• #121
Beruflich habe viel mit sehr selbstbewussten Menschen zu tun die oft allenfalls nur selbst gemachte akzeptieren (für sie selbst gelten sie aber nicht) und sowieso mit souveräner Willkür agieren.

Neben solchen meist alten Hasen gibt es auch jüngere Aufsteiger die neumodisch "agil" unterwegs sind und meinen sie hätten gerade das Rad erfunden.

Alle haben gemein, dass in ihren Kerngebiet Perfektionisten sind die gerne Randthemen wie die Wirtschaftlichkeit ignorieren und sich auf keinen Fall von jemanden der auf die Kosten hinweist hineinreden lassen wollen.

Blöderweise ist das inakzeptabel und entsprechender Widerstand wird gebrochen. So ticke ich und übertrage, dass auch auf andere Themen.

Klar regellos kann man auch viel Spaß haben. Das gefährdet aber die Sicherheit des Teams. Argumentiert dann noch einer, dass habe ich immer so gemacht (z.B. patriarchalisch geherrscht) oder, dass ist doch spießig (z.B. treu zu sein, auch zu den Finanzen des Unternehmens) komme ich erst so richtig auf Touren.
 
  • #122
Das gefährdet aber die Sicherheit des Teams.
Das stimmt nicht, wenn jeder es macht. Wenn jeder polygam leben würde, stärkt sogar die Stabilität des Teams. Ich habe irgendwo gelesen, dass Monogamie erst mit der Landwirtschaft etabliert wurde. Vorher waren die Menschen alle Polygam gewesen. Erst mit der Landwirtschaft und Landbesitz sind die Menschen auf die Idee gekommen Monogam zu leben. Die Landwirte wollten das Land an ihren eigenen Kindern erben und deshalb war für sie unheimlich wichtig, dass ihre Frauen nicht mit anderen Männern Sex haben. Ich habe auch gelesen, dass es eigentlich in der Tierwelt man unheimlich lange suchen muss, wenn man Monogame Tiere finden will. Deshalb denke ich dass monogame Beziehung einfach ein Produkt der Evolution und Fortschritt war gleichwohl auch ein Produkt der Rivalität zwischen der Männer. Das Problem ist nur, dass die Menschen genetisch bedingt nicht monogam sind und wir alle es nur durch Erziehung, Religion und Ethik gelernt haben, dass eine stabile und monogame Beziehung gut für uns ist.
 
  • #123
Alle haben gemein, dass in ihren Kerngebiet Perfektionisten sind die gerne Randthemen wie die Wirtschaftlichkeit ignorieren und sich auf keinen Fall von jemanden der auf die Kosten hinweist hineinreden lassen wollen.

Blöderweise ist das inakzeptabel und entsprechender Widerstand wird gebrochen. So ticke ich und übertrage, dass auch auf andere Themen.
Genau so .....
... und damit verdiene ich dann nicht nur meine Brötchen, sondern auch noch den Parmaschinken oben drauf.

Nicht die Menschen mit Ideen, auch wenn sie manchmal nicht zu finanzieren sind, sondern die Oberlehrer ohne wirkliches Wissen und Können, die sich anmassen, Widerstände brechen zu können, die gefährden Unternehmen.

Spiessig ist nicht, dass du gerne verheiratet bist und Treue mit sexueller Exklusivität gleich setzt. Das bist eben du. Spiessig ist deine Oberlehrermanie, diese Rechthaberei, die reflexhafte Abwehr aller neuen Ideen. Was nicht in deine Regeln passt .....
So einen wie dich möchte ich gerne sehen, wenn der Sohn sich als schwul outet, die Tochter 3 Kinder von 3 Männern hat und die Frau ihm am 30. Hochzeitstag gesteht, dass sie früher als Prostituierte gearbeitet hat, weil das Haushaltsgeld nicht gereicht hat.

Ich stelle mir das wirklich sehr lustig vor - ich glaube, ich werde das hier ausdrucken und einem mir bekannten Schriftsteller geben. Das Buch wird der Bestseller. Und der Film dazu bringt viele Millionen.
C.M. Herbst als Ejscheff - und die "Venusfalle" als sein angetrautes Eheweib. Alleine die Vorstellung bringt mich zum Lachen.
 
  • #124
Ich stelle mir das wirklich sehr lustig vor - ich glaube, ich werde das hier ausdrucken und einem mir bekannten Schriftsteller geben. Das Buch wird der Bestseller. Und der Film dazu bringt viele Millionen.
C.M. Herbst als Ejscheff - und die "Venusfalle" als sein angetrautes Eheweib. Alleine die Vorstellung bringt mich zum Lachen.

Mmh. Entweder war meine erste Antwort der Moderation zu freundlich oder ich habe zu viele Schauspielernamen genannt. Ich versuche es noch einmal.

Die Idee, dass ich ein Motiv für eine Komödie, egal ob Film oder Roman, bin, finde ich richtig gut. Auch eine Persiflage oder Slap Stick wäre toll.

