• #1

Verliebt trotz Beziehung?

Ich lebe seit 2 Jahren in einer glücklichen und liebevollen Beziehung. Mein Partner ist wertschätzend, liebevoll und respektvoll. Seit Beginn der Beziehung haben wir eine sehr enge Bindung und ehrlichen Umgang miteinander. Treue und Ehrlichkeit sind mir sehr wichtig.
Natürlich bringen wir beide unsere Probleme mit und es gibt auch immer wieder Diskrepanzen und Diskussionen. Wir arbeiten jedoch an uns und an der Beziehung und sind bemüht aufeinander einzugehen.

Charakterlich sind wir in gewissen Belangen jedoch sehr unterschiedlich, er ist eher der konservativ und bodenständig und ich bin unkonventionell und freiheitsliebend. Beide gehen wir damit kompromissbereit um. Er ist der erste Mensch, der mir eine gewisse Beständigkeit und Stabilität im Leben ermöglicht, nach der ich mich nach einem Leben voller Leben im Moment und ungebunden sein gesehnt habe.
Jetzt nach zwei Jahren habe ich an manchen Tagen das Gefühl "ausbrechen" zu müssen oder eingeengt zu sein, wenngleich ich die Zeit mit ihm sehr genieße und mich wohl und geborgen fühle.
Was mich jedoch wirklich beunruhigt ist, dass ich das Gefühl habe, verliebt zu sein in einen anderen Mann.
Ich kenne das aus früheren Beziehungen, in keiner habe ich es bislang länger als 2-4 Jahre ausgehalten, dann hatte ich zumeist das Gefühl von Langeweile, festgefahren oder eingeengt zu sein (unabhängig von einer evtl. anderen Verliebtheit). Keine dieser Trennungen bereue ich, meinen jetzigen Partner möchte ich jedoch nicht verlieren, ich kann mir sogar eine lange Beziehung und Familie mit diesem Mann vorstellen.
Nichts desto trotz ist mir nun dennoch ein Mann in den letzten Wochen begegnet, der Gefühle der Verliebtheit in mir auslöst und ich mich selbst beim flirten erwische (berufliche Begegnung). Ich versuche mich emotional klar davon zu distanzieren, es gelingt mir aber kaum. Ständig schwirrt dieser Mann in meinem Kopf und ich träume von ihm. Das geht soweit, dass ich im Alltag meinen Partner phasenweise nicht mehr richtig emotional warnehme und auch keine Lust auf Sex mit meinem Partner habe (leider hat die Lust im Allgemeinen nach gelassen die letzten Monate, auch das ist ein Punkt der mich beunruhigt). Dieser andere Mann fasziniert mich und erreicht mich auf Ebenen, die mir möglicherweise in der Partnerschaft fehlen und ich bin nun so verunsichert, ob es mein ewig altes Muster ist, das zum Vorschein kommt. Oder ob er mir spiegelt, dass meine jetzige Beziehung nicht das beinhaltet, wonach es mir nach meiner eigentlichen Natur strebt. Ich fühle mich schrecklich dabei und habe das Gefühl meinen Partner zu hintergehen. Vielleicht findet sich hier die eine oder andere hilfreiche Wahrnehmung aus einer anderen Perspektive. Oder der/die Einer/Eine oder Anderer/Andere mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen.
 
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  • #2
Das geht so weit, dass ich im Alltag meinen Partner phasenweise nicht mehr richtig emotional warnehme und auch keine Lust auf Sex mit meinem Partner habe (leider hat die Lust im Allgemeinen nach gelassen die letzten Monate, auch das ist ein Punkt der mich beunruhigt).
Hat die Lust auf deinen Partner schon von der Begegnung mit dem neuen Mann nachgelassen?

Wie alt bist du denn? 28?

Wenn du ganz ehrlich bist zu dir: neben der Geborgenheit und der Liebe, habt ihr zusammen den Sex, den du dir wünscht? Frage nur, weil bei diesen Konstellationen (er bodenständig, verlässlich / sie unkonventionell mit Tendenz zum Ausbrechen) oft, nicht immer, auch das Sexleben "bodenständiger" ist.

Fehlt dir der "Kick", den du im Außen suchst?

w/35
 
  • #3
Ein Unterschied zwischen Mensch und Tier ist, dass zumindest einige Menschen nicht nur ihren Trieben folgen sondern rational handeln.

