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  • #1

Vaterrolle heute

Liebes Forum,
wie sieht denn das Vater- bzw. Mutterbild heute, bei Euch, aus?
Was sollten wir unseren Kindern als Geschlechterrollen vermitteln?

Zwei Extreme als Einleitung: der Vater geht arbeiten und geht seinen Interessen nach, die Mutter ist zu Hause und kümmert sich um Haushalt und die Angelegenheiten der Kinder.
Oder, Vater geht arbeiten und kümmert sich um die Kinder, Frau geht arbeiten und ihren Interessen nach.

Was mich da noch stört ist, daß Kinder aufgeteilt werden wie arbeiten gehen, kochen, Wäsche waschen und Rechnungen bezahlen.
Ist das Projekt "Kinder" nicht ursprünglich jenes von beiden Geschlechten gewesen.

Danke für Eure Beiträge :)
 
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  • #2
Hallo SF

Mein Exmann und ich hatten die klassische Rollenverteilung mit Frau am Herd der Mann der brav das Geld heimbrachte. Die Kinder/Erziehung wurde dabei nicht aufgeteilt sondern fiel alleine in meinen Bereich.
Durch das ist aber ein Ungleichgewicht entstanden. Klar der Mann arbeitete 100% und die Frau auch mit dem kleinen Unterschied dass Mann geregelte Arbeitszeiten hatte und Frau auch Nachtschicht bez. 24 Stunden auf Abruf zur Verfügung stehen musste.
Mein Exmann hatte somit nach Feierabend Freizeit und ich hatte das Einsehen. Unsere Paaraktivität schränkte sich ein auf ein Minimum.
Von da her finde ich im nachhinein klar dass sich eine Aufteilung der Kinder nach Feierabend vom Mann/Vater gehört. Mein Exmann konnte mir nie das Gefühl vermitteln dass ich auch mal Feierabend hatte und ich mal was für mich unternehmen konnte.

Nach der Trennung gehts mir viel besser weil ich sagen kann endlich nach vier Jahren hab ich auch mal wieder Zeit für mich! Mein Exmann nimmt die Kinder 1x in der Woche und jedes zweite Wochenende zu sich. Die Kinder sind noch klein und die Umstellung von nur Mami zu Teilzeitvater klappt gut.

Im Nachhinein würde ich die ideale Besetzung der Rollenverteilung in Teilzeit sehen. Das bringt am meisten Balance in die Beziehung welche bei aller Kinderliebe nicht untergehen darf.

w, 33
 
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  • #3
Ist das Projekt "Kinder" nicht ursprünglich jenes von beiden Geschlechten gewesen.

Danke für Eure Beiträge :)

So hart es klingt-nein, längst nicht immer. Viele Männer haben keinen ausgeprägten Kinderwusch und zeugen oft Kinder, weil die Frau das möchte. Für viele Männer ist eine Partnerschaft ohne Kinder optimal, für viele Frauen eben nicht.

Mittlerweile gehen die Männer so weit und sagen, sie möchten nicht mehr heiraten und lassen sich gerne sterillisieren. Das entspricht den weiblichen Bedürfnissen nicht im vollen Umfang.

Früher wurde gesellschaftlich die Heirat inkl. Kinderzeugung vorgeschrieben. Die Menschen hatten kein wirkliches Wahlrecht.

Heute darf man (zumindest in DE) so das Leben leben, wie man es für richtig hält und schön findet.
So stellt sich heraus, dass viele Männer absolut nicht die Familiengründung inkl. Heirat vermissen.

Das Vaterbild von heute-das frage ich mich auch. Viele Männer möchten heute gar keine Väter mehr werden!

Ich bin selber eine Frau und merke zunehmend, dass es große Interessens- und Bedürfnissenkonflikte bei beiden Geschlechtern gibt. Wohin alles noch führen wird, weiß ich selber nicht. Definitiv ist es so, dass viele Männer ihre nicht vorhandene Vaterrolle gar nicht vermissen.
Da einige nur der Partnerin wegen Väter geworden sind, sehen sie auch wenig Sinn darin, sie bei der Kindererziehung groß zu unterstützen. So hart es klingen mag-viele Kinder werden geboren, obwohl die Männer diese gar nicht so richtig "geplant" und gewünscht haben.
 
