• #31

...wenn diese Freiheit auch dem anderen gegeben wird, um zu entscheiden und nicht unwissend für das eigene unmoralische Verhalten missbraucht wird. Die beliebte Eigenliebe darf sich nicht nur auf sich beziehen. Verantwortung, Respekt und Achtung dem anderen gegenüber bleibt oft leider im Kokon der Selbstliebe gefangen. Nicht umsonst gibt es so viele gebrochene Herzen, Leid und Unglückseligkeiten. Die Bissigkeit einiger geschädigten Foristen kann ich sehr gut verstehen.
 
  • #32
Ich darf rumbumsen wie und wo ich will. Und habe - zumindest momentan - keine Lust dazu. Und ich habe ein Mädel, die freiwillig und ohne Fesseln, Verträge etc bei mir ist.
Die Frage ist doch die, ob Deine V. das auch darf? Nur wenn bei Deinem Beziehungskonstrukt die gleichen Rechte auf beiden Seiten gegeben sind, kann man es ernstnehmen. Falls nur Du dieses Recht hast, Dein "Mädel" aber nicht, dann ist Dein Motiv hinter diesem Konstrukt die Angst vor Bewertung, Entwertung und Machtverlust. Normalerweise bleiben Frauen nicht in einer Beziehung wie der Deinen, die ein starkes Machtgefälle aufweist.
 
  • #33
Lerne die Lebenskunst, den Genuss und den Umgang mit Freiheit.

Warum sollte all dies in einer monogamen Beziehung nicht möglich sein ? Das Wissen, jederzeit mit jederman ins Bett gehen zu können, verbinde ich überhaupt nicht mit dem Begriff "Freiheit".
Im Gegenteil - gerade ONS stelle ich mir - für mich - gruselig vor. Vielleicht trinkt man noch einen Kaffee zusammen - und das war dann alles ? Mir definitiv viel zu wenig ...
Frei sein können auch zwei fest miteinander verbundene Menschen, indem man den anderen voll akzeptiert, toleriert, jeder seinen persönlichen Belangen nachgehen kann.
Das Miteinander - so es denn funkioniert - stellt eine Bereicherung dar und kein "Gefängnis".
Mein Wunsch nach einer Partnerschaft war schon immer von dem Gedanken "für immer und ewig" geprägt.
Leider blieb es bei beiden Männern, die ich wirklich liebte, nur bei jeweils 10 Jahren ...
Ohne innigstes Gefühl verspüre ich nicht einmal im Mindesten das Bedürfniss nach weiterreichenden Körperlichkeiten und so verschossen ich auch in meinen Ex war (Bereits als ich ihn nur regelmässig in meiner Stammdisco sah, wäre ich oft schon am liebsten auf der Tanzfläche über ihn hergefallen ...) - als wir dann zusammenkamen, dauerte es halbes Jahr, bis wir das erste Mal miteinander schliefen. (Obwohl wir zwischenzeitlich natürlich viele Zärtlichkeiten austauschten und es sich ständig wie unter Hochspannung anfühlte - eine wahnsinnig erotische Zeit.) Ich wollte einfach "sicher" sein, dass der Weg in eine richtige Beziehung führt.

Möge jeder so leben, wie er möchte. Solange dabei offen und ehrlich mit dem Partner oder der spontan begehrten Person umgegangen wird und beide damit einverstanden sind, spricht ja nichts dagegen.

Ich bin und bleibe in dieser Hinsicht absolut "Oldschool" ... da darf auch gerne an jedem Abend der Werbespot von "Fremdgehn - was auch immer" über den Bildschirm flattern.
 
  • #34
... währenddem ein paar mutige "Abartige" dir hier brav die schönen Seiten ihres zweifelhaften Lebenswandels darlegen sollen.

"Abartig" ist gar nichts, menschlich ist vieles.

In Arabien war in vorislamischer Zeit das Matriarchat anzutreffen.

Nachweisbar ist die Verehrung diverser Göttinnen und, dass es immer wieder mächtige Frauen gab. Matriarchalische Kulturen sind weder archäologisch noch anders nachweisbar. Theorien die matriarchalische Kulturen projizieren sind insgesamt umstritten.

@Andreas1965 deine Hypothese, dass Narzissten Monogamie bevorzugen steht im Widerspruch zur Tatsache, dass gerade narzisstische Persönlichkeiten Partner und Sex als Trophäen zur Steigerung des eigenen Selbstwerts sammeln.

Lieber @Ejscheff, du widersprichst dir schon in deiner Fragestellung.

Ich sehe da keinen Wiederspruch.

Phasen des Ausprobierens, gerade in der Jugend, wechseln sich bei vielen Menschen mit eher zurückhaltenden Phasen ab. Das gehörten zum Lernen und zur Entwicklung. Einige Menschen bleiben in einer eher experimentellen Phase dauerhaft oder wesentlich länger als andere hängen.

... manche Menschen haben Sex weil Sex Spass macht. Einfach so ... Ich bin nämlich deshalb so offen und brutal dir gegenüber, weil ich denke, dass in dir ein guter Kerle steckt.

Beides kann ich direkt spiegeln. Ich habe Sex auch zu 99 % wegen des Spasses gehabt (im übrigen zum Kinder zeugen) und ich bin ebenfalls brutal zu dir, weil ich glaube, dass du im Grunde ein guter Mensch bist.

Zurück zum Sexspaß. Macht unverbindlicher Sex mehr Spaß als Sex in einer geliebten Verbindung und wenn warum? Einen möglichen Grund hat @Joggerin genannt, Spaß am Verbotenen, Taboo Bruch. Dieser Grund entfällt aber für jene bei denen beziehungsfreier Sex die Regel bzw. ein alter Hut ist. Welche Gründe sprechen für dauerhaftes Verharren beim beziehungsfreien Sex?

Und wie sieht es mit ONS aus? Was genau macht dir @Tom26 und anderen mehr Spaß an einem ONS als an wiederkehrenden Sex mit der gleichen Person? Wie sieht es mit dem Fallen lassen beim ONS aus?
 
  • #35
Ich darf rumbumsen wie und wo ich will. Und habe - zumindest momentan - keine Lust dazu

Ich gehe davon aus, dass Deine Dame über diese deine Gedanken informiert ist und damit einverstanden, dass aus dem : "zumindest momentan - keine Lust ... " jederzeit ein : "ich hätte mal wieder Lust auf eine Andere" werden kann ?

nd ich habe ein Mädel, die freiwillig und ohne Fesseln, Verträge etc bei mir ist.