Demgegenüber steht das süchtige Verlangen einzelner Menschen nach Rauschzuständen. Zu Erfüllung dieser Rauschzustände handeln einige Menschen destruktiv.

Schmetterlings- bzw. Sexjunkies suchen nach pseudorationalen Lösungen wie offenen oder polyamoren Beziehungen. Vielleicht ist das eine Lösung für Euch (?). Für mich ist beides eher ein Keim der Vernichtung.

Eine Familiengründung mit so einem beziehungsinstabilen Menschen ist eine Zeitbombe aber vielleicht genau das richtige für Drama-Junkies.
 
  • #4
Liebe Hermina. Er ist also der erste, der Dir die lang herbeigesehnte Stabilität gibt. Im Umkehrschluss heisst das für mich, dass Du ein sehr instabiles Leben geführt hast, mit allerlei Turbulenzen? Emotionale Fiaskos? Schon in der Kindheit vermute ich mal.

Und Du konntest keine Beziehung länger als 2-4 Jahre ertragen?

Wenn mir mein Bruder erzählen würde, dass er eine solche Frau kennengelernt hat, dann würde ich ihm dringendst davon abraten, weil Du gar nicht die Kandidatin für eine lange und stabile Beziehung bist.

Du hast das vermutlich gar nicht "gelernt". Deine Beziehungsprägung scheint mir sehr instabil. Ein Merkmal ist auch die Unfähigkeit, lange harmonische Zeiten zu ertragen. Das ist Dein emotionales Gefüge nicht gewöhnt, Du bist vermutlich dahingehend geprägt, dass Liebe schwierig und tragisch ist, Du kennst den Mangel und kommst mit konstanter Liebe nicht zurecht. Und Du bist getrieben, Dir ständig neue emotionale Herausforderungen zu suchen, denn EINFACH kennst Du nicht.

Tragisch für Dich meine Liebe. Und tragisch für jeden, der an Dich gerät und sich eine lange und stabile Beziehung wünscht. Daher nicht umsonst mein Rat an jeden, der sich einen Partner sucht: "schaut Euch die Beziehungsvergangenheit und die Kinderstube der Kandidaten an.

Solltest Du das ändern wollen, dann steht Dir noch viel Arbeit an Dir selbst und jede Menge Selbstreflexion bevor. Viel Glück.
 
  • #5
Du darfst nicht vergessen das deine Attraktivität in den nächsten Jahren sinken wird, gute attraktive Männer zu angeln wird dann nicht zwangsweise einfacher.
Außerdem gibt es bindungswillige Männer nicht an jeder Ecke. Es ist möglich das eine kurze Affäre erfolgt und du in deiner "produktiven Phase" keinen Mann mehr findest.
 
  • #6
Daher nicht umsonst mein Rat an jeden, der sich einen Partner sucht: "schaut Euch die Beziehungsvergangenheit und die Kinderstube der Kandidaten an.
Jein. Einiges bei so einer Betrachtung kann trügen. Ich hatte eine höchst destruktive Kinderstube. Einen gewalttätigen Alki als Vater. Eine dramatische Mutter mit narzisstischen Elementen und psychotischen Phasen.

Ich selbst habe abgesehen von zu viel Süssigkeiten keine Süchte, bin wirtschaftlich relativ erfolgreich und habe über 28 Jahre Beziehung davon 26 Jahre Ehe mit ein und der selben Frau hinter mir.

Danach hatte zwei kurze sehr destruktive Beziehungen und jetzt eine aus meiner Sicht F+ Bekanntschaft mit einer Frau die viel Zeit zum Selbstsortieren braucht und gerne mehr Nähe mit gleichzeitig genug Distanz hätte. Was sagt das über meine Beziehungsfähigkeit aus?
 
  • #7
Du darfst nicht vergessen das deine Attraktivität in den nächsten Jahren sinken wird, gute attraktive Männer zu angeln wird dann nicht zwangsweise einfacher.
Außerdem gibt es bindungswillige Männer nicht an jeder Ecke. Es ist möglich das eine kurze Affäre erfolgt und du in deiner "produktiven Phase" keinen Mann mehr findest.