  • #4
Man kann sich gleichberechtigt bei den Kindern einbringen und beteiligen.
Und tlw. abwechselnd den Partner entlasten, für dessen eigene Interessen.

Ich bin immer für Emanzipation und gleichberechtigte Teilnahme.
Wollten meine meisten Partnerinnen aber nicht. Sei anscheinend "unmännlich"

Mithilfe im Haushalt ? Meistens von der Partnerin nicht erwünscht.
(Habe u.a. ein Schuljahr Hauswirtschaftsfach absolviert)

Ich habe auch angeboten, mal die Arbeit zu übernehmen (auch inkl. Kind)
damit die Partnerin mal freie Zeit für sich hat. (regelmäßig)
Aber sie konnte damit nichts anfangen. Wenn, dann nur gemeinsam.

Im Ladengeschäft. Lieber schleppt die (fremde) Frau mit vollbepackten Armen, anstatt irgendeine Hilfe anzunehmen. Nicht mal ein Karton, zum einpacken und leichter und sicher zu tragen.

Also weiter auf der Couch sitzen bleiben, und die Frau im Haushalt arbeiten lassen.
Beim einkaufen der Mann drei Schritte voraus, und die Frau die Tüten schleppen lassen.
Um es nicht auch noch ansehen zu müssen. Sie wollen es ja so ?

Zuerst wollen die Frauen emanzipierte Männer. Aber wenn sie dann haben - ist es ihnen trotzdem nicht recht.

Immerhin, bei der Vaterrolle ist Besserung zu sehen.
Ich habe noch nirgends so gute und engagierte Väter gesehen, wie heutzutage.

Welche Rollenverteilung soll ich meinem Sohn(12) vorschlagen, für seine Beziehungen ?
Ich weiss es nicht.
Aber er weiss, was für ein Vater ich bin. Ich hoffe, das er so auch als Vater sein wird.

(m,53)
 
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  • #5
Also, ich (w) habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Männer schon gerne Kinder haben wollen - solange die Frau die Hauptlast trägt. Sprich: Ihren Beruf aufgibt, beim Nachwuchs bleibt und den Haushalt schmeißt. Das traditionelle Rollenmodell ist leider immer noch in sehr vielen Köpfen festzementiert.

Für mich wäre ein Modell, wie es Bernd50 beschreibt, ideal. Beide treten im Job kürzer und teilen sich die Versorgung der Kinder und den Haushalt. Eventuell ist das verbunden mit finanziellen Einbußen und Risiken, aber so befinden sich beide auf Augenhöhe und sitzen wirklich im selben Boot.

Leider hält mein Freund gar nichts davon und geht fest davon aus, dass ich auf jeden Fall daheim hinterm Herd sitze, wenn wir ein Kind bekommen sollten. Ich habe aber - genau wie er - eine gute, lange Ausbildung hinter mir und verdiene ganz gut. Ich sehe nicht ein, das einfach so wegzuwerfen!

FS, du hast ganz recht - Kinder sind das "Projekt" beider Elternteile. Und ich finde es einfach unfair, vom Partner zu verlangen, sein Leben um 180 Grad umzukrempeln, während man selbst eher eine Komponente hinzubekommt.

w,29
 
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  • #6

Ich finde das überhaupt nicht extrem, sondern ganz normal. So war es früher auch und es klappte besser als heute. Was ist daran verkehrt als Vater den ganzen Tag arbeiten zu gehen und danach seine Ruhe haben zu wollen? Oder als Mutter den ganzen Tag daheim zu sein und für Haushalt und Erziehung zu sorgen? Immerhin ist es meist die Frau, die den Kinderwunsch hegt und der Mann kann häufig nicht groß bei der Erziehung mitwirken. So blöd es klingt, so war es schon immer.
Man kann sich das klassische Rollenbild auch absichtlich schlecht reden, weil die Gesellschaft es einem schlecht reden will!

