• #1

Vom Sexmuffel zur Bombe?

Hallo zusammen,

mich würden Ihre Erfahrungen/Beobachtungen bezüglich der Frage interessieren, ob es theoretisch möglich ist, dass ein männlicher Sex- und Zärtlichkeitsverweigerer nach 2 längeren und vielen kurzen Beziehungen, die daran zerbrochen haben, dass er kein Sex haben wollte, plötzlich Mitte 40 sich zu einer Bombe entwickelt, die kaum zu befriedigen ist?

Vielen Dank!
 
G

Gast

  • #2
Die Frage, die zu beantworten ist, ist doch, warum hat er bisher
Sex und Zärtlichkeit verweigert. War es in den längeren Beziehungen auch so? Ist er enttäuscht worden und wollte die Frauen
nur unbewußt "bestrafen" oder war es mangelnde Liebe und Zuneigung? Die Frage ist zu allgemein gestellt. Was heißt Bombe? In jetzigen Beziehungen oder als Single?
 
  • #3
Klar ist das möglich, wenn er endlich die für ihn (sexuell) richtige Partnerin gefunden hat.

Das sind die Fälle, wo man gerne auch den Kopf verliert und Dinge tut, über die man sich später wundert.
 
  • #4
Grundsätzlich gibt es nichts, was es nicht gibt. Vielleicht stimmte die Chemie in den vorherigen Beziehungen nicht, vielleicht hat er jetzt das passende Gegenstück gefunden, wo alles passt, vielleicht weiß er mit 40 endlich, was ihm Lust verschafft, vielleicht hatte er vorher medizinische Probleme, die nun behandelt sind, vielleicht, vielleicht... Möglichkeiten gibt es da theoretisch unendlich viele. Warum graben immer alle in der Vergangenheit?! Wenn er aktuell viel Lust auf Sex hat, ist das doch prima. Ich kenne zwei Beispiele aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis, wo dies der Fall war. Die Männer waren Mitte 30. Woran dies genau gelegen hat, kann man nur vermuten. Beschwert haben sich die neuen Partnerinnen nicht, es hat wohl eher ihr Ego gepuscht.
 
  • #5
Vielleicht mittels einer Hormontherapie ?

Ab 30 baut sich der Hormonpegel beim Mann ab. Wenn da bei diesem Mann schon nicht viel los war, was ist dann mit 40 noch an Hormonen bei ihm übrig ?

Oder der Mann ist in in seinem Inneren homosexuell. Verdrängt es aber, und versucht nach außen ein Hetero-Mann zu sein. Klappt aber nicht.
 
  • #6
Na ja als Sex und Zärtlichkeit Verweigerer würde ich mich nicht bezeichnen! Aber auch bei mir habe ich mit Anfang 40 eine nennen wir es mal sexuelle Revolution erfahren dürfen. Man lernt offener mit sich selbst und auch mit dem Partner umzugehen. Und plötzlich ist alles so unbeschwert und richtig spannend. Fand und finde ich total klasse!
m 45
 
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G

Gast

  • #7
Gesetzt den Fall, dass er bisher oder sehr lange nicht mehr, warum auch immer, nicht die für ihn passenden Frauen hatte, kann das sehr gut sein, bei mir war es auch so.

Wenn dann plötzlich eine Frau da ist, wo es auf allen Ebenen oder zumindest mal auf der Sexuellen verdammt gut passt, kann das sein, da endeckt Mann durchaus mal wieder, was eigentlich in einem steckte, was er solange nicht gelebt hat.

So eine Phase ist einfach der Hammer, wie neu geboren fühlt sich das an. Tut einfach gut zu merken, dass man doch noch anders kann!
 
M

Mooseba

  • #8
Die Frage, die zu beantworten ist, ist doch, warum hat er bisher
Sex und Zärtlichkeit verweigert. War es in den längeren Beziehungen auch so? Ist er enttäuscht worden und wollte die Frauen
nur unbewußt "bestrafen" oder war es mangelnde Liebe und Zuneigung?
Vielleicht fand er die Frauen damals sexuell nicht anziehend genug, war aber nicht mutig genug, die Konsequenzen daraus zu ziehen. Aber diese Möglichkeit würde eine Frau niemals offen zugeben.
 
M

Mooseba

  • #9
Ab 30 baut sich der Hormonpegel beim Mann ab.
Genau. Ich habe mit 28 erst meinen ersten Sex gehabt und verlorene Zeiten kann man nicht mehr nachholen. Was soll da noch kommen? Ich mache fast täglich Sport, aber so rallig wie in der Pubertät oder mit Anfang 20 werde ich bestimmt nicht mehr. Außerdem kann Sex für einen Mann schnell anstrengend sein, wenn er Orgasmusprobleme (kommt zu früh oder gar nicht) hat. Dann geht die Lust auch schnell flöten. Und man hat im Leben wichtigeres zu tun als sich darum zu kümmern, dass beim Sex hinsichtlich Vergnügen bei allen Beteiligten alles glatt läuft.
 
