• #1

Vorsorge für den Fall, dass...

Hallo zusammen,

habt ihr Vorsorge getroffen, im Falle eures Todes oder wenn ihr über euch nicht mehr entscheidet könnt?

Ich meine mich zu erinnern, dass @Inanna* einen "Todesordner" hat, auf den ihre Schwester Zugriff hat.

Habt ihr für einen Ernstfall eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Bankvollmacht oder ähnliches hinterlegt?

LG
 
  • #2
Hallo zusammen,

habt ihr Vorsorge getroffen, im Falle eures Todes oder wenn ihr über euch nicht mehr entscheidet könnt?

Ich meine mich zu erinnern, dass @Inanna* einen "Todesordner" hat, auf den ihre Schwester Zugriff hat.

Habt ihr für einen Ernstfall eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Bankvollmacht oder ähnliches hinterlegt?

LG
Ja, habe ich alles. Da meine Schwester und ich mit unseren Partnern noch nicht verheiratet und soo fest zusammen sind, bleiben diese Unterlagen bisher im engsten Kreis der Familie. Meine Schwester, Mutter und ich (und auch unsere Großmutter, die inzwischen tatsächlich verstorben ist, dafür war das sehr praktisch) haben alle einen solchen "Todesordner", haben gegenseitige Bankvollmachten (und andere Vollmachten bzw. auch direkt gemeinsame Zugangsberechtigungen), besitzen jeweils die Wohnungsschlüssel voneinander, wissen, wo diverse Passwörter stehen, und haben auch Listen mit wichtigen Kontakten und Dingen, die geregelt werden müssen, plus entsprechende Anleitungen, Erklärungen und Abschiedsbriefe mit netten Worten und Lebensweisheiten. Außerdem haben wir uns schon sehr oft über solche Themen unterhalten und wissen, wie wir jeweils darüber denken. Es ist einfach ätzend, wenn Leute im Krankenhaus landen oder sterben und Chaos, Probleme und Unsicherheiten hinterlassen. Wir haben besprochen, was mit bestimmten z.B. Besitztümern sinnvollerweise geschehen könnte, uns aber letztendlich auch Handlungsfreiheit gegeben in dem Sinne, dass konkrete Vorschläge gemacht sind, es aber am Ende darauf hinausläuft: "Mach, was du gut findest, du schuldest mir nichts und bist mir zu nichts verpflichtet, sei glücklich und frei!" Denn es kann auch belastend dein, wenn man nach dem Tod das Gefühl hat, der Person verpflichtet zu sein und bestimmte Dinge behalten oder tun zu müssen, nur weil sie es "gewollt hätte". Von solchen Verpflichtungs- und Schuldgefühlen haben wir uns komplett freigesprochen. Im Zweifelsfall kann auch alles einfach weggeschmissen oder verkauft werden.
w27
 
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  • #3
…habt ihr Vorsorge getroffen, im Falle eures Todes oder wenn ihr über euch nicht mehr entscheidet könnt?
Ist so halb fertig.
…Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Bankvollmacht …
…Testament, Generalvollmacht. Vor allem aber auch ein Überblick über alles von der Krankenversicherung bis zum Schließfach und klare Aussagen darüber, was ich denn wirklich will, denn das bilden die Verfügungen nicht unbedingt ab.
Und ich kann @Ianna nur ausdrücklich und insgesamt zustimmen. Drüber reden und ausdrückliche Freiheit geben!
 

Laleila

Cilia
  • #4
Hallo zusammen,

habt ihr Vorsorge getroffen, im Falle eures Todes oder wenn ihr über euch nicht mehr entscheidet könnt?

Ich meine mich zu erinnern, dass @Inanna* einen "Todesordner" hat, auf den ihre Schwester Zugriff hat.

Habt ihr für einen Ernstfall eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Bankvollmacht oder ähnliches hinterlegt?

LG
Ja.. Alles, Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten, Testamente.

