• #31
Für mich hört sich die Beschreibung des Mannes nicht nach Verrohung an. Eher nach Resignation und Verbitterung.
40 ist wirklich für Männer so eine Grenze. So wie für Frauen oftmals die 30.
 
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  • #32
Mir geht es ähnlich- keine Beziehung/Sex mit Mitte 40.
Frauen haben kein Interesse.
Ich bin nicht verroht- nur habe ich resigniert und mich zurückgezogen.
Manches Verhalten von Frauen hätte schon eher das Prädikat "Verroht" verdient.

Lebe mein Leben und hab einfach kein großes Interesse mehr, etwas mit anderen zu unternehmen.
Natürlich ändert sich der Charakter, wenn man seit der Teenie-Zeit dauernd eine Bauchlandung hinlegt.
Manchmal bin ich sehr depressiv nach innen- nach außen merkt man aber nichts bzw. es ist niemand da, der es merken könnte.

Würde ich "fröhlich" weitermachen und immer weiter Ablehnungen kassieren, würde ich vielleicht auch irgendwann an schlimmen Tagen, wie Geburtstag oder Weihnachten die Reißleine ziehen.
 
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  • #33
Leider, leider gibt so Männer wie Tom sehr häufig. Besonders in der Gruppe Ü40 und Ü50.
Bedauerlicherweise muss ich Ihnen immer wieder bei der Partnersuche begegnen, da sie in meiner Altersklasse sind.
Sie suchen immer noch die jungen und hübschen Fotomodelle, obwohl dieser Zug schon längst abgefahren ist. Flirten sie diese Damen an, dann holen sie sich eine blutige Nase. Statt dann mal sich selbst zu reflektieren und sich an die neue Situation anzupassen, fallen sie lieber in Depressionen oder werden bockig und aggressiv.
Ich hatte genug von diesen Herren, die mich selbst dann noch runterziehen.
Entweder sie jammern immer nur, dass sie keine Frau finden. (Hallooooo, ich bin hier!!!!)
oder: "Die hübschen Frauen sind immer so eingebildet und machen sich nur lustig über mich." (Na klar, weil Sie jung und schön sind und Du alt und nicht so gutaussehend wie Du denkst!"
oder: "Wenn ich so eine Frau nicht bekommen kann, dann bleibe ich lieber allein, oder hole mir eine aus Asien." (Wenn Du meinst, dann höre auf hier zu suchen, denn das wird nichts.)
Die Grobheiten und Beleidigungen, die ich mir von diesen Männern schon anhören musste, lasse ich mal weg.
Ich bin der Meinung, dass diese Toms ein großes Problem mit Ihrer eigenen Persönlichkeit haben, die nur mit professioneller Hilfe in den Griff zu bekommen ist.
 
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  • #34
Lasst den armen Mann doch einfach in Ruhe... ich kenne in meinem Bekanntenkreis auch Leute, die es einfach nicht verstehen wollen, dass ich gerne Single bin und mit Ende 30 auch nicht ständig hinter den Röcken her bin, wie ein Pubertierender. Dann meinen alle, sie müssten mir Gutscheine für Speeddatings und sonstigen Firlefanz schenken..... Danke Nein. Hört bitte auf, Euch in das Leben anderer Menschen einzumischen...

M37
 
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  • #35
Es wird hier in vielen Antworten irrtümlich unterstellt, dass nur ein Leben mit Beziehung lebenswert sei. Das ist völlig falsch. In meinem Leben war es so, dass ich bis weit über meinen 30igsten Geburtstag hinaus weder Sex noch Beziehungen hatte. Ich war auf mein Studium fixiert und meine ersten Projekte als frisch gebackener Ingenieur. Über 80% der Maschinenbaustudenten hatten bis zum Ende ihres Studiums weder Sex noch eine Freundin. Das ist in diesen Kreisen kein Thema. Ich persönlich fand es eher albern eine Freundin zu haben, aber weiter habe ich mich nie mit diesem Thema beschäftig.
Nach zwei kurzen Beziehungen - über eine Osteuropa-Börse kennengelernt - hatte ich für den Rest meines Lebens genug von sog. Beziehungen. Bin inzwischen 51 und war somit eigentlich mein ganzes Leben Single. Wieso soll das ein Problem sein?
Wieso wird der Standard-Mann mit Ehefrau, zwei Kindern, Einfamilienhaus, Familienkutsche und Hund als erstrebenswert erachtet? Ist es nicht so, dass man in einer solchen scheinbaren Idealwelt hoffnungslos gefangen ist, jede Freiheit verloren hat?
Ich bin mit meinem Leben zufrieden - auch darüber, dass ich Frauen nie hinterhergelaufen bin und mich immer als unabhängig behaupten konnte.
 