Ich hatte z.B. Eltern die nie da waren, weil beide bis in die Nacht hinein gearbeitet haben und Chefs waren. Ich wurde von meinen Großeltern erzogen (Oh wei, altmodische Werte). Ich hätte mir gewünscht, einer wäre für mich da gewesen. Ich weiss nur, wenn ich mal Kinder bekomme, ich will daheim sein und es NICHT meinen geschäftssüchtigen Eltern gleich tun.
 
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  • #7
Zwei klassische Extreme:

Der Vater schützt und verteidigt seine Sippe mit dem Sperr vor dem Säbelzahntiger und fremden Horden. Die Männer gehen auf die Jagd nach dem Mammut ;-). Sobald die Jungs abgestillt sind und laufen können, lernen sie von den Männern, alles was ein Mann können muss.

Die Mutter schenkt Leben, lässt es wachsen und versorgt die kleinen Kinder. Die Frauen stellen Jagdfallen und Sammeln essbares. Sie zeigen den Mädchen, wie das alles geht.

Bleiben wir doch dabei.

Heute fehlt mir oft bei den Männern das Schützen und Verteidigen der Familie. Da ist jeder Kneipenabend mit den Kumpels wichtiger. Und mir fehlt, dass sich Männer um ihre Söhne ab dem Grundschulalter kümmern, damit ihre Söhne vom männlichen Vorbild lernen, wie sich ein Mann verhält.

Bei den Müttern habe ich oft den Eindruck, sie wollen heute ihre Babys nicht groß werden lassen. Welche Frau kann heute noch Kochen, Nähen, Töpfern und Weben und welche Fähigkeiten haben Frauen als Ersatz hierfür dazu erlernt? Von Männern dagegen wird weiter erwartet, dass er Autoreifen wechseln und Sachen reparieren kann.

Ich bin nicht sicher, ob sich Frauen das Monopol auf Kinder und Haushalt als Machtbereich erhalten wollen, oder sie sich ungeschickt bei den Verhandlungen mit dem Vater anstellen.
 
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  • #8
Ich bin nicht sicher, ob sich Frauen das Monopol auf Kinder und Haushalt als Machtbereich erhalten wollen, oder sie sich ungeschickt bei den Verhandlungen mit dem Vater anstellen.[/QUOTE]

Warum denn ein Monopol der Frauen auf Kinder und Haushalt?? Warum soll ich mit dem Vater "verhandeln"
Jeder Part muss doch sehen, was gerade ansteht und nicht nach schematischen Rollenmustern bewusst Aufgaben von sich weisen. Kindererziehung ist Sache beider Eltern, dazu gehört die Pflege und Ernährung bei kleinen Kindern und die Betreuuung und Anleitung bei den größeren.
Wenn die Aufgabe des Mannes nur die ist, draußen den starken Mann abzugeben und sich daheim dann schön auszuruhen, dann hab ich etwas nicht verstanden: "Gemeinsame Elternschaft"????
Das ist doch oft dann der Beginn für viele weitere Probleme: die Frau kümmert sich nur noch um die Kinder (weil für anderes kein Raum mehr), vernachlässigt sich als Frau, hat keine Lust auf Sex, der Mann geht um die Häuser und vergnügt sich, die Frau verkümmert geistig und hat kaum mehr außerhäusliche Interessen-gewollt?

Ich als Frau möchte keinen Mann der mich verteidigt, sondern der mir hilft, mich unterstützt und MIT nicht NEBEN mir ein gemeinsames Lebens führt.
 
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  • #9
Aus der Psychologie wird inzwischen immer häufiger darauf hingewiesen, dass frühzeitiges weggeben der Kinder in die Krippe oder Tagesmutter zu Trennungsängsten führt bis hin zu Traumatisierungen.

NUR WILL DAS KEINER HÖREN !

Daher finde ich, das Frau sich genau überlegen muss was sie will, Kinder oder Kariere.
Falls sie auf beides besteht, ist die Gefahr für eine lebenslange Schädigung des Kindes recht hoch.
Beispiele machen es schon heute an den ADS oder ADHS Kindern oder anderen Verhaltensauffälligkeiten deutlich.
Und an der allgemeinen Situation in den Kitas und Schulklassen, in denen Erzieher und Lehrer kaum noch Unterricht betreiben können, in dem ein angemessenes Lernergebnis möglich ist. Sie sind doch nur noch damit beschäftigt eine Horde Wildgewordener zu bändigen

Möchte eine Mutter tatsächlich daran die Schuld tragen?
 
