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Gast

  • #1

Vater werden, Vater sein - was ist ein Mann bereit, zu geben

Hallo, liebe Männer
hier ein Thema, was mich brennend interessiert: was ist es einem Mann wert, für sein Kind zu tun, aufzugeben, in die Hand zu nehmen, wenn er Vater wird.
Während die Frau die körperlichen, psychologischen und emotionalen Veränderungen während der Schwangerschaft in Kauf nimmt, sowie nach der Schwangerschaft bedingungslos fürs Kind da ist und seine Bedürfnisse erfüllt (Schlafentzug, 24h-Service, Kochen, Waschen, Putzen, Trösten, eigene Bedürfnisse auf kinderfreie Zeit, wenn sie schlafen, beschränkt, u.v.m.), was könnten Sie sich vorstellen, in die Dreier-Beziehung einzubringen?
Danke für Ihre Beteiligung.
 
G

Gast

  • #2
Ich kann Ihnen erzählen, was ich in diese Beziehung eingebracht habe, und zwar: Schlafentzug, 24h-Service, Kochen, Waschen, Putzen, Trösten, eigene Bedürfnisse auf kinderfreie Zeit, wenn sie schlafen, beschränkt, u.v.m...

Ich habe mir diese Aufgaben nämlich von Anfang an mit meiner Partnerin und späteren Frau geteilt. Sonst hätte sie ihr Studium auch gar nicht zuende führen können. Und das war noch zu einer Zeit, als man Baumwollwindeln hatte und diese kochen mußte - wenn Sie verstehen, was ich meine. Es war ganz selbstverständlich auch mein Kind. Eine Episode: Also unser Kind etwa 8 Wochen alt war, stand ein Termin bei der Mütterberatung an - das war damals eine medizinische Einrichtung - gibt's wohl heute nicht mehr. Ganz selbstverständlich habe ich mir das Kind geschnappt und bin dort hin. Dort sah man mich an, als käme ich vom Mars: "Wer sind Sie? Und wo ist die Mutter?" Ich sagte, die sitzt zuhause und lernt. Hab die Aufregung überhaupt nicht verstanden.

Gut ein Jahr später wurde aus der Dreierbeziehung dann eine Viererbeziehung und das gleiche Spiel ging weiter.

Heutzutage würde ich mir allerdings stark überlegen, ob ich noch mal Kinder haben wollte. Bei den heutigen "Lebensentwürfen" vieler Frauen und heute üblichen Halbwertzeiten von Beziehungen wäre mir das Risiko einfach zu groß, zum Samenspender und Geldgeber degradiert zu werden. Meine letzte Freundin meinte z.B., wir könnten ja ein Kind haben - das müssen dann aber nicht unbedingt mit mir in einem Haushalt aufwachsen. Sorry, aber ich bin ein fühlendes Wesen. Ich kann es mir nicht vorstellen, das Aufwachsen eines eigenen Kindes nicht zu erleben. Manche Frauen haben Vorstellungen - da kann man einfach nur weglaufen.
 
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Gast

  • #3
Du hast sehr rosige Ansichten über die Mutterschaft. Nach der Geburt war ich es, der nachts zweimal aufgestanden ist, um das Kind zu füttern und trocken zu legen. Zum Stillen oder Abpumpen von Milch war meine Exfrau nicht bereit. Tagsüber war der Kleine bei Oma 1 oder Oma 2 und mein Exchen mit ebenfalls arbeitslosen Freundinnen unterwegs, was besser war, als das Kind in rauchige Bistros zum Frühstück zu schleppen (auch passiert). Ich war bereit, meine Exfrau zu heiraten, als sie mich mit einer Schwangerschaft - ein Versehen nach einem Monat Beziehung (?!) - überrascht hat. Das war das größte Opfer, das ich bringen konnte, denn ohne Schwangerschaft hätte ich sie nie nie nie geheiratet. Das habe ich für das Kind getan, was sich später als nicht von mir abstammend erwiesen hat. Lies doch mal unter Wikipedia "Schwangerschaftsbetrug". Für die meisten Frauen ist ein Kind einfach der Joker im Spiel um ein schönes Leben, das hat mit "Aufopferung" nichts zu tun. Es sind meistens die Väter, die noch mehr arbeiten als zuvor, um alles allein tragen zu können.
 
G

Gast

  • #4
Ach, das kann man so allgemein nicht sagen.

Meine Erfahrungen als Mutter:

Mein erster Partner war, obwohl arbeitslos zuhause während ich direkt nach dem Mutterschutz vollzeit weitergearbeitet habe, nicht bereit auch nur einen Strich für sein Kind zu tun. Weil er den kleinen nicht einmal füttern wollte (er fand das eklig), ging mein Sohn von Anfang an in die Krippe, während ich das Geld für die Familie verdiente und der Vater vor dem PC saß und mit anderen Frauen anbändelte. Als ich merkte, dass er nicht mal nach einem job sucht und auch als sein Sohn 3 wurde noch Null Interesse an ihm hatte (ja, ich dachte anfangs, das wird besser, wenn das Kind älter wird), hab ich die Reißleine gezogen und mich getrennt. Noch ein Kind? Niemals! Dachte ich. UNd das nicht, weil ich mein Kind nicht liebe, sondern einfach, weil es extrem anstrengend war, als mein Kleiner noch ein Baby war und ich mir das nicht noch einmal zugetraut habe.

