisch gegenüber meiner Partnerin, wenn ich sie vor vollendete Tatsachen stelle "mit mir kein Kind"?.
Du solltest ehrlich, aufrichtig und authentisch sein und bleiben, alles andere bringt nichts, du musst dir dabei selber im Spiegel in die Augen schauen können! Wäre ich an deiner Stelle, ich würde mit ihr mit offenen Karten spielen und ihr sagen, dass ich neben meinen 4 Kinder kein weiteres Kind mehr haben möchte! Es liegt dann bei ihr, sich zu entscheiden, das ist fair! Ich finde es auch nicht fair und es ist keine Augenhöhe, auch nicht im Gleichgewicht, wenn ein Vorgesetzter mit einer untergeordneten Frau in Beziehung geht, geht meist auch nicht gut!
 
  • #4
Ich würde grundsätzlich nie eine Beziehung eingehen, wo man nicht bereit ist, alles mit dem Partner haben zu wollen. Schon gar nicht mit einer so jungen Frau, für die logischerweise noch die ganze Zukunft offen steht. Das ist fies und weltfremd. Man muss sich auch fragen, wieso Du dann so eine junge Frau hast, wenn Du mit einer biologisch gesunden Frau keine Kinder zeugen willst?
Ging es Dir nur um den Spaß? Die Einfachheit? Den Sex? Die sorgenfreie Zeit? Beziehung heißt auch, sich eine Zukunft aufzubauen und das kann viel harte Arbeit sein.
Kinder gehören zum Leben und einer Partnerschaft für einen Großteil der Menschen nun mal dazu.

Wer schon 4 Kinder hat, dem schadet es nicht, noch ein Kind zu bekommen. Du weißt ja, wie es läuft. Fürs erste Kind wäre es vielleicht etwas zu spät, weil sich solche Männer dumm anstellen, aber so sehe ich keinen Grund. Ihr könntet ja mal zum Urologen gehen, und das Problem besprechen.

Grundsätzlich bin ich für die Natur: Man kann so lange Kinder bekommen, wie Frau und Mann eben biologisch dazu in der Lage sind.
Außerdem seid ihr beruflich doch in guten Positionen.

Ich würde mich hinterfragen, wieso ich das Leben dieser jungen Frau mit mir vermasseln möchte.

Ja, Kinder sorgen für mehr Verbindlichkeit. Hat man als Paar gar keine gemeinsame Verantwortung, trennt man sich schneller. Es besteht ja keine sonderliche Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft. Eine gemeinsame Wohnung ist schnell gekündigt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #5
Klassischer Fall von Arzt/Krankenschwester. Um das Klischee perfekt zu machen: Ja, ich war ihr Vorgesetzter.
Nein, du warst nicht ihr Vorgesetzter. Du hast sie nicht eingestellt, nicht ihre Dienstpläne geschrieben und nicht ihren Urlaub gebilligt. Du konntest sie auch nicht sanktionieren, wenn dir irgendwas an ihrer Arbeitsweise nicht gepasst hat. In dem Fall wärst du zu ihrem tatsächlichen Vorgesetzten gegangen: der Stations-/ oder Pflegedienstleitung. Möchte damit direkt aufräumen, bevor hier noch einer auf die Idee kommt von Abhängigkeitsverhältnis oder gar Schutzbefohlenen zu sprechen und sie oder dich in die Richtung anzugreifen. Klar du gehörst noch zur alten Garde, da denken viele so.

Ob du noch mal Vater werden möchtest? Wenn du es selbst nur ihr zuliebe tust dann muss ihr klar sein, dass der Löwenanteil an ihr kleben bleibt. Oder schaffst du es noch, nächtelang wach zu bleiben oder einem schreienden Zweijährigen hinterher zu rennen? Mal abgesehen davon musst du auch den Gesundheitsaspekt bedenken. Ich möchte dich nicht beleidigen, aber dieses Märchen von "Mann kann noch bis ins hohe Alter Kinder zeugen" entspricht so nicht der Wahrheit. Selbst bei vielen jungen Männern schwimmen durch Umwelteinflüsse, schlechte Ernährung usw die Spermien nur im Kreis, der Anteil nimmt zu und viele ahnen nichts davon.

Also wenn, dann sollte ihr gegenüber fairerweise ein überschaubarer Zeitrahmen angepeilt werden und du musst dich selbst fragen, wie sehr du in deinem Alter noch mit Anpacken kannst und möchtest. Sonst steht die nächste Alleinerziehende in den Startlöchern.
 
