• #61
Bin ich die einzige, die nicht versteht, wie überhaupt dieser Streit entstehen konnte?
Weshalb brauch man denn eine Kontovollmacht? Weshalb macht man dann ein Drama, wenn der andere keine Kontovollmacht von meinem Konto möchte? Weshalb will man unbedingt eine Kontovollmacht von dem anderen haben?
Ich verstehe das überhaupt nicht und kann da auch überhaupt keinen positiven Gedanken bei sehen.
Niemals sollte man, meiner Meinung nach, bestimmte Dinge aus der Hand legen.
Die schönsten Traumehen wurden schon zu Rosenkriegen und die größte Liebe wurde schon verraten. Das bedeutet ja nicht, dass ich gleich annehme, dass ich so etwas von meinen Partner erwarte, aber ich kann doch niemals mehr sehen, als vor seiner Stirn. Wegen der Heirat, da hätte ich vor Jahren schon einmal gefragt, ob du irgendwann von einem Heiratsantrag überrascht wirst oder ob er dir diesen Wunsch nicht erfüllen kann.
Diesen ganzen Heiratszwang verstehe ich auch nicht. Wenn ich meinen Partner unter Druck dazu bekomme, das er irgendwann einknickt, dann ist das doch so weit weg von Liebe und dem was ein Antrag bedeuten sollte. Er will dich eigentlich nicht heiraten. Versteh das doch. Er will es nicht.
Kontovollmachten, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht usw. man erst wenn der Partner im Koma liegt, in der Psychathrie sitzt, Dement geworden ist usw.

Besonders kritisch wird es ohne Vollmachten wenn man in dieser Situation in einer Immobilie des Betroffenen sitzt und quasi keinerlei Handlungsvollmacht hat. Das ist schon bitter wenn man zuvor im schönsten Glück jahrelang zusammen gelebt hat.

Diverse Senior-Patriarchen versterben gerne ohne ihrer Mündel-Ehefrau die relevanten Vollmachten gegeben zu haben. Die Gute hat bis dahin Haushalsgeld von ihrem Herrscher auf die Hand bekommen und kann dann erst einmal die Miete nicht zahlen. Eine Standard-Kontovollmacht nützt da übrigens nichts.

Da im Alter zunehmend der Starsinn regiert sollte man alles nötige noch relativ jung klären. Wenn man aber grundsätzlich nur mit jemanden Verteauensunwürdigen un Beziehung ist, sollte man das nicht machen.

Ich hatte meiner Mutter das mal vorgeschlagen. Sie hat sofort Golddiggerei vermutet. Nach meine Schwiegermutter meiner damaligen Frau und mir entsprechende Vollmachten erteilt hat wollte sie nicht zurück stehen.

@FräuleinXY sofern du mal in Verlegenheit kommst als Mutter Teilzeit oder überhaupt nicht zu arbeiten wirst du vom Erzeuger deiner Kinder erwarten, dass er dich dann quer subventioniert. Dir wird es dann sicher auch reichen wenn er dir 100 € die Woche in die Hand drückt und dir keine Kontovollmacht gibt.
 
  • #62
Einen Vorwurf kann sie ihm mMn trotzdem nicht machen. Er hat halt bis heute seinen Standpunkt gelebt.
Wenn die Vollmacht tatsächlich nur ein weiteres Symptom sein sollte - man bedenke jetzt mal den Zinnober, den sie wegen der Vollmacht betreibt - hätte es dann nicht vorher schon handfestere Streitigkeiten gegeben? Oder hat es die gegeben und sie hat sie nicht in einen Zusammenhang gebracht?

Ich denke schon, dass es ein tieferes Problem gibt.
Das würde sicher ihren Aufstand wegen der Vollmacht erklären. Ich glaube aber, es ist auch nur ihr Problem und kein gemeinsames.
Wenn immer nur einer in Beziehung investiert oder zurücksteht, dann ist es irgendwann genug, sehe ich auch so.
Geht aber derjenige dann tatsächlich mit Verlust aus der Sache, auch wenn ihm gar nichts anderes zuvor versprochen wurde??Ist sie vor 14 Jahren in die Beziehung gestartet mit dem Gedanken "den krieg' ich mir schon zurechtgebogen"?
Erst wird alles akzeptiert und später kommt der Katalog mit den Forderungen?
Werden diese nicht erfüllt hat er auch noch Schuld. Kein Wunder, dass er schweigt.
Sie wird sich überlegen müssen, ob sie die Beziehung fortführen möchte. Aber mE ohne Schuldzuweisungen oder Unterstellungen zu Dingen, die ihr vorher nicht anders angepriesen wurden.
 
