• #31
Ich denke, dass Problem hat zwei Dimensionen:
1. Dein Mann geht auf Frauen sexuell nicht ein. Er sollte das Vorspiel, oral usw. Selbstlos in den Vordergrund stellen.
2. Die sexuelle Leistungsfähigkeit nimmt aufgrund des Alters ab, was ganz normal ist. Viele Frauen haben ab den Wechseljahren auch Beschwerden z.B. Scheidentrockenheit usw., weshalb bei der Sexualität der Koitus nicht mehr im Vordergrund steht, sondern andere Spielarten z.B. oral, Petting usw.

Was sicher gemeinsam, wenn beide daran arbeiten, änderbar ist, ist die Art der Sexualität - weg vom reinen Koitus hin zum zärtlichen Liebespaar.
Was nicht änderbar ist, ist die Potenz bei deinem älteren Partner. Die Erektionen werden schwächer und weniger, das ist sicher. Dies ist aber wieder kein Problem für ein Paar, bei dem die gemeinsame zärtliche Sexualität im Vordergrund steht.
 
  • #32
Sondern AUCH die - oft vergessene Funktion - dass bei fortgesetztem Grenzübertritt man die Achtung vor dem Übertretenden verliert.
Ja. Das ist mir hier im Forum schon öfter aufgefallen. Da sind die Leute mit Menschen zusammen die absolut unreif und unerwachsen sind.
Aber wie kann man überhaupt mit einem Mann zusammen sein vor dem man keine Achtung und keinen Respekt hat.
Das ist der Punkt an dem bei mir das kognitive Einfühlungsvermögen aufhört.
 
  • #33
Hallo @Lillifee42 , habe ich dein Problem richtig verstanden: Ihr hattet jahrelang für dich richtig heißen Sex, weil die Penetration ausreichend lange war, so dass du vaginal kommen konntest. Und deshalb hast du gar kein Vorspiel benötigt - zumal dein Partner sich da ohnehin ungeschickt angestellt hat. Daher lieber darauf verzichtet, weil für dich sowieso überflüssig.

Jetzt ist es so, dass er nicht mehr lange kann. Die Minute reicht für dich nicht mehr zum Kommen aus. Am Liebsten hättest du euren früheren Sex zurück (mit für dich ausreichend langer Penetration ohne nötiges Vorspiel). Er kann das aber nun mal nicht mehr. So dass du jetzt zwangsläufig auf ein Vorspiel angewiesen bist - nur weißt du nicht mehr wie. Ihr Beide habt das nie zusammen zelebriert. Zudem bist du bei Selbstbefriedigung gewöhnt, vor allem über deine Phantasien getriggert zu kommen - wahrscheinlich Szenarien, die sich in Realität schlecht umsetzen lassen, die du daher nicht in euer Liebesspiel einbauen kannst (kommt mir bekannt vor). Und kaum kommt sein Penis ins Spiel, ist es auch schon vorbei.

Dann bleibt euch nichts anderes übrig, das Vorspiel für euch neu zu entdecken und zu erforschen, als seid ihr frisch zusammen. Dass er sich dir mit der gleichen Hingabe widmet, wie du dich ihm. Du hast seine Stimulation über die Jahre perfektioniert - das kann er auch! Wird aber dauern.

Und falls du die rein mechanische Stimulation der Klitoris unangenehm oder nicht ausreichend für einen Orgasmus empfindest, weil dein wichtigstes Lustorgan dein Hirn mit deiner Phantasie ist: Kannst du nicht heimlich in deine Phantasien abtauchen, wenn er mit dem Kopf zwischen deine Beine abtaucht? Oder es dir selbst machen und er schaut dir dabei zu?

Und mach dir keinen Stress und Druck zu kommen. Versuche dich fallen zu lassen ohne einen Orgasmus zu erwarten. Probiert einander aus und übt, was fühlt sich gut an, was schlecht (du schreibst ja, dass du dich nicht erinnern kannst, was die Männer früher genau gemacht haben). Vielleicht pendelt ihr euch ein und in ein paar Wochen hast du dann dabei unverhofft doch einen Orgasmus.

W37
 
  • #34
Aber wie kann man überhaupt mit einem Mann zusammen sein vor dem man keine Achtung und keinen Respekt hat.
Das ist der Punkt an dem bei mir das kognitive Einfühlungsvermögen aufhört.
Das ist zwar alles richtig, dürfte allein mit dem Problem der FS ja wenig zu tun haben.
Bei der FS hat sich, wohl aufgrund des Alters ihres Partners, der Sex sehr verändert und nun hat sie nicht mehr viel davon.
An einer Lösung mangelt es bisher, weil
1. die FS fragt, was ER verändern kann. Anstatt zu fragen, was Sie verändern kann, damit es dann - vielleicht (denn eine Garantie gibt es nicht) - besser wird; gerade von dem Gedanken beherrscht, dass der Mann sich entgegen seines Versprechens zu wenig Mühe gibt;
2. sie keinen wegsieht, das Problem "hart"anzusprechen und ih; Grenzen aufzuzeigen; sie fürchtet, dass dadurch gleich die Beziehung flöten geht.

