• #1

Verlustangst ... zerstöre ich mir alles selbst ?

Ich finde keinen klaren Gedanken mehr, reagiere ich überzogen oder berechtigt ?
Mein Partner ist Fahrer und aufgrund von Corona hat er überlegt, seinen Auftraggeber zu wechseln, wir hatten schon einmal darüber gesprochen und da er dort Schicht fährt, hatten wir wegen der Freizeit entschieden das er es besser nicht macht.

Überzeugt war er damals schon nicht.

Gestern offenbarte er mir, er würde die
nächsten Tage dort eingesetzt werden (Partnerfirma) das heißt wir sehen uns also die nächsten Tage wegen der Schicht nicht

Ich war so sauer und habe ihm geschrieben, wenn er komplett dorthin wechselt, ist es aus für mich...daraufhin kam, es sei ihm egal er kann auf mich verzichten !
Als ich nach Hause kam, tat er, als sei nichts gewesen, das Thema wurde nicht wieder angesprochen.
Ich finde das unmöglich. Hat man nach 2 Jahren Beziehung nicht das Recht als Partner mitzusprechen und wenn er sich noch nicht dafür entschieden hat, warum nahm er mir nicht die Angst ?
Ich mach mich grad so kaputt, auch weil ich weiß, dass dort eine Kollegin arbeitet, die er sehr mag, wohl nur als Kumpel.
Ich habe Kopfkino, er zieht sein Ding einfach durch oder zieht es in Betracht und lässt mich hier einfach da sein...ohne mit mir noch mal darüber zu sprechen.
Reagiere ich über oder was meint Ihr dazu ?
 
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  • #2
Mein Partner ist Fahrer und Aufgrund von Corona hat er überlegt seinen Auftraggeber zu wechseln, wir hatten schon einmal darüber gesprochen und da er dort Schicht fährt, hatten wir wegen der Freizeit entschieden das er es besser nicht macht.

Er ist mit seinem bisherigen Arbeitgeber unzufrieden. Er möchte wechseln, auch aus gesundheitlichen Gründen. COVID-19 ist ein guter Grund, auch nichts temporäres, damit haben wir mindestens noch bis Frühjahr 2022 zu tun, eher länger.

Du möchtest es nicht, wegen der Arbeitszeit, aber vor allem, weil er dort eine nette Kollegin hätte - Kumpeline, nicht mehr, aber trotzdem Kopfkino.
Also ein Nein aufgrund von Misstrauen und Eifersucht.

Ich finde das unmöglich hat man nach 2 Jahren Beziehung nicht das Recht als Partner mitzusprechen
Recht sowieso nicht. Man bespricht wichtige Entscheidungen, das sollte man.
Aber Du willst nicht mitsprechen, Du willst, dass er den Job nicht wechselt.

Das kannst Du nicht verlangen, und die Dein Kopfkino ist nicht er verantwortlich.
Er ist auch nicht verantwortlich dafür, Dir Deine Ängste zu nehmen, an denen musst Du arbeiten.

Als Dein Partner würde ich die Partnerschaft in Frage stellen, das fehlende Vertrauen und die Art, wie Du seine Wünsche übergehst.

IHR hattet nicht entschieden - DU.
Er sich anders. Dafür hat er Gründe, und es ist seine Arbeit.
Das musst Du akzeptieren.

Konkret - ja, Du reagierst vollständig über.

W, 51
 
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  • #3
Meiner Meinung nach habe ich als Partner mich nicht in die beruflichen Belange meines Partners einzumischen, solange es jetzt nicht gerade darum geht, dass er hunderte Kilometer wegziehen möchte, wo dann die Grundlage der Beziehung eventuell auf der Kippe steht.

Wenn er aus nachvollziehbaren Gründen (Gesundheit, Arbeitszeiten, Ansteckungsgefahr, was auch immer) nur die Zweigstelle des eigenen Betriebes oder zu einer Partnerfirma wechseln möchte, dann ist das einfach mal seine Entscheidung.

