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Meeresrauschen

Gast
  • #1

Verwandtenbesuche mit Übernachtung - wie reagieren?

Wie macht ihr das? Ich bin grundsätzlich nicht bereit mehrere Verwandte in meiner kleinen 2 Zimmer Wohnung übernachten zu lassen. Ich wurde neulich gefragt, ob ich drei Personen aufnehmen kann und habe dies abgelehnt und mich bereit erklärt, eine Ferienwohnung in der Nähe ausfindig zu machen.
Erstens habe ich keinen Platz dafür und zweitens halte ich es auch kaum aus, den ganzen Tag und auch noch die Nacht inkl. Bad mit den Gästen auf so engem Raum zu teilen.
Hätte ich ein Haus, würde ich eher bereit sein, ein Zimmer für eine Übernachtung bereitzustellen. Dann würde man sich ja auch mal aus dem Weg gehen können.
ich selbst übernachte selbstverständlich im Hotel oder in einer Ferienwohnung wenn ich Familie besuche, die weit entfernt wohnt. Nur wenn diejenigen viel Platz (Haus mit Gästezimmer) haben haben und ausdrücklich sagen, dass sie wünschen, dass ich bei ihnen übernachte, nehme ich das Angebot an.
Wie macht ihr das?
 
  • #2
Das habe ich schon vor ca. 15-20 Jahren geklärt, dass bei mir keiner übernachten kann. Anfangs ruft man damit nicht gerade Sympathien hervor, aber da muss man halt dann mal durch.
Dafür bleibt man in Zukunft aber verschont von Ansinnen dieser Art!

w50
 
  • #3
Guten Abend,

für mich ist jeder Besuch ein Geschenk und dementsprechend gastfreundlich verhalte ich mich und das sehr gerne. Ich habe bisher immer meine Gäste bei mir nächtigen lassen. Egal, ob ich in einer 1-Zimmerwohnung, oder in einem großen Haus gewohnt habe. Ich habe auch keine Berührungsängste und kann es gut aushalten, wenn ich Gäste um mich habe, ich brauche sie nicht separieren und kann auch gut teilen (außer meine Zahnbürste) ;-)......Wenn nicht ausreichend Bettzeug, vorhanden war, dann wurde es eben von meinen Gästen mitgebracht.
Bisher sind es immer schöne Erinnerungen gewesen, die ich nicht missen möchte. Diese Art von Zusammengehörigkeitsgefühl und Gemeinschaftlichkeit , auch wenn es mal Turbulenzen gab, möchte ich nicht missen.
 
  • #4
Man kann auch mal getrost nein sagen, selbst wenn man ein Haus hat. Jeder hat da seine eigenen Vorstellungen, und Verwandte können nicht von Dir erwarten, dass Du jederzeit Hotel spielst. Wenn Du eine kleine Wohnung hast, gilt das umso mehr.
 
  • #5
Ich gebe Dir Recht. Eine Ferienwohnung in der Nähe ist eine prima Lösung. Vor allem geht man sich nicht ständig auf die Nerven. In einer 2 Raum Wohnung stelle ich mir das ganz besonders schwierig vor. Wir haben ein Haus, ich habe aber nur ein Gästezimmer. Wenn die Schwiegereltern kommen, die ich wirklich sehr liebe, bräuchten wir trotzdem zwei Zimmer, weil mein Schwiegervater schnarcht, wie sonstwas. Da ich die zwei Zimmer nicht habe, sind wir auch auf eine Ferienwohnung ausgewichen und das klappt prima. Jeder hat genug Raum und Freiraum, dass ist echt Klasse. Wir handhaben das seit Jahren so, mit ausschließlich guten Erfahrungen.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #6
Was, das wäre ja eine Zumutung für Dich! Das würde ich absolut ablehnen und ich denke, die Verwandtschaft hätte Verständnis dafür.Die Vorstellung am frühen Morgen krabbeln die Leute schon in Küche und Bad rum..och nööö :)
 
G

Gast

Gast
  • #7
Kommt drauf an. Hast du die Leute eingeladen, dich zu besuchen oder sind sie auf der Durchreise und haben sie dich gebeten, ihnen eine Übernachtung zu gewähren? Wie steht ihr zueinander? Habt ihr viel Kontakt, mögt ihr euch?

