• #151
Diesmal solltest du ihm halt sagen, dass du gemerkt hast, dass du längere Paar-Zeit willst und brauchst, wenn ihr euer gemeinsames Ziel, mehr Lust für beide, in erster Linie für dich aber eben auch für ihn, am Sex, erreichen wollt.
Du wirst dir dafür irgendwie Zeit verschaffen
Wie soll das gehen mit einem - bald - Neugeborenen und dem fünften Kind?
Das Neugeborene wird wieder Tag und Nacht die Mutter (und den Vater) voll in Beschlag nehmen. Vor allem wenn frau stillt.
Wenn man da keine Hilfe von auswärts hat - sprich eine Oma oder Nanny - ,die den Eltern stundenweise Unterstützung bietet, kann man Paarzeit und lange Sex-Kuschelabenden erstmal vergessen.

So realistisch sollte man schon sein, dass das gerade jetzt der falsche Zeitpunkt ist.
 
E

ErnsterMann

Gast
  • #152
  • #153
Sexqualität und große Zukunftspläne können jetzt nicht das heißeste Thema sein.
Perfekte Vorlage 👍
Er sieht, dass ihr zu wenig Zeit miteinander habt, erkennt aber nicht, dass das die größte Baustelle ist.
Ich fürchte, dass ist kein Programm was sie sich vornimmt, sondern gefühlt fehlende Unterstützung, mangelnde Wertschätzung und Wahrnehmung ihrer Person. Das Problem kann man leider nicht wieder in die Schublade schieben. Wenn es jetzt nicht angegangen wird, könnte es zu spät sein.

Natürlich hat @Süsse65 recht, dass es schwierig wird. Aber sie verlangt nicht 3 h Sex. Und Paarzeit kann man auch mit einem Neugeborenen haben. Es stellt ja auch eine hoch emotionale Verbindung her.
 
  • #154
und Frauen sind zu unterschiedlich. Wenn du in deinen Mann schlüpfen könntest, würdest du eine komplett andere Wahrnehmung erfahren. Du würdest sehen, dass er dich und eure Familie unendlich liebt. Er sieht, dass ihr zu wenig Zeit miteinander habt, erkennt aber nicht, dass das die größte Baustelle ist. Du brauchst seine Zuneigung jetzt mehr denn je und spürst sie nicht. Er hingegen meint, dass du das wüsstest und auch fühlen würdest.
Das finde ich sooo schön. Danke dafür!
 
  • #156
Wie soll das gehen mit einem - bald - Neugeborenen und dem fünften Kind?
Das Neugeborene wird wieder Tag und Nacht die Mutter (und den Vater) voll in Beschlag nehmen. Vor allem wenn frau stillt.
Wenn man da keine Hilfe von auswärts hat - sprich eine Oma oder Nanny - ,die den Eltern stundenweise Unterstützung bietet, kann man Paarzeit und lange Sex-Kuschelabenden erstmal vergessen.

So realistisch sollte man schon sein, dass das gerade jetzt der falsche Zeitpunkt ist.
1. ich erwarte doch nicht ständig lange Sex Kuschelabende. Paarzeit ist auch gemeinsam essen (bestellen wir eben),
gemeinsam auf dem Sofa kuscheln (da haben uns die Babys nie gestört, die schlafen auch mal) und Spaziergänge …

2. ich stille - aber wenn mich ein Neugeborenes tatsächlich voll in Beschlag nehmen könnte, hätte ich doch sicher nicht Kind 3 und 4 bekommen geschweige denn unseren Nachzügler jetzt. Davor habe ich keine Angst - das wird entspannt werden.

3. gerade jetzt sollten wir uns nicht aus den Augen verlieren …
 
  • #157
Das sehe ich auch so. Sich jetzt Beziehungsthemen vorzunehmen, finde ich sehr gewagt. Da besteht die Gefahr, sich für diese aktuelle harte Phase unnötige Belastungen aufzuhalsen. Sexqualität und große Zukunftspläne können jetzt nicht das heißeste Thema sein.
Das kann man so und so sehen.
Den 5-Minuten-Sex beizubehalten ist keine Option.
Den Sex zu verändern in Deinen Augen auch nicht / denn dafür bräuchte es Zeit und den Willen beider.

Demnach müsste ich ihm jetzt sagen: kein Sex, bis wir wieder Zeit haben bzw das Baby weniger fordert.