  • #63
Ach Gottchen, kriegt euch ein. Die FS wird für ganz normalen Wunsch, Verbindlichkeiten in irgendeiner Form zu wollen, hier richtig geteert und gefedert. "Warum willst du heiraten, warum willst du Konto mit ihm teilen, warum willst du zusammenziehen" usw. liest man hier regelmäßig. Die deutsche Gesellschaft wird nicht umsonst als eine der kältesten gepriesen, das höre ich von ALLEN Ausländern jeglicher Nationen regelmäßig. Ihr könnt ruhig auf eurer Unabhängigkeit und Freiheit pochen und euch von euren Partnern wegabsichern, aber hört bitte auf, dieses Vorgehen als normal und adäquat zu bezeichnen. Wenn man jemanden liebt, dann ist es ein natürlicher Wunsch, die geliebte Person versorgt und abgesichert zu wissen. Sorry, das eigene Auto und Haus bekommen mehr Absicherung und Fürsorge, als manch eine "geliebte" Person. Ein Bekannter von mir hat Auto gekauft, nichts schickes, obere Mittelklasse. Ich habe mal spaßeshalber gefragt, ob ich Probefahrt machen könnte. Pustekuchen. Darf ich nicht, war seine absolut ernste Antwort , weil Auto nur auf eine Person versichert ist und wenn was passiert, steigt seine Versicherung. Er hat keine Kinder, nie verheiratet, unzählige Häuser und Haufen Geld auf dem Konto, steht kurz vor Rente und hat eine chronische Krankheit, wegen der er sehr schnell tot sein könnte. Ich war nicht irgendwer, er hat immer wieder zu verstehen gegeben, dass ich ihm gefalle. Er hat einige Sprüche und Verhaltensweisen rausgehauen, wo er bei mir endgültig unten durch ist, so dass ich nicht mal Kontakt zu ihm wünsche.
 
  • #64
Einen Vorwurf kann sie ihm mMn trotzdem nicht machen. Er hat halt bis heute seinen Standpunkt gelebt.
Ja und nein in meinen Augen. Sie leben ja eine Dynamik, also sie ist auch nicht gegangen, nachdem sich zeigte, wie er ist, er aber auch nicht.
Ich finde schon, dass man erwarten kann, dass er sich einen Kopf drum macht, ihr dahingehend auch etwas an Sicherheit anzubieten, zumindest mehr als "solange es mit uns klappt, kannste hier wohnen" (anscheinend wohnt sie ja unter den gleichen Bedingungen, als sei sie in ein schon fertiges Haus gezogen).

Ich glaube aber, es ist auch nur ihr Problem und kein gemeinsames.
Es ist schon ein BEZIEHUNGSproblem in meinen Augen, nicht nur ihr persönliches und er verhält sich "normal".
Aber ich denke, es ergibt sich so eine Dynamik wie häufig: Je mehr der eine was vom anderen will, umso mehr zieht der sich zurück. Und keiner lässt mal ab von seinen alten Verhaltensweisen, dass sich was ändert am Zusammenspiel.

Mal simpel gesagt: Würde man sich lieben, würde man das Problem des anderen verstehen und seine Ansichten versuchen zu ändern.
Aber wer ist "man" und wie einfach geht sowas.
Aber zumindest verstehen WOLLEN könnte man es, und mal ein anderes Gespräch führen, als das übliche Streit-Stress-Schweigemauer-Ding abzuspielen.

