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Gast

  • #1

Verliebt mit Kinderwunsch... doch er ist krank

Hallo,

ich würde gerne meine Situation vorstellen, da ich mich gerade mit einer Entscheidung schwertue. Ich bin ein junge Frau (29) und würde gerne eines Tages eine Familie haben. Ich habe vor etwa einem halben Jahr einen wundervollen Mann Mitte 30 kennengelernt, mich verliebt und festgestellt, dass wir unglaublich gut harmonieren.

Doch seit ich ihn kenne, kommen immer mehr Krankheiten von ihm zum Vorschein. Er hat mir davon natürlich nicht am ersten Tag erzählt, sondern so nach und nach. Da wäre: Asthma, Arthrose, Bandscheibenvorfall, Migräne und zuletzt leider sogar Impotenz - ja, richtig: wir haben noch nicht auf herkömmliche Art Sex gehabt und das wird wohl auch nicht funktionieren.

Diese Krankheiten machen uns manchmal schon den Alltag schwer und ich möchte mich eigentlich von ihm lösen, denn ich kann mir das alles + eigener Familie nicht vorstellen.

Da ich ihn aber wirklich mehr als mag und ganz viel für ihn empfinde, fällt es mir unglaublich schwer, mich von ihm zu trennen. Ich komme mir dabei auch so schäbig vor, es nur wegen seines Gesundheitszustandes zu tun! Hab Angst, dass ich ihn ganz verzweifelt zurücklassen muss und dass er nie mehr glücklich wird...

Was soll ich nur tun?
 
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Gast

  • #3
liebe fs,

du bist für dein glücklich-sein und deine zukünftige familie verantwortlich und nicht für sein glück. du würdest es später bereuen - irgendwelche probleme kommen sowieso auf jeden fall und wenn du jetzt schon zweifelst, dann beende das bevor noch mehr bindung entsteht.

viel glück

w
 
  • #4
wow, mit Mitte 30 schon solche schweren Leiden, da wird das wohl das Einzige sein was hart wird. =/..
erfahrungsgemäss gehen solche "Samariterehen" nach 1 oder 2 Jahren mit lautem Wehklagen in die Brüche..
 
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Gast

  • #5
Ist er denn stark übergewichtig oder Raucher? Irgendwo her muss das ja kommen? Vielleicht auch eine unerkannte Depression?
 
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Gast

  • #6
Ich an deiner Stelle wäre sauer, dass er das mit der Impotenz nicht früher gesagt hat und würde micht "entlieben".

Verlieben und Beziehungsaufbau ist ja einerseits ganz schön und eine Art Spiel, aber wenn jemand Zukunftsvorstellungen hat mit Familie und so ist das auch eine ernste Angelegenheit. Er hätte es dir früher sagen müssen.

m
 
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Gast

  • #7
Es kommt drauf an, wie man im alltag mit zurecht kommt. Ich hatte mal nen freund, der kam alle paar wochen mit magenblutungen und danach verschriebenen opioiden ins krankenhaus. Hat er mir auch nie gesagt, dass das seit seiner kindheit zu seinem leben gehört. Keiner wusste, was es ist, viele ansätze, keine ergebnisse. Nach solch einem vorfall war er dann tage vom erdboden verschluckt und 'lag flach'. Nie darauf vorbereitet, nie über dinge gesprochen, alles sehr alltagsuntauglich. Aber er war auch nicht sehr liebevoll, so dass mehrere trennungsgründe zusammenkamen.
 
