• #1

Vertrauen weg: Geld und Beziehung

Hallo Community,

Wir sind seit 4 Jahren ein Paar. Ich in den 40ern, er in den 50ern. Beide geschieden, leben in einer gemeinsamen Wohnung.
Beide haben erwachsene Kinder, Leben nicht in unserem Haushalt.
Mein Partner hat damals einige Schulden mitgebracht, die sind nahezu alle bezahlt.
Ich war total freudig darüber, haben wir doch über 2 Jahre (Corona hat es einem auch leicht gemacht) auf alles verzichtet. Ich habe ihm Geld geliehen, das habe ich schon lange wieder. Ich habe eine ganze Zeit lang auch alles bezahlt, er hat sich größtenteils um seine Schulden gekümmert. Das war auch für mich in Ordnung.
Die Schulden waren die aus der letzten Beziehung.
Alles Konsumschulden.

Ich dachte es sei alles überstanden, Schulden soweit weg und wir können endlich durchstarten.
Doch was ist?
Ich finde durch einen blöden Zufall neue offene Forderungen.
Auch habe ich herausgefunden, dass er seit gut 1Jahr Geld gehabte hätte. Er hat aber immer wieder behauptet, kein Geld mehr zu haben. Somit blieben Urlaube etc. einfach aus.
Ich bin zutiefst gekränkt. Er lügt mich an und das obwohl er mit den Finanzen mal sehr ehrlich war.

Kann es sein, dass es ein Charakterzug ist, immer über seine Verhältnisse zu leben? So ohne Rücksicht? Da ändert sich doch nichts mehr?!
 
  • #2
Er lebt ja nun nicht mehr über seine Verhältnisse. Ist deutlich sparsam. Ich würde nicht wollen, das jmd. anderes in meinen finanziellen Angelegenheiten rumkramt oder dass ich gar alles ausbreite. Vielleicht möchte er das auch nicht u. sagte deshalb nichts.

Andererseits würde ich seine Probleme nicht zu deinen machen u. strikt trennen. Von Anfang an. Du hast dich selbst da reingeritten u. falsche Erwartungen gehegt.

Nimm mal Abstand von seinen Problemen, er kann die auch ohne dich lösen. Sowas macht total unsexy, wenn "Mutti" da mit Argusaugen drüber wacht und hilft, wo sie nur kann. Er ist erwachsen. Selbst verantwortlich. Du auch.
 
  • #3
Du weißt es doch. Er wird sich nie ändern. Er will sich nicht ändern. Lauf so schnell du kannst. Ich zumindest wäre schon weg. Im Grunde hast du auch seine Schulden mit abbezahlt. Ist dir das eigentlich klar?
 
  • #4
Mein Partner hat damals einige Schulden mitgebracht, die sind nahezu alle bezahlt.
Woher weißt du das so genau?
Ich habe eine ganze Zeit lang auch alles bezahlt, er hat sich größtenteils um seine Schulden gekümmert. Das war auch für mich in Ordnung.
Gab es hierfür einen Ausgleich? Ansonsten würde ich mich an deiner Stelle ausgenutzt fühlen.
Doch was ist?
Ich finde durch einen blöden Zufall neue offene Forderungen.
Das bedeutet du weißt es am Ende eben nicht so genau!
Auch habe ich herausgefunden, dass er seit gut 1Jahr Geld gehabte hätte.
Woher weißt du, wenn er zeitgleich wieder Schulden macht? Redest du dir hier ggf. die Zusammenhänge schön?
Er hat aber immer wieder behauptet, kein Geld mehr zu haben. Somit blieben Urlaube etc. einfach aus.
Schlauer Move! Weil du ihn durchgefüttert hast. Vielleicht machst du das ja weiter, wenn er sich weiter arm redet.
Ich bin zutiefst gekränkt. Er lügt mich an und das obwohl er mit den Finanzen mal sehr ehrlich war.
Mein Bauch sagt mir, er war nie ehrlich! Er hat dich glauben lassen, dass ist etwas anderes.
Kann es sein, dass es ein Charakterzug ist, immer über seine Verhältnisse zu leben? So ohne Rücksicht? Da ändert sich doch nichts mehr?!
Dem Partner ins Gesicht zu lügen, Umstände zu verschleiern und vom Partner zu schmarotzen ist ein mieser Charakter. Das würde ich alles nicht tolerieren.
Ich würde ad hoc alle Subventionierung einstellen und ab Stund an getrennte Kasse machen. Irgendetwas sagt mir, dass würde er nicht lange mitmachen. Dann kennst du die Wahrheit, die einzige die für dich relevant sein sollte.
 
