• #1

Verbittert?

Hey liebes Forum,

die letzten paar Jahre waren bei mir ziemlich "bescheiden". Nach einer harten Trennung hatte ich alles verloren - Beziehung, erste gemeinsame Wohnung und Freundeskreis. Es war so schlimm, dass ich mich kaum noch heimgetraut hatte, weil ich mich einfach "ausgestoßen" gefühlt habe. Erschwerend kam hinzu, dass ich in einer Stadt studiert hatte, die ich wirklich nicht ausstehen konnte und die ich eigentlich nur damals aus Gründen zur Nähe meiner Ex gewählt habe. Freunde habe ich im Studium auch keine gefunden; die meisten Leute kamen von dort und spätestens die Unstetigkeit im Studium (Praxissemester, unterschiedliche Prüfungsbedingungen, mehrwöchige Sommerferien) haben den Aufbau von wirklich guten Freundschaften zunichte gemacht. Zumal ich wusste, dass ich nicht in der Stadt bleiben wollte. Alles in allem bin ich ziemlich verbittert geworden wegen dem, was passiert ist.

Jetzt bin ich glücklicherweise für meine Masterabreit in eine neue Stadt gezogen, über 200km entfernt. Ich kenne ein paar Leute, dennoch ist es ziemlich anstrengend hier erstmal Fuß zu fassen zumal mir die Arbeit und das aktuelle WG-Leben auch wieder gehörig auf den Nerv gehen und Energie rauben. Immerhin: Arbeitskollegen passen.

Jedenfalls tue ich mir seit der Trennung damals extrem schwer, wieder Lust auf Beziehungen oder überhaupt auf das Flirten zu entwickeln. Es liegt einerseits an den Lebensumständen und andererseits an der Tatsache, dass ich noch immer nicht wirklich die Demütigung der Trennung überwunden habe. Es war unglaublich verletzend und kränkend. Meine Lebensqualität bzw. Lebensfreude haben seit damals extrem darunter gelitten, gerade die Sache mit dem Freundeskreis hat mich fast zerbrechen lassen. Es waren Menschen dabei, denen ich blind vertraut habe. Früher habe ich immer so gerne geflirtet, hatte Spaß am rumalbern, hatte Lust auf Sex. Und heute fühlt sich alles so schal an, so bitter an. Mich holen immer mal wieder die Erinnerungen ein. Im Studium konnte ich dann nach einiger Zeit wieder Frauen ansprechen, meist nur betrunken.

Fragen ans Forum: Hat das schon mal jemand erlebt? Und wann wurde es besser? Ich bin ein nachdenklicher, fokussierter Mensch. Abschalten kann ich nur, wenn die "Rahmenbedingungen" passen. Nervig ist, dass ich ja weiß, wie sehr es mir früher besserging, wie viel mein Leben früher besser war. Was mir guttun würde? Ein zuverlässiger Freundeskreis, gute Kumpels, ein guter Job..
 
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  • #2
Ich glaube du musst noch einmal gedanklich zurück in deine Vergangenheit in der Zeit als deine Beziehung auseinanderging und du mit der Freundin auch den gesamten Freundeskreis verloren hattest.

Ich finde das sehr wichtig, damit du aus dem heutigen Standpunkt verstehen kannst, warum es zu dieser Trennung gekommen ist und warum es vermutlich nicht anders möglich war.
Die Vergangenheit zu reflektieren, kann zu einem "Aha-Effekt" führen zu einem tiefen inneren Verstehen, was passiert ist und weshalb.

Du erwähnst, dass diese Trennung für dich sehr kränkend und unglaublich verletzend war und offensichtlich ist diese Kränkung noch nicht verheilt. Mir kommt es vor, als wären deine Wunden nicht verheilt, als wärest du in einer Art "Schockstarre", bzw. als hättest du noch nicht wirklich realisiert, was geschehen ist.