C.M.Herbst ist ein fantastischer Schauspieler. Soll der Darsteller aber eine gewisse Ähnlichkeit mit mir haben, dann der "Kommissar und das Meer" Kommissar. Den Namen nenne ich nicht. Vielleicht wurde meine erste Antwort wegen des Namens nicht veröffentlicht. Der Schauspieler müsste allerdings etwas zu nehmen.

Du lieber @Tom26 kannst sicher selbst mitspielen. Z.B. einen Verehrer meiner Tochter, Exfrau und Bekannten (alles gleichzeitig) sowie wenn du es progressiv magst dazu noch meines Sohns.
 
  • #125
So einen wie dich möchte ich gerne sehen, wenn der Sohn sich als schwul outet, die Tochter 3 Kinder von 3 Männern hat und die Frau ihm am 30. Hochzeitstag gesteht, dass sie früher als Prostituierte gearbeitet hat, weil das Haushaltsgeld nicht gereicht hat.

Ich stelle mir das wirklich sehr lustig vor.

Und du bist wirklich der Meinung, dass der "Patriarch" das besser wegsteckt? o_O
Die Vorstellung, wie der wohl reagieren würde, finde ich ehrlich gesagt noch nicht einmal mehr lustig, sondern eher beängstigend.

Ach, nee. In dessen Familie passiert sowas gar nicht erst, weil Homosexualität kommt in solchen Familien ja nicht vor ... und promiskuitive Töchter sicher auch nicht. Die sind ordentlich erzogen. Auch die Ehefrau natürlich.
Um es mit dem IM zu sagen: *kopfschüttel*
 
  • #126
Spiessig ist deine Oberlehrermanie, diese Rechthaberei, die reflexhafte Abwehr aller neuen Ideen. Was nicht in deine Regeln passt .....
Seit diesem Thread hier bin ich Tom-Fan (ohne Witz), hätte nie gedacht, dass mir das passieren könnte. Ich bin auch nicht so fürs patriarchalische Modell, aber im Prinzip lebt Tom das nicht, sondern er hat eine Nostalgie für die Zeiten, in denen es okay war für Frauen wie seine Mutter, finanziell abhängig zu sein, es war ja in anderen Zeiten kein Makel. Er hat eine Anerkennung für Männer, die die Versorgerrolle mit Stolz erfüllten. Er steht dazu, eine Art Auslaufmodell zu sein, bezeichnet sich als alten Mann. Praktisch hat er aber das alte Modell komplett aufgegeben, bzw noch nie gelebt. Versorger ist er ja nur für Muttern bzw er ist der Verwalter von dem, was Vatern vorgesorgt hat. Die Beziehung mit V. ist hingegen alles kann, nichts muss. Er könnte theoretisch (praktisch lassen wir mal dahingestellt sein) andere haben. Will er aber nicht. Und seit einer Weile kann ich die Beziehungstipps, die er gibt, richtig gut lesen, denn es geht viel um Respekt. Er hat immer noch nen Automatismus drin, dass er die Kerle grundsätzlich in Schutz nimmt, egal wie die Story geht- aber das ist schon okay, es schreiben hier ja weniger Männer als Frauen.

Bei Ejscheff funktioniert es nach dem Prinzip alles muss und nichts klappt. Nach wie vor sind die "toxischen" Frauen das Problem. Ejscheff, "Willen brechen", ich erinnere mich an einen längeren Dialog, den wir hatten, ist "toxisch". Du kennst dich ja aus mit Lovebombing. Das, was du mit deiner Ex-Bekanntin gemacht hast, nachdem sie dich kränkte, weil sie dich nur zum Freund und nicht als Lover wollte, war Lovebombing. Und zwar von der bewussten, manipulativen Sorte. Tatsächlich trittst du hier auch besserwisserisch auf, da muss ich Tom recht geben. Du hast tatsächlich entschieden, was die Antwort auf deine Eingangsfrage ist. Warum du aber trotzdem fragst? Gibt eben Aufmerksamkeit. Ist dir mal in den Sinn gekommen, dass du genau das Problem haben könntest, dass du den Frauen zuschreibst?

Du schreibst, du seist nach deiner Ehe nur auf verletzte Menschen gestoßen. Aber der verletzte Mensch bist doch du. Willst du denn nicht heilen, damit du die monogame Frau für dich begeistern kannst, die lieben kann, weil auch du gelernt hast zu lieben?
 
  • #127
Und du bist wirklich der Meinung, dass der "Patriarch" das besser wegsteckt? o_O
Die Vorstellung, wie der wohl reagieren würde, finde ich ehrlich gesagt noch nicht einmal mehr lustig, sondern eher beängstigend.