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  • #5
Die Schulden waren die aus der letzten Beziehung.
Alles Konsumschulden.

Er Ü50.
Wie kommt man aus einer Altbeziehung zu dermaßen hohen Konsumschulden?
Weil man nicht mit Geld umgehen kann?

Ich finde durch einen blöden Zufall neue offene Forderungen.

Das Muster zieht sich fort.
Er hat nie die Disziplin gehabt Geld auszugeben was vorhanden ist und nicht über seinen Tellerrand zu leben.

Auch habe ich herausgefunden, dass er seit gut 1Jahr Geld gehabte hätte. Er hat aber immer wieder behauptet, kein Geld mehr zu haben. Somit blieben Urlaube etc. einfach aus.

Dafür hat er die Schulden bedient, oder?

Kann es sein, dass es ein Charakterzug ist, immer über seine Verhältnisse zu leben? So ohne Rücksicht? Da ändert sich doch nichts mehr?!

Schwer von außen zu sagen, wenn man die Person nicht kennt, aber wer mit 50+ hoch verschuldet ist hat für mich ein hohes Maß an (Mit)Verantwortung für die entstandene Situation. Und hier reden wir scheinbar von simplen Konsumschulden, nicht Haus & Hof & Firma.

ich wäre sehr wachsam, von Anfang an.
Mir war immer wichtig, dass eine Partnerin mit ihrem Geld umgehen kann, egal ob sie 5000€ oder 500€ im Monat zur Verfügung hat. Das ist eine Charakterfrage für mich.
 
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  • #6
Hallo Community,

Wir sind seit 4 Jahren ein Paar. Ich in den 40ern, er in den 50ern. Beide geschieden, leben in einer gemeinsamen Wohnung.
Beide haben erwachsene Kinder, Leben nicht in unserem Haushalt.
Mein Partner hat damals einige Schulden mitgebracht, die sind Ich bin zutiefst gekränkt. Er lügt mich an und das obwohl er mit den Finanzen mal sehr ehrlich war.

Kann es sein, dass es ein Charakterzug ist, immer über seine Verhältnisse zu leben? So ohne Rücksicht? Da ändert sich doch nichts mehr?!
Meiner Freundin, leider war sie "beratungsresitent" ist gleiches passiert. Kaum waren seine Schulden abgezahlt, er hat sich dafür 10 Jahre lang Zeit gelassen, es war gar nicht so viel, aber kann mit Geld nicht umgehen, sie hat einiges mitbezahlt, hat er sie für eine wesentlich jüngere Frau ausgetauscht, die er gezielt gesucht hat, als er noch bei ihr, in ihrer Wohnung!, gewohnt hat. Also einen warmen Wechsel gemacht hat.

Von daher liebe Frauen, lasst die Finger von Männern mit Schulden. Das hat meistens keine gute Vorgeschichte und ihr zahlt zuviel drauf, alles nur für ein bissel Liebe.....

Ich verstehe nicht, liebe FS, dass dir das von Anfang an nicht klar war, zudem er um einiges älter als du ist. Du bezeichnest ihn als deinen Partner. Wo ist sein partnerschaftliches Verhalten dir gegenüber, um deiner Bezeichnung gerecht zu werden?

WÜ55
 
  • #7
Kann es sein, dass es ein Charakterzug ist, immer über seine Verhältnisse zu leben? So ohne Rücksicht? Da ändert sich doch nichts mehr?!
ja, das ist so und ab 30+ wird Änderung von Charaktereigenschaften immer unwahrscheinlicher. Mit 50+ tut sich da nichts mehr.

