• #1

Verliebte und glückliche Paare?

Liebe Forumsleute,

ich lese hier seit einiger Zeit mit und finde die Fragestellungen und Diskussionen sehr interessant.

In der Natur der Sache liegt ja, dass es hier hauptsächlich um Schwierigkeiten in Beziehungen geht. Je mehr ich davon und von Problemen lese, die mir noch nie begegnet sind, desto mehr frage ich mich, ob es einfach schöne Begegnungen zwischen Mann und Frau überhaupt noch gibt.

Deshalb fände ich es schön, wenn sich auch mal die zu Wort melden würden, die gerade glücklich verliebt sind, einen Partner im zweiten Anlauf (per Online-Dating?) gefunden haben oder einfach vor kurzem etwas richtig Schönes in ihrer Beziehung erlebt haben. Vielleicht mag der eine oder andere dazu etwas Mutmachendes schreiben?
w45
 
  • #2
Je mehr ich davon und von Problemen lese, die mir noch nie begegnet sind, desto mehr frage ich mich, ob es einfach schöne Begegnungen zwischen Mann und Frau überhaupt noch gibt.
KAUM! Davon bin ich überzeugt, alles andere ist schön Wetter - Rhetorik...
Deshalb fände ich es schön, wenn sich auch mal die zu Wort melden würden, die gerade glücklich verliebt sind, einen Partner im zweiten Anlauf (per Online-Dating?) gefunden haben oder einfach vor kurzem etwas richtig Schönes in ihrer Beziehung erlebt haben. Vielleicht mag der eine oder andere dazu etwas Mutmachendes schreiben?
Diese Frage stellt sich für mich überhaupt nicht. Warum? Weil am Anfang einer jeder Beziehung ist immer alles himmelhochjauchzend, was dann nach kurzer, mittlerer oder etwas längerer Zeit, nicht mehr so ist, das ist doch der entscheidende Knackpunkt, mit der Frage, warum ist das so?
Für mich ist diese Frage ganz einfach zu beantworten, die beiden in der Beziehung zeigen nicht mehr das Anfangs-Interesse, nicht mehr die Anfang-Wertschätzung und geben sich nicht mehr den Anfang-Respekt wie eben zu Beginn, aus irgendwelchen Gründen, bestimnt weil die Liebe nicht stark genug ist, das ist dann der gerechte Bumerang, der zurück fällt!
 
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  • #3
In
In der Natur der Sache liegt ja, dass es hier hauptsächlich um Schwierigkeiten in Beziehungen geht. Je mehr ich davon und von Problemen lese, die mir noch nie begegnet sind, desto mehr frage ich mich, ob es einfach schöne Begegnungen zwischen Mann und Frau überhaupt noch gibt.

Es gibt viele - auch wenn es gleich als Schönwetter verächtlich gemacht wird.

Vorab, ja, es gibt Probleme, es gibt vieles, was unrund läuft im Leben.

Aber bei einigem ist eine Frage der Einstellung, möchte ich Momente erleben, genießen - dann gehe ich mit einer entsprechenden Einstellung heran, schaffe Momente, schärfe meine Sinne...Nehme Schönes wahr, so wie heute morgen das Vogelgezwitscher trotz Schnees. Und freue mich darüber, dass mein Partner einen kleinen Strauß meiner Lieblingsrosen gekauft hat, einfach so, oder dass er meinen ziemlich schmerzgeplagten Rücken massiert. Die kleinen Gesten.

Ich hatte in der Datingzeit viele schöne Dates, schöne Begegnungen, auch wenn es nicht mehr wurde.
Und auch im realen Leben - manch ein Flirt, ein nettes Gespräch, eine Handreichung...

Also viele Erinnerungen, Begegnungen, viel Schönes, Unvergessliches.

Natürlich habe ich so meine eigene Geschichte, etwas kurviger, ein paar Umwege, es lief bei weitem nicht alles rund, im Gegenteil gab es etliche gewaltige Tiefen, und es war oft sehr bewegt. Dazu gehörten auch meine vorherigen (sehr überschaubar) Partnerschaften, ich bereue keine davon, im Gegenteil - Wegbegleitung, Erfahrungen, gute und schlechte Erinnerungen, Lernaufgabe - das sollte sein.

Und dass ich (online), nach längerer Singlezeit und einer sehr nachdrücklichen Findungsphase, in der sich mein Leben erst mal gründlich zerlegte - und ein komplettes Reset notwendig wurde, dem Mann begegnet bin, mit dem es für mich rundum passt, ganz ohne Kompromisse, auch nach nun 2 Jahren, den ich immer noch mehr liebe, die Bindung weiter zunimmt und die Wertschätzung wächst, ist hinreichend bekannt.

Ich bin dankbar. Immer wieder, und sehr oft, wenn ich hier so manches lese, oder im realen Leben sehe.
Und erst recht ohne Vergleich, weil diese Partnerschaft in mir ein ganzes Bündel an warmen, guten Gefühlen auslöst.

Ich fände es schön, wenn es trägt und die Vorstellung, zusammen alt zu werden, wäre ein schönes Bild.

Ich werde es pflegen.

Trixie, danke für den Impuls, so etwas kann schon öfters, mal sehen, ob er so positiv angenommen wird, wie Du ihn gemeint hast. Ich würde es mir wünschen.

