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  • #1

Verzweifelt als Single - wochentags und feiertags erst recht?

Bald ist wieder Weihnachten... Obwohl ich, w/29, alle mir bekannten Kennenlern-, Beziehungs- und Singlefrauenratgeber gelesen habe und die dortigen bewährten Wohlfühl-Tipps kenne: Wochenenden, Feiertage und Ferien sind für mich ein Alptraum, ich habe schon im Vorfeld Angst und weine "durch", weil ich seit Jahren trotz immer neuer Versuche ohne Partner bin. Eine Freundin, ein Familienmitglied, Feng Shui, Verhaltenstherapie, Psychoanalyse - nichts hat bislang geholfen. Ich empfinde nach wie vor jeden Tag allein als vergeudet. Neuerdings treten sogar Panikattacken auf, wenn ich allein in meiner Wohnung sein muss. Ich möchte nun nicht nach weiteren Tipps fragen, sondern danach, ob euch dieses Problem bekannt vorkommt und ob bzw. wie ihr im Alltag damit zurecht kommt. Danke!
 
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  • #2
nach meiner letzten Partnerschaft geht es auch mir manchmal ähnlich. Panicattacken hatte ich zwischendurch auch mal. Aber es gibt auch "gute Tage" in denen ich prima mit mir allein klarkomme undschon fast Angst habe mich auf einen neuen Partner einstellen zu müssen.
Allerdings ist es schlimm mit allen Problemen allein zu sein. Tortzdem weiß ich auch, dass viele Beziehungen ja eben auch nicht gut laufen. Und dann ist es besser allein zu sein.
 
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  • #3
Hallo,
also ich bin genauso alt wie Du und kenne die Problematik. Allerdings habe ich mir abgewöhnt mich da hineinzusteigern, denn das macht es nicht besser.(Und wer interessiert sich schon für eine verheulte, vergrämte Frau???) Ich versuche, wenn es irgend geht rauszugehen aus der Wohnung, oder mich zu verabreden. Notfalls mache ich so Sachen wie lernen, putzen, ausmisten. An den großen Feiertagen fahre ich allerdings zu meiner Familie. Weiß denn Deine Umgebung um Dein Problem? Zu uns kommt an Heiligabend auch ein sehr guter alleinlebender Freund, weil wir wissen, dass er sonst alleine wäre. Du solltest das ruhig thematisieren.
LG
 
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  • #4
Kommt mir einiges bekannt vor.

Es gbt nunmal Menschen, die sind nicht so begehrt, nicht so marktgängig. Die will kaum jemand "haben". Daran kann auch die Psychoanalyse nichts ändern. Allenfalls könnte sie dir helfen, besser damit klar zu kommen.

Und DAS hat sie nicht??!!

Du bist ein Beziehungsjunky und voll auf Tripp. Du glaubst, wenn erst jemand da wäre, dann wäre alles gut... ;-O

Guck dir mal das 12-Punkte-Proramm der Anonymen Alkoholiker an. Du musst runter von deiner "Beziehungsssucht"!

Hört sich blöd an, aber: Lernen, zu dir zu kommen, dir selbst genug zu sein, deine eigene Gesellschaft schätzen und lieben lernen. Das Leben fängt nicht erst an, wenn ein Partner da ist. Außerdem: Schau sie dir mal genauer an, die "glücklichen" Beziehungen und Familien... ;-)

NIEMAND kann dich glücklich machen! Das haben allerdings viele nach 10 Partnern noch nicht geschnallt... ;-)

Übrigens besser als viele Therapeuten: Ein Haustier. Das ist "da", braucht dich etc.. Und ein Hund bspw. würde dich auch gerne und ohne Nörgelei (bei jedem Wetter) zum Weihnachtsmarkt begleiten. ;-)
 
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  • #5
Ich habe bald mein erstes Weihnachten nur mit den Kindern vor mir..Ein bisschen mulmig ist mir auch.