Entweder kannst Du damit leben, dass Du Dir mit ihm nie was leisten kannst und immer wieder Löcher bei ihm stopfen musst, oder Du änderst ganz entschieden was: strikte Kostenteilung, keine Löcher bei ihm stopfen.

Über das übliche mal zum Essen einladen (er Dich ebenso) hinaus wirst Du Dir mit diesem Typ Mann an Deiner Seite angewöhnen müssen kostspieligeren Vergnügungen wie Urlaub allein nachzugehen, wenn es ihm nicht wert ist, das mit Dir zusammen zu erleben sondern sich irgendwelchen Kram zu kaufen oder das Geld zu verspielen.

Ich finde durch einen blöden Zufall neue offene Forderungen.
Die Frage ist, wodurch sind sie entstanden und warum hast Du das nicht gemerkt wenn ihr zusammenlebt und Du weißt, dass er mit Geld nicht umgehen kann?

Ganz ehrlich: ich hatte mit 40+ keine Lust mehr auf solche Themen und ein Fass, was sich nicht füllen lässt, zumal man finanziell immer selber mit drinhängt.

Er lebt ja nun nicht mehr über seine Verhältnisse. Ist deutlich sparsam.
Woher weißt Du das? Er hatte Geld und hat es irgendwie für sich allein verprasst, obwohl die FS alle Lebenshaltungskosten allein trug.
Es sind weitere offene Forderungen aufgetaucht - nach sparsam leben liest sich das nun nicht.

Ich würde nicht wollen, das jmd. anderes in meinen finanziellen Angelegenheiten rumkramt
Wenn jemand lügt, dann muss er damit leben, dass der andere zu ähnlichen Waffen greift, resp. wenn wie hier (seine Rechnungen bezahlen, selber sparen müssen) die eigene Lebensführung (keine Urlaube) unmittelbar betroffen ist.

Er kann ja gehen, wenn es ihm nicht passt. Nur wer stopft dann seine Löcher? Er wird bleiben und es hinnehmen, noch mehr lügen, verbergen weil das bequemer für ihn ist.

Die Langfristperspektive mit Ihm (gemindertes Einkommen bei Renteneintritt) ist extrem unerfreulich. Das muss Dir klar sein, FS.
 
  • #8
Hallo Community,

Wir sind seit 4 Jahren ein Paar. Ich in den 40ern, er in den 50ern. Beide geschieden, leben in einer gemeinsamen Wohnung.
Beide haben erwachsene Kinder, Leben nicht in unserem Haushalt.
Mein Partner hat damals einige Schulden mitgebracht, die sind nahezu alle bezahlt.
Ich war total freudig darüber, haben wir doch über 2 Jahre (Corona hat es einem auch leicht gemacht) auf alles verzichtet. Ich habe ihm Geld geliehen, das habe ich schon lange wieder. Ich habe eine ganze Zeit lang auch alles bezahlt, er hat sich größtenteils um seine Schulden gekümmert. Das war auch für mich in Ordnung.
Die Schulden waren die aus der letzten Beziehung.
Alles Konsumschulden.

Ich dachte es sei alles überstanden, Schulden soweit weg und wir können endlich durchstarten.
Doch was ist?
Ich finde durch einen blöden Zufall neue offene Forderungen.
Auch habe ich herausgefunden, dass er seit gut 1Jahr Geld gehabte hätte. Er hat aber immer wieder behauptet, kein Geld mehr zu haben. Somit blieben Urlaube etc. einfach aus.
Ich bin zutiefst gekränkt. Er lügt mich an und das obwohl er mit den Finanzen mal sehr ehrlich war.

Kann es sein, dass es ein Charakterzug ist, immer über seine Verhältnisse zu leben? So ohne Rücksicht? Da ändert sich doch nichts mehr?!
Mich würde mal interessieren, was er dazu sagt? Du wirst ihn doch hoffentlich mal auf deine neuesten Erkenntnisse angesprochen haben? Was hat er denn für eine Erklärung dafür?
Und dann ja: ab sofort getrennte Kassen. Soll er sich selbst kümmern. Niemals würde ich jemanden auf meine Kosten leben lassen, nur damit er seine Schulden abzahlen kann.
 