Eine etwas arg schräge Vorstellung von einer festen Partnerschaft.
Die Frau/der Mann gefesselt, geknebelt, handlungs- und entscheidungsunfähig - zwangsläufig aneinander gebunden ...
(Okay, als mein Ex um meine Hand anhielt, war meine erste Idee zu der Inschrift der Ringe, diese im "Herr der Ringe - Stil" zu wählen - lach - allerdings reineweg meinem schwarzen Humor folgend)
Schätzungsweise hattest du noch nie eine längerfristige, glückliche Beziehung ...
Oder derart schlechte Erfahrungen, dass du davon ausgehst, dass es immer und mit allen Paaren derart mies verlaufen muss.

Ich bleibe auch dabei - du hast nach deinen eigenen Wertmassstäben versagt. Das nagt an dir. Darum verteidigst du das Model, das du selbst nicht hinbekommen hast.

"Man" geht doch keine Beziehung ein, um sich selbst zu beweisen, dass man "es" hinkriegt". Abgesehen davon, "nur" weil es mit einem Partner leider nicht funktioniert hat, stellt dies doch nicht das Model als solches in Frage. Es gibt wohl nur ganz wenige Paare, die mit ihrer ersten Liebe/Beziehung, dann auch das ganze Leben verbringen. Solange man aus seinen Beziehungen lernt, reflektiert und sich weiterentwickelt, besteht doch immer die Chance irgendwann jemanden zu finden, mit dem es dann wirklich passt.

U.a. weil ich selbst meine lange Ehe beendet habe und mein Motiv ggf. Neid ist.

Ob es "Neid" ist, musst du selbst beurteilen.
Zumindest lesen sich deine Posts nicht so. Du stellst klar deine Ansichten und Standpunkte fest - nichts anderes schwingt für mich dabei mit.
Selbst, wenn dein Lebensmodell/deine Ehe nicht hielt - wer sagt, dass es mit einer anderen Partnerin nicht doch gelingen könnte ?

Warum sollte ein Austesten von schnellen/unverbindlichen sexuellen Kontakten für dich sinnvoll sein ? Was versprichst du dir davon ?
Um deinen Vergleich mit dem Alkoholkonsum bei Jugendlichen fortzuführen ... möchtest du tatsächlich den schalen Nachgeschmack und den Kater am folgenden Tag dafür in Kauf nehmen ?
 
  • #36
Hm ... Also erstmal würde ich sagen, muss jeder nach seiner Façon selig werden. (Zitat Friedrich II.) Das schließt auch ein, dass man auf der Grundlage seiner Ängste, Komplexe und Macken, die man pflegt, statt sie in was Positives umzuwandeln, "glücklich" wird. Wenn man sich dem nicht stellen kann oder will, bleibt einem nur, MIT dem sprichwörtlich zu sehenden Dorn im Fuß laufen zu lernen und eben nie zu rennen. (Nein, so einer lernt auch nicht fliegen, also es ist nie was Positives, das einen herausstellt anderen gegenüber, die das Problem nicht haben)

Speziell auf die Frage, ob offene Bez.modelle gut sind, würde ich das nicht einordnen in "Komplexe haben" oder "irgendwas noch lernen zu müssen". Ich denke, das ist einfach nicht jederfraus/-manns Sache und weder der Monogame noch der andere muss ein Reifeproblem haben - KANN aber.

Ähnlich wie Jugendliche, wenn es gut läuft, in einer recht kurzen Phase sich mit Alkohol ausprobieren. Nur wenige bleiben dabei und werden zum Alkoholiker.
Es gibt auch die, die dabei bleiben und nicht Alkoholiker werden. Sie trinken halt bei Gelegenheit mal was. Also das passt für mich jetzt nicht nur als Vergleich nicht, sondern ist ja auch nicht so "entweder-oder", wie Du es darstellst.
 
  • #37
Ich weiß nicht. Verurteilst Du die Leute denn und denkst, sie hätten irgendwelche Komplexe oder charakterliche Defizite? Wenn das so wäre, würdest Du sie ohne Hinsehen abstempeln. Vielleicht hast Du einen Moralkodex, den Du anderen aufdrücken willst. Vielleicht hättest Du selbst gern mehr "rumprobiert", mehr Sex gehabt und musst denen, die freier sind, was Schlechtes andichten, damit Dein Weltbild nicht ins Wanken gerät und Du Dir sagen musst "Ich hab mich die ganze Zeit an Schwachsinn gehalten und merke jetzt, dass es mir gar nichts gebracht hat". Man merkt manchmal gar nicht, wie man einen Deal mit sich und der Welt macht - "wenn ich alles richtig mache, ernte ich den Erfolg, den ich mir wünsche". Man tut es nicht aus Überzeugung, sondern weil man was dafür erwartet. Z.B. dass die eigene Beziehung super funktioniert, weil man GUT ist und TREU ist. Und dann ist sie kaputt, man ist alt und hat gute Chancen auf spannenden Sex verpasst.

Welche Vorteile haben ... ggü. einer partnerschaftlich monogamen Beziehung?
Ich würde sagen: ONS ist einfach nur Lust. Getrieben vom Sexbedürfnis hat man eben Sex. Wie wenn man auch Sahnetorte isst, weil einem danach ist. Genuss.
Affären - da ist meist einer verliebt oder beide sind vergeben oder Single, wollen aber nur die schönen Stunden miteinander. Funktioniert auch nur, wenn man sich nicht verliebt.
Off.Bez.: sind emotional angeblich monogam, aber gehen davon aus, dass Sex nur Sex ist und niemand sich fremdverliebt. Das kann aber auch einer in einen monogamen Bez. nicht verhindern.
Polyamorie - ich denke, JEDER kann mehrere Menschen lieben. Aber die Kapazitätenfrage ist ja auch noch da. Und muss man jeden, den man liebt, auch unbedingt in seinem Alltag haben, ihn unterstützen, Zeit mit ihm verbringen? Ich habe den Eindruck, dass polyamore Menschen nicht verzichten können und wenn man Berichte darüber sieht, scheint das auch wirklich Zeitprobleme und Eifersucht zu erzeugen. Die emotionale Zuwendung, die von dem einen Partner nunmal abgezogen werden muss, um sie dem anderen zu geben, einfach, weil auch ein Polyamorer sich nicht zerteilen kann, wird Probleme schaffen. Ich denke, man kann nicht alles haben. Aber vielleicht haben es eben manche, wer weiß?
Monogame Bez.: Hier muss ja alles in einer Person abgedeckt werden, dass sie die Bedürfnisse des Partners möglichst erfüllt. Das ist einfach mal sehr schwer und ich seh auch nicht wirklich einen Charakter- oder Reifevorteil darin, sich dem Partner so anzupassen, dass man irgendwann halbwegs nett miteinander leben kann. Es ist für mich ein Deal, dass man nicht einsam sein muss. Reife wird es dann, wenn man Kompromisse machen kann. Also ECHTE, ohne dass man weiter sauer drüber ist, dass man hier nicht kriegt, was man will.
 
  • #39
Die Frage ist doch, warum interessierst du dich nur für Frauen, die du als beziehungsgestört bezeichnest?

Du hast ja schon oft genug erzählt, dass die dich anfangs nur als Kumpel wollen, du sie dann aber doch in eine Art Beziehung manipulierst.

Und dann beklagst du dich unablässig, dass du nicht genug Nähe kriegst.

Es gibt so viele Frauen, die sich eine monogame Beziehung wünschen, also das, was du angeblich auch willst, warum läufst du immer welchen hinterher, die dich nicht wirklich wollen?

Das ist doch genauso bindungsvermeidend.
 
  • #40
Die Frage ist aber immer noch, warum einer (oder mehrere) leiden. So ein Modell bzw. solch eine Konstellation konfrontiert einen Menschen ja auch mit sich selbst. Probleme mit ...
Das würde bedeuten, dass alle, die in der Konstellation leiden, unreifer im Bereich Selbstwertgefühl usw. wären als die, die es aushalten. Das bezweifle ich.

Ist "was Besonderes für den Partner sein wollen" unreif, sind Verlustängste nicht normal?
Ist "einen anderen brauchen", Verlässlichkeit wollen nicht Teil der PARTNERSCHAFTEN, die ein PA führt? Und falls doch, müssten ja die anderen Partner alle verzichten, wenn er sich um den einen kümmert, der ihn gerade sehr braucht.

Auch eine monogame Bez. konfrontiert den Menschen mit sich selbst, er muss ja verzichten und Kompromisse machen lernen, wenn der Partner nicht alles so abdeckt, wie er will. Er muss definitiv lernen, dass seine Sichtweise nicht die einzig richtige ist, wenn es ne gute Bez. sein soll.

Wozu geht man eine PARTNERSCHAFT ein? Ich denke, auch um VOM (nicht nur DURCH den) anderen zu lernen, seine Sichtweisen, sein Herangehen an das Leben und Probleme, er GIBT einem was, aber das geht nur in der Interaktion, dh. Anwesenheit. ZEIT miteinander ist für mich ein wichtiger Faktor, die ist ja nunmal begrenzt.
Jemanden frei lassen, also zu ihm zu sagen "wenn du glücklicher ohne mich bist, musst du deinen Weg gehen" oder zu sagen "wenn du diese Erfahrung mit diesem Menschen gerade brauchst, dann gebe ich dir die Zeit", hängt nicht davon ab, ob man das in einer monogamen oder anderen Bez.form sagt. Das ist für eine enge Monobez. sicher oft eine Herausforderung, aber sind PAs komplett davon befreit, einen anderen zu brauchen, ZEIT mit ihm zu brauchen, um eben weiter zu reifen? Reifung passiert ja nicht nur, indem auf den anderen verzichten lernt, ihn teilen lernt.

In einer monogamen Beziehung würden diese persönlichen Defizite evtl. gar nicht (oder eben viel schwächer ausgeprägt) an die Oberfläche geraten.
Die Chance gibt es aber auch in polya. oder off. Beziehungen, da kann man gut vor Problemen mit einem Partner wegrennen zum anderen.
Vielleicht ist der andere, der auf polyamor oder sexuell befreit macht, derjenige mit dem Defizit - ein "Spielkind" ohne Sinn dafür, dass man nicht nur nehmen kann von Menschen, ohne sich selbst in Verantwortung zu begeben, oder ein emotional "verholzter" Typ, der gar nicht merkt, dass er sich einredet, dass Emotionen schwach machen. Ein PA will vielleicht die Welt in sein Nest verwandeln, wo er allumfassend wie im Idealfall ein Kind von der Mutter bekommt, was immer er von anderen will, weil Verzicht ja Leiden bedeuten würde, und das kann er nicht aushalten. Wäre dann auch unreif.
 
  • #41
Es fällt mir noch etwas ein: Ich habe dafür keine Beweise und es ist wirklich nur eine Vermutung aber ich denke, dass viele Menschen, die Monogam leben, in Wahrheit ihre Sexuelle Wünsche und Neigungen nicht wirklich ausleben, sich im Grunde unterdrücken und gegen der eigenen Natur handeln. Bei der anderen Fraktion kann man sagen, dass sie sich holen was sie brauchen. Ich gehe davon aus, dass viele nur Scheinmonogam sind und in Wahrheit ein Doppelleben führen. Man sollte überhaupt erst einmal eine Monogame Beziehung definieren. Selbstbefriedigung, Konsum von Pornos oder Bordellbesuche sind auch alle Abweichungen von einer reinen monogamen Beziehung. Eine ideale Beziehung lebenslang will jeder aber ob es überhaupt machbar ist, ist eine andere Frage. Ich denke, dass du für dich herausfinden solltest, welchen Weg du gehen willst und nicht danach schauen was richtig ist. Es ist doch vollkommen egal was die Anderen darüber denken.
Ich lese doch hier sehr lange deine Beiträge und mir fällt auf, dass du immer Frauen auswählst, die sexuell nicht zu dir passen. Jedenfalls gibt es in der Hinsicht immer Kuddelmuddel. An deiner Stelle würde ich den Grund erkunden.
 
  • #42
Die Frage ist doch die, ob Deine V. das auch darf?
Sicher darf sie - wir haben lediglich Diskretion ins Lastenheft geschrieben. Auch beidseitig.
Das Miteinander - so es denn funkioniert - stellt eine Bereicherung dar und kein "Gefängnis".
Nicht das Miteinander ist das Gefängnis - sondern das Korsett aus Regeln, Vorschriften, Moral und Selbstkasteiung.
Und genau aus diesem Grund fehlt dem Fragesteller die Leichtigkeit des Seins.
Niemand muss ONS haben, niemand Affairen und niemand überhaupt Sex. Jeder so wie er glücklich ist.
Thematisiert aber ein Mann ständig sexuelle Freizügigkeit um sie zu verdammen, liegt der Schluss nahe, dass er gerne würde aber sich weder getraut noch kann. Er sitzt im Knast - seinem eigenen, selbst gebauten.
Mir kommt das so langsam so vor - die Moralapostel dürfen nun ja nichts mehr gegen Homosexualität sagen, also leben sie ihre Beschränktheit "politisch korrekt" gegenüber denjenigen aus, die genau das machen, was sie sich nicht einmal zu wünschen wagen.

Und das ist etwas ganz anderes als mit einer Person glücklich und zufrieden zu sein. Oder ganz ohne - es gibt ja auch asexuelle Menschen. Die Freiheit, wählen zu dürfen wie du sein möchtest - die willst du auch. Wie ich. Du nutzt sie nur anders.
 
  • #43
Ich finde das @Tom26 es auf den Punkt bringt: freiwillig entscheiden!

Ich zb baue nach mehrmaligem Sex Nähe auf oder nicht.
Somit entscheidet mein Wille: will ich bleiben oder gehen.

Wünsche ich mir Sex ohne mehr als körperliche Anziehungskraft zu empfinden, dann ist es auch mein freier Wille.

Offene Beziehungen sollen auch auf dem freien Willen basieren, sich und dem anderen von Herzen zu gönnen, zb etwas zu erleben, was einer alleine nicht geben kann.

Falsch wird alles nur, wenn es eben kein freier Wille ist.

Ob nur einer freiwillig entscheidet eine Affäre zu führen oder zu zwingen und der andere macht nur mit um zb den Menschen nicht zu verlieren.
Ob nur einer den Sex als ONS hat und der andere will "eigentlich" damit eine Beziehung erreichen.

Dann ist es nicht der freie Wille

Zu Heiraten, Familie und Monogamie gehören auch zum freien Willen.
Von Herzen freiwillig so leben zu wollen und zwar Beide.

Nur sich zu zwingen ist falsch, ob aus Moral, um anderen zu gefallen oder ggf um cool und hipp zu sein.

Wenn es von Herzen deins ist monogam zu sein und Sex ohne Bindung Dir nicht guttut, dann musst Du Dich nicht rechtfertigen.

Die Swinger und Co, die das von Herzen freiwillig tun aber auch nicht .
 
  • #44
Ich hatte in meinen jungen Jahren eine Phase, wo ich nichts anbrennen ließ. Das kam aus der Situation heraus, dass ich mit 18 Jahren eine Freundin hatte, mit der ich ganz gut zurecht kam, wo es aber an irgend etwas fehlte. Ich lernte dann auf einer Feier eine traumhaft schöne Französin kennen und sie war auf eine Affaire aus, weil sie nach sechs Monaten wieder zurück nach Frankreich ging. Im Grunde ging da das Durcheinander los, was natürlich in einer Katastrophe mit meiner Freundin führte. Ich bin wahrlich nicht stolz drauf, wie das damals abgelaufen ist.

Irgendwann war die Französin weg und ich wollte nicht mehr so eine langweilige Beziehung. Eigentlich wollte ich gar keine Beziehung zu der Zeit, sondern einfach nur viel Spaß. Das war eine gewisse Zeit lang spannend, aber irgendwann ist der Reiz des neuen einfach weg. Ich hatte ein Gespräch mit einer damaligen Freundin, die sagte, es ist doch wirklich banal. Wenn Du den 5. Pimmel gesehen hast, gleichen sich alle irgendwie. Und ja, rein vom biologischen, egal wie attraktiv das Gegenüber ist, nutzt sich alles ab.

Der Mensch als solches ist auch nicht so unterschiedlich. Natürlich hat jeder irgendwie andere Ansichten und Lebenseinstellungen, aber vieles ist bei den meisten Menschen ähnlich. Diese Phase dauerte bei mir 2 Jahre. Wenn ich an den Sex denke, war das von super bis katastrophal. Meines Erachtens wird der ONS total überbewertet, weil man den anderen nicht kennt und man sich aufeinander einlassen muss. Das klappt beim ersten mal häufig nicht sonderlich gut. Man braucht auch gegenseitiges Vertrauen und das ist beim ersten Mal, besonders wenn man sich nicht lange kennt unterentwickelt.

Für mich habe ich dann jemanden gesucht, die zu mir passte. Das ging auch eine längere Zeit gut, aber ich habe dann festgestellt, dass mir etwas fehlt. Ich kann es einfach nicht ändern. Von daher bin ich wie so viele in serieller Monogamie, weil ich vom Kopf für offene Beziehungen nicht gut geschaffen bin. Ich verurteile das aber nicht. Mein Fazit daraus ist, dass ich es akzeptiert habe, so wie es ist. Ich bin damit nicht unglücklich und obwohl Sex etwas schönes ist, ist es längst nicht mehr so wichtig. Ich denke, jeder muss selbst herausfinden, was für ihn gut ist. Es gibt nichts zu verurteilen, weil jeder seinen richtigen Weg finden muss. Und viele schaffen das leider nicht, egal ob sie ewig einsam sind oder unglücklich in Beziehungen verharren.
 
  • #45
@Ejscheff
Mich wundern deine negativen Erfahrungen kein bißchen. Du bist aus einer 10 Jahre sexlosen Ehe geflüchtet und hast nach einer Erkrankung Potenzprobleme! Das ist dein Background, den du mit dir herum trägst. Dein primäres Ziel war es nach der Ehescheidung wieder ein aufregendes Sexualleben zu führen. Eine sehr naive Sicht der Dinge, dass sich alle Single Frauen dir ab Scheidungstermin für ein schnelles Sex Abenteuer willig hingeben. Doch offensichtlich hast du völlig vergessen deine Eheproblematik und deine gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufzuarbeiten und dich damit intensiv zu beschäftigen. Stattdessen stürzt du dich in unverbindliche Sex Abenteuer mit Frauen, in die du nicht verliebt bist und mit denen du keine Beziehung planst. Für was soll das gut sein? Einerseits menschlich verständlich nach so langer Abstinenz, anderer Seite möchte ich keine Frau in deinem Leben sein und für deine Bedürfnisserfüllung und Midlife Crisis missbraucht werden. Ich würde dir mehr Romantik und Liebe für deine Denke empfehlen. Bekomme die Midlife Crisis in den Griff! Warum gab es mit deiner Ehefrau nur eine rein materielle Ehe ohne Gefühle, Zärtlichkeiten und Nähe? War Euer Deal von Anfang an so? Wieso verweigerte deine Frau dir jede Sexualität? Ich denke, da liegt der Hund begraben. Im Innen suchen und nicht im Aussen. Ohne Aufarbeitung deiner Einstellung und partnerschaftlichen Probleme, wirst du auf keinen grünen Zweig kommen. Und die Schuld immer bei den angeblich so psychisch verrückten Frauen mit ihren "Nähe-Distanz-Problemen" suchen... Arbeite einfach weiter an Deinem Frauenbild und deinem Verhalten, sonst rennt jede schreiend davon!
 
  • #46
Und wie sieht es mit ONS aus? Was genau macht dir @Tom26 und anderen mehr Spaß an einem ONS als an wiederkehrenden Sex mit der gleichen Person? Wie sieht es mit dem Fallen lassen beim ONS aus?
Keiner hat behauptet, dass ONS (Affären usw.) »mehr« Spaß machen, als Sex mit einem geliebten (und dauerhaften) Partner/Partnerin. Es geht darum, ONS (Affären usw.) nicht zu verdammen, bzw. die Menschen, die sich - auch - an solchen erfreuen, nicht zu verurteilen.
»Fallenlassen« ist manchmal gut, manchmal einfach nicht nötig oder erwünscht. Das Schöne am Sex ist ja, dass er so unterschiedlich wahrgenommen und genossen werden kann, wie er sich anbietet. Ich selbst gehöre zu den Menschen, die ihn in vollen Zügen genießen - ohne schlechtes Gewissen, selbst wenn andere diesen »Sex-im-Vorübergehen« verurteilen. Ich kann genießen, wann immer ich merke, dass auch mein Gegenüber mit dabei ist. Das schließt aber »treues Sexualverhalten« nicht aus - alles zu seiner Zeit und wie es passt.

Sorry, lieber @Ejscheff, auch ich werde den Verdacht nicht los, dass du zu gerne die süßen Kirschen ganz oben im Baum vernaschen würdest - nur ist dein Hals nicht lang genug, du kommst einfach nicht ran. Also diskutierst du lieber (theoretisch), wie es wäre wenn ...
 
  • #47
@Andreas1965 deine Hypothese, dass Narzissten Monogamie bevorzugen steht im Widerspruch zur Tatsache, dass gerade narzisstische Persönlichkeiten Partner und Sex als Trophäen zur Steigerung des eigenen Selbstwerts sammeln.
Beides ist richtig. Narzissten wollen einfach nicht teilen. Also von daher sind sie zunächst die größten Monogamievertreter die es gibt.

Gleichzeitig wollen sie aber für sich selbst auch auf nichts verzichten und haben daher auch die Neigung immer nach dem grüneren Grün des Nachbarn zu schauen und für sich zu gewinnen.

"Trophäenjagen" ist allerdings Quatsch bzw. Mythos.

Davon das viele Frauen behaupten, Männer würden sich mit Eroberungen brüsten, kann ich in der Realität so gut wie gar keine Belege finden. Darüber wird unter Männern nicht so gesprochen, wie Frauen das mal eben klischeehaft annehmen; allerhöchstens bei irgendwelchen Vollprolls.
Aber auf die kommt es ja nun wirklich nicht an.
 
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  • #48
Und wie sieht es mit ONS aus? Was genau macht dir @Tom26 und anderen mehr Spaß an einem ONS als an wiederkehrenden Sex mit der gleichen Person? Wie sieht es mit dem Fallen lassen beim ONS aus?
Auf der einen Seite macht genau das unverbindliche Spass. Beide haben Lust aufeinander - also wird genau das gelebt.
Dazu kommt - sehr oft sind die Frauen, die ONS wollen weder verklemmt noch unerfahren. Und haben teilweise auch so ihre Vorstellungen, was sie im Bett gerne erleben möchten.
Auch das Gesamtpaket hat was. Du ziehst los, weisst noch nicht, welche Frauen du kennen lernen wirst. Ob dein Jagdinstinkt überhaupt geweckt wird. Wenn ja - kannst du die Dame ansprechen und in kurzer Zeit davon überzeugen, dass sie etwas verpasst, wenn sie nicht mit dir in der Kiste landet.
Spiel - Spass - Spannung - Überraschung .... besser als jedes 7. Ei.
Auch das schöne Gefühl des Triumphes von beiden ..... setzt so einige Hormone frei.
Fallen lassen - ich weiss bis heute nicht, wie das geht und was das soll. Ich tobe - naja, früher mal - durchs Bett. Ich brülle, brumme, fordere - und gebe. Danach gehts mir ähnlich wie nach 2 Stunden intensivem Hanteltraining - ich fühle mich einfach gut. Und habe Durst. Ja, vielleicht wird mir solcher Sex pur irgendwann wieder fehlen. Denn der Unterschied ist - beim ONS ist jeder für sich selbst verantwortlich. Und das ist mit der Freundin anders.
Vielleicht habe ich genug getobt, vielleicht werde ich alt. Aber bereuen werde ich niemals.
 
  • #49
Ich empfinde Sex als entspannende Energie-Zufuhr. Für meine bisherigen Sexpartnerinnen gilt hinsichtlich der Entspannung das Gegenteil. Sie entspannen nicht durch Sex. Sie müssen für Sex entspannt sein. Eine für einen ONS bereite Frau, ist bereits weitgehend entspannt. Der Beitrag des Mannes zu ihrer Entspannung ist im Vergleich zu Anforderungen in einer Partnerschaft gering. Er muss guter Entertainer sein. In einer Partnerschaft muss er dagegen für die Frau erkennbar die Beziehung insgesamt bereichern.

In diversen Threads wird die Bedeutung von nicht sexueller Zärtlichkeit thematisiert. Solche Zärtlichkeit schafft Verbindung aber es ergeben sich auch Probleme. Spüre ich z.B. einen sexuellen Mangel fällt es mir schwer meine sexuelle Begierde und meinen Nähewunsch zu trennen. Dies wird als sexuelle Gier wahrgenommen und führt zur Zurückweisung. Um solche Demütigungen zu vermeiden, verzichte ich vollständig auf Annährung. Beide bekommen dann nicht das, nach dem sie sich sehnen. Weder Sex noch körperliche Nähe/Wärme. Anstelle von Bindungs- und Glückshormonen wird gegenseitige Aggression aufgebaut. Beide Seiten weisen dem anderen Schuld für wachsende Distanz zu und wenden sich voneinander ab. Ein kleiner Einblick in die Endphase meiner Ehe.

Das liest sich kompliziert und ist kompliziert. Wer es nicht kompliziert mag versucht entsprechende Situationen zu vermeiden. Möglicherweise durch ist unverbindlichen Sex. Er gibt effizient maximale Nähe-Energie ohne, dass man viel Aufwand um die Wertschätzung eines Partners treiben muss. Da an einem ONS nichts anderes als Sex hängt sind die Risiken für Folgeprobleme gering. Affären sind komplizierter aber bei ihrem Ende, kann sich niemand beschweren, dass ihm mehr versprochen wurde.

Wer eine partnerschaftliche Beziehung eingeht hat daher wesentlich mehr zu stemmen als jemand der solche Verbindlichkeit vermeidet. Die Fallhöhe ist bei einem Scheitern wesentlich höher als beim Ende einer Affäre. Daher gehört zur Partnerschaft wesentlich mehr Mut als zum herum Bumsen. Als Vorteil bietet eine funktionierende Partnerschaft theoretisch wesentlich tiefere Nähe und vielleicht rein technisch besseren Sex. Garantiert ist dies aber nicht.

Offenen Beziehungen und Polyamorie versuchen irgendwie die Vorteile von Monogamie und Unverbindlichen kombinieren bzw. die Nachteile auszuschließen. Solche Modelle sind aber wesentlich komplizierter als eine monogame Partnerschaft. Nicht selten werden sie von Teilen eines solchen Konstrukts nicht geliebt sondern nur ertragen. Alle diese polygamen oder express-seriell-pseudo-monogamen Konstrukte (ONS/Affären) haben gemein, dass das Enttäuschungsrisiko sinkt (ich biete nichts, ich erwarte nichts) und, dass man nie allein ist. Fällt jemand weg, ist schnell Ersatz da. Außerdem schmerzt ein Verlust mangels Tiefe weniger. Die mangelnde Tiefe sorgt auch für bessere Austauschbarkeit.

Wer ein monogame Partnerschaft nie (positiv) erlebt hat, hat außerdem keinen Grund sie zu vermissen.
 
  • #50
Das liest sich kompliziert und ist kompliziert.
Puuhh, DU liest dich kompliziert! Hätte ich einen attraktiven, Erotik-ausstrahlenden, mich schier um den Verstand-bringenden (und DAS wollen wir doch alle?!) Mann vor mir - und der würde so daher schwurbeln wie du, lieber @Ejscheff, verginge mir jede Lust auf ihn.
Egal, ob ONS, Affäre oder ernstgemeinte und monogame Beziehung.

Mir wäre sofort klar, dass DER erst alle seine Vorbehalte und Gedanken abspulen müsste, bevor er »loslässt« (das war doch dein Ziel?). Er wäre mir entschieden zu kompliziert für schönen, befriedigenden und für beide Seiten glücklichen Sex = adieu!
 
  • #51
Und das ist etwas ganz anderes als mit einer Person glücklich und zufrieden zu sein. Oder ganz ohne - es gibt ja auch asexuelle Menschen. Die Freiheit, wählen zu dürfen wie du sein möchtest - die willst du auch. Wie ich. Du nutzt sie nur anders.

So erklärt, passt es für mich.
Während für dich eine feste Beziehung so aussieht :

Nicht das Miteinander ist das Gefängnis - sondern das Korsett aus Regeln, Vorschriften, Moral und Selbstkasteiung.

bedeutet es für mich : ein Selbstverständnis im Bedürfnis Beider aufeinander zu achten, füreinander dazu sein, bedingungsloses Vertrauen zu haben, sich aufeinander verlassen zu können, offen und ehrlich, sowie kompromissbereit zu sein - dafür zu sorgen, dass es dem anderen gut geht.
Ohne das Gefühl, verbogen zu werden oder sich verbiegen zu müssen.
Das Geschenk, für den anderen etwas ganz besonderes, einmaliges zu sein, weder austaus- oder ersatzbar ...
(hoch lebe die Theorie ...)
Das Risiko das man eingeht und der Preis, den man zahlt, wenn man fällt ist allerdings unglaublich hoch ... dennoch ...
Auf einen Mann, der mir nur aus moralischen Gründen heraus die Treue hält, kann ich bestens verzichten. Dies würde ich als absolut unehrlich empfinden, weil es nicht sein wahres Gefühl wäre, dass ich die Einzige bin, die sein Verlangen weckt.
Der Vater unserer Kinder ging einmal fremd. Er gestand mir dies sofort am nächsten Tag. Ich verzieh ihm, vertraute ihm auch wieder, konnte es jedoch nie vergessen, was letztendlich dazu führte, dass ich es so lange an mir nagte, bis jegliches Gefühl zu ihm erstarb.
 
  • #52
Niemand muss ONS haben, niemand Affairen und niemand überhaupt Sex. Jeder so wie er glücklich ist.
Thematisiert aber ein Mann ständig sexuelle Freizügigkeit um sie zu verdammen, liegt der Schluss nahe, dass er gerne würde aber sich weder getraut noch kann. Er sitzt im Knast - seinem eigenen, selbst gebauten.
Mir kommt das so langsam so vor - die Moralapostel dürfen nun ja nichts mehr gegen Homosexualität sagen, also leben sie ihre Beschränktheit "politisch korrekt" gegenüber denjenigen aus, die genau das machen, was sie sich nicht einmal zu wünschen wagen.

Und das ist etwas ganz anderes als mit einer Person glücklich und zufrieden zu sein. Oder ganz ohne - es gibt ja auch asexuelle Menschen. Die Freiheit, wählen zu dürfen wie du sein möchtest - die willst du auch. Wie ich. Du nutzt sie nur anders.

Volle Zustimmung.
Ich finde es gut, dass es heute die Freiheit gibt, sich das Beziehungsmodell zu wêhlen, das zu einem passt. Es gibt nicht Schwarz-weiß, Viele Schattierungen.
Solange beide Partner wissen und einverstanden sind, ist es gut.

Bindungsfähigkeit ist unabhängig.
Es gibt Bindungsunsichere, die verharren in schwierigen Partnerschaften, und die, die immer auf der Suche sind.
Es gibt Bindungssichere, die wissen, was ihnen gut tut, was sie wollen, und sich ihre Bindungen so gestalten, wie sie es in diesem Zeitpunkt mögen.
Erkennbar daran, dass sie sich sicher in ihrem Tun sind und offen damit umgehen.
Ob ONs, Freundschaft plus, monogame Partnerschaft, offene Partnerschaft, Polyamorie, Asexuelle Partnerschaft. Oder gar keine Form von intimeren Beziehung.

@Ejscheff, für Dich ist nur wichtig, zu spüren, was Du wirklich willst, und dann entsprechend zu handeln.

Was du momentan betreibst, ist die systematische Bestätigung und Vertiefung Deiner Bindungsunsicherheit. Suchst Dir entsprechende Sparringspartnerinnen, bestätigt Euch gegenseitig.

Hobbypsychologie kann destruktiv sein, daran solltest Du arbeiten. So wie an Deiner Psychophobie.

M, 54
 
  • #53
Daher gehört zur Partnerschaft wesentlich mehr Mut als zum herum Bumsen.
Du redest dich schon wieder besser als du jemals sein wirst.

Also ich persönlich "muss nicht was auch immer stemmen" und bin seit 2 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Ich bin einfach Ich - und V ist V . So ist es und so bleibt es. Und darum sind wir beide entspannt und müssen uns nicht gegenseitig zum Sex überreden. Wir haben noch immer Lust aufeinander. Beide.
Ich will nicht Sex weil ich die ganze Woche brav den Müll runter getragen habe .... da verzichte ich dankend. Und ob die Pflichtaufhüpferle wirklich Spass machen - ich glaube nicht daran.

Frag dich mal selber : Warum sollte eine Frau mit dir Sex haben?
Kommen jetzt nur Sekundärtugenden wie monogam und ordentlich , vielleicht noch pflichtbewusst ..... kannst du nur bei langweiligen Frauen landen. Irgendwann wirst du dann wieder neben einer Frau her leben. Und davon hast du genau was ?
 
  • #54
In diversen Threads wird die Bedeutung von nicht sexueller Zärtlichkeit thematisiert. Solche Zärtlichkeit schafft Verbindung aber es ergeben sich auch Probleme. Spüre ich z.B. einen sexuellen Mangel fällt es mir schwer meine sexuelle Begierde und meinen Nähewunsch zu trennen. Dies wird als sexuelle Gier wahrgenommen und führt zur Zurückweisung.

Wenn du mit dem "Holzhammer" vorgehst - anstatt dich langsam vorzutasten auf eine subtile, erotisierende Art - kann es leicht zu Abwehr und Zurückweisung kommen.
Andererseits - ich konnte noch so genervt und gestresst sein, wenn mein Ex mir dann erst aufmerksam zuhörte, mich in den Arm nahm, mich streichelte (anfangs konnte er dies noch, später ignorierte er mich sogar, wenn ich tränenüberströmt vor ihm sass ... es war wirklich, als hätte er sich in einen völlig anderen Menschen verwandelt ... immer noch äusserst verwirrend.), - konnte ich mich allein durch die Zuwendung und Nähe wieder völlig entspannen.
Ausserdem wusste er genau, wie und wo er mich berühren musste, um meine Leidenschaft zu entfachen. Oft genügte schon ein zarter Biss oder mit der Hand leicht über den Nacken ... (Nicht erinnern, nicht darüber nachdenken .... lalala ..)
 
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  • #55
"Trophäenjagen" ist allerdings Quatsch bzw. Mythos.
Seh ich nicht so. Gibt es auch bei Frauen. Sich selbst aufwerten dadurch, dass man einen Partner hat, den man auf einem Sockel sieht, kommt doch oft vor. Gut, von "Jagen" würde ich dann auch nicht sprechen, aber einen vorzeigbaren Menschen als Partner/in haben zu wollen und dabei auf Attribute zu gucken, die überhaupt nichts mit Liebe zu tun haben, ist doch gang und gäbe, und das tut derjenige ja, um mit seiner Wahl vor seinen Leuten nicht als Loser dazustehen.
Davon das viele Frauen behaupten, Männer würden sich mit Eroberungen brüsten, kann ich in der Realität so gut wie gar keine Belege finden.
Glaube ich Dir, das wär auch prollig.
Aber der Dünkel zieht sich durch alle Kreise. Meine Erfahrung ist, dass sich eine Angehörige einer bestimmten Kaste Akademiker nicht zusammentun mit Frauen, die den Etepetete-Ansprüchen nicht entsprechen, z.B. "billig" wirken, weil die Frau zu offen flirtet oder der zweite Knopf der Bluse auch auf ist, Mundart sprechen, ... oder, dass die Frau schlank sein muss, weil Mann sich sonst fremdschämt, denn beleibteren Menschen unterstellt man eine Reihe negativer Eigenschaften. Die Schlankheit ist auch bei manchen nicht-akademischen Gruppen Bedingung. Ich kannte mal so einen. Der war total verliebt in eine Frau, die etwas moppelig war. Seine Freundin fand er langweilig. Die dachte, dass er sie mal heiraten wird, mühte sich einen ab, für ihn erotisch spannend zu sein. Ich weiß das zufällig, weil jeder mal unter Alkoholeinfluss mit lockerer Zunge redete und der Partner dabei jeweils nicht anwesend war. Sie sah sehr hübsch aus, und die Moppelige wäre peinlich für ihn gewesen vor seinen Kumpels (seine eigenen Worte), also blieb er mit der Langweiligen zusammen. Auch das ist ja Trophäendenken.
Es ist doch schon so, dass viele Männer auch wissen, dass ihre Kumpels gucken, wie sie die Partnerin finden.

Fallen lassen - ich weiss bis heute nicht, wie das geht und was das soll.
Kopf ausschalten können und es auch tun beim Sex, nur Fühlen. Vertrauen haben zum Sexpartner, dass man die Kontrolle loslassen kann.
Vielleicht weißt Du einfach nur nicht, wie es ist, wenn man den Kopf dabei nicht ausschalten kann. Darüber wär ich dann aber nicht traurig.
 
  • #56
Ohne das Gefühl, verbogen zu werden oder sich verbiegen zu müssen.
Seit ich das Forum kenne, habe ich es gänzlich aufgegeben, so ein Gefühl noch jemals zu erzeugen.
Mich (und viele andere Männer auch) können Frauen nur "verbogen" als Beziehung akzeptieren, alles andere ist angeblich nicht "reif", oder so.
Das ist zwar alles Quatsch (und hat auch nicht die gewünschte Sicherheit), aber andere Frauen sind eben sehr selten, spätestens wenn die biologische Uhr tickt, wollen sie Männer so ändern.
Auch die Beziehung wird dann fester zusammengezogen.

Dann können sie im Grunde Sex nicht mehr in diesem lockeren Sinne , wie Malificent schreibt , geniessen und fangen auch an, Beziehungen entsprechend in diese Richtungen gestalten zu wollen.
Vielleicht wird es später ja wieder anders ?
 
  • #57
Ich bin einfach Ich - und V ist V . So ist es und so bleibt es. Und darum sind wir beide entspannt und müssen uns nicht gegenseitig zum Sex überreden. Wir haben noch immer Lust aufeinander. Beide.
Ich will nicht Sex weil ich die ganze Woche brav den Müll runter getragen habe .... da verzichte ich dankend. Und ob die Pflichtaufhüpferle wirklich Spass machen - ich glaube nicht daran.

Absolut konform.
So geht es mir mit meiner Partnerin auch. Sie ist bei mir, und ich bei ihr, weil wir uns lieben. Punkt.
Ich findede sie immer noch bezaubernd, faszinierend, sie macht mein Leben rund. Sie ist für mich die attraktivste Frau der Welt. Äußerlich und innerlich.
Nähe, Intimität, Zärtlichkeit, Leidenschaft, und absolute Akzeptanz des anderen. Vertrauen, umfassend. Sehr ähnliche Werte, und das ist nun der Unterschied. Wir wollen beide sexuelle Exklusivität.
Ein Müssen und Pflicht ist nicht dabei, sollte es mal anders werden, überdenken wir die Partnerschaft. Schauen, was nicht passt, ändern, oder wenn nichts mehr zu retten ist. Trennung.

Liebe kann nur freiwillig.

M, 54
 
  • #58

Das plumpes Grabschen an die Brust oder in den Schritt meisten ein schroffes Echo erzeugt sollte jedem Mann klar sein.

Dagegen ist es sehr entwicklungsfähig wenn mir ein neues Sommerkleid vorgeführt wird, ich Begeisterung zeige, sie auffordere damit zu posen, sie dabei fotografiere ...

Puuhh, DU liest dich kompliziert! Hätte ich einen attraktiven, Erotik-ausstrahlenden, mich schier um den Verstand-bringenden (und DAS wollen wir doch alle?!) Mann vor mir - und der würde so daher schwurbeln wie du, lieber @EjscheffMir wäre sofort klar, dass DER erst alle seine Vorbehalte und Gedanken abspulen müsste, bevor er »loslässt« (das war doch dein Ziel?)

Die Plattform zum Abspulen meiner komplexen Gedanken ist hier. Draußen würde ich damit Mitmenschen vergraulen.

Ich war überwiegend mit Frauen zusammen die mich angegraben haben. Zum Teil wollten sie nur Freundschaft. Das habe ich dann immer sexuell upgegradet oder beendet. Bisher hat sich auch noch keine Frau von mir final getrennt. Dies war immer mein Job. Scheinbar bin ich interessant.

Mein Problem ist nicht Beziehung, Frauen oder Sex zu bekommen, sondern, dass ich unzufrieden über Haken und Ösen nachdenke.

Seh ich nicht so. Gibt es auch bei Frauen. Sich selbst aufwerten dadurch, dass man einen Partner hat, den man auf einem Sockel sieht, kommt doch oft vor.

Das ist eine Variante der Trophäe, deswegen steht man z.B. überraschend an zweiter Stelle in einer Trauerrede für einen Verstorbenen zu dem man eigentlich keinen Bezug hat.

Aber es gibt auch die quantitativen Sammler was nicht bedeutet, dass sie Photokollagen herstellen oder Strichlisten herum zeigen. Aber auch so etwas gibt es.

Kopf ausschalten können und es auch tun beim Sex, nur Fühlen. Vertrauen haben zum Sexpartner, dass man die Kontrolle loslassen kann.
Vielleicht weißt Du einfach nur nicht, wie es ist, wenn man den Kopf dabei nicht ausschalten kann. Darüber wär ich dann aber nicht traurig.

Das geht nur wenn man beim Sex einen eher passiven Part hat. Männern wird auch beim Sex oft eine aktivere und idealerweise achtsamere Rolle abverlangt. Sich fallen lassen ist da schwierig. Außerdem entgeht einem beim Fallenlassen auch ein anderer Teil des Spasses. Sie zu sehen und zu hören.
 
  • #59
Kopf ausschalten können und es auch tun beim Sex, nur Fühlen. Vertrauen haben zum Sexpartner, dass man die Kontrolle loslassen kann.
Vielleicht weißt Du einfach nur nicht, wie es ist, wenn man den Kopf dabei nicht ausschalten kann.

Kopf ausschalten beim Sex, habe ich mir in meiner letzten sehr leidenschaftlichen Beziehung abgewöhnt. Es ist Quatsch! Wer gut im Bett sein möchte, sollte hochkonzentriert und präsent sein. Wo küsse ich ihn als nächstes? Wie streichle ich ihn wo und wie? Was ziehe ich jetzt aus? Wo fasse ich als nächstes hin? Wie kann ich ihn überraschen? Hab' ich was vergessen, wonach er wild ist? Was mache ich diesmal neues? Wie posiere ich erotisch? Wie zeige ich mich? Was flüstere ich ihm ins Ohr? Mein Kopf arbeitet dabei auf Hochtouren! Und zugleich spüre ich hin, was er mit mir macht. Die Hausaufgaben muss man schon als Frau machen. Sonst wird's langweilig nach meiner Erfahrung.
 
  • #60
Die Hausaufgaben muss man schon als Frau machen. Sonst wird's langweilig nach meiner Erfahrung.

...so wundert es mich nicht, dass so viele junge Menschen schon sexuell müde sind.

Wenn im Idealfall beide ihre Hausaufgaben mit Bravour machen, dann ist es ein statisches Abarbeiten und hat wenig mit einem intimen Dialog zu tun. Kontrollierter Sex lässt keinen Raum für Fantasie und Kreativität, für Gefühle erst recht nicht.
Sich fallenlassen können, beinhaltet die Fähigkeit, sich der Liebe hingeben zu können, ohne ein Programm abzuspulen.
 
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