  • #8
Wenn ich mir das alles so anhöre, steckt doch mehr dahinter, als ein körperlich eingeschränkter Mensch. Das klingt nach einem Paket von psychsomatischen Erkrankungen. Hervorgerufen wird so etwas oft durch durch Ängste, sowie körperliche und seelische Überspannungen, die auch Gelenke ruinieren und Bandscheiben verrücken. Dahinter verbirgt sich die Unfähigkeit, Konflikte und Lebensanforderungen zu bewältigen und die Lösung ist im sekundären Krankheitsgewinn gefunden: Der kranke Mensch wird entlastet und bekommt Liebe und Aufmerksamkeit.
Das sind nur Spekulationen und ich bin weit davon entfernt, einem so kranken Menschen die Verantwortung dafür zuzuschieben und zu behaupten, er könne das mit Disziplin und Selbstkontrolle ändern. Aber auch du bist dafür nicht verantwortlich und vor allem bist du nicht für sein Wohlergehen verantwortlich. Bei der Gründung einer Familie sollten beide schon in der Lage sein, nach bestem Wissen und Vermögen für die Familie zu sorgen.
Hör ihm genau zu, was er aus seinem Leben erzählt, wie er an Herausforderungen und veränderte Bedingungen herangegangen ist, was Routine für ihn bedeutet etc. Nur so kannst du einschätzen, ob du dich auf ein Abenteuer einlässt, bei dem ein Partner immer mit "geht nicht, weil..." von der Bildfläche verschwindet oder - noch belastender - Aufmerksamkeit für sich fordert, statt seine Dinge zu tun.
 
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Gast

  • #9
Es wurde schon in den vorangegangenen Beiträgen betont: Du bist nicht für sein Glück verantwortlich, sondern nur für Deins. Nur wenn es Dich glücklich macht, mit ihm durch Dick und Dünn zu gehen, in guten wie in schlechten Zeiten zu ihm zu halten, dann hat eine Beziehung eine Chance. Das gilt im übrigen auch bei völlig gesunden Menschen.

Lass Dir auch nicht einreden, dass eine Beziehung mit einem kranken Menschen keine Chance hat, dass Du für immer unglücklich sein wirst oder dass Du etwas Besseres verdient hast. Wer sind denn diese Leute, die Dich besser kennen wollen als Du selbst. Eine Ehe, bei der die Strichliste von wünschenswerten Eigenschaften der wichtigste Ratgeber zur Entscheidung war, kann in der heutigen Zeit genauso schnell kaputt gehen. Die Menschen müssen zueinander passen, das ist alles.

Wenn Du schon schreibst, dass Du Dir das alles mit ihm nicht vorstellen kannst, dann lass es lieber bleiben, bevor beide unglücklich werden. Oder waren es andere Ratgeber, welche Dir das eingeflüstert haben, dass eine solche Ehe nicht vorstellbar ist? Noch einmal: Du entscheidest. Verspürst Du Mitleid mit ihm, dann lass es. Genau das ist ein Zeichen, dass diese Ehe nicht gut gehen wird. Mitleid ist so ziemlich Gegenteil von Respekt.
 
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Gast

  • #10
Diese vielen Beeinträchtigungen in einer Person vereint sind schon seltsam.... Wie ist er denn bisher damit umgegangen? Hat er mal probiert, das Asthma, die Migräne zu bekämpfen- streng schulmedizinisch oder auch mit Hilfe eines Heilpraktikers? Es sind relativ häufige Erkrankungen, aber zumeist auch solche, mit denen man sich recht gut arrangieren kann. Da hätte ich keine sonderlich großen Schweirigkeiten, wenn mein Partner diese Dinge hat, muß man sehen, wie er am besten klarkommt. Auch ein Bandscheibenvorfall kann nun wirklich jedem passieren.

Inbesondere die Arthrose und auch Impotenz sind jedoch in solch jungem Alter recht ungewöhnlich.
Hat es vorher Beziehungen gegeben, in denen es körperlich geklappt hat? Gibt es eine Ursache, wie veränderten Blutdruck, Übergewicht, ungesunde Lebensweise, familiäre Häufung dieser Dinge?

Und wie geht Dein Partner damit um? Ist er larmoyant oder zieht er Dich mit runter? Oder hält er sich wacker und versucht alles, was möglich ist?

Ich finde, es ist eine schwierige Entscheidung. Spätestens jedoch beim Thema Kinder wirst Du jedoch eine Entscheidung fällen müssen. Frage Dich einfach, ob Du der Belastung gewachsen bist, seine Krankheiten "mit zu tragen" und auf körperliche Freuden zu verzichten. Ich denke, ich könnte dies in Deinem Alter nicht.