Geht aber derjenige dann tatsächlich mit Verlust aus der Sache, auch wenn ihm gar nichts anderes zuvor versprochen wurde??Ist sie vor 14 Jahren in die Beziehung gestartet mit dem Gedanken "den krieg' ich mir schon zurechtgebogen"?
Nicht so vorsätzlich, aber unbewusst schon, würde ich sagen. Ich denke, das macht quasi jede Frau: Sie denkt, dass sie in der Liebe mit diesem Mann glücklich wird und er aus Liebe zu ihr sich so ändern wird, dass sie das auch sein kann, wenn es irgendwas zu ändern gibt. Und wenn eine Frau verbindlich werden will, denkt sie ganz natürlich, dass es für den Mann auch Liebe ist, sich verbindlich zu zeigen.
Man geht durchaus mit einem Verlust, würde ich sagen. Denn auch wenn es einem nicht versprochen wurde, so wurde die Großzügigkeit ihrerseits ja doch "mitgenommen", obwohl ihm klar war, was sie dafür im Gegenzug wollte. Sicher kann man das, was sie gab, als GESCHENK der Liebe sehen. Und sie fordert ja auch was ein, das immateriell ist: emotionale Verbindlichkeit, nicht etwa einen Betrag Geld für die Arbeit in den Hausbau. Nur könnte er hier wenigstens was anbieten (wenn er nicht schon hat).

Jedenfalls mahnt mich das wiedermal in der Hinsicht, dass man in der Liebe nur schenken kann, ohne Gegenleistung zu erwarten und ohne das Geschenk als Teil einer Taktik sehen zu können, aus dem anderen mehr Liebesbeweise rauszukitzeln. Man muss den Verlust verschmerzen können, wenn nach dem Geschenk nicht das passiert, was man sich erhoffte. Deswegen sollte es nur so groß sein, dass es keine Wunden reißt.
 
  • #65
Ach Gottchen, kriegt euch ein. Die FS wird für ganz normalen Wunsch, Verbindlichkeiten in irgendeiner Form zu wollen, hier richtig geteert und gefedert.... Wenn man jemanden liebt, dann ist es ein natürlicher Wunsch, die geliebte Person versorgt und abgesichert zu wissen.
Vollkommen richtig und die FS entdeckt nach 14 Jahren Beziehung grad, dass sie nicht SO geliebt wird, WIE sie sich das wünscht, dass ihr vom Partner nicht vertraut wird - das Problem hat sie richtig erkannt.
Er hat die ganzen Jahre die von der FS gewünschte Ehe verweigert. Nun will die FS sich über die Kontovollmacht ein Hilfskonstrukt schaffen, damit sie weiterhin an die "gute", aber sie im Kern dauerenttäuschende Beziehung glauben kann.
Auch der Plan hat nicht geklappt, der Mann ist nicht so dumm wie von der FS gewünscht, durchschaut und verweigert das Hilfskonstrukt.
Sie müsste sich nun mit der Substanz der Beziehung auseinandersetzen, scheut aber das Ergebnis und wird gegen die Foristen aggressiv, die sie auf die Wahrheit hinweisen.

Die Foristen reagieren überwiegend sachlich und akzeptieren, dass der Mann mehr Verbindung/Verpflichtung zur FS nicht will.
Ich kann auch nicht erkennen, wozu sie seinen Kontozugriff braucht. Sie hat geringe Wohn- und Lebenshaltungskosten und sollte in 14 Jahren ausreichend Rücklagen gebildet haben, um über Monate die Hauskosten finanzieren zu können - solange sie da wohnen will. Und wenn ihr das finanziell über den Kopf wächst? Ausziehen - sein Haus, seine Kosten, auch wenn das Haus unter den Hammer kommt. Er will das so.
Er hat ein Auto auf Pump gekauft, die Raten werden nicht gezahlt, weil er im Koma liegt? Sein Problem, wollte er so. Soll der Händler das Auto abholen. Das ist die richtige Antwort auf sein Verhalten.

Ihm ist es kein Bedürfnis, dass die FS sich um seine Finanzen kümmert. Da vertraut er lieber seiner greisen Mutter.
Was nach seinem Tod ist, ist ihm schnurz piepegal. Dann hat die FS für ihn keinen Nutzen mehr und somit regelt er für die Zukunft nichts.
Das ist für die FS mit50+ eine unerfreuliche, weil bedrohliche Erkenntnis.

