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Gast

  • #1

Von "Es-gibt-keinen-den-ich-haben-will-Single" zu "Mich-will-keiner-haben-Single". Muss das ...

... wirklich so laufen? -- Viele leben erst als "Es-gibt-keinen-den-ich-haben-will-Single" (1), erleben dann einen Übergang zu "Mich-will-keiner-haben-Single" (2) und sind dann plötzlich (2). Ich selbst hatte schon schnell (Partnersuche - erst wieder - nach Abschluss des Studiums) verstanden, dass ich als (1) auf dem falschen Weg bin. Seitdem habe ich damit gekämpft, dass die zu mir passenden Frauen nicht erreichbar waren, weil sie noch in der Phase "Es-gibt-keinen-den-ich-haben-will-Single" oder "Es-gibt-kaum-einen-den-ich-haben-will-Single" sind. - Ich glaube, dass sehr viele das von mir Beschriebene so oder ähnlich erleben, auch sehr viele - wie ich - allemal Männer und Frauen, die allemal attraktiv genug sind.
 
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Gast

  • #2
Erlebt haben wir das sicher alle schon. Aber: Warum sich so viele Gedanken machen? Warum immer alles erzwingen wollen? Wenn die "Phasen" nicht deckungsgleich sind (wie in der Frage beschrieben), klappt es sowieso nicht.

Auf sich zukommen lassen und keine Gedanken daran verschwenden, wer wann warum zu wem passt oder auch nicht. Wenn es sein soll, trifft man/frau schon den/die Richtige, wo alles passt.
 
  • #3
Nein, nach meinen Beobachtungen läuft das eher selten so. Wer in jungen Jahren - sagen wir von 20 bis 30 - zu den begehrten Singles gehört, der nimmt alles mit, was er kriegen kann, und stolpert oft von einer Beziehung in die nächste. Er verschwendet nicht viele Gedanken daran, ob eine Beziehung wohl von Dauer sein wird. Sollte sie zerbrechen, hat man ja keine Schwierigkeiten, sofort wieder jemanden neues kennenzulernen. Er kommt also gar nicht in die Situation, viele Körbe zu verteilen.

In dieser Phase tritt meistens ein enormer körperlicher Verfall auf. Viele hübsche Frauen, die mir in der Alters-Range begegnet sind, waren Raucherinnen, haben keinen Sport gemacht, waren auf vielen Partys und hatten in vielerlei Hinsicht einen nicht gerade seriösen Lebenswandel.

Ab 30 bezahlen sie dann körperlich für ihre Sünden von früher und wundern sich, dass sie nun nicht mehr so begehrt sind - wo sie doch früher kein Problem hatten, ihre Beziehungen zu finden. Jetzt sind sie zu einem Mich-will-keiner-haben-Single mutiert und wollen sich nicht damit abfinden, dass plötzlich SIE werben und kämpfen müssen.
 
  • #4
Ehrlich gesagt finde ich, man tut sich keinen Gefallen, wenn man alles bis ins Detail zerpflückt. Ich werde bald 26, in den letzten...mal rechnen...drei Jahren war so gut wie kein Mann dabei, der mich interessiert hat, also habe ich nur zwei - im Nachhinein zugegebenerweise - halbherzige Versuche gestartet, die nicht lange hielten gingen. Und ich habe mir Gedanken gemacht...warum mir keiner gefällt....was stimmt da nicht....etc. Aber einfach irgendwen nehmen und von Beziehung zu Beziehung (oder Bett zu Bett) stolpern, wollte ich auch nicht.
Im Augenblick besinne ich mich auf meine Hobbies und mache wieder richtig viel Sport - der Rest wird sich finden. Wenn ich mich style oder koche, etc. - dann tue ich das für MICH. Ich mache mir keine Gedanken mehr über meinen "fehlenden Partner" - wozu auch? Davon kommt der Richtige auch nicht schneller und ich verbringe mein Leben nicht in "Warteposition" oder mit Grübeleien, die mich nicht weiterbringen - gibt genug andere Dinge, die zum Grübel anregen...
 
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Gast

  • #5
Nein, deine Beobachtungen und Erfahrungen kenne ich nicht!! Das beschriebene Problem liegt bei einem selbst im Kopf. m
 
  • #6
Laufe keinem Ideal hinterher, und lasse dich nicht in einen Anpassungsprozess hin zu einem Ideal zwängen. In der Befreiung von beidem liegt meines Erachtens das Fundament für künftig anderweitige Erfahrungen.
 