Er war offenbar unglücklich mit der aktuellen Situation und ändert was dran. Ein gesundes und richtiges Vorgehen.
Solange er durch den Wechsel kein Gehalt auf Hartz4 - Niveau zu erwarten hat, und sich nicht allgemein verschlechtert, ein Wechsel ihm einfach Vorteile bringt, dann hat man dem nicht im Wege zu stehen. Es ist sein beruflicher Lebenslauf und er hat auch nur ein Leben. Wenn man bedenkt, dass man die meiste Zeit auf Arbeit verbringt, dann muss man als Mensch die Voraussetzungen schaffen, dass man sich auch wohlfühlt.

Im vorliegenden Fall finde ich, dass die Partnerin da überhaupt nicht mitzureden hat, und auch nicht gefragt werden muss. Man kann sich darüber austauschen, aber die Entscheidung trifft er selbst.

Für das Kopfkino der Partnerin kann er nichts, und Ängste kann man nur nehmen, wenn man diese auch nachvollziehbar findet. Offenbar tut er es nicht, weil er die Befürchtungen bzgl. der anderen Kollegin entweder absolut absurd findet, oder schon durchschaut hat, worum es hier eigentlich geht. Daher will er diese Entscheidung auch nicht weiter diskutieren und reagiert dann auch auf die Drohung, dass es dann aus sei, mit Egalität. Würde ich auch machen. Wahrscheinlich hat er gerade völlig andere Gedanken im Kopf und hat überhaupt keine Lust, sich mit diesen (für ihn) Nebensächlichkeiten zu beschäftigen.

An der allgemeinen Verlustangst der Partnerin kann er ja nichts ändern, im besten Falle geht ihm das nur auf die Nerven. Aber er ist auch kein Therapeut. Dies wäre auch meine Empfehlung, wenn sich die FS ernsthaft mit diesem Problem auseinandersetzen möchte: Geh zum Therapeuten.
 
  • #4
Ich habe gerade in deinen ersten Thread reingeguckt. Du bist 43 Jahre alt, warst noch vor drei Monaten finanziell von ihm abhängig und wegen einer Lappalie flogen die Verlobungsringe durch die Gegend.

Ja, du reagierst über und verhältst dich auch diesmal wie eine Drama Queen. Meinst du nicht, dein Partner könnte auch an seinem alten Arbeitsplatz eine Frau kennenlernen, die ihm gefällt, oder beim Sport oder beim Brötchen holen ......

Du hast die Wahl. Entweder an deiner Eifersucht arbeiten oder ewig so weiter machen, bis er geht, Wiederholung dann beim nächsten Mann.

Deine Erpressungsversuche und deine Opferhaltung (er soll dir deine Angst nehmen) finde ich unerträglich. Interessiert dich eigentlich null, ob er sich wohl fühlt am Arbeitsplatz? Mal abgesehen davon kann das eine Endlossschleife werden. Irgendwann soll er nicht mehr alleine das Haus verlassen, damit du keine Angst vor was auch immer haben musst.
 
  • #5
Ganz klar : Ja. Du reagierst nicht nur über, sondern ziemlich unmöglich. Den Konter deines Partners kann ich sehr gut verstehen.
Und da er deine Dramen gut kennt, wird er auch so getan haben, als wäre nichts vorgefallen.

Er ist erwachsen, es ist sein Leben und er muss den Job machen, nicht du. Rechte hast du keine.
Und bei deiner Art verstehe ich auch sehr gut, dass er es dir nicht vorab kommuniziert.

Das klingt alles ziemlich ungesund.
 
  • #6
Ratlos,

Du hattest im September schon einen Thread zum Thema Verlustangst /Eifersucht.

Anscheinend hat er damals nicht die nachvollziehbare - und für mich gesunde - Konsequenz gezogen.

Du bist immens eifersüchtig, und hoch empfindlich.
Es geht um Dich, um Deine Wünsche - und Du erwartest, dass er alles genau so macht, wie Du es Dir vorstellst.
Am besten schon voraus ahnend.

Von den Antworten hast Du ersichtlich nichts mitgenommen.
Einen Anlass, Dein Verhalten zu überdenken?

Was kommt? "Habe ich nicht das Recht" WIR (=Ich) haben entschieden,... Grundloses Kopfkino.
Misstrauen, Eifersucht, und Drama.