Ich persönlich bin ein sehr gastfreundlicher Mensch und für mich wäre es überhaupt keine Frage. Ich habe eine 3-Zi-Wohnung, die ich alleine bewohne. Es kann schon mal vorkommen, dass 6-7 Leute bei mir zu Besuch sind. Da darf dann mein Lieblingsgast bei mir im Bett schlafen, 2 auf dem Sofa im Arbeitszimmer, 2 auf dem Sofa im Wohnzimmer und dann habe ich noch ein Luftbett, das ich ebenfalls im Wohnzimmer aufstelle und das für 2 Leute reicht.
Ich finde das sehr lustig, das sind immer sehr nette Wochenenden für uns alle.
Aber Menschen sind eben verschieden. Esnützt dir ja nichts, wenn andere Leute sehr gastfreundlich sind. Du möchtest es eben nicht und fertig. Kläre das höflich mit deinen Gästen und mach ihnen den Vorschlag mit der Ferienwohnung. Wo ist das Problem? Sind sie sauer, dass sie nicht bei dir übernachten können?
 
  • #8
Mein Haus steht für alle immer offen. Gastfreundschaft ist bei uns oberstes Gebot und ich freue mich immer sehr über den Austausch. Es ist bei mir unabhängig, wieviel Platz ich zur Verfügung habe; ich kann für ein paar Tage zusammen rutschen, egal ob für Freunde, Familie oder Bekannte.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #9
Ich kann mich dran erinnern,dass das früher bei meinen Eltern gang und gäbe war. Wir waren da noch Kinder und haben uns wahnsinnig gefreut wenn unsere Großeltern und noch die Tante zu Weihnachten kamen. Und zwar die Großeltern bereits 3 Wochen vorher wegen der Vorbereitungen usw..wir hatten eine kleine 3 Zimmer Wohnung! Es war sehr gemütlich und beim Abschied nach Neujahr flossen Tränen..es waren andere Zeiten. Jeder braucht einfach mehr Freiraum für sich selbst. Wir haben noch Briefe geschrieben und hatten erst viel später ein Telefon..da war ein Anruf ein Familienereignis :)
 
  • #10
Mir kommt es nur darauf an, dass mir der Besuch sympathisch ist. dann kann jeder bei mir übernachten, früher in meiner kleinen Wohnung und heute im Haus. Ich hatte schon mal 9 Übernachtungsgäste. Das hat mich in keiner Weise gestört. w54
 
  • #11
Hallo Meeresrauschen,
wenn du Unbehagen hast ,ist deine Entscheidung die drei Personen bei dir nicht aufzunehmen doch goldrichtig.
"Aufnehmen" hört sich für mich eh schon Asylmässig an,nicht so als ob es dein willkommener Besuch wäre. Ich würde es nur machen wenn die Leute für mich sehr wichtig wären und ich sie sehr gut kenne und ich sie obendrauf sehr sehr mag und eher dann nur eine Person. Entfernte Verwandte von mir oder meines Partners würde ich nicht bei mir nächtigen lassen.
Es sieht so aus als ob diese Leute sich keine einfache Pension leisten können? Anders kann ich es mir gar nicht vorstellen das man dir in deine kleine Bude 3 Gäste zumutet. Wenn es kein Hypernotfall ist bleib einfach bei einem freundlichen Nein und fertig.
 
  • #12
Die Antwort von Pia62 ist mir am sympathischsten.

Aber dennoch: es ist deine Wohnung, und wenn du soviel Nähe und Trubel nicht erträgst, finde ich es nachvollziehbar. Ferienwohnung oder Pensionszimmer in der Nähe halte ich für zumutbar und für alle Beteiligten angenehmer, wirklich für alle.

Wie kommen drei Verwandte auf die Idee, in deiner 2-Zimmer-Wohnung campieren zu können? Das wäre mir als Gast zu eng, zu anstrengend, und: ich finde, es ist eine Zumutung für den Gastgeber/die Gastgeberin.
 
  • #13
..ich habe eine 2-Zimmer-Wohnung, und wenn mal einer für eine Nacht bei mir übernachten will, kein Problem - aber alles was darüber hinaus geht, also
- mehr als 2 Person
- mehr als 1-2 Nächte
bitte in die Pension oder Ferienwohnung.
Das geht schlicht in so einer kleinen Wohnung nicht... ich stehe z.B. um 7.00 Uhr auf - kaum ein Besuch hat da drauf Lust...
 