Um dir mehr helfen zu können, bräuchte ich von dir mehr Details über die Beziehung und wie und weshalb sich deine Freundin von dir getrennt hat. Ich gehe davon aus, dass ihr ein Abschlussgespräch hattet, in welchem sie dir ihre wahren Gründe für die Trennung gesagt hatte.

Bedenke immer: grundlos trennt sich niemand. Kennst du ihre Gründe? Oder war sie mit dir nur zusammen, weil sie gerade in dem Moment kein besserer Mann gefunden hat? Hatte sie dich betrogen und ausgewechselt?

Zu verstehen, weshalb es zur Trennung kam, hilft dir im Hier und Jetzt zu reifen und das Leben mit neuer Lebensfreude zu beginnen und innerlich frei auf andere Menschen zu zugehen.
 
  • #3
Klingt ja bei dir nach einer kleinen Depression. Leider schreibst du nicht, was dich bei der Trennung so runter gezogen hat, außer das du scheinbar deinen Freundeskreis verloren hast, daher ist es auch schwer dir etwas zu raten. Wenn du keine Lust auf flirten und Beziehung hast, lass es einfach. Irgendwann kommt das zurück, es sei denn du hast wirklich eine Depression und es ist nicht nur eine Phase. Rausfinden kannst du das indem du mal mit deinem HA sprichst. Ich kann mir nicht vorstellen, was da bei dir abgegangen ist, dass du durch deine Trennung auch deine Freunde verloren hast. Da müssen ja alle der Meinung gewesen sein, dass du dich in der Trennung richtig mies benommen hast. Es ist zumindest gut, dass du die dir verhasste Stadt verlassen hast. Etabliere dich erstmal in Ruhe in der neue Stadt, gehe unvoreingenommen an die neuen Leute ran und baue dir ein normales soziales Leben auf. Irgendwann hast du auch wieder Lust aufs flirten. Setz dich nicht unter Druck und gebe dir Zeit
 
  • #4
Vielleicht willst du einfach zu viel auf einmal? Dass das Studium gut läuft, du neue Freunde findest, die Stadt, in der du jetzt lebst, annehmen kannst … und dann noch einen tollen Flirt mit dem Ziel, eine neue Beziehung zu finden.

Das würde ich auch nicht gleich schaffen. Ich würde mich auf den ersten Schritt (erfolgreicher Abschluss des Studiums) konzentrieren, danach - im neuen Aufwind - mir eine Bleibe suchen, in der ich mich wohl fühle. Und du wirst sehen: sobald du wieder »gut drauf« bist, also positiv an alles heran gehst, wirst du neue Freundschaften schließen können, auch zu Frauen.

Und dabei, so ganz nebenher, die letzte gescheiterte Beziehung vergessen. Nicht mehr darüber grübeln und einen freien Kopf für alles Schöne im Leben haben!
 
  • #5
Erschwerend kam hinzu, dass ich in einer Stadt studiert hatte, die ich wirklich nicht ausstehen konnte und die ich eigentlich nur damals aus Gründen zur Nähe meiner Ex gewählt habe. Freunde habe ich im Studium auch keine gefunden; die meisten Leute kamen von dort...

...gerade die Sache mit dem Freundeskreis hat mich fast zerbrechen lassen. Es waren Menschen dabei, denen ich blind vertraut habe.

Deine Ex ist das geringere Problem! Wichtiger ist, dass Du die ungeliebte Stadt und die Leute von dort abhakst!

Ich kenne das, denn mein Vater war, für mich ungefähr zwischen Mitte Grundschule und den ersten Jahren auf dem Gymnasium, ein paar Jahre beruflich in einer Stadt bzw. einer Region, mit der ich auch einfach nicht warm wurde. Wir hatten dort nur eine Wohnung, aber unser "Familienhaus" natürlich behalten, denn meine Eltern wollten auch irgendwann zurück.