Es ist Dein Leben.
Du solltest dringendst therapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen.
(Er noch mehr, er ist weit weg von gesundem Selbstwert, und sich selbst schützen, er muss Dich wirklich sehr lieben. )

Sorry für die Deutlichkeit -
Ich wünsche Dir, dass Du endlich aufwachst.
Bei Dir gilt der Spruch in Perfektion
"Eifersucht ist eine Sucht, die mit Leidenschaft sucht, was Leiden schafft"

W, 51
 
  • #7
und wenn er sich noch nicht dafür entschieden hat, warum nahm er mir nicht die Angst ?
Du glaubst nur, dass er Dir die Angst hätte nehmen können. Das wäre für den Augenblick für Dich so gewesen. Dann kommt wieder etwas anderes, was Angst macht - er kann sie Dir gar nicht nehmen.

Hat man nach 2 Jahren Beziehung nicht das Recht als Partner mitzusprechen
Hm... "Das Recht" heißt ja in Deinem Fall, dass die Entscheidung in Deinem Interesse ausfallen soll und gar keine anderen Vor- und Nachteile für ihn bedacht werden. Es ist sein Job. Er möchte wechseln, weil er unzufrieden ist. Er hat die Einbußen, nicht Du.
Du hast kein Recht für ihn zu entscheiden! Deine Haltung macht ihn sauer und er stellt auf Stur. Was soll er auch weiter darüber diskutieren?
 
  • #8
Kann mich der Meinung der Vorschreiber anschließen

Ja, Du reagierst über !

Sein Job ist sein Job.
Wenn er sich da nicht mehr wohlfühlt ode ander Dinge nicht mehr passen, muss er handeln. Ob da Frauen sind, die ihm gefallen könten, oder sich Freizeit mehr oder weniger auswirkt ist im Grunde erstmal nebensächlich.

Er kann das mit Dir besprechen (und das habt ihr auch getan) aber SEINE Meinung ist in seinem Job maßgablich, genau wie DEINE Meinun in Deinem Job maßgeblich ist.

Es geht um die berufliche Existenz Deines Partners und nicht um Deine Eifersüchteleien.
 
  • #9
Ich war so sauer und habe ihm geschrieben, wenn er komplett dorthin wechselt, ist es aus für mich...daraufhin kam, es sei ihm egal er kann auf mich verzichten !
Was willst du da noch machen? Auf was wartest du da noch, beende diese Beziehung!
Ich mach mich grad so kaputt, auch weil ich weiß, dass dort eine Kollegin arbeitet, die er sehr mag, wohl nur als Kumpel.
Aha, dann ist ja alles gesprochen!
In einer passenden Beziehung bespricht man alles, nein du reagierst nicht über, es ist dein gutes Recht! Ich sehe keine Chance mehr für dich, deshalb Trennung, er wird dich garantiert verlassen!
 
  • #10
Vorab möchte ich mich bei Euch allen hier bedanken für Eure Antworten.
Ich weiß das mein Verhalten nicht normal ist, ich fühle mich auch nicht wohl dabei aber es ist so ferngesteuert ich kann nichts dagegen tun, diese Angst oder fast schon Panik kommt dann immer sofern irgendeine Änderung oder etwas neues in unserer Partnerschaft passiert.

Ich kann mir auch nicht erklären, warum ich solche Angst habe ihn zu verlieren, ich möchte das auch nicht kaputt machen aber es wird darauf hinaus laufen.

Ich bekomme doch so schnell keinen Therapieplatz und welche Art von Therapie sollte das denn sein ?
Habe ich denn mit 43 Jahren überhaupt noch die Chance das zu ändern ?
Ich wünschte mir so sehr ich hätte dieses Problem nicht !
 
  • #11
Ich bekomme doch so schnell keinen Therapieplatz und welche Art von Therapie sollte das denn sein ?
Habe ich denn mit 43 Jahren überhaupt noch die Chance das zu ändern ?
Ich wünschte mir so sehr ich hätte dieses Problem nicht !

