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  • #1

W36 mit Kind (2 Jahre) von Samenbank auf Partnersuche. Kann ich auf Verständnis hoffen?

Mit 33 hatte ich immer noch keinen festen Partner und schon seit vielen Jahren Sehnsucht nach eigener Familie.Bin glücklich mit meiner Tochter und hätte Lust auf eine feste Beziehung. Außer zwei engen Freunden und meiner Familie weiß niemand wie es zu der Schwangerschaft kam. Einerseits möchte ich natürlich einem möglichen Partner offen und ehrlich entgegentreten und stehe auch zu meiner Entscheidung, andererseits fürchte ich mich vor Hohn, denn ich gebe zu radikal gehandelt zu haben. Kürzlich habe ich einen Mann kennengelernt, sehr schnell ist ER jedoch auf das Thema gekommen, was mit dem Vater von meiner Tochter sei. Ich habe das Weite gesucht. Vielleicht bin ich noch nicht bereit für eine Annäherung. Mich würde es aber generell interessieren, was sowohl Männer als auch Frauen über die Thematik denken. Merci ;-) noch zwei Anmerkungen: Adoption wäre noch schwieriger gewesen, bin finanziell unabhängig + arbeite wieder
 
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  • #2
Was wirst du deinem Kind sagen, wenn es nach dem Vater fragt? Sorry, aber diese Gedanken hättest du dir vor deinem erfüllten Egoismus stellen sollen. Nun ist das Kind da, gehe ehrlich und offensiv damit um. Wenn es für dich kein Tabu war es (Samenbank) zu tun, dann mach es auch jetzt nicht zum Tabu.

Mag sein, dass ein potenzieller Partner froh ist, 1. mit keinem anderen Vater konkurrieren zu müssen, 2. nicht mehr als Samenspender (und finanziell) herhalten zu müssen. Es kann aber auch sein, dass er die moralische Keule auspackt und das Weite sucht. Probier es aus, aber verheimliche nichts. Du hast damals auch die Entscheidung getroffen, nun steh dazu.
 
  • #3
Eine Frau mit Kind kommt für mich auf die nächsten 10 jahre gerechnet sowieso nicht in betracht aber sollte ich meine hoffnung auf eigene kinder dann schon einmal begraben haben, ist mir ein Kind von der Samenbank 100 mal lieber als eines, das dann noch einen Vater im anhang hat mit dem man sich abfinden muss.
 
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  • #4
Bei Unfruchtbarkeit des Mannes, könnte ich mir eine gemeinsame Entscheidung zur künstlichen Befruchtung vorstellen, und würde das Kind lieben wie mein eigenes.

Deine Entscheidung als alleinstehende Frau zur Samenbank zu gehen, kann ich respektieren. Du bist finanziell unabhängig und arbeitest. Bei der Partnersuche hast du jetzt 2 Probleme: du bist AE - und es war dir völlig egal wer der Vater ist. Wofür brauchst du jetzt einen Partner?

Deine Tochter ist DEIN Wunschkind, sie gehört nur dir, dir ganz allein. Suchst du jetzt DEIN Partner, für dich, für dich ganz allein?

Dein Problem wird nicht Hohn und Spott sein - da stehen erwachsene Männer drüber. Dein Problem wird sein dein ICH, ICH, ICH und MEINS, MEINS, MEINS.
 
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  • #5
Ich finde deine Entscheidung für ein Kind mittels Samenbank sehr konsequent, modern und aufgeschlossen. Du hast keinen Mann "reingelegt", sondern dir den schwereren Weg gewählt.
Ich finde das sehr verantwortungsvoll. Und dein Kind wird sicher später mal nichts Ungewöhnliches dabei finden, denn es weiß mit Sicherheit, dass es sehr erwünscht worden ist.

Durch meine Tochter kenne ich einige junge Frauen, die auch schon sagen, sollte es bis dann und dann nicht mit einem Partner klappen und ein Kind ist erwünscht, dann würde man zur Samenbank nach Holland fahren. Diese Denkweise ist also total im Zeitgeist. Sicher wäre
ein Kind mit einem Partner wünschenswerter, aber wenn man nun mal keinen hat?

Ich denke, du kannst mit gutem Gewissen, zukünftigen Partnern ehrlich von deiner Entscheidung erzählen. Es muss ja nicht direkt zu Beginn des Kennenlernens sein. Da könntest du ausweichend sagen, zu dem Kindsvater habe ich keinen Kontakt, was ja auch stimmt. Die volle Wahrheit würde ich nur dem Mann meines Herzens anvertrauen. Die näheren Einzelheiten gehen nun wirklich nicht Jeden etwas an.
Sicherlich ist es für einen zukünftigen Partner angenehmer, wenn nicht Expartner auftaucht, der auch noch Rechte am Kind geltend macht.
 