Sorry, das eigene Auto und Haus bekommen mehr Absicherung und Fürsorge, als manch eine "geliebte" Person. Ein Bekannter von mir hat Auto gekauft.... er bei mir endgültig unten durch ist...
Ja, das tut weh, zu erkennen, wie wenig Du/die Fürsorge die Du ihm zukommen lassen hast ihm wert bist.
Da reagierst Du anders als die FS vollkommen richtig und entziehst ihm die Fürsorge, die er so gering schätzt, weil Du anders als die FS in für Dich relevanten Punkten nicht von ihm profitierst.

Für die FS fällt aus der Beziehung immer noch genug Benefit ab und daher stellt sie einen neuen Rekord im zurückrudern auf.
 
  • #66
Ja, das tut weh, zu erkennen, wie wenig Du/die Fürsorge die Du ihm zukommen lassen hast ihm wert bist.
Da reagierst Du anders als die FS vollkommen richtig und entziehst ihm die Fürsorge, die er so gering schätzt, weil Du anders als die FS in für Dich relevanten Punkten nicht von ihm profitierst.
Wir waren nicht zusammen, sondern wir hatten gemeinsamen Bekanntenkreis. Ich hatte das eine oder das andere über ihn mitbekommen, prüfe aber grundsätzlich, ob die Gerüchte stimmen. In diesem Fall war ehe irritiert und entsetzt ob seiner Einstellung, weil er tatsächlich so rüber kam, wie man über ihn immer wieder geredet hat. Ich bin selber Außenseiterin und weiss, wie schnell und wie hartnäckig sich manche Meinungen im Umlauf halten, deswegen interessiert mich Gerede ehe wenig, ich bilde mir selber eigene Meinung. Hier hatte ich mehr an das Gute im Menschen geglaubt, als es tatsächlich vorhanden war.
 
  • #67
Wir haben zusammen ein Haus gebaut , wobei es ihm gehört. Mir gehört nichts.
Ich zahle aber natürlich vieles und übernehme von seinen Nebenkosten die Hälfte.
Habe gedacht, dass endlich mal ein Heiratsanatrag kommt. Bislang habe ich vergeblich gewartet und es gab oft Streit deswegen, weil mir die Ablehnung so weh tat.
Hallo @assi069,

da ist einiges, was ich an deinen Ausführungen nicht verstehen kann.

Was heißt, ihr habt zusammen ein Haus gebaut und trotzdem gehört es ihm allein und dir gehört nichts?

Hast du dich damit einverstanden erklärt, dass trotz gemeinsamen Bauens alles ihm gehört, weil du auf einen Heiratsantrag gewartet hast?

Das mit deinem Konto, für das er eine Vollmacht unterschreiben sollte, ist dagegen offensichtlich. Du hast ihn quasi dazu genötigt, weil du deinerseits eine Vollmacht über sein Konto haben wolltest.
Das hat nicht geklappt und somit kann er nun über dein Konto verfügen, du über seines aber nicht. Findest du das nicht leichtsinnig?
Hast du vielleicht auch noch eine Lebensversicherung abgeschlossen, von der er profitieren könnte?

Von Liebe lese ich kein Wort. Warum tust du dir also das an?

Du hast keinen Anteil am gemeinsam gebauten Haus.
Er gibt dir keine Vollmacht über sein Konto. Wobei es unerheblich ist, ob er dir zutraut sein Konto zu plündern oder nicht, - er will dir die Vollmacht eben nicht geben. Er wollte ja nicht mal eine Vollmacht über dein Konto.

Und das seit 14 Jahren @assi069

Da kann ich nur fassungslos mit dem Kopf schütteln.
Da ist eigentlich nichts, was euch wirklich verbindet.
Was hält dich in dieser Beziehung?
Einen Heiratsantrag wird er dir wohl nie machen.
Ihm ist es egal, ob du verletzt bis oder nicht.

Du solltest versuchen, wenigstens einen Anteil von dem zu bekommen, was du in den Bau des Hauses gesteckt hast und dich dann aus dieser unwürdigen Beziehung befreien.
 