Es ist sicher nicht verwerflich, sich von jemandem zu trennen, wenn ein "normales" Leben gänzlich unmöglich ist.

Viel Glück!
 
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Gast

  • #11
Eine Beziehung sollte eine Bereicherung für Dein Leben sein.
Ich sehe es als absolut legitim, wenn nicht gar auf das eigene Wohlbefinden bezogen, verpflichtend an, sich eine/-n Partner/ -in zu suchen der den Suchenden nicht Psychisch, finanziell oder wie auch immer "Herunetrzieht" oder gar ruiniert.
Viele Negativpunkte kommen erst in einer längeren Kennenlernphase oder während einer Beziehung zu Tage.
Im aktuellen Fall weist Du schon einiges. Vermutlich immer noch nicht alles.
An 1. Stelle stehts Du und Dein Wohlbefinden. Und dann auch das Deiner zukünftigen Kinder.

Verwechselle nicht Liebe und Mitleid.-

Welche Entscheidung ich Dir empfehlen würde werde ich nicht noch konkreter erläutern. M 55J
 
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Gast

  • #12
Es ist ein großer Unterschied, ob ein Partner in einer Beziehung erkrankt oder ob schon früh klar ist, dass man sich mit einer kranken Person einlässt. Natürlich wäre es bitter für ihn, wenn du ihn verlassen würdest, aber mal ehrlich: Warum solltest du dich für den Rest deines Lebens um einen kranken Mann kümmern wollen? Dafür bist du eindeutig zu jung. Möchtest du wirklich auf Sex verzichten? Bitte denke an dich und nicht an ihn, aus Mitleid bei ihm zu bleiben, macht auf lange Sicht dich unglücklich!
An deiner Stelle würde ich ihm sagen, dass dir klar geworden ist, wie wichtig dir die Gesundheit eines Partners ist. Das kann dir wahrlich kein Mensch verübeln.
 
  • #13
Hätte dieser man irgendwelche charakterlichen Schwächen, die eine Familiengründung nicht zulassen, würdest du dich trennen. Du wärest vielleicht traurig oder wütend, vielleicht würde er dir auch leid tun. Ein schlechtes Gewissen jedoch hättest du nicht. Du würdest die Entscheidung treffen, weil es mit dir und deinen Visionen einfach nicht passt.
Nun sind seine Schwächen körperlicher Art. Also darfst du dich genauso trennen. Mit der gleichen Traurigkeit und dem gleichen Mitleid. Weil es nicht passt.
 
  • #14
Liebe FS,

sorry- aber lass es!

Wenn solche Informationen nur stückchenweise zu Tage kommen- dann steckt noch mehr dahinter.

Als meine Kinder schon auf der Welt waren, habe ich erfahren, dass nicht nur meine Schwiegermutter immer wieder Bronchitis hatte- nein, x Familienmitglieder hatten massiv Asthma, TB etc- toll, meine Tochter hat es auch, freut mich zu wissen, woher. Zudem erfuhr ich von einigen Familienmitgliedern, die eine Psychiatrie-Karriere hatten- nicht so ganz schlimm, nicht so schlimm, dass man es ihnen beim Kennenlernen anmerken würde... Ich war begeistert!

Zudem könntet ihr bei massiver Impotenz ja auf normalem Wege gar keine Kinder bekommen, oder?

Noch ist Zeit dazu- geh!
 
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Gast

  • #15
Auf alle Fälle solltest Du Dir ein gesamtes Bild seiner Krankheit machen inkl. gemeinsamer Arztbesuch und Einsicht in die Unterlagen soweit machbar. Das steht Dir zu und das wird Er auch akzeptieren.

Das sollte Dir in Deiner Herz vs Hirn Entscheidung helfen.

