• #31
Ich glaube, ich muss mich auf meine alten Tage noch mit der Idee der Polyamorie auseinandersetzen. Eventuell einen eigenen Thread wert.
 
  • #32
Ich dachte, das liegt auf der Hand, aber ich erklär‘s gerne:
Man (die Forumsmeinung, auch ich selbst, wenn unreflektiert) ist ganz besessen vom Ideal der Freiheit von Altlasten,

Das ist nicht die Forumsmeinung. Das ist die Meinung einzelner, sehr radikal agierender Foristen.

Wahrscheinlich bin ich ein wandelndes Paket von Altlasten. Ein Wunder, dass mich wieder einer haben wollte. :p (Der hat seine eigenen Altlasten.)
Ich war 30 Jahre mit meinem Ex zusammen. Auch wenn die Ehe gescheitert ist, ist er dennoch kein Monster, mit dem ich kein Wort mehr rede.

Trotzdem sehe ich ein, dass bei einer schmerzhaften Trennung ein Kontaktabbruch sinnvoll ist (zumindest bis sich alles für einen geklärt hat).
 
  • #33
Also ich persönlich bin ein Typ der mit Blockierung und Kontaktabbruch generell ziemlich schlecht umgehen kann. Das belastet mich dann letztendlich fast mehr als die eigentliche Trennung.
Daher mag ich es lieber den Kontakt nach der Trennung auf freundschaftlicher Basis weiterlaufen zu lassen.
 
  • #35
Man kann sich ja schon auch fragen, ob diese „Schnitt und aus“ Philosophie das absolute Nonplusultra ist. Man ist dem „Zusammenbleiben bis zum Lebensende“ und der „Exklusivität“ eigentlich ganz unhinterfragt verhaftet. Durch diese verinnerlichte Härte und zementierte Moralvorstellungen wird auch viel Druck erzeugt.
Ich würde an deiner Stelle schauen, ob dieses Phänomen „Trennung aus rationalen Gründen“ bei dir oft vorkommt. Ich denke solange du die Muster bei dir nicht erkannt und nicht geändert hast, wirst Du immer wieder die gleichen Erfahrungen machen.
Deine Auswahl ist absolut ambivalent. Du kannst salopp ausgedruckt nur mit Frauen die Sexuell sehr offen sind und dann beschwerst Du dich darüber. Ich denke das Problem liegt bei dir und bei und aufgrund deiner Auswahl. Du kannst nur etwas begehen, die du nicht bekommst. Ich denke da kommst Du nicht alleine raus.
 
  • #36
Deine Auswahl ist absolut ambivalent. Du kannst salopp ausgedruckt nur mit Frauen die Sexuell sehr offen sind und dann beschwerst Du dich darüber
Das trifft es überhaupt nicht. Die hier stark betonte Sexualität war keineswegs ein Grund fürs Zusammenkommen, eher schon einer für die Trennung. Meine anderen Beziehungen waren in dieser Hinsicht ganz unauffällig, unproblematisch, erfüllte Sexualität etc. Ich hatte beim Kennenlernen wirklich nie die Sorge, dass es nicht schnell genug „dazu“ kommt usw.
Nichtpassungen auf verschiedenen Ebenen (nur eine davon Sexualität, Historie, Umfeld — etc.), die immer klarer und belastender wurden bei gleichzeitig sehr starker, spontaner, emotionaler Bindung.
Wahrscheinlich waren da Bedürfnisse, „Verkorkstheiten“ auf beiden Seiten, die perfekt ineinander gegriffen haben, aber dem Licht des Tages einfach nicht standhalten konnten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #37
Das stimmt überhaupt nicht. Die hier stark betonte Sexualität war keineswegs ein Grund fürs Zusammenkommen, eher schon einer für die Trennung.
Ok, dann habe ich dich falsch verstanden. Ich habe dich so in Erinnerung, dass du am Anfang sehr viel Zuspruch und 100%ige Engagement (auch sexuell) brauchst, um überhaupt aktiv zu werden und ich habe dich so in Erinnerung, dass deine Freundin sehr aktiv war und du dies sehr gut fandest aber ein Problem damit hattest, dass sie viele Bekanntschaften nebenbei hatte. Ich habe dich so verstanden, dass Ihr nie mehr als eine Sexbeziehung hattet, kein Alttag zusammen. Ich meine du kannst ja selber deine Beiträge lesen.
 
  • #38
Ich habe dich so in Erinnerung, dass du am Anfang sehr viel Zuspruch und 100%ige Engagement (auch sexuell) brauchst, um überhaupt aktiv zu werden
Ich hatte diesbezüglich geschrieben, dass ihr Lovebombing bei mir sehr eingeschlagen hatte. Das ist keine vorrangig sexuelle Sache. Von 100% Engagement als Voraussetzung etc. habe ich nichts erwähnt, ist nicht so, war auch hier nicht so.
 