An meinen aktuellen Partner habe ich diesbezüglich also wenig Erwartungen mitgebracht. Aber: Er ist großartig. Er macht mit meinem Sohn "Männersachen" (handwerken, bauen, autoscooter, Gespräche über Mädchen (mit 6...), Abenteuer-Ausflüge etc) und ist überhaupt fantastisch und hat sogar richtig Freude daran, sich mit einzubringen - obwohl ich das niemals von ihm zu fordern gewagt hätte, aber die Vaterrolle macht ihm richtig Spaß. Irgendwann will er außerdem noch eigene Kinder - finde ich auch gut. Und mit so einem Mann werde ich das Wagnis Kleinkind jederzeit gerne noch einmal angehen! :)

Mit anderen Worten: Es gibt fantastische Männer (wie meiner oder auch Gast 1), die sich super miteinbringen und mit denen man Kinder großziehen kann, ohne dass einer sich selbst aufgeben muss. Und es gibt riesen Arschlöcher, die zwar ihre Gene verbreiten wollen, aber dafür keine Verantwortung übernehmen (wie leider der leibliche Vater meines Kindes). Wenn ich so lese, was GAst 2 schreibt, dann scheint das allerdings für die Mütter genauso zu gelten... Drum verhüte gründlich, bis du deinen Partner einer gründlichen "Tauglichkeitsprüfung" unterzogen hast (das habe ich beim Vater meines Kindes leider verpasst...).
 
  • #5
Interessant wie sich die Meinung des Threaderstellers und die Erfahrungen von 2 und 3 unterscheiden.

Mir treibt es den Ekel ins Gesicht, wie sehr vom Feminismus die Vaterrolle abgewertet wird.
Das will der Threadersteller ja suggerieren.

Die arme Frau zu Hause und der Mann lässt sich auf Arbeit feiern. Bullshit.

Das Mann ist oft der Brötchengeber, der dafür sorgt, dass der Frau eine angenehme Umwelt mit Haus, vollem Kühlschrank, Auto und netter Einrichtung zur Verfügung steht, wo sie dann kochen und trösten darf.

Meine männlichen Kollegen, die schon Väter sind, arbeiten 70-80 Stunden die Woche im Krankenhaus, während ihre Frauen gutgelaunt vormittags den Latte Macchiato im Cafe schlürfen
und sich über die Vorteile verschiedener Windelsorten unterhalten.
Arbeit sieht anders aus.

Das ist jetzt auch überspitzt, aber ich kann dieses Märtyrerrolle der femininistischen Mütter langsam nicht mehr hören.
 
G

Gast

  • #6
Lieber FS,

ich befürchte, hier wirst Du leider keine schönen Antworten auf Deine tolle Frage haben. Gerne würde ich Dir aus der Sicht meines Mannes Einiges beschreiben, aber alles ist ziemlich selbstverständlich, wenn das Kind da ist. Du kannst Dir entsprechende Bücher besorgen und Dich in Foren der Eltern informieren.

Grüße
w
 
G

Gast

  • #7
Guten Tag, liebe Väter,
erst einmal herzlichen Dank für Ihre Antworten und ich drücke mein vollstes Bedauern für Ihre dargestellte Situatiuon aus.
Tatsächlich wollte ich einfach nur wissen, ob Männer generell bereit sind, sich vom Mann zum verantwortungsbewussten Vater zu entwickeln und gewisse Einschränkungen gerne hinzunehmen.
Vorgestellt hatte ich mir einmal, daß das gemeinsame Projekt Kind, welches Mann und Frau zusammen "angehen", sie als Paar mehr zusammen schweißt.
Bei mir war es allerdings so, daß mein Partner aus traditioneller Sicht die Situation so verstand, daß ich mich als Mutter sowohl um die Pflege und Ernährung, als auch um die Sorge und Erziehung des Kindes allein zu kümmern hätte. Da ich aber auch zur Hälfte finanziell mitgewuppt habe und sogar das Kinderzimmer selbst eingerichtet und die Kindermöbel/-utensilien selbst beschafft habe (außer Bettchen und Schrank), wusste ich nicht mehr genau zu sagen, wo er in der Beziehung zum Kind steht.
Auf Nachfrage, wie er seine Vaterrolle sähe, sagte er, er gehe ja das Geld verdienen und seie "da". Tatsächlich hat er sich im letzten Jahr sehr selten auch nur mit dem Kind beschäftigt oder sich mit das Kind betreffende Themen (Schwangerschaft, Ernährung, Erziehung, Wohlbefinden ect..) auseinander gesetzt.
Eine beispielhafte Episode: Die passende Windelgröße gabs gerade nicht im Angebot, da hat er zwei Packen in der nächstgrößeren Größe gekauft. Ich konnte dann nochmal losgehen und die richtige Größe kaufen. Kinderbettchen und Schrank hat er auf dem Gebrauchtmarkt günstig erstanden.
Er hätte gerne noch weitere drei Kinder gehabt, um die ich mich gekümmert hätte.
Mein Kind war ein Wunschkind und das beste was mir passieren konnte. Es hat es sehr gut bei mir. Nur eine heile Familie kann ich ihm leider nicht bieten.....
Es ist aber schön, daß es noch andere Männer, wie Euch, gibt: das gibt Hoffnung :)