Ist durchaus eine Lösung einiger Bekannter von mir. Finde ich aber keine Lösung, denn dann leidet der Mann.

Keiner sollte leiden müssen, das wird nur gehen mit Zeit und Gesprächen.
 
  • #158
Ja, kann. Wenn es beide wollen oder sich mindestens einer dazu zwingt.
Mit einem Neugeborenen, das mindestens alle zwei Stunden gestillt werden möchte und man nie weiß, wann es als nächstes schreit, wird es sehr schwierig sich genussvoll dem Liebesspiel hinzugeben. Zumal ja noch vier weitere Kinder da sind.

Bei meinem Exmann und mir hat das trotzdem sehr gut geklappt, weil ich das Baby immer im Ehebett oder neben dem Bett im Körbchen hatte und es sofort gestillt habe, wenn es geschrien hat. Danach konnten wir das Liebesspiel fortführen.
Wenn eine Frau aber erst mal aufstehen muss und müde das Fläschchen zubereiten muss, ist es erstmal mit der Stimmung vorbei.

Ich denke mit vier Kindern und einem Neugeborenen und dem ganzen Haushalt wird das richtig schwierig.
Für eine kleine Zwischenrunde im Bett geht es immer - aber richtige Paarzeit mit zwei Stunden Kuscheln und Verwöhnen...wer sich natürlich eine Nanny oder Haushaltshilfe leisten kann, ist klar im Vorteil.
 
  • #159
Bei meinem Exmann und mir hat das trotzdem sehr gut geklappt, weil ich das Baby immer im Ehebett oder neben dem Bett im Körbchen hatte und es sofort gestillt habe, wenn es geschrien hat. Danach konnten wir das Liebesspiel fortführen.
So handhaben wir das auch. Wir haben ein Babybay.
Wobei manchmal ja auch gern auf Mama oder Papa geschlafen wird 🤣

Wenn eine Frau aber erst mal aufstehen muss und müde das Fläschchen zubereiten muss, ist es erstmal mit der Stimmung vorbei.

Das ist wohl wahr. Mein Mann steht allerdings auf, wenn etwas mit unseren größeren Kindern ist.

Ich denke mit vier Kindern und einem Neugeborenen und dem ganzen Haushalt wird das richtig schwierig.
Naja, da hast Du schon Recht - zumindest nicht leicht.

Für eine kleine Zwischenrunde im Bett geht es immer - aber richtige Paarzeit mit zwei Stunden Kuscheln und Verwöhnen...wer sich natürlich eine Nanny oder Haushaltshilfe leisten kann, ist klar im Vorteil.
Eine gute Grundstruktur hilft, Routinen ebenso. Es gibt Sachen, die sind wichtig und welche, die kann man auch lassen (bügeln).
Aber auf mal Zeit woanders freue ich mich wirklich. Da müssen wir aber noch drauf warten.
 
  • #162
Wenn Frauen gewisse konservative Ansprüche an Männer haben, sollen sie sich nicht wundern, wenn diese auch konservative Vorstellungen haben. Diese Fesseln legen sich Frauen selbst an.
Darum geht es hier doch garnicht. Es geht um da Thema: Frau arbeitet wegen Familie TZ und Mann will nun auch TZ arbeiten weil der Job ihm zuviel wird.
Das geht finanziell beim downdaten des Mannes eben nicht, weil dann nicht mehr genug Geld für die Familie zum Leben da ist. Es sind die gewählten fesseln des Mannes Hauptverdiener zu sein durch seine Frauenwahl.
Die Frau hat keine Fesseln - sie hat was sie will: TZ und den Hauptteil der Familienarbeit.

Außerdem sollten beide Vollzeit arbeiten. Meine Eltern haben auch fast immer Vollzeit gearbeitet
Ja und man sieht, was für eine Freudlosigkeit am Leben durch die hohe Belastung bei Dir bewirkt wurde.
Das kann man für seine Kinder so wollen, wenn man selber keinen Spass hat, man kann es aber auch anders machen, mit weniger Hetze und persönlichem Ressourcenverbrauch - wenn man sich das finanziell leisten kann oder wegen Lebensqualität will.

kann ich nicht nachvollziehen, warum die Beziehung in Gefahr ist.
Weil es garkeine Beziehung mehr gibt, nur arbeiten, funktionieren und schlechter Sex

Die Menschen sind nicht gleich, auch nicht, was die Stressresistenz, ..... diese Unterschiede können kein ausschlaggebender Grund für ein Scheitern der Beziehung sein.
Selbstverständlich ist dieser Unterschied ein Grund warum Beziehungen scheitern - weil dem Belastbareren auch die Luft ausgeht wegen permanenter Überlastung.
Irgendwann ist es dann zuviel und daran scheitern Beziehungen.
 