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  • #6
Es kommt ganz darauf an, was du deinem Kind mal sagen willst. Da solltest du sicher nicht zwei verschiedene Geschichten erzählen. Ehrlich währt am längsten, denke ich. Du wirst damals deine Entscheidung ja sicher gut überlegt haben. Dann kannst du jetzt auch dazu stehen, oder? Keinem Mann steht es zu, über dich zu urteilen. Wichtig ist doch, wie ernst du deine Mutterrolle nimmst und nicht, wie du zu dem Kind gekommen bist.
Der Vater meines Kindes und ich haben uns schon getrennt, bevor das Kind geboren wurde. Das ist auch nicht besser, denn er kümmert sich nicht, obwohl er könnte. Für ein Kind ist das wahrscheinlich noch schwerer zu verkraften, als wenn kein Vater da ist.
 
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  • #7
Liebe FS:

Ich finde es toll, dass du ein Kind wolltest ohne Vater! Du willst ein Kind, ohne dich mit einem Vater herumschlagen zu müssen. Natürlich wird deine Tochter demnächst Fragen stellen, und du musst schon jetzt alters- und situationsgerechte Antworten parat haben. Sag deiner Tochter, dass sie ein absolutes Wunschkind war und ist und dass du dich so auf sie gefreut hast, als sie noch in deinem Bauch war. Erzähle ihr kindgerecht die Wahrheit, und sie wird es langsam verstehen. Es ist nun einmal technisch möglich und heutzutage nicht unüblich, über eine Samenbank ein Kind zu zeugen, und deine Tochter ist nicht die einzige. Was meinst du, wie viele Frauen hier lügen! Bleib bei der Wahrheit, und deine Tochter wird dich langsam verstehen und akzeptieren.
À propos: ich spreche aus ähnlicher Erfahrung. Ich habe meiner jetzt 17-jährigen immer wieder erzählt, wie sehr ich sie liebe, wie sehr ich mich in der Schwangerschaft auf eben sie gefreut habe, wie viel sie für mich bedeutet. Auch ich bin finanziell unabhängig, und ich habe drei Kinder (meine Tochter hat noch zwei ältere Brüder) sehr erfolgreich groß gezogen! Ich habe meinen drei Kindern gezeigt, dass man auch als Frau beruflich erfolgreich - und damit finanziell unabhängig - sein kann, Kinder groß ziehen kann und ein selbstbewusstes und selbstständiges Leben führen kann. Mein ältester Sohn (gerade 25 geworden) ist schon Physiker und macht steil Karriere. Exempla docunt!
Einem potentiellen Partner kannst du - besonders am Anfang - sagen, der Vater sei anonym, und Einzelheiten könne er eventuell später erfahren. Das genügt. Stehe zu deiner Vorgehensweise; sie hat ihre Berechtigung. Du hast keinen Vater, mit dem zu dich über Gerichte und Jugendämter herumschlagen musst. Deine Tochter wird stolz auf dich sein, und ein Partner braucht keine Machtkämpfe mit einem anderen Mann zu fürchten. Was meinst du, wie viele allein erziehende Mütter tolle Kinder und später Erwachsene hervorgebracht haben!
Sei stolz, bleibe bei der Wahrheit und stehe zu deinem Entschluss.
Ich wünsche dir viel Erfolg! (w,56)
 
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  • #8
Ach ich hab da nix dagegen, wenn Frau diesen Weg geht. Der Weg ist eh besser weil dann klar ist wer entscheidet (die Frau) und wer die Aufgaben übernimmt, die sich ergeben (die Frau) und wer zahlt (die Frau - evtl aber auch der Mann). Der Mann, gibt es ihn als Samenspender, hat nur eine beratschlagende Funktion.

http://www.elitepartner.de/forum/die-samenbank-fuer-singles-die-ultimative-loesung.html

und weißt, wenn du noch ein Kind willst - gegen die Samenspenderlösung hätte ich (m) nix einzuwenden. Ich würde Dich glatt fragen.