  • #68
Wir waren nicht zusammen, sondern wir hatten gemeinsamen Bekanntenkreis....
Das ist mir schon klar, aber welchen Zusammenhang hat das dann zum Problem der FS. Dort geht es um eine langjährige Beziehung, Du hast zu dem Mann keine, von dem Du was forderst.
Du glaubst, dass er auf Dich steht, meinst dass Du daher was von ihm fordern kannst und versuchst spassenshalber einen Beziehungs-Shittest. Dieser scheitert nachvollziehbar, weil es keine Beziehung gibt.

Warum soll ein vager Bekannter Dir sein dafür unzureichend versichertes neues Auto leihen? Warum soll er sein neues Auto so versichern, dass er es an Hinz und Kunz verleihen kann, wenn er alleinstehend ist? Das macht doch überhaupt keinen Sinn und hat nichts mit der kältesten Gesellschaft der Welt zu tun - wobei Du darin möglicherweise Recht hast.

weiss, wie schnell und wie hartnäckig sich manche Meinungen im Umlauf halten.... Hier hatte ich mehr an das Gute im Menschen geglaubt, als es tatsächlich vorhanden war.
Definitiv glaubst Du bei dem Vorgehen nicht an das Gute im Menschen. Wenn man daran glaubt, muss man das nicht abtesten. Du glaubst nicht an das Gute in ihm und wolltest ihn vorführen.
Als Frau hast Du Dich in diesen Dingen für besonders ausgefuchst gehalten und geglaubt, dass Du ihn uebertoelpeln kannst, aus seiner unerquicklichen Lebenssituation für Dich etwas Spass generieren kannst. Das hat er gespürt und daher hochaversiv reagiert.

Das ist ein bisschen wie bei der FS: sie drückt ihm ihre Kontovollmacht aufs Auge und stellt erstaunt fest, dass er garnicht daran denkt gleichzuziehen.
 
  • #69
Hier hatte ich mehr an das Gute im Menschen geglaubt, als es tatsächlich vorhanden war.
Man kann Probefahrten im Auto als „das Gute im Menschen“ definieren. Man kann auch als „gut“ definieren, Dich vor einem dann nicht versicherten Schaden zu bewahren. Ach, ich vergaß, Du erwartest ja, dass ein Bekannter den Schaden tragen würde, einfach, weil er reich ist.
Dein Geschwafel von „Liebe“ nervt. Wenn ich es richtig weiß, kommst Du aus Russland. Nach landläufiger Sicht ist Ellbogenmentalität dort viel üblicher als hier. Sicher auch nicht pauschal überall.


... hört bitte auf, dieses Vorgehen als normal und adäquat zu bezeichnen.
Hier ist es normal. Jedenfalls bei einem Teil der Bevölkerung. Die würden Dein Verhalten als „Abstauben“ bezeichnen. Für einen anderen Teil der Bevölkerung ist Deine Sichtweise normal. Na und? Das wird doch nur zum Problem, wenn unterschiedliche Sichtweisen aufeinanderprallen.


Er hat keine Kinder, nie verheiratet, unzählige Häuser und Haufen Geld auf dem Konto, steht kurz vor Rente und hat eine chronische Krankheit, wegen der er sehr schnell tot sein könnte. Ich war nicht irgendwer, er hat immer wieder zu verstehen gegeben, dass ich ihm gefalle. Er hat einige Sprüche und Verhaltensweisen rausgehauen, wo er bei mir endgültig unten durch ist, so dass ich nicht mal Kontakt zu ihm wünsche.
Vermutlich hat auch er umgekehrt gemerkt, worum es geht...
 
  • #70
FS,

Dein Freund macht Eure Partnerschaft nicht an Heirat und Kontovollmacht fest, mehr sehe ich da nicht. Dass Du deswegen verletzt und verunsichert bist und ihm mögliches Misstrauen unterstellst, ist alleine Deine Baustelle. Er hat da eine klare Meinung, teilt Dir diese mit und Du hakst wiederholt nach und respektierst diese nicht. Auch wieder Deine Baustelle.

Ich lese nichts davon, dass er Dich unfair und schlecht behandelt und Du das anders empfindest. Da wäre ich an seiner Stelle auch mehr als irritiert.