In allen Ferien waren wir also zuhause (mein Vater nur, was der Urlaub hergab) und in der Schulzeit an dem ungeliebten Ort. Alle meine Freunde waren am Heimatort. Am Arbeitsort meines Vaters hatte ich nur sehr oberflächliche Kontakte. Meine Eltern erklärten mir immer, dass ich nur deswegen am Heimatort viel besser klar kam, weil dort nicht "der Ernst des Lebens" (die Schule) wäre, sondern Freizeit.

Das war nonsense, denn als wir endgültig zurückgingen in unsere Heimat, war alles super und ich bin aufgeblüht.

Meine Eltern haben lediglich einen einzigen freundschaftlichen Kontakt zur ehemaligen Sekretärin meines Vaters und ihrem Mann aufrecht erhalten ...ich selber behielt keinen einzigen Kontakt über. Das steht im krassen Gegensatz zu meinen restlichen Freundeskreis, der sich aus Grundschulzeiten (ersten 2 Jahre), Oberstufe (Abi am Heimatort), Studium und Auslandsaufenthalt etc. zusammensetzt.

Manchmal ist man einfach an einem bestimmten Ort "falsch". Dann sollte man es abhaken!

V.m46
 
  • #6
Um dir mehr helfen zu können, bräuchte ich von dir mehr Details über die Beziehung und wie und weshalb sich deine Freundin von dir getrennt hat. Ich gehe davon aus, dass ihr ein Abschlussgespräch hattet, in welchem sie dir ihre wahren Gründe für die Trennung gesagt hatte.

Erstmal: Danke an alle für die Antworten!

Ich war eine Zeitlang bei einer Therapeutin. Ca. 6 Monate. Gebracht hat es mir Nichts. Sie stocherte meist im Nebel. Vorteil: Sie kennt mich nicht und geht objektiv mit wissenschaftlicher Methode vor. Nachteil: Menschen sind sehr komplex. Den Knackpunkt zu finden kann verdammt lange dauern.

Zu deiner eigentlichen Frage: Ich habe mich für das Studium aufgeopfert, worunter die Beziehung gelitten hat. Sie war nie in der Lage wirklich "auf den Punkt" zu komme, tat sich schwer mit Entscheidungen. Die Beziehung an sich war sehr intensiv und emotional. Wir waren fast jeden Tag zusammen, über vier Jahre lang. Ich habe ihr voll vertraut, sie war mein Ein und Alles. Die Mutter meiner Kinder (gutaussehend, Kindererziehring, dann Studentin). Dann kam bei ihr ein krasser Sinneswandel: Haare kurz, plötzlich diese Hipster-Mode, weg vom Femininen, dass ich immer so mochte.

Was ich vergaß zu erwähnen: kurz nach der Trennung hat einer aus dem Ex-Freundeskreis was mit ihr angefangen. Noch schlimmer war die Tatsache, dass mein „bester Kumpel“ ebenfalls von ihr angeflirtet wurde. Er hatte noch nie eine Freundin; hätte sich meine Ex aber für ihn entschieden, hätte er mich auch hänge gelassen. Dieser Vertrauensbruch und der Rest war einfach too much.

Abschlussgespräch? Sie sagt so etwas wie: „Du hast dich verändert.“ Und dass sie es bedrückend fand, dass meine Eltern sich oft nach uns informiert haben. Täglich Anrufe etc. – das stimmt und das habe ich eingesehen. Meine Eltern können nur schwer loslassen. Andererseits: Meine Familie ist und bleibt die einzige Konstante, auf die ich mich immer verlassen konnte und kann.

Ich habe so viel ins Studium investiert, weil es erforderlich war und weil es um "unsere" Zukunft ging. Es war eben recht viel auf einmal. Verändert habe ich mich schon; habe mit dem Rauchen aufgehört, treibe viel Sport. Nur bin ich bis jetzt leider immer von den Frauen versetzt worden. Dieser Rückschlag ging mächtig ins Selbstbewusstsein, zumal ich mein Leben komplett nach „uns“ ausgerichtet hatte – und das schon mit Anfang 20.
 