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  • #36
Verrohen???

Was soll das sein? Eine Krankheit? Eine Charaktereigenschaft? Oder einfach nur mal ein Zustand
wie schlechte Laune, stur, überdreht, kopflos usw....

Also ich bin M Ü40 und bin bestimmt hin und wieder mal verrohrt, schlecht gelaunt, gedanklich abwesend, verbohrt, vernagelt etc..

Ob Dir das jetzt weiterhilft? Hmmm

Meine Partnerin ist all diese Dinge übrigens auch manchmal..

Also kein spezieller Männerzustand wie ich finde..

Ich hoffe wir gelten trotzdem noch als "normal" im Sinne des Menschen..

..
 
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  • #37
Hier die FS:

Natürlich lassen wir "Tom" in Ruhe. Allerdings haben wir ein Auge auf unsere Freunde, und seit wir einmal eine Kindesmißhandlung durch unsere "ungefragten Einmischungen" unterbinden konnten, tun wir das auch absolut hemmungslos und ohne Nachdenken. Aber das nur einmal am Rande.

Ich habe diese Fragen hier gestellt, da es in unserem Bekanntenkreis kaum Singles gibt und wir ehrlich gesagt nicht viel damit in Berührung kommen, wie Singles heutzutage miteinander umgehen und wer unter welchen Umständen bei wem Chancen hat oder nicht.

Was aber offensichtlich zu sein scheint: In seinem aktuellen Zustand hat "Tom" wohl bei kaum einer lebenslustigen Frau zwischen 30-40 Chancen, und wir werden ihn entsprechend "in Ruhe lassen" aber trotzdem nicht vernachlässigen und im Auge behalten.
 
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  • #38
Sie suchen immer noch die jungen und hübschen Fotomodelle, obwohl dieser Zug schon längst abgefahren ist. Flirten sie diese Damen an, dann holen sie sich eine blutige Nase. Statt dann mal sich selbst zu reflektieren und sich an die neue Situation anzupassen, fallen sie lieber in Depressionen oder werden bockig und aggressiv....
Entweder sie jammern immer nur, dass sie keine Frau finden. (Hallooooo, ich bin hier!!!!)
oder: "Die hübschen Frauen sind immer so eingebildet und machen sich nur lustig über mich." (Na klar, weil Sie jung und schön sind und Du alt und nicht so gutaussehend wie Du denkst!"
oder: "Wenn ich so eine Frau nicht bekommen kann, dann bleibe ich lieber allein, oder hole mir eine aus Asien." (Wenn Du meinst, dann höre auf hier zu suchen, denn das wird nichts.)
Die Grobheiten und Beleidigungen, die ich mir von diesen Männern schon anhören musste, lasse ich mal weg.

Ich (m,47) hätte kein Problem mit einer Frau, die einige Jahre älter ist.
Und Fotomodell- also das ist doch Käse.
Da muß schon das finanzielle Polster groß sein- Fussballspieler etc. und der Status auch sonst stimmen.

Reflektieren- das muss man in der Tat.
Morgens im Spiegel und auch sonst.
Man muss eine gesunde Einstellung zu sich selbst haben. (Gilt aber für beide Seiten).
Je mehr Ablehnung man in erfährt, desto schwieriger wird das allerdings.
Auch nicht attraktive Damen mit Anhang schickten mir gleich Absagen aufgrund meines Fotos raus- beklagen sich aber im Profil, warum denn niemand eine 45jährige Frau mit zwei kleinen Kindern und schlechtbezahltem Job will.
Ich ersparte es mir dann, solche Frauen in ihrem rosa Wolkenkuckucksheim mit einer erdenden Antwort zu beglücken.
Vielleicht ist der Bekannte der FS es einfach auch nur noch satt.
Man kann auch alleine Leben.
Aber es ist schlimm, wenn man es nicht will, sondern muß.

Ich habe auch kein Problem mit meinem Single-Leben.
Habe meine Firma gut verkauft und nicht nur ausgiebig Freizeit, sondern auch das finanzielle Polster, um die Freizeit nach Lust und Laune zu füllen.
 