  • #9
Ich denke, man sollte sich nie in die Probleme des Partners einmischen oder sogar die lösen wollen. Ist alles dieser Person ureigenste Angelegenheit. Dann passiert es auch nicht, dass man die Opferrolle einnehmen muss. Schenken ja - aber ohne Erwartungshaltung, die du jetzt hast. Nur aus dem tiefen Wunsch heraus, etwas geben zu wollen. Sonst nicht. Egal was derjenige dann mit der Schenkung tut. Sonst ist schenken sinnfrei.
 
  • #10
Ich denke, man sollte sich nie in die Probleme des Partners einmischen oder sogar die lösen wollen. Ist alles dieser Person ureigenste Angelegenheit. Dann passiert es auch nicht, dass man die Opferrolle einnehmen muss. Schenken ja - aber ohne Erwartungshaltung, die du jetzt hast. Nur aus dem tiefen Wunsch heraus, etwas geben zu wollen. Sonst nicht. Egal was derjenige dann mit der Schenkung tut. Sonst ist schenken sinnfrei.
Ich bin verheiratet und die Probleme meines Partners, wenn er welche hätte, wären auch meine. Das ist für mich auch Familie. Sonst ist das für mich eher eine Art lockere Beziehung, bei der man sich schnell verzieht, wenn es mal nicht Sonnenschein ist. Wenn mein Partner jetzt seinen Job verlieren würde, würde ich natürlich für ihn bezahlen, würde ihm helfen bei den Bemühungen, zu einem neuen Job zu finden. Oder erkrankt er an einer Depression, sage ich auch nicht: Deine Probleme, damit hab ich nichts zu tun.
Bedeutet aber auch: Wenn er sich nicht ändert (wie bei so einer Schuldensache), sondern selbstverschuldet immer wieder in die Sch**** rutscht und mich parallel anlügt, dann passt er eben nicht zu mir als Partner. Ich möchte niemanden, der nicht mit Geld umgehen kann.
w, 38
 
  • #11
Ich bin zutiefst gekränkt. Er lügt mich an und das obwohl er mit den Finanzen mal sehr ehrlich war.

Kann es sein, dass es ein Charakterzug ist, immer über seine Verhältnisse zu leben? So ohne Rücksicht? Da ändert sich doch nichts mehr?!

Er war nicht ehrlich, er hat dich dazu benutzt ihn zu unterhalten und auf deine Kosten zu leben, während er seine Schulden abbezahlt hat.

Er belügt und hintergeht dich!

Natürlich ist es ein Charakterzug, KaufSUCHT, die irgendwas kompensiert. Er will sich als besser darstellen als er ist oder Frust bekämpfen durch Einkaufen. Und du machst dich dadurch zwangsläufig zur CO abhängigen, weil du es kompensierst.

Er respektiert dich nicht indem er dich hintergeht und verarscht.

Was willst du mit so einem Loser?
 
  • #12
Kann es sein, dass es ein Charakterzug ist, immer über seine Verhältnisse zu leben? So ohne Rücksicht? Da ändert sich doch nichts mehr?!
Sorry, wenn ich dir sagen muss, wie naiv du bist und wie er deine Gutmütigkeit missbraucht! Wenn das Vertrauen weg ist, dann kannst du die Beziehung vergessen, trenn dich mit Kontaktabbruch oder lass dich weiter von ihm veräppeln!
 
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  • #14
Er war nicht ehrlich, er hat dich dazu benutzt ihn zu unterhalten und auf deine Kosten zu leben, während er seine Schulden abbezahlt hat.

Er belügt und hintergeht dich!

Natürlich ist es ein Charakterzug, KaufSUCHT, die irgendwas kompensiert. Er will sich als besser darstellen als er ist oder Frust bekämpfen durch Einkaufen. Und du machst dich dadurch zwangsläufig zur CO abhängigen, weil du es kompensierst.