Die FS
 
G

Gast

  • #8
Lies doch mal unter Wikipedia "Schwangerschaftsbetrug".

Also erstmal steht das nicht bei Wikipedia sondern bei WikiMANNia, die Seite brüstet sich auch mit diesem Satz: Unsere Garantie: Feminismusfreie Informationen! Oder der Satz steht auch auf der Hauptseite: Frauen sind nicht das unterdrückte Geschlecht. Frauen sind das subventionierte Geschlecht.

FS, ein Mann kann zu vielen Opfer, bei seinem Kind, bereit sein. Rein biologisch kann kein Mann ein Kind austragen, zur Welt bringen oder es stillen. Aber die Liebe eines Vaters kann zum Kind genauso wachsen, wie die Liebe der Mutter zum Kind. Das Rollenbild der Elternschaft ist in unserer Gesellschaft im Wandel, der Mann ist für das Kind nicht nur als Ernährer da, viele Männer möchten am Leben des Kindes teilhaben.

FS, Du wirst heute sicher alles bei den Männern finden, von dem Extrem: die Frau ist für das Kind alleine verantwortlich, bis, eine Frau ist gerade gut genug, um mein Kind auszutagen (gäbe es eine andere Möglichkeit, würde man die wählen), beim Rest, ist der Mann viel besser für das Kind geeignet. Ich finde beide Extreme nicht gut aber das Extrem als lebender Brutkasten missbraucht zu werden, ist sicher schlimmer.
 
G

Gast

  • #9
Nein (@2) es sind immer noch überwiegend die Mütter, die nach der Geburt eines Kindes MEHR Arbeit und weniger Zeit für sich haben (ich arbeite seit vielen Jahren in der Familienberatung!).
Ausnahmen wie die Männer, die hier gepostet haben, sind immer noch viel zu selten.
 
M

Mooseba

  • #10
Ich bin bereit, eine ganze Menge zu geben. Aber dafür erwarte ich Verständnis von meiner Frau, dass ich umso weniger Ehemann bin, desto mehr ich Vater bin. Und kommt mir jetzt nicht mit dem Spruch, dass das alles irgendwie gehen muss.
 
  • #11
Ich kann verschiedenes von mir und meinem Bekanntenkreis berichten.

1. Der Vater meines Kindes wollte immer drei oder vier Kinder, aber seinen finanziellen Beitrag dazu leisten - das wollte er nicht. Er saß lieber arbeitslos vor dem Computer und surfte nächtelang durchs Internet. Daß die Geburt seines Sohnes in ihm einen Druck ausgelöst hätte, sich Arbeit zu suchen - davon ist nicht die Rede. Dabei ist er kinderlieb und bäckt gern. Aber davon ist die Miete auch nicht bezahlt...

2. Bei mir im Haus sehe ich Väter, die stundenlang mit ihrem Dreijährigen im Garten spielen oder mit ihm Spazierengehen. Dabei Vollzeit arbeiten. Sehr angenehmer Anblick, nette Leute.

3. Die Frau unter mir hat zwei Kinder (4 und 6 Jahre alt), dessen Vater sie rausgeschmissen hat, als das Kleinste ein Jahr war. Grund: Beide arbeiten Vollzeit, sie alleine kümmert sich um alle Belange der Kinder und des Haushaltes. Er war ursprünglich derjenige, welcher KInder wollte und versprach, arbeitstechnisch kürzer zu treten. Sie wollte keine Kinder und wenn, dann nur als gemeinsames Projekt. Er war nicht bereit, mit und für seine von ihm gewünschten Kinder auch nur einen Handschlag zu tun. Dafür feierte er regelmäßig mit seinen Freunden. Sie hat keinerlei Privatleben mehr und schmiß ihn raus.

4. Entfernte Bekannte von mir: Beide damals Ende Dreißig/Anfang Vierzig. Ursprünglich ein Traumpaar. Bekamen zwei Kinder kurz hintereinander. Sie arbeitete weiterhin im öffentlichen Dienst als Lehrer, er stieg die Karriereleiter hinauf. Die von beiden gewünschten Kinder störten ihn zunehmend. Er weigerte sich, sich mit ihnen zu beschäftigen oder gar mit ihnen auf den Spielplatz zu gehen (fand er unmännlich). Auch fand er sie zu laut und zu nervig und bat seine Frau, doch bitte allein mit den Kindern in den Urlaub zu fahren. Als er ihr dann auch noch seine dreißigjährige Assistentin als Vorbild hinhielt (keine Augenringe, immer frisch und fröhlich, keine KInder) und der Sex auf 1x im Jahr geschrumpft war, setzte sie ihn vor die Tür.