Als ich in der 20ern war, hatte ich auch eine Weile keinen Freund und lebte in einer fremden Stadt. ich hatte Panikattacken, Depressionen ua..

Erstens hatte alles einen Grund (...), zweitens habe ich mir eine Wohngemeinschaft gesucht, um nicht mehr alleine zu wohnen. Dann habe ich angefangen, eine mir bis dato unbekannten Sportart zu machen (bishin zu Meisterschaften), habe mir einen Nebenjob gesucht, war dann sozial aktiv, hab mich in meine Ausbildung gestürzt...In der WG gab es auch schreckliche Wochenenden, wenn keiner da war. Ich dachte dann immer, ich bin so jung, müsste doch was erleben, aber wo, keiner da etc..Ich habe mich in viele Gruppen, Organisationen usw gestürzt, war richtig busy..

Plötzlich purzelten die Männer in mein Leben, einen hab ich dann geheiratet..

Also Kopf hoch! Nicht suchen, sondern einfach was machen. Kein Tag allein ist vergeudet, sondern ein nicht genutzter Tag ist verschenkt.

Also, quäl Dich aus der Bude und suche Dir eine Aufgabe. Irgendwas soziales vielleicht?

w44
 
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  • #6
Hi,

ich (37, weiblich) bin ueberhaupt nicht so (weil ich auch lange Jahre allein gelebt habe und jetzt wieder; Beziehungen waren fuer mich immer nur eine Art willkommene "Ausnahme" und eher spaerlich) und ich freue mich auf Tage allein, lesen auf dem Sofa, stricken, fernsehen oder einfach nur faulenzen, ja und Freunde treffen und Blind dates haben. Zu meiner Familie kann ich auch immer gehen.

Vielleicht versuchst Du erstmal mit Dir alleine zurechtzukommen?

Alles Gute fuer Dich.
 
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  • #7
Was z.B. #3 da schreibt, ist sicher nett gemeint, aber ich fürchte, so etwas hilft Menschen wie der Fragestellerin - oder mir - nicht wirklich weiter, leider. Und in Tipps wie dem mit dem Haustier (und in vielen anderen Tipps dieser Art) lauert meiner Meinung sogar eine große Gefahr: Wir können uns zwar mit dem, was wir eigentlich gar nicht wollen, von dem, was wir eigentlich wollen, ablenken, wir können uns betäuben und ersatzbefriedigen, aber das ist auf Dauer keine Lösung und bringt uns letztlich sogar weiter von einer möglichen Lösung unseres Problems oder Erfüllung unseres Wunsches weg - solange wir noch einen Funken Hoffnung haben, dass eine solche Erfüllung möglich ist, sollten/dürfen wir uns nach meiner Ansicht nicht mit solchen Ersatzlösungen abspeisen lassen!
 
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  • #8
ich habe solange unter dem singledasein gelitten, bis ich mein Leben eben so definiert habe, daß ich alleine eigentlich ganz glücklich bin - und das geht nun schon Jahre so. Ich habe den focus nicht darauf, einen Partner zu finden, sondern voranzukommen im Leben, sei es mit Freunden, im Beruf, gesundheitlich, mit Hobbies, im Sport oder was auch immer.

Wenn Du nur auf das "Ich bin single also bin ich ein schlechter Mensch" schaust, passiert Dir folgendes:

1. Du machst Dich abhängig von der Anerkennung durch andere, die Du durch eine Beziehung bekommst. Bekommst sie nicht, fehlt die Anerkennung und Du leidest. Ich selbst hatte die Lebensphasen, wo wirklich nix mehr da war mit Anerkennung durch andere und so habe ich hart gelernt, daß die wichtigste Anerkennung die ist, die man sich selber gibt. Wenn Du nach einem anderen Schema vorgehst, wirst solange auf die Schnauze fliegen und Dir eine blutige Nase holen, bis Du es begreifst.