  • #6
Niemand möchte ernsthaft mit 57 noch ein Kind . Daher passt es längerfristig nicht mit euch . Wahrscheinlich wird es auch ohne dieses Thema irgendwann nicht mehr passen , denn 30 Jahre Altersunterschied sind enorm . Wenn du deinen Jungbrunnen halten möchtest musst du wohl ja zum Kind sagen . Wenn ihr euch mal trennt wirst du Unterhalt zahlen und dich um das Kind kümmern . Oder du suchst dir doch längerfristig eine Partnerin in deinem Alter , mit der du den Lebensabend genießen kannst und höchstens dich noch mal um deine Enkel kümmerst .
 
  • #7
Wenn du keinen eigenen Kinderwunsch mehr hast sehe ich das kritisch. Hast du wirklich noch einmal den Wunsch durchwachte Nächte, eine überforderte Neumutter (die sich zudem dem Vergleich mit der Mutter deiner vorhandenen Kinder stellen muss) und Sexflauten zu erleben? Dann mach mal. Ich für meinen Teil bin mit 54 sehr dankbar keine Kleinkinder mehr in unmittelbarer Nähe zu haben. Über Enkel in ~5-10 Jahren wurde ich mich sehr freuen, aber selber noch einmal durch den ganzen Stress? Danke, nein. Es gibt genug entspannte und überaus attraktive Frauen 40+ die keinen Kinderwunsch mehr haben, ich würde mich dahingehend orientieren. Alles Gute für dich. 😊
 
  • #8
Danke für eure Antworten. In meiner Ehe hat es schon lange gekriselt. Wir haben um sie gekämpft, waren in Therapie, aber es wurde nicht besser. Dann lernte ich meine jetzige Partnerin kennen. Ich habe nicht gezielt nach einer viel jüngeren Frau gesucht. Aber natürlich hat mich ihr Schönheit, Frische, ihre positive Ausstrahlung begeistert. Ich denke, dass ich ihr was bieten kann. Auch als Mann (nicht nur als Versorger, wobei sie hier nicht auf mich angewiesen ist). Ich bin sehr fit, habe immer auf mich geachtet. Dennoch habe ich nicht gedacht, dass es so lange hält... Urologisch ist alles ok, ich kann sicher noch Kinder zeugen. Ich mag Kinder. Auch finanziell würde es gehen. Nur habe ich eben diesen Wunsch nicht mehr und würde es nur ihr zuliebe tun.

@Blair, doch ich habe sie eingestellt etc. War Partner in einer großen Praxis. Aber sie ist eine gefragte Fachfrau und war nicht auf diesen Job angewiesen bzw. hätte ihn auch woanders bekommen.
 
  • #9
Hi Stephan,

ich finde es schwierig, die Frau ist jung und ich denke in dem Alter kommt langsam der Kinderwunsch immer deutlicher zum Vorschein, das kenne ich von mir - die Hormone oder sowas können einen Gaga machen.
Man muss für einen Kinderwunsch die optimalen Rahmenbedingungen schaffen und ein “einfach so, ihr zur Liebe“ finde ich nicht ausreichend genug um sich für ein gemeinsames Kind zu entscheiden.
Du hast bereits Kinder und weist vermutlich wie anstrengend die erste Zeit ist, mag sein, dass du noch ein ganz fitter bist aber trotzdem würde ich mir das an deiner Stelle nochmal gut überlegen.

Ich weiß gerade nicht wie ich das nicht blöd oder gemein formulieren soll aber du bist ja schon etwas älter und ich selber würde mir zb. einen nicht so alten Vater wünschen, das hat schon immer meine Mutter gesagt und ihre Eltern haben mit Mitte/Ende 30 losgelegt und sind nun nicht mehr da, während die Eltern ihrer gleichaltrigen Freunde zum großen Teil noch leben. Schicksalsschläge gibt es immer, davon mal abgesehen.

In deinem Alter möchten die meisten doch leben und genießen, die Kinder sind groß und machen ihr eigenes Ding und man kann stolz sein so weit im Leben gekommen zu sein.

W 28 mit Kind fast drei
 
  • #10
Grundsätzlich würde ich in keine Beziehung mit einer Frau gehen, wenn sie die Beziehung abhängig macht, von zweckorientierten Dingen, wie: Kind, Hochzeit, Haus etc.pp., da fehlt mir die echte und wahre Herz - Liebe!
 