W, 51
 
  • #4
die beiden in der Beziehung zeigen nicht mehr das Anfangs-Interesse, nicht mehr die Anfang-Wertschätzung und geben sich nicht mehr den Anfang-Respekt wie eben zu Beginn, aus irgendwelchen Gründen
...da bin ich deiner Meinung, IM, allerdings muss man beachten, dass es so etwas wie anhaltende Verliebtheit nicht gibt. Irgendwann ist der Zauber des Anfangs verschwunden, ist vielleicht auch so etwas wie ein Gewöhnungsprozess, wie so oft im Leben.
bestimnt weil die Liebe nicht stark genug ist,
das glaube ich aber nicht, ich hab schon erlebt, dass die Liebe einfach nicht mehr ausreicht und die Probleme des Alltags Überhand nehmen. Ich glaube es geht darum, wie man mit dem Partner im Alltag zurecht kommt und ob man es schafft, trotz der Schwierigkeiten, die früher oder später auftreten, die Wertschätzung/den Respekt für den anderen nicht zu verlieren. In meinem Umfeld sehe ich eigentlich nur langjährige Beziehungen, die auf Gewöhnung, Stabilität, Sicherheit basieren. Das mag für viele Menschen ausreichen und die bleiben dann eben in der Beziehung. Die suchen dann nicht weiter, ob denn noch "was besseres" kommt und leben ihren Alltagstrott mit einem Menschen, in den sie nicht mehr verliebt sind aber das Verantwortungsgefühl (vor allem wenn man sich zusammen etwas aufgebaut hat, wie Eigenheim/Familie etc) ist auch sehr präsent und man will den anderen nicht im Stich lassen. Das finde ich irgendwie schade, denn viele dieser Beziehungen erscheinen mir mehr tot als lebendig, irgendwie festgefahren. Der österreichische Autor Thomas Sautner schreibt, das Geheimnis einer Liebe die hält, ist, einfach zusammenzubleiben. Das find ich sehr tröstlich, denn daran kann man erkennen, dass auch andere das große Glück nicht gepachtet haben.
 
  • #5
Ich habe meinen Partner vor 4 Jahren auf einer kostenlosen Datingplattform kennen gelernt.

Damals bin ich ganz anders an die Sache ran gegangen.
Ich habe eigentlich nur auf den Wohnort geachtet, weil ich nach meiner letzten Beziehung mit viel Umzugsstress bzw. Hin und her Pendeln einfach mal ganz entspannt jemanden kennen lernen wollte.

Nach 3 Sätzen war mir klar, dass der Mensch mit dem ich da gerade schreibe mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Serienmörder ist und zumindest fehlerfrei schreiben kann.

Wir haben uns dann ganz spontan 2 Stunden nach der ersten Kontaktaufnahme bereits getroffen (lag für uns beide fußläufig) und ich dachte noch wie wunderbar einfach das alles ist, weil ich bei nicht Gefallen in wenigen Minuten wieder daheim bin.

Unser Date ging dann bis morgens um sechs - ohne Intimitäten.

Er war überhaupt nicht mein Typ.
Trotzdem hat es richtig geknallt und bis auf einen Tag Unterbrechung haben wir uns danach täglich gesehen. Was ja einfach war, weil er quasi in der Nachbarschaft wohnte. Da konnte man auch mal schnell ein Glas zusammen trinken und wieder seinem Tagwerk nachgehen.

Den richtigen "Das ist er" Moment hatte ich dann als ich eine echt harte Woche hatte und sagte ich bräuchte dringend mal Urlaub.
Da stand er kurz danach plötzlich vor der Türe und sagte: " Steig ein, ich hab ein Hotel am Meer gebucht, wir machen jetzt Urlaub und Sonntag abend sind wir zurück."

Wir kommen aus völlig verschiedenen Welten. Das war manchmal anstrengend, öfter aber spannend und wir lernen immernoch Neues von und über den Anderen.

Er ist heute noch so spontan und positiv wie damals.
Er ist da mutig, wo ich zögerlich bin und ich halte ihn auf dem Teppich, wenn er mal abzuheben droht.

In 4 Wochen wird geheiratet.

Ich bin so froh damals nicht gedacht zu haben "Oh ne, der ist ja übergewichtig und mir auch noch zu jung", sondern einfach mal gemacht habe.

Keine Ahnung was die Zukunft bringt.
Aber ich bin auch aus meinen 2 vorherigen Beziehungen nicht im Streit heraus gegangen und generell kein Mensch, der dem Negativen nach hängt.
Sollte es bei uns mal enden, dann kann ich auf jeden Fall auf viel Gutes zurück blicken.
 
  • #6
Hmmmmm ...... also mit riesigen Blumensträussen, Hochzeit usw kann ich nicht aufwarten.
Hat ganz einfache Gründe - V mag Blumen, aber sie müssen leben. Also besser eine kleine Orchidee im Topf als ein riesiger Blumenstrauss ..... und Hochzeit wollen wir beide nicht.

Unser bisheriges Leben liegt ja seit einem Jahr ziemlich brach. Wir waren immer gerne aus, hatten immer wieder viele Freunde bei uns ..... nun ja. Kommt auch wieder, die Impfung läuft.

Was mich irgendwie noch heute wundert - es hat sich eingespielt, dass wir beide uns trotz fehlendem Input von aussen nicht auf den Wecker gehen, nach wie vor Harmonie und Freiräume für beide bestehen. Hier könnte ja demnächst die Aussengastronomie wieder öffnen - wir freuen uns drauf. Aber dennoch - dieses Scheissjahr (allgemein gesprochen) hat uns eher enger zusammen wachsen lassen. Ich freue mich immer noch jeden Tag, dass es V gibt .
 
  • #7
Je mehr ich davon und von Problemen lese, die mir noch nie begegnet sind,
So geht es mir auch, die meisten Probleme, die hier aufgelistet werden, sind mir fremd.