Er respektiert dich nicht indem er dich hintergeht und verarscht.

Was willst du mit so einem Loser?
Klingt sehr histrionisch. Besser verkaufen als er ist. Sowas bekommt man nur mit jahrelanger Verhaltenstherapie raus NACHDEM sie viele ins Unglück stürzten. Bei ihm ist es ja offenbar schon komplett manifestiert. Ich empfehle dir zu laufen. Und tröste dich: Solche Menschen belügen JEDEN. Du wirst nicht die einzige sein.
 
  • #15
Mich würde mal interessieren, was er dazu sagt? Du wirst ihn doch hoffentlich mal auf deine neuesten Erkenntnisse angesprochen haben? Was hat er denn für eine Erklärung dafür?
Und dann ja: ab sofort getrennte Kassen. Soll er sich selbst kümmern. Niemals würde ich jemanden auf meine Kosten leben lassen, nur damit er seine Schulden abzahlen kann.
Wenn sie zusammen wohnen betreffen u.U. Pfändungen auch SIE! Es reicht also nicht, getrennte Kassen zu machen sondern auch getrennt zu wohnen bzw. nie mit so jemandem zusammen zu ziehen
 
  • #18
Wenn sie zusammen wohnen betreffen u.U. Pfändungen auch SIE! Es reicht also nicht, getrennte Kassen zu machen sondern auch getrennt zu wohnen bzw. nie mit so jemandem zusammen zu ziehen
Ja, von mir aus auch das👍!
Aber mal ne Frage: seit wann muss ich denn für die Schulden meines Partners einspringen? Also meiner Info nach bleiben Schulden immer die Schulden desjenigen, der sie auch gemacht hat.
 
  • #19
Für Schulden des Partner muss man wohl nicht aufkommen, aber für die der Eltern. Habe ich gerade von einer Auszubildenden erfahren. Kaum war sie 18 sollte ihr Konto gepfändet werden, weil die Mutter von vor 10 Jahren Schulden beim Amt hatte und nicht in der Lage ist, diese zurückzuzahlen. Unsere Auszubildende hatte Glück im Unglück, dass sie nichts Erspartes hatte und unter der Pfändungsgrenze lag. Das war totaler Stress für sie, da Mutti die vorangegangenen Briefe unterschlagen hatte und die Gehaltspfändung nun beim Arbeitgeber landete. Sachen gibts!
 
  • #20
Für Schulden des Partner muss man wohl nicht aufkommen, aber für die der Eltern. Habe ich gerade von einer Auszubildenden erfahren. Kaum war sie 18 sollte ihr Konto gepfändet werden, weil die Mutter von vor 10 Jahren Schulden beim Amt hatte und nicht in der Lage ist, diese zurückzuzahlen. Unsere Auszubildende hatte Glück im Unglück, dass sie nichts Erspartes hatte und unter der Pfändungsgrenze lag. Das war totaler Stress für sie, da Mutti die vorangegangenen Briefe unterschlagen hatte und die Gehaltspfändung nun beim Arbeitgeber landete. Sachen gibts!
Du musst such nicht für die Schulden der Eltern aufkommen. Ämter sind zwar noch eine spezielle Sache, aber da hilft ein Anwalt. Ämter kommen auch oft auf drollige Ideen, aber so kann das nicht gewesen sein.
 
  • #21
Das ist falsch...... Schulden hat der, der dafür unterschrieben hat. Nicht der Partner. Immer.
Es sind und bleiben seine Schulden, die Rede war aber von Pfändungen.
Da kann es sehr wohl Situationen geben, dass bei der Bestimmung des Pfändungsfreibetrags dieser geringer ausfällt, weil ein Haushaltsvorteil durch das Zusammenlebnen eingerechnet wird - zumindest beim Kindsunterhalt trifft das neue Partnerschaften.

Aber mal ne Frage: seit wann muss ich denn für die Schulden meines Partners einspringen? Also meiner Info nach bleiben Schulden immer die Schulden desjenigen, der sie auch gemacht hat.
Schulden ja, aber s.o es ging um Pfändungen.
 