Die Attraktivität lässt in gar keinem Lebensabschnitt nach, weil sie ohnehin eine sehr subjektive Konstruktion ist. Was hier behauptet wird, sind nachgebetete Allerweltsfloskeln und Killerphrasen. Zudem könnte man, um bei oder auf dem Niveau zu bleiben auch anmerken, dass Männer auch nicht jünger werden. Meine letzten beiden Bekanntschaften 50 plus schlafen entweder mit Atemmaske, müssen dauern auf Toilette, das heisst, man kann nur an Orte, wo mindestens in 3 Minuten ein WC vorhanden ist oder alternativ müssen sie Anruf dringend aufs WC UND brauchen nachts ne Sauerstoffmaske. Also, was soll das jetzt? Allerdings, schau ich mir an, was die Dessoufirma H. meint, was Damen zu Weihnachten bieten sollten, brauch man sich über das Frauenbild in der Gesellschaft eigentlich keine weiteren Gedanken machen!
 
  • #8
Natürlich bringen wir beide unsere Probleme mit und es gibt auch immer wieder Diskrepanzen und Diskussionen. Wir arbeiten jedoch an uns und an der Beziehung und sind bemüht aufeinander einzugehen.
Klingt nach Pflicht ohne Kür - für mich wäre das auch nichts.
Dazu deine Gedanken an Ausbruch - die Terminologie ist hier verräterisch. Aus dem Knast bricht man aus ....
Und nun auch noch ein interessanter Mann....

Ja, es passt nicht. Stabilität ist gut, Sicherheit auch. Aber beides darf Lebensfreude und Spass nicht unterdrücken - oder gar abwürgen.
Meine These, dass füreinander attraktiv zu bleiben sehr wichtig ist, wird hier wieder bestätigt. Eine Frau wie du braucht das Überraschungsmoment. Ansonsten droht Ersticken. Besprich das mal mit deinem Freund - je nach dem, wie er darauf reagiert, kannst du dir immer noch überlegen zu gehen.
 
  • #9
Liebe Hermina,

@Moona hat Dir mE die treffenden Hinweise gegeben.

Ich glaube auch, dass Du innere Muster hast, dass Du eine stabile Beziehung gar nicht erträgst, ihnen vertraust.
Vielleicht weil Du sie nicht kennst? Zu oft enttäuscht wurdest?
Lies Dich ein zum Thema Bindungsfähigkeit und Bindungstypen, erkennst Du Dich wieder?
Ein Muster ist dann leider, dass man, unbewusst, eine gute Beziehung zerstört - denn diese hat man nicht verdient, steht einem nicht zu, und eigentlich gibt es diese gar nicht. Und bevor man verlassen wird, geht man lieber selbst.
Hinter Bindungsthematiken stehen meist Selbstwertproblematiken, fehlende Selbstliebe - und prägende, negative Erfahrungen aus der Kindheit.

Du kannst es ändern, aber dafür würde ich Dir dringend professionelle Unterstützung anraten - und Du wirst viel Zeit, Energie und Geduld brauchen. Und sicherlich auch mit manchem Schmerzhaftem konfrontiert werden.

Es lohnt sich aber - man kann diese Muster überschreiben, neue schaffen.

Wenn es Dich aktuell wieder wegzieht - schreibe mal auf, was Du an ihm schätzt und liebst. Und dann lies diese Liste immer wieder durch.
Sage ganz bewusst STOPP, wenn die Gedanken zum anderen Mann kommen. Hole Dir dann sehr bewusst eine der Facetten Deines Partners her, die Du besonders schätzt.
Schau zu, dass Du Paarzeit initiierst, besondere Momente, wo Du die Bindung fühlst, Dir ein Kribbeln zurück holen kannst.
Versuche den anderen Mann soweit wie möglich zu meiden - er ist nur eine Projektion.
Und parallel - arbeite an dieser Thematik.

Je mehr gescheiterte Beziehungen Du erlebst, desto mehr verfestigen sich die Muster, genau wie die negativen Erfahrungen inkl. Enttäuschungen, Verletzungen. Du kommst aus dieser Spirale immer schwieriger heraus, dass sollte Dir bewusst werden.

Dir alles Gute
W,49
 
  • #10
Was sagt das über meine Beziehungsfähigkeit aus?
Erst einmal gar nichts lieber Ejscheff, denn ich kenne die Qualität Deiner langjährigen Beziehung nicht, denn nur die Tatsache des Vorhandenseins einer Beziehung sagt noch lange nichts über die Beziehungsfähigkeit aus. Man bedenke nur mal, wieviel Leute den Führerschein haben.... und ein Auto..... und Kinder..... oje....
 