@bigger: die Vaterrolle wird nicht abgewertet, sie wird lediglich sehr nüchtern gesehen. Viele Frauen haben alle mal optimistischer angefangen und hielten viele Dinge, die hier berichtet werden, für unglaubwürdig. Von den Frauen, die ich hier schildere, sitzt KEINE Latte Macchiato schlürfend im Kaffee! Keine. Die wären schon froh, wenn sie in größeren Abständen mal zum Friseur kämen. In den von mir geschilderten Fällen wollten alle Frauen eine gleichberechtigte Arbeitsteilung (das schließt die finanzielle Verantwortung mit ein!). Teilweise wurde es auch vor der Geburt versprochen. Leider kam für einige das bittere Erwachen später. Ich hätte mir das persönlich auch nieeeee vorstellen können.
 
G

Gast

  • #12
Ich habe zwei Kinder. Mein Einsatz:

* Ich arbeite ganztags und finanziere somit die Familie. Windeln, Brei, Spielsachen, Bücher, Putzfrau, Kita etc.

* Abends nach der Arbeit beschäftige ich mit meinen Kleinen. Ich verzichte somit auf jegliche Zeit für mich. Ich bin seit Monaten nicht mehr dazu gekommen, ein Buch zu lesen. Fernsehen tun wir sowieso nicht mehr.

* Ich bringe die Ältere (2,5 Jahre) jeden Abend ins Bett, lese ihr vor und erzähle ihr Geschichten, bis sie eingeschlafen ist (dauert meist 1 Stunde). Meine Frau kümmert sich währenddessen um die Jüngere (8 Monate).

* Am Wochenende gehe ich jeweils Samstags und Sonntags 2-3 Stunden mit den Kleinen alleine raus (Spielplatz o.ä.) damit meine Frau Schlaf nachholen kann.

* Ich erledige einen Teil des Haushalts, z.B. koche ich gerne am Wochenende oder räume die Spülmaschine ein und aus. Ich erledige sämtliche Einkäufe (Windeln, Essen, Feuchttücher etc.).

* Meine Sachen waschen und bügeln: Das habe ich sowieso schon immer selbst erledigt.


Ich denke ich bin eine große Unterstützung für meine Frau. Sie ist auch happy und ich bin es auch. Denke ich bin aber auch ein Sonderfall, da ich Kinder richtig toll finde.

m, 34
 
G

Gast

  • #13
Nein (@2) es sind immer noch überwiegend die Mütter, die nach der Geburt eines Kindes MEHR Arbeit und weniger Zeit für sich haben (ich arbeite seit vielen Jahren in der Familienberatung!).
Ausnahmen wie die Männer, die hier gepostet haben, sind immer noch viel zu selten.

Habe ich behauptet, daß ich bundesweit der Regelfall bin? Nein. Allerdings gibt es ein signifikantes Ost-West-Gefälle.Und da wo ich herkomme, war/ist es deutlich verbreiteter, daß sich Väter intensiv um ihre Kinder kümmern.
 
G

Gast

  • #14
Bei mir war es allerdings so, daß mein Partner aus traditioneller Sicht die Situation so verstand, daß ich mich als Mutter sowohl um die Pflege und Ernährung, als auch um die Sorge und Erziehung des Kindes allein zu kümmern hätte.

Liebe FS,

ich habe noch keine Kinder. Aber ich kann dir sagen, dass mein Vater sich um mich ähnlich wenig gekümmert hat und ich hatte bis zu seinem Tod ein sehr distanziertes Verhältnis zu ihm, obwohl wir zusammenwohnten und eine "heile" im Sinne einer intakten Familie hatten. Da fehlte die frühkindliche prägung. Ich würde für meine Kinder nur einen Mann haben wollen, der sich zu gleichen Anteilen kümmert. Natürlich würde ich dafür weiter arbeiten gehen.
Versuche, deinen Mann dazu zu kriegen, sich mehr zu kümmern. Es ist auch sein Kind und es ist wichtig, dass er es macht.