2. Wenn Du Single bist dann sei so, wie Du bist. Besser keine Beziehung als eine mit dem falschen und auch das Eingehen der Beziehung darf nicht der erste Kompromiß sein. Verstelle Dich nicht, versuche es nicht, alles jemandem recht zu machen, sondern lerne Deinen Standpunkt zu vertreten.

3. Dieses (2. - den eigenen Standpunkt zu vertreten) setzt aber voraus, daß Du alleine glücklich sein kannst. Nichts ist so schlimm, wie jemand, der nicht er selbst ist und einem alles recht machen will, sich selbst aufgibt und den potentiellen Partner gleich unbedingt will und bei den ersten zurückhaltenden Signalen des Partners gleich versucht, diesen zu vereinnnahmen wie man einen Hund zum Jagen zu tragen versucht.

4. Du kommst nun was Partner angeht, auf dem Zahnfleisch daher. Wenn Du auf dem Zahnfleisch daher kommst, ist dies ein schneller Grund für eine Absage. Und so kommst erst recht auf dem Zahnfleisch daher. Da hilft nur, den focus vom "Ich leide unter dem Singledasein" wegzubringen und Dir andere Betätigungsfelder zu suchen, etwa Sport, Gesundheit, etc., einfach irgendwas, wo Du Erfolge haben kannst. Wenn Du dir vornimmst einen Marathon in einer Zeit von sagen wir unter 4 Stunden zu laufen hast ein Jahr ein Ziel, wenn du es konsequent planst, siehst step by step die Erfolge und Erfolge geben Dir Kraft für alles übrige. Suche Dir Ziele und setze sie um.

5. Kalkuliere ein, daß Du in Deiner Lage bestimmt noch Monate oder gar Jahre single sein wirst, denn wenn Du richtig im Loch drin bist, brauchst Du Zeit, aus dem Loch wieder rauszukommen. Du bist in das Loch des Brunnen reingefallen und eigentlich ziemlich weit unten. Jetzt hast die Wahl, drinzubleiben und zu hoffen, daß Dich einer der Männer, die oben vorbei gehen, rausziehen (wobei sie Dich aber in Deiner Lage oft gar nicht sehen oder sehen wollen) oder ob Du selber das Seil ergreifst, Dich auf die Erfolge die Du haben kannst (z. B. Sport, s. 4.) konzentrierst und dann selbstbewußt alles übrige angehst.

6. Begreife, daß Du, leidest Du, Dich selber noch mehr reinziehst. Ändere den focus: Es darf kein Problem sein, single zu sein. Die Leute, die so denken, sind die ersten, die einen anderen Partner finden, aber eine Garantie ist es auch nicht wirklich.

7. Weil: Du hast nur dieses eine Leben. Wenn Du mit 40 immer noch single sein solltest, hast 10 Jahre gelitten. Wenn Du aber sagst: "Ach sei's drum ob ich single bin" und das Leben im übrigen genossen hast, dann hast Dein Leben genossen.

8. Weißt, ich denke, es ist nur die Einstellung und irgendwie quälst Dich selber. Es gibt keinen Grund dafür und weißt, ich glaube auch, daß Dir das Leben gründlich den Allerwertesten versohlen wird, wenn Du so weiter machst und Deine Einstellung nicht änderst.

7E2176FE - m, 39
 
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  • #9
Ich habe den Eindruck, du beschäftigst dich sehr umfangreich und theoretisch damit, wie du den Single-Zustand irgendwie bis zum nächsten Partner "überstehen" kannst. Aber sich NUR Gedanken zu machen oder Hilfen von Experten in Anspruch zu nehmen hilft nur bedingt, wenn der entscheidende Schritt, das TUN, nicht von dir ausgeht. Irgendwann kommt man mit Denken allein auch nicht weiter und dreht sich nur im Kreis.