Ach, nee. In dessen Familie passiert sowas gar nicht erst, weil Homosexualität kommt in solchen Familien ja nicht vor ... und promiskuitive Töchter sicher auch nicht. Die sind ordentlich erzogen. Auch die Ehefrau natürlich.
Um es mit dem IM zu sagen: *kopfschüttel*

Üblicherweise wird im Patriarchat mit Gewalt auf solche Abweichungen reagiert. Dies Gewalt kann von Missachtung bis hin zum Ehrenmord reichen. Da kommt es dann immer auf kulturelle Details an.

Üblich ist es auch, dass der Patriarch für eine solche Abweichung einen Schuldigen sucht. Da er es per Definition nicht ist, kann dies nur die Mutter seiner Kinder sein, die diese Verunreinigung mit gebracht hat. Dann sind es nur noch ihre und nicht mehr seine Kinder.

Allerdings könnte es wirklich eine witzige Komödie ergeben.

Z.B. meine Tochter und die Tochter eines konservativen Lebemanns (wie z.B. @Tom26) wollen sich verpartnern sowie ein gemeinsames Kind mit einem schwulen kurdischen Kumpel (ein Mitarbeiter des Lebemanns) in den insgeheim der Lebemann (der kann sich dazu aber nicht bekennen) verliebt ist. Gleichzeitig mischen sich die krass patriarchalischen Eltern des Kumpels ein.

Am Ende gibt es eine Doppelverpartnerung + Baby. Alle wohnen dann zusammen in einer Kommune. Ich habe natürlich immer noch was zu meckern aber meine kurdischen Mitschwiegereltern beruhigen mich.
 
  • #128
Und du bist wirklich der Meinung, dass der "Patriarch" das besser wegsteckt?
Ich bin der Meinung, dass es einen zwanghaften Oberlehrer, der in einem engen Korsett aus Regeln und "Moral" verstrickt ist umso härter trifft, je begrenzter sein Horizont ist.
Wer der Meinung ist, die einzig wertvolle Moral, Lebensweise und Wahrheit zu besitzen, den trifft jeder glückliche Mensch, der ausserhalb seiner Vorstellungen lebt wie eine schallende Ohrfeige.
 
  • #129
Ich bin der Meinung, dass es einen zwanghaften Oberlehrer, der in einem engen Korsett aus Regeln und "Moral" verstrickt ist umso härter trifft, je begrenzter sein Horizont ist.

Das ist nicht die Antwort auf meine Frage. Aber gut, hab ich nicht anders erwartet :p.
Ich denke, die beiden Seiten würden sich in ihrer (negativen) Reaktion nicht viel nehmen.

Mein Ex wäre gern ein Patriarch gewesen. Kein despotischer zum Glück, deshalb hat das auch nicht so ganz geklappt. Ich wollte diese Art Beziehung nämlich nicht.
Unsere lesbische Tochter hat er zum Glück einigermaßen gut verdaut. Ich glaube, an der Stelle hatte er schließlich verstanden, dass nicht alles machbar ist, nur weil er es gern so hätte.
Aber wäre er mehr wie sein Vater gewesen, wäre womöglich einiges eskaliert.

Deshalb wäre ich vorsichtig damit, nur über den einen zu lästern und den anderen gar nicht so schlimm zu finden.

(Ich bin ja im Grunde auch der Meinung, die einzig richtige Lebensform zu haben. Naja, zumindest für mich ;). Andere kann ich mittlerweile sein lassen wie sie sind. Ich muss mich ja nicht mit ihnen abgeben, wenn ich nicht will.)
 
  • #130
Wer der Meinung ist, die einzig wertvolle Moral, Lebensweise und Wahrheit zu besitzen, den trifft jeder glückliche Mensch, der ausserhalb seiner Vorstellungen lebt wie eine schallende Ohrfeige.

Noch schlimmer, wenn jemand gemäß den Vorstellungen lebt. Die aber
nicht wahr sein können, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Für Ejscheff darf es nur verquere Partnerschaften geben, alles was problemfrei läuft, kann nicht sein.

Am schlimmsten, wenn die Protagonisten zufrieden sind.

@Serenissima, der Film mit dem Partriachen wäre härter, gebe Dir recht.
Beides nur für Filme geeignet. Im realen Leben ....

M, 54
 
  • #131
Wer der Meinung ist, die einzig wertvolle Moral, Lebensweise und Wahrheit zu besitzen, den trifft jeder glückliche Mensch, der ausserhalb seiner Vorstellungen lebt wie eine schallende Ohrfeige.
Oder der muss sich irren. Und kommt nicht in den Himmel.
Aber ernsthaft: Klar, wenn man seine Regeln selbst nicht mag und sich was verbietet, wird das ne Qual. Ansonsten könnte man diese glücklichen Unbelehrbaren doch einfach für blinde, ignorante Idioten halten, die sich was vormachen, und schon ist der Seelenfrieden wieder hergestellt.
Ich denke, je enger das Korsett, desto schizophrener das Leben des Menschen. Er wird ja seine unterdrückten Wünsche und die Probleme, die aus der Unterdrückung resultieren, irgendwo abladen und sich dabei immer wieder klarmachen müssen, dass er TROTZDEM immer noch zu den Guten gehört.