Und mittlerweile denke ich, dass 2. Vielleicht sogar das Hauptproblem ist.
 
  • #36
Ich denke, dass Problem hat zwei Dimensionen:
1. Dein Mann geht auf Frauen sexuell nicht ein. Er sollte das Vorspiel, oral usw. Selbstlos in den Vordergrund stellen.
2. Die sexuelle Leistungsfähigkeit nimmt aufgrund des Alters ab, was ganz normal ist. Viele Frauen haben ab den Wechseljahren auch Beschwerden z.B. Scheidentrockenheit usw., weshalb bei der Sexualität der Koitus nicht mehr im Vordergrund steht, sondern andere Spielarten z.B. oral, Petting usw.

Was sicher gemeinsam, wenn beide daran arbeiten, änderbar ist, ist die Art der Sexualität - weg vom reinen Koitus hin zum zärtlichen Liebespaar.
das klingt für mich erstrebenswert, und so ähnlich war übrigens auch die Beziehung davor, in der wir eigentlich fast nie klassisch Sex hatten aber beide dermaßen fertig, entspannt, befriedigt waren nach gemeinsamen Stunden …

Ja. Das ist mir hier im Forum schon öfter aufgefallen. Da sind die Leute mit Menschen zusammen die absolut unreif und unerwachsen sind.
Aber wie kann man überhaupt mit einem Mann zusammen sein vor dem man keine Achtung und keinen Respekt hat.
Das ist der Punkt an dem bei mir das kognitive Einfühlungsvermögen aufhört.
Woraus liest Du, dass ich keine Achtung oder keinen Respekt für meinen Partner habe?
Jeder Mensch kann verschiedene Dinge verschieden gut - davon ist doch die Achtung nicht abhängig?

Hallo @Lillifee42 , habe ich dein Problem richtig verstanden: Ihr hattet jahrelang für dich richtig heißen Sex, weil die Penetration ausreichend lange war, so dass du vaginal kommen konntest. Und deshalb hast du gar kein Vorspiel benötigt - zumal dein Partner sich da ohnehin ungeschickt angestellt hat. Daher lieber darauf verzichtet, weil für dich sowieso überflüssig.
Ganz genau!
 
  • #37
Jetzt ist es so, dass er nicht mehr lange kann. Die Minute reicht für dich nicht mehr zum Kommen aus. Am Liebsten hättest du euren früheren Sex zurück (mit für dich ausreichend langer Penetration ohne nötiges Vorspiel). Er kann das aber nun mal nicht mehr. So dass du jetzt zwangsläufig auf ein Vorspiel angewiesen bist - nur weißt du nicht mehr wie. Ihr Beide habt das nie zusammen zelebriert. Zudem bist du bei Selbstbefriedigung gewöhnt, vor allem über deine Phantasien getriggert zu kommen - wahrscheinlich Szenarien, die sich in Realität schlecht umsetzen lassen, die du daher nicht in euer Liebesspiel einbauen kannst (kommt mir bekannt vor). Und kaum kommt sein Penis ins Spiel, ist es auch schon vorbei.

Dann bleibt euch nichts anderes übrig, das Vorspiel für euch neu zu entdecken und zu erforschen, als seid ihr frisch zusammen. Dass er sich dir mit der gleichen Hingabe widmet, wie du dich ihm. Du hast seine Stimulation über die Jahre perfektioniert - das kann er auch! Wird aber dauern.

Und falls du die rein mechanische Stimulation der Klitoris unangenehm oder nicht ausreichend für einen Orgasmus empfindest, weil dein wichtigstes Lustorgan dein Hirn mit deiner Phantasie ist: Kannst du nicht heimlich in deine Phantasien abtauchen, wenn er mit dem Kopf zwischen deine Beine abtaucht? Oder es dir selbst machen und er schaut dir dabei zu?

Und mach dir keinen Stress und Druck zu kommen. Versuche dich fallen zu lassen ohne einen Orgasmus zu erwarten. Probiert einander aus und übt, was fühlt sich gut an, was schlecht (du schreibst ja, dass du dich nicht erinnern kannst, was die Männer früher genau gemacht haben). Vielleicht pendelt ihr euch ein und in ein paar Wochen hast du dann dabei unverhofft doch einen Orgasmus.