Bei weiteren Krankheitsbildern gehts dann halt Richtung Verstand. Bleibt es so wie es ist und einiges kann therapiert werden siegt vielleicht die Liebe.

Viel Glück, M44
 
G

Gast

  • #16
<- mod Chat gelöscht >
Liebe FS
Ich verstehe, dass Dich all diese Krankheiten schockieren und auch mir stellt sich die Frage nach den Hintergründen. Zudem wäre es auch wichtig zu wissen, wie sehr Dein Partner durch seine Beschwerden im realen Leben eingeschränkt ist. Da ich viel Erfahrung mit den Folgen von kranken Zähnen und Amalgamfüllungen habe, wäre das für mich auch ein Ansatzpunkt. Alternative Heilmethoden zu suchen, wäre generell eine gute Option. Das mal so nebenbei...
Was für mich persönlich das grösste Problem darstellt, ist die Impotenz Deines Partners. Mitte 30...hmmmm. Ich befürchte, dass diese Tatsache Dich früher oder später zum Weggehen veranlassen würde. Also entweder investierst Du Zeit und Geduld (und Gefühle) in eine Beziehung, die vielleicht einmal grossartig sein wird oder Du entscheidest Dich jetzt für Dich und Dein eigenes Glück. Auf alle Fälle solltet ihr mal Tacheles reden.
Viel Glück!
PS: Manchmal versetzt auch Liebe Berge...
 
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Gast

  • #17
LIebe FS,

ich war selbst vor Jahren in einer ähnlichen Situation, nur mit dem Unterschied, das ich schon AE war und eben ein Schulkind hatte.

Mein damaliger Freund hatte einen starken Kinderwunsch und seine chronische Erkrankung hatte er mir von Anfang an nicht verschwiegen und anfangs dachte ich auch...kein Problem...aber welche Folgen das Ganze hatte, habe ich erst nach und nach bemerkt...und habe dann auch eine zeitlang nachgedacht.

Aber es war irgendwann für mich klar. Ich wollte der Realität ins Auge sehen, hatte schon Jahre der alleinigen Erziehung hinter mir....Nein, ich wollte es definitiv nicht. Weil er nicht voll einplanbar war und wegen möglicher Vererbung der Erkrankung.
Mir war dieses Risiko zu groß.

"Eigentlich" bin ich sozial eingestellt aber in diesem Punkt....?!
 
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Gast

  • #18
Ist mir nicht ganz geheuer. Allerdings kenne ich so Männer, die massive Angst vor sexueller Annäherung haben, aus Scham was falsch zu machen oder zu schlecht zu sein, und dann gesundheitlich die abenteuerlichsten Gründe vorschieben. Genauso klingt mir das.

Mit 35 erwarte ich (da brauchen wir uns nunmal nichts vormachen), dass ein Mann körperlich gesund ist und sexuell voll funktionsfähig ist, was anderes, wenn man schon behindert auf die Welt kommt oder einen schweren Unfall hatte. Beides scheint hier aber nicht der Fall. Wenn man sexuelle Leiden hat, geht man, dem Parter zuliebe zum Arzt, um wenigstens zu zeigen, dass man sich bemüht hat, zumindest um es mal abchecken zu lassen und sich notfalls Mittel verschreiben zu lassen - sonst hat man schlichtweg "kein Bock" in seine Partnerschaft zu investieren und das wird mit den Jahren noch viel schlimmer, sag ich dir. Eine Migräne und Asthma hat rein gar nichts mit Impotenz zu tun. Für mich ist das reinste Veraschung.

Impotenz hat seine Daseinsberechtigung wenn man ein erfülltes Sexualleben hatte, nur dafür bist du zu jung mit deinen 29 jahren. Wenn es schon so anfängt, endest du als 40 jährige gefrustete Beißzange.


Ich würde meinen Kinderwunsch in diesem Falle nicht hintenanstellen. Denn deine Wünsche überrollen dich eines Tages.