Ich wäre mit meiner Frau gerne alt geworden, auch ohne Heirat und mit gemeinsamen Konto. Nach 23 Jahren haben wir versucht das zu ändern, auch das der Anfang vom Ende.

Heute mache ich keine faulen Kompromisse mehr sondern rede und kläre unterschiedliche Auffassungen, akzeptiere wenn es nicht passt und ziehe Konsequenzen.

Du nicht!
Warum?

PS: Wenn ich mal das Zeitliche mehr oder weniger einfach und schnell segne, sehe ich weder meine Kinder, Freundin noch sonst wen in der Verantwortung. Meine Kinder habe ich hoffentlich in die Lage versetzt sich selbst um sich zu kümmern und ihr Leben zu gestalten und alle anderen sollten das tunlichst auch. Der Rest wird sich regeln oder eben nicht.
 
  • #71
Da frage ich mich allerdings warum dann auch getrennte Konten hat, wenn man verheiratet ist. Meine Frau und ich haben haben ein gemeinsames. Meine Eltern auch. Selbst meine Großeltern hatten ein gemeinsames. Anders kenne ich es einfach nicht.
Ich habe mit meiner Partnerin auch gemeinsame Konten, aber ich ich habe auch eigene Konten.
Sonst würde sie z.B. ihr Weihnachtsgeschenk jetzt schon kennen.
 
  • #72
Das ist mir schon klar, aber welchen Zusammenhang hat das dann zum Problem der FS. Dort geht es um eine langjährige Beziehung, Du hast zu dem Mann keine, von dem Du was forderst.
Du glaubst, dass er auf Dich steht, meinst dass Du daher was von ihm fordern kannst und versuchst spassenshalber einen Beziehungs-Shittest. Dieser scheitert nachvollziehbar, weil es keine Beziehung gibt.

Warum soll ein vager Bekannter Dir sein dafür unzureichend versichertes neues Auto leihen? Warum soll er sein neues Auto so versichern, dass er es an
Ich habe ihn jahrelang gekannt, er mich auch. Wir hatten einige Male Kaffee getrunken und wenn wir uns gesehen hatten, war er zu mir besonders herzlich. Ich war in einer Beziehung, deswegen habe ich in seine Richtung nichts unternommen. Nach der Trennung hat er mir einige Male geholfen, weil er das selber angeboten. Als er Auto gekauft hat, wollte er es mir zeigen und dann habe ich eben den Spruch rausgehauen. Ohne Hintergedanken. Ich habe selber ein Auto gehabt und es war nur ein Blöddaherreden, nach dem Motto "kann ich Probefahrt machen - nur, wenn du ganz lieb bist - mal sehen, was ich machen kann.zwinker".Er sagt was, ich sage was, er kontert, ich kontere, einfach ein netter Schlagabtausch. Er ist aber sofort ins Mauern gegangen, als ob ich sein Auto geschenkt haben wollte. Das unentspannt und peinlich, finde ich. Solche Kleinigkeiten habe ich im Laufe der Zeit erlebt, so dass die allgemeine Meinung von ihm leider mehr und mehr bestätigt wurde. Er hat nach außen als großzügig und hilfsbereit getan, bis man merkt, dass da oft gewisse Berechnung steckt. Ich erwarte und erzwingen keine Hilfe, bin so erzogen, da mache ich lieber selber oder eben nehme gewisse Einschränkungen in Kauf, aber wenn jemand Sprüche raushaut, komm, ich helfe dir und dann nur scheibchenweise was rüberkommt, dann will ich so einen Menschen nicht mal als Freund. Ich habe keinen Shittest gemacht, ich habe ihn nicht anders, als andere Männer behandelt - ich schaue einfach, wieviel Substanz dahinter ist. Ich hatte mal gefragt, ob er Einladung für meine Freundin machen kann, nur Papier besorgen- alle Ausgaben hätte ich übernommen, worauf ich Antwort bekam, er kann nicht, seine Freundin ist eifersüchtig (??) Die Freundin kennt mich schon lange(on/off von ihm), es wäre alles kein Problem. Aber wir können mal beide Kaffee trinken gehen. Gegen Kaffee mit mir hätte seine Freundin anscheinend nichts dagegen.
 