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  • #10
Eigentlich ist doch alles ganz einfach: wenn der Mann oder die Frau möchte, dass ausschließlich ein Elternteil zuhause bleibt beim Kind, dann soll ganz einfach die Hälfte des Gehaltes des Verdieners aufs Konto vom Kinderbetreuer fließen.D.h. beide teilen sich zu gleichen Teilen auch die Lebenskosten. Das wäre nur gerecht. Zwar fehlen dem Kindererzieher die Berufserfahrung in seinem eigentlich gelernten Beruf, aber er bekommt zumindest einen finanziellen Ausgleich über das Gehalt des Verdieners.
w/51
 
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  • #11
Geschlechterrollen?

Tut mir leid, aber:

Dein Ernst? - Totaller Unsinn, wenn du mich fragst (!)

Ich gehe so weit, dass ich sage, dass Kinder, egal welchen Geschlechtes, gleich erzogen werden sollten. D..h. nicht nur die Tochter lernt Kochen und Waschen, sondern auch der Sohn und nicht nur der Sohn lernt einen Nagel in die Wand zu schlagen, eine Wand zu streichen etc, sondern beiden wird alles gezeigt und auch beim Spielzeug erhält die Tochter nicht nur Barbie und pinkes Gedöns, sondern auch action Figuren und ähnliches)

Hausfrau oder Hausmann?

=> Nix von beidem (finde beides inakzeptabel) d.h. keiner bleibt auf ewig daheim (wobei beide sich eine Auszeit nehmen sollten - Elternzeit - wenn die Kinder noch klein (Babies) sind)...das ist das Modell von Gestern (@Frauen: Haben eure Mütter (oder deren Mütter) nicht exakt gegen dieses Modell gekämpft? - Seit ihr wirklich bereit diesen Fortschritt wieder auf zu geben?...Ich hoffe doch nicht!)

mfg

m, 27

ps: Bin ich froh, dass ich mir den Stress nicht antun will :).Bin im Moment am überlegen, mich unters Messer legen zu lassen (Vasektomie).

pps: Traumatisierung durch Krippe? - Dann müssten alle (naja viele) Franzosen traumatisiert sein (bei denen sind Krippen gang und gäbe!)...totaller Unsinn!
 
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  • #12
Mein Mann geht arbeiten und ich kümmere mich ums Baby. Haushalt machen wir eigentlich gemeinsam, ich vermutlich etwas mehr. So wirklich getrennte Interessen haben wir nicht: unsere Familie, Zukunft. Eigentlich arbeiten wir bei allem Zusammen. Ich finde dieses Mein- Dein- Geschachere und dieses Aufrechnen ehrlich gesagt kontraproduktiv für jedes glücklich sein. Wenn sich jeder Mühe gibt reicht doch eigentlich.
Wie lange ich zuhause Bleibe wissen wir nicht, wir können uns beide definitiv nicht vorstellen ein einjähriges Kind in eine Kita zu geben, dann schränken wir uns lieber ein.
Ich finde die traditionelle Aufteilung sinnvoll. Dieses jeder macht alles ist so dermaßen stressig für alle Beteiligten, das kann einfach nicht gut sein. Jeder , der es hinbekommt ohne sich zu verausgaben meinen Respekt. Für kleine Kinder ist Mama denke ich schon sehr wichtig, aber um so älter, um so wichtiger wird Papa. Zurückblickend war mein Vater ab der Teenagerzeit vielleicht der prägendere Einfluss. Männer sind bei vielem entspannter und diese Gelassenheit im Übergang zum Erwachsenenalter fand ich sehr beruhigend und auch wichtig. Ich denke als Mutter ist man oft auch zeitlich Näher am Kind, man ist involvierter und kann dann nicht so gelassen sein, wie mit etwas Abstand. Beides ist sehr wichtig.