Ich kenne zumindest das Problem des extremen Frusts bzw. unendliche Einsamkeitsgefühle, zu Panikattacken kam es glücklicherweise nie. Ich - w und 39 - bin seit 5 Jahren Single, die Trennung ging dummerweise einher mit einem beruflich bedingten Umzug in eine andere Stadt, ich hatte Schwierigkeiten, mich in den neuen Job einzufinden, sprich: Ich fühlte mich mutterseelenallein. Damals habe ich natürlich nicht damit gerechnet, dass der Single-Zustand so lange anhält, aber das kann eben passieren.

Das Falscheste ist, sich in einen Wartezustand zu begeben und einsam im stillen Kämmerlein davon zu träumen, wie es denn wäre, mit Partner zu sein. Von allein ändert sich nichts. Klingt abgeklärt, aber es hilft nur, sich zusammenzureißen und aufzuraffen, das Wochenende auch ohne Partner allein zu gestalten. Das Aufraffen kann dir keine Therapeutin abnehmen, den Schritt kannst du nur allein tun. Nimm dir etwas was vor, was dir wirklich Spaß macht, was dich wirklich interessiert, und wenn die Freunde keine Zeit haben, zieh dein Vorhaben allein durch. Das muss man lernen, klar, und natürlich ist es gewöhnungsbedürftig, und es klappt auch nicht immer. Aber man fühlt sich von Mal zu Mal besser. Ganz nüchtern betrachtet: Dir wird mittelfristig nichts anderes übrig bleiben, als deine Sichtweise zu ändern, dein Leben auch allein in den Griff zu kriegen und zu lernen, dass auch allein sein nicht zwangsläufig "unglücklich sein" bedeutet. Ich behaupte nicht, das wahre Glück liegt im Alleinsein, aber es ist hilfreich, wenn man es gelernt hat, sich von dem Gedanken zu befreien, das Leben sei nur zu zweit lebenswert. Sich mit jemanden nur halbherzig einzulassen ist weder fair noch macht es dich auf Dauer glücklich, es verschleiert lediglich, dass du dich einsam fühlst.

Mir hilft es, mir etwas für's Wochenende vorzunehmen, wenn niemand Zeit hat, typische Single-Aktivitäten eben, Lesungen, Ausstellungen, Kino, Sauna, Vorträge, (Sport- oder VHS) Kurse am Wochenende gibt's auch öfters, dazu muss man sich aber im Vorfeld kümmern. Meistens sind auch noch andere Singles unterwegs. Ist zwar auch kein allseeligmachendes Patentrezept, aber immer noch besser, als allein zu Hause Trübsal zu blasen....
 
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  • #10
Ich kenne das auch mit der Einsamkeit.

Meine Tochter lebt bei mir und wenn sie zu Hause ist geht es mir gut. Jedes zweite Wochenende ist sie bei ihrem Vater und dann bin ich soooo einsam. Die ganzen Tips sind prima, aber sie funktionieren nicht. Die Woche über arbeite ich tagsüber, abends kümmere ich mich um meine Tochter und der Haushalt will auch noch geschafft werden. Freunde, die akzeptieren, dass ich nur jedes zweite Wochenende für sie Zeit habe und die dann aber genau Zeit für mich haben, werde ich wohl kaum finden.

An den einsamen Wochenenden versuche ich alleine etwas zu unternehmen, jogge, gehe zum Frisör, mache einen Stadtbummel, aber spätestens abends kommt die Einsamkeit und ich sehne mich nach Liebe und Zärtlichkeit. Lande dann irgendwann im Bett und heule. An Weihnachten mag ich noch gar nicht denken
 
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  • #11
Wie wäre es ganz banal mit einem Haustier, so dass du dich erst mal nicht so alleine fühlst zuhause?

Ich habe einen Hund, und das hilft ungemein über Feiertagsfrust hinweg :)

Hilft jetzt natürlich nicht bei "richtigen" Problemen, aber ich finde es ist einfach ein ganz anderes Gefühl zuhause, wenn noch ein anderes Lebewesen da ist. Man fühlt sich nicht wirklich alleine.
 