  • #7
Vielleicht willst du einfach zu viel auf einmal? Dass das Studium gut läuft, du neue Freunde findest, die Stadt, in der du jetzt lebst, annehmen kannst … und dann noch einen tollen Flirt mit dem Ziel, eine neue Beziehung zu finden.

Das würde ich auch nicht gleich schaffen. Ich würde mich auf den ersten Schritt (erfolgreicher Abschluss des Studiums) konzentrieren, danach - im neuen Aufwind - mir eine Bleibe suchen, in der ich mich wohl fühle. Und du wirst sehen: sobald du wieder »gut drauf« bist, also positiv an alles heran gehst, wirst du neue Freundschaften schließen können, auch zu Frauen.

Und dabei, so ganz nebenher, die letzte gescheiterte Beziehung vergessen. Nicht mehr darüber grübeln und einen freien Kopf für alles Schöne im Leben haben!

Das ist wirklich sehr schön geschrieben - und vielleicht liegt die Wahrheit in der "Einfachheit" deiner Aussage. Dankeschön ;-)
 
  • #8
Du siehst, wenn du ehrlich bist, dass es in eurer Beziehung einige Probleme gab...
Ihr habt euch beide auseinander entwickelt: du mochtest das Süße, Feminine: sie wollte das nicht mehr sein. Du wolltest jeden Tag Kontakt mit deiner Familie: ihr war das zu viel usw... Da hat keiner Schuld - ihr seid nur nicht (mehr) kompatibel gewesen.

Man muss auch den richtigen Therapeuten finden: du hast Probleme, mit denen du allein nicht klar kommst! vielleicht wäre ein zweiter Therapieversuch (evtl bei einem Mann?) nicht verkehrt. Klar sind wir alle verschieden - aber dann doch wieder auch nicht so verschieden, dass nicht bestimmte Muster bei allen greifen würden....
Du hast grad viele Baustellen und willst am liebsten mit einem Patentrezept alle sofort auf einen Schlag lösen: so läuft das Leben aber nicht... ein Schritt nach dem anderen!
Du musst nur irgendwo irgendwie anfangen und dich trauen und kleine Ziele setzen: nicht gleich das Optimum erwarten nach 6 Wochen oder auch 6 Monaten.
 
  • #9
@Betty

Da gebe ich dir Recht - ich muss das scheinbar noch lernen. Ich fokusiere mich jetzt erstmal nur noch auf mein Studium. Am 18.10. muss ich die Thesis vorlegen. Emotionalen Hickhack kann ich im Moment nicht gebrauchen. Überhaupt frisst die Aufgabe gerade viel Energie. Ist schon Wahnsinn; ich habe das früher nie verstanden, was damit gemeint ist. Heute verstehe ich es. Ich bin der "Ganz-oder-gar-nicht" Typ. Wenn ich mich wirklich für etwas entschlossen habe, dann richtig. Das hat ein bisschen was von "Method-Acting". Man "ist" dann das Thema. Konsquenz: Man wird in einer Sache immer besser, dafür schleifen andere Dinge im Leben. Meine Karriere ist mir im Moment einfach zu wichtig - und das soll sich auch auf meine zukünftige Partnerschaft positiv auswirken. Ich mache das nicht aus reiner Selbstsucht. Ich möchte einfach ein Mindestmaß an Sicherheit für meine Liebsten und mich. Also auch für meine spätere Familie.
 
  • #10
Was mir guttun würde? Ein zuverlässiger Freundeskreis, gute Kumpels, ein guter Job..
Vorschlag: Sich einen kleinen Nebenjob suchen, der Einem Spass macht. Der Spass ist dabei wichtiger, als das Geld dafür.

Das lenkt ab, und verschafft Einem Erfolgserlebnisse. Und lässt sich so nebenbei meistern.

Im Rahmen dieses Nebenjobs, oder außerhalb, kann man neue Leute kennenlernen. Und wenn man sich sympathisch ist, -> gemeinsame Freizeitaktivitäten. Und sei es z.B. ein gemeinsames, spontanes Picknick (ggf. mit Grill) im grünen.