Ich finde es erstmal gut, dass du auch darauf eingehst. Grundsätzlich: wo ein Wille ist, ist ein Weg, unabhängig vom Alter. Wenn du offen dafür bist, dich mit deinen Themen, auch wenn Sie schmerzen, auseinanderzusetzen, dann ist noch lange nichts verloren. Natürlich werden alte Muster mit steigendem Alter wesentlich schwieriger zu verändern sein, aber du würdest auf alle Fälle etwas mitnehmen aus einer solchen Therapie. Und es ist auch keine Schande, sowas in Anspruch zu nehmen. Du bist deswegen kein schlechter Mensch. Blöd wird es nur, wenn du dieses Problem unbearbeitet lässt.

Es gibt verschiedene Therapieansätze. Tiefenpsychologische Therapien, Verhaltenstherapien, systematische Ansätze, u.v.m. Da kannst du dich mittels google ja auch erst einmal belesen für den Anfang. Ich denke, dass ein Arzt dich da auch erstmal beraten kann, oder die Krankenkasse. Eine Überweisung wirst du ja sowieso brauchen. Einfach mal aktiv ins Handeln kommen und nachfragen. Manchmal muss man sich auch durchfragen. Du darfst nur nicht lockerlassen und aufgeben. Auf einen Therapieplatz muss man lange warten, ja, aber man kann auch die Zwischenzeit nutzen, um erstmal selbst an seiner Impulskontrolle zu arbeiten. Es ist wie beim Lotto: wer nicht mitspielt, kann auch nichts gewinnen. Sprich, wenn du nicht anrufst und einen Termin machst, dann hast du gar keinen. Also lieber ein wenig warten, bis es losgeht, als keinen zu vereinbaren.

Und mit dieser Einstellung gehst du auf deinen Partner zu, entschuldigst dich bei ihm und sagst, dass du aktiv dabei bist, dir in dieser Hinsicht helfen zu lassen und dass du weißt, dass er für dein zugrundeliegenden Problem nichts kann. Vielleicht erklärst du ihm dabei auch, was in dir vorgeht und ihr könnt eventuell Vereinbarungen treffen, wie ihr euch im Fall X verhalten könnt, wenn die Pferde mal wieder mit dir durchgehen.
Damit gewinnst du in erster Linie deine Selbstachtung zurück und eventuell auch seinen Respekt wieder. WENN da noch etwas zu retten ist, was wir hier alle nicht einschätzen können, da dein Partner sich hier ja gerade nicht äußern kann.
 
  • #12
Ich kann mir auch nicht erklären, warum ich solche Angst habe ihn zu verlieren, ich möchte das auch nicht kaputt machen aber es wird darauf hinaus laufen.
Dein Problem geht tief in die Kindheit zurück, du hast ihn schon verloren, lass ihn los, gehe du!
Habe ich denn mit 43 Jahren überhaupt noch die Chance das zu ändern ?
Natürlich hast du eine Chance, das geht jedoch nicht von heute auf morgen, es ist ein langwieriger Prozeß!
 
  • #13
Ich werde das in Angriff nehmen, es reicht.
Ich mache nicht nur mir das Leben schwer, sondern auch das meines Partners, diese Muster wiederholen sich leider ja auch immer wieder in meinen Beziehungen.
 
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  • #14
Ich kann mir auch nicht erklären, warum ich solche Angst habe ihn zu verlieren, ich möchte das auch nicht kaputt machen aber es wird darauf hinaus laufen.

Ich bekomme doch so schnell keinen Therapieplatz und welche Art von Therapie sollte das denn sein ?

Deine Themen sind zB. mangelnder Selbstwert und Verlustangst, negatives Denken, mangelnde Eigenverantwortung...

Woher das kommt und was du dagegen tun kannst, kannst du schon mal alleine vorab mit entsprechender Literatur herausfinden.

Das setzt aber Eigeninitiative und ein Wollen voraus. Momentan erwartest du von anderen, dass sie alles regeln, aber natürlich nur nach deinem Gusto.

Mit einer Opferhaltung " ich kann nichts ändern" und "wer weiß ob ein Psychologe da noch was für mich mit 43 machen kann" wirst du keine Erfolge erzielen.

Denn den Misserfolg programmierst du mit dieser negativen Einstellung voraus.

Du hast zwei Möglichkeiten: entweder überlässt du anderen das Handeln und musst dich ihren Entscheidungen unterordnen oder du handelst selbst und trägst auch die Verantwortung und es läuft nach dir.
Anders funktioniert es nicht, wie du siehst.
 