Ich habe meine große Liebe mit Anfang 50 gefunden so vor 7 Jahren. Es war nach einem ONS, was ja nach diesem Forum gar nicht geht. Er ist jünger und hat auch noch Geld, sowas kann nach Meinung des Forums auch nicht sein. Ich habe mich noch nie so geliebt gefühlt und wurde noch nie so gut verstanden und wertgeschätzt.
Diese Frage stellt sich für mich überhaupt nicht. Warum? Weil am Anfang einer jeder Beziehung ist immer alles himmelhochjauchzend, was dann nach kurzer, mittlerer oder etwas längerer Zeit,
Meine Liebe ist in der Beziehung nur gewachsen und wächst noch immer.
Für mich ist diese Frage ganz einfach zu beantworten, die beiden in der Beziehung zeigen nicht mehr das Anfangs-Interesse, nicht mehr die Anfang-Wertschätzung und geben sich nicht mehr den Anfang-Respekt wie eben zu Beginn, aus irgendwelchen Gründen, bestimnt weil die Liebe nicht stark genug ist, das ist dann der gerechte Bumerang, der zurück fällt!
Ich erlebe genau das Gegenteil. w59
 
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  • #8
KAUM! Davon bin ich überzeugt, alles andere ist schön Wetter - Rhetorik...

Diese Frage stellt sich für mich überhaupt nicht. Warum? Weil am Anfang einer jeder Beziehung ist immer alles himmelhochjauchzend, was dann nach kurzer, mittlerer oder etwas längerer Zeit, nicht mehr so ist, das ist doch der entscheidende Knackpunkt, mit der Frage, warum ist das so?
Für mich ist diese Frage ganz einfach zu beantworten, die beiden in der Beziehung zeigen nicht mehr das Anfangs-Interesse, nicht mehr die Anfang-Wertschätzung und geben sich nicht mehr den Anfang-Respekt wie eben zu Beginn, aus irgendwelchen Gründen, bestimnt weil die Liebe nicht stark genug ist, das ist dann der gerechte Bumerang, der zurück fällt!
Interessant, ist das in deiner glücklichen Beziehung auch so wie du es hier beschreibst???
M50
 
  • #9
Meine Partnerin hat mir gestern abend gesagt
"Wie gut, das Du da bist, ich liebe Dich"
 
  • #10
Ich bin sehr glücklich mit meinem Partner, wir sind verlobt und wollen dieses Jahr noch zu zweit allein heiraten. Und danach allen Postkarten schicken, als Überraschung :)
Wir sind uns recht ähnlich. Nach der letzten Beziehung mit einem charakterlichen Gegenstück und meinem ersten Freund mit tausend Problemen kann ich die Harmonie und den Spaß sehr, sehr schätzen, auch den passenden Sex :) Ich bin jeden Tag dankbar, dass wir uns getroffen haben, als grad gar keiner auf der Suche war. Wir sagen uns das auch oft. Fünfeinhalb Jahre sind es jetzt. Ich freue mich abends aufs gemeinsam einschlafen und über die Home-Office-Pausen am Tag. Er ist der Hauptgrund, dass ich den Lockdown gar nicht so schlimm finde, wir haben ja uns zum Reden, Sport machen, Sprachen lernen, Dokus schauen und sind uns bisher nicht auf den Keks gegangen.
Wird das für immer halten? Ich hoffe drauf, habe auch Eltern, die seit 50 Jahren glücklich verheiratet sind, aber sollte es auseinander gehen (er ist auch sieben Jahre jünger, das ist auch ein Risikofaktor) möchte ich trotzdem für diese Zeit glücklich und dankbar sein.
w, 37
 
  • #11
Je mehr ich davon und von Problemen lese, die mir noch nie begegnet sind, desto mehr frage ich mich, ob es einfach schöne Begegnungen zwischen Mann und Frau überhaupt noch gibt.

Liebe FS,
warum nimmst Du das Forum, das einen mikroskopisch kleinen Teil den Lebens zeigt als Quelle für so eine Wahrnehmung/Wahrheit? Hast Du außerhalb keine Sozialkontakte, die Dir was anderes zeigen?

Ich habe alles in meinem Leben: ganz junge verliebte Paare, etwas ältere in der Familiengründung und die Endfünfziger und älter (in 40 Jahre alten Ehen). Überwiegend sehe ich schöne, liebevolle Beziehungen, aber eben auch, was dazu gehört an persönlichem Rüstzeug (z.B. Aufrichtigkeit bei beiden, nicht ständig vermeintlich Besserem hinterherjankern, mindestens einer kommt aus einer kerngesunden Familie).

Die Schrottbeziehungen, wie ich sie als erste Ehe hatte oder von denen man hier liest, haben in meinem Umfeld im RL Seltenheitswert - also komplett anders als Deine Wahrnehmung.

die gerade glücklich verliebt sind, einen Partner im zweiten Anlauf (per Online-Dating?) gefunden haben....

Ich bin nicht grad richtig verliebt, sondern ich liebe seit einigen Jahren meinen Mann so sehr, dass ich dafür keine Worte finde.
Wir sind einander Lebensgefährten im Sinne des Wortes - begleiten uns durch das Leben und können uns aufeinander verlassen, auch darauf, dass der andere umsichtig ist wenn wir selber drauf und dran sind einen Fehler zu machen und das der andere die richtige Art hat, es zu verhindern. Er ist mein Geliebter und mein bester Freund.
Ich brauche nicht irgendwelche schöne Einzelerlebnisse suchen, weil jeder Moment meines Lebens mit ihm schön ist.