Das Wichtigste dabei ist, dass man etwas gemeinsam unternehmen und erleben kann. (Denn essen könnte man auch zuhause.)

So kann man sich ein neues Umfeld aufbauen, in dem man sich wohl fühlt.

Ich habe in einer fremden Stadt am Rande eines schlechten Dates dort neue Leute kennengelernt, und durfte bei Denen sogar übernachten.

Man kann neue Leute kennenlernen, wenn man offen dafür ist, und was dafür tut. Von alleine kommen sie i.d.R. nicht, oder nur per Zufall. Aber man muß und sollte nicht auf den Zufall warten.
 
  • #11
Lieber Luciano
Konsquenz: Man wird in einer Sache immer besser, dafür schleifen andere Dinge im Leben.
Ich habe den Eindruck, du flüchtest dich gerade eher in deine Karriere/Studium. Du wirkst nicht, als seien dir Beziehungen und Freundschaften nicht wichtig, sondern als wärst du etwas unsicher, wie man sich diese wieder aufbauen soll. Ich rate dir, dem Problem nicht auszuweichen und es nicht "schleifen" zu lassen.
Ich möchte einfach ein Mindestmaß an Sicherheit für meine Liebsten und mich. Also auch für meine spätere Familie.
Das ist ein schöner Gedanke. Aber Sozialkompetenzen kann man nicht ein paar Jahre "schleifen" lassen und dann, wenn die Karriere aufgegleist ist, plötzlich entwickeln. Wenn du dich jetzt einigelst, könnte es schwer werden, später die Partnerin zu finden, die du suchst. Und ich wette, deine spätere Familie will nicht nur finanziell abgesichert sein, sondern auch einen Vater/Ehemann, der Zeit für sie hat und glücklich ist.
 
  • #12
Hey Luciano_87,

ich bin der Meinung entweder man bekommt es auf seinem Werdegang mitgegeben, sich um sich kümmern zu können oder man muss erst einmal hart aufschlagen, um zu lernen, dass das was man hat nicht dass ist was man möchte und braucht, um das dann für sich umzusetzen.

Ich finde Du gehörst zur zweiten Sorte von Mensch und bist noch am Fallen, denn Du reagierst immer noch durch Ausweichen und Vermeiden, läufst Dingen hinterher von denen Du der Meinung bist, dass sie wichtig sein könnten und verplemperst Deine Energie auf Nebenschauplätzen.

Es ist egal ob Du Klomann oder Vorstandsvorsitzender, in Familie oder Single bzw. Einzelgänger oder in Gemeinschaft, bist, wenn Du nicht Deinen Platz im Leben gefunden hast ist im unangenehmsten Fall der jeweilige stets der Falsche und Du bleibst ewig auf der Suche.

Ich bin vor 4 Jahren aufgeschlagen und die Zeit davor fühlt sich auch so an wie Du es beschreibst: Volle Konzentration auf einen/sehr wenige Menschen, perfekt sein, oben mitmischen und im Endeffekt sich verlieren.

Die vergangenen 4 Jahre haben mir die Augen aufgerissen, das Herz geweitet, die Seele freigelegt und den Kopf durchblasen. Ich bin auf dem Weg zu meinen Wurzel, zu mir selbst. In einem halben Jahr habe ich meine Partnerin, Eltern, alle Freunde und berufliche Existenz "verloren". Ich fühle mich immer noch weit am Anfang von allem, aber an einem sehr guten.

Also verabschiede Dich von dem Gedanken, dass erstens andere für Dich das richten werden, zweitens das es einfach sein wird und drittens von kurzer Dauer ist.

Viel Mut und Erfolg!
 
  • #13
Ich denke auch, die Fixierung auf später und auf die Richtige ist ein Ausweichen. Dann wiederholst du nur dein Muster-du lebst aber jetzt.
 