Bei meinen Freundinnen sehe ich übrigens, dass es viele Väter gibt, die sehr fürsorglich sind und diese "mütterlichen" Aufgaben der Versorgung auch selbst übernehmen. Deshalb bin ich guter Hoffnung, auch so einen zu finden.

w
 
F

FA04

  • #15
Meine männlichen Kollegen, die schon Väter sind, arbeiten 70-80 Stunden die Woche im Krankenhaus, während ihre Frauen gutgelaunt vormittags den Latte Macchiato im Cafe schlürfen...
Hallo, ich kann nur meine Geschichte erzählen und FS unterstützen. Wir haben uns im Studium kennengelernt (gleicher Jahrgang, gleiches Studienfach) und geheiratet. Nach dem 4. Studienjahr haben wir unser erstes Kind bekommen. Wehrend ich um noch 1,5 Jahre Pflichtstudium (abgeschlossen), später Vollzeit Job/40 St/Wo, (alles gleich wie bei Exmann), Kind, seine Vereine, Hausaufgaben, Haushalt kümmerte, hat mein Exmann gemütlich sein Freizeit vor dem Fernsehen oder in der Kneipe mit Freunden verbracht. Nur mit große Mühe und Streit hat er sich um das Kind gelegentlich gekümmert. Die 3 Jahren, welche ich mit 2. Kind daheim verbracht habe, waren schwierigsten in mein Leben. Da hat er erkannt was "zwei Vollverdiener" bedeutet. Plötzlich war ich schlimmster Mensch auf der Welt. Berufsmäßig war er damals immer unterwegs, nachhause kam nur am Wochenende. Ich habe Tasche mit schmutzigen Sachen bekommen und neue, mit frischen, parat gestellt. Das war´s mit Familienleben. 5 Tage die Woche war ich AM nur mit besseren? Kontostand. Für Freundinnen und anderen Freuden war kein Zeit da. :) Nichts mit "Latte Macchiato", ich verdiene kein Geld, darf für mein Vergnügen nichts ausgeben. Nach 3 Jahren bin ich wieder Vollzeit arbeiten gegangen. Kinder sind jetzt groß geworden, ich bin geschieden. Bei manchen Männer bleibt Kinderwunsch bei "Kinder wollen", andere sind auch dazu bereit Verantwortung übernehmen und Kinder erziehen. Mann muss immer goldene Mitte finden wo beide Parteien mit Kinder und Job beschäftigt sind, nur dann geht es. Das Zauberwort heißt "Zusammen". Es gibt jetzt perfekte Möglichkeit in der Welt von den Partner eintauchen. 14 Monate sind für Kindererziehung vorgesehen. 12 Monate die Frau daheim, stillen, Windeln, nach dem Geburt erholen usw. Das Kind aus dem Grobsten raus. Der Mann arbeitet. Danach 2 Monate der Mann daheim, Kind beschäftigen, kochen, putzen, aufräumen, Wäsche waschen, bügeln, Spazieren gehen, einkaufen, :) Zeit für Cafe/Kneipe finden, volles Programm. Die Frau arbeitet Vollzeit, 2 Monate kann man immer überstehen. Bei uns war gleicher Studium, gleicher Job, egal um was es ging der Mann hat immer schwerer gehabt. Ich gehe ins Büro mit Freude. Ich weiß warum. Ich freu mich sehr nach dem Arbeit mit Kinder alles zusammen machen. Sie sind für mich mein Ein und Alles. Dafür braucht man Erfahrung von beiden Seiten: Job und Kind, nicht Meinung. Mit Emanzipation hat es nichts zu tun. Man muss mit eigenen Haut erleben , wie z.B. FS schreibt, was "Windeln eine Größe größer" bedeutet. Wenn Kind und Kinderbett, mitten in der Nacht, voll gepieselt und :)anderen Lebensfreuden verschmiert ist, zweites mal kauft man sicher nicht eine Große größer. LG W/41
 
G

Gast

  • #16
...ich kenne es leider auch eher so, dass papa arbeitet und Geld verdient und ich als Mama die Kinder großziehe. Hab mir das vor der Geburt unseres ersten Kindes auch etwas anders vorgestellt.
Immerhin, wenns hart auf hart kommt, ist er für uns alle da, aber seinen Job aufgeben für die Familie würde er nie.
Umso öfters ich das Thema bemängel oder anspreche, desto mehr haben wir streit. Hab mich also damit abgefunden, dass er weder wickelt, noch füttert und nie ein tragetuch anziehen würde.
Es sind ja auch meine Kinder, die mir nie wieder jemand wegnehmen kann.
W,28,
 
G

Gast

  • #17
Liebe FS, wenn er sich bis jetzt noch nicht eingebracht hat, dann wird das auch nichts mehr tun! Er hat dir doch seine Lebenseinstellung vermittelt: Es reicht ihm, wenn er das Geld nach Hause bringt.

Ehrlich gesagt, sehe ich das als Frau ähnlich. Die meisten Männer kommen sehr gut ohne Kinder klar. Kinderwunsch ist zu 99% alleiniger Frauenwunsch. Aber Männer sind so loyal, den Ernährer für dich zu spielen, wenns sein muss. Mehr kann man nicht erwraten.

Nicht jeder Mann/nicht jede Frau ist zum Vatersein/Muttersein bestimmt. Auch das MUSS man so akzeptieren!
 