Wir sind uns in den grundlegenden Persönlichkeitsmerkmalen sehr ähnlich, in anderen grundverschieden - aber es stört nicht, weil wir vom Naturell her jeweils den anderen sein lassen können, wie er ist. Das ist natürlich leicht bei großer Passung. Daher Augen auf bei der Partnerwahl.

Ein weiterer Grund, warum es so gut läuft: wir hatten beide wenige Beziehungen in unserem Leben, auch Zeiträume in denen wir allein waren und trotzdem ein gutes Leben hatten.
Daher sind wir trotz enger Verbindung nicht emotional voneinander abhängig und würden auch nicht alles für die Aufrechterhaltung einer schlecht laufenden Beziehung tun wegen Sicherheit .....

Wir haben uns im RL kennengelernt - beide nicht suchend. Er hat nie Onlinedating gemacht und ich habe es mit Onlinedating versucht, bin aber nicht der Typ dafür. Man muss dafür aufgeschlossen, kontaktfreudig und interessiert an anderen Menschen sein (eigentlich wie im RL) - ich bin nichts davon.
 
  • #12
Schöner Thread Trixi 75, danke!

Wir sind letzten Frühling unfreiwillig durch die Grenzschliessungen getrennt worden. Er war in seinem Land, ich in meinem.
Das war für uns beide echt hart, aber irgendwo auch positiv, weil wir erkennen konnten, wie viel wir uns gegenseitig bedeuten und wie viel uns unsere Beziehung wirklich bedeutet.
Kurz bevor die Grenzen geschlossen wurden haben wir uns unseren Traum vom Eigenheim verwirklicht und im
Sommer, als die Grenzen dann wieder geöffnet waren, sind wir zusammen gezogen.
Auch wenn ich mein Land für ihn verlassen habe und in sein Land gezogen bin, habe ich diesen Schritt noch nie bereut, weil ich hier wirklich glücklich mit ihm bin.
Unser soziales Leben ist zwar wie bei den meisten Leuten eingeschränkt aufgrund der Ausgangssperre am
Abend und wir sind oft zu Hause, manchmal fehlen auch die Freunde und der Sport, aber wir haben es uns in unserem Nest gemütlich gemacht und geniessen die Zweisamkeit am
Abend.
Diese ganze Zeit hat uns als Paar sehr zusammengeschweisst.

Kennengelernt haben wir uns auf einer Datingplattform und es hat gleich beim ersten Treffen klick gemacht, wir haben uns seither nie mehr aus den Augen verloren.
 
  • #13
Ich habe mich vor über 12 Jahren im Online-Dating mit einem Mann getroffen, der genau das war, was ich absolut nicht gesucht habe. Zu klein, zu dunkelhaarig, etwas übergewichtig, Couchsurfer - ein theoretischer NoGo, wenn ich an alle meine vorherigen Einstufungskriterien für einen Mann für mich denke. Trotz allem und vielleicht aufgrund der Online-Dating-Erfahrungen, die ich damals machte, habe ich mich mit ihm getroffen (Ein Kaffee geht immer, auch wenn er im Real-Life grauslig ist ;-)). Und zack, bei beiden hat der Blitz eingeschlagen. Unglaublicherweise sind wir nun seit 2013 verheiratet, haben zusammen Kinder und die Liebe wächst jeden Tag mehr. Wir sind nicht in Liebe verklärt. Jeder hat seinen Freiraum und darf seine Eigenheiten behalten. Er ist für mich da und ich für ihn und wir für alle Kinder. Er ist mein Freund, mein Liebhaber, mein Berater, mein Tröster uvm.! Eigentlich unvorstellbar aber ist halt so. Ich kann mit IM da nicht mitgehen, denn ich erlebe es komplett anders. Evtl. ist heute alles viel zu verkopft und angeblich nicht möglich oder man macht es nicht. Wichtig ist für mich die Augenhöhe und das Vertrauen. Alles andere interessiert mich nicht. Egal, wer mehr verdient oder mehr hat, wer was wann zu tun hat oder nicht - sowas von unwichtig. Locker bleiben und den Menschen, den man findet ihn/sie seinlassen. Dann klappt's auch.

Arvend w53
 
  • #14
Den richtigen "Das ist er" Moment hatte ich dann als ich eine echt harte Woche hatte und sagte ich bräuchte dringend mal Urlaub.
Da stand er kurz danach plötzlich vor der Türe und sagte: " Steig ein, ich hab ein Hotel am Meer gebucht, wir machen jetzt Urlaub und Sonntag abend sind wir zurück."

Ich habe bereits öfter gehört, dass das die Momente sind, die den Frauen dann verraten "Es ist der Richtige." In meiner kleinen Welt ist sowas der "klassiche Fall". Als Mann frage ich mich dann, wieviele Männer können dieses Niveau der ständigen Spontanität und der Überraschungen dann wirklich dauerhaft durchhalten? Es wird scheinbar definitiv erwartet/gewünscht.

Sorry für das Offtopic, ich bin übrigens nicht verliebt und glücklich.
 