  • #14
Als junges Mädchen und später als junge Frau, lief es super. Ich bin ausser von Vätern selten tief enttäuscht worden.
Spaß, Liebe, Verantwortung....Zum Musketier erzogen und auch mein Naturel: Einer für Alle, Alle für einen.
Deal mit dem Ehemann, Pause vor der eigenen Weiterbildung, guten Job nehmen und ihn bei seiner Selbständigkeit unterstützten.
Nach 13 schönen Jahren, veränderte der Mann sich....Geld bis zu horrenden Schulden flog aus dem Fenster und nach 15jahren hatte er eine Freundin.
Getrennt habe ich mich.
Mit 2 kleinen Kindern, war ich arbeiten oder mit meinen Kindern zusammen.
Unattraktiv für Freundeskreis...wenig Zeit und wenig "Spaß ".
Neustart mit einem Partner, der selbst 4 Jahre getrennt war aber die Wut und Enttäuschung seiner Trennung nie überwunden hat.

Ich jedoch habe das Leben wie es war und ist angenommen. Und eine andere Sichtweise auf Dinge angenommen.
Ich habe also nicht meine besten Jahre verschwendet und einem Mann meine glorreiche Karriere geopfert.
Ich habe seit über 18 Jahren einen festen Job 8, der perfekt zu meinem Leben passt. Ich habe auch nicht damals einen Mann gewählt, der mich nur ausnutzen und betrogen hat. Unterm Strich hat er mehr in den letzten 25 Jahren als Mensch richtig gemacht als falsch. Und meine heutigen Freunde, sind weniger und besser als früher.
Du kannst Deine Sterne immer neu ordnen!
Und es kommt drauf an, wie Du es sehen möchtest und von welcher Seite Du guckst.
Mein Exfreund vergiftet sich sein Leben mit der Lebenswut selbst.
Ich werde sicher nochmal traurig oder enttäuscht sein
Aber ich weiß das eigentlich mehr neues schönes kommt.
Zähle immer die positiven Sterne....
Damit machst du dir das Leben schöner.
 
  • #15
Blicke doch mal auf das, was Du AKTUELL hast.

Ich vermute mal, Du bist gesund! Hey, das alleine ist es Wert, einen Freudensprung bis über die Decke zu machen!

Du bist intelligent: Du studierst. Allein, wie Du schreibst, zeigt uns das!

Du hast eine Familie, die Du liebst, der Du vertraust und die Dich liebt. Das würden sich jetzt mindestens 40 % von uns wünschen!

Also, hör bitte - für DICH - auf zu Jammern! Du hast JETZT SCHON mehr als man erwarten kann!

Zufriedenheit und Dankbarkeit. Stimmt, das könnte Dir fehlen. Kann man aber lernen. Und damit kommt dann oft noch mehr Positives ins eigene Leben!
 
  • #16
hey,

wie immer viele und interessane Einsichten. Dass mir Studium und Karriere vor allem zum jetztigen Zeitpunkt wichtiger sind, als eine Beziehung, ist für mich ok und gut so - Punkt ;-) Die Kritik von einigen Kommentatoren_innen ist nachvollziehbar. Wie bereits erwähnt: Ich habe schon einmal mein Leben nach anderen Menschen bzw. nach einer Person gerichtet. Ich werfe es meinem alten Selbst nicht mehr vor - aber mich nochmal derartig limitieren wird mir hoffentlich nie wieder passieren. Klar, life is a bitch etc. Kann jeden und zur jeden Zeit passieren.

Nur: solange ich ich es in den Händen habe (und gerade die aktuelle Phase scheint mir nach Gesprächen und eigenen Erfahrungen, unglaublich wichtig zu sein) möchte ich meine Zukunft nicht "versaubeuteln". Der Druck im Studium ist vor allem deswegen so hoch, weil man einfach den "Titel" braucht. Sobald ich meinen Master habe, sehe ich meine weitere Laufbahn wesentlich relaxter. Ich hatte ja in den letzten vier Jahren auch ab und an sowas wie eine Beziehung zwischendurch, es hielt nie länger als einige Monate bzw. knapp ein Jahr. Karriere ist mir deswegen wichtiger (im Moment) weil ein "Downgrade" immer leichter umzusetzen ist als ein "Upgrade". Die nächsten Jahre und Dekaden werden sicherlich nicht "leichter", eher schwerer. Die Unsicherheiten nehmen zu. Wenn ich mir jetzt eine gute Startposition erarbeiten kann, tue ich meinen Kids später auch nur einen gefallen.