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  • #12
Kann mir vorstellen, wie es dir geht...sitzt da um 03.00 Uhr morgens da, bist ohnehin schon verzweifelt und schreibst Deine Frage, damit Du nicht ganz so alleine und hilflos bist.
Geht vielen so, glaub´mir...Kannst Du nicht über die Weihnachtstage in ein Wellnesshotel fahren, so ein ganz nettes irgendwo in Bayern oder Österreich, wo Du nie alleine bist, alle freundlich und lustig sind, jemanden kennenlernen kannst. dem es vielleicht genau so geht wie Dir?
Freundinnen? Alleine auf den Weihnachstmarkt oder mit letzteren?
Koch´Dir was Schönes am Heiligen Abend, auch wenn du es zum sechsten Mal so machst.

Das Problem ist so ziemlich allen bekannt, um Deine Frage zu beantworten.
Und jeder hat diese Phasen ab und zu, auch die Panikattacken..es wird aber i.d.R. besser, je älter Du wirst...Du kannst auch in einer Beziehung alleine sein, und das ist furchtbarer als ganz allein zu sein...Du brauchst ein Hobby, einen Sport oder eine Aufgabe...das kann ein Tier sein, oder der Tierschutzverein, da lernst Du auch Leute kennen...
Wenn Du mal gesehen hast, wie schlimm Beziehungen sein können, wirst Du ruhiger, weil du dann mit Deinem Alleinsein viel glücklicher bist, aufgrund dieser Erfahrungen.
Wenn es aber schlimmer wird mit Deinen Panikattacken und Depressionen, dann mußt Du zu einem wirklich guten Therapeuten, was Du da schon kontaktiert hast, war offensichtlich nicht das Richtige.
Aber - Du mußt auch offen sein, und es muß Dir klar sein, daß der Erfolg wesentlich von Dir und dem Arbeiten an Dir selber abhängt.
Sonst wirst du erpress-u. manipulierbar, und Du wirst nur Männer erleben, die Dich noch viel mehr in Verletzungen bringen.
Kein Mitleid für Dich, kleine Blume, aber viel Mitgefühl...
ich wünsche Dir Stärke und Vertrauen, paß´auf dich auf... alles Gute
Graf Dracula
 
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ingrid w 64

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  • #13
@10: Wie alt ist Deine Tochter? Du kannst nicht von ihr verlangen, dass sie ihr Eigenleben aufgibt und Dir Gesellschaft leistet. Spätestens, wenn sie ein Teenager ist, wird sie weggehen wollen oder bei einer Freundin übernachten, oder, oder, oder. Und wenn sie studiert oder eine Berufsausbildung macht, dann zieht sie in eine eigene Bude. Der Tag wird kommen, wann auch immer. Und mach nicht den Fehler, sie verantwortlich dafür zu machen, dass es Dir gut geht!

Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe selbst zwei Töchter, und die sind längst nicht mehr zuhause, nur noch besuchsweise.

Und dann habe ich noch eine Mutter, 91, die hat es bis heute geschafft, nach dem Weggang ihres Mannes ihre Einsamkeit mit mir zu kompensieren. Und ich habe es auch ein Stück weit mit mir machen lassen. Heute nicht mehr, obwohl sie in meinem Haus in einer eigenen Wohnung lebt und dement ist. Ich kann wunderbar allein sein und habe kein schlechtes Gewissen, dass sie es dann auch ist.
 
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  • #14
@6

So hüte dich vor dem "Machbarkeitswahn"...

Es spricht nichts dagegen, einen Lottoschein abzugeben (ich tue es nicht), aber es macht wenig Sinn, sein Leben auf den Jackpott abzustellen... ;-)

Ähnlich verhält es sich nach meinem Dafürhalten mit einem BeziehungsWUNSCH.

Oh, meine Wunschliste des Lebens ist übrigens laaaaaang. Nach und nach wird der eine oder andere - oft erst viiieeeele Jaaaahre nach seinem Aufkommen - Wirklichkeit.