  • #15
allerdings muss man beachten, dass es so etwas wie anhaltende Verliebtheit nicht gibt. Irgendwann ist der Zauber des Anfangs verschwunden, ist vielleicht auch so etwas wie ein Gewöhnungsprozess, wie so oft im Leben.
Es gibt einige Schönwetter- Schreiber hier, man kennt sie mit der Zeit! Sie kommen mir so vor, als ob sie dafür bezahlt werden!
Ich meinte jetzt nicht dich!
Es mag bei dir und bei sehr, sehr vielen anderen so sein, bei mir nicht! Ich bin seit vielen Jahren in einer stets wachsenden Verliebtheit und in einer stets wachsenden, echten und wahren Liebesbeziehung!
das glaube ich aber nicht, ich hab schon erlebt, dass die Liebe einfach nicht mehr ausreicht und die Probleme des Alltags Überhand nehmen.
Es ist explizit genau umgekehrt, die Probleme des Alltags nehmen Überhand, weil eben die echte und wahre Liebe dazu fehlt!
Ich rede nicht von der einseitig und allgemein definierten Liebe, ich rede ganz bewusst, von der beidseitig echten und wahren Liebe, das macht eben den großen Unterschied aus, nach dieser beidseitig, echten und wahren Liebe, wird überhaupt nicht geachtet und nicht geschaut! Warum? Für mich gibt es 3 Gründe, 3 Ursachen ganz einfach:
1. Defizite in den "S" Werten, 2. Defizite, was die Aufrichtigkeit und die Authentizität in der eigenen Person betrifft und 3. ist die Quintessenz: emotionale Unreife und somit emotional nicht erwachsen sein! Alles was bei einem als Defizit und als Mangel vorhanden ist, kann niemals in der Fülle gegeben werden, das ist exakt genau der wunde und gleichzeitig verantwortliche Punkt! Genau deshalb sind die meisten Menschen unfähig dazu. Das können wir doch täglich in allen Beiträgen hier lesen, ich verstehe darum nicht, warum es so wenige Leute gibt, die aus den Beiträgen, den eigenen Lernprozess bei sich in größere Bewegung bringen!!
Es ist höchst interessant, ja sogar schon amüsant, das Leute die diese Defizite in sich spüren, wenn ich gerade davon spreche, die dann meine Worte als Geschwätz, als wiederkehrende und nichtsagende Standardaussagen und vieles mehr bezeichnen, mich damit angreifen wollen, sie schaffen es mit ihren fremden und verkopften Konditionierungen niemals, mich vom Gegenteil zu überzeugen, ich habe sehr viel Leben mit hunderttausenden Menschen in allen Facetten weltweit bislang durchlebt, sie sollen es also besser lassen! Ich lebe in Freude, im Glück täglich mehr! 😊
 
  • #16
Ich habe meinen Partner vor 3 J. auf einer C-Date Plattform kennengelernt, ohne in dem Moment eine Beziehung zu suchen. Es passte einfach vom ersten Moment an und ich bin nach wie vor glücklich mit ihm. Er ist genauso, wie ich mir immer einen Mann gewünscht habe. Ich glaube ihm geht es auch so und so gehen wir beiderseits sorgsam mit der Beziehung um, immer um das WIR bemüht. Keine Egokämpfe, um sich durchzusetzen. Wir sind beide erfahren genug, um zu wissen, was eine Beziehung zerstört und wie wichtig die kleinen Dinge im Leben sind.

Nach 15 J. Ehe war ich lange Single, hab mich ausprobiert und viel gelernt, vor allem erfahren, was mich alles stören kann.
Umso wervoller ist dann jemand, mit dem es passt und man sich wohlfühlt.

W,47
 
  • #17
Witzig.

Vor einer halben Stunde hatte ich (59) wegen einer akuten familiären Krisensituation ein Gespräch mit meinem Mann (65), den ich nun seit fast zehn Jahren kenne, seit fünf Jahren verheiratet.

Nach einer sehr langen Zeit ganz alleine mit meinen zwei reichlich speziellen Kindern traute ich mich aus meinem Schneckenhaus und suchte einige Jahre locker nach einem neuen Partner, musste auch zwei Versuche wieder beenden. Mit meinem jetzigen Mann war ganz schnell klar, dass mehr daraus wird - entgegen aller Erwartungen wollte er als sehr erfolgreicher Mann keine junge Vorzeigefrau, sondern mich als fast gleichaltrige, rundliche, freche, äußerst eigenwillige Kratzbürste.

Ich habe ihm in dem Gespräch gesagt, dass ich aus meiner Sicht in der Bonus-Lebenszeit sei, ich hätte nie erwartet, noch einmal solch eine gute Beziehung führen zu können, gar zu heiraten. Dem konnte er zustimmen, grinste wie das berüchtigte Honigkuchenpferd.

Es geht also. Nicht zu fassen.
 
  • #18
In meinem Umfeld sehe ich eigentlich nur langjährige Beziehungen, die auf Gewöhnung, Stabilität, Sicherheit basieren. Das mag für viele Menschen ausreichen und die bleiben dann eben in der Beziehung.
Das ist eine reine Zweck- Wohngemeinschaft, hat mit echter, wahrer Liebesbeziehung nichts zu tun!
Solche Leute können jederzeit mit jedem Menschen eine solche Zweck- Wohngemeinschaft leben, sind also leicht auswechselbar!
viele dieser Beziehungen erscheinen mir mehr tot als lebendig, irgendwie festgefahren.
Genau, solche Menschen leben für sich doch gar nicht, sie funktionieren nur für andere und überwiegend in der Gewohnheit! Da wäre ich lieber glücklicher und zufriedener Single!
Der österreichische Autor Thomas Sautner schreibt, das Geheimnis einer Liebe die hält, ist, einfach zusammenzubleiben. Das find ich sehr tröstlich, denn daran kann man erkennen, dass auch andere das große Glück nicht gepachtet haben.
Das ist nicht meine Meinung, das würde ich niemals umsetzen, ich bleibe nur in einer Beziehung in der echten, wahren Liebe, die mir guttut, auf Gegenseitigkeit, als Seele, Geist und Körper - Bereicherung, als Ergänzung sonst nicht! Das Hauptproblem vieler Menschen ist, dass sie nicht alleine sein können und sich selbst über längere Zeit nicht ertragen können! Mit solchen Menschen könnte ich niemals zusammen sein! Ich war ein glücklicher und zufriedener Single zuvor, und meine Partnerin ebenso, das ist Voraussetzung!
Meine Liebe ist in der Beziehung nur gewachsen und wächst noch immer.
Das mag bei dir so sein, wie auch bei mir, das ist aber bei den allermeisten Menschen nicht so, ich habe diese angesprochen, lese doch einmal vier Wochen lang alle Beiträge hier!
Interessant, ist das in deiner glücklichen Beziehung auch so wie du es hier beschreibst???
Ich rede von den vielen Leuten, die täglich ihre Sorgen uns hier mitteilen, auch von dem Umfeld, du weißt, ich bin seit Jahren sehr glücklich in meiner Liebesbeziehung!
 