G

Gast

  • #10
Nein, glaube ich nicht. Genauso wenig wie Frauen sich großartig im Bett ändern! Das ist Wunschdenken!

Ich hatte drei Männer in meinem Leben (23, 28, 44), mit denen es sexuell überhaupt nicht klappte. So etwas schlechtes hatte ich echt niemals erlebt. Der 44 hat es zumindest versucht, konnte aber auch kaum mehr als einmal im Monat einen hochbekommen. Die anderen beiden 23, 28 waren für Sex gar nicht geschaffen oder zu begeistern oder zu jung oder was weiß ich. Heute bin ich mit diesen Männern noch befreundet, und ihr Liebesleben hat sich nicht geändern eher verschlechtern und ist auf den totalen Nullpunkt angekommen. Da läuft nix mehr. Pulver verschossen mit Nichtstun. Frauentechnisch sieht es auch mau aus.
Ich war damals wohl eine der geduldigsten Frauen, die diese Männer abbekommen konnten. Welche andere Frau macht so etwas schon jahrelang mit?

Ich selber war damals einfach viel zu blind und unerfahren, sonst hätte ich mich auf diese Männer gar nicht eingelassen. Dass sie 15 Jahre später immer noch auf selber Stelle treten, spricht dafür, dass mit diesen Männern was nicht stimmen kann.

Liebe Fs, gib dich nicht der Illusion hin, diese Männer könnten sich ändern. Da kommt nichts mehr!
 
G

Gast

  • #11
Bisweilen wünschte ich mir, dies Forum böte weit mehr denen – Männlein wie Weiblein – eine Plattform, die können, die wollen… - als denen, die nur über Probleme philosophieren, und darüber, was alles nicht klappt.
Wenn ich – in mittleren Jahren, und nach wie vor in höchstem Maße SEX-affin, sex-positiv, und sex-aktiv – eigenes Fehlverhalten aus der Vergangenheit, grad auch aus der Anfänger-Vergangen-heit beklage, dann höchstens, dass ich nicht überall gleich sehr deutlich gemacht habe, wie wichtig SEX für mich ist. Man hat es einfach nur vorausgesetzt, hat es drauf ankommen lassen – was durchaus bisweilen zu nicht so erinnernswerten Pannen geführt hat.
So allgemein formuliert, gilt diese Forderung nach Eindeutigkeit natürlich für beide Partner. Kaum etwas erinnernswerter als die Frauen, die keinen Zweifel daran ließen, was sie erwarteten; und die keinen noch so verwegenen Wunsch unerfüllt ließen/lassen. Meine Erfahrung ist, dass Frauen – vorausgesetzt, sie stehen noch voll im Saft, sind noch nicht vollends erloschen - nach der Familien-Phase da weit eindeutiger werden, als man es in jüngeren Jahren erleben musste.
Und nun rate mal jeder, warum man eigentlich einem Kerl zum Einfahren immer erst mal eine reifere, erfahrenere, voll leistungs-willige Frau wünscht, die ihn erst mal domestiziert, zivilisiert, seine Begierden fokussiert, auch weckt, falls sie noch nicht so ganz entwickelt sind. Bombe muss nicht das Ziel sein; aber Freude am eigenen Körper, am Körper der Partnerin, an deren Reaktionen, Wünschen, Zielen – an der Schönheit des gemeinsamen Erlebens.

Vom Rückbezug auf die Hormone, wie hier oft intimiert, halte ich nicht so riesig viel; und doch sollte nicht in Abrede gestellt werden, welche Verheerungen sie anrichten können. Doch sollte man niemals unterschlagen, was andere Verklemmungen auf der "Pysch"-Ebene da an noch weit verheerenderen Schaden zu stiften vermögen. Guter Sex – man kann es gar nicht oft genug postulieren – setzt nicht zuletzt auch Brain, Persönlichkeit, Intelligenz, ein Mindestmaß an Kultiviertheit….voraus (Herkules (!)… - ich stimme Dir voll zu: Prolo ist schlimm – auch wenn ich Dir sonst nicht immer so ganz folgen kann).
 
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  • #12
Die meisten Menschen bleiben sich eigentlich treu. Trotz auch er sich weiterentwickelt, glaube ich eigentlich nicht an eine solch extreme Persönlichkeitsänderung.
 
  • #13
Ja das gibt es. Wenn er die ideale Partnerin findet. Eine bei der es für ihn sexuell auch passt. Es muss bei beiden halt passen. Dann klappt Zumindestens kann es sehr gut klappen.