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Gast

  • #7
Was sollte ich da sagen?
ich gehöre zu der Sorte, die absolut alle No Gos erfüllt:
50 Jahre (zu alt)
alleinerziehend mit Kind
Lehrerin
Haustiere.
Ich kann mich zwar wirklich nicht beklagen, dass ich zu viele Partneranfragen bekäme, aber ich genieße trotzdem mein Leben.
Am besten bleibst du so, wie du wirklich bist und akzeptierst dich, dann ist alles viel leichter und du bist interessanter für die anderen.
Grübeln und sich verbiegen nützt gar nichts.
Viel Spaß und Erfolg!
 
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Gast

  • #8
Dank schön für Eure Antworten. Ich muss aber sagen, #1: Es ging mir nicht so, wie Du schreibst. Mit 20 bis 30 und länger war ich ein Magnet, hatte aber keineswegs "alles mitgenommen, was ich kriegen kann". Das liegt mir völlig fern. Beziehungsbruch, Trauer, langsam wieder geheilt, zuende studieren u. a., so war die Zeit. Die Frauen nach dem Studium habe ich auch ganz anders erlebt als Du: überzeugt und anspruchsvoll und noch nicht so wirklich an Familie denkend wie ich schon immer. In der Zeit hätten genug Frauen passen können, aber es waren irgendwie alle diese Frauen "Es-gibt-kaum-einen-den-ich-haben-will-Singles". - Hier wird viel gesagt, die Ansprüche seien zu hoch. Ich denke, es ist richtig, sich schnell davon zu verabschieden, "Es-gibt-keinen-den-ich-haben-will-Single" zu sein.
@3: Ist schon in Ordnung, Du bist ja jung genug.
@5: Finde ich schwierig.
@6: Deine Gedanken trösten mich irgendwie. Nur stehe ich davor, mit Mitte 40 endgültig, dem Familienwunsch abschwören zu müssen. - Ich wünsche Euch alles Beste.
 
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Gast

  • #9
Kenn ich. Ich war immer der Fall "Der den ich will, liebt eine andere" und "Der, den ich total nicht mag, will mich".
Und dann immer wieder diese Sucherei á la Vogelhändler dritter Akt - "Noch einmal, noch einmal, noch einmal..."
Dumm gelaufen.
Mittlerweile sage ich mir: "Dann eben nicht."
Doofes Gesuche macht mich nicht glücklich. Diese Leere nach dem Klinkenputzen ist ja auch kein Roman nach Rosamunde Pilcher.
Kaum zu glauben, aber es gibt Frauen, die sich total verlieben, aber nie etwas erwidert bekommen.
Und dabei habe ich alle Attribute. Nur bin ich eben keine Schlampe. Und tschüss....
 
  • #10
#8
kann ich nicht verstehen - wie ich mich in jemanden bei dem ich überhaupt nicht auf Gegenliebe stoße, total verlieben könnte. Warum sollte ich mich in so jemanden verlieben? Wegen seiner schönen Haare oder seiner Schuhgröße?
Ich verliebe mich in einen Menschen, mit dem ich mich unterhalte und der mir signalisiert, daß er interessiert ist, einfach in jemanden, den ich erlebe und dessen Emotionen ich spüre.
Alles andere kommt mir vor, als wären Teenager in irgendwelche Schauspieler verliebt.

Übrigens muß man keine Schlampe sein (oder nur eine ganz kleine), um von Männern geliebt zu werden ;-)
 
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Gast

  • #11
Ich gebe #1 absolut Recht. War allerdings schon immer auf den natürlichen Typ Frau gestanden die in längeren Beziehungen lebt(e) , rauchfrei, etwas sportlich, einfach gut drauf, nicht auf der Sonnenbank verbraten. Absolut abtörnend sind auch kaputte Haare.

Ein tolles Partygirl , das als Assitentin im Vorstand Gehör fand muss 10 J. später schmerzvoll lernen dass sie durchgereicht wird, sich selbst neu einschätzen, definieren, präsentieren muss.

Das gilt übrigens auch für ewige Partylöwen ;-)
 
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Gast

  • #12
Wenn du wirklich den Weg gegangen bist von "Es-gibt-keinen-den-ich-haben-will-Single" zu "Mich-will-keiner-haben-Single", dann gehörst du zu den Schönen und (ehemals) Glücklichen im Leben.

Die meisten sind aber von Beginn an "Mich-will-keiner-haben-Single" und bleiben es auch. Solange du niemals bewiesen hast, dass du ein "Ich-kann-jeden-haben-Single" bist, bleibst du bloß ein "Ich-rede-mir-die-Welt-schön-Single" ...

... und von denen die nur reden gibt es ganz, ganz viele! (siehe #3, #7, #8)