  • #19
Auch meine Geschichte ist überaus schön. Ich habe meinen Mann vor 9 Jahren durch eine Freizeitaktivität kennengelernt. Ich sah ihn und meine innere Stimme sagt: das ist dein Mann. Ich dachte mir: never. ever. Und dann habe ich ihn näher kennengelernt und er ist der freundlichste, integerste, liebevollste und über sich selbst lachen könnende Mann, den man sich vorstellen kann. Natürlich möchte ich ihn gerne manchmal morden, aber das ist ganz normal und ich liebe ihn von ganzem Herzen. Er stützt mich bei der Pflege meiner Tochter (die vor 5 Jahren erkrankt ist). Wir sind jetzt fast 7 Jahre verheiratet und bald 8 Jahre zusammen, sind nach nichtmal 3 Monaten zusammen gezogen und der Heiratsantrag kam nach ca. 10 Wochen. Ich bin 6 Jahre älter, eine böse Emanze und alles das, was nicht selbstsichere Männer so gar nicht mögen. Das Forum ist natürlich nicht die richtige Welt, genauso wenig wie eine Notaufnahme, mit der man es wohl ein wenig vergleichen kann. Hier kommen die Notfälle und fragen nach Rat. Oder die Gelangweilten, je nachdem.
 
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  • #20
Ich denke es ist alles eine Frage der Wahrnehmung und eine Momentaufnahme. In einem Moment glücklich und verliebt und irgendwann nicht mehr oder viel mehr verliebt oder in eine andere Person verliebt. Dazwischen aber unglücklich und niedergeschlagen. Ich denke, dass es kaum einen Menschen gibt, der von der ersten bis letzten Sekunde seines Lebens nur glücklich war.
 
  • #21
Ich weiß nicht... ich hab ja nicht soooo viel Beziehungserfahrung aber ich denke nicht, dass es möglich ist, immer nur glücklich und verliebt zu sein. Ich lass mich auch gern eines Besseren belehren aber ich denke, das kann doch kein Dauerzustand sein.
 
  • #22
Liebe FS,
habe um mich herum nur die sogennanten Gewohnheitsbeziehungen. Keine Vermutungen, sondern wird auch lauthals so ausposaunt. Eine liebe Bekannte hat während Corona sogar den Dachboden ausgebaut, um ihre Typ nicht mehr um sich haben zu müssen. Da bin ich definitv diskreter. ;-) Das mag aber auch daran liegen, dass ich in einer Großstadt lebe, wo der Singleanteil größer ist und das Bindungsverhalten wohl auch etwas verhaltener. Den großen Knall halte ich für einen 6er im Lotto. Ich habe ihn noch nie erlebt, aber ich habe auch viel über das unterschiedliche Glücksempfinden gelesen. Es mag mitunter auch daran liegen, dass der eine einfach stärker Glück, Verliebtheit etc. empfindet als der andere. Ich habe letztes Jahr online meinen Partner kennengelernt, aber Höhenflüge haben wir beide nicht und ein Haufen Kompromisse ist auch nötig. Er kann zwar sehr gut mit Worten ein romantisches Gefühl vermitteln, aber nicht, wenn er mich direkt um sich hat. Ich hatte aber auch schon die Art von Mann, die mir mit Taten die Welt zu Füssen gelegt und keine Mühen gescheut hat (der Knall blieb trotzdem aus). War aber genauso wenig dahinter. Daher versuch ich´s jetzt mal mit dem rationalen Typ Mann. Da weiß ich gefühlmäßig, woran ich bin und man kann sich trotzdem eine nette Zeit machen. Das es völlig ohne Reiberein, Kompromisse etc. geht, halte ich für unmöglich. Ich habe nach einem Partner gesucht, der eine gute Passung hat, also gleiche Interessen für Reisen, Politik etc. Das passt bei uns ganz gut. Ob von seiner Seite noch Gefühle dazukommen, weiß ich nicht. Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob eine gute Beziehung neben einer guten Passung (wie die Beiespiele hier) nicht auch sehr vom indviduellen Glücksempfinden abhängt.
 
  • #23
Ich denke es ist alles eine Frage der Wahrnehmung und eine Momentaufnahme. In einem Moment glücklich und verliebt und irgendwann nicht mehr oder viel mehr verliebt oder in eine andere Person verliebt. Dazwischen aber unglücklich und niedergeschlagen. Ich denke, dass es kaum einen Menschen gibt, der von der ersten bis letzten Sekunde seines Lebens nur glücklich war.
Das tifft es für mich genau ins Schwarze! Wenn ich ein paar nette Momente mit meinem Partner habe, dann ist das schon viel. Ich wüßte gar nichts, was mich so richtig happy machen würde. Wie oben beschrieben wg. einem Auslug in ein Hotel den Knall zu erleben, könnte mir leider nicht passieren. Da müßte schon deutlich mehr passieren. Das meinte ich mit dem unterschiedlichen Glücksempfinden. Manche empfinden schon sehr kleine Dinge als Glück. Darum beneide ich jeden, der so empfindet.
 