  • #14
Seit meine Tochter in Berlin studiert, hat sie plötzlich massenweise 'Freunde'.
Über's Jahr betrachtet ist jeden zweiten Tag jemand da, oft zu zweit, so dass man sagen kann, dass dort eine Person mehr wohnt.
Die Gäste verbrauchen Wasser und Strom und das macht sich bei einem weiteren quasi-Mitbewohner bemerkbar.
Die Gäste bringen weder Bettzeug noch Handtücher mit, so dass meine Tochter das Zeug immer waschen muss.
Und die allermeisten kaufen nicht mal Essen ein. Sie sind ja Gäste.

Wohlgemerkt: meine Tochter ist Studentin und hat selbst wenig Geld.

Ich habe ihr geraten, nur die Leute zu beherbergen, die vorher schon an ihr Interesse hatten und die sie auch besuchen würden, wenn sie in einer unattraktiven Umgebung leben würde.
Da fallen schon mal 9/10 weg. Und von den anderen würde ich mit Hinweis auf mein eigenes schmales Einkommen einen Obolus für die Nebenkosten und das Essen erwarten.

Mal sehen, macht sie beides eher nicht, tippe ich mal.
Sie hat gern Gäste, so wie einige andere hier offenbar auch und das ist dann eben der Preis.
Ist aber nicht mein Problem.

w 48
 
A

ak18

Gast
  • #15
Ich habe zwar eine Menge Platz, aber trotzdem kein ausgewiesenes Gästezimmer. Bei den Gästen, die bei mir übernachten wollen differenziere ich deswegen, ob ich sie übernachten lasse oder nicht.

Wenn es unkomplizierte Leute sind, die sich nicht weiter ausbreiten und mit dem für sie bereit gestellten Platz klar kommern, dürfen sie auch ein paar Nächte bleiben. Die merke ich im Alltag fast nicht und freue mich auf deren Gesellschaft. Meist sind das dann auch diejenigen, die sich nach den Regeln in meinem Haushalt richten und sich im Haushalt mit einbringen. Bei denen habe ich anschließend nur noch die Bettwäsche und Handtücher zu waschen.

Leute, die sich breit machen, versorgt sein wollen, Entertainment haben wollen, sich nicht einbringen und alles nur konsumieren wollen, sind einfach nur anstrengend. Denen sage ich dann auch, dass sie bei mir nicht bleiben können. Bei denen müsste ich anschließend renovieren.

Und dann gibt es noch die, die einfach mit der Zeit nerven. Die bleiben auch nicht.
 
  • #16
Ich würde als Gast ganz bestimmt nicht mit 2 Verwandten auf Luftmatratzen oder Sofa im Wohnzimmer schlafen wollen und mir morgens zu Viert ein Bad teilen und in einer kleinen Küche frühstücken, schon gar nicht, wenn die Gastgeberin früh morgens aufstehen muss oder will und die anderen 2 vielleicht auch.
Ich würde es selbst vorziehen, ein Zimmer in der Nähe zu nehmen und dann ausgeruht und gut gelaunt den Tag und/oder Abend gemeinsam zu verbringen.
 
G

Gast

Gast
  • #17
Ich liebe Verwandtschaftsbesuch - wohlgemerkt von der, die ich liebe und mag. Umd nachdem wir über 7 Staaten verstreut leben, können sie jederzeit umd selbstverständlich bei mir wohnen, auch wenn es eng wird. Wir kochen, essen, quatschen und lachen dann ganze Nächte lang. Love it!
 
  • #18
Aha, mal ein Thema ohne potentiellen Schlagabtausch. :)

Also mein Haus steht, nicht nur sprichwörtlich, jedem jederzeit offen. Ich habe zwar ein Gästezimmer und -bad mit separaten Eingang und unterm Dach mein eigenes Reich im Reich, aber wenn es doch mal enger wird als geplant, schlafe ich auch draußen im Garten, auch gerne im Freien. Wenn dann noch der Sternenhimmel in lauer Sommernacht über mir funkelt und der Wind meeresrauschengleich durch die Baumwipfel streicht, fühle ich mich gleich wie im Urlaub auf einer meiner Wasserwander- oder Bergtouren. :D

Aaaaach, ich glaub' ich muss mal wieder los ... ;)

PS: Wer mir zu doof kommt, fliegt raus.
 