G

Gast

  • #18
Mooseba, ich danke auch Ihnen für Ihren Beitrag, denn auch das war in meiner ehemaligen Beziehung immer Thema: nach vollbrachter Tagesarbeit wollte mein Mann, daß ich noch die Geisha für ihn spiele, dabei hatte ich noch nicht einmal Zeit zu Duschen, geschweige denn Lust auf ihn. Das war dann auch der Anfang vom Ende.
Frau-Sein nur im Bett genügte mir nicht :(
Tatsächlich gibt es noch die Ernährerväter, die sich aber dennoch für den Nachwuchs interessieren und Zeit mit ihm verbringen wollen, schlicht weg, um eine Beziehung aufzubauen.
Stützt sich ein Mann aber nur aufs Geldverdienen und unterstützt seine Partnerin nicht, dann, mit Verlaub und Sie mögen entschuldigen, daß ich so deutlich bin, soll er aber auch die Flocken rüber wandern lassen und nicht auch noch bei der Windelmarke oder der Garderobe des Kindes! (nicht der Partnerin) knausern. Und folglich sehe ich das neue Gesetz zur Stärkung der Rechte der Väter im Umgang mit Ihren Kindern für letztere Vätergruppe nicht gerechtfertigt (...wenn sie davon überhaupt gebrauch machen...)
Abschließend noch einmal an Sie gewendet, Mooseba: ein Mann, der sich in seiner Vaterrolle ergibt und darin aufgeht, steigt bei mir enorm auf der Attraktivitätsskala und lässt mich weiche Knie bekommen :p
 
G

Gast

  • #19
Ich gebe gerne 90% des Geldes, das ich für mich selbst aufwenden könnte, meiner Familie, sprich ich versorge. Wenn ich noch Zeit und Kraft habe, helfe ich mit den Kindern (schon aus dem gröbsten raus) oder im Haushalt. Viel ist es leider nicht, da ich nach dem durchschnittlichen Arbeitstag ziemlich groggy bin. Allerdings würde das Geld nicht reichen, wenn ich weniger und meine Freundin mehr arbeiten würde (sehr hohes Gehaltsgefälle).
 
G

Gast

  • #20
Hallo

ich stolpere über den Begriff "Projekt Kind" welches Mann und Frau gemeinsam "angehen".
Kinder sind also schon PROJEKTE ?
Gibt es also Probleme mit dem Projektmanagement ?
 
  • #21
Ich habe mich als Mann und Stiefvater gerne auch um das Kind gekümmert.
Auch wenn ich abends von der Arbeit kam.

Obwohl das Keiner von mir erwartet, oder gar verlangt hat. (War ja nicht mein leibliches Kind)
Und ich auch nicht in erster Linie, wegen der Mutter gemacht habe.
Sondern weil ich gerne mit Kindern zusammen bin.

z.B. Windeln wechseln, Kinderwagen tragen, Kind tragen, später: In die Kita bringen oder abhoien,
tlw. kochen, waschen, putzen, usw.

Meistens gemeinsam mit der Mutter das Kind abends ins Bett gebracht.
Damit das Kind beide Eltern erleben kann. Und ihm Geborgenheit vermitteln.

Dafür alle Einschränkungen, was eine Familie mit Kind mit sich bringt. (z.B. Freizeit, Urlaub)

Beruflich / Job sind Einschränkungen schwierig, weil sich das stark auf das Einkommen auswirkt. Oder der Job so verantwortungsvoll ist, daß keine Reduzierung möglich.

Aber z.B. anderes Auto (größer, billiger) oder tlw. auf eigene Bedürfnisse verzichten, zugunsten der Familie, war schon möglich.

Unsere Trennung war dann nicht wegen dem Kind, sondern wegen der Mutter und ihrer tlw. falschen Kindererziehung. Die mir dann jede Nacht den Schlaf raubte. Obwohl das vermeidbar gewesen wäre.
Aber die Mutter wollte nichts daran ändern. Sie hatte keinen Job = konnte tagsüber den fehlenden Schlaf nachholen - ich nicht !

Man prüft Männer auf ihre Vatereignung: Wie sie auf Kinder reagieren. (z.B. "zufällig" an einem Spielplatz vorbei) Oder im Freundeskreis, wo bereits Kinder da sind.

(m,53, Single)
 
G

Gast

  • #22
Mir treibt es den Ekel ins Gesicht, wie sehr vom Feminismus die Vaterrolle abgewertet wird.
.....Meine männlichen Kollegen, die schon Väter sind, arbeiten 70-80 Stunden die Woche im Krankenhaus, während ihre Frauen gutgelaunt vormittags den Latte Macchiato im Cafe schlürfen
und sich über die Vorteile verschiedener Windelsorten unterhalten.
Arbeit sieht anders aus.

Mir treibt es das Schmunzeln ins Gesicht, wenn ich von den 70-80 Stunden-Wochen in den Kliniken lese, die alle der Arbeitszeitordnung und Tarifverträgen unterstehen, welche dies Arbeitszeit garnicht zulassen - Gesetzesverstoss.