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  • #24
Ich habe bereits öfter gehört, dass das die Momente sind, die den Frauen dann verraten "Es ist der Richtige." In meiner kleinen Welt ist sowas der "klassiche Fall". Als Mann frage ich mich dann, wieviele Männer können dieses Niveau der ständigen Spontanität und der Überraschungen dann wirklich dauerhaft durchhalten? Es wird scheinbar definitiv erwartet/gewünscht.

Sorry für das Offtopic, ich bin übrigens nicht verliebt und glücklich.
Keiner wird das durchhalten, lieber The_Weeknd.
Lass Dich von diesem Thread nicht verrückt machen. Keiner kann nur überraschen, auf Wolke 7 schweben und unsagbare Glücksgefühle erleben. Auch wenn es hier immer wieder gerne behauptet wird. Daher ist doch zum größten Teil auch sehr, sehr viel Glück dabei, oder?
Es wird immer Momente geben, in denen es mal nicht läuft, in denen Dich der andere kollosal annervt und Du froh bist, wenn Du mal Zeit für Dich hast. Hirschhausen hat mal sinngemäß gesagt: Wenn Du Deinen Partner im Stau und nach dem Aufwachen ertragen kannst, kommt das der großen Liebe schon sehr nahe". Ich denke, das trifft die Realität sehr gut.
 
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  • #25
Ich weiß nicht... ich hab ja nicht soooo viel Beziehungserfahrung aber ich denke nicht, dass es möglich ist, immer nur glücklich und verliebt zu sein. Ich lass mich auch gern eines Besseren belehren aber ich denke, das kann doch kein Dauerzustand sein.
Ich denke, das hängt auch sehr ab von 1) dem persönlichem Zufriedenheitsniveau, was bei jedem unterschiedlich ist (manche jammern immer, manche sind immer ziemlich glücklich) und 2) der Erwartung an Beziehungen und den Partner.
Ich würde nie auf die Idee kommen, die Beziehung oder der Partner muss mich glücklich machen, und auf eine Art, dass ich dauerstrahlend durch die Gegend renne. Fürs eigene Wohlbefinden ist man selbst verantwortlich und kann das auch nicht auslagern. Man sollte natürlich keinen Partner nehmen, der einen unglücklicher macht als man alleine ist.
Verliebtheit ist ja was am Anfang, was hormonelles, das denke ich, kann einfach rein biologisch nicht ewig bleiben. Aber Liebe ist ja das, was dann im Idealfall folgt. Das sind aber zwei unterschiedliche Dinge.
Ich bin eigentlich ziemlich glücklich, war ich auch als Single, das ist nur eben nicht die Art von manischem Glück, bei dem der Regenbogen aus dem Hintern scheint :D Sondern ich freu mich einfach über vieles, auch täglich; ich sag mir oft, wie schön, dass ich meinen Partner habe, meine Arbeit, gesunde Eltern, Freunde, .... Ohne, dass ich das bewusst mache, nicht um mich selbst zu überzeugen. Ich freu mich einfach so darüber, von selbst. Dabei bin ich ja eher introvertiert, skeptisch und melancholisch veranlagt.
Hirschhausen hat mal sinngemäß gesagt: Wenn Du Deinen Partner im Stau und nach dem Aufwachen ertragen kannst, kommt das der großen Liebe schon sehr nahe". Ich denke, das trifft die Realität sehr gut.
Da er als verheirateter Mann immernoch wild junge Frauen anflirtet (eine Kollegin hatte da eine spezielle Erfahrung), kann ich den nicht für voll nehmen und möchte mir daher seine Definition von Liebe nicht zu Eigen machen..
Keiner wird das durchhalten, lieber The_Weeknd.
Ich verstehe nicht, warum der Mann irgendwas durchhalten muss, was Spontanität und Überraschungen angeht? Das ist für mich nicht die Definition von "der Richtige", sondern, dass es einfach passt und harmoniert, so, wie beide sind? Ich hab im Freundeskreis auch einige Paare, wo beide der Meinung waren, der andere ist der/die Richtige, und die definieren das einfach als sehr gut zueinander passend. Nicht so, dass es ständig aufregend und rosarot sein muss?
 
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  • #26
@21, bei dir sind wie bei sehr vielen anderen, fremde Konditionierungen am Werk, versuche dich selber zu spüren, versuche die selber zu sein, kehre in dich zu dir, dann wirst du frei sein, von all deinen gesellschaftlich, negativen und üblichen Gedanken! Das wahre Glück liegt einzig bei dir selber, das fehlt dir leider! Wenn du erkennst dass du alles hast, was du brauchst, das ist wahres Glück, dann wirst du auch diesen Mensch treffen, dem es auch so geht, zwei glückliche Menschen finden sich, dass ist dann das perfekte Beziehungsglück, ich habe ein Solches! Es gibt nichts Schöneres als zu lieben und geliebt zu werden, beidseitig und in gleichen Maßen!
 