W37
1 zu 1 meine Gedanken, Gefühle, Wünsche! Dankeschön für das Zusammenfassen von dem Chaos in mir - und Du hast Recht: so könnte es gehen. Phantasien im Kopf beim Sex habe ich noch nie probiert - das will ich versuchen und dann zusammen üben - das wäre toll
 
  • #38
Jeder Mensch kann verschiedene Dinge verschieden gut - davon ist doch die Achtung nicht abhängig?
Wie du meinst. Ich finde schon dass es an Respekt mangelt wenn man jemandem nicht auf Augenhöhe behandelt. Ich bin da aber vielleicht auch extrem.
Außerdem war das an der Stelle schon generell gemeint, nicht auf dich speziell bezogen. Wenn du mal hier im Forum quer liest wirst du das nachvollziehen können.

Warum? Hast du Angst vor seiner Reaktion? Das ist ein Punkt den man kritisieren darf! Er nimmt auf dich überhaupt gar keine Rücksicht. Warum wirst du nicht wütend sondern lässt dir das bieten?
 
  • #39
Das ist zwar alles richtig, dürfte allein mit dem Problem der FS ja wenig zu tun haben.
Bei der FS hat sich, wohl aufgrund des Alters ihres Partners, der Sex sehr verändert und nun hat sie nicht mehr viel davon.
Ja.
An einer Lösung mangelt es bisher, weil
1. die FS fragt, was ER verändern kann. Anstatt zu fragen, was Sie verändern kann, damit es dann - vielleicht (denn eine Garantie gibt es nicht) - besser wird; gerade von dem Gedanken beherrscht, dass der Mann sich entgegen seines Versprechens zu wenig Mühe gibt;
Also in meinem Eingangsbeitrag frage ich danach, was ich ändern kann - nicht er …
Ich wiederhole die Frage übrigens gern noch einmal: was kann ICH tun, damit es besser wird?
Bisher habe ich auf der Liste:
- ihn stoppen bei Peniseinsatz (was für ein Wort…)
- ganz konkrete Wünsche äußern- verbal und nonverbal ( ihn führen)
- Sex einstellen
- mich anderweitig orientieren

2. sie keinen wegsieht, das Problem "hart"anzusprechen und ih; Grenzen aufzuzeigen; sie fürchtet, dass dadurch gleich die Beziehung flöten geht.
Nein, die Beziehung geht durch dauerhafte Lieblosigkeit flöten.
„Hart“ ansprechen funktioniert dann wie?

Und mittlerweile denke ich, dass 2. Vielleicht sogar das Hauptproblem ist.
Ich habe keine Verlustangst. Ich kann gut allein sein.
Eine Trennung täte mir für meine Großen und unsere gemeinsamen kleinen Kinder sehr leid. Aber ich hänge nicht an Ehe und Haus …
Trotzdem ist das doch nicht mein erster Gedanke?
„Ich bin Dir beim Sex nicht mehr wichtig, ich trenne mich jetzt und nehm die Kinder mit?“ oder so?
Das finde ich jetzt gruselig.
 
  • #40
Wie du meinst. Ich finde schon dass es an Respekt mangelt wenn man jemandem nicht auf Augenhöhe behandelt. Ich bin da aber vielleicht auch extrem.
Außerdem war das an der Stelle schon generell gemeint, nicht auf dich speziell bezogen. Wenn du mal hier im Forum quer liest wirst du das nachvollziehen können.
Ok, jetzt verstehe ich, wie es gemeint ist. Und ja, gegenseitige Hingabe hat viel mit gegenseitiger Augenhöhe und Respekt zu tun.

Warum? Hast du Angst vor seiner Reaktion? Das ist ein Punkt den man kritisieren darf! Er nimmt auf dich überhaupt gar keine Rücksicht. Warum wirst du nicht wütend sondern lässt dir das bieten?
Naja, die Reaktion kam ja auch prompt: ich zeige zu wenig, was mir gefällt. Und vorher war‘s ja auch gut - auch wenn er neuerdings sagt, dass man nicht vergleichen solle und er sich wünscht, mich glücklich zu machen.

Ich bin zu emotional? Aus meiner Wut wird schnell Verzweiflung? Für meine Tränen schäme ich mich? Es fühlt sich blöd an, um etwas konkretes beim Sex zu bitten - und wenn ich es tue, dann passiert es nicht? Ich hab Angst vor der wiederholten Ablehnung meiner Wünsche? Eine Mischung aus allem?

Im Übrigen habe ich dann verbal (schriftlich) quasi eine schrittgenaue Anleitung gegeben. Phantasien noch dazu … seine Beschreibung war dann eine Aufzählung von Handlungen. Er kann das wohl nicht in Worte fassen. Aber so wie diese „Aufzählung“ fühlt sich die „Ausführung“ dann auch an.
 