Testamente sogar jeder zwei, da wir im ungünstigen Fall kurz hintereinander sterben, ohne die Chance ein angepasstes Testament anzufertigen
Wir wollen zum Beispiel, dass meine Neffen alles erben, und seine Familie klar ausschließen. Entsprechend sind die unterschiedlichen Testamente formuliert.
 
  • #5
Selbstverständlich, schon sehr lange, wird regelmäßig aktualisiert, angepasst an neue Formvorschriften, Unterschriften erneuert.
Von Patientenverfügung, Vollmachten, testamentarische Regelungen, Gedanken, wie eine Beerdigung für uns ausschauen soll.
Das ist ein ganz normales Thema, wie Versicherungen durchgecheckt werden, Anlagen, alles Bürokratische.
Dazu kommt eine Liste an allen Passwörtern, Kundenkonten.
 
  • #6
Ja, alles in der Kanzlei hinterlegt.
Vollmachten, Patientenverfügung, Testament und Verweise .....

Dazu Anweisungen, wer Testamentsvollstrecker wird, Bruder, Mutter, V, und 3 Freunde wissen Bescheid wohin sie sich wenden müssen.
Verfügungen und Vermächtnisse sind unter Berücksichtigung der Steuervermeidung getroffen worden. Und werden laufend geprüft.
Wäre ja schlimm, wenn ich bei meinem Beruf alles laufen lassen würde.....
 
  • #7
Ich habe es ziemlich bald in nächster Zeit vor. Patientenverfügung, Vollmacht und auch ein Testament werde ich errichten. Eine Liste mit Passwörtern und Onlinekoten. Wenn ich aus dem Leben trete, möchte ich auch online "weg" sein. Außerdem möchte ich die Beerdigung regeln und eine Sterbegeldversicherung abschließen. Angehörige werden oft mit sehr schwierigen Entscheidungen konfrontiert. Das möchte ich ersparen.
 
  • #8
Danke für eure Antworten.

Ich habe bisher nur eine Liste in Excel mit allen Verträgen, Beitragssummen, Ansprechpartnern und Telefonnummern und eine kleine Liste mit Online-Paswörtern.

Bei der Patientenverfügung und beim Testament brauche ich `ne Entscheidungshilfe.

Ich lebe alleine in DE und mache mir zunehmend Gedanken, was passiert, wenn..
 
  • #9
habt ihr Vorsorge getroffen, im Falle eures Todes oder wenn ihr über euch nicht mehr entscheidet könnt?
Selbstverständlich - ist alles in Händen des Ehemannes, jeweils auf Gegenseitigkeit.

Mein Backup ist eine meiner Schwestern, nachrangig einer meiner Neffen, weil wir alle schon älter sind, falls ihn dasSchicksal vor mir oder es uns gleichzeitig (Unfall) ereilt. Sein Backup ist ebenfalls eine Schwester und nachrangig eine seiner Nichten.

Vorteil der bereits geregelten Nachrangigkeiten: man muss bei Veränderungen immer wieder an das Thema ran und denjenigen ist klar, mit wem sie sich austauschen können/wem unser Vertrauen noch gilt wenn sie Bedarf danach haben.
 
  • #10
Ich habe einen Bruder und noch einen Halbbruder und 2 Stiefschwestern. Mit meinem Bruder versteh ich mich gut, er ist 30. Mein Halbbruder ist auch ein toller Typ, er ist 35 Jahre alt. Mein Halbbruder hat gesagt, im Falle seines Todes krieg ich alles. Und das wär ne schöne Summe (Er ist Anwalt). Ich selber hab leider noch kein Dokument gemacht, aber ich würd glaub ich alles meinem Bruder geben.