Beim Thema Kindererziehung würde ich v. a. nach den Interessen des Kindes gehen. Ich verstehe dieses ganze Problem mit Mädchen und Junge nicht. Als wenn ein Spielzeug derartigen Einfluss auf die Persönlichkeit hätte. Ich finde es furchtbar, dass irgendein von Erwachsenen ( die vermutlich ein Problem mit sich selbst haben) erdachtes Konstrukt über Geschlechterrollen ins Kinderzimmer getragen wird. Lasst die Kinder Kinder sein, die wissen, was sie spielen wollen ohne irgendeinen Erwachsenen. Das Führen eines Haushaltes gehört zum Rüstzeug für ein schönes Leben, Kochen ist nicht unerheblich für die Gesundheit , einem Kind das vorzuenthalten , bloß weil es ein Junge ist, ist wirklich gemein. Gleiches gilt für bestimmte handwerkliche Geschicklichkeiten, ein paar Basics braucht jeder im Leben.
 
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  • #13
pps: Traumatisierung durch Krippe? - Dann müssten alle (naja viele) Franzosen traumatisiert sein (bei denen sind Krippen gang und gäbe!)...totaller Unsinn!

Frankreich hat mit Abstand die höchsten Depressionsraten der Industrieländer... Aber sicher ist das für sie auch Unsinn...
Schön, wenn man eine Meinung hat, dann werden die Fakten irrelevant.
 
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  • #14
Ist das Projekt "Kinder" nicht ursprünglich jenes von beiden Geschlechten gewesen.

Nein, weil Männer mit Kinder noch nie was anfangen konnten.
Die meisten Männer wollen doch zu Großteil (ich sage mal mindestens 95%) gar keine Kinder. Früher auch nicht mehr. Kindererziehung war schon immer eine Frauendomäne. Der Mann geht von morgens bis abends arbeiten und will danach seine Ruhe. tut mir leid, aber so ist das, nur spricht es keiner aus.
Und der Rest der Männer will nur mal Kinder, wenn sie mal eine Traumfrau finden (finden sie nie) und das auch nur in unbestimmter Zeit - eine Zeit, die vermutlich nie eintreffen wird. Wer will denn schon mit 50 noch mal Papa werden? Ist doch hirnverbrannter Schwachsinn solangsam.
 
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  • #15
Nein, weil Männer mit Kinder noch nie was anfangen konnten.
Die meisten Männer wollen doch zu Großteil (ich sage mal mindestens 95%) gar keine Kinder. Früher auch nicht mehr.

Die meisten Männer haben vielleicht keinen Kinderwunsch vergleichbar mit dem der Frauen, aber es stimmt nicht, dass Männer mit Kindern nichts anfangen können. Bei Frauen habe ich oft das Gefühl muss um jeden Preis ein Kind her, egal wie. Ich hätte schon gerne Kinder, allerdings nur als Teil einer Familie, die auch bestehen bleibt. Die Kinder in allen Phasen aufwachsen zu sehen fände ich erfüllend. Bei dem heutigen Verständnis von Ehe und Partnerschaft als Gemeinschaft für 5-10 Jahre verzichte ich lieber. Kinder zu haben, aber nicht in vollem Umfang an ihrem Leben teilhaben zu können, ist für mich schlimmer, als keine Kinder zu haben.

Damit will ich nicht die "früher war alles besser"-Leier anstimmen. Ich kann mit den jetzigen Zuständen gut leben, nur dann eben ohne Kinder.

m32
 
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  • #16
Aus der Psychologie wird inzwischen immer häufiger darauf hingewiesen, dass frühzeitiges weggeben der Kinder in die Krippe oder Tagesmutter zu Trennungsängsten führt bis hin zu Traumatisierungen.

NUR WILL DAS KEINER HÖREN !

Ist klar, knapp 20 Millionen Ossis sind traumatisiert und haben Trennungsängste. Darunter dann ja leider auch ich, blöd nur das ich das bisher selbst nicht bemerkt habe, danke für die Aufklärung!