  • #41
Also in meinem Eingangsbeitrag frage ich danach, was ich ändern kann - nicht er …
Ich wiederhole die Frage übrigens gern noch einmal: was kann ICH tun, damit es besser wird?
Bisher habe ich auf der Liste:
- ihn stoppen bei Peniseinsatz (was für ein Wort…)
- ganz konkrete Wünsche äußern- verbal und nonverbal ( ihn führen)
- Sex einstellen
- mich anderweitig orientieren
Du alleine kannst gar nichts ändern. Insbesondere nicht, wenn der Auslöser in einer Orgasmusstörung auf seiner Seite liegt. Allenfalls könntest du lernen, damit zu leben. Das kann aber nicht die Lösung sein.

Du schriebst vorhin, dass dein Mann zwar angibt das Problem wahrzunehmen, aber nicht ändere. Dann hat er die Brisanz der Situation noch nicht erkannt und genau da würde ich an deiner Stelle ansetzen: Im muss zuvorderst klar gemacht werden, dass du keineswegs bereit bist weiter dahinzudümpeln, dass du dich mit Absichtserklärungen nicht (mehr) zufrieden gibst und dass du erwartest, dass er aktiv an der Lösung mitarbeitet. Das schließt ein, dass er von sich aus aktiv Vorschläge einbringt und zeitnah umsetzt, etwa den Urologenbesuch. Die Punkte von Sommergold finde ich grundsätzlich gut, sie haben nur einen Haken - und der ist riesengroß: Die Vorschläge setzen nur bei dir an, sprich: du sollst dich so anpassen, dass du er so wenig wie möglich seine Komfort-Zone verlassen muss. Das alleine kann es nicht sein, sorry.

Es ist völlig klar und nachvollziehbar, dass es für jeden Partner in einer Beziehung niederschlagend, deprimierend und vielleicht verletzend ist, wenn der eigene Partner mit dem Sex in einem solchen Maße nicht mehr einverstanden ist, dass er es vehement anspricht. Aber Methode "Vogel-Strauß" und Larmoyanz haben da noch nie weitergeholfen.
 
  • #42
Ich habe es vergessen. Das klingt vielleicht blöd. Aber ich weiß aus den vorherigen Erfahrungen, dass da ganz tolle Sachen möglich waren. Aber ich weiß nicht mehr, was genau diese Männer gemacht haben.

Klingt in der Tat schräg. Wenn Du es selber nicht weißt, dann ist es auch nichts, was er mal so eben ändern könnte.

Zu erwarten, der Partner müsse es schon selber herausfinden, von dem man nicht einmal selber weiß, was überhaupt, baut nur Druck auf und wird in der Regel nicht funktionieren.

Das zu tun, was ich selbst mache, bringt es nicht. Ich bräuchte nur meine Hand liegen lassen, etwas Druck, den Rest macht der Kopf.
Beim Sex ist mein Kopf aber nicht mehr angeregt sondern unter Stress. Nur nichts falsch machen.
Wer baut Dir denn diesen Druck auf, "nur nichts falsch zu machen"? Hat er Dich diesbezüglich denn schon mal kritisiert?

Oder bist Du es selber, die sich den Druck selber aufbaut, unbedingt zum Orgasmus kommen zu müssen?

Offenbar ist es auch eine Kopfsache bei Dir, was dann auch erklären könnte, weshalb Du nicht sagen kannst, was die Männer früher - als noch "tolle Sachen möglich waren" - anders gemacht haben. Vielleicht haben diese gar nicht so viel anders gemacht, sondern Du hast Dich vom Kopf her mit weniger Erfolgsdruck mehr fallen lassen können.

Ich würde mal vermuten, ihr müsstet mehr Gelassenheit und mehr ein "wir" beim Sex entwickeln. Im Gegensatz zu anderen, bin ich da eher der Meinung, das viel Reden dabei meistens wenig bringt, außer mehr Erfolgsdruck für beide aufzubauen. Mit eher vorwurfsvollen Sätzen wie "Ich bin unzufrieden, Du musst..." erzeugt man auch kein "wir".

Sinnvoller finde ich es da eher, verbal jeden sexuellen Erfolgsdruck von beiden zu nehmen und zu kommunizieren, dass man den Gegenüber auch so sehr lieb hat. Erfolgreicher in die erwünschte Richtung lenkt man dann besser mittels kleinen verbalen Belohnungen, sobald der Gegenüber auf der richtigen Fährte ist. Also z.B. durch "Hmm, so mag ich das" bzw. auch einfach nur durch erkennbar lustvolleres atmen. Und statt druckaufbauend "DU musst [xyz] anders machen", sollte man lieber "Ich hätte Lust, dass WIR [xyz] mal ausprobieren" sagen, um dann auf eine entspannte GEMEINSAME Entdeckungsreise ohne Erfolgsdruck zu gehen. Oder halt ohne großes Gerede die Dinge einfach selber tun, auf die man Lust hat und den Gegenüber dabei führen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #45
Ein Romantiker ist er nicht. Und einfühlsam auch nicht. Das fand ich aber nie so wichtig.
Beim Sex eben eher von der technischen Art.
Naja dann kannst du halt jetzt auch nicht einfach die Bedingungen ändern??
Wenn du ihn jahrelang so akzeptiert hast wie er ist (eher emotionslos und technisch) dann KANN er sich gar nicht ändern. Das würde ja erfordern dass er seine Persönlichkeit ändert, das geht nicht.
Wenn dir jetzt auf einmal einfällt dass du doch Einfühlsamkeit und Emotionen willst, dann musst du das entweder auslagern oder damit leben dass er ist wie er ist.
 
  • #46
„Ich bin Dir beim Sex nicht mehr wichtig, ich trenne mich jetzt und nehm die Kinder mit?“ oder so?
Das finde ich jetzt gruselig.
DU warst ihm aber NIE beim Sex wichtig, es hat halt nur gepasst weil du dich ihm untergeordnet hast und seine Fixierung auf Penetration akzeptiert hast.
Und jetzt funktioniert das nicht mehr.
Dass Kinder im Spiel sind macht die Sache natürlich nicht besser.

Musst du dich wohl noch weiter anpassen.
 
  • #47
Aber das, was ich mir wünsche (jetzt bräuchte ich halt ein „Vorspiel“), ist nie drin. Im Grunde ist der Penis sofort im Spiel.
Ich glaube, "hart ansprechen" geht in dem Fall wirklich so, dass du, wenn du mal wieder heiß auf ihn bist, du klipp und klar sagst was du genau in dem Moment willst: und wenn's so eine klare Ansage ist wie "10 Minuten nur langsam und feucht lecken ohne Finger drin! ". Oder was auch immer du willst.
Ich glaube, du kannst führen.
Du hast schließlich in den letzten Jahren für die Abwechslung gesorgt.
Und das braucht er gerade, dieses geführt werden, denn er weiß ja auch nicht, was er anders machen soll.

Und zum kleinteiligen Führen gehört auch immer die sofortige positive Reaktionen (das Lob), wenn er was gut macht. Wurde hier ja auch schon beschrieben.

Ich glaube nicht, dass du ihm in deinen sexuellen Bedürfnissen völlig egal bist. Er unterliegt schlicht der Macht der Gewohnheit und ist nicht gerade kreativ. Aber dass er nicht auch angenehm überrascht sein kann, wenn du voll die Führung übernimmst, ist auch gar nicht ausgeschlossen.

"Hart" ansprechen diese dann konkret auch, auf die Umsetzung der Wünsche bestehen. Suchen dir seine rauhen Hände zu schnell den Eingang, dann sagst du "Von den zehn Minuten sind erst drei um. Hetz dich nicht ".
So in die Richtung.

Zu "hart ansprechen" gehört auch zu sagen: "hey du hast versprochen, was zu ändern. Es ändert sich aber nichts. Ich gehe davon aus, du weißt nicht genau wie du es ändern sollst. Komm ich zeig's dir... ".

Meinst du, so in diese Richtung könnten sich Versuche lohnen?
 
  • #48
DU warst ihm aber NIE beim Sex wichtig, es hat halt nur gepasst weil du dich ihm untergeordnet hast und seine Fixierung auf Penetration akzeptiert hast.
Und nicht zu vergessen, die FS erwähnte irgendwo ihre devoten Neigungen! Also war durchaus eine Passung gegeben. Jetzt aber "rein technisch" nicht mehr. Ich denke, wenn er länger durchhalten könnte, wäre für die FS wieder alles ok. Ab zum Urologen und kleine Pillen einwerfen, dann könnte es wieder für beide gut sein.
ErwinM, 52
 
  • #49
Ich bin deutlich. Sehr deutlich. Letzte Option wäre dann wohl jetzt Sex verweigern.

Hätte ich wahrscheinlich schon längst gemacht oder mich einfach getrennt.
Ansonsten halt, platonische Zweckbeziehung mit ihm führen und deine sexuelle Lust anderweitig ausleben. Abgesprochen natürlich.

Was dann aber auch einschließen würde, dass ich ihm keine Chancen gebe, es besser zu machen.

Hast du doch schon. Zig mal. Aber es interessiert ihn ja nicht.
Immer wieder erstaunlich wie leidensfähig Frau sein kann.

Sollte ich Sex mit einem anderen Mann haben, wäre die Beziehung definitiv vorbei.

Immer wieder gut. Selber auf die Bedürfnisse des anderen scheißen aber den Ton angeben. So einen Typen braucht niemand.
 
E

ErnsterMann

Gast
  • #50
Dass viele Männer so defensiv reagieren, wenn die Frau die Öffnung der Beziehung vorschlägt. Also bei mir gäbe es da eine fette Krise. Männer verlieren scheinbar wirklich das Selbstbewusstsein in einer Beziehung.

Liebe FS, du willst dich nicht trennen? Dann wird er bequem bleiben. Aber ist es für ihn überhaupt erfüllend? Was wünscht er sich eigentlich? Wenn es um die Wünsche einer Frau geht, dann sind jene des Mannes egal. Der Sinn einer Beziehung liegt scheinbar stets darin, die Frau bei Laune zu halten.
 
  • #51
Dass viele Männer so defensiv reagieren, wenn die Frau die Öffnung der Beziehung vorschlägt. Also bei mir gäbe es da eine fette Krise. Männer verlieren scheinbar wirklich das Selbstbewusstsein in einer Beziehung.
Verstehe ich auch nicht. Wo ich ihm doch angeboten habe, sich mit einer anderen Frau zu treffen?
Deswegen verliert er sein Selbstbewusstsein?
Ich bin da ja klar gewesen, dass ich kein Bedürfnis nach Sex mit anderen habe …
Erklärst Du mir, warum dann Krise? Weil ich nicht von dem Sex erfüllt bin, wie er ist?
Liebe FS, du willst dich nicht trennen? Dann wird er bequem bleiben.
Das wäre möglich, ja.
Aber ist es für ihn überhaupt erfüllend? Was wünscht er sich eigentlich?
Er wünscht sich, dass ich den Sex, so wie er jetzt ist, genauso erfüllend und befriedigend finde wie er.
Ach, und er möchte keine Trennung und keinesfalls Sex mit einer anderen Frau.
Wenn es um die Wünsche einer Frau geht, dann sind jene des Mannes egal. Der Sinn einer Beziehung liegt scheinbar stets darin, die Frau bei Laune zu halten.
Danke, das werde ich mir merken. Selbst für gute Laune sorgen und meine Wünsche auf keinen Fall vor seine stellen.

Oh wait, so war es ja bisher schon?!
Am besten also lieber nichts sagen und mich über den Sex freuen, den ich mit ihm haben kann. Hab verstanden.
 
E

ErnsterMann

Gast
  • #52
Danke, das werde ich mir merken. Selbst für gute Laune sorgen und meine Wünsche auf keinen Fall vor seine stellen.
Das habe ich nicht gemeint. Aber ich werde nicht für dich entscheiden, was du zwischen den Zeilen liest.

Es ist eigentlich ziemlich simpel: Nur wenn du wirklich zur Trennung bereit bist, könnte es eine Chance geben. Allerdings sind seine Liebhaberqualitäten sehr verbesserungswürdig, aber bei einem Mann Jahrgang 69 sehe ich da keinen neuen Sonnenaufgang. Seine Forderung, du findest jetzt gut, was nicht besser wird, ist selbstverständlich lächerlich.

Wie eine andere Nutzerin schon schrieb: Willst du nicht trennen, bleibt dein Schwert stumpf.
 
  • #53
Das habe ich nicht gemeint. Aber ich werde nicht für dich entscheiden, was du zwischen den Zeilen liest.
Nicht? Eigentlich habe ich da beim genauen Wortlaut genommen.

Es ist eigentlich ziemlich simpel: Nur wenn du wirklich zur Trennung bereit bist, könnte es eine Chance geben.
ich habe kein Interesse an einer Trennung.
Allerdings sind seine Liebhaberqualitäten sehr verbesserungswürdig, aber bei einem Mann Jahrgang 69 sehe ich da keinen neuen Sonnenaufgang. Seine Forderung, du findest jetzt gut, was nicht besser wird, ist selbstverständlich lächerlich.

Wie eine andere Nutzerin schon schrieb: Willst du nicht trennen, bleibt dein Schwert stumpf.
Hast Du Recht. Kann man leider nicht einfach zu Obi in die Werkstatt zum schärfen geben.

In meinem - doch nicht so kleinen - Freundinnenkreis gibt es nicht eine Frau, die den Sex/ das Sexverhalten ihres Mannes genießt. Verweigerung, Tauschhandel, Hoffnung auf das baldige Einsetzen einer Impotenz…

Offenbar habe ich unsere Gemeinsamkeiten gefunden: Leidensfähigkeit + bescheidene Männerauswahl bezüglich derer Sex. Fähigkeiten.

Ich stelle mir jetzt eher die Frage: wie konnte ich glauben, ausgerechnet bei mir würde das schon anders sein?