Ich hab auch nur den CH-Pass und sag auch immer bin nur Schweizerin..fast meine ganze Familie sind Schweizer^^ Aber mein Grossvater ist Russe 100% und meine Grossmutter väterlicherseits ist Schwedin^^

Ich zieh übrigens bald aus^^ Bin schon am Wohnungen schauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #11
Außerdem möchte ich die Beerdigung regeln und eine Sterbegeldversicherung abschließen.
Hatte meine Großmutter auch, aber ich selbst frage mich: Es kommt natürlich auf das eigene Alter und individuelle Aspekte an, aber alternativ zu so einer Versicherung könnte man ja auch einfach das Geld selbst sparen/anlegen bzw. auf ein Extra-Konto fließen lassen, denn nach dem Tod bekommen die Erben ja Zugriff auf die Konten und können das Geld, das sie dort finden, dann auch für die Beerdigung benutzen. Ich meine nur, weil bei einer Versicherung ja allgemein noch andere mitverdienen und man oft mehr einzahlt, als man letztendlich zurückbekommt. Das nur so als Gedanke dazu. Oder gibt es einen entscheidenden Vorteil bei einer solchen Versicherung? Gewinn macht man ja eigentlich nur, wenn man unerwartet frühzeitig kurz (aber nicht zu kurz) nach Versicherungsabschluss verstirbt, oder?
w27
 
  • #12
  • #13
Bei der Patientenverfügung und beim Testament brauche ich `ne Entscheidungshilfe.
Die Hilfen gibt es.
Ganz auf Nummer sicher gehen wirst du mit einem Notartermin. Der kann dich auch beraten und gesetzeswidrige Texte ausschliessen.
Vordrucke für Patientenverfügungen gibt es. Auch in Krankenhäusern teilweise erhältlich. Einfach mal schauen....
Testament ist schwieriger. Machst du es selbst, dann bitte beachten, alles von Hand zu schreiben.
 
  • #14
denn nach dem Tod bekommen die Erben ja Zugriff auf die Konten und können das Geld, das sie dort finden, dann auch für die Beerdigung benutzen.
Nein, so schnell geht das nicht, außer man hatte vorher schon eine Kontovollmacht.

Ansonsten geht alles in den Nachlass und das kann ganz schön lange dauern, bis der geregelt ist. Ich kann zwar nur für Österreich sprechen, aber das wird in D vermutlich nicht sehr viel anders sein.

Deshalb wird ja bei Sterbeversicherungen immer betont, dass das Geld sofort verfügbar ist, denn das ist der entscheidende Vorteil.

@Monikka, ich habe auch fest vor, das alles zu regeln inklusive Testament, hab es bisher aber noch nicht geschafft.
 
  • #15
Nein, so schnell geht das nicht, außer man hatte vorher schon eine Kontovollmacht.

Ansonsten geht alles in den Nachlass und das kann ganz schön lange dauern, bis der geregelt ist. Ich kann zwar nur für Österreich sprechen, aber das wird in D vermutlich nicht sehr viel anders sein.

Deshalb wird ja bei Sterbeversicherungen immer betont, dass das Geld sofort verfügbar ist, denn das ist der entscheidende Vorteil
Hm, ok, wir bei uns haben ja alle die entsprechenden Vollmachten ausgestellt (man kann auch Vollmachten, die über den Tod hinausgehen oder erst ab dem Tod wirksam werden, ausstellen, eben genau für diesen Fall, damit z.B. Geld für die Beerdigung abgehoben werden kann). Ansonsten findet man in den Unterlagen auch die Konto-Zugänge, sodass noch schnell am Tag des Todes Geld abgehoben werden könnte. Transaktionen nach dem Tod fließen aber normalerweise formal wieder zurück in die Nachlasssumme, wenn die Kontostände überprüft werden und der Nachlass berechnet wird, nur das könnte man ja dann auch entsprechend verrechnen, ist ja im Prinzip nur eine Formalität. Oder man hat einfach direkt ein geteiltes bzw. gemeinsames Konto, wie das bei Ehepartnern häufiger der Fall ist, dann wird es ja nicht direkt gesperrt.