  • #15
Ich kann den anderen nur zustimmen. Nicht dein Partner ist das Problem, sondern du. Du musst ganz dringend etwas an deinem Verhalten ändern, sonst ist er tatsächlich das nächste Mal weg. Und nicht nur er, auch zukünftige Partner werden schnell die Reißleine ziehen.
Ob nun durch eine Therapie oder anders, dazu kann ich dir nichts sagen. Dazu stecke ich zu wenig im Therapiethema drin. Sicherlich gibt es Stellen, wo du dich informieren kannst. Bemühe zunächst einmal Dr. Google.

Konkret zum Thema Job:
Wenn ich unzufrieden mit meinem Arbeitgeber bin, wechsel ich den Job. Ich hatte als Berufsanfängerin das Pech an einen üblen Choleriker und Narzissten als Chef zu geraten. Er war Firmeninhaber, deswegen konnte ich mich an keinen anderen Vorgesetzen wenden. Am liebsten hätte ich schon nach kurzer Zeit dort aufgehört, aber meine Familie, insbesondere meine Mutter, riet mir dazu, durchzuhalten und meinen Chef nett anzulächeln, wenn er mich mal wieder (wie jeden Tag) herunterputzte. - Im Nachhinein ein idiotischer Tipp!
1 1/2 Jahre habe ich durchgehalten. Beruflich war es gut, weil ich mich dadurch spezialisieren konnte. Psychisch aber war ich am Ende. Nie wieder will in ich so mit mir umgehen lassen.
Aktuell bin ich in Elternzeit und plane, danach wieder den Arbeitgeber zu wechseln. Ich werde nicht angeschrien, bin aber schon seit längerem nicht mehr zufrieden. Meine Mutter war mal wieder entsetzt, dass ich wechseln will (sie war von Studium bis zur Rente in ein und derselben Firma). Mich ärgert es sehr, dass ich von ihr keinen Rückhalt habe. Mein Mann sagt zwar, dass ich noch ein paar Monate nach der Elternzeit warten soll, unterstützt mich aber im Übrigen. Letzteres erwarte ich von einem Partner und meiner Familie. Es ist MEIN Berufsleben, ICH muss 8 Stunden jeden Tag da durch. Als Außenstehender hat man es leicht zu sagen: "Halte durch", wenn man selbst nicht betroffen ist. Solange ich keine unrealistischen Vorstellungen von einem Job habe oder mich finanziell von meinem Partner abhängig mache, hat er nur bedingt bei meiner Jobwahl mitzureden.

Auch du solltest deinen Partner bei der Jobwahl unterstützen. Mitreden ja, du aber willst für ihn entscheiden. Das geht gar nicht.
Wenn man 8 Stunden pro Tag nur Sch.... machen muss, ist man auch den Rest des Tages nicht gut gelaunt. Insofern wirkt sich seine Unzufriedenheit im Job sowieso wieder auf eure Beziehung aus. Dann ist es doch besser, er kommt gut gelaunt von Arbeit, oder nicht?

W35
 
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  • #16
Ja du überreagierst und machst dir zu viel Gedanken. Statt dich kaputt zu machen und nachdenken wie ängstlich ist für dich ist die Zeit wo ihr euch nicht sieht. Genieße die Zeit die du mit ihm zusammen bist und tanke daraus die positive Energie.
Also manche (fast alle) Frauen denken viel zu viel nach und machen sich damit selber die Partnerschaft, das Leben schwer.

LG W 36
 
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  • #17
Suche dir einen Verhaltenstherapeuten, das wäre für den Anfang vermutlich die passenste Adresse. Manche Therapeuten bieten offene Sprechstunden an, das kann sehr hilfreich sein, zumal man dann manchmal auch schneller einen Therapieplatz bekommt.
Lass dir am besten von deinem Hausarzt eine Liste geben. Die haben die KK's zwar auch, aber gute Hausärzte kennen die umliegenden Therapeuten und Fachärzte oft und können gute Tipps geben.
 
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  • #18
Auf einen Therapieplatz muss man lange warten, ja, aber man kann auch die Zwischenzeit nutzen, um erstmal selbst an seiner Impulskontrolle zu arbeiten...