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  • #39
Mir geht es ähnlich- keine Beziehung/Sex mit Mitte 40....

Manchmal bin ich sehr depressiv nach innen- nach außen merkt man aber nichts bzw. es ist niemand da, der es merken könnte.

Würde ich "fröhlich" weitermachen und immer weiter Ablehnungen kassieren, würde ich vielleicht auch irgendwann an schlimmen Tagen, wie Geburtstag oder Weihnachten die Reißleine ziehen.

Bei mir (w) mit 55+ sieht es ähnlich aus. Ich bin sukzessive in der Depression verschwunden, sodass von einem ohnehin kleinen Freundeskreis nichts mehr übrig blieb. Im Privatleben bin ich immer allein, verlasse nur noch für das notwendigste die Wohnung - ich weiß einfach nicht wohin. In der Depression verliert man ja alle Interessen. Im Job merke ich es auch, dass ich nur noch mit denen rede, mit denen ich unmittelbar zu tun habe und auch nur das, was unbedingt sein muss. Mir graut vor dem Ruhestand. Ich schaffe es auch nicht merh darasuzukommen.

Ich suchte kein männliches Fotomodell bin es als Frau ja auch nicht, sondern optisch durchschnittlich. Meine echten Qualitäten liegen anderswo. Von ähnlich durchschnittlichen Männern bekam ich so rüde Abwertungen, dass ich die Partnersuche eingestellt habe. Oft hatte ich den Eindruck, die Männer hauen so drauf, um mich trotzdem als Beute für ein Sexabenteuer zu benutzen (kleinmachen, abkassieren) - hat natürlich nie funktioniert.

Es gibt Menschen, die sehr gut allein leben können, auch ohne Freundeskreis. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, seine Zeit auch ohne Beziehung qualitätvoll zu füllen.
Es gibt andere Menschen, die sind für Gemeinsamkeit gemacht, die wollen und brauchen Nähe und für diese wird das Alleinsein zunehmend zur Qual. Der Weg in die Depression ist vorbereitet.

Liebe FS,
ich finde es schön, dass Du Dir Gedanken um "Tom" machst und lasst als Freunde nicht darin nach, ihn zu Unternehmungen mitzunehmen, auch wenn er versucht abzulehnen. So sollten Freunde sein - mit empathischem Blick auf ihr gesamtes Umfeld sehen, dass da jemand auf einem ungünsten Weg ist und sich bemühen, ihn beim Richtungswechsel zu unterstützen. Ermöglicht ihm Teibhabe am sozialen Leben, aber trefft' aber keine Maßnahmen zur Zwangsvermittlung einer Partnerin, siehe oben, Datinggutscheine etc. Das ist die Hölle in so einer Situation. Wenn man eine Ablehnungshistorie hat und die Seele davon erschöpft ist, dann braucht man davon nicht noch mehr, sondern muss erst mal die Lebensfreude zurückgewinnen,

Vom Typ der Poster, die Dich hier attackieren, was es Dich eigentlich das Schicksal von "Tom" angeht, habe ich etliche getroffen, davon gibt es immer mehr. Sowas braucht man weder als Freund noch als Partner, denn sie haben nicht die notwendige emotionale Grundausrüstung - es langt knapp für ständig wechselnde Sexaffären. Sie haben eben einen anderen Nähebegriff.
 
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  • #40
Oh ja, ich verrohe auch zunehmend, seit ich 40 bin. Habe meine Beißhemmung gegenüber dem zart besaiteten Geschlecht deutlich zurückgefahren, weil es ja doch immer wieder darauf hinausläuft, daß die holde Weiblichkeit sich in ihrem Schutz Dinge herausnimmt, die mir als Mann nicht gefallen.

Zum Beispiel Urlaubsort: keine Frau hat je die Gefühle nachvollziehen können, die ich auf einer würzig duftenden Almwiese mit Glockenblumen, Enzianen und Fingerkraut empfinde. Wenn überhaupt Berge, dann nur mit Zugeständnissen.

Heute jedoch tue ich mir dieses „und was ist mit mir, ich bin doch auch noch da” nicht mehr an, sondern gehe einfach alleine. Genau wie der Mensch, von dem in der Ausgangsfrage die Rede ist.
 
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  • #41
Ich bin auch ein weiblicher "Tom", 42, nach 10 Jahren Ex-Beziehung mit der auch der Kinderwunsch den Bach runter ging, seit 3 Jahren single. Mir gehts auch nicht sehr gut. Karrieretechnisch gut gestellt aber in der Sackgasse. Nette Hobbies und Freunde, Grundsätzlich hätte ich sehr gerne eine Beziehung. Aber immer wieder auch diese nagenden Stimmen im Hinterkopf: "Mich will eh keiner, weil ich ihm keine Kinder mehr schenken kann, weil ich nicht mehr aussehe wie mit 25. Ich finde eh keinen weil sie unserem Alter alle vergeben oder schwul sind." Dann lese ich jetzt hier auch noch dass Männer in meinem Alter gar nicht mehr suchen - weil sie "eigentlich" eine Jüngere möchten, sich bei diesen aber gar keine Chancen geben. Also wird "eine wie ich" auch von Männern meiner Altersgruppe erst recht nicht angeschaut, na danke schön.

Darüber nicht bitter, grantig, oder einfach zurückgezogen zu werden ist nicht einfach, weisst du? Ich muss und kann aktiv was dagegen tun so zu werden, und bin oft ganz lange sehr zufrieden mit meinem single-Leben wie es ist. Aber diese Tage und Phasen wo einen das runterzieht, kenne ich auch.

Wenn mich allerdings Freunde die in langjährigen Beziehungen leben deswegen als "verroht" bezeichnen würden (oder vielleicht fällt dir ja für die weibliche Variante ein anderes Schimpfwort ein? Verbitterte alte Jungfer vielleicht?), dann wäres um diese Freundschaft geschehen. Und stattdessen "depressiv" zu hören wäre auch nicht besser.

Nachdem du selber zugibst du weisst nicht "wie das heutzutage ist", dann führ dir doch mal vor Augen was "Toms" Realität ist im Vergleich zu deiner. Kommt er von der Arbeit nach Hause, erwartet ihn Abend für Abend eine leere Wohnung und ein leerer Kühlschrank, wo du bei euch für euch zwei eingekauft hast oder dein Mann mit dem Abendessen auf dich wartet. Vielleicht hat Tom ganz viel Lust auf Kino und Konzert, aber leider, jedesmal wenn er seine "Freunde" anruft, um etwas zu unternehmen, kriegt er zu hören "Tut mir leid heute sind WIR bei den Schwiegereltern", "ach nee SCHATZI wollte heute mit MIR Radfahren gehen", "sorry übernächste Woche sind WIR in Urlaub" (was Tom als Einzelgänger mit seinem Urlaub wohl macht?). Womöglich sind ja auch Kinder da bei euch oder sonst in dem "Freundeskreis". Dann kommt dazu: "Geht leider nicht, Kevin hat dann ein Fussballturnier" "sorry ich muss zum Elternabend" etc.
Ganz abgesehen davon dass es wohl regelmässig an ihm hängenbleiben würde euch zu kontaktieren. Denn für dich ist es kein Problem: Lust auf Kino? Fragst du deinen Mann. Mit wem in Urlaub fahren? mit deinem Mann natürlich. Keinen Bock zu kochen? Geht ihr zu zweit schön essen. Und Tom? Rufst du den alle drei Wochen mal an um "mal nach ihm zu sehen, dem Armen"?
 
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  • #42
Hier noch Gast 21:

Man sollte Tom in der Tat nichts gut gemeintes aufdrängen, was mit Partnersuche zu tun hat.

Er wird sich aber bestimmt an Weihnachten etc. über einen Anruf freuen.

Ich kann es nur aus meiner Sicht beschreiben:
Es ist sehr schlimm, wenn an Weihnachten das einschlägige Fernsehprogramm läuft mit Filmen, die Liebe zum Thema haben, während man selber schon seit Jahren die Weihnachts-Deko nicht mehr vom Speicher geholt hat. Die Gedanken in die Vergangenheit schweifen läßt, als man mit Eltern und Grosseltern diese Zeit glücklich verbracht hat und einen heute nichtmal mehr jemand anrufen will, obwohl man immer für seine Freunde da war, wenn sie Hilfe oder Beistand brauchten.

Mein Highlight vor zwei Jahren war eine Bekannte, die nicht mit mir ausgehen wollte.
Eine Woche später kam von ihr- ich solle unter Leute gehen.
Das war zwar gut gemeint- kam aber auch zynisch rüber.
 
  • #43
Also Leute, sorry, nun macht kein Problem aus einem 42 jäh. Single, wo keine sind.

Wer sagt denn, oder wo steht denn geschrieben, ab einem gewissen Alter müssen alle verheiratet oder unter der Haube sein? Und wie viele Zweckbeziehungen, Notlösungen und grottenschlechte Beziehungen sind wohl darunter?

Mich nervt dieses "arme Singlesgeschwätz" total.
Oft habe ich das Gefühl, dass sich einige aus ihren mittelprächtigen Alltagsbeziehungskisten da irgendwie rausreden wollen. Ich kenne derzeit kein einziges Paar, welches super happy schon seit etlichen Jahren tagtäglich miteinander lebt. Viele leben aneinander vorbei, sind aber zu träge, das Dilemma zu beenden, und beklagen gleichzeitig den Singlestand irgendwelcher Bekannten - WAS FÜR EIN WITZ.

Also erst mal vor der eigenen mausgrauen Beziehungstür kratzen, bevor man Singles bedauert.

Ich bin 50 Single und nicht verroht, ich gebe zu, dass ich keine Notlösung oder Kompromissbindung eingehen wollte, ich hätte es mehrmals können und dann hätte ich hier als "Ehefrau im Krisenstand" mich über arme Singlemänner/frauen ab 40 auslassen können - Ironiemodus -.

Ab 40 wird man auch geistig reifer, der Mittelpunkt des Lebens ist nicht für jeden ein Partner, schön, wenn man sich wahnsinnig verliebt und es einem anderen genauso geht, wenn nicht, kann man auch ohne Partner viel Spaß am Leben haben. Viele wollen einen missionieren oder gar verkuppeln, ich frage mich wozu der Stress??

Laßt die Leute doch Single sein, man MUSS keine Partnerschaft um jeden Preis haben.
Es gibt nun mal Frauen und Männer, mich eingeschlossen, die eine "bestimmte" Person nicht gefunden haben und als Alternative nicht eine "unbestimmte Person" nahmen, sondern lieber alleine geblieben sind. Das ist wohl der einzige Grund für Dauersinglestatus, diese Menschen wollen nicht die 2. Wahl, sie haben Anspruch in jeder Hinsicht.
 
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  • #44
Hier die FS:

Ich möchte kurz auf das untere Posting reagieren.

Tom gehört seit dem letzten Jahrtausend zu unserem Alltag. Wir sind nicht die Sorte Paar, die nach dem Ehegelöbnis aufgehört haben, sich für andere Menschen zu interessieren. Mein Mann ist noch deutlich enger als ich mit ihm befreundet, sie gehen alle 2-3 Wochen auch mal zusammen weg, besuchen tut er uns fast wöchentlich.

Also die Sorte Paar, die Singles als "niedere Menschen" ansieht, sind wir absolut nicht. Wir hatten nur das Glück, uns zu finden und seitdem nie das Gefühl gehabt zu haben, jemand anderen zu wollen. Und weil das so ist, haben wir eben sehr viel Kraft für andere Menschen zu geben, engagieren uns seit einem bestimmten Vorkommnis in der Nachbarschaft karitativ und geben generell viel von unserer positiven Energie weiter.

Mir war wichtig, das hier kurz ins rechte Licht zu rücken.


Nachdem du selber zugibst du weisst nicht "wie das heutzutage ist", dann führ dir doch mal vor Augen was "Toms" Realität ist im Vergleich zu deiner. Kommt er von der Arbeit nach Hause, erwartet ihn Abend für Abend eine leere Wohnung und ein leerer Kühlschrank, wo du bei euch für euch zwei eingekauft hast oder dein Mann mit dem Abendessen auf dich wartet. Vielleicht hat Tom ganz viel Lust auf Kino und Konzert, aber leider, jedesmal wenn er seine "Freunde" anruft, um etwas zu unternehmen, kriegt er zu hören "Tut mir leid heute sind WIR bei den Schwiegereltern", "ach nee SCHATZI wollte heute mit MIR Radfahren gehen", "sorry übernächste Woche sind WIR in Urlaub" (was Tom als Einzelgänger mit seinem Urlaub wohl macht?). Womöglich sind ja auch Kinder da bei euch oder sonst in dem "Freundeskreis". Dann kommt dazu: "Geht leider nicht, Kevin hat dann ein Fussballturnier" "sorry ich muss zum Elternabend" etc.
Ganz abgesehen davon dass es wohl regelmässig an ihm hängenbleiben würde euch zu kontaktieren. Denn für dich ist es kein Problem: Lust auf Kino? Fragst du deinen Mann. Mit wem in Urlaub fahren? mit deinem Mann natürlich. Keinen Bock zu kochen? Geht ihr zu zweit schön essen. Und Tom? Rufst du den alle drei Wochen mal an um "mal nach ihm zu sehen, dem Armen"?
 
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  • #45
Denke um den "Tom" muss sich niemand Sorgen machen! Wenn Singles Ü40 ruhiger werden, sich zurückziehen,ist das für mich ein ganz normaler "Alterungsprozess" ! Singles werden halt gerne an den "Jammerpranger" von den Gebundenen gestellt, kann und will es aber inzwischen nimmer hören! Von meinen 8 Arbeitskollegen, gehen 4 fremd, 2 sind unglücklich verheiratet, 2 Singles und die begrüssen mich "Mitjammersinglegestalt" jeden Morgen mit einem zufriedem Lächeln! Ich, 48 m, hatte schöne Beziehungen,war immer einer vom "Ohne Beziehung geht gar nix" Ufer,wollte Kinder,Haus,eben so wie es sich auf dem Land gehört ! Gekommen ist natürlich alles anders. Meine Gutmütigkeit, meine sensible Art wurde oft nur ausgenutzt,wurde 2 x kurz vor der Hochzeit ausgetauscht,was mir irgendwann entgültig das Herz gebrochen hat !
Jetzt lebe ich alleine, "verrohe" auch,meine gebundenen "Freunde" markieren mich inzwischen als komisch,wirklich gefragt wieso und warum, hat nie jemand !
Jetzt lebe ich zurückgezogen mein Leben, abundzu mit Freunden abhängen, meinen Hund ausführen,meinen Hobbies nachgehen,das wars. Durch die ganzen Beziehungen hab ich mein ICH, mein Selbstbewusstsein verloren ! Jetzt seit ich länger alleine bin, kommt alles wieder,bin wieder eins. Also lasst den Tom "Tom" sein, für mich will der einfach seine Ruhe und sein Leben leben !
 
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  • #46
Hier die FS:

Ich möchte kurz auf das untere Posting reagieren.

Tom gehört seit dem letzten Jahrtausend zu unserem Alltag. Wir sind nicht die Sorte Paar, die nach dem Ehegelöbnis aufgehört haben, sich für andere Menschen zu interessieren. Mein Mann ist noch deutlich enger als ich mit ihm befreundet, sie gehen alle 2-3 Wochen auch mal zusammen weg, besuchen tut er uns fast wöchentlich.

Also die Sorte Paar, die Singles als "niedere Menschen" ansieht, sind wir absolut nicht. Wir hatten nur das Glück, uns zu finden und seitdem nie das Gefühl gehabt zu haben, jemand anderen zu wollen. Und weil das so ist, haben wir eben sehr viel Kraft für andere Menschen zu geben, engagieren uns seit einem bestimmten Vorkommnis in der Nachbarschaft karitativ und geben generell viel von unserer positiven Energie weiter.

Mir war wichtig, das hier kurz ins rechte Licht zu rücken.

Du hast dich auf mein posting bezogen, aber ich frage mich ob du dir wirklich die Mühe gemacht hast das zu verstehen. Tom ist Tom, nicht euer karitatives Projekt, dass du in deiner grenzenlosen, dir durch deine glückliche Beziehung verliehenen Güte, zum ( zu deinem perönlichen) Erfolg bringen darfst. Wenn Tom euch so wichtig ist, dann geniesse doch seine Gesellschaft unhinterfragt. Sollte er tatsächlich 'verroht' und somit für seine Freunde ungeniessbar geworden sein, ist das liebevollste was du für ihn tun kannst, ihm das ehrlich zu sagen; aber aus Wertschätzung für eure Freundschaft, falls dir ehrlich etwas daran liegt, nicht weil du seinen single-Status abwertest.
Du schiebst seine 'Verrohung' auf seine Lebenssituation, weil es dadurch einenGrund gibt, warum es nicht mehr so viel Spass macht, befreundet zu sein. Das ist ziemlich egoistisch.
 
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  • #47
Tja, ich bin auch so ein "Tom".
Zum einen bin ich Dauersingle, und zum anderen gibt es einen seit der Jugend bestehenden Freundeskreis, der sich ähnlich verhält, so wie du das beschreibst. Und auch ich verhalte mich dem Freundeskreis gegenüber ähnlich.

Der Freundeskreise hatte sich damals in jungen Jahren gebildet, als alle Single waren. Wir haben viel unternommen, und teilweise kann man fast von einer zweiten Familie sprechen.
Aber die Jahre verstrichen. Die Leute gingen feste Beziehungen ein, haben geheiratet, Häuser gebaut, und Kinder bekommen. Ich dagegen blieb alleine.
Die Interessen gehen zwangsläufig immer mehr auseinander, und ich merke immer mehr, dass mir der Kontakt so nicht mehr gut tut. Mein Dasein als Dauersingle, der sich auch um keine Beziehung bemüht, finden sie äusserst befremdlich, und das zeigen sie auch. Nicht nur mit ausgesprochenen Worten, sondern auch mit dem Verhalten mir gegenüber. Dinge die sie - so bin ich mir sicher - oft gar nicht bewusst machen wollen, oder im Grunde gut meinen. Aber mich zieht das runter. Nicht selten fühle ich mich nach/bei Feierlichkeiten mit dieser Gruppe minderwertig und muss mich selber wieder mühsam hochziehen. Dass es mir dabei nicht gut geht, sieht man dann halt auch, was diese Gruppe dann noch bestürzter macht. Oft reagiere ich dann auch gereizt oder resignierend auf die immer gleichen Fragen. Ähnlich wie es euer "Tom" macht!
Aber auch was die allgemeinen Diskussionsthemen angeht fühle ich mich nicht mehr zugehörig. Ich kann mit den Dingen, die sie beschäfigt, nicht viel anfangen, und umgekehrt ist das ebenso. So ist das nun mal, wenn die Lebensphasen auseinander gehen.

Ich denke, dass das bei euch nicht viel anders ist. Du schreibst ja auch, dass für euch das befremdlich ist, weil ihr das so in der Form gar nicht kennt.
Und auch dass du hier in einem Forum Rat suchst zeigt, dass ihr euch sehr damit beschäftigt. Und glaube mir, "Tom" merkt das! Und das tut nicht gut.

Bei mir ist es nun so, dass ich mich aus dieser Gruppe großteils zurückgezogen habe. Ich halte mit einigen noch guten Kontakt, treffe mich mit ihnen aber bevorzugt einzeln. Gruppenaktivitäten meide ich. Da halte ich mich mehr an Leute, die in ähnlichen Lebensphasen stecken.


Ich kann dir eigentlich nur einen Rat geben:
Hört auf euch damit zu beschäftigen! Lasst es gut sein! Er muss selber mit sich klar kommen. Im Grunde gut gemeinte Ratschlage, ständige Fragen in diese Richtung, und sichtbare "Anteilnahme" helfen gar nicht. Ganz im Gegenteil! Tom wird sich dabei nur noch seltsamer fühlen, als er es eh schon tut.
Lasst dieses ganze Thema ruhen. Wenn er das Bedürfnis hat darüber mit euch zu sprechen, wird er das von sich aus tun.

Wenn trotz allem die Wege langsam auseinander gehen, dann ist das halt so. Man kann keine Freundschaften erzwingen, auch wenn das oft schade ist.
 
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Gast

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  • #48
Ich bin auch ein "weiblicher" Tom. Ich glaube, man sollte sich keine Sorgen um Tom zu machen. Da kann keiner was dafür. Ich vermute, der Tom ist einfach ein bisschen zu intelligent für sein Umfeld. vielleicht mit schlechten Erfahrungen oder Enttäuschungen, vielleicht erzählt er seinen Freunden doch nicht alles über sich, und das ist gut so. Ich bin durch meine gescheiterte Ehe und meine Zeiten als Alleinerziehende Mutter auch einiges gelernt: niemandem zu vertrauen, zu guten und schlechten Zeiten nur auf sich gestellt sein, böse Sprüche und Absichten rechtzeitig kontern, keinem Menschen zu nahe kommen und keinem Menschen was gutes tun. Nach allen meinen Erfahrungen schliesse ich eine Partnerschaft aus und bin sehr vorsichtig mit Freunden. Und es geht mir unglaublich gut dabei! W, 36
 
M

Mooseba

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  • #49
Ab 40 wird man auch geistig reifer, der Mittelpunkt des Lebens ist nicht für jeden ein Partner, schön, wenn man sich wahnsinnig verliebt und es einem anderen genauso geht, wenn nicht, kann man auch ohne Partner viel Spaß am Leben haben. Viele wollen einen missionieren oder gar verkuppeln, ich frage mich wozu der Stress??

Laßt die Leute doch Single sein, man MUSS keine Partnerschaft um jeden Preis haben.
Es gibt nun mal Frauen und Männer, mich eingeschlossen, die eine "bestimmte" Person nicht gefunden haben und als Alternative nicht eine "unbestimmte Person" nahmen, sondern lieber alleine geblieben sind. Das ist wohl der einzige Grund für Dauersinglestatus, diese Menschen wollen nicht die 2. Wahl, sie haben Anspruch in jeder Hinsicht.
Jetzt versucht hier wieder seinen eigenen Zustand auf den von "Tom" zu pojizieren. "Mir geht es gut als Ü40-Single und so muss es bei ihm auch sein". Zur geistigen Reifung gehört aber i.d.R. die Beziehungserfahrung. Oder kommt die geistige Reifung etwa automatisch? Wohl kaum. Was ist mit Dauersingles, die bereuen, die in ihren jungen Jahren nix hatten, keinen Partner? Wenn ein männlicher Ü40-Single plötzlich merkt, dass er mit 45 vielleicht nicht mehr sexuell so fit sein wird wie z.B. mit 25, als er keine Freundin hatte, oder mit 35, als er auch keine hatte? Wieso sollte derjenige mit solche Gedanken einigermaßen glücklich sein? Manche Langzeitsingles reden sich hier ihr Dasein schön und deuten es um. Aus fehlendem Mut wird ein selbstgewählter und selbstverständlich besserer ("Alle Paare sind unglücklich") Zustand gemacht.
 
  • #50
Jetzt versucht hier wieder seinen eigenen Zustand auf den von "Tom" zu pojizieren. "Mir geht es gut als Ü40-Single und so muss es bei ihm auch sein". Zur geistigen Reifung gehört aber i.d.R. die Beziehungserfahrung. Oder kommt die geistige Reifung etwa automatisch? Wohl kaum. Was ist mit Dauersingles, die bereuen, die in ihren jungen Jahren nix hatten, keinen Partner? Wenn ein männlicher Ü40-Single plötzlich merkt, dass er mit 45 vielleicht nicht mehr sexuell so fit sein wird wie z.B. mit 25, als er keine Freundin hatte, oder mit 35, als er auch keine hatte? Wieso sollte derjenige mit solche Gedanken einigermaßen glücklich sein? Manche Langzeitsingles reden sich hier ihr Dasein schön und deuten es um. Aus fehlendem Mut wird ein selbstgewählter und selbstverständlich besserer ("Alle Paare sind unglücklich") Zustand gemacht.

Es gehört mehr Mut dazu alleine zu sein, als in einer mittelmäßigen Beziehung.
Ich mag Menschen, die bewusst alleine sein können, ohne die Chance einer Partnerschaft außer Acht zu lassen, aber sich nicht dazu zwingen oder halbseidene Bindungen einzugehen.

Das meine ich damit.

Es ist ein Unterschied Single zu sein, weil einem die große Liebe nie begegnet ist, als nicht Single zu sein mit einer Notlösung im Bett und am Tisch. So lebt der Großteil der Paare oder warum glaubst Du sind die Scheidungsraten so hoch? Weil die meisten Paare so happy sind?
 
  • #51
So einen Tom habe ich mal näher kennengelernt.

Er war eine lange Zeit Single und dann traf er mich, wickelte mich charmant ein. Das lief ganz gut bis er sich erinnerte, dass das nicht klappen kann weil es nie geklappt hat. Er hat all seine negativen Erfahrungen auf mich projiziert und ist dann ziemlich rüde mit mir umgegangen. Man könne auch sagen gefühllos bis beleidigend.

Keine schöne Erfahrung. Lasst die Toms dieser Welt einfach in Frieden. Schon wegen derer, die sich selbst und anderen eine ehrliche Chance geben wollen und nicht übelst verletzt.
 
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