  • #11
Ein Unterschied zwischen Mensch und Tier ist, dass zumindest einige Menschen nicht nur ihren Trieben folgen sondern rational handeln.

Demgegenüber steht das süchtige Verlangen einzelner Menschen nach Rauschzuständen. Zu Erfüllung dieser Rauschzustände handeln einige Menschen destruktiv.

Schmetterlings- bzw. Sexjunkies suchen nach pseudorationalen Lösungen wie offenen oder polyamoren Beziehungen. Vielleicht ist das eine Lösung für Euch (?). Für mich ist beides eher ein Keim der Vernichtung.

Eine Familiengründung mit so einem beziehungsinstabilen Menschen ist eine Zeitbombe aber vielleicht genau das richtige für Drama-Junkies.
Nein eben nicht, wie gesagt Treue und Ehrlichkeit sind mir sehr wichtig, Loyalität ebenso. Polyamorie oder offene Beziehung kommt für mich nicht in Frage.
Ich will diese Schmetterlinge und Gefühle doch garnicht, sie drängen sich auf. Das ist ja das eigentliche Problem...
Ich liebe meinen Partner und möchte bei ihm bleiben.
 
  • #12
Spannendes Thema. Nachdem nun der Reiz des Neuen verflogen ist, heißt es häufig, die Gefühle seien nicht mehr ausreichend. Dabei ist "nur" die Verliebtheitsphase vorbei und die jeweiligen Macken und Gegensätze kommen zum Vorschein.

Liebe Fragestellerin, es ist niemand perfekt. Jetzt geht es darum, in der Beziehung Kompromisse zu finden und den Partner mit all seinen Macken und Fehlern anzunehmen wie er ist. So wie er auch dich annimmt mit all deinen Fehlern. Nur so kann sich die Verliebtheit zu einer echten Liebe entwickeln. Klar, Beziehung ist Arbeit und irgendwann auch Alltag. Klingt unromantisch, schweißt aber zusammen, wenn beide es wollen und sich bemühen. Das jetzt mal allgemein.

Worüber ich jedoch stolpere, ist das hier:

Er ist der erste Mensch, der mir eine gewisse Beständigkeit und Stabilität im Leben ermöglicht...
Jetzt nach zwei Jahren habe ich an manchen Tagen das Gefühl "ausbrechen" zu müssen oder eingeengt zu sein
Du hast das, was du dir immer gewünscht hattest und das langweilt dich schon nach zwei Jahren? Schwierig. Ich schließe mich Moona an:

Tragisch für Dich meine Liebe. Und tragisch für jeden, der an Dich gerät und sich eine lange und stabile Beziehung wünscht...."schaut Euch die Beziehungsvergangenheit und die Kinderstube der Kandidaten an.
Wobei ich noch anfügen möchte, dass m.E. noch gesehen werden muss, ob und inwieweit das Gegenüber inzwischen reflektiert, an sich gearbeitet und entsprechend mit sich und den negativen Erfahrungen abschließen konnte.

Auf dem ersten Blick wäre ich übrigens auch ein No-Go in der Partnerfindung, denn ich habe eine Alki-Mutter und bin in meiner Ursprungsfamilie das schwarze Schaf. Letzteres allerdings sehr gerne. Ich habe mich früh von meiner Ursprungsfamilie distanziert und in meiner eigenen Familie dafür gekämpft, negative "vererbte" Strukturen zu durchbrechen. Ich wollte das besser machen und das ist mir zumindest zu einem großen Teil gelungen.

Was aus mir geworden ist: Zwei Beziehungen (eine insgesamt 27 Jahre, meine jetzige bereits seit 5 Jahren), zwei wunderbar entspannte erwachsene Kinder. Drama brauche ich nicht. Mein Suchtverhalten beschränkt sich auf Süßes, der Sportleidenschaft und der Leidenschaft für die Natur. :) Ich trinke übrigens keinen Tropfen Alkohol. Mein Mann übrigens nur seine Flasche Feierabendbier. Und nicht mal die schafft er ganz. Meine Kinder haben nach ihrer pubertären feucht-fröhlichen Sturm-und-Drang-Zeit zu einem moderaten Alkoholkonsum gefunden.
Ich habe zwar keine supertolle Karriere hingelegt, bin jedoch wirtschaftlich unabhängig und liege niemandem auf der Tasche. Mein Leben kriege ich gut auf die Reihe. Meiner Abenteuerlust oder Bedürfnis nach Herausforderungen (Kick) komme ich u.a. in den Bergen nach. Eine - wie ich finde - richtig gute Bilanz! :)