  • #22
Das ist falsch. Leider wird das immer wieder wiederholt, dadurch wird es aber nicht richtig. Schulden hat der, der dafür unterschrieben hat. Nicht der Partner. Immer.
Du verdrehst gerade etwas, was ich gar nicht so gesagt habe, was leider nicht korrekt ist. Bei Pfändungen besteht keine Trennung von Besitztümern bei Leuten, die zusammen wohnen (ich rede NICHT von Geld auf Bankkonten!). Sorry! 🤗 Hat man nicht von jeder Sache einen Bestellungsbeleg mit Namen, wird nicht getrennt, sondern es als Allgemeinbesitztum angesehen. War selbst schon bei einigen Pfändungen meiner Pat. zugegen.
Daher: UNBEDINGT räumliche Trennung!
 
  • #23
Es sind und bleiben seine Schulden, die Rede war aber von Pfändungen.
Da kann es sehr wohl Situationen geben, dass bei der Bestimmung des Pfändungsfreibetrags dieser geringer ausfällt, weil ein Haushaltsvorteil durch das Zusammenlebnen eingerechnet wird - zumindest beim Kindsunterhalt trifft das neue Partnerschaften.


Schulden ja, aber s.o es ging um Pfändungen.
Siehe meine Erklärung. @HollyGolightly hat da zwei völlig versch. Dinge durcheinander geschmissen. Ich habe nicht von Einkommen geredet, sondern von Besitztum. Dafür muss man nicht mal verheiratet sein, es reicht eine "eheähnliche Gemeinschaft" (Partnerschaft mit gem. Wohnung) zu führen!
Ich hatte einige Pat., die so in die verheimlichten Geldprobleme des Partners unwissentlich mit reingezogen wurden (und mit IHREM Besitztum dafür hafteten), leider.
 
  • #24
Siehe meine Erklärung. @HollyGolightly hat da zwei völlig versch. Dinge durcheinander geschmissen. Ich habe nicht von Einkommen geredet, sondern von Besitztum. Dafür muss man nicht mal verheiratet sein, es reicht eine "eheähnliche Gemeinschaft" (Partnerschaft mit gem. Wohnung) zu führen!
Ich hatte einige Pat., die so in die verheimlichten Geldprobleme des Partners unwissentlich mit reingezogen wurden (und mit IHREM Besitztum dafür hafteten), leider.
OK, da gebe ich dir recht, das habe ich verwechselt, ist nun nicht so meine Lebenswirklichkeit.
 
  • #25
Er Ü50.
Wie kommt man aus einer Altbeziehung zu dermaßen hohen Konsumschulden?
Weil man nicht mit Geld umgehen kann?
Ich denke eher er hatte gar keine Schulden. Ich sage dir auch warum ich das vermute.
Auch habe ich herausgefunden, dass er seit gut 1Jahr Geld gehabte hätte. Er hat aber immer wieder behauptet, kein Geld mehr zu haben. Somit blieben Urlaube etc. einfach aus.
Ich denke eher er hat dich in der alten Beziehung such so verhalten und seine EX alles bezahlen lassen. Deshalb vermute ich, dass er damals auch schon Geld hatte. Ich denke also eher, dass er einfach nur richtig geizig ist.
 
  • #26
Er Ü50.
Wie kommt man aus einer Altbeziehung zu dermaßen hohen Konsumschulden?
Weil man nicht mit Geld umgehen kann?
Glückspiel, Drogen, Prostituierte, insgesamt Sichten oder eine geheime Zweitfamilie sind einige Möglichkeiten zu übermäßigen Schulden zu kommen ohne, dass sich transparent irgendwelche Statussymbole ansammeln oder Luxusreisen Geld schlucken.

Einiges lässt davon tatsächlich heimlich oder weil der Partner wegguckt von diesem "unbemerkt" anhäufen.
 