Mein Tip wäre, ihm eine normale Freundschafte vorzuschlagen und dich weiter umsehen nach anderen Möglichkeiten von Männern. Meiner Erfahrung nach bringt ein lösendes Gespräch eh nichts. Viele Männer fühlen sich dadurch eher noch gekränkt und bestärkt in ihrer Sache und werfen dann mit Beleidungen um sich. Das kann man sich ersparen.
 
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  • #19
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Man sieht meinem neuen Freund seine Krankheiten wirklich nicht an, er ist groß und schlank und hat für einen Mann auch einen recht gesunden Lebenswandel. Vielleicht hat es damit zutun, dass auch seine Eltern beide sehr krank sind. Ich weiß es nicht.

Würdet ihr, wenn ihr euch in meinem Fall trennen würdet, die Krankheiten echt als Grund nennen? Ich überlege, ob ich es irgendwie anders verpacke. Er ist ein echt feiner Kerl und ich will ihm nicht das Gefühl geben, dass nie wieder eine Frau bei ihm bleiben möchte...
 
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  • #20
Ich würde für Ehrlichkeit plädieren. Alles andere bereitet ihm doch nur Kopfzerbrechen, und so darf er für sich selbst ein bisschen sauer sein und schmollen.
Stell dir vor, ihr versteht euch ansonsten ja gut - und dann faselst du was von "nicht zusammenpassen" oder "andere Lebenspläne" oder so.
Ich habe auch Krankheiten, ich habe sie von Anfang an nie verschwiegen, und vielleicht macht er das in Zukunft dann auch und erspart sich und anderen dieses Problem. Ich schätze mich jetzt glücklich, mit jemandem zusammen zu sein der mich und unsere etwaigen Nachkommen so nimmt, wie es eben ist. Das geht aber auch nur mit Ehrlichkeit.
w31
 
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  • #21
Hier die "15"
Ja, sag ihm, warum du dir eine Zukunft mit ihm nicht vorstellen kannst, was dir durch den Kopf geht. Das ist fair und ehrlich und vor allem respektvoll. Ich bin selber chronisch krank und habe das immer relativ früh kommuniziert. Alle Männer haben danach unter einem Vorwand das Weite gesucht (gut, vielleicht war es auch mein scharfer Verstand ;-)), DAS hat weh getan. Einer ist geblieben und der ist immer noch da! Das ist der Richtige. Auch dein "Partner" wird wieder jemanden finden, sein Lebensglück hängt nicht von dir ab, keine Angst.
 
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  • #22
Würdet ihr, wenn ihr euch in meinem Fall trennen würdet, die Krankheiten echt als Grund nennen? Ich überlege, ob ich es irgendwie anders verpacke. Er ist ein echt feiner Kerl und ich will ihm nicht das Gefühl geben, dass nie wieder eine Frau bei ihm bleiben möchte...
Nein, das würde ich nicht, weil es so nicht stimmt, die wahre Ursache liegt in dir, nicht bei ihm. DU kannst dir keine gemeinsame Zukunft mit ihm vorstellen, das ist DEIN ganz persönlicher Grund.

Mein Rat an dich: nimm dir ein paar Wochen Zeit dich zu entlieben, so leidest du selber weniger, und du brauchst dich nicht als schlechter Mensch zu fühlen. Sehe deinen Freund an, und sage dir immer wieder, er ist nicht der Mann den du lieben möchtest, mit ihm möchtest du nicht alt werden, mit ihm möchtest du keine Familie gründen, du liebst ihn nicht. Dann achte auf das Gefühl wie du dich von ihm entfernst, und freue dich darüber. Überlege dir wie die Trennung ablaufen soll, ob du eine neue Wohnung brauchst, oder andere Dinge zu organisieren hast.

Dein Mann wird merken, dass eure Beziehung kälter wird. Zur Trennung sagst du ihm die Wahrheit: Du liebst ihn nicht mehr, und du kannst dir keine gemeinsame Zukunft mit ihm vorstellen. Damit ist alles gesagt, mehr Diskussion als das braucht es nicht. Es gibt keinen Grund nachzutreten, und es ist nicht notwendig ihn als Mensch zu erniedrigen.
 