Torten backen, Kuchen essen, Stricken, wandern, Familie … kann auch alles als sehr erfüllend erlebt werden. Wenn ich mich bei Sex anpassen konnte, warum nicht generell in meiner Lebensausrichtung? Die Option gefällt mir langsam!
 
  • #54
Willst du nicht trennen, bleibt dein Schwert stumpf.
So ein Unsinn. Als ob man z.b. in der Politik immer gleich mit Krieg drohen und ihn dann auch noch führen muss.
Die FS hat sehe viele Möglichkeiten, eine Änderung herbeizuführen. Selbst wenn sich eine als nicht zielführend erweist, kann sie eine andere ausprobieren.
Erstens kann sie mit dem man auf eine andere Art über das Problem reden.
Zweitens kann sie ihn versuchen beim Sex zu führen (s. frühere posts).
Drittens könnte sie sich ihm sexuell verweigern.
Sie könnte, viertens, ihn heimlich betrügen und sich woanders den Sex holen, den sie braucht.
Sie könnte ihm offen sagen, dass sie sich den Sex nun mehr woanders holen wird; dabei könnte sie (hat sie ja schon) ihm das gleiche zugestehen.
Sie könnte sich an eine/n Mediator/in wenden, die/der ihren Mann zu einem Gespräch einlädt. Oder einen Paartherapeuten. Oder einen Sexualtherapeuten.

Vor allem muss sie nicht immer gleich mit Trennung drohen. Nach meiner (beruflichen) Erfahrung bringt das ohnehin nie (!) die gewünschte Verbesserung.

Vielleicht muss sie sich am Ende eines Prozesses voller Enttäuschungen wirklich trennen, das kann natürlich niemand jetzt ausschließen. Aber dann muss sie sich trennen, also eine Handlung vollziehen. Vorher damit drohen ist nur dämlich. Vor allem nimmt es das Gegenüber natürlich gar nicht ernst, wenn man diese Drohung über Jahre hinweg immer wieder ausspricht, dann nutzt sie sich total ab.

Das die FS den Gedanken an eine vorschnelle Trennung "gruselig" findet, finde ich sehr gut!
Außerdem haben die beiden Kinder zusammen. Unter den von der FS geschilderten Umständen hier zu einer Trennung zu raten, halte ich nur für Ausdruck davon, wie die Interessen von Kindern hierzulande völlig missachtet werden; hier bricht einfach nur Kinderfeindlichkeit durch. Die ist genauso real wie z.b. Alltagsrassismus. Und der hat immerhin einen eigenen Begriff. Gegen den "stehen wir auf".
Wer würde für ein Kind aufstehen, dass das Trauma Trennung der Eltern nur deswegen erleben muss, weil die Mutter nach x Jahren Beziehung den guten Sex aus den ersten Jahren vermisst? - "Liebes Kind, das verstehst du doch, dass deine Mutter deswegen deinen Vater verlassen musste, oder?"
[Natürlich gibt es gute trennungsgründe auch mit Kindern. Der Fall von Lillifee 42 gehört für mich nicht dazu.]
 
  • #55
In meinem - doch nicht so kleinen - Freundinnenkreis gibt es nicht eine Frau, die den Sex/ das Sexverhalten ihres Mannes genießt. Verweigerung, Tauschhandel, Hoffnung auf das baldige Einsetzen einer Impotenz…

Ok wow. Beängstigend.

Was sind das für Beziehungen? Was ist es einem wert? Was ist man sich selbst wert? Was vermittelt man dadurch ggf seinen eigenen Kindern, gerade den Töchtern? Augen zu und durch? Oder halt auch nicht? Wahnsinn.
 
  • #56
In meinem - doch nicht so kleinen - Freundinnenkreis gibt es nicht eine Frau, die den Sex/ das Sexverhalten ihres Mannes genießt. Verweigerung, Tauschhandel, Hoffnung auf das baldige Einsetzen von Impotenz.

Ich stelle mir jetzt eher die Frage: wie konnte ich glauben, ausgerechnet bei mir würde das schon anders sein?
Ich kenne es zumindest von einer Freundin auch, ihr würde Sex 1x im Jahr im Urlaub reichen...Für mich furchtbar.

Ich kann dich total verstehen und selbst wenn du bedenkst, dass du mind. 9 wunderschöne Jahre mit erfüllendem Sex mit ihm hattest und das viel ist, ist das natürlich kein Trost.

Ich denke, es gibt nur eine Lösung. Ein guter Arzt, der alle seine Hormone abcheckt und sich da auch wirklich auskennt und nicht nur Werte in Normbereichen akzeptiert. Ein guter Arzt ist wahrscheinlich rar und teuer, wird aber die Lösung sein.