  • #11
Eine gute Freundin von mir ist schon lange mit einem Ü20 Jährchen älteren Mann verheiratet. Seit, wenn ich meine, sogar 20 Jahre müssten es sein. Agil und unterwegs ist halt meistens nur sie, das kenne ich kaum anders von den beiden.

Du hast durch gute Selbstfürsorge vielleicht noch gute, fitte, 10-15 Jahre vor dir die du einem gemeinsamen Kind angedeihen lassen kannst und dann kommt noch die Pubertät.

Wie stünden denn die potenziellen Halbgeschwister für das Kind als Familie bereit? Wie gehen sie mit deiner neuen Partnerin um? Auch mit Blick auf Familienanschluss, in späteren Jahren?

Ich habe einen einzigen, 10 Jahre älteren (Halb-)Bruder und unlängst ist diese Verbindung zerbrochen wegen einem nichtigen Streit um das Erbe unserer Mutter. Mein leiblicher Vater ist ebenfalls gestorben. Ich bin jetzt fast 37 und habe somit keine Familienangehörigen mehr, zu denen ich nennenswerte Verbindung hätte. Mich machte das traurig, mein soziales Netzwerk besteht nur noch aus Freundschaft.

W36
 
  • #13
Hallo Stephan,
ich kann den Wunsch Deiner Partnerin gut verstehen, habe ich doch auch, wenn auch etwas später, mit 34, diesen Kinderwunsch extrem verspürt. Und ja, in dem Falle war ich egoistisch und habe es darauf angelegt, schwanger zu werden. Allerdings ohne den Mann mit irgendwelchen Forderungen zu belasten. Was soll ich sagen? Die Entscheidung war die Beste meines Lebens, ich habe eine wunderbare Tochter, wir sind sehr glücklich. Was ich damit sagen möchte, das Leben geht manchmal wundersame Wege. Vieles ist einfach nicht 100%ig planbar. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich lese, wie Beziehungen teilweise „geplant“ werden, wie die Menschen jeden Schritt durchdenken und dann? Es werden so viele Ehen geschieden trotz der tollen Planung vorab …
Spreche mit Deiner Partnerin offen über Deine Bedenken, auch über die Tatsache, dass sie vielleicht den Löwenanteil alleine stemmen muss und dann wirst Du ja sehen, wie sie reagiert. Wenn der finanzielle Aspekt geregelt werden kann und ihre berufliche Zukunft nicht in Gefahr ist, dann spricht doch nix dagegen.
Wenn man etwas wirklich will, dann funktioniert das auch. Du alleine kannst einschätzen, wie verbindlich und „straight“ Deine Partnerin ist.
Und, mit Verlaub, Eure Beziehung wird nicht ewig währen. Das ist Dir aber doch klar, oder? Genieße die Zeit, wäge sorgfältig ab und dann leg los😉
 
  • #14
Genau so war es bei einer früheren Mitschülerin von mir. Der Vater war schon alt und hatte erwachsene Kinder, dann hat er aber nochmal zwei Töchter mit der neuen jüngeren Partnerin bekommen, sie haben in einer großen Eigentumswohnung gelebt und hatten auch eine Haushälterin zur Unterstützung. Von einem anderen Mitschüler ist der alte Vater plötzlich gestorben, der Junge hat daher an einem Schultag gefehlt und unsere Lehrerin hat uns die Situation erklärt und gemeint, wir sollen rücksichtsvoll sein, er möchte aber kein Mitleid und keine Sprüche, sondern ganz normal wie immer behandelt werden, als wäre nichts.

Viele meiner Mitschüler hatten alte Väter, ich habe mir dann immer meinen Teil gedacht. Manche Leute werden euch belächeln, aber das dürfte sowieso auch jetzt schon der Fall sein, egal.

Mein Partner hat als Jugendlicher für einige Jahre Babysitting/Kindersitting bei so einem Paar wie euch gemacht. Er meinte, er hat wild und toll mit den Kids gespielt und getobt, sie mochten ihn mehr als den eigenen Vater, weil der alt und total langweilig war. Der kam abends von der Arbeit und hat sich in Anzug an den Tisch gesetzt und Zeitung gelesen, hat sich nie mit seinen Kindern auf dem Fußboden gekabbelt und Lego und Fußball mit ihnen gespielt, er war eben ein langweiliger, ferner, spießiger Vater und die Kids mochten ihren jungen, coolen Kindersitter viel mehr als ihn, das Verhältnis zwischen dem alten Vater und den jungen Kindern ist bis heute distanziert.