Die Landwirte wollten das Land an ihren eigenen Kindern erben ...
Sehr interessant.
Aber auch in der Tierwelt ist es ja so, dass die Männchen am liebsten die Weibchen nach der Befruchtung "versiegeln" würden, damit IHR Genmaterial weitergegeben wird. Also ich würde noch andere Gründe vermuten, aber ich hab keine Ahnung, worin die Monogamie wirklich begründet liegt. Ein Menschenkind großzuziehen, dass es allein klarkommt, dauert ja nun auch länger als bei Tieren. Und bei Tieren kümmert sich ja manches Männchen gar nicht mehr um den Nachwuchs, nur die erfolgreiche Befruchtung ist wichtig, das Weibchen schafft es allein. Von daher könnte menschl.Monog. auch begründet sein damit, dass einer nur seinen eigenen Nachwuchs großziehen will, da auch der Menschenmann seine Gene weitergegeben haben will (also das Kind mitbetreut, bis es allein lebensfähig ist).

Das Problem ist nur, dass die Menschen genetisch bedingt nicht monogam sind und wir alle es nur durch Erziehung, Religion und Ethik gelernt haben, dass eine stabile und monogame Beziehung gut für uns ist.
Vielleicht war das auch eine gesellschaftliche Notwendigkeit, z.B. weil es Unmengen an Kinder gab, bei denen sich nur die Mutter oder nicht mal die kümmerte, weil der Vater weitergezogen war, und diese Kinder haben gestohlen oder andere Verbrechen begangen, um zu überleben. Wenn dann die Kirche als Ordnungsinstanz der Gesellschaft sagte, "jeder nur einen Partner und sorgt für eure Kinder, ihr seid verantwortlich", war das vielleicht als Installieren einer Gesellschaftsordnung gedacht, dass das verbrecherische Chaos eingedämmt wird? Ist nur ne Idee.
Und wenn man sich die Gesellschaft heute ansieht, braucht es ja auch beim Gros der Leute entweder einen mit einem gutbezahlten Job, der Geld gibt, während der andere betreut, oder beide mit mäßig bezahltem Job, damit es für die Kinder eine gute Zukunft gibt.
 
  • #132
Polyamor funktioniert ähnlich wie Sozialismus.
definitv nicht!

Damit Sozialismus funktioniert, müssen 100% der Bevölkerung mitmachen. Da aber Sozialismus immer nur von einer nutznießenden Minderheit gewollt wird, muß der Rest mit Gewalt und Repression in den Sozialismus gezwungen werden.

Sozialismus ist also das Gegenteil von Polyamorie, denn die funktioniert nur au freiwilliger Basis von allen gleichzeitig. Wenn eine/r nicht will, ist er nicht in der polyamoren Beziehung aber er/sie kann nicht hineingezwungen werden.

Tatsächlich ist eine polyamore Beziehung mit dem liberalen Kapitalismus zu vergleichen, wo nur die zusammenarbeiten, die dies freiwillig tun.
Eventuell ein Grund, warum die polyamore Lebensform gerade jetzt immer mehr Gesprächsthema wird - weil wir (noch) in einer liberalen kapitalistischen Geselschaft leben.

Sollte der Sozialismus zurückkommen, war es das mit Poly und sonstigen Freiheiten.

mMensch50 (der im real exitierenden Sozialismus aufgewachsen ist und diese Erfahrung an seine Kinder zur Warnung weitergibt)
 
  • #133
(Ich bin ja im Grunde auch der Meinung, die einzig richtige Lebensform zu haben. Naja, zumindest für mich ;). Andere kann ich mittlerweile sein lassen wie sie sind. Ich muss mich ja nicht mit ihnen abgeben, wenn ich nicht will.)
So sehe ich das auch. Mit dem Zusatz - wer mich massiv kritisieren will, muss es besser können als ich.
@Aries hat es perfekt beschrieben - sein Leben und meines haben wenig gemeinsam. Aber beide sind wir zufrieden. Und erkennen unsere Glücksmomente. Ich möchte da noch ergänzen - und können beide anderen Menschen ihr Glück gönnen.
Zu deiner Frage - ich kann sie nicht beurteilen. Zumindest nicht besser als ich es getan habe. Patriarch ist nicht gleich Patriarch. Und Oberlehrer nicht gleich Oberlehrer. Von daher sage ich mit Radio Eriwan .... Im Prinzip ja, aber ....
 
  • #134
@void, ich gebe dir recht. Es gibt bestimmt viele verschiedene Faktoren, die mitgewirkt haben. Ich meine, es gibt seit 200000 Jahren der moderne Mensch, wie wir ihn kennen und die Religionen gibt es erst seit 4000 Jahren. In der Hinsicht kann man sagen, dass die Religion eigentlich ein Fortschritt war. Aus eigenen Erfahrungen heraus weiß ich, dass eine monogame Beziehung schöner ist, während Polygamie zur seelischen Verletzungen und ja auch zur seelischen Gewalt führt. Wer möchte Nacht dem Partner zu sehen, wie er bei einer anderen Frau/bei einem anderen Mann im Gange ist. Das tut verdammt weh und es sind Verletzungen, die niemals heilen......
Bei der Arbeitswelt ist es selbstverständlich dass man bei einer Firma arbeitet und nicht heimlich bei mehreren gleichzeitig. Es steht in jedem Arbeitsvertrag drin......
Ich habe mal ein Plakat gesehen, darauf stand: "All Art has been Contemporary". Ich denke, dass man es für andere Themen auch nehmen kann. Als ich klein war, fühlte ich mich beschützt von meinem Vater. Aber damals habe ich es nicht wertgeschätzt. Heute blicke ich zurück und bin ich ihm sehr dankbar, dafür dass er mir und meinen Geschwistern und auch meiner Mutter immer beschützt hat. Die Erfahrungen, die ich als Erwachsene gemacht habe, habe ich als Kind nie gemacht. Die Frage ist welcher Weg besser ist und gibt es überhaupt einen besseren Weg? Ich weiß es nicht.
Ich merke nur dass ich für mich das Recht habe eine Entscheidung zu treffen und meine Entscheidung ist, dass ich niemals in einer bestehenden Beziehung reingehen möchte. Ich finde Polygamie nicht cool. Das bedeutet für mich Nachgeben, Rückschritt und Gewalt.
 
  • #135
Tatsächlich ist eine polyamore Beziehung mit dem liberalen Kapitalismus zu vergleichen, wo nur die zusammenarbeiten, die dies freiwillig tun.
Siehst Du Kapitalismus als Gesellschaftsordnung, wo die Leute freiwillig arbeiten und nicht aus der Not heraus, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du das Machtgefälle zwischen "Arbeitgeber und -nehmer" übersiehst.
Aber ich finde die Vergleiche mit Gesellschaftsordnungen auch nicht passend.


Mir kommt es so vor, als ob Polyamor-Gruppen oft ein Zentrum haben, dem es bis auf ein paar Schuldgefühle ganz gut geht mit der Situation, und eine Korona, von denen einige, wenn nicht alle, gern mehr vom Zentrum hätten und leiden. Aber das mag daran liegen, dass sich zwei als Paar zusammengefunden haben und nur einer irgendwann ausbrechen wollte aus der Zweisamkeit, vielleicht auch nur wegen Sex.
Anders, denke ich, wird es sein, wenn man sich gleich mit dem polyamoren Hintergrund zusammenfindet, also beide das offen sagen, dass sie so ticken und so leben wollen. Ich glaube, diese Leute können besser damit umgehen, weil nicht einer dabei ist, der gern noch die Zweierbeziehung hätte, wie es am Anfang auch war, aber den anderen nicht verlieren will.
 
  • #136
Es lässt sich streiten, ob wir Gottes Schöpfung sind, obwohl ich persönlich fest davon überzeugt bin, aber dass wir Naturschöpfung sind, wird keiner zweifeln. Natur funktioniert nach dem Energieerhaltungsprinzip, bedeutet - mit möglichst wenig Energieverlust. Dies funktioniert, wenn alles im Gleichgewicht ist. Eine Frau - ein Mann. Da ist Balance da. Ein Mann und zwei Frauen ist Disbalance. Während der Mann eine "ganze" Frau bekommt, in diesem Fall sogar zwei ganze, bekommt die Frau nur "halben" Mann. Weil er seine Energie mit anderer Frau teilt. Es findet ein Energieungleichgewicht statt. So, und jetzt soll mir einer zeigen, wo in dieser Welt ein System mit Ungleichgewicht gibt, dass auf Dauer funktioniert.
 
  • #137
Mir kommt es so vor, als ob Polyamor-Gruppen oft ein Zentrum haben,
Genau, der Center. Außerdem wird ja auch oft die "soziale Treue" ins Spiel gebracht, d.h. ein Paar vö..., mit wem es sonst noch so will, den Ergänzungsteilen wird klar gemacht, dass sie keine Ansprüche zu stellen haben. Also der Besitzanspruch auf das Paar als soziale, rechtliche, besitzmäßige verbindliche Gemeinschaft bleibt bestehen, die Ergänzungsteile stehen emotional-sexuell zur Verfügung, ohne Ansprüche auf Verbindlichkeit. So wurde es hier auch von den "offenen Paaren" beschrieben, das Paar als soziale Einheit bleibt bestehen, komme wer da wolle und sei jede Nacht jemand andere im Bett.
 
  • #138
definitv nicht!

Damit Sozialismus funktioniert, müssen 100% der Bevölkerung mitmachen. Da aber Sozialismus immer nur von einer nutznießenden Minderheit gewollt wird, muß der Rest mit Gewalt und Repression in den Sozialismus gezwungen werden.