Wenn das wieder in Ordnung gebracht ist, dann kann dein Mann auch bis mind. 80.
 
  • #57
Wer würde für ein Kind aufstehen, dass das Trauma Trennung der Eltern nur deswegen erleben muss, weil die Mutter nach x Jahren Beziehung den guten Sex aus den ersten Jahren vermisst? - "Liebes Kind, das verstehst du doch, dass deine Mutter deswegen deinen Vater verlassen musste, oder?"
Und dann hat man die nächste Generation die alles aushält in Beziehungen und leidet "für die Kinder" "weil man das halt so macht".
Als ob die nicht merken würden wie es hinter der Fassade bröckelt wenn die Eltern sich nur noch feindlich gesonnen sind oder keine Liebe mehr da ist.
Kinder haben da ja feine Antennen.

Aber es geht hier ja gar nicht um den Sex an sich, sondern darum dass der Mann gar nicht kompromissbereit ist und ihm ihre Bedürfnisse egal sind.
Wahrscheinlich weil er genau weiß dass er es sich leisten kann weil sie ja sowieso mitspielt.

Andererseits ist sie ja selber Schuld weil sie sich ihm von Anfang an untergeordnet hat in der Hinsicht, also hast du auch wieder recht. Mittendrin die Regeln ändern ist unfair allen gegenüber.

Torten backen, Kuchen essen, Stricken, wandern, Familie … kann auch alles als sehr erfüllend erlebt werden. Wenn ich mich bei Sex anpassen konnte, warum nicht generell in meiner Lebensausrichtung? Die Option gefällt mir langsam!
Ja dann mach halt. Es geht ja im Endeffekt darum womit man sich wohl fühlt.
Wenn der Punkt kommt an dem du dich gar nicht mehr wohlfühlst, wird es halt schwierig.
 
  • #58
Und dann hat man die nächste Generation die alles aushält in Beziehungen und leidet "für die Kinder" "weil man das halt so macht".
Als ob die nicht merken würden wie es hinter der Fassade bröckelt wenn die Eltern sich nur noch feindlich gesonnen sind oder keine Liebe mehr da ist.
Kinder haben da ja feine Antennen.
Wegen Sex bröckelt es? Also bitte … ich bin von meinem Freundeskreis die Einzige, die deswegen eine Lösung sucht.
Den Frauen geht es gut, ihr Leben erfüllt sie und macht sie glücklich - ich kann mir keine davon als AE vorstellen.
 
  • #59
Torten backen, Kuchen essen, Stricken, wandern, Familie … kann auch alles als sehr erfüllend erlebt werden. Wenn ich mich bei Sex anpassen konnte, warum nicht generell in meiner Lebensausrichtung? Die Option gefä
Ich bin doch nicht der einzige, der das für pure Ironie hält, oder?
Lillifee 42 will keine einfache Antwort wie " trenne dich doch ".
Sie ist schon erwachsen.
Wahrscheinlich weil er genau weiß dass er es sich leisten kann weil sie ja sowieso mitspielt.
Nein, er kann es sich nicht einfach so leisten, weil Lillifee42 das Problem jetzt angeht. Sie macht mir auch nicht den Eindruck, als ob sie sich billig abspeisen lassen wird. (Zum Glück auch nicht mit billigen Antworten aus dem Forum.)
Er kann es sich deshalb nicht leisten, weil wir nicht noch mal eine wesentlich jüngere, sexuell so aktive Frau, die auch noch Mutter seiner Kinder ist, finden wird.
Aber es geht hier ja gar nicht um den Sex an sich, sondern darum dass der Mann gar nicht kompromissbereit ist und ihm ihre Bedürfnisse egal sind.
Sehe ich auch nicht so. Er ist kompromissbereit. Er hat nur keine Ahnung, was er zu einem Kompromiss bzw zu einer Besserung beitragen kann. Er ist ziemlich faul in dieser Hinsicht. Also wird Lillifee42 ihm auf die Sprünge helfen müssen.
DAFÜR braucht sie hier Anregungen. Nicht fürs verlassen.

@Lillifee42: sehe ich das richtig?
 
  • #60
Ok wow. Beängstigend.

Was sind das für Beziehungen? Was ist es einem wert? Was ist man sich selbst wert? Was vermittelt man dadurch ggf seinen eigenen Kindern, gerade den Töchtern? Augen zu und durch? Oder halt auch nicht? Wahnsinn.
Das kann man jetzt so und so sehen. Werfen beide Partner „nur“ Sex in die Waagschale, ist es Mist.
Aber die Männer dazu wirken eigentlich bis auf einen weder frustriert noch sonst etwas sondern auch zufrieden und glücklich. Und dieser eine hat eine Art an sich, bei der auch ich mich verweigern würde.
 
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