Dass dein Alter nicht ideal ist, weißt du selbst. An sich, wenn ihr euch liebt und über die Konsequenzen im Klaren seid, tja ... Sie als junge Mutter wird wohl die meiste Arbeit mit dem Kind haben, ist ihr das wirklich bewusst? Immerhin ist es aber ja auch ihr Wunsch, du tätest ihr also einen Gefallen, es gibt dann halt dieses Gefälle: Es ist vor allem ihr Kind und du unterstützt sie dabei (auch finanziell). Ist ihr bewusst, dass sie alleinerziehend werden könnte und die Zeit eurer Partnerschaft begrenzt ist? Ich glaube dir, dass du dich fit fühlst, trotzdem weißt du als Arzt sicher selbst, dass manche Männer auch schon mit siebzig sterben (oder sogar früher ganz plötzlich von irgendwas überrascht werden), dein Kind würde also eventuell im jungen Alter seinen Vater verlieren. Sicherst du Mutter und Kind finanziell gut ab? Was sagen eigentlich deine anderen Kinder dazu (auch in Bezug auf Erbe)? Du wirst dieses Kind vermutlich nicht ganz erwachsen werden sehen, es wird seinen Vater früher als durchschnittliche andere Kinder verlieren. Aber gut, wenn ihr beide es sowieso eher als IHR Kind seht und du eher eine Randrolle spielst, ist das vielleicht nicht so schlimm, andere sterben jung oder trennen sich ... Ich würde halt nur über die möglichen Konsequenzen sehr genau nachdenken und ehrlich miteinander darüber reden.
w27
 
  • #15
Mal ganz unverblümt und direkt: sie wird dich sowieso verlassen, weil ihr eines Tages der Altersunterschied zu groß wird. Vielleicht wird sie dir ein Kind anhängen, weil du als Alimentespender sicher sehr zahlungskräftig bist. In 20 Jahren steht sie mit 47 in der Blüte ihres Lebens und du bist knackige 80, dann hat das Kind gerade mal Abitur... meinst du ernstlich eine Frau mittleren Alters gibt sich sowas und will einen Opi betreuen?

An deiner Stelle wäre ich sehr vorsichtig und würde vorsorgen. Im Zweifelsfall entscheidest sonst nicht du, ob sie schwanger wird oder nicht...

Aber ehrlich mein Mitleid hält sich in Grenzen. Ich frage mich ernstlich, was ein intelligenter gestandener Mann mit einer 27-jährigen will, außer einen jungen knackigen Körper und Sex. Naja das wäre dann halt der Preis.

Mir persönlich wäre ein Mann, der auch nur 10 Jahre älter ist zu alt und mehr als zehn Jahre jünger zu jung. Aber wenn es halt nur um Sex geht dann reicht das einem Mann vielleicht... mir wäre es selbst für Sex zu wenig.

W 49
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
Grundsätzlich würde ich in keine Beziehung mit einer Frau gehen, wenn sie die Beziehung abhängig macht, von zweckorientierten Dingen, wie: Kind, Hochzeit, Haus etc.pp., da fehlt mir die echte und wahre Herz - Liebe!
Soll sie denn mit 27 ihm zuliebe auf Heiraten, Kinder kriegen etc. verzichten, nur um mit ihm zusammen zu sein?

Und wenn er dann mit 60 plötzlich verstirbt, bleibt sie kinderlos und unverheiratet zurück und darf alleine alt werden?

Was ist mit seiner Herzliebe?
Reicht die aus um ihren innigsten Wunsch zu erfüllen?

30 Jahre Altersunterschied kann nicht lange gutgehen (natürlich gibt es Ausnahmen).
Aber welche junge Frau verzichtet dem Mann zuliebe auf Kinder, die sie sich sehnlichst wünscht?

Und fällt dann mit Ü40 in ein tiefes Loch, da sie vielleicht abserviert und kinderlos zurück bleibt?
 
  • #17
Aber einen Kinderwunsch hat sie und das ist doch normal. Gehört zum Leben dazu.
Und du schätzt eure Beziehung so ein, dass es DIE Beziehung ist, auch für sie? Große Liebe?

Ich frage nur, denn ich war Anfang zwanzig auch einige Jahre mit einem deutlich älteren Mann zusammen, den ich auch geliebt habe und noch immer sehr schätze (jetzt sind wir gute Freunde), aber uns war beiden klar, dass unsere Beziehung nicht für immer ist, auch aus solchen Gründen, er wollte mir nicht irgendwann zur Last fallen und mich an meinen Lebensplänen und meinem "Glück" hindern, hätte das unverantwortlich von sich gefunden. Er war aber sowieso auch schon schwerbehindert und konnte nicht bei allen meinen Aktivitäten dabei sein, und ich habe an jeder Treppe immer oben auf ihn gewartet, weil er länger brauchte als ich. Wenn du irgendwann wirklich alt und gebrechlich wirst (so was passiert manchmal ganz schnell von heute auf morgen), wird das eure Beziehung verändern, dann bist du irgendwann nicht mehr der erfolgreiche Arzt und Fels in der Brandung, der alles im Griff hat, sondern der gebrechliche, langsame, kranke alte Mann, auf den sie ständig Rücksicht nehmen muss und der irgendwann vielleicht nur noch nervt. Bei eurer Alterskonstellation besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass es schneller als in anderen Beziehungen zu solch einem Ungleichgewicht kommt, und dann muss sie sich um das Kind und um dich kümmern und du bist vielleicht mehr Last als Hilfe.

Ich will es euch aber überhaupt nicht ausreden, nur solltet ihr diese Möglichkeiten mal ehrlich durchgehen. Ich habe meinen älteren Partner auch sehr geliebt und auch mal kurz fantasiert, wie es wäre, wenn wir "für immer" zusammen bleiben und irgendwann auch Kinder bekämen, aber wenn ich ernsthaft auf solche Ideen gekommen wäre, hätte er mich vorher weggeschickt, ich war/bin die Liebe seines Lebens, aber das wollte er nicht. Er hat ja gesehen, dass ich ein aktiver, tatkräftiger Mensch bin, abenteuerlustig, neugierig und mit Plänen. Wir haben uns dann nach fünf Jahren einvernehmlich in Frieden (unter Tränen) getrennt und sind Freunde geblieben. Ich habe danach einen neuen, jüngeren Partner gefunden, mit dem ich sehr glücklich bin. Obwohl ich meinen älteren Partner auch toll fand, ist jetzt vieles so viel besser. Mein jetziger Partner und ich sind beide jung und aktiv, machen zusammen Sport, erleben Abenteuer, können uns was "aufbauen" und viele Erfahrungen gemeinsam zum ersten Mal machen, das ist sehr schön und ich bin heilfroh, das ich nicht auf die Idee gekommen bin, mit meinem damaligen Partner ein Kind zu bekommen, sondern einen neuen, jüngeren kennenlernen konnte, der letztendlich viel besser zu mir passt bzw. zu meinem heutigen Ich, ich habe mich über die Jahre auch nochmal sehr verändert und bin selbst ein anderer Mensch geworden. Aber das ist nur meine Sicht im Nachhinein. Es kann natürlich auch ganz anders und auch schön sein.
w27
 
  • #18
Vielen Dank für eure Beiträge.

Bei uns ist es so, wie hier von einigen beschrieben. Wir lieben uns. Aber irgendwo war immer das Gefühl, dass es "nicht für immer" sein kann. Ich habe ihr auch schon oft gesagt, dass ich Angst habe, ihr das Leben zu vermiesen, dass ich sie nicht bremsen will. Sie sagt, sie versteht es. Aber dann bleiben wir doch zusammen, weil es eben gut ist.

Was die Fitness angeht: Es ist nicht so, dass alle Mitte 20 durch die Discos ziehen wollen. Ich war nie so, sie auch nicht. Sie hat einige Hobbies, die sie ohne mich macht, genauso wie ich meine habe, die ich ohne sie mache. Energietechnisch sind wir aber gleichauf. Das kann sich natürlich ändern. Wobei das in jedem Alter passieren kann und auch mehr mit der Lebensführung (Ernährung, Sport, Rauchen usw.) zu tun hat.

Wir haben auch noch etwas anderes, was uns verbindet. Ich möchte meine eigene Praxis aufmachen. Sie unterstützt mich auf diesem Weg und wird da auch mitarbeiten, wenn es soweit ist.
 
  • #19
Dann muss sie für ihre 27 Jahre aber in einem recht schlechten Zustand sein. Das kann natürlich für Dich ein Vorteil sein, dass sie 20 Jahre später immer noch für Dich passt, weil sie offensichtlich viel schneller abbaut als der Durchschnitt.