  • #27
Für Schulden des Partner muss man wohl nicht aufkommen, …
Richtig. Nicht mal verheiratet. Indirekt natürlich schon, denn wenn sich bei einem das Einkommen stark mindert, steht man vor der Frage, wie man das gemeinsame Leben finanziert.
aber für die der Eltern. Habe ich gerade von einer Auszubildenden erfahren. Kaum war sie 18 sollte ihr Konto gepfändet werden, weil die Mutter von vor 10 Jahren Schulden beim Amt hatte und nicht in der Lage ist, diese zurückzuzahlen.
Das dürfte nur sehr eingeschränkt möglich sein. Hier scheint es dann eher um Sozialhilfe zu gehen. Ein Haushalt, Einkommen werden zusammengerechnet. Oder eine Überzahlung früher.
Du verdrehst gerade etwas, was ich gar nicht so gesagt habe, was leider nicht korrekt ist. Bei Pfändungen besteht keine Trennung von Besitztümern bei Leuten, die zusammen wohnen (ich rede NICHT von Geld auf Bankkonten!). Sorry! 🤗 Hat man nicht von jeder Sache einen Bestellungsbeleg mit Namen, wird nicht getrennt, sondern es als Allgemeinbesitztum angesehen. War selbst schon bei einigen Pfändungen meiner Pat. zugegen.
Das ist dann aber eher ein Nachweis- und kein Haftungsproblem. Die Trennung der Besitztümer besteht dann sehr wohl,
 
  • #28
Für Schulden des Partner muss man wohl nicht aufkommen, aber für die der Eltern. Habe ich gerade von einer Auszubildenden erfahren. Kaum war sie 18 sollte ihr Konto gepfändet werden, weil die Mutter von vor 10 Jahren Schulden beim Amt hatte und nicht in der Lage ist, diese zurückzuzahlen. Unsere Auszubildende hatte Glück im Unglück, dass sie nichts Erspartes hatte und unter der Pfändungsgrenze lag. Das war totaler Stress für sie, da Mutti die vorangegangenen Briefe unterschlagen hatte und die Gehaltspfändung nun beim Arbeitgeber landete. Sachen gibts!
Ich arbeite in einer Schuldnerberatungsstelle. Da muss es eine Vorgeschichte gegeben haben, warum die Gläubiger an die Daten der Tochter gekommen sind, die sich noch in Ausbildung befand. Wahrscheinlich sind da Mahnungen bzw. Schreiben von Inkassounternehmen gekommen und ignoriert wurden.

Daher sich bei Schulden rechtzeitig an Schuldnerberatungsstellen von Diakonie, Caritas usw. wenden, sich über ein Pfändungskonto bei der Bank kümmern, denn die Freibeträge auf einem Bankkonto, die nicht gepfändet werden dürfen, sind gar nicht so gering.

Die besagten Schuldnerberatungsstellen helfen bei der Ausstellung der entsprechenden Bescheinigung für die Bank.

Und im Internet gibt es zu diesem Thema wirklich gute Informationen, wie man vorgehen sollte, wenn man Schulden hat und am besten damit umgeht bzw. sich helfen lässt, um das ganze Thema zu bearbeiten.

WÜ55
 
  • #29
Ich arbeite in einer Schuldnerberatungsstelle. Da muss es eine Vorgeschichte gegeben haben, warum die Gläubiger an die Daten der Tochter gekommen sind, die sich noch in Ausbildung befand. Wahrscheinlich sind da Mahnungen bzw. Schreiben von Inkassounternehmen gekommen und ignoriert wurden.
Völlig egal, wer wie an welche Daten kommt. Ausser bei amtlichen Schulden würde ich eher zum Anwalt gehen, denn das liest sich unberechtigt. Vielleicht auch zu einem Fachmann in einer Beratungsstelle….
Die besagten Schuldnerberatungsstellen helfen bei der Ausstellung der entsprechenden Bescheinigung für die Bank.
Und sicher nicht meiner Bank oder dem Arbeitgeber ohne Grund eine Bescheinigung über laufende Pfändungen geben. Da kann man ja gleich die Schufa anrufen. So ein Unsinn.
 
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