  • #27
Lass Dich von diesem Thread nicht verrückt machen. Keiner kann nur überraschen, auf Wolke 7 schweben und unsagbare Glücksgefühle erleben.
Ein jeder geht meist sehr eingeschränkt von sich aus!
Hirschhausen hat mal sinngemäß gesagt: Wenn Du Deinen Partner im Stau und nach dem Aufwachen ertragen kannst, kommt das der großen Liebe schon sehr nahe"
Was andere sagen, sagt mir persönlich meist gar nichts, es sagt mir vielnmehr, zu wissen, was in mir steckt und was in mir innerlich vorgeht!
 
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  • #28
Ich weiß nicht... ich hab ja nicht soooo viel Beziehungserfahrung aber ich denke nicht, dass es möglich ist, immer nur glücklich und verliebt zu sein. Ich lass mich auch gern eines Besseren belehren aber ich denke, das kann doch kein Dauerzustand sein.
Das denke ich auch. Ich bin aber auch extrem pragmatisch veranlagt und habe diesen Anspruch auch nicht, dauerglücklich durchs Leben grinsen zu müssen.
Ein zutiefst befriedigendes Gefühl gibt es mir, zu wissen, dass ich mich immer auf meinen Partner verlassen kann, dass wir keine Eifersuchtsdramen haben, dass wir nach Meinungsverschiedenheiten immer wieder zueiander finden, weil wir beide sehr kompromissbereit sind und dass wir uns beide gegenseitig den emotional sicheren Rahmen geben, der uns wappnet gegen die Unbilden des Alltags. Auf alles andere kommt es uns nicht an. Glücklich sein? Brauchen wir nicht. Grundsätzlich durchgehend zufrieden sein ist viel viel schöner und erfüllender.

Wir sind sind nun seit 2 Jahren verheiratet, haben uns ein paar Jährchen zuvor auf einer kostenlosen Online - Plattform kennengelernt. Das dauerhafte Kribbeln im Bauch hat schon lange aufgehört, aber ich bin jeden Tag froh, dass es ihn gibt und das wird sich so schnell auch nicht ändern.
 
  • #29
Ich weiß nicht... ich hab ja nicht soooo viel Beziehungserfahrung aber ich denke nicht, dass es möglich ist, immer nur glücklich und verliebt zu sein. Ich lass mich auch gern eines Besseren belehren aber ich denke, das kann doch kein Dauerzustand sein.

Glück ist meiner Meinung nach generell ein flüchtiges Gefühl, es gibt Glücksmomente. Dafür kann man aber länger, anhaltender zufrieden sein, sich gut fühlen...

Und auch Verliebtheit ist für mich etwas Flüchtiges.
Man trifft einen Menschen, verliebt sich - Anziehung, Chemie.
Man lernt sich kennen und dabei vergeht entweder das Gefühl der. Verliebtheit, es versandet.

Oder es entwickelt sich das undefinierbare Mehr, Liebe.
Liebe zueinander, Liebe die wächst.
Und dann gibt es manchmal diesen Moment - das muss nicht diese beschriebene Geste sein - da weiß man es auf einmal, oder es entwickelt sich schleichend.

NormaJean hat es treffend beschrieben, und ähnlich erlebe ich meine Partnerschaft auch.

Natürlich läuft man nicht dauergrinsend durch die Gegend, natürlich läuft es mal besser, mal schlechter.

Aber es ist das Grundgefühl, dass es dieser Mensch ist, dass man liebt, sich verbunden fühlt, es stimmig ist, ohne Zweifel.
Keine Fragezeichen - es ist gut so, richtig. Gefühl.
Glücksmomente, sicher, a Beruf wichtiger - ganz und gar zufrieden.

W, 51
 
  • #30
Deshalb fände ich es schön, wenn sich auch mal die zu Wort melden würden, die gerade glücklich verliebt sind, einen Partner im zweiten Anlauf (per Online-Dating?) gefunden haben oder einfach vor kurzem etwas richtig Schönes in ihrer Beziehung erlebt haben. Vielleicht mag der eine oder andere dazu etwas Mutmachendes schreiben?
neue Beziehung vor über 4 Jahren bei EP gefunden.

Wir sind immer noch auf dem aufsteigenden Ast. Woran man das erkennt?: Daran, daß graviernde Meinungsverschiedenheiten aufgeklärt werden ohne böse Worte (also nix zurückbleibt) und in der Häufigkeit ungefähr alle paar Monate auftreten. Immer noch Lust auf Sex unter der Woche und mehrfach die Woche. Gemeinsame Aktivitäten am Wochenende sind der Normalfall. Wechselseitiges gemeinsames Ansehen von persönlich präferierten (unterschiedlichen) Filmrichtungen findet weiter statt. :)

Wie man dahin kommt?:

Ansprüche überdenken und an die Realität anpassen - also nicht dem Trend des mit zunehmenden Alters zunehmenden Anspruchsdenken zu folgen.
Mein persönliches Beispiel: ungefähr 14 bis 20 (Mail-)Kontakte, davon 6 getroffen, davon 3 Beziehungsversuche (nacheinander). Der dritte dauert bis heute.

Wenn mehr nötig ist, ist die Eigenwerbung (Profiltext) falsch oder die eigenen Ansprüche treffen die falsche Vorauswahl.

Mein Rat also: Auf keinen Fall eine "No-Go-Liste" innerlich zum Date mitbringen. Die sollte schon bei der Vorauswahl erledigt sein. Führt man eine eine solche Liste selbst zu einem persönlichen Treffen innerlich mit, hat man zu hohe Ansprüche oder man will unterbewußt in Wirkllichkeit keine neue Beziehung (Selbstsabotage).
Man muß ide Beziehung wollen und bereit sein, fünfe gerade sein zu lassen.

mMenschÜ50
 
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