Ansonsten könnte ja auch erstmal jemand das Geld vom eigenen Konto auslegen und sich dann im Nachhinein zurückholen über den Nachlass.

Oder ganz primitiv: Man hinterlegt irgendwo Bargeld und sagt einer Person, wo der Schlüssel liegt.

Das sind halt insgesamt so Themen, die ich vor dem Tod bei bester Gesundheit locker und entspannt besprechen würde, nicht erst dann, wenn's ernst wird, Zeitdruck besteht und keinen Spaß mehr macht, sich in Ruhe ausführlich damit zu beschäftigen.

Naja, und in meiner Familie haben wir die Leichen immer erstmal verbrennen lassen und dann beim Bestatter unseres Vertrauens (die Visitenkarte ist auch immer griffbereit, im Zweifelsfall muss es schnell gehen und wir wollen uns nicht von anderen, unbekannten Bestattern übers Ohr hauen lassen, die evtl. bei der Todesfeststellung vorgeschlagen werden, denn gerade in kleineren Orten wird da oft geküngelt, manch einer drängt sich auf und nutzt den Trauerzustand, die Eile und die Unwissenheit der Kunden aus, um viel Geld zu machen), also beim Bestatter unseres Vertrauens haben wir die Asche wochen- oder monatelang zwischengelagert oder uns die Urne mit der Begründung einer ausländischen Seebestattung geben lassen, um individuell damit verfahren zu können, da gibt es Möglichkeiten. Teilweise fand die Beerdigung erst ein halbes Jahr später statt, wenn wir halt mal dazu kamen. Bei Urnenbestattungen hat man nicht so viel Stress, sondern kann sich etwas mehr Zeit lassen.
w27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
Hatte meine Großmutter auch, aber ich selbst frage mich: Es kommt natürlich auf das eigene Alter und individuelle Aspekte an, aber alternativ zu so einer Versicherung könnte man ja auch einfach das Geld selbst sparen/anlegen bzw. auf ein Extra-Konto fließen lassen, denn nach dem Tod bekommen die Erben ja Zugriff auf die Konten und können das Geld, das sie dort finden, dann auch für die Beerdigung benutzen. Ich meine nur, weil bei einer Versicherung ja allgemein noch andere mitverdienen und man oft mehr einzahlt, als man letztendlich zurückbekommt. Das nur so als Gedanke dazu. Oder gibt es einen entscheidenden Vorteil bei einer solchen Versicherung? Gewinn macht man ja eigentlich nur, wenn man unerwartet frühzeitig kurz (aber nicht zu kurz) nach Versicherungsabschluss verstirbt, oder?
w27
Viel sinnvoller wäre es, ernst gemeint, das Geld in Bar zu Hause die macht aber gerne den älteren Menschen Angst, dass sie nicht anständig, was auch immer das im individuellen Fall heißt, beerdigt werden könnten. Da ist auch das Maß: je mehr desto besser. Vorausschauend könnte man beim Bestatter des Vertrauens schonmal ein Paket abschließen, wo , wie , Friedwald, Urne, Grab, Stein, usw. Das wäre hilfreich, aber dann müsste man sich mit dem eigenen Tod auseinandersetzen, was auch nicht jeder hinkriegt, das ist menschlich. Wir haben das so geregelt, zusätzlich zum Testament, dass der, der zurück bleibt, bestimmt, denn für den Toten ist das eigentlich egal. Trotzdem, shame on me, neige ich zum Friedwald, das ist günstig, schön, keine Grabpflege nötig, und man hat seine Ruhe.
 