70-80 Stunden arbeiten ab einer gewissen Qualifikation nur berufliche Versager, die ihre Inkompetenz durch Mehrarbeit verschleiern müssen, keine Familienväter, die sich gern für ihre Kinder engagieren würden, aber leider aus finanzieller Notlage.... und vor allen Dingen nicht wegen Latte-Konsum der kinderbetreuenden Ehefrau nicht können. Solange sind Maenner möglicherweise auch von zuhause abwesend, aber sicherlich nicht, um Geld zu verdienen, sondern um sich mit der jungen Kollegin zu amüsieren, statt zuhause ihren Anteil an der Familienarbeit zu leisten.

Liebe FS,
es gibt unterschiedliche Maenner. Die in der Familie Abwesenden wollten keine Familie, haben sich möglicherweise nur darauf eingelassen, weil ihnen zuhause sonst die Frau abgehauen wäre und sie mangels Unattraktivitaet so leicht auch keinen Ersatz gefunden hätten, also lieber ein Kind in Kauf nahmen, dieses aber nich wirklich wollten und sich demzufolge auch niche kümmern.
Gute Nachricht: insbesondere in der jüngeren Generation gibt es beruflich kompetente junge Maenner, die ihren Job in 40 Stunden schaffen, dann nicht überfordert und jammernd aufs Sofa plumpsen, sondern sich gern mit ihren Kindern befassen, weil sie gern Vater sind und trotzdem noch Karriere machen. Das ist alles eine Frage von Persönlichkeit und Fähigkeiten.
w, 50
 
G

Gast

  • #23
Wir , beide 31, sind letztes Jahr Eltern geworden. Das Gefühl Opfer bringen zu müssen , hat keiner von uns. Es gibt ein paar Veränderungen, aber die sind zum Positiven. Allerdings haben wir uns diese hart erstritten, wir haben soviel gestritten wie noch nie. Meist waren es Konflikte, die wir seit Jahren haben , nur haben wir sie nicht ausgefochten.
Inzwischen sind wir viel ehrlicher zueinander.
 
G

Gast

  • #24
Mir treibt es den Ekel ins Gesicht, wie sehr vom Feminismus die Vaterrolle abgewertet wird.…, dieses Märtyrerrolle der femininistischen Mütter...
Hallo FS, dass du mit deinem Eingangspost eine „Bombe“ auf vermintes Gebiet wirfst, ist dir klar geworden – nun ein erläuternder Post 2, warum nicht gleich so?

Mein Verständnis für Frauen, die das traditionelle Modell bevorzugen UND vom Partner zusätzlich ein erhöhtes Maß an Input erwarten, hält sich in sehr engen Grenzen.
Mitleid mit dem männlichen Pendant kann ich allerdings nicht aufbringen: Wer bei der Wahl seiner Frau das klassische Weibchen bevorzugt und vor der Familiengründung nicht sorgfältig geprüft hat, ob die Süße mit den Rehaugen ihre angestrebte Rolle als Artzgattin mit pseudofeministischen Argumenten unterfüttert („Mutter sein ist ja sooo schwer, das sagt doch die Alice immer – was machst duuu eigentlich außer Geld verdienen?“) – Pech gehabt, Männer, ihr habt euch diese Frauen ausgesucht:
Meine männlichen Kollegen, die schon Väter sind, arbeiten 70-80 Stunden die Woche im Krankenhaus, während ihre Frauen gutgelaunt vormittags den Latte Macchiato im Cafe schlürfen
Emanzipierte Mütter im eigentlichen Sinne, bei denen o.g. Pseudogetue wegfällt, wollen Job u. Kind vereinbaren. Diese Frauen treffen auf eine wachsende Zahl von Männern, für die es wichtig geworden ist (oder immer schon war – s. Gast 1), sich wirklich mit ihren Kindern zu beschäftigen. Damit ist die alltägliche Mühsal des Kindergroßziehens gemeint, durch die eine tiefere Bindung zum Kind entsteht. Im Zentrum der verworrenen Diskussion, auf die du, FS, Bezug nimmst, steht eine Aufwertung der mit Kindern verbrachten Lebenszeit. Das ist das revolutionäre Element in der ganzen Debatte.
Gute Nachricht: in der jüngeren Generation gibt es ... junge Maenner, die ihren Job in 40 Stunden schaffen, …sich gern mit ihren Kindern befassen, trotzdem noch Karriere machen. Das ist alles eine Frage von Persönlichkeit.
Schlechte Nachricht: Beruf und Kinder zu vereinbaren ist eine enorm erschöpfende Angelegenheit, besonders mit wachsender Verantwortung im Job/als Freiberufler. Davon können die Frauen u. Männer meiner Generation, die das „Projekt Kind“ so gut wie möglich gemeinsam wuppen, ein Lied singen. Diese Leute haben übrigens ihre Jobs, weil sie effektiv arbeiten.