Und merkwürdig: Manchmal bin ich mir gar nicht so sicher, was schöner ist: Das Wünschen oder die Erfüllung? Erzwingen hat bei mir jedenfalls nie funktioniert.

#3
 
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  • #15
Kompliment zu 11!!

Ich find es sooo erschreckend, hierzu lesen, wieviel Menschen sich ohne ein Gegenüber "Unvollständig" fühlen, die nicht allein sein können, Panickattacken kriegen, sich selbst nie genug sind????

Hallllloooo, wo soll den unsere kaputte Gesellschaft noch hinkommen, wenn jeder seine "Leere", mit einem GEGENÜBER, stillen muss, dass bzw. DER /DIE als Mensch gar nicht wahrgenommen werden, weil MANN/ FRAU erstmal , nen ENTERTAINER braucht um , nicht allen zu sein und seiner inneren Einsamkeit zu entfliehen..

SORRY, GEHT ES NOCH!!

DU wirst immer alleine sein. Mit Deinen Entscheidungen, was auch immer. Spür doch erstmal selbst, WAS MÖCHTE ICH DENN, WAS interessiert mich??

Ich finde diese Haltung, kann nicht alleine sein, brauche jemanden, egal wenn, zum Leere füllen so entsätzlich!!!!

Ich habe viele Höhen und Tiefen mit Beziehungen erlebt, gerade wieder...

Aber, ich denke, Du musst Dich auf den WEG machen, etas NUR FÜR DICH ZU TUN. Dann strahlst Du auch eine innere Zufreidenheit aus, die andere Menschen anzieht, weil Du ein "vollwertiger Mensch" bist, nicht nur bedürftig. Das geht immer schief...

Du wirst immer wieder scheiter, wenn Du Dein Glück, nur im Ausseren suchst..

Willst Du eine Beziehung, nur um nicht allein zu sein....IRGENDWENN!!

Komm mit Dir ins Reine, dann kommt Alles automatisch auf Dich zu.

Ich kenne diese Momente, der Verzweiflung auch. Immer wenn ICH etwas geändert habe und mich wohl fühlte und in das Leben " verliebt" war, kamen auch Menschen dazu, die mich bereichert haben.

TU WAS FÜR DICH!!
 
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  • #16
Ich bin seit 10 Jahren allein, w/39. Ich bin es auch leid allein zu sein. Ja, oft habe ich den Blues und es fällt mir alles sehr schwer. Aber ich habe über mich nachgedacht und stimme den anderen Schreibern zu. Man ist Single, weil man sich isoliert, abkapselt und sich ein stückweit sehr wohlfühlt in seinem Selbstmitleid. Ich habe keine Freundin, die mit mir auf den Weihnachtsmarkt geht oder ähnliches, denn ich die machen alle in Familie. Aber ich versuche mich jetzt stück für stück heraus zu arbeiten. Das ist schwer. Ich mache Dinge, die ich schon lange machen wollte. Ich kaufe mir eine Monatskarte für das Schwimmbad und ich mache einen Tangokurs, auch und gerade als Singledame. Ich komme so unter Leute, das ist nicht einfach, weil ich soziales Leben und Kommunikation in Form small talk etc. deutlich vernachlässigt habe. Ausserdem möchte ich versuchen mehr Sport zu machen, ich weiß noch nicht, ob ich das alles mit dem Job machbar ist. Und ich quäle mich jeden freien Tag mit einem Spaziergang um etwas Bewegung zu haben und raus gegangen zu sein. Das ist alles schwer, ab wenn man sein Leben ändern will... dann kann man es schaffen. Mein grösstes Ziel ist es nach Thailand auf Ko Samui zu fliegen, genau in einem Jahr. Da muss ich noch tüchtig sparen, aber genau das möchte ich - einmal eine Fernreise machen. Steck Dir Ziele, kleine reale und erfüll Dir grosse und kleine Träume.
 