Und als Frau ist mir jemand lieber, der ein Problem kleinkriegt als sich von einem Problem (der Mann für die Partnersuche fehlt) vorschreiben zu lassen, wie man zu leben hat.

m40
 
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  • #9
Tolles Thema! :) Ich überlege mir das auch mit der Samenbank... DEN Mann zu finden, ist schwierig und Kinder will ich auf jeden Fall.
In deinem Fall: Steh dazu, dass es keinen festen Vater gibt... Das ist alles, was ich zu sagen habe.
 
  • #10
Find' ich besser als sich eventuell gelegentlich mit einem leiblichen Vater rumschlagen zu müssen der eigene Ideen zur Erziehung der Tochter haben würde. So gibt's keinen bisherigen "Pappa-Anspruch"..
 
  • #11
@3: Ich finde weder an der ursprünglichen Entscheidung der Fragestellerung über eine Samenspende, noch an ihrem weiterhin spürbaren Partnerwunsch etwas Beanstandenswertes und vermag darin auch keine Art von Egoismus zu erkennen.
@Fragestellerin: Für in einen Mann finde ich es deutlich leichter, in eine solche Situation einzusteigen als bei eigener Unfruchtbarkeit mitzuerleben, wie der Gang zur Samenbank erst hernach erfolgt. Das Fehlen eines Konkurrenten um die Gunst des Kindes halte auch ich für aus seiner Sicht eher positiv. Natürlich ist auch die Kombination ,,Frau plus Kind" nicht jeden Mannes Sache, aber auch da kommt es lediglich ,,auf den Richtigen" an. Jedenfalls wünsche ich euch beiden den entsprechenden Erfolg bei deiner Suche.
 
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  • #12
@4
Sich mal fragen, warum man als Frau keinen Partner hat. Das wäre vielleicht auch etwas zielführender, als gleich zur Samenbank zur gehen!
 
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  • #13
Beim ersten Date solltest Du und Er im Mittelpunkt stehen.
Ein kurzer Hinweis, dass Du keine Probleme hast mit dem Kindsvater und dass Du keine finanziellen Probleme hast sollte genügen und zurück zum Thema Du und Er.

Wie es genau zu der Schwangerschaft kam, würde ich erst erzählen, wenn Du schon mindestens 6 Monate glücklich mit dem Mann zusammen bist.

Sag doch einfach, Du hättest dem Kindsvater nichts von der Schwangerschaft erzählt und Du hättest keinen Kontakt zu ihm.

Ausführlicher wäre:
Du kannst ja sagen, dass er im Ausland mit seiner Familie lebt und nie erfahren wird, dass Du ein Kind von ihm hast. Dann denkt er vermutlich, dass es ein Urlaubsflirt mit einem verheirateten mann war, aber Du kannst sicher freundlich darauf hinweisen, dass Du beim ersten Date nicht so genau über den abwesenden Kindsvater reden willst.

Dass die Frage nach dem Kindsvater kommt, ist klar.
Es gibt so viel Terror und Zoff wegen Besuch oder nicht Besuch und Zahlungen oder Einklagen von Zahlungen, da muss der zukünftige Freund schon wissen, dass sowas bei Dir nicht Thema Nummer eins ist.

Hat der Kandidat denn sonst gefallen? Dann melde dich doch einfach nochmal und erzähle ihm eines von den Beispielen. Sage ihm, dass es in erster Linie um Dich gehen sollte, nicht um Dein Kind.

An all die anderen, die die FS doof anmachen:
Wenn eine ganz normale, intelligente und attraktive Frau erst dann ein Kind bekommen will, wenn der Partner einverstanden ist, läuft das oft auf den 50. Geburtstag hinaus.
Meistens trennen sich die Paare nach zig Jahren, wenn die Kinderfrage zur Sprache kommt. Da muss die Frau zwischen 30 und 40 dann schnell nen neuen Traummann finden oder eben zur Samenbank gehen.
Wäre es besser, sie wird ''aus Versehen'' schwanger?
Dann jaulen hier doch auch alle auf...

Du hast es toll gemacht, liebe FS.
Ich bewundere Dich und wünsche Dir alles Gute
Alles Gute
w mit Kind
 
  • #14
Ich finde ein Kind von der Samenbank mit Verlaub gesagt das Allerletzte. Ein Symptom von maßlossen Egoismus und der Verrohung unserer Gesellschaft. Ich kann es gut nachvollziehen, dass viele derartige Zeugungen ablehnen. Viele Männer werden zu recht schockiert sein, wenn sie die Wahrheit erfahren. Kinder benötigen Vater und Mutter und eine intakte Familie.