  • #17
Die Hilfen gibt es.
Ganz auf Nummer sicher gehen wirst du mit einem Notartermin. Der kann dich auch beraten und gesetzeswidrige Texte ausschliessen.
Vordrucke für Patientenverfügungen gibt es. Auch in Krankenhäusern teilweise erhältlich. Einfach mal schauen....
Testament ist schwieriger. Machst du es selbst, dann bitte beachten, alles von Hand zu schreiben.
Danke.
Eine Patientenverfügung habe ich zwar dieses Jahr erstellt, habe sie aber nach wenigen Wochen zerrissen, da ich mir doch nicht sicher bin, wer das "allerletzte" Wort haben soll 😀

Ein Weg zum Notar ist wohl unvermeidbar. Immer wenn ich in den Urlaub fahre und meine Horrorvorstellungen habe (Autounfall) schreibe ich ein paar Zeilen "Testament". Ob es etwas bringt, wenn es nicht beglaubigt ist?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #18
Nein, so schnell geht das nicht, außer man hatte vorher schon eine Kontovollmacht.
Das ist dann im Zweifel ein Sparbuch mit einer entsprechenden Summe und Zugriffsmöglichkeit. Oder Bargeld. Im Grunde muss man über Kontovollmachten generell nachdenken, man kann sich ja auch mal schlicht ein Bein brechen...
Eine Patientenverfügung habe ich zwar dieses Jahr erstellt, habe sie aber nach wenigen Wochen zerrissen, da ich mir doch nicht sicher bin, wer das "allerletzte" Wort haben soll 😀
Das wichtigste hier ist, sich Gedanken über den Inhalt zu machen und das auch klar zu kommunizieren.
 
  • #19
shame on me, neige ich zum Friedwald, das ist günstig, schön, keine Grabpflege nötig, und
Warum shame?
Wollen wir auch, Friedwald, Verbrennung im Leintuch, seitdem es geht, denn wozu ein Sarg?
Vor Ort ist der Platz anonym, in anderen Friedwäldern ist eine Plakette möglich.
Wer an mich denken möchte, kann es überall. Vereinbart ist, keine "Trauer" Feier, kein Schwarz, lieber eine Abschiedsparty.
Asche verstreuen wäre mir noch lieber, aber da ich keine Seebestattung möchte, ist das hier nur mit Aufwand möglich.
Organspendeausweis gibt es ebenso.
 
  • #20
Warum shame?
Wollen wir auch, Friedwald, Verbrennung im Leintuch, seitdem es geht, denn wozu ein Sarg?
Vor Ort ist der Platz anonym, in anderen Friedwäldern ist eine Plakette möglich.
Wer an mich denken möchte, kann es überall. Vereinbart ist, keine "Trauer" Feier, kein Schwarz, lieber eine Abschiedsparty.
Asche verstreuen wäre mir noch lieber, aber da ich keine Seebestattung möchte, ist das hier nur mit Aufwand möglich.
Organspendeausweis gibt es ebenso.
Shame on me weil wir abgemacht haben, dass der übrig gebliebene entscheiden darf.
 
  • #21
Bis dato habe ich meiner Familie nur mündlich mitgeteilt, dass ich keine lebenserhaltenden Maßnahmen wünsche und eine Feuerbestattung möchte. Ich werde das aber demnächst noch schriftlich festhalten.

w33
 
  • #22
Ob es etwas bringt, wenn es nicht beglaubigt ist?
Nun ja, ein Testament muss grundsätzlich nicht beglaubigt sein. Ein weiterer Vorteil des Testaments beim Notaar ist der, dass dieses Testament bei Gericht hinterlegt wird und dort eröffnet wird.
Selbst wenn dein Testament nicht allen Regelungen entspricht so werden Angehörige das im Normalfall als gültig erachten. Lediglich bei grober Verletzung gesetzlicher Vorschriften dürfte ein Angehöriger Klage einreichen, solange Menschen in deinem Umfeld sind, die nicht grundsätzlich von Neid und Missgunst beherrscht werden.
Es gibt mehrere Möglichkeiten - je nach Situation. Ein Besuch beim Notar ist gar nicht sooooo teuer wie man sich das oft vorstellt.
 
  • #23
Nun ja, ein Testament muss grundsätzlich nicht beglaubigt sein. Ein weiterer Vorteil des Testaments beim Notaar ist der, dass dieses Testament bei Gericht hinterlegt wird und dort eröffnet wird.
Selbst wenn dein Testament nicht allen Regelungen entspricht so werden Angehörige das im Normalfall als gültig erachten. Lediglich bei grober Verletzung gesetzlicher Vorschriften dürfte ein Angehöriger Klage einreichen, solange Menschen in deinem Umfeld sind, die nicht grundsätzlich von Neid und Missgunst beherrscht werden.
Es gibt mehrere Möglichkeiten - je nach Situation. Ein Besuch beim Notar ist gar nicht sooooo teuer wie man sich das oft vorstellt.
Danke. Ja das mache ich.
Auch wenn ich keine Kinder habe und meine Eltern quasi eh alles erben würden, fühle mich besser , wenn das professionell abgewickelt wird.
 
  • #24
Danke. Ja das mache ich.
Auch wenn ich keine Kinder habe und meine Eltern quasi eh alles erben würden, fühle mich besser , wenn das professionell abgewickelt wird.
Nur aus Interesse: Falls du deine Eltern überlebst, würdest du dann an Freunde oder andere Verwandte vererben oder das Geld irgendwem spenden oder schenken? Man hört ja immer von Leuten, die ihre Kirche oder ihren Tierschutzverein begünstigen, da müssen teilweise echt große Summen fließen. Wenn ich gar niemanden hätte, würde ich wohl auch lieber so etwas machen, bevor es alles an den Staat geht. Ich habe das einmal live erlebt (es ging um viel Geld ohne Schulden eines kinderlosen, unverheirateten Mannes und die Mutter und seine Halbgescheister waren so sehr von ihm distanziert, dass sie alle das Erbe ausgeschlagen haben), es war so eine Verschwendung! Wie sehr muss man sich hassen, dass man sogar ein gutes Erbe ausschlägt! Naja, immerhin konsequent.

Und ja, bei einem Testament ist es wichtig, dass es auch zur richtigen Zeit gefunden wird. Also falls man es irgendwo zwischen seinen Büchern versteckt, sollte jemand das Versteck kennen (am besten ist natürlich die offizielle Hinterlegung, denn es sollen auch schon Testamente unter mysteriösen Umständen verschwunden sein).
w27
 
  • #25
Nur aus Interesse: Falls du deine Eltern überlebst, würdest du dann an Freunde oder andere Verwandte vererben oder das Geld irgendwem spenden oder schenken? Man hört ja immer von Leuten, die ihre Kirche oder ihren Tierschutzverein begünstigen, da müssen teilweise echt große Summen fließen.
Ja, das komplette Erbe meines Kollegen geht zb. an eine Kirche. Er ist Single, kinderlos.

Ich habe eine Nichte, hier muss ich mir aber Gedanken machen ob ich die Göre berücksichtige..
Ich möchte, dass das Geld in der Familie bleibt.
 
  • #26
Ist sinnvoll sowas früh zu machen. Meine Oma hatte auch eine Patientenverfügung.

Mit Opa hatten wir nie über den Tod gesprochen und auch nicht wie er sich seine Beerdigung vorstellt, Oma hatte dann gesagt sie möchte ihre genauso wie Opas und stand manchmal vor seinem Grab und fragte ob sie dort auch irgendwann bei Opa liegen wird und das tut sie jetzt.

Ich habe noch gar nichts derartiges, muss ich unbedingt machen - erst wenn man einmal wirklich krank wird dann kommen einem solche Gedanken, bzw. im Krankenhaus wird nach einer Patientenverfügung gefragt.
Wir müssen auch noch das Berliner Testament fertig machen.

Ich habe Vollmachten über die Konten meiner Mutter, meines Sohns. Über meine eigenen hat bisher niemand eine Vollmacht, meinem Mann wollte ich keine erteilten (er hätte gerne eine gehabt).