Abschließend noch ein Bsp. für die Sammlung der FS:
Spanischer Manager (200 Mitarbeiter), liebt seine beiden Töchter über alles. Er weiß, dass die mit seinen Töchtern verbrachte Zeit in Korrelation zur emotionalen Bindung steht, ergo: Frühstück für/mit den Töchtern bereitet er zu, Büro bis 17:30, dann ab nach Hause zu den Mädchen, ab 21:00 wieder Arbeit im home office. Mit Kindern verbrachte Zeit ist aus seiner Sicht der größte energy drain, den er kennt und zugleich das beste Element in seinem Leben – Kinder bleiben. Seine Affären-Frauen wechseln.
w
 
G

Gast

  • #25
Der Vater meines Kindes wollte immer drei oder vier Kinder, aber seinen finanziellen Beitrag dazu leisten - das wollte er nicht. Er saß lieber arbeitslos vor dem Computer und surfte nächtelang durchs Internet. Daß die Geburt seines Sohnes in ihm einen Druck ausgelöst hätte, sich Arbeit zu suchen - davon ist nicht die Rede.

Was bewegt einen dazu mit so einem Mann ein Kind in die Welt zu setzen?
Bei solchen "Vätern" ist die Frage der FS kein Wunder, allerdings sehe ich hier nicht die Schuld bei den Männern alleine. Es ist schließlich immer noch die Frau, die die Entscheidung trifft von wem sie schwanger wird.

FS, was die Männer hier tun würden ist für deine spätere Mutterschaft irrelevant.
Wichtig ist, dass du dir deinen Partner genau anschaust BEVOR du schwanger wirst.
s. Bsp. Constanze

w, 45
 
F

FA04

  • #26
Was bewegt einen dazu mit so einem Mann ein Kind in die Welt zu setzen?
Bei solchen "Vätern" ist die Frage der FS kein Wunder, allerdings sehe ich hier nicht die Schuld bei den Männern alleine. Es ist schließlich immer noch die Frau, die die Entscheidung trifft von wem sie schwanger wird.

FS, was die Männer hier tun würden ist für deine spätere Mutterschaft irrelevant.
Wichtig ist, dass du dir deinen Partner genau anschaust BEVOR du schwanger wirst.
s. Bsp. Constanze

w, 45
:)wenn bevor lief alles super und danach nicht mehr? 2 Jahre sehr intensiver Beziehung, mit täglichen Träfen, gemeinsamen Hobbys, gemeinsamen Freundeskreis, Blumen und viel Aufmerksamkeit. Hochzeit, nach kurze Zeit kleine Umfall, aber absolutes Wunschkind für beiden. Mitten in Schwangerschaft ist man plötzlich auf sich allein angestellt, abrupt, von heute auf Morgen. Damit ist Eroberung zu Ende. Ein Märchen endet mit: "...und sie waren glücklich bis an ihr Lebensende" Manche Frauen heiraten Ihren Prinz, andere, aus Versehen, böse Stiefmutter :)
 
G

Gast

  • #27
Ich finde die Zeit ist überreif um endlich mal damit zu beginnen die Klischees von Müttern und Vätern endgültig über Bord zu werfen. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert und es wird schon lange nicht mehr in arbeitende (männliche) Bevölkerung und Hausfrauen unterteilt. Auch geht heute kaum noch einer eine Ehe ein, ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen und eine solche ist auch nicht mehr notwendig um eine Familie zu haben (ein vergreistes Steuerrecht mal ausgenommen).

Ich selbst wurde aufgrund meiner eigenen Naivität schneller zum Vater als ich es mir gewünscht hätte. Die spätere Mutter wollte mit Ende 30 nur noch irgendwie ihren eigenen Kinderwunsch erfüllt sehen, aufgrund von Job und anderen Lebensumständen sehe ich es jedoch mehr als fraglich ob sie das auch alleine geschafft hätte. Bis zum Ende des 3. Lebensjahres hatte ich die Zähne zusammengebissen und mit der Mutter und unserem Kind unter einem Dach gelebt, nur um meiner Rolle als Vater gerecht zu werden. Die Betreuung unseres Kindes lang damals schon zu einem großen Teil bei mir und heute zu 50/50 im Wechselmodell. Natürlich bedeutet dies Einschränkungen, so muss ich meine Arbeitszeit nach den Öffnungszeiten des KiGa richten, Sport und Hobbies müssen auf kinderfreie Tage beschränkt werden und jede neue Beziehung hat sich erstmal unterzuordnen. Mir ist auch aufgefallen, dass viele sich wundern warum das Kind nicht ausschließlich bei der Mutter lebt und häufig wird einem unterstellt, das Kind hätte unter dem ständigen Wechsel zu leiden was nun wirklich völliger Quatsch ist. Ich selbst bin bei meinen Vater aufgewachsen, zusammen mit meinen beiden Geschwistern, da unsere Mutter früh verstarb. Für mich gibt es alleine daher keinerlei Argument was dagegen spricht, dass ein Vater sich nicht auch bis zu 100% um sein(e) Kind(er) kümmern kann.
 
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