  • #73
Was heißt, ihr habt zusammen ein Haus gebaut und trotzdem gehört es ihm allein und dir gehört nichts?
Hast du dich damit einverstanden erklärt, dass trotz gemeinsamen Bauens alles ihm gehört, weil du auf einen Heiratsantrag gewartet hast?
Lies Dir bitte die zusätzlichen Erläterungen der FS durch und Du verstehst, dass nicht sie sondern ihr Partner mit seinen Mitteln das Haus gebaut hat.

Ihr gehört wohl aber der größte Teil der Inneneinrichtung, wie sie schrieb. Damit dürfte sich die zweite Frage erledigt haben.

Ihr Heiratswunsch war also kein Tauschgeschäft und sie erwartet diesen als (einseitigen) Liebesbeweis, wie sie schrieb.

Sie selbst will aber nichts Zusätzliches erbringen oder leisten.
 
  • #74
Mal simpel gesagt: Würde man sich lieben, würde man das Problem des anderen verstehen und seine Ansichten versuchen zu ändern.
Liebe setzt mMn nicht voraus, dass ich immer alle Probleme des Partners verstehe. Es versuchen, klar und gut. Meine Ansicht kann sich durchaus ändern, wenn ich sein Problem "verstanden" habe, muss aber auch nicht zwingend sein!
Was ich damit meine ist "einfach mal was stehen lassen". Ich muss nicht so lange weiter machen oder den anderen bearbeiten, bis der dann endlich nachgibt.

Ich glaube auch nicht immer, dass es ja ein noch sooo viel tieferes Problem geben muss. Wenn man lange genug sucht wird jeder immer (auch bei sich selbst) etwas finden, was man später zu dem Problem mutieren lassen kann.
Sie macht Drama und er schweigt. Eigentlich nur schlechte Streitkultur und Respektlosigkeit gegenüber der jeweils anderen Meinung.
 
  • #75
Lies Dir bitte die zusätzlichen Erläterungen der FS durch und Du verstehst, dass nicht sie sondern ihr Partner mit seinen Mitteln das Haus gebaut hat.


Ihr gehört wohl aber der größte Teil der Inneneinrichtung, wie sie schrieb. Damit dürfte sich die zweite Frage erledigt haben.

Ihr Heiratswunsch war also kein Tauschgeschäft und sie erwartet diesen als (einseitigen) Liebesbeweis, wie sie schrieb.

Sie selbst will aber nichts Zusätzliches erbringen oder leisten.
In der Regel lese ich den ersten Beitrag eines Threads und antworte auf diesen, ohne mir vorher die Rückruder-Beiträge anzusehen, weil die für mich nicht relevant sind, da meistens verwässert oder von gegenteiligem Inhalt. Und im ersten Beitrag steht nun mal, "Wir haben zusammen ein Haus gebaut", Hausbau und Möbelkauf sind für mich zwei verschiedene Dinge.

Trotz der Rückruder-Beiträge der FS bin ich nach wie vor der Ansicht, dass sich hier zwei Menschen zusammengetan haben, die verschiedene Absichten/ Ansichten haben, was eine Partnerschaft angeht, die in 14 gemeinsamen Jahren nicht zusammengewachsen sind; und sie dem Mann mit ihrem Wunsch nach Nähe und gemeinsamen Dingen, unangenehm ist, bzw. es ihm egal wäre, ob sie geht oder bleibt.
 
  • #76
...dass sich hier zwei Menschen zusammengetan haben, die verschiedene Absichten/ Ansichten haben, was eine Partnerschaft angeht, die in 14 gemeinsamen Jahren nicht zusammengewachsen sind; und sie dem Mann mit ihrem Wunsch nach Nähe und gemeinsamen Dingen, unangenehm ist, bzw. es ihm egal wäre, ob sie geht oder bleibt.
Sie haben in 14 Jahren offensichtlich nicht gelernt, miteinander zu reden und zu klären, wie sie bestimmte Dinge in ihrer Beziehung sehen und regeln. Da finde ich das Fatale.
Beim Thema Hochzeit haben die beiden vermutlich genauso agiert.
Auch "ich kaufe ein Haus und Du die Möbel" ist hier irgendwie schräg oder erscheint mindestens als Folge von wenig Gemeinsamkeit. Freunde von mir sind verheiratet und ihm gehört die Wohnung, sie finanziert die Einrichtung. Kein Problem, denn von beiden so abgesprochen.