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  • #17
Liebe #15, ich finde Deinen Beitrag ausgesprochen sympathisch. Vieles von dem, was Du schreibst, kann ich gut nachempfinden, z.B. was passiert, wenn man sich zu sehr isoliert. Vor allem wünsche ich Dir viel Kraft für die Veränderungen in Deinem Leben, die Du planst bzw. durchführst. Eine Monatskarte für das Schwimmbad... gar keine schlechte Idee, vielleicht sollte ich das auch machen... "Ich quäle mich jeden freien Tag mit einem Spaziergang" - das ist auch gut, leider gelingt es mir noch nicht an jedem Tag, gestern habe ich beispielsweise darin "versagt". Mir scheint wirklich, Du machst das Richtige und bist auf einem guten Weg, ich drücke Dir die Daumen.
m, in Deinem Alter
 
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  • #18
An Fragenstellerin, mir geht es genauso wie dir, und ich kann mir Vorstellen wie du dich fühlst.

Ganz ehrlich an #11 und all die anderen:

Ihr habt keine Ahnung.
Nur weil ihr nie so empfunden habt heisst das nicht dass Menschen den es nunmal so geht wie der Fragenstellerin und vielen anderen wie z.b. mir auch nichts für sich tun oder nicht wissen wie man sich mit sich selbst beschäftigt.

Ich frage mich was man für ein Problem haben muss in solchen foren Rumzuhängen und Menschen abzuwerten.

Vielleicht geht ihr mal zu den anonymen Alkoholikern und fragt diese mal wie man nur schwach sein kann nichts zu trinken, da ihr das ja jeden Tag schafft.

Naja dann mal Tschö
 
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  • #19
@17: Ich konnte kein einziges mail entdecken, welches die Fragestellerin abgewertet hätte.
Kein einziges.
Im Gegenteil, da waren jede Menge liebevolle Sachen dabei, und man merkte richtig, wie alle bemüht waren, zu trösten und Zuspruch zu geben, jeder auf seine Art.
Und noch was: Mitreden kann man nur dann, wenn man selber schon durch die Hölle gegangen ist...und da denke, weiß jeder, der bislang in diesem threat was geschrieben hat, genügend Erfahrung diesbezüglich aufzuweisen.
Also, daß ich oder wir nie so empfunden haben oder sogar empfinden, ist eine Unterstellung, die nicht im geringsten gerechtfertigt ist.
Es war nur teils sehr anstrengende Arbeit an sich selbst, aber wir haben uns dem halt gestellt und nicht verharrt, weil es der leichtere Weg war...ich kann jammern, ewig und drei Tage lang, und ich kann aber auch etwas dagegen tun, wenn ich mal bereit bin, mich Wahrheiten zu stellen.
Kann ich´s nicht allein, gibt´s genügend Hilfe - kann halt dauern, bis man die richtige Hilfe findet, das ist ja auch ein Reifeprozeß.
Keiner hat gesagt, daß wir alle perfekt sind, ganz im Gegenteil, die meisten haben ihre vergleichbare Situation geschildert.
Wenn Du diese von Dir beschriebenen Probleme hast, mit Dir nicht s anfangen zu können, verurteile ich dich nicht, ich sage lediglich, daß Du dann was dagegen tun mußt, ggf. mit professioneller Hilfe, weil Du andernfalls dann einen sehr steinigen Weg gehen müssen wirst.
Ich glaube eher, Du bist verbittert und fühlst Dich nicht verstanden - das ist aber nicht der Fall.
Du kannst Dich schlichtweg nicht von anderen, äußeren Dingen abhängig machen... Du bist ja dann auch ein schlechter Partner, wenn Du Dinge suchst, die Du nicht einmal in Dir selber hast.
Keine Abwertung, lies´ Dir die Beiträge nochmal durch.
Alkoholiker? Ja, die müßten auch erstmal begreifen, das sie ein Problem haben.
Graf Dracula
 
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