Kommt darauf an, wie flexibel man zeitlich ist.
Erstgespräche gibt es inzwischen immer zeitnah, 3h, die man nutzen kann.
Viel wichtiger als die therapeutische Grundrichtung ist es, ob es menschlich passt.
Hinter Verlustangsten kann ja vieles stecken, es kann anfangs mit Verhaltenstherapie auch begonnen werden - und nach einer validen Diagnostik weiter.
Die meisten Therapeut*innen sind sowieso auf Verhaltenstherapie spezialisiert.
Bei analytischer Therapie bin ich ziemlich skeptisch, ist auf jeden Fall sehr langwierig.

Findet man im Lauf der Therapie die Ursachen für die Verlustängste, kann es sein, dass ein Therapeutenwechsel notwendig ist, falls eine Spezialisierung benötigt wird.

Auf jeden Fall, @Ratlos, Du bist nicht fremdgesteuert.
Für Dein Verhalten bist Du verantwortlich, mit einer solchen Erklärung machst Du es Dir zu einfach. Und auch wenn Du sagst, ok, mein Verhalten ist sch..., so verliere ich meinen Partner...
Damit alleine kommst Du nicht ins Tun.

Du musst aber aktiv werden, und Dich auch selbst mal stoppen.

Und wirklich aus eigener Erfahrung, ich habe immer zeitnah einen Therapieplatz gefunden.
Wenn man will, geht es.

Therapie ist allerdings unbequem und harte Arbeit.

W, 51
 
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  • #19
Ich habe mich bei meinem Partner für meine Reaktion entschuldigt, ihn trifft ja keine Schuld, dass ich so "ticke", er hat sie zum Glück angenommen.
Google sagt, bei Eifersucht und Verlustängsten wäre eine Hypnosetherapie am wirkvollsten, ich habe mir eine Therapeutin gegoogelt und per Mail kontaktiert.

Ich möchte mich ändern hauptsächlich auch für mich, denn es kostet mich Nerven und Energie nur wegen diesem Kopfkino.

Danke bis hierher für Eure Antworten....
 
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  • #20
Auch ich rate zu einem Therapieplatz und zu der ganz dringenden Einsicht, dass das Verhalten überzogen und außerhalb der Norm ist. Schon ohne die Vorgeschichte würde ich mich fragen, welcher Mensch seinem Partner einen Jobwechsel versagt, wenn dieser dort unglücklich ist. Selbst WENN mein Freund seinen Job ändern würde und ich fänd das aufgrund diverser Bedenken nicht so dolle, würde ich es ihm nicht verbieten. Es ist im Endeffekt ein Drittel seines Tages, den er auf der Arbeit verbringt, was habe ich ihm da reinzureden? Natürlich ist es schade, wenn man sich dann weniger sieht, aber er geht ja nicht für Monate auf Reisen o.ä. Ist doch furchtbar, wenn er da nur wegen dir bleiben würde! Dein Freund ist schon sehr geduldig, aber ob er das noch lange mitmacht, das würde ich mich schon fragen...
w, 37
 
  • #21
Warum SCHREIBST du ihm so etwas? Darüber sollte man persönlich und in Ruhe reden. Auch kann ich keinerlei Gründe außer der Kollegin, auf die du eifersüchtig reagierst, erkennen, die deine heftige Ablehnung gegen den Wechsel der Niederlassung erklären könnten.

Wenn er allerdings mit “Ist mir egal, auf dich kann ich verzichten“ reagiert, zeigt das, dass ihr offenbar schon vorher eine sehr destruktive Kommunikation hattet, die von wenig Respekt und gemeinsamer Lösungsfindung geprägt ist. Wenn ich raten darf, streitet ihr euch auch sehr häufig in genau dieser Form - das wird früher oder später dazu führen, dass einer die Beziehung beenden wird. Es sei denn, ihr seid in wechselseitiger Abhängigkeit miteinander verstrickt und somit beidseitig nicht fähig oder willens, dieses destruktive Muster zu durchschauen, verändern oder aus dem Theater auszusteigen. Dies ist meine Vermutung.

Im Allgemeinen denke ich, wie einige schon schrieben, dass berufliche Entscheidungen allein beim betreffenden Partner liegen und vom anderen unterstützt statt aufgrund von EIGENEN Ängsten torpediert werden sollten.