Daher finde ich, das Frau sich genau überlegen muss was sie will, Kinder oder Kariere.
Falls sie auf beides besteht, ist die Gefahr für eine lebenslange Schädigung des Kindes recht hoch.
Beispiele machen es schon heute an den ADS oder ADHS Kindern oder anderen Verhaltensauffälligkeiten deutlich.

In der DDR gab es kein ADS, das ist eine rein westdeutsche Erfindung. Insofern kann es auch sicherlich nicht durch Krippen ausgelöst werden vlt. aber durch mediale Überreizung(Kind vor TV statt in Krippe parken) und Konsumterror? Oder vieleicht gibt es diese "Krankheit" eigentlich auch gar nicht?

m27
 
  • #17
Aus der Psychologie wird inzwischen immer häufiger darauf hingewiesen, dass frühzeitiges weggeben der Kinder in die Krippe oder Tagesmutter zu Trennungsängsten führt bis hin zu Traumatisierungen.

NUR WILL DAS KEINER HÖREN !
Weil es schlicht Unfug ist.

Meine Interpretation einer heutigen Vaterrolle ist die, dass sich entgegen früherer Rollenbilder beide in die Erziehung einbringen. Das sich die Arbeit ebenso entsprechend aufgeteilt wird. Sicher gibt es Situationen, wo die einseitigen Rollenverteilungen ihre Berechtigung haben. Für mich wäre es jedoch keine Option.
 
  • #18
pps: Traumatisierung durch Krippe? - Dann müssten alle (naja viele) Franzosen traumatisiert sein (bei denen sind Krippen gang und gäbe!)...totaller Unsinn!

Hast du mal in Frankreich gelebt?

Ich schon. Und es stimmt tatsächlich. Die jetzt heranwachsende Generation beklagt eine generelle Bindungslosigkeit in ihren Herkunftsfamilien, weil die Eltern so gut wie keine Zeit für ihren Nachwuchs aufbringen können. Im Moment gibt es dort wachsende Diskussionen, dass es DAS ja auch nicht sein kann.

Übrigens helfen in Frankreich noch weniger Männer als in Deutschland bei der Kindererziehung und den Frauen dort geht es teilweise richtig schlecht unter völliger Überlastung.

Ich bin sehr für gleichmäßige Aufteilung der Erziehungsarbeit. Leider hatte ich, als ich damals in der Situation für entsprechende Verhandlungen war, nicht bedacht, dass mein Mann mit seiner Ausbildung ein Vielfaches meines Gehalts verdienen würde. Tja, dumm gelaufen. Für mich.

Ansonsten bin ich (Jahrgang 67) offenbar von Geschlechterklischees unbelasteter aufgewachsen als die meisten jungen Menschen heutzutage. Ich bin immer wieder verblüfft, wie sehr sich über entsprechende Zuschreibungen geärgert wird. Ich kenne das gar nicht. Ich hatte Autos, Legos und Puppen. Und ich habe mit den Jungs in der Straße Fußball gespielt und bin im Wald herumgestromert (inklusive ordentlich schmutzig machen).
Und ob jemand handwerklich begabt ist oder nicht, das entscheidet nicht das fehlende X-Chromosom. Mein Sohn kommt komplett auf mich (handwerklich unbegabt), meine älteste Tochter ganz auf den Papa (begeisterter Heimwerker).
Ich sehe nicht so ganz den Sinn darin, jedem alles beibringen zu wollen.
 
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  • #19
Hier die FS:
Es wurde oft erwähnt, daß Männer keine Kinder wollen, oder etwa mit 50 keine mehr machen wollen.
Das habe ich anders erlebt: viele Männer möchten Kinder und zeugen auch weit über 40 noch welche. Ich finde allerdings den Beitrag von #Gast 14:
ich habe von einem Mann gehört, daß er nur Vater sein kann, wenn die Frau sich entsprechend seiner Wünsche verhält.
Wieso kann ein Mann keine Beziehung zum Kind aufbauen, diese pflegen und auch genießen, auch wenns mit der Mutter scheitern sollte?
Wieso wird die Beziehung zur Mutter, die Arbeitsverteilung in der Familie und der Kinderwunsch des Mannes was Interesse am Kind, Pflege, Erziehung und Zeit-Verbringen mit beinhaltet, so sehr mit einander vermischt??
Warum kann ich als Mann kein enges, liebevolles Band mit meinem Kind haben, auch wenn ich im schlimmsten Fall den ganzen Tag arbeite und mit der Mutter keine Beziehung mehr habe??
 