Es sind viele Unterlagen in einem gemeinsamen Schließfach. Sonst haben wir beide noch Lebensversicherungen, falls einer stirbt bleibt der andere nicht mit dem Schuldenberg vom Haus alleine.
Teilweise fand die Beerdigung erst ein halbes Jahr später statt, wenn wir halt mal dazu kamen. Bei Urnenbestattungen hat man nicht so viel Stress, sondern kann sich etwas mehr Zeit lassen.
Vermutlich aber erst genug Zeit wenn die Einäscherung statt fand, sonst gibt es nämlich bestimmte Fristen bis wann jemand beerdigt sein muss. Meine Großeltern sind beide verbrannt worden, meine Mutter möchte anonym unter einem Baum verstreut werden und ich möchte aufjedenfall auch verbrannt werden und falls mir etwas schwieriges passiert, möchte ich das keine Maßnahmen ergriffen werden, sondern sterben. Für mich wäre es das schlimmste nichts mehr zu können und nur noch an der Decke zu starren, im Körper gefangen zu sein.
W 27
 
  • #27
Ich weiss wo ich mal verbuddelt werde, zu Füßen meines Vaters, neben meinen Bruder und hoffentlich meiner Mutter. Meine Mutter wünscht sich, dass ich sie überlebe. Das wird ein hartes Stück Arbeit bei ihrer guten Gesundheit und meinen schlechten Lebensstil.
Ob ich überhaupt etwas Wertvolles hinterlasse ist noch offen. Eigentlich will ich alles verprassen oder es geht für das furchbare Pfegeheim drauf in dem ich meine letzten Jahre verbringen werde. Aber vorher lasse ich es noch richtig knallen. Ich bin ein grundsätzlich positiver Mensch.
 
  • #28
Ist sinnvoll sowas früh zu machen. Meine Oma hatte auch eine Patientenverfügung.

Mit Opa hatten wir nie über den Tod gesprochen und auch nicht wie er sich seine Beerdigung vorstellt, Oma hatte dann gesagt sie möchte ihre genauso wie Opas und stand manchmal vor seinem Grab und fragte ob sie dort auch irgendwann bei Opa liegen wird und das tut sie jetzt.

Ich habe noch gar nichts derartiges, muss ich unbedingt machen - erst wenn man einmal wirklich krank wird dann kommen einem solche Gedanken, bzw. im Krankenhaus wird nach einer Patientenverfügung gefragt.
Wir müssen auch noch das Berliner Testament fertig machen.

Ich habe Vollmachten über die Konten meiner Mutter, meines Sohns. Über meine eigenen hat bisher niemand eine Vollmacht, meinem Mann wollte ich keine erteilten (er hätte gerne eine gehabt).

Es sind viele Unterlagen in einem gemeinsamen Schließfach. Sonst haben wir beide noch Lebensversicherungen, falls einer stirbt bleibt der andere nicht mit dem Schuldenberg vom Haus alleine.

Vermutlich aber erst genug Zeit wenn die Einäscherung statt fand, sonst gibt es nämlich bestimmte Fristen bis wann jemand beerdigt sein muss. Meine Großeltern sind beide verbrannt worden, meine Mutter möchte anonym unter einem Baum verstreut werden und ich möchte aufjedenfall auch verbrannt werden und falls mir etwas schwieriges passiert, möchte ich das keine Maßnahmen ergriffen werden, sondern sterben. Für mich wäre es das schlimmste nichts mehr zu können und nur noch an der Decke zu starren, im Körper gefangen zu sein.
W 27
Du willst ernsthaft ein Berliner Testament mit einem Mann machen, dem du nichtmal eine Kontovollmacht erteilen möchtest? Bitte denk darüber nochmal nach.
 
  • #30
Für mich ist völlig klar, verbrennen gibts nicht, wäre mir zu heiss😊 Und ins Pflegeheim werde ich auch nicht gehen.
Das sind aber auch Punkte, über die man beim Thema Vorsorge dann auch nachdenken und entsprechende Vorkehrungen treffen muss.
 
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