Sind diese Ängste ggf. durch einen vergangenen Betrug seinerseits entstanden, hast du diesen noch nicht verarbeitet, was oberstes Ziel sein sollte, wenn du die Beziehung weiterführen willst. Entstanden sie durch negative Erfahrungen von VOR der Partnerschaft, ebenfalls, denn damit hat er persönlich nichts zu tun.

Ist er in deinen Augen jedoch generell ein wenig verlässlicher Partner, dem du ernsthaft zutraust, dass er dich betrügen könnte, so fehlt bereits die unabdingbare Grundlage für eine gesunde Beziehung. Dass dann solche vorwurfsvollen SMS ausgetauscht werden, wundert wenig.

Die Grundfrage ist hier also, ob es berechtigte Gründe für dein Misstrauen gibt oder diese allein deinen persönlichen Ängsten entspringen. Denn der Niederlassungswechsel scheint nur ein Auslöser und Einzelbeispiel, nicht aber die Ursache für eure Differenzen zu sein und kann sich in anderer Form jederzeit wiederholen.
 
  • #22
Hallo liebe FS,

als mein Ex-Mann in den Außendienst wechselte, obwohl er in einer großen Firma einige andere Angebote bekam, war mir klar, dass das das Ende unserer Beziehung ist.

Ich hatte damals 2 kleine Kinder und er war ein geschickter Fremdgänger. Also der Jobwechsel hat das Ende unserer Ehe befeuert. Misstrauisch war ich immer zurecht

Alles Gute für dich.
 
  • #23
Google sagt, bei Eifersucht und Verlustängsten wäre eine Hypnosetherapie am wirkvollsten, ich habe mir eine Therapeutin gegoogelt und per Mail kontaktiert.
Ich möchte mich ändern hauptsächlich auch für mich, denn es kostet mich Nerven und Energie nur wegen diesem Kopfkino.

Wenn du dich ändern willst, solltest du das aus Überzeugung tun und dir darüber im Klaren sein, dass das kein Spaziergang wird und du noch ganz am Anfang stehst. Was machst du, wenn diese Hypnose-Therapeutin keine Zeit für dich hat? Recherchierst du dann weiter?

Übrigens gibt es nicht nur die Wahl zwischen Verhaltenstherapie und Analyse, sondern auch die tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie über 50 oder 60 Stunden, man muss also nicht drei Jahre 2-3x die Woche zum Analytiker rennen, wenn man keine Verhaltenstherapie machen will. Gruppentherapie wäre auch noch eine Möglichkeit.

Ich würde mich auch mal in die Problematik Verlustängste einlesen, hier wurden schon öfter die Bücher von Stefanie Stahl empfohlen.
 
  • #24
Google sagt, bei Eifersucht und Verlustängsten wäre eine Hypnosetherapie am wirkvollsten, ich habe mir eine Therapeutin gegoogelt und per Mail kontaktiert.

Google...
Tja, ich möchte Dich nicht desillusionieren.
Therapie war gemeint bei einem Psychotherapeuten mit entsprechender Ausbildung - Studium, etc.

Hypnosetherapie - das Versprechen von psychotherapeutischen Heilpraktiker*innen.
Ein paar Sitzungen, Hypnose, und alles ist gut?
Nein.
Man muss die Ursachen herausfinden, warum Du diese überhaupt hast, vielleicht gibt es dahinter Tiefgründiges.
Daher die Erstellung einer validen Diagnose.
Und dann, wenn man weiß, WARUM, dann kann man auch an die Auflösung der Ängste gehen und die Erarbeitung neuer Muster.
Das Erlernen adäquaten Verhaltens, etc.

Das, was Du Dir da ergooglet hast, verspricht leicht zu sein, und hilft am Ende nur der Finanzlage der "Therapeutin" streng zu trennen von Psychotherapeutin bzw. Ärztin für Psychotherapie.

W, 51
 
  • #25
Hallo liebe FS,

als mein Ex-Mann in den Außendienst wechselte, obwohl er in einer großen Firma einige andere Angebote bekam, war mir klar, dass das das Ende unserer Beziehung ist.