Allein dass Du eine/n 16jährige/n als erwachsen bezeichnest - jemanden der noch nichtmal die allgemeinbildende Schule absolviert hat zeigt, dass Dein Wissen über das was jung ist ganz weit weg von normal sind.
 
  • #20
Vielen Dank für eure Beiträge.

Bei uns ist es so, wie hier von einigen beschrieben. Wir lieben uns. Aber irgendwo war immer das Gefühl, dass es "nicht für immer" sein kann. Ich habe ihr auch schon oft gesagt, dass ich Angst habe, ihr das Leben zu vermiesen, dass ich sie nicht bremsen will. Sie sagt, sie versteht es. Aber dann bleiben wir doch zusammen, weil es eben gut ist.

Was die Fitness angeht: Es ist nicht so, dass alle Mitte 20 durch die Discos ziehen wollen. Ich war nie so, sie auch nicht. Sie hat einige Hobbies, die sie ohne mich macht, genauso wie ich meine habe, die ich ohne sie mache. Energietechnisch sind wir aber gleichauf. Das kann sich natürlich ändern. Wobei das in jedem Alter passieren kann und auch mehr mit der Lebensführung (Ernährung, Sport, Rauchen usw.) zu tun hat.

Wir haben auch noch etwas anderes, was uns verbindet. Ich möchte meine eigene Praxis aufmachen. Sie unterstützt mich auf diesem Weg und wird da auch mitarbeiten, wenn es soweit ist.
Einfach aus dem Bauch heraus, ich würde es riskieren, auch mit einem weiteren Kind.

Ich würde nicht darüber nachdenken was in 20 oder 30 Jahren ist. Ob sie mich verlässt oder nicht.
 
  • #21
Eigentlich würde ich sagen, genießt doch einfach eure Liebe und Beziehung und lasst es entspannt weiterlaufen und guckt mal, wie es sich alles so entwickelt, man muss ja nicht heute schon das ganze Leben planen. Macht zusammen eure Praxis und habt einfach eine schöne Zeit zusammen. Ich würde theoretisch noch zwei, drei Jahre warten und schauen, ob die Liebe dann immer noch groß ist oder sie vielleicht jemand anderen kennenlernt, vielleicht ändert sich ihre Einstellung ja auch erst, wenn sie einen Vergleich hat, oder sie verändert sich noch, in den Zwanzigern ändern und entwickeln Menschen sich auch noch sehr. Wie viele Partner/Beziehungen hatte sie denn vor dir?

Da du nicht komplett überzeugt bist von dem Kinderthema, würde ich das also nicht sofort entscheiden, sondern noch warten. Das Problem ist natürlich: Wenn ihr euch dann doch pro Kind entscheiden solltet, ist jedes gewartete Jahr unmittelbar ein verlorenes Jahr für das Kind, ein Jahr mehr ohne Vater. Mich würde dieser Gedanke sehr unter Druck setzen. Sie selbst müsste ja noch gar nicht sofort Kinder kriegen, aber durch dein Alter entsteht ein gewisser Druck, das Thema möglichst bald anzugehen, dadurch schränkt sich euer Handlungsspielraum ein.

Überleg mal ganz ernsthaft, wie sich das für dich anfühlt und was DU richtig und gut findest. Wenn du allein entscheiden müsstest, was würdest du entscheiden? Womit fühlst du dich wohl, womit kannst du ruhig schlafen? Was würdest du fühlen, wenn sie dir morgen sagt, sie ist schwanger?

Es handelt dich ja bei einem Kind nicht um irgendein Produkt, das man einfach umtauschen oder zurückgeben kann, sondern um eine wirklich schwerwiegende, folgenträchtige Entscheidung.

Wie ist das eigentlich mit deinen anderen Kindern, siehst du die und kümmerst dich noch um die?
w27
 
  • #22
Dann muss sie für ihre 27 Jahre aber in einem recht schlechten Zustand sein. Das kann natürlich für Dich ein Vorteil sein, dass sie 20 Jahre später immer noch für Dich passt, weil sie offensichtlich viel schneller abbaut als der Durchschnitt.


Allein dass Du eine/n 16jährige/n als erwachsen bezeichnest - jemanden der noch nichtmal die allgemeinbildende Schule absolviert hat zeigt, dass Dein Wissen über das was jung ist ganz weit weg von normal sind.