E

ErnsterMann

Gast
  • #163
Ja und man sieht, was für eine Freudlosigkeit am Leben durch die hohe Belastung bei Dir bewirkt wurde.
Das ist nicht der Grund. Ich bin Ossi. Es war normal, dass beide VZ arbeiten. Dennoch war ich ab Mittag zuhause, egal ob im Kindergarten oder in der Grundschule, bevor jetzt wieder die staatliche Kinderbetreuung ins Feld geführt wird. Es haben auch Großeltern ausgeholfen und es wurde auch recht früh eine gewisse Selbständigkeit und -disziplin erwartet - was völlig normal war.
 
  • #164
Das ist nicht der Grund. Ich bin Ossi. Es war normal, dass beide VZ arbeiten. Dennoch war ich ab Mittag zuhause, egal ob im Kindergarten oder in der Grundschule, bevor jetzt wieder die staatliche Kinderbetreuung ins Feld geführt wird. Es haben auch Großeltern ausgeholfen und es wurde auch recht früh eine gewisse Selbständigkeit und -disziplin erwartet - was völlig normal war.
Das kenne ich auch noch so. Allerdings hatte meine Mutter damals schon Teilzeit, bzw. ging 6,5 Stunden. Dafür arbeiteten auch meine Großeltern noch mit.
Aber eins wusste ich immer: DAS mache ich nicht. Es reicht, wenn zwei Elternteile eine Linie finden müssen. Reingerede von Großeltern, die Konflikte zwischen Generationen… nee, danke.

Unsere Kinder sind im Vergleich ziemlich selbstständig, haben auch Hobbies. Eines braucht mehr schulische Unterstützung und irgendetwas ist ja immer.
Aber wir verbringen viel Zeit als Familie, Freunde der Kinder sind im Haus immer willkommen.
Es ist also durchaus quirlig manchmal …
 
  • #165
Das ist nicht der Grund. Ich bin Ossi. Es war normal, dass beide VZ arbeiten. Dennoch war ich ab Mittag zuhause, egal ob im Kindergarten oder in der Grundschule, bevor jetzt wieder die staatliche Kinderbetreuung ins Feld geführt wird. Es haben auch Großeltern ausgeholfen
Ein dreijähriges Kind kann ab Mittag noch nicht alleine zuhause bleiben. Wie soll das gehen? Die Eltern arbeiten Vollzeit, und die kleinen Kinder sind alleine zuhause?
Und wenn keine Großeltern da sind?
Man sich keine Nanny leisten kann?
Wie bitte soll Vollzeit arbeiten gehen mit so kleinen Kindern?
Da braucht man eine verlässliche Ganztagsbetreuung.

Natürlich kann man Kinder - je nach Entwicklungsstand - ab Mittag auch alleine zuhause lassen.
Aber nicht bevor sie ca. 8/9/10 Jahre alt sind.

Alles andere wäre fahrlässig. Würde ich auch meinen Kindern niemals zugemutet haben. Wir leben nicht mehr in den 60ern mit wenig Autoverkehr auf den Straßen, und wo wir Kinder im Pulk noch auf der Straße bis abends gespielt haben.

Das alles geht heute so nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #166
Es war normal, dass beide VZ arbeiten. Dennoch war ich ab Mittag zuhause.... es wurde auch recht früh eine gewisse Selbständigkeit und -disziplin erwartet - was völlig normal war.
Ist doch klar, dass nicht jeder Mensch gleich ist.
Bei den etwas vulnerablen führt eine frühe dauerhafte Überforderung zu solchen Symptomen und auch zu so einer Freud- und Hoffnungslosigkeit führt wie Du sie zeigst - erlernte Hilflosigkleit, sich klaglos fügen müssen statt selbst gestalten.

Wer es kannn macht es anders und guckt individueller was seine Kinder wann brauchen. Damit kann man auch sehr selbstständig werden und auch lebensfreudiger.
 
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