Ich hatte damals 2 kleine Kinder und er war ein geschickter Fremdgänger. Also der Jobwechsel hat das Ende unserer Ehe befeuert. Misstrauisch war ich immer zurecht

Alles Gute für dich.

Und was soll das jetzt der FS sagen? Dass sie von deinem Mann auf ihren Partner schließen muss, weil alle Männer Fremdgänger sind? Wir lesen hier nur ihre Seite, da könnte sie alles mögliche schreiben. Lies dir den vorherigen Thread der FS durch. Der sagt viel über ihr Beziehungsverhalten aus.

Google...
Tja, ich möchte Dich nicht desillusionieren.
Therapie war gemeint bei einem Psychotherapeuten mit entsprechender Ausbildung - Studium, etc.

Da fühle ich mich jetzt auch angesprochen. Es kommt halt immer drauf an, wie man Google nutzt, damit man die passenden Ergebnisse erhält. Natürlich meinte ich einen studierten Psychotherapeutenund keine "Wellnesstherapie".
 
  • #26
Da fühle ich mich jetzt auch angesprochen. Es kommt halt immer drauf an, wie man Google nutzt, damit man die passenden Ergebnisse erhält. Natürlich meinte ich einen studierten Psychotherapeutenund keine "Wellnesstherapie".

Hatte Dich wirklich nicht angesprochen.
Es ist, wie Du sagst, wichtig, WIE man Google nutzt.

Und es gibt eben Seiten für qualifizierte Antworten und Seiten auf dem Niveau von gute frage. net.

Mir war die Klarstellung wichtig - ich gehe davon aus, dass jede*r, der hier schrieb, eine qualifizierte Therapie empfahl.

W, 51
 
  • #27
Du hast ein Problem mit deinem Freund. Es muss aber erst eruiert werden, ob Deine Psyche das Hauptproblem und die Ursache des Konflikts ist oder sein Verhalten dich misstrauisch und eifersüchtig macht. Da ist m. E. noch vieles unklar.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen Selbstdiagnosen erstellen ohne Fachwissen zu besitzen. Da würde ich an deiner Stelle erst einmal einen Arzt konsultieren .
Es kann sehr gut sein, dass du intuitiv die Situation richtig einschätzt aber nicht wahrhaben möchtest. Denn es würde bedeuten, dass du dich trennen müsstest.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #28
Also ich habe nicht alle Antworten durchgelesen, aber jemand deswegen gleich zu einer Therapie schicken finde ich verfrüht. Seine Antwort ist ja auch nicht okay.
Und doch, auch ich würde nach zwei Jahren erwarten, dass man gemeinsam sachlich Vor- und Nachteile austauscht. Und ich würde vermutlich nachgeben, aber nur weil man nicht verheiratet ist.

Denn ehrlich, hier gibt es so viele Beiträge von Untreue... gerade am Arbeitsplatz....also dumm das Schicksal herausfordern muss man ja auch nicht.
 
  • #29
Ich kann mir auch nicht erklären, warum ich solche Angst habe ihn zu verlieren, ich möchte das auch nicht kaputt machen aber es wird darauf hinaus laufen.

Habe ich denn mit 43 Jahren überhaupt noch die Chance das zu ändern ?
Warst Du früher anders? Oder schon immer so? Einerseits kannst Du es Dir nicht erklären, andererseits Verhaltensänderung? Hast Du Kinder?
Hast Du jetzt sonst auch neuerdings Stimmungsschwankungen, die du neu erst jetzt entdeckst? Mein Tipp klingt seltsam, aber bevor du zur Therapie gehst, lasse bei deiner Frauenärztin einen Hormon-Check machen, vielleicht hattest Du vorher schon leicht ausgeprägt PMS und kamst gut damit zurecht, und kommst jetzt langsam in die vorzeitigen Wechseljahre; da „kippt“ die Stimmung, wegen
Ich weiß das mein Verhalten nicht normal ist, ich fühle mich auch nicht wohl dabei aber es ist so ferngesteuert ich kann nichts dagegen tun,...
Es sei denn du weißt wirklich, dass Du klammerst und Dir dieser Mann zu viel bedeutet, aber dazu haben Dir die Foristen schon gute Antworten gegeben.
 
  • #30
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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