Danke für deinen Beitrag Vikky. Ich würde meine 3 älteren Kinder (23, 21, 19) durchaus als erwachsen bezeichnen. Die 16-Jährige, die die Schule absolviert hat und sich in einer Berufsausbildung befindet, ist ebenfalls auf dem besten Weg dorthin.

Und nein, ich würde nicht sagen, dass meine Freundin irgendwie spezifisch abbaut. Warum sollte sie? Sie hat einfach etwas andere Prioritäten als einige andere in ihrem Alter (und weit darüber hinaus). Clubs gehören nicht unbedingt dazu, zumal wir berufsbedingt früh aus den Federn müssen. Ich habe früher Leistungssport gemacht und im Vergleich zu dem, wie ich mit 27 war, habe ich sicher abgebaut. Aber im Alltag komme ich mit meinen 57 Jahren noch gerade so zurecht. Der Rollator kann noch etwas warten ...
 
  • #23
ich kenne ebenfalls einen Arzt, Ende 60 mit 14 jähriger Tochter. Die Beziehung zur jüngeren Frau hat nicht gehalten, zur Tochter besteht ein sehr liebevoller Kontakt . Er liebt alle seine Kinder und zahlt viel für sie. Das macht er gerne . Er hat auch noch viel Energie . Einen Mann mit Ende 50 als alt darzustellen, ist total überzogen . Ich denke in 20 Jahren werden die Unterschiede deutlicher sein. Deine Freundin ist nicht 37 , sondern 27. ihr habt noch Zeit, dass mit dem Kinderwunsch ruhig angehen zu lassen . Ich würde mein Leben genießen , wer kann schon in die Zukunft blicken .
 
  • #24
Es ist nicht so, dass alle Mitte 20 durch die Discos ziehen wollen.
Das schließt sich ja auch nicht aus. Man kann gerne weggehen und trotzdem Kinder bekommen. Es gibt in unserem Land ja kein Gesetz dass man dann nur noch zu Hause sitzen muss mit Kindern.
Ich habe meine Kinder mit 24 und 26 bekommen, und jetzt (mit 40) gehe ich ab und an an den kinderfreien Wochenende gerne in einen Club. So alle 2 Monate mal. Trinke aber keinen Alkohol, mir geht es nur um die Musik.
Es gibt immer einen Mittelweg zwischen jedes Wochenende bis in die Puppen (und dann gar keine Verantwortung für andere übernehmen) und nie.

Was ich eher kritisch sehe ist deine Einstellung. Kinder sollten schon wirklich von beiden gewollt sein. Es gibt schon genug ungeliebte Kinder auf der Welt. Wobei natürlich dass vorher wollen noch keine Garantie ist. Aber ich würde da ganz klar das Kind in den Mittelpunkt stellen (auch wenn es noch nicht geboren ist)
Geh da nochmal in dich.
 
  • #25
Ein Kind zu zeugen um eine Beziehung zu behalten ist dem Kind gegenüber nicht fair. Sie ist erst 27. Es sind 30 Jahre Altersunterschied. Sie kann noch mehr Kinder wollen und in 20 Jahren bist du 77 mit 2-3 Teenager? Das würde ich nur machen, wenn ich mindestens zweistellig Multimillionäre wäre. Außerdem kann eine Beziehung auch mit Kindern zerbrechen. Du müsstest nur in deiner eigenen Erinnerungen zurückschauen, wobei diesmal Du verlassen wirst! Warum bleibt Ihr nicht solange zusammen bis der Rausch abklingt und dann suchst Du Dir eben eine Frau in deinem Alter?
 
  • #26
Nur habe ich eben diesen Wunsch nicht mehr und würde es nur ihr zuliebe tun.
Das sehe ich kritisch. Wenn man jemanden etwas zuliebe macht, steht man nicht 100% dahinter. Was wenn es schwierig zwischen euch wird ?

Meinst du nicht, dass du diese Entscheidung dann schnell wieder bereuen wirst, wenn es nicht klappt ? 30 Jahre Altersunterschied bedeutet, dass eure Beziehung ein Verfallsdatum hat.
Wenn sie 40 ist, bist du 70.

Soviel Bodenhaftung würde ich an deiner Stelle schon aufbringen wollen.

Deine Jüngste ist auf dem Weg in die Selbstständigkeit und somit beginnt für dich doch ein völlig neuer Lebensabschnitt. Möchtest du alles nochmal von vorne starten und dich von diesem Lebensabschnitt verabschieden ? Denn aufgrund deines Alters wirst du den dann in diesem Leben nicht mehr erleben.