Wieso suchst Du jetzt einen Partner? Ist das nicht eine bizarre Reihenfolge? Einen Mann an Deiner Seite, der nicht Vater Deines Kindes ist und es auch niemals sein wird?
 
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  • #15
@ 13 die FS war 33 und wusste, dass sie unbedingt ein Kind will. In dem Alter ist es konsequent das dann auch umzusetzen. Wer weiß schon wann der richtige Partner kommt?

Aus früheren Threads weiß ich, dass Du auch nicht mehr ganz jung bist. Bist Du denn bereit auf Kinder ganz zu verzichten, wenn Du nicht bald den "Richtigen" findest? Falls ja, denn bewundere ich Deine Konsequenz. Falls nein, dann ist es doch mal Zeit den Tatsachen ins Gesicht zu sehen, oder?

FS, ich respektiere und bewundere Deine Entscheidung. Niemand hat ein Recht Dir in dieser Beziehung Vorschriften zu machen. Dein Kind wird Dir sicher dankbar sein. Wird es doch immer wissen, dass es wirklich und von Herzen gewollt war....

Mein Weg wäre es zwar nicht, aber wer weiß was noch kommt? Lass Dich nicht unterkriegen. Der Mann, der zu Dir passt, versteht das bestimmt. Ein engstirniger schwarz-weiß Denker würde doch eh nicht zu Dir passen! w 36
 
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  • #16
@#14 von 3
Du schreibst ... "Niemand hat ein Recht Dir in dieser Beziehung Vorschriften zu machen". Das ist wohl wahr.

Wahr ist aber auch, dass jeder dazu seine Meinung haben darf. Und Frederika hat es, denke ich, ganz treffend ausgedrückt mit "... maßlosem Egoismus und der Verrohung unserer Gesellschaft".

Es ist eine tiefe Mißachtung aller unserer Gesellschaftsnormen sich als alleinstehende Frau für eine industrielle Besamung zu entscheiden und dem Kind ganz bewußt den Vater zu entziehen. Dafür geht sie sogar ins Ausland, weil es in Deutschland nicht erlaubt ist. Wie sonst könnte man das nennen als "maßloser Egoismus und Verrohung unserer Gesellschaft".

Die FS schreibt lapidar: "Bin glücklich mit meiner Tochter und hätte Lust auf eine feste Beziehung." Es würde zu der FS passen wenn sie ihre Lust auf eine Beziehung in der DomRep stillt, und sich einen Boy mit nach Deutschland bringt.

Die FS hat mit Sicherheit aus gutem Grund ihre Besamung im Ausland verschwiegen. Die Folge wäre nämlich eine Ächtung in der Gesellschaft. Ich wage die Prognose, dass sie keinen "normalen" Mann findet der mit so viel kaltem Egoismus klarkommt. Sie hat damit begonnen ihr Leben mit ihrer Tochter auf einer Lebenslüge aufzubauen und wird sich immer weiter darin verstricken.
 
  • #17
@15: Übertreibst Du es jetzt nicht ein bisschen sehr?

Aus keiner Zeile der FS lese ich Kaltherzigkeit und Egoismus heraus, vielmehr eine ausgesprochene Eigenverantwortung und Mut, zu ihren Wünschen zu stehen.

Wie kann man es als Verrohung bezeichnen, wenn sich eine Frau ein Kind wünscht? Wenn sie dieses mit Liebe aufzieht? Deiner Meinung nach sollte sie besser im Zustand der erfolglosen Partnersuche alt werden um dann mit 40 verbittert zu sein? Ja? Wäre das die Alternative? Ist es das, was Du willst? Ich hoffe jetzt mal nicht, Du behauptest, Mitglied einer christlichen Kirche zu sein...
Spare Dir Deine wilden Phantasien besser für Deine Lebensplanung auf.
 
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  • #18
@#16 von 3/14
Die zentrale Frage der FS ist: Kann sie auf Verständnis hoffen? - NEIN, kann sie bei mir nicht.

Ob das Kind mit Liebe aufgezogen wird, will ich gerne hoffen und dem Kind von Herzen wünschen. Aus dem Thread geht nichts dergleichen hervor. Sie spricht nur von sich, dass sie glücklich ist. Ich hoffe nicht, dass das Baby für sie nur ein hübsche Accessoir ist - ein Stück Status ist es mit Sicherheit allemal.

Du schreibst mehrmals "wenn eine Frau sich ein Kind wünscht" - dann soll sie mit Mut und Eigenveranwortung sich den Wunsch erfüllen?! Gehen wir in demnächst in den Supermