• #1

Versprochen, etwas zu ändern, aber er ändert nichts

Ich lese mich jetzt seit Tagen durch dieses Forum. Und manche Beiträge sind meiner Situation ähnlich, dennoch habe ich noch nicht DIE Lösung für mein Problem gefunden.

Mein Mann ist Jahrgang 65, Ich Jahrgang 79. Beide waren wir bereits einmal verheiratet, er länger als ich.
Wir haben eine Patchworkfamilie und arbeiten beide voll - Pensum also ordentlich.

Als wir uns vor etwa 9 Jahren kennen lernten, hatte ich bewusst beim dritten Date Sex mit ihm, weil ich auf keinen Fall noch einmal in einer in dieser Hinsicht inkompatiblen Beziehung landen wollte.
Wir hatten beide jeweils die gleiche Menge an Sexualpartnern vorher (4), ich allerdings mit deutlich breiterem Spektrum (letzte Beziehung war im SMBereich angesiedelt - ein Kann, kein Muss für mich).

Neue Spielarten habe über die Jahre ich eingebracht, unser Sexleben war facettenreich trotz Arbeit/Haus/Kinder - gerade an den Abenden.

Aber: bei ihm hat sich über die Jahre deutlich die Dauer der Penetration verkürzt. Er versuchte anfangs mit „stop+Go“ zu bremsen, aber damit war dann auch mein Weg zum Orgasmus dahin. Ja, ich kann auch anders kommen. Auch, indem ich es mir selber mache dabei.
Wir waren früher immer schnell bei der Sache - ich brauche eigentlich kein Vorspiel in dem Sinne, eher ein Anheizen mit Worten … und wie gesagt, durch die Dauer war dann auch ein vag.O. möglich.
Jetzt ist das anders, denn nach 1 Minute „rein/raus“ kommt er und fällt dann in komatösen Schlaf.
Während ich nun zum Beispiel Oralsex bei ihm liebend gern auch lange praktiziere - und da geht es wirklich gut lange, denn ich stoppe gern mal und der folgende Orgasmus ist der Hammer - er lässt sich genial gehen … ist das umgedreht schwieriger.
Anfassen nach kurzem Streicheln immer direkt an Brust/Po/Vagina - Oralsex fühlt sich teils an wie ein ICE, Hinweise auf die Existenz der Klitoris und deren Empfindsamkeit verhalten irgendwie.
Mit den Händen ist es nicht besser und was um Himmels Willen haben immer gleich Finger in mir verloren?
Zumal er - da kann er nichts dafür - berufsbedingt super raue Hände hat …

Ich spiel keine Orgasmen mehr vor. Ich vermisse guten - erfüllenden Sex wahnsinnig, jetzt schon länger. Wir reden, aber ich kritisiere nicht.
Ich habe auch schon vorgeschlagen, die Beziehung zu öffnen, weil ich für die „Minute“ nicht mehr herhalten wollte.

Er möchte aber Sex mit mir. Und wir haben 2/3mal pro Woche … aber eben immer nur das Beschriebene.
Und er meint immer, dass er etwas ändern will. Aber das, was ich mir wünsche (jetzt bräuchte ich halt ein „Vorspiel“), ist nie drin. Im Grunde ist der Penis sofort im Spiel. Ich werde mittlerweile nicht mal mehr feucht (ich hab auch kein Kopfkino mehr, ich weiß ja, was kommt).
Was kann ich als Frau noch tun?
Und nein, ich möchte mich definitiv nicht trennen, ich möchte, dass es wieder besser wird…
 
  • #2
Was kann ich als Frau noch tun?
Und nein, ich möchte mich definitiv nicht trennen, ich möchte, dass es wieder besser wird…
Mehr als reden kannst du nicht. Vielleicht noch zeigen. Also wenn er die Hände benutzt ihm die Hand führen.

Warum hast du das überhaupt je getan. Das ist total dumm. Denn dann denkt der Mann dir hat es gefallen, obwohl dem nicht so war.

Und nein, ich möchte mich definitiv nicht trennen, ich möchte, dass es wieder besser wird…
Das Leben ist aber kein Wunschkonzert. Vielleicht ihn zum Arzt schicken? evtl. ein medizinisches Problem
 
  • #3
Ich denke, du musst ihm deutlich sagen, dass das so nicht geht. Und auch kritisieren, da gibt es ja nichts schön zu reden.
 
  • #4
Hm...

Penetriere du ihn. Sei oben, steuere ALLES nach deiner Gusto.

Bei uns ist das bislang der einzige erfolgreiche Weg, allerdings ist bei uns eher das Gegenteil das Problem. Wir überreizen beide schnell(er) und dann sinkt die Lustkurve.

Oral...Wer weiß ob da noch was kommt von deinem Freund? Meinem hab ich anfangs geich die Wege gewiesen und er war gelehrig.

Alles Gute euch

W36
 
  • #5
Mehr als reden kannst du nicht. Vielleicht noch zeigen. Also wenn er die Hände benutzt ihm die Hand führen.
Die Hände lieber nicht, jedenfalls nicht an der Vagina. Ich finde es schön, dort mit dem Penis gestreichelt zu werden, gezeigt und gesagt habe ich es. Passiert aber auch nicht. Muss man dann jedes Mal darauf hinweisen?

Warum hast du das überhaupt je getan. Das ist total dumm. Denn dann denkt der Mann dir hat es gefallen, obwohl dem nicht so war.
Das ist vielleicht 5 Mal vorgekommen? Quasi in der Übergangszeit und auch nur, weil ich in der Situation überfordert war.
Allerdings - und in dieser Hinsicht hast Du Recht - weiß ich jetzt, dass er einen echten Orgasmus von einem unechten nicht unterscheiden kann.
Hilft aber auch nicht, und er hat mir das auch nie vorgeworfen, er schien - damals - eher geknickt, dass es nicht geklappt hat.

Das Leben ist aber kein Wunschkonzert. Vielleicht ihn zum Arzt schicken? evtl. ein medizinisches Problem
Welcher Arzt wäre da gut? Ich lasse mich schon jetzt sterilisieren, weil er bei einer Vasektomie Angst hat vor bleibenden Schäden … Arzt wird also nicht einfaches Unterfangen.
 
  • #6
Hm...

Penetriere du ihn. Sei oben, steuere ALLES nach deiner Gusto.

Bei uns ist das bislang der einzige erfolgreiche Weg, allerdings ist bei uns eher das Gegenteil das Problem. Wir überreizen beide schnell(er) und dann sinkt die Lustkurve.

Oral...Wer weiß ob da noch was kommt von deinem Freund? Meinem hab ich anfangs geich die Wege gewiesen und er war gelehrig.

Alles Gute euch

W36

Oben sein ist die einzige Stellung, in der ich nichts fühle. Der Penis kippt dann in mir in Richtung Bauch und ich hab ganz offensichtlich nicht die Muskeln, um dann entsprechend zu „reiten“. Die Brüste in seinem Gesicht sind übrigens dann auch ausreichend anturnend für ihn - wahrscheinlich könnte ich ihn so zum Orgasmus bringen, aber ich habe davon nichts.


Wenn ich allerdings ihn verwöhne, bin ich total angeregt, aber es reicht dann nicht über den Punkt. Entweder kommt er beim verwöhnt werden oder die Penetrationsdauer ist noch kürzer - suboptimal.

Oralsex … ehrlich, ich bin bei seinen ersten Versuchen quasi verschreckt durchs Bett gekrochen.
Und dann hab ich es gemieden - das war sicher mein Fehler. Ich konnte mich beim Sex gut an ihn anpassen, nur leider bricht uns dieser ja jetzt irgendwie weg…
 
  • #7
Ich denke, du musst ihm deutlich sagen, dass das so nicht geht. Und auch kritisieren, da gibt es ja nichts schön zu reden.

Ich bin deutlich. Sehr deutlich. Letzte Option wäre dann wohl jetzt Sex verweigern.
Was dann aber auch einschließen würde, dass ich ihm keine Chancen gebe, es besser zu machen.

Davon ab - ich genieße es schon sehr, wenn ich der aktive Part bin und ihn gezielt zum Orgasmus bringen kann … das würde ich vermissen - auch wenn es auf Dauer einen Kloß im Bauch gibt, weil es umgedreht unmöglich erscheint.
 
  • #8
Nimm dir doch einfach einen zweiten Mann dazu.
Wenn eure Sexualität aufgeklärt ist und ihr offen seid.
Ansonsten schicke ihn zum Arzt.
Der jüngste ist er ja nicht mehr. Muss man mitbedenken, wenn der Altersunterschied so gross ist. Potenzmittel bekommt man da bekanntlich verschrieben.
 
  • #9
und wie gesagt, durch die Dauer war dann auch ein vag.O. möglich.
Jetzt ist das anders, denn nach 1 Minute „rein/raus“ kommt er und fällt dann in komatösen Schlaf.
Sehr seltsam! Gab es eine plötzliche Änderung oder hat sich das langsam verändert? Schlief er am Anfang auch sofort danach ein? Hat er Erektionsprobleme, so dass er schneller kommen "muss" (sich schneller/heftiger bewegt), damit die Erektion nicht vorher zusammenbricht?
ErwinM, 52
 
  • #10
Ich bin deutlich. Sehr deutlich. Letzte Option wäre dann wohl jetzt Sex verweigern.
Was dann aber auch einschließen würde, dass ich ihm keine Chancen gebe, es besser zu machen.

Davon ab - ich genieße es schon sehr, wenn ich der aktive Part bin und ihn gezielt zum Orgasmus bringen kann … das würde ich vermissen - auch wenn es auf Dauer einen Kloß im Bauch gibt, weil es umgedreht unmöglich erscheint.
Ich dachte bislang immer, dass beim Mann mit dem Alter der Orgasmus länger dauert - insofern würde ich da eine Funktionsstörung vermuten und abklären lassen.

Aber grundsätzlich stellen sich aus meiner Sicht die Fragen: Ist dein Partner denn zufrieden mit der derzeitigen Situation? Weiß er über deinen Leidensdruck bescheid? Und sieht er von sich aus auch Handlungsbedarf?

Das wäre für mich der Knackpunkt. Gesetzt des Falles dass für ihn eigentlich alles OK wäre, würde ich dann an deiner Stelle ganz offensiv auf eine Öffnung der Beziehung hinwirken. Denn dauerhafter sexueller Frust auf einer Seite führt über kurz oder lang IMMER zu Beziehungsproblemen.
 
  • #11
Ich habe auch schon vorgeschlagen, die Beziehung zu öffnen, weil ich für die „Minute“ nicht mehr herhalten wollte.

Er möchte aber Sex mit mir.
Ja und? Du halt nicht nur mit ihm, sondern mit einem Mann, den es mehr wert ist, Dich sexuell zu befriedigen als ihm. Also nimm die Debatte wieder auf und beende sie erst, wenn es eine für Dich zufriedenstellende Lösung gibt.

Nichts. er ist in den 9 gemeinsamen Jahren älter geworden und halt nicht mehr so potent, dass er länger durchhält und auch nicht mehr durchhalten will.
Deine Befriedigung interessiert ihn nicht mehr so sehr, denn sonst würde er anders agieren.

Und nein, ich möchte mich definitiv nicht trennen, ich möchte, dass es wieder besser wird…
Dann hast Du halt kein scharfes Schwert sondern ein stumpfes oder garkeins.
Siehe oben - es bleibt: aussichtsloses hoffen.

Passiert aber auch nicht. Muss man dann jedes Mal darauf hinweisen?
Nein, er macht nicht, weil er nicht will. Deine Lust interessiert ihn nachrangig bis nicht.

Oralsex … ehrlich, ich bin bei seinen ersten Versuchen quasi verschreckt durchs Bett gekrochen.
Tja, dann hat der Sex beim driten Date auch nichts gebracht hinsichtlich Feststellung der sexuellen Kompatibilität. Schon wieder was gelernt.

ich genieße es schon sehr, wenn ich der aktive Part bin und ihn gezielt zum Orgasmus bringen kann … das würde ich vermissen -
Dann leb halt damit, denn das ist doch immer noch besser als garkein Sex.
 
  • #12
Sehr seltsam! Gab es eine plötzliche Änderung oder hat sich das langsam verändert?
Mhm, ich würde sagen langsam. Mit der Zeit wurde es kürzer. Und dass mein Orgasmus ausblieb dann halt mal öfter. Aber da ich Sex nicht zwingend davon abhängig mache, und Druck in meinen Augen blöd ist, habe ich vielleicht zu spät reagiert?

Schlief er am Anfang auch sofort danach ein? Hat er Erektionsprobleme, so dass er schneller kommen "muss" (sich schneller/heftiger bewegt), damit die Erektion nicht vorher zusammenbricht?
ErwinM, 52
Also es kommt schon vor, dass die Erektion nicht mehr soooo hart ist, etwa 3mal ging es bisher auch dann nicht (ist aber schon 1,2 Jahre her)
Da mein vorheriger Partner knapp 20 Jahre älter war, weiß ich a) damit entspannt umzugehen und b) dass sexueller Genuss auf beiden Seiten nicht zwingend von einer Erektion abhängig ist.
Eingeschlafen ist er früher auch, dann mal kurz … eine Stunde später Runde zwei … es gab Nächte bis vielleicht vor 3 Jahren, die wir auch fast durchgemacht haben.
Das ist definitiv leider vorbei. Jetzt geht es frühestens nach 4,5 Stunden wieder. Dann aber auch nicht länger.
 
  • #13
Ich dachte bislang immer, dass beim Mann mit dem Alter der Orgasmus länger dauert - insofern würde ich da eine Funktionsstörung vermuten und abklären lassen.
Urologe? Allgemeinarzt?


Aber grundsätzlich stellen sich aus meiner Sicht die Fragen: Ist dein Partner denn zufrieden mit der derzeitigen Situation?
Beim Sex ja. Macht ihn an, er genießt es, auch wenn es kurz ist. Wenn er in mir ist, warnt er mich immer, ihm ja keine freie Fahrt zu geben (zum Beispiel Beine etwas anheben …) und Muskeln anspannen (würde mir helfen zu kommen) geht auch nicht aus gleichem Grund.
Später ist er jetzt nicht so zufrieden. Er sagt, er möchte, dass ich komme. Versucht es aber immer wieder durch die Minute Penetrationssex.

Ja. Mittlerweile kann es passieren, dass mir aus dem Nichts die Tränen kommen. Ist halt Mist, macht ja nichts besser.

Und sieht er von sich aus auch Handlungsbedarf?
Er sagt es.
Er tut nichts.

Das wäre für mich der Knackpunkt. Gesetzt des Falles dass für ihn eigentlich alles OK wäre, würde ich dann an deiner Stelle ganz offensiv auf eine Öffnung der Beziehung hinwirken. Denn dauerhafter sexueller Frust auf einer Seite führt über kurz oder lang IMMER zu Beziehungsproblemen.
Sollte ich Sex mit einem anderen Mann haben, wäre die Beziehung definitiv vorbei.
Ich würde damit gut umgehen können, dass er mit einer anderen Frau Sex hat. Wir planten vor Corona auch mal den Besuch eines Clubs.
Es macht mich an, ihn anzumachen (da kommt die Sub irgendwie durch), ich habe keinen Wunsch nach Sex mit einem anderen Mann.
Ich vermisse meinen Mann sogar bei der Selbstbefriedigung.
 
  • #14
Als wir uns vor etwa 9 Jahren kennen lernten, hatte ich bewusst beim dritten Date Sex mit ihm, weil ich auf keinen Fall noch einmal in einer in dieser Hinsicht inkompatiblen Beziehung landen wollte.

Hat ja gut funktioniert ...
Ich will eigentlich nicht so böse sein, aber ich lese das so oft und so oft scheint es gar nichts genutzt zu haben, weil man sich eben dann doch verändert und damit auch der Sex - da gibt es doch so viele Faktoren, die hineinspielen.

Aber: bei ihm hat sich über die Jahre deutlich die Dauer der Penetration verkürzt. Er versuchte anfangs mit „stop+Go“ zu bremsen, aber damit war dann auch mein Weg zum Orgasmus dahin.
Ich tippe auf nachlassende Potenz.

Hinweise auf die Existenz der Klitoris und deren Empfindsamkeit verhalten irgendwie.

Schon immer? Oder konnte er das beim "Testen" damals noch?

Gut so, Schlecht, dass du es überhaupt getan hast.

Oralsex … ehrlich, ich bin bei seinen ersten Versuchen quasi verschreckt durchs Bett gekrochen.

Kann man dabei so viel falsch machen? Anscheinend hab ich ein Naturtalent erwischt ...

Mein Mann ist gleicher Jahrgang wie deiner, leidet aber seit über 10 Jahren an erektiler Dysfunktion und hat sich damit abgefunden - mehr oder weniger. Medikamente wirken nicht.
Aber er hat sich dafür mit weiblicher Anatomie beschäftigt und weiß, wo, was und wie berühren, küssen, lecken - weil er Frauen und Sex mag ...
Wir sind seit fünf Jahren zusammen und er hat mich vorgewarnt, dass er nicht kann.

So, wie du deinen Mann beschreibst, wird es wohl schwierig, ihn zum Arzt zu kriegen. Wahrscheinlich musst du ihm wirklich die Pistole auf die Brust setzen.
Aber so würde ich an deiner Stelle auch nicht weitermachen wollen, das ist kein Zustand.
 
  • #15
Ja und? Du halt nicht nur mit ihm, sondern mit einem Mann, den es mehr wert ist, Dich sexuell zu befriedigen als ihm. Also nimm die Debatte wieder auf und beende sie erst, wenn es eine für Dich zufriedenstellende Lösung gibt.
Doch, ich möchte mit ihm Sex. Wieder den von früher.

Nichts. er ist in den 9 gemeinsamen Jahren älter geworden und halt nicht mehr so potent, dass er länger durchhält und auch nicht mehr durchhalten will.
Deine Befriedigung interessiert ihn nicht mehr so sehr, denn sonst würde er anders agieren.
Autsch. Aber das klingt realistisch. Vielleicht kann ich es mir nur noch nicht eingestehen. Dankeschön.

Dann hast Du halt kein scharfes Schwert sondern ein stumpfes oder garkeins.
Siehe oben - es bleibt: aussichtsloses hoffen.
Stimmt auch irgendwie.
Nein, er macht nicht, weil er nicht will. Deine Lust interessiert ihn nachrangig bis nicht.
Das macht mir Angst, weil ja das auch irgendwie in die Beziehung greift.

Tja, dann hat der Sex beim driten Date auch nichts gebracht hinsichtlich Feststellung der sexuellen Kompatibilität. Schon wieder was gelernt.
Aber der Sex war toll, es ist ja über die Jahre schlecht geworden. Du hast Recht: die Entwicklung kann man nicht vorhersehen. In meiner ersten Ehe war zuerst Beziehung und erst nach 8(!) Monaten Sex … Dumme Idee. Endete in sexloser Ehe, weil man sich ja einredete, dass das sich noch entwickeln würde (ich war 20).

Dann leb halt damit, denn das ist doch immer noch besser als garkein Sex.
Auch wieder wahr. Wenn auch unschön.
 
  • #16
Urologe
Er sagt es.
Sagt "ja", sieht also, dass du dauerhaft unglücklich mit der Situation bist, macht aber nix. Es tut mir leid, dann sieht es danach aus, dass er dich und deine Bedürfnisse nicht so richtig ernst nimmt. Dazu passt auch, dass er dir die Kontrollaufgabe zuteilt, ihn nicht in "freie Fahrt" kommen zu lassen. Gruselig.
Sollte ich Sex mit einem anderen Mann haben, wäre die Beziehung definitiv vorbei.
Also aus meiner Sicht baut er darauf, dass du dich irgendwann damit abfindest - und das ist auch das, worauf ihr zusteuert. Du wirst aber damit niemals glücklich werden und das brauchst du auch nicht, denn jeder Mensch hat das Recht auf eine erfüllte Sexualität. Ich würde also auf jeden Fall Handlungsdruck bei ihm erzeugen, im Notfall hielte ich (ich weiß, dass viele da nicht mitgehen) auch eine Affaire für legitim.
 
  • #17
Ich lasse mich schon jetzt sterilisieren, weil er bei einer Vasektomie Angst hat vor bleibenden Schäden … Arzt wird also nicht einfaches Unterfangen.
Was für ein Bödsinn !

Da ist doch gar nichts dabei. Hier solltest Du wirklich mal wütend auf den Tisch hauen.Der Eingriff war überhaupt kein Thema und ja
es kann wohl sein, dass ich seitdem länger brauche.

Sag ihm
"Wir machen jetzt mal 3 Wochen Sexpause und Du überlegst Dir in der Zeit mal, wie Du mich besser befriedigen kannst "

Du must jetzt wirklich mal Druck machen.

Mann, ist DER Mann blöd !

Du sagst es ihm doch schon ganz genau, wod as Problem ist.
Und dann macht er das nicht ?

Hinweis:
Bei uns ist es genau umgekehrt.
Meine Frau ist derselbe Jahrgang wie Du und beschwert sich seit längerem darüber, dass es bei mir immer solange dauern würde, bis ich endlich komme.....

Also Lilifee, das Andere gibt es also auch....
 
  • #18
Oralsex … ehrlich, ich bin bei seinen ersten Versuchen quasi verschreckt durchs Bett gekrochen.
Und dann hab ich es gemieden - das war sicher mein Fehler.
Anfassen nach kurzem Streicheln immer direkt an Brust/Po/Vagina - Oralsex fühlt sich teils an wie ein ICE,

Mit den Händen ist es nicht besser und was um Himmels Willen haben immer gleich Finger in mir verloren?
Zumal er - da kann er nichts dafür - berufsbedingt super raue Hände hat …

Letzte Option wäre dann wohl jetzt Sex verweigern.
Was dann aber auch einschließen würde, dass ich ihm keine Chancen gebe, es besser zu machen.
Zwei Anregungen:

1.) Warum machst du das so mit?
Traust du dich nicht, ihm zu zeigen, was du magst? Ihm „Stopp“ zu signalisieren, wenn es dir nicht gefällt? Hast du Angst, dass er dann ausrastet? Ist er so ein Typ (die Vorstellung von seinen rauen Handwerkerhänden legt das nahe).
Du musst dich ja nicht komplett verweigern, aber der Penis kommt eben erst rein, wenn du einen ersten Orgasmus hattest. Warum zeigst du ihm nicht, wie guter, zärtlicher Oralsex geht? Oder eben doch vorsichtig mit der Hand?

2.) Eine Dysfunktion ist das insgesamt wohl nicht… wenn ICH zu früh kommen würde, würde ich mir auf gut Deutsch öfter mal einen runterholen, eventuell täglich - das senkt die Erregbarkeit deutlich.
Allerdings kenne ich im vergleichbaren Alter eher das umgekehrte Problem.
 
  • #19
Ich kann nur von meiner Erfahrung sprechen, aber ein liebender Mann hat ganz automatisch Interesse, mit Dir die Sexualität neu und sehr ausgiebig zu erforschen. Als frisch verliebtes Paar liegt man doch tagelang im Bett und hat genug Stunden, um alles auszuprobieren, selbst ich, wo 40 Jahre nie einen Orgasmus mit einem Mann hatte, hat einfach nur den richtigen Mann gebraucht, der sich einem hingebungsvoll widmet. Dann funktioniert das schon.

Ein Mann, der ins Koma nach bisschen Rein-Raus fällt? Ernst jetzt? Mit so jemanden hätte ich keine Beziehung mehr, sondern eine Affäre, wenn ich es so nötig hätte, bevor man gar keinen Sex hat.
 
  • #20
Ich denke, du musst ihm deutlich sagen, dass das so nicht geht. Und auch kritisieren, da gibt es ja nichts schön zu reden.
Ja, absolut meine Meinung!
Man darf auch mal verbal auf den Tisch hauen und sagen: So! Nicht! Mehr!

Vielleicht hilft zwei Themen (Level) zu trennen:
Das erste ist, sofort abblocken, wenn " gleich sein Penis ins Spiel kommt".
Das zweite ist, wie du dir ein Vorspiel wünschst.
Erst wenn er das erste Level wirklich geschafft hat, kommt er/ihr ins zweite 😁.
Hände eincremen sollte für ihn dann dazu gehören.
 
  • #21
Ich würde beim Urologen anfangen. Oder zuerst Hausarzt. Aber sicher besser ein Mann als eine Ärztin.

Oralsex … ehrlich, ich bin bei seinen ersten Versuchen quasi verschreckt durchs Bett gekrochen.
Und dann hab ich es gemieden - das war sicher mein Fehler. Ich konnte mich beim Sex gut an ihn anpassen, nur leider bricht uns dieser ja jetzt irgendwie weg…
Aber die sexuelle Passung war so toll dass du dich auf 9 Jahre Beziehung eingelassen hast. Willst du uns veralbern???

Trollarlarm, aber echt.
Und selbst wenn nicht, wenn es von Anfang an nicht läuft, dann läuft es nicht. Wenn einer sich jahrlang weigert auf deine Bedürfnisse einzugehen und du die einzige richtige Lösung (Trennung) verweigerst, ja dann kann dir keiner helfen.
Glückwunsch zu deiner Leidensfähigkeit und Geduld.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #22
Ich kann nur von meiner Erfahrung sprechen, aber ein liebender Mann hat ganz automatisch Interesse, mit Dir die Sexualität neu und sehr ausgiebig zu erforschen.
Ja, das weiß ich. Aber das war hier nie so. Stattdessen habe ich mich auf seine Art eingestellt und ihn erforscht, was uns beiden viel gab.
Ich weiß mittlerweile auch, dass er das bei keiner Frau gemacht hat. Und zumindest meine direkte Vorgängerin hat das wohl genossen, die war aber auch Typ oben und ich nehme mir, was ich brauche.

hat einfach nur den richtigen Mann gebraucht, der sich einem hingebungsvoll widmet. Dann funktioniert das schon.
Hingabe.
Die bringe ich wohl nicht bei.

Ein Mann, der ins Koma nach bisschen Rein-Raus fällt? Ernst jetzt? Mit so jemanden hätte ich keine Beziehung mehr, sondern eine Affäre, wenn ich es so nötig hätte, bevor man gar keinen Sex hat.
Ich hab es nicht nötig, ich vermisse das Früher furchtbar.
In dieser Hinsicht habe ich eher ein emotionales als ein körperliches Problem.
 
  • #23
Ja, absolut meine Meinung!
Man darf auch mal verbal auf den Tisch hauen und sagen: So! Nicht! Mehr!
Das hat nun dazu geführt, dass er gar nichts mehr macht, weil er verunsichert ist.
Auch bin ich nun „schuld“
Ich darf nicht resignieren, ich soll es wieder und wieder zeigen und sagen und mehr Feedback geben.


Vielleicht hilft zwei Themen (Level) zu trennen:
Das erste ist, sofort abblocken, wenn " gleich sein Penis ins Spiel kommt".
Dann ist er getroffen und sauer. Fände er nicht gut.

Das zweite ist, wie du dir ein Vorspiel wünschst.
Ich habe es vergessen. Das klingt vielleicht blöd. Aber ich weiß aus den vorherigen Erfahrungen, dass da ganz tolle Sachen möglich waren. Aber ich weiß nicht mehr, was genau diese Männer gemacht haben. Nur, was ich getan habe - und das habe ich beim jetzigen Partner noch „verbessert“.
Das zu tun, was ich selbst mache, bringt es nicht. Ich bräuchte nur meine Hand liegen lassen, etwas Druck, den Rest macht der Kopf.
Beim Sex ist mein Kopf aber nicht mehr angeregt sondern unter Stress. Nur nichts falsch machen.

Erst wenn er das erste Level wirklich geschafft hat, kommt er/ihr ins zweite 😁.
Hände eincremen sollte für ihn dann dazu gehören.
An Creme mangelt es nicht …
 
  • #24
Ich würde beim Urologen anfangen. Oder zuerst Hausarzt. Aber sicher besser ein Mann als eine Ärztin.
Dann bleibt nur Urologe. Nach unserem gestrigen Gespräch sieht er da keinen Anlass für, was denn der tun solle.

Aber die sexuelle Passung war so toll dass du dich auf 9 Jahre Beziehung eingelassen hast. Willst du uns veralbern???

Nein, es war wirklich schön. Aber ich passe mich auch wirklich schnell an und dadurch dass Dauer und Häufigkeit stimmte, war es auch schön für mich.
Außerdem haben wir auch andere Spielarten ausprobiert, sozusagen als Dessert.
Küssen war toll. Ist ja auch fast weg.
Es sind eben die Jahre? Ich weiß es doch auch nicht?!

Schön wäre es. Ich versuche nur eine Lösung zu finden, die nicht das Ende der Beziehung bedeutet.

Und selbst wenn nicht, wenn es von Anfang an nicht läuft, dann läuft es nicht. Wenn einer sich jahrlang weigert auf deine Bedürfnisse einzugehen und du die einzige richtige Lösung (Trennung) verweigerst, ja dann kann dir keiner helfen.
Glückwunsch zu deiner Leidensfähigkeit und Geduld.
Danke. Dann weiß ich ja, dass nur noch der Rest meiner Jahre so mit ihm wird.
 
  • #25
Dann ist er getroffen und sauer. Fände er nicht gut.
Ja. Aber da muss er dann mal durch!
Es ist ihm durchaus zumutbar, dass er auch mal was nicht gut findet.
So erzieht man ja auch Kinder;-). Die finden auch nicht alles gut, was die Eltern wollen.
Trotzdem haben die Eltern nur die eine Chance, sich DURCHZUSETZEN, sonst lernst das Kind z.B. nie Zähne putzen. Oder still zu sein, wenn die Eltern telefonieren. Da muss man einfach DRAUF BESTEHEN. Sonst hat man eeeeewig ein Problem damit.
Und beginnt seine Kinder nicht mehr zu lieben.
Genauso ist es in einer Beziehung.
 
  • #29
Und beginnt seine Kinder nicht mehr zu lieben.
Genauso ist es in einer Beziehung.
Es handelt sich aber um einen auf dem Papier erwachsenen Mann und nicht um ein Kind.
In dem Moment wo man einen erwachsenen Mann "erziehen" muss, will, oder wollen würde, ist es doch vorbei mit der Augenhöhe. Der muss doch schon von selber erwachsen sein und erwachsen kommunizieren können. Und auch kritikfähig sein! Wie will man denn mit jemandem der nicht kritikfähig ist eine Beziehung führen? Geht doch gar nicht.

Aber anscheinend gefällt sich die FS ja in der Rolle der Unterwürfigen die dem Herrn alles recht macht.
Da ist doch Hopfen und Malz verloren wie man so schön sagt.
 
  • #30
Natürlich soll man grundsätzlich keinen Erwachsenen wie ein Kind erziehen müssen.
Aber Grenzen aufzeigen (wie bei einem Kind) hat nicht nur die Funktion, sich zu schützen. Sondern AUCH die - oft vergessene Funktion - dass bei fortgesetztem Grenzübertritt man die Achtung vor dem Übertretenden verliert.
Die FS sollte seine Grenze FÜR DIE BEZIEHUNG mal scharf ziehen.
Das kann der Beziehung zugute kommen.
 
Top