Dass die Sichtweisen zu dem Thema hier unterschiedlich sind und der eine es als schwere Verletzung sieht, nicht alle Vollmachten zu haben, während die andere das als überhaupt kein Problem sieht, wird ja aus den Beiträgen zum Thema klar.

Für mich fehlt hier die Nähe, sich einfach über das Thema zu unterhalten und eine gemeinsame Lösung zu finden. Das aber nicht erst nach 14 Jahren und dann in Form eines Formulars mit der "Pistole auf die Brust". Da fehlt der FS die Beziehungstauglichkeit und die Kommunikationsfähigkeit genauso wie ihrem Partner.
 
  • #77
Liebe setzt mMn nicht voraus, dass ich immer alle Probleme des Partners verstehe.
Pauschal gesehen nicht, aber im Beziehungsbereich wird ja so ein Problem, wie die FS und der Partner es haben, immer wieder Thema und keiner ändert seine Sichtweise. In meinen Augen stehen sie beide vor dem Hindernis "Verbindlichkeit": Er braucht, dass es keine gibt, sie braucht, dass es welche gibt. Keiner hat es in den langen Jahren mal geschafft, sich zu überlegen, dass man aufeinanderzugehen könnte. Sie ist zähneknirschend von dem Heiratswillen abgerückt, hat aber nicht ihre Einstellung geändert. Er scheint sich auch kein Stück bewegt zu haben, dass er sie mal mehr "verbindet" mit seinem Leben.

Ich denke, in manchen Grundlagenfragen hinsichtlich der eigenen Beziehungsvorstellung kann man gar nicht so einfach sagen "na gut, wenn du das anders siehst, machen wir es so". Da braucht es eine wirkliche Wesensänderung. Wie z.B. Verbindlichkeiten nicht mehr so wichtig zu finden und sich sagen zu können, dass man mal sehen will, was passiert. Zumal ich denke, dass einer, der Angst vor Verbindlichkeiten hat, immer mal wieder rauskehrt, dass man ja nicht verbindlich miteinander ist. Oder gedankenlos Bemerkungen macht zu anderen Paaren, woran der andere dann wieder sieht, dass sein Partner nie-nie-nie verbindlich werden wollen würde. Das sticht ja jedesmal wieder ins Herz.

"einfach mal was stehen lassen". Ich muss nicht so lange weiter machen oder den anderen bearbeiten, bis der dann endlich nachgibt.
Das geht viel einfacher bei Themen wie "welche Farbe soll das Sofa haben".
Wenn man sich für diese Gelassenheit erstmal selbst analysieren muss, also im Fall der FS: Warum will sie unbedingt so verbindlich sein, warum will sie einen unverbindlichen Mann dazu bringen und hat nicht einen, der von selbst verbindlich ist, usw., dann ist der Weg dahin, also zur Gelassenheit, wirklich kein einfacher. Zumal sie ja auch ihn dabei durchschauen muss, warum er z.B. keine Verbindlichkeit will und dass das vielleicht überhaupt nichts mit ihr zu tun hat, sondern möglicherweise mit dem Verhältnis zu seiner Mutter.

Eigentlich nur schlechte Streitkultur und Respektlosigkeit gegenüber der jeweils anderen Meinung.
Seh ich anders. Ich denke, das geht tief in die ureigensten Ängste, was emotionale Verbindungen angeht, und in die Ansichten über Liebe oder Zeichen der Liebe - WANN fühlt man sich geliebt. Und es betrifft auch den Charakter. Z.B. an seiner Stelle: Warum habe ich eine Partnerin, die mich immer wieder bearbeitet und mich so stresst, dass ich wegrenne.
Ich denke, er braucht für sein Sicherheitsgefühl auch genau so eine Partnerin, die so am Haken hängt und nicht von selbst sagt "ich gehe". Oder er wäre längst gern wieder Single, schafft aber nicht, Schluss zu machen?