Für mein Verständnis wäre es egoistisch von dir, wenn du ihr ein Kind machst, nur um sie halten zu können.

Sie ist erst 27 und hat noch genügend Zeit eine Familie zu gründen.

Genießt was ihr habt, aber bleib dabei auch dir selbst treu.
 
  • #27
Niemand möchte ernsthaft mit 57 noch ein Kind
Warum soll dass niemand wollen? Kinder sind doch immer toll.
Ich weiß gerade nicht wie ich das nicht blöd oder gemein formulieren soll aber du bist ja schon etwas älter und ich selber würde mir zb. einen nicht so alten Vater wünschen, das hat schon immer meine Mutter gesagt
Das ist ein zwar erwartbares (warum derart verdruckst?) aber banales und wenig schlagkräftiges Argument: Es kommt doch viel(!) mehr auf andere Qualitäten als ausgerechnet aufs Alter des Vaters an.
Woher kommen denn die ganzen Alleinerziehenden?
Ich denke in 20 Jahren werden die Unterschiede deutlicher sein. Deine Freundin ist nicht 37 , sondern 27. ihr habt noch Zeit, dass mit dem Kinderwunsch ruhig angehen zu lassen . Ich würde mein Leben genießen , wer kann schon in die Zukunft blicken
Das ist eine sehr vernünftige und realistische Haltung… was anderes geht doch kaum.
Weder dieses unsinnig mahnende „man muss sich mit dem Kinderwunsch 100 % sicher sein“ (ist kein Mann jemals) noch das schlau orakelnde „sie wird dich in XXX Jahren sowieso verlassen“ (welche Ehe hält schon XXX Jahre) sollte irgendeinen konkreten Einfluss auf euer Handeln heute entfalten.

Ich frage mich ernsthaft, wozu du diesen Thread gestartet hast.
Wolltest du dir gezielt einen Shitstorm abholen? Here it is.
Dass dir diese ganzen Argumente nicht selbst gekommen wären … c‘me on.

Was willst du eigentlich wissen? Über welche Ängste sprechen?
Dieses „ob ich egoistisch bin“… ist das eine echte Frage für dich?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
Danke für die Beiträge!

Ja, so haben wir uns das auch gedacht. Es langsam angehen lassen, das genießen was ist. Nur sind es aber schon 4 Jahre. Ich denke nicht, dass man da noch vom Rausch sprechen kann. Und je länger eine Beziehung dauert, desto verbindlicher wird ja alles. Natürlich ist sie jung, aber der Kinderwunsch ist da und schwebt wie ein Damoklesschwert über dem "das genießen, was jetzt ist". Und ich werde nicht jünger.

Die Beziehung zu meinen 4 Kids ist sehr gut. Ich sehe sie auch regelmäßig, wohne in der Nähe. Nur sehe ich mich mit fast 60 nicht mit einem Baby, das nicht mein Enkel ist.
 
  • #29
Es ist nicht so, dass alle Mitte 20 durch die Discos ziehen wollen.
Pflegekräfte sind auch ein anderer Schlag an Mensch.
Glaube, das ist auch dein eigentliches Problem. Du magst nicht älter werden. Eine Praxis eröffnen mit knapp 60? Ungewöhnlich …

Ich würde mich an deiner Stelle mit meiner Endlichkeit anfreunden. Bedeutet ja nicht, dass man aufhört zu leben. Aber so zu tun, als ob man sich in seinen 30ern bewegt, das wirkt irgendwie verzweifelt und wird dich auch nicht länger am Leben halten.

Deine Kids bekommen irgendwann eigene Kinder und bei vier hat man dann auch allerhand an Enkeln zu bespaßen. Und dazwischen noch ein eigenes Kleinkind ? Übernimmst du dich da nicht etwas ?
 
  • #30
der Kinderwunsch ist da und schwebt wie ein Damoklesschwert
Siehst du das wirklich so negativ?
Dann lass es besser.
Kinder sollten etwas sein, auf das man sich freut, trotz aller Ungewissheiten, ein großes gemeinsames Abenteuer.
Deine Kids bekommen irgendwann eigene Kinder und bei vier hat man dann auch allerhand an Enkeln zu bespaßen. Und dazwischen noch ein eigenes Kleinkind ?
Ach, im Idealfall bespaßen sich Kinder doch gegenseitig. Ich finde diesen Anspruch an die Eltern nicht zielführend.
 
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