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  • #23
Der Mann wird´s verstehen wenn du dich trennst: meine Partnerin hat sich - auch wegen des Kinderwunsches - nach meinen zwei Infarkten auch getrennt (m40), da sie möchte dass ihre Kinder nicht genetisch vorbelastet auf die Welt kommen. Ein bisschen verstehen kann ich sie schon. Ob sie bereits den passenden und gesunden Partner gefunden hat, weiß ich nicht. Das Problem ist: viele Krankheiten treten erst ab 40/ 50 hervor, so dass bei jüngeren Paaren oft noch gar nicht klar ist, ob der Partner nicht doch einen Defekt in sich trägt.
 
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  • #24
vielen krankheiten sind ja auch nicht genetisch bedingt, sondern treten wegen einer ungesunden lebensweise auf. dennoch kann ich trennungen aus diesem grund verstehen. es geht ja nicht nur um die gene, sondern auch darum, dass die kinder etwas von ihren eltern haben wollen und sollen. ich hatte auch einen dauerrauchenden vater, der aus diesem grund mit anfang 60 verstorben ist.
 
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  • #25
... meine Partnerin hat sich - auch wegen des Kinderwunsches - nach meinen zwei Infarkten auch getrennt (m40), da sie möchte dass ihre Kinder nicht genetisch vorbelastet auf die Welt kommen...Das Problem ist: viele Krankheiten treten erst ab 40/ 50 hervor, so dass bei jüngeren Paaren oft noch gar nicht klar ist, ob der Partner nicht doch einen Defekt in sich trägt.
ob die Trennung wegen dem genetischen Infekt war? Ist ja wie ein Damoklesschwert. Der dritte Infarkt kann schnell kommen, noch vor der Zeugung. Oder wenn sie schwanger ist, oder das Kind klein...
Aber ja: man weiß in jungen Jahren oft nicht was man bekommt und selbst eine gesundheitsbewusste Haltung ist keine Gewähr.
 
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  • #26
...du musst an dich denken, hilft nix! Außerdem würde es ihn auch auf Dauer nicht glücklich machen, wenn du bei ihm bleiben würdest und unglücklich wärst.
Trennung. Und biete ihm an, dass ihr nach einer Weile vielleicht wieder gute Freunde sein könnt (auch wenn sich das abgedroschen anhört - aber es kann funktionieren. Ich habe so einen Freund).
w41
 
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  • #27
Dein Mann wird merken, dass eure Beziehung kälter wird. Zur Trennung sagst du ihm die Wahrheit: Du liebst ihn nicht mehr, und du kannst dir keine gemeinsame Zukunft mit ihm vorstellen. Damit ist alles gesagt, mehr Diskussion als das braucht es nicht. Es gibt keinen Grund nachzutreten, und es ist nicht notwendig ihn als Mensch zu erniedrigen.
Mit Verlaub, Abstand zu nehmen und den Mann so zu quälen ist erniedrigend und gemein! Ehrlich und offen zu sein zeugt von Anstand und Respekt und dem Partner der FS gelingt es so definitiv besser, Abstand zu nehmen, wenn er um die wahren Beweggründe weiss.
Auch ihm eine spätere Freundschaft anzubieten hat so etwas Almosenhaftes. Wir sprechen hier von einem erwachsenen, selbständigen Mann, der in punkto Gesundheit schlichtweg die A....karte gezogen hat. Warum auch immer sei dahin gestellt. Fakt ist, dass die FS ihn nicht will. Auch wenn er ein feiner, toller Mensch ist, hat er eine Partnerin verdient, die ihn mit Haut und Haaren liebt und sich nicht nur die Rosinen heraus pickt.
 
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  • #28
es ist natürlich edel und im Moment das was dein Herz möchte, bei ihm zu bleiben. Ich finde nicht das man sich grundsätzlich trennen soll wenn der Partner irgendwie gesundheitlich eingeschränkt ist sonst hätten alle die Menschen mit einer Krankheit oder Behinderung keine Chance auf eine Beziehung - und uns "gesunden" würden vielleicht ganz tolle Partner entgehen!