Sozialismus ist also das Gegenteil von Polyamorie, denn die funktioniert nur au freiwilliger Basis von allen gleichzeitig. Wenn eine/r nicht will, ist er nicht in der polyamoren Beziehung aber er/sie kann nicht hineingezwungen werden.

Tatsächlich ist eine polyamore Beziehung mit dem liberalen Kapitalismus zu vergleichen, wo nur die zusammenarbeiten, die dies freiwillig tun.

Mmh. Mein Vergleich zielte darauf, dass die Idee vom Sozialismus ähnlich wie die Idee polyamorer Beziehungen sehr ambitioniert und in der Theorie prinzipiell gut ist aber an Umsetzungsproblemen scheitert (bisheriger realer Sozialismus) bzw. hohes Potential zum Scheitern hat. Insoweit sehe ich keinen Wiederspruch zu deiner Einschätzung des Sozialismus.

Hinsichtlich des Erfolgs polyamorer Liebe hatte ich eher dies im Auge

Mir kommt es so vor, als ob Polyamor-Gruppen oft ein Zentrum haben, dem es bis auf ein paar Schuldgefühle ganz gut geht mit der Situation, und eine Korona, von denen einige, wenn nicht alle, gern mehr vom Zentrum hätten und leiden. Aber das mag daran liegen, dass sich zwei als Paar zusammengefunden haben und nur einer irgendwann ausbrechen wollte aus der Zweisamkeit, vielleicht auch nur wegen Sex.

Dagegen würde das folgende der eigentlichen Idee von Polyamorie entsprechen.

Anders, denke ich, wird es sein, wenn man sich gleich mit dem polyamoren Hintergrund zusammenfindet, also beide das offen sagen, dass sie so ticken und so leben wollen. Ich glaube, diese Leute können besser damit umgehen, weil nicht einer dabei ist, der gern noch die Zweierbeziehung hätte, wie es am Anfang auch war, aber den anderen nicht verlieren will.

Wer freiwillig polyamor lebt, wird sich hier einordnen. Für ihn wird es aber nicht vermeidbar sein Überzeugungsarbeit zu leisten, denn ansonsten würde er wahrscheinlich allein bleiben wenn er Partnerkandidaten als aller erstes von seiner Haltung erzählt. Dass ein Kandidat freudig auf so eine Offenbarung reagiert dürfte eher selten sein.

Und lässt sich taktisches Vorgehen beim gewinnen neuer Partner wirklich vermeiden? Daher sage ich jemanden bevor oder nachdem er sich verliebt hat und wir Sex hatten wie ich ticke? Wie erfolgreich ist derjenige der sich vorweg offenbart?

Zumindest hier im Forum berichtet die Mehrheit ja von ihren Problemen bei monogamen Beziehungsaktivitäten. Aber vielleicht geht es einer stillen polyamoren Mehrheit so gut, dass sie nichts zum Klagen haben.

Ich glaube aber die Polyamorie spielt ähnlich wie der Sozialismus mit überzogenen Erwartungen von Menschen die dann oft nicht erfüllbar sind.
 
  • #139
Siehst Du Kapitalismus als Gesellschaftsordnung, wo die Leute freiwillig arbeiten und nicht aus der Not heraus, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten?
Hehe, was höre ich denn da?
Den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten ist eine Not?
Man wird also von der Not getrieben, wenn man sich sein Brot und das Dach über dem Kopf selbst verdient?
Naja, vielleicht ist es die Not, keinen Spender gefunden zu haben, der einem das Leben für lau finanziert.

Sehe ich das richtig, daß du der Meinung bist, viele Menschen würden das eigene Leben nicht freiwillig, sondern aus der Not durch eigene Arbeit erhalten?

Dann ist Verantwortung für das eigene Leben zu tragen wohl eine Last?

Wie wäre es denn damit: wer es als Not empfindet, für das eigene Leben selbst durch eigene Leistung aufzukommen, der sollte....
(hier Beliebiges einsetzen, weil mir fehlen vor Lachen die Worte).

mMensch50
 
  • #140
Genau, der Center. Außerdem wird ja auch oft die "soziale Treue" ins Spiel gebracht, d.h. ein Paar vö..., mit wem es sonst noch so will, den Ergänzungsteilen wird klar gemacht, dass sie keine Ansprüche zu stellen haben. Also der Besitzanspruch auf das Paar als soziale, rechtliche, besitzmäßige verbindliche Gemeinschaft bleibt bestehen, die Ergänzungsteile stehen emotional-sexuell zur Verfügung, ohne Ansprüche auf Verbindlichkeit. So wurde es hier auch von den "offenen Paaren" beschrieben, das Paar als soziale Einheit bleibt bestehen, komme wer da wolle und sei jede Nacht jemand andere im Bett.

Dazu passt noch ein interessanter anderer Aspekt.

Liebeskummer wenn in einem polyamoren Konstrukt eine Teilbeziehung zerbricht. Wie positionieren sich die anderen Partner ggü. dem trauernden Partner?

Sind sie bereit und in der Verfassung diesen zu trösten? Kommt es ggf. zu einem Gerangel um die Position desjenigen der gegangen ist wenn dieser z.B. zum Zentrum gehörte?
 
  • #141
Genau, der Center. Außerdem wird ja auch oft die "soziale Treue" ins Spiel gebracht, d.h. ein Paar vö..., mit wem es sonst noch so will, den Ergänzungsteilen wird klar gemacht, dass sie keine Ansprüche zu stellen haben
Aber das wäre für mich dann ne offene Beziehung, und davon wollen sie sich ja unterscheiden. Es geht um Amore, nicht um Penetriere.
Interessant, dass es tatsächlich einen Begriff gibt, also "Center". Ich dachte nicht, dass es tatsächlich so strukturiert ist. Oder ist damit das Paar gemeint, das polya. leben will?

@Ejscheff
Ich würde sagen, es ist heute viel einfacher, weil man sich als Polyfreund/in outen kann, BEVOR man jemanden kennenlernt und sich verliebt. Man kann es ja dazuschreiben ins Netzprofil in einer Partnerbörse oder vielleicht gibt es spezielle Plattformen. Man muss ja nicht erst rumlaufen wie ein "normaler" Beziehungsmensch mit der üblichen Prägung, und einen passenden Partner suchen.
Das Problem besteht allerdings immer noch, wenn man sich im RL kennenlernt. Aber da würde ich auch sagen, Karten auf den Tisch.
Und wie gesagt, mit Sozialismus kann man das nicht vergleichen, finde ich, Wenn dann eher mit ner Hippie-Kommune, da war das doch auch fast ein Gesetz, dass jeder mit jedem schlafen darf und alles sich liebt.

Den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten ist eine Not?
eine NotWENDIGKEIT, hätte ich besser schreiben sollen. Ne Not ist es nur für die, die zu wenig verdienen, zu wenig Rente haben
oder einen anderen Job lieber machen würden, weil er ihnen besser liegt, und der aber kein oder zu wenig Geld brächte. Die Mietentwicklung ist Dir sicher auch nicht entgangen. Jedenfalls denke ich nicht, dass alle Leute sagen, dass sie ihren Arbeitgeber lieben, er gut zu ihnen ist und nicht auch manche das Gefühl haben, sie stünden extrem unter Druck und fühlten sich erpresst, einen unpassenden Lohn hinzunehmen.
Aber ich finde es auch amüsant, wie Du es verstehst aufgrund meiner anscheinend so schön interpretierbaren Anmerkung. :) Passt irgendwie auch zu Dir. Schade, dass Du aufs eigentliche Thema nichts mehr geschrieben hast, aber ich denke, das ging wegen des Lachens nicht mehr. Und das freut mich, auch wenn ich es natürlich lieber habe, dass es auf eine beabsichtigt lustiggemeinte Bemerkung so wäre.
 
  • #142
So, und jetzt soll mir einer zeigen, wo in dieser Welt ein System mit Ungleichgewicht gibt, dass auf Dauer funktioniert.
Das System heisst Kapitalismus.
Funktioniert schon recht lange und ist gut für einige Menschen. Aber es wird nicht ewig funktionieren.
Der Trick ist einfach. Gebt der Mehrheit der Bevölkerung soviel das sie halbwegs zufrieden sind und lasst die wirklich Elenden weit weg arbeiten und sterben. Z.B. in Indien.
 
  • #143
Der Trick ist einfach. Gebt der Mehrheit der Bevölkerung soviel das sie halbwegs zufrieden sind und lasst die wirklich Elenden weit weg arbeiten und sterben. Z.B. in Indien.
Das ist Quatsch.
Die Inder können sich auch jede Regierungsform geben, die sie wollen. Machen sie nicht.

Wir Menschen sind nicht gleich. Deswegen gibt es z.B verschiedene Bevölkungsschichten.
.
Auch im Forum merken wir doch jeden Tag:

Auch hier auf dieser Plattform wird die Haut zu Markte getragen.
Die Alternative wäre, dass wir von übergeordneten Instanzen verkuppelt werden.
Will ich aber nicht. ich will enbtscheiden auch wenn das insgeamt ungerecht ist, weil viele dasselbe wollen, was nicht für alle da ist.

Deswegen funktioniert Sozialismus über übergeordnete Instanzen eben auch nicht.
Weil es immer wieder nur diese schwachen Menschen sind, welche sich ganz natürlich von einander abheben und nicht gleich sind.

Deswegen brauchen wir eine System möglichst nah an der Natur.
Das gibt es und hat den Namen Marktwirtschaft.

Dort bestimmen auch ausschließlich Angebot und Nachfrage sowie das Vorhandensein von Ressoucen den Preis und das Leben ansich.