W50
 
  • #13
Charakterlich sind wir in gewissen Belangen jedoch sehr unterschiedlich, er ist eher der konservativ und bodenständig und ich bin unkonventionell und freiheitsliebend.
ich glaube darin liegt der Knackpunkt. Ihr seid zu unterschiedlich in eurem Charakter. Ich habe z.B. für mir erkannt was ich bisher in vielen Beziehungen nie gut fand und woran so etwas scheiterte. Es war oftmals die fehlende Offenheit der Männer, die mich irgendwann störte. Diejenigen waren auch eher konservativ, sparsam/geizig und langweilig. Sie hatten ein Hobby seid zig Jahren und wollte nie etwas neues ausprobieren/entdecken/erleben.
Damit verkümmert man dann als Frau, weil es grundlegend nicht passt.

Wie @Tom26 schreibt. Wo bleibt der Genuss und die Lebensfreude?
Ich denke das kommt bei euch zu kurz.
 
  • #14
Das geht soweit, dass ich im Alltag meinen Partner phasenweise nicht mehr richtig emotional warnehme und auch keine Lust auf Sex mit meinem Partner habe (leider hat die Lust im Allgemeinen nach gelassen die letzten Monate, auch das ist ein Punkt der mich beunruhigt)
Nüchtern betrachtet ist Deine Beziehung bereits tot, auch wenn Du sie Dir schön redest. Sei ehrlich zu Dir und zu ihm!

Du hast Sex mit einem Mann auf den Du keinen Bock mehr hast? Das ist ganz schlechter Sex...

Ich lebe seit 2 Jahren in einer glücklichen und liebevollen Beziehung. Mein Partner ist wertschätzend, liebevoll und respektvoll.
"Glücklich" redest Du Dir schön...geb Deinen Partner frei für eine passende Frau.

Ich kenne das aus früheren Beziehungen, in keiner habe ich es bislang länger als 2-4 Jahre ausgehalten, dann hatte ich zumeist das Gefühl von Langeweile, festgefahren oder eingeengt zu sein (unabhängig von einer evtl. anderen Verliebtheit)
Das ist ein gewaltiges Dilemma, dem Du unbedingt auf den Grund gehen solltest. Wenn Du dieses Problem nicht löst, hast Du in den kommenden Jahren abwechselnd Verliebtheit plus aufregenden Anfangssex im Wechsel mit Drama und Depressionen. Dadurch alterst Du schneller. Mit Ende 30 interessieren sich dann nur noch die Ü50 Männer plus ein paar Jungspund zwecks kurzfristigen Triebabbau für Dich, wenige Jahre später niemand mehr. Während die langweilige Familie nebenan mit den Kindern spielt...

Mein Leben kriege ich gut auf die Reihe. Meiner Abenteuerlust oder Bedürfnis nach Herausforderungen (Kick) komme ich u.a. in den Bergen nach. Eine - wie ich finde - richtig gute Bilanz! :)
Schöner Beitrag...

m, 39
 
  • #15
Hallo! Ich verstehe dich. Egal was für eine Geschichte du mitbringst (und jeder bringt seine und egal wie „perfekt“ alles bis dahin gelaufen ist, wir sind alle irgendwo traumatisiert), du bist mit einem Mann zusammen, den du langweilig findest. Ich war auch in der Situation. Ich dachte mir, so ein Mann gibt einem Sicherheit und Beständigkeit, es ist doch super. Zum Glück hat er mich verlassen und ich konnte meinen Mann kennenlernen (übrigens auch online), mit dem ich jetzt seit 3 Monaten verheiratet bin. Er wollte mich heiraten, er hat die Initiative genommen, er gibt mir Sicherheit. Aber...nicht nur. Gestern Abend waren wir zwei in der Disko und wir haben so geil getanzt, dass ich sofort Schmetterlinge im Bauch hatte. Und heute morgen wilden Sex gehabt. Sowas brauche ich auch. Und du auch, glaube es mir. Ich wünsche dir alles gute und hör nie auf zu glauben, dass man Sicherheit und ein bisschen Abenteuer doch zusammen haben kann. Du musst nur den richtigen finden.