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  • #20
Liebe FS

Soziologen beobachten einen anhaltenden Trend mit dem Vatersein das tradierte Männlichkeitsbild zu retten. Man kann dies als Retourkutsche auf zuviel Feminismus-Schelte betrachten.

Mit Vatersein kann ein Mann heute öffentlich mit der Rolle viel erreichen:
1. Sozialen Status deutlich aufwerten
2. Karriere schneller machen (ist schon Familienpapa, i.e. hat Verantwortung, kommt schneller voran)
3. Elternzeit nehmen (der Single-Kollege kann das leider nicht) sobald es mal nicht so toll läuft oder man 2 Auszeit-Jahre braucht z.B. für Studium neben dem Beruf o.ä.
Die neuen Väter sind "mega-in". Alle finden es toll wenn er zu Hause hockt, home-office macht oder Kinder wickelt. Früher geschah das privat, heute postet man es auf Facebook. Ich würde sagen um 1978 waren Väter zuletzt progressiv. Heut sind sie aggressiv. Und das ist keine gute Sache.
 
  • #21
Ist klar, knapp 20 Millionen Ossis sind traumatisiert und haben Trennungsängste. Darunter dann ja leider auch ich, blöd nur das ich das bisher selbst nicht bemerkt habe, danke für die Aufklärung!



In der DDR gab es kein ADS, das ist eine rein westdeutsche Erfindung. Insofern kann es auch sicherlich nicht durch Krippen ausgelöst werden vlt. aber durch mediale Überreizung(Kind vor TV statt in Krippe parken) und Konsumterror? Oder vieleicht gibt es diese "Krankheit" eigentlich auch gar nicht?

m27

Danke! Das deckt sich mit meinen eigenen Lebenserfahrungen. Mir steigt auch langsam die Galle hoch wenn ich diesen Unfug noch weiter lese.

Ich kann mit diesen sogenannten "Geschlechterrollen" nix anfangen. Hat vielleicht damit zu tun, daß bei uns in der Familie meine Mutter "die Praktische" war, welche für alles Handwerkliche zuständig war und mein Vater, welcher zwei linke Hände hat. Jeder soll das machen was ihm am meisten liegt und/oder was ansteht. Ich habe mich auch in vieles einarbeiten müssen, was früher als männliche Domäne galt und mit ist dabei kein Zacken aus der Krone gefallen. Beherrsche diverse sowohl diverse Handarbeitstechniken, habe aber auch schon Fliesen gelegt, geschweißt, geputzt und Möbel montieren ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.
Ich kann auch nicht sagen, daß Männer generell keine Kinder wollen. Für meine Person kannte ich zwei, die waren ganz wild darauf und die wollten auch gleich 2-3.
 
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  • #22
aha, also Kind als Mittel zum Zweck, ähnlich wie in anderen Threads Müttern unterstellt wird.
Dass es mit der neuen Vaterrolle auch neue Vor- und Nachteile gibt, bestreitet ja keiner.
Wie eine Familie das regelt, wer zum Arbeiten geht, wer zu Hause bleibt oder beide arbeiten und das Kind in eine Betreuung, wie auch immer, kommt, kann sie heute ja frei entscheiden.
Meine Frage jedoch, wie Männer sich in ihrer emotionalen Beziehung zum Kind sehen, habe ich noch nicht voll und ganz beantwortet bekommen.
Wenn ich mein Kind liebe, hüte ich doch nicht "der Mutter zu Liebe" mal ne Stunde das Kind oder lass es in der Windel sitzen, weil ich Wickeln nicht so toll finde und wenns nachts schreit schaue ich doch gerne danach und betone nicht, dass ich das jetzt nicht schaffe, weil ich müde bin und ja arbeiten gehe.
Dann verstehe ich die Männer nicht, warum sie Kinder wollten, wenn die nachher ein Klotz am Bein sind???!!!!
 
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