Wenn Du willst kannst Du ja auch aussteigen, oder Kummunisten
wählen. Wäre diese Idee so toll, gäbe es hier auch noch einen Staat mit Fünf-Jahresplänen, damit alle glücklich sind.
Die Geschichte zeigte, dass das totaler Quatsch ist.
 
  • #144
Wir haben soziale Marktwirtschaft. Wobei das soziale weniger wird. Reiner Kapitalismus wie zu Beginn der Industrialisierung führte zur totalen Ausbeutung der Arbeiter und ebenfalls zu einem unmenschlichen System. Bismarck hat die ersten sozialen Absicherungen eingeführt. Reinen Kapitalsmus gibt's nirgendwo, es sei denn wir wollen wie die Tiere leben. Und klar profitieren wir von anderen Ländern und leben auf Kosten der dort ausgebeteten Arbeiter. Hat das indische Kind eben Pech gehabt, könnte ja ein anderes politisches System aufbauen. Mehr Zynismus geht nicht und Verantwortung lässt sich nicht einfach so abwälzen.
 
  • #145
Das ist Quatsch.
Die Inder können sich auch jede Regierungsform geben, die sie wollen. Machen sie nicht.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Ich bezog mich nur auf das Zitat von @realwoman , da ging es nicht um Wirtschaftsformen sondern um Gerechtigkeit!
Ich masse mir nicht an zu beurteilen welches Wirtschaftssystem effizienter oder für Leistungsträger (neudeutsch high performer) angenehmer ist.
Allerdings kann ich die Reichtumsverteilung eines Wirtschaftssystems (darauf kommt es doch an) beurteilen.
Übrigens ist Kapitalismus kein Regierungssystem sondern ein Wirtschaftssystem. Kapitalismus funktioniert auch im Faschismus oder im Sozialismus (Siehe China).
Wahrscheinlich hattest du eine schwere Zeit im heutigen Dunkeldeutschland, trotzdem solltest du nicht gleich verbal um dich schlagen wenn jemand den Kapitalismus kritisiert.
 
  • #146
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Ich bezog mich nur auf das Zitat von @realwoman , da ging es nicht um Wirtschaftsformen sondern um Gerechtigkeit!.

Wer bewusst Informationen verschweigt handelt unfair. Dies ist wohl kaum gerecht.

Der Vergleich zwischen Wirtschafts- und Beziehungformen hingt hinten und vorn, auch wenn ich damit angefangen habe.. Ich wollte eigentlich nur den gleichermaßen utopisch unrealistischen Ansatz von theoretischen Sozialismus und polyamoren Interessenausgleich aufzeigen.

Beides zu ambitioniert und komplex um dauerhaft in der praktischen Realität erfolgreich zu sein. Das schließt nicht aus, dass es unter besonderen Umständen halbwegs funktioniert.
 
  • #147
Ich wollte eigentlich nur den gleichermaßen utopisch unrealistischen Ansatz von theoretischen Sozialismus und polyamoren Interessenausgleich aufzeigen.

Beides zu ambitioniert und komplex um dauerhaft in der praktischen Realität erfolgreich zu sein.


@Ejscheff
Wenn das polyamore Prinzip funktionieren würde, dann gäbe es nicht soviele Scheidungen und Trennungen. Fremdgehen und durch alle Betten jagen, ist der Beziehungskiller No. 1. Der "betrogene" Partner wird leider schlecht behandelt. Die neue Flamme meist mit Geschenken und Urlauben überhäuft und im Hormonrausch vergöttert. Wer bitte bleibt länger als nötig in so einer Fussabstreifer Position? Mein sexuell überaktiver Ex Millionär meinte auch, mich jetzt a la "polyamor" als Bettgespielin zu seiner neuen Thai Frau mit einzuladen. Da kann er schön weiterträumen, Männer Fantasien eben. Aber da gehören Immer 2 dazu. Wenn die Frauen das Spiel nicht mitspielen, dann muss er sich entscheiden. Und wenn er zu übermütig wird, dann steht er schnell allein da.
 
  • #148
Moin,

wie wäre es damit: der Kapitalismus hat den Menschen so weit entfremdet, dass er nach verschiedensten Kompensationen giert. Sexualität als solches (wie zB große Autos, mehr Geld) ist mit so einer Rolle aber überfordert, auch wenn sie ohne Zweifel wichtig ist. Wirklich anzustreben wäre eine Welt, die solidarische Bindung zwischen Menschen fördert... Ob man das wirklich durch ein Lockern sexueller Exklusivität erreicht, oder ob das eher die Individualisierung weiter fördert, mag sich herausstellen.
Wer etwas mehr in die Geschichte einsteigt, wird sehen, dass es immer einen erbitterten Kampf zwischen herzgesteuertem Anarchismus (100 Jahre Niederschlagung der Räterepublik...) und kopflastigem Parteisozialismus gab. Die freie Liebe war immer ein Aspekt des Anarchismus, nicht des Sozialismus (vermutlich hatten sie recht damit, zumindest was die verbiesterte Prüderie auch der Sozis betraf)

manchmal
 
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