M

Meeresrauschen

Gast
  • #19
Vielen Dank für die Antworten. Die Personen, um die es geht, sind zwar nahe Verwandte, aber dies ist für mich kein Grund, meine persönlichen Grenzen nicht zu beachten. Darunter ist auch ein Kleinkind- welches meiner Meinung nach in so einer engen Wohnung mit so vielen Leuten gar nicht zur Ruhe kommen würde. Auch für das Kind finde ich es unglücklich.
Ich habe meine Verwandten auch nicht eingeladen, sondern sie sind eigentlich in der Nähe im Urlaub, also eher auf der Durchreise und haben mich um Schlafplatz gebeten.
Sie möchten mich natürlich gerne besuchen, darüber freue ich mich- auch wenn dies gerade anders rüberkommt :-D
Ich brauche nach so einem Tag aber meine Ruhe und möchte mich abends/nachts in meiner kleinen Wohnung zurückziehen können.
Ich habe auch inzwischen die Ferienwohnung vorgeschlagen und angeboten, dass alle selbstverständlich bei mir essen können. Ich denke, dass ich ihnen damit auch zeige, dass sie willkommen sind. Nach dem Abendessen kann man den Abend z.B. noch schön gemütlich ausklingen lassen und dann geht jeder seinen Weg. Sie können sich definitiv eine Wohnung leisten, es liegt kein finanzielles Problem vor...
 
  • #20
Als Uebernachtungsbesuch kommen zu mir nur Leute, die ich wirklich mag und gern bei mir habe, in der Regel zu zweit - meine schon erwachsenen Nichten/Neffen mit ihren Partnern oder Freundinnen im Doppelpack. Wir ziehen zusammen um die Häuser und nehmen bei mir den Gute-Nacht-Drink. Danach kann ich sie doch nicht mehr an die frische Luft setzen. Ausserdem liebe ich gemeinsames Frühstück mit Freunden.
Als ich nach der Trennung meine Wohnung einrichtete habe ich ein extra-komfortables Schlafsofa gekauft, weil ich schon ahnte, dass öfter mal Besuch für ein paar Tage kommt.

Als ich noch verheiratet war, hatten wir regelmäßig Familien mit Kindern für mehrere Tage zu Gast., allerdings auch 2 Arbeitszimmer mit Schlafsofas. Ich mochte den Trubel, aber ich komme ja auch aus einer großen Familie.
 
  • #21
Ich habe meine Verwandten auch nicht eingeladen, ...sie haben mich um Schlafplatz gebeten.
Sie möchten mich natürlich gerne besuchen....

Ich bin schon sehr viel ausgenutzt worden.
Ja, ich weiß, dazu gehören zwei. Die Zweite hat sich inzwischen sehr zurückgezogen.

Wenn mir jemand sagt, er sei auf der Durchreise und wolle mich gerne besuchen, stelle ich mich dumm und sage: 'klasse ! Auf ein Stündchen haben ich immer gerne Zeit'

Wenn ein Freund ( das sind die jungen, insolventen Männer, die ich früher so mochte, ich habe das hier schon öfter erzählt. Die traf ich während meiner Midlifecrisis ) sagt: 'hey, wollen wir nicht mal wieder zusammen schick essen gehen ?' stelle ich mich dumm und sage: 'klasse ! Wohin lädst du mich denn ein ?'

Wenn mich später jemand fragt, ob er mich in xxx ( eine erste-Sahne-Urlaubsstadt, in der ich ein Haus zu kaufen beabsichtige ), besuchen darf, werde ich mich dumm stellen und sagen: 'klasse ! In welcher Woche bist du denn da ? Da werden wir sicher einen Nachmittag finden, an dem wir uns treffen können'.

So verhalte ich mich bei Leuten, die an mir ansonsten kein oder kaum Interesse haben, denn die wollen mich ausnutzen.
Für Leute, die wirklich mich meinen, steht meine Tür offen.

w 48
 
  • #22
Seitdem ich 800km von meinem Heimatsort entfernt lebe, bekommen wir auch häufiger Übernachtungsbesuch für 2-3 Nächte, für eine Nacht lohnt sich das bei der Distanz ja auch nicht. Meine Familie und enge Freunde dürfen gerne bei uns übernachten, auch wenn das bedeutet, dass die Kinder sich dann für diese Zeit zum schlafen ein Zimmer teilen (das finden sie aber immer ganz aufregend....), da unsere Gästezimmer nun Kinderzimmer sind. Ich finde tagelangen Besuch zwar immer recht stressig, mag diese Bitte aber auch nicht ablehnen. Bekannten hingegen empfehle ich Gästezimmer in unserer Nähe.
 
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