  • #39
Ich hatte diesbezüglich geschrieben, dass ihr Lovebombing bei mir sehr eingeschlagen hatte. Das ist keine vorrangig sexuelle Sache. Von 100% Engagement als Voraussetzung etc. habe ich nichts erwähnt, ist nicht so, war auch hier nicht so.
Ja das Wort lovebombing ist mir nicht mehr eingefallen…..das meinte ich mit 100% Engagement….. Du kannst einfach deine eigene Beiträge in Ruhe durchlesen. Ich denke es würde dir wirklich helfen zu reflektieren. Ich mache es auch manchmal selber. Das hilft wirklich Ordnung im Kopf zu bekommen. Viel Erfolg für deine weiteren Entscheidungen wünsche ich dir von ganzen Herzen 👍🍀.
 
  • #40
Wer geht und dann feststellt "da draußen wartet nichts Besseres auf mich" und sich dann an das alte heftet, wird damit "gemeinsam trauern" um das, was man nicht verloren hat auch nicht glücklicher.

Wende Dich der Zukunft und ihren besseren Möglichkeiten zu.

bin ich im emotionalen Bereich vor allem sehr verletzlich, vielleicht zu ängstlich, und treffe Entscheidungen, um mich zu schützen, anstatt mich auf reale Krisen einzulassen
So bringt ein weiteres Gespräch doch garnichts. Vorher konntest Du Konflikt nicht, jetzt auch nicht. Lass es wie es ist - guck nach vorn, versuch was zu lernen und in einer neuen beziehung mutiger zu sein.

Man kann sich ja schon auch fragen, ob diese „Schnitt und aus“ Philosophie das absolute Nonplusultra ist.
Du setzt voraus, dass andere wie Du erst handeln und dann rumambivalentieren. Bei mir steht vor "Schnitt und aus" ein sehr gründlich durchdachter Entscheidungsprozess.

Man ist dem „Zusammenbleiben bis zum Lebensende“ und der „Exklusivität“ eigentlich ganz unhinterfragt verhaftet.
Absolut nicht. Wie kommst Du darauf? Ist doch nur so bei Leuten, die nie denken und nie was wagen.
Ich habe mich dafür nach sehr gründlicher Hinterfragung und sogar mal was anderes ausprobieren entschieden - wie die meisten.

Durch diese verinnerlichte Härte und zementierte Moralvorstellungen wird auch viel Druck erzeugt.
Wenn Du nicht weißt, was Du willst und Dein Heil in Vorgaben von anderen suchst, anschließend rumheulst, weil Du mangels Mut Dein Leben zu leben damit auch nicht glücklich bist, dann solltest Du nicht davon ausgehen, dass alle so leben.

Ich kenne keine Leute, die nach zementierten Moralvorstellungen leben, sondern alle leben so wie sie wollen. Die haben auch keine verinnerlichte Härte sondern lassen sich bloss von ambivalenten Kasperles nicht mehr veralbern und zeigen denen Härte.
Nur wer massive psychische Probleme hat lebt gegen seine Werte und Wünsche.

Diese Schere im Kopf will alles möglichst schnell abschneiden, was an die Vergangenheit bindet, da darf kein Gefühl, kein Austausch (von was auch immer) bestehen bleiben, wir fürchten das
Unfug. Altlasten belasten das Leben, beeinträchtigen das hier und jetzt.
Darum trennt sich davon wer diese nicht mehr mitziehen will, weil sie im hier und jetzt keinen positiven Wert mehr haben.
Ich kann sehr wohl an Exen denken, in Einzelbereichen sogar positiv ohne mit ihnen weiterhin Kontakt haben zu wollen. Da fürchte ich garnichts.
Meine Zeit ist halt begrenzt und wird erfreulich, vor allen Dingen stressfrei verbracht. Ich brauche auch viel Zeit für mich allein.
 
  • #42
Wer Schluss macht, der braucht danach keine Trauerphase mehr, die hat er zuvor schon hinter sich gebracht!
Du kennst ja meine Einstellung. Bei mir ist es ja genauso, dass ich auch überhaupt keinen Kontakt nach einer Trennung habe. Da spielt es bei mir auch keine Rolle von wem die Trennung ausging. Dass man trauert ist eine völlig normale Reaktion. Deshalb ist bei mir genauso wie bei dir, dass man erstmal eine Zeit lang allein sein sollte. So ungefähr ein Jahr.
 
  • #43
Nun, die Frage sagt es eigentlich… wenn man aus Verstandesgründen Schluss gemacht hat, aber trotzdem permanent an den Anderen denken muss… kann man eventuell besser abschließen, wenn man das Gespräch fortsetzt (ich hatte blockiert, weil mir das sicherer schien, aber auch nach mehreren Wochen bleibt das starke Gefühl des Nicht-Abschlusses, can‘t get you out of my head). Vielleicht die Hoffnung auf Einvernehmen, gemeinsame Trauerphase?
Du hast dich getrennt, die Frau blockiert, möchtest jetzt wieder Kontakt haben, damit du besser mit der Trennung umgehen kannst, um sie dann im Anschluss wieder abzuschießen ?

Ziemlich frei von Empathie...

Dein Problem ist nicht deine Ambivalenz. Sondern dass du die daraus resultierende Spannung nicht aushalten kannst und dann direkt nach einer (Auf)Lösung dieses Konfliktes suchst. Das ist allerdings eine Flucht vor dir selbst, weil du lediglich nicht mit deinen unangenehmen Gefühlen in Kontakt kommen magst und diese direkt „weghaben“ willst - siehe deine Trennung.
 
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  • #44
Du hast dich getrennt, die Frau blockiert, möchtest jetzt wieder Kontakt haben, damit du besser mit der Trennung umgehen kannst, um sie dann im Anschluss wieder abzuschießen ?

Ziemlich frei von Empathie...
Unter dem Aspekt ja. Aber man kann es auch umdrehen, da ist eine 6-monatige Beziehung, die keinen von beiden richtig gut tut. Sie sucht andere für Sex & Gesellschaft, will mit dem Ex in den Urlaub. Er fühlt sich enttäuscht und ständig angespannt, ein sich abzeichnender liebevoller Tiefgang wird Nicht erreicht, nur Komplimente im Superlativ & Sex am Laufenden Band.... anyway, es passt für beide nicht. Aus Vernunft heraus bringt das nichts, weil nervenaufreibend und man trennt sich, dennoch kann man immer noch lieben, vermissen, sich Sehnen und deshalb den Anderen Kontaktieren wollen bzw. trotzdem in Kontakt bleiben wollen. Das ist das Gegenteil von Empathiefrei.
@Anna1309 gebe ich soweit recht, dass es was selbstverletzendes hat, wenn man weiß, ein Kontakt tut mir nicht gut, ohne Kontakt ist für einem selbst und die eigenen Nerven besser, als eine wechselhafte Dramabeziehung, und doch will man an diesen Menschen festhalten. Warum? Irgendwas hat es mit @Verwirrt1111 selbst Selbstwert, Selbstverständnis zu tun, warum ausgerechnet dieser Mensch, der einem wissentlich selbst nicht guttut, völlig unpassend zu seinen eigenen Werten ist, nicht die gleichen Ziele pflegt und keine längere Zukunft möglich ist. Hätte man das nach der Erkenntnis erst innerhalb der Beziehung bis zu „Blut und gewetzten Messer“ (mit Vorwürfen bombardiert) wie in einer Arena ausfechten müssen, bis zum bitteren Ende, wo man sich dann wirklich schon emotional verabschiedet hat bzw. danach sicherlich?
Er hat erkannt (Vernunft/Kopf), seine Ex ist es nicht und sich getrennt, dennoch kann er sie lieben, bzw. irgendwas fasziniert/bindet ihn an sie, dass wie gesagt stark mit ihm zu tun hat, eine verborgene Seite klingt da innerlich.
Meine Vermutungen wären, dass er sie nicht „kontrollieren“ konnte und sie ihn dominierte mit ihrer Art, in der Beziehung war er ihr Hans-Wurst, und irgendwo her kennt er das oder Helfersyndrom oder auch Missionieren, wie bei Eliza Dolittle, sie auf den Pfad der Tugend bringen zu wollen und künftig „anständig“ zu leben? Oder auch, was völlig anderes. Egal was es war, irgendwas war es, unabhängig das man den Unpassenden liebt und diesen auch mal wie von der Person wie besessen ist. Denn umgekehrt hätte sie auch mit @Verwirrt1111 Schluss machen können, dies würde er schon verstehen und befürworten, aber dann ebenso, wie jetzt mit ihr gern noch längere Zeit in Kontakt bleiben, weil irgendwas Unausgesprochenes/Ungeklärtes zwischen beiden noch ist, oder man doch hofft, eine unverhofft passende Seite plötzlich noch beim anderen zu entdecken, weil man nicht versteht sich so dermaßen verschätzt zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #45
Deine eigentliche Frage zum Thema kann nicht pauschal beantwortet werden. Ich persönlich finde es schon ziemlich krass, wenn ein Kontaktverbot, egal von welcher Seite angezettelt wird. Ich glaube auch das du sehr überrascht von dir gewesen bist, diese Frau nicht aus deinem Kopf zu bekommen und kann deswegen auch sehr gut verstehen das du diese Sache heute anders siehst als in der Vergangenheit. Kontaktverbot finde ich nicht gut. Oft gibt es den anderen auch nur das Gefühl aussortiert und nicht mehr wichtig zu sein. Du hast es leider bei der Frau auch so gemacht. Wer weiß wie sie sich so gefühlt haben muss. Allerdings, was hält dich jetzt davon ab wieder mit ihr in Kontakt zu treten?
 
  • #46
aber dann ebenso, wie jetzt mit ihr gern noch längere Zeit in Kontakt bleiben, weil irgendwas Unausgesprochenes/Ungeklärtes zwischen beiden noch ist, oder man doch hofft, eine unverhofft passende Seite plötzlich noch beim anderen zu entdecken, weil man nicht versteht sich so dermaßen verschätzt zu haben.
Ich glaube auch das du sehr überrascht von dir gewesen bist, diese Frau nicht aus deinem Kopf zu bekommen und kann deswegen auch sehr gut verstehen das du diese Sache heute anders siehst als in der Vergangenheit. Kontaktverbot finde ich nicht gut. Oft gibt es den anderen auch nur das Gefühl aussortiert und nicht mehr wichtig zu sein. Du hast es leider bei der Frau auch so gemacht. Wer weiß wie sie sich so gefühlt haben muss. Allerdings, was hält dich jetzt davon ab wieder mit ihr in Kontakt zu treten
Dank euch beiden für die einfühlsamen Beschreibungen, darin finde ich meine Verfasstheit gut wieder.

Vielleicht noch soviel zu unserer Vergangenheit: 6 Monate ist etwas zu üppig gerechnet, es waren weniger. Sie hatte mir wirklich nichts angetan, weswegen ich sie irgendwie abstrafen würde. Es ging mir bei der Blockade nur um die Vermeidung von endlosen Kommunikationsschleifen.
Meine Hoffnung wäre, das Ganze in Richtung „Freunde bleiben“ zu entwickeln.
 
  • #47
Meine Hoffnung wäre, das Ganze in Richtung „Freunde bleiben“ zu entwickeln.
Dann starte doch den Versuch. Sag ihr was du denkst, teile dich mit. Du hast auch Fehler, Fehler die du machen darfst, weil du ein Mensch bist. Vielleicht denkt sie so ungefähr das gleiche wie du. Wenn nicht, dann darfst du dir die Ar........ einstecken. Ansonsten wird es etwas einfacher für dich.
 
  • #48
Dann starte doch den Versuch. Sag ihr was du denkst, teile dich mit. Du hast auch Fehler, Fehler die du machen darfst, weil du ein Mensch bist. Vielleicht denkt sie so ungefähr das gleiche wie du. Wenn nicht, dann darfst du dir die Ar........ einstecken. Ansonsten wird es etwas einfacher für dich.
Ich werde nie verstehen, ständig auf alten Kamellen rum zu reiten, statt den Blick nach vorne zu richten, sich vom Alten zu trennen und was Neues zu aktivieren!
 
  • #50
Es ging mir bei der Blockade nur um die Vermeidung von endlosen Kommunikationsschleifen
Und dieses: nicht diskutieren wollen, ist eigentlich der entscheidende Punkt, für fast alle deine Threads.

Warum gehen frische Beziehungen, nach ein paar Monaten in die Brüchen?
Weil nach der rosa Brille, Dinge auftauchen, die beredet werden müssen.
Was eigentlich zur Beziehungsarbeit dazu gehört und zwei Menschen zusammen bleiben lässt: gute Kompromisse, gute Kommunikation etc..
Ist für Viele nur noch: boh keine Lust auf Diskussionen, blocken und weg.
Lieber über polyamor nachzudenken alleine Eifersucht bekämpfen, als in den Austausch zu gehen.

Zu blocken ist nicht freundschaftlich und würde für mich auch keine, wenn Mann sich dann meldet.

Man kann zusammen bereden ob man passt und zusammen bleibt oder ob man nicht passt.

Wer zusammen nicht agieren kann, wird auch langfristig mit niemandem zusammen sein.
 
  • #51
Ich werde nie verstehen, ständig auf alten Kamellen rum zu reiten, statt den Blick nach vorne zu richten, sich vom Alten zu trennen
Manchmal geht das Verarbeiten von Beziehungen einfach besser, wenn man den Kontakt noch beibehält. Warum sollte der FS nicht nochmal bei der Frau anklopfen, evtl. steckt sie in der gleichen Situation fest. Nur weil er mit den Kontaktverbot angefangen hat, kann er den Fehler doch auch wohl zugeben.
 
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