AAaaaber du solltest brutal ehrlich zu dir selber sein, was den Kinderwunsch angeht. Es wird extrem hart werden in wenigen Jahren festzustellen, dass du wirklich, wirklich ein Kind willst und mit diesem Partner nicht haben kannst. Wenn du dich erst dann trennst, ist die biologische Uhr leider schon extrem fortgeschritten.
Informier dich erst mal objektiv über mögliche Massnahmen zum Kinderwunsch bei Impotenz. Du wirst wahrscheinlich desillusioniert werden, wenn dir bewusst wird, was die Kinderwunschmedizin kann - und was sie NICHT kann.
Versuch dir mal ganz konkret vorzustellen was es für dich bedeuten könnte, NIE, nie, nie Kinder zu haben. Kannst du mit dieser Option leben? Manche können das! Kannst du nicht? Dann wird es sehr, sehr schwierig mit diesem Partner und es ist sehr wichtig ehrlich zu sein, damit du dir nicht selber deine Zukunft zerstörst.
Thematisiere das ehrlich mit deinem Freund. Wozu wäre er bereit? Zu welchen BEhandlungen? Hat er einen Kinderwunsch? Hat er sich dazu was überlegt? Oder damit er wenigstens die Chance hat, dich von sich aus freizugeben.
 
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  • #29
AAaaaber du solltest brutal ehrlich zu dir selber sein, was den Kinderwunsch angeht.
Hier die FS:

Ja, das stimmt wohl. Ich habe mich da ein wenig eingelesen. Ohne Kinder könnte ich niemals leben. Und spätestens, wenn es ernst werden sollte, werden wir den Krampf mit den Kinderwunschklinken haben... eine schöne Vorstellung ist das nicht, und wie gesagt, ich möchte ja auch eigentlich gar nicht, dass es soweit kommt.

Ich glaube allerdings auch, dass ich nie mehr so einen guten, warmherzigen, edelmütigen und gleich gestricken Mann finde, auf den ich mich so verlassen kann, der mich so gut versteht. Das ist es, was mich so traurig macht. Männer, mit denen man schlafen kann, stehen überall in der Gegend herum. Einen tollen Charakter findet man so selten. Ach, wäre er doch nicht so krank...
 
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  • #30
Hier die FS:
Ach, wäre er doch nicht so krank...
Hallo FS,

ist er denn wirklich so krank? Woher weißt du, dass er diese Krankheiten hat, warst du mit ihm beim Arzt? Vielleicht hat er nur Rückenscjmerzen und er nennt es Bandscheibenvorfall, hat wie jeder manchmal Kopfschmerzen und er nennt es Migräne, hat Angst vor dem Sex und er nennt es Impotenz. Dann hätte er also in Wirklichkeit keine Erkrankung, sondern höchstens Ängste.

Selbst wenn er diese Krankheiten hätte: Asthma haben sehr viele Menschen z.b. wegen Allergien, ist aber gut behandelbar und i.d.R. keine Bedrohung. Auch die anderen Erkrankungen sind behandelbar und nicht lebensbedrohlich und auch KEIN schlechtes genetisches Material (er hat keine Erbkrankheiten, falls er überhaupt diese Erkrankungen hat).
Woher ist sicher, dass er impotent ist? Hast du das miterlebt? Oder habt ihr es noch nie probiert? Bist du seine erste Frau? Oder hat er vorher eine schwere Enttäuschung erlebt?

Für mich hören sich die Krankheiten nach Ausreden an. Vielleicht hat er in Wirklichkeit eine Beziehungsangst oder etwas, was ihn sehr hemmt oder ängstigt. Ich habe es ähnlich bei einem Mann erlebt. Er hatte angeblich viele Krankheiten, aber mit der Zeit wurde klar, dass er sich nie auf die Beziehung einlassen wollte/konnte.
 
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