Aber richtig: An gewissen Perpektiven muss ich trotzdem arbeiten ;-)
 
  • #17
Bruder, wenn es mit einem Psychologen nicht läuft, wechseln anderen suchen. Wenn Du nicht innerhalb der 1-2. Stunden etwas aufbauen kannst an Vertrauen ist es einfach der falsche Psychologe.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #18
Hm, du hast eine Familie die dich liebt, bald einen Abschluss,
Beziehungserfahrung und einen Plan:
Guter Job, wieder mehr Freunde, eigene Familie
Zusätzlich hast du eine Frau nicht überwunden aber immer wieder Liebschaften.
Ich verstehe das Problem nicht ganz.
Richtig lieben können wir nicht oft. Fast alle haben vielleicht 2-4 große Lieben maximal gehabt, wenn sie am Ende ihres Lebens zurückschauen.( im besten Fall sind es weniger...weil keine Trennung erfolgt ist)
Die Faustregel ist: mindestens die Hälfte der Beziehungszeit dauert das Verarbeiten und Abschliesen einer ( unfreiwillig) gescheiterten Beziehung. Manchmal auch länger.
Nach meiner 9 jährigen Beziehung war ich erst nach 6 Jahren wieder ernsthaft liiert.
Ich fürchte so ist das nunmal. Schön ist es wenn es überhaupt nochmal klappt.
 
  • #19
Die Faustregel ist: mindestens die Hälfte der Beziehungszeit dauert das Verarbeiten und Abschliesen einer ( unfreiwillig) gescheiterten Beziehung. Manchmal auch länger.
Nach meiner 9 jährigen Beziehung war ich erst nach 6 Jahren wieder ernsthaft liiert.
Ich fürchte so ist das nunmal. Schön ist es wenn es überhaupt nochmal klappt.

(1) es freut mich, dass du wieder jemanden gefunden hast. es gibt nichts schöneres und entspannenderes

(2) Nachdem ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe ist die Faustregel leider falsch. Man stelle sich vor, man war 20 Jahre verheiratet - dann müsste man 10 Jahre warten?! Tatsächlich sind es ca. 3-4 Jahre, unabhängig von der Dauer der Beziehung, so zumindest mein Kenntnissstand (Quelle: "Wenn der Partner geht" von Doris Wolf - kann ich nur empfehlen). Entscheidend ist der Grad der Verletzung und die Intensität der Beziehung.

Neben der Nähe fehlt natürlich auch Sex. Seit der Beziehung achte ich noch weniger auf die Figur, dafür mache ich mir umso mehr Gedanken, was der jeweiligen Dame wohl gerade durch den Kopf geht. Ich "zerdenke" die Situationen wohl zu sehr. Nur auf ständige Partnerwechsel habe ich keine Lust mehr. Zumindest ist es mir im Moment zu anstrengend...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
Denke auch die Regel ist quatsch. Womit Du recht hast ist das nach 3-4 Jahren das ganze verblasst.

Kenne aber viele Paare die sich kennengelernt haben obwohl einer sich gerade vor 2-3 Monaten getrennt hat und die Beziehungen halten nun schon 10 Jahre+, mit Kindern, Heirat nach weiteren 3-6 Monaten, gemeinsamen Haus etc.

Ich würde mich nicht einer neuen Beziehung verschließen, nur weil da noch was unverarbeitet ist. Vor allem würde ich keine Beziehung wegwerfen!

Es ist die Vergangenheit, es existiert nur in Deinem Kopf und dem anderen Ex-Partner oder neuen Partner kannst Du auch nicht in den Kopf gucken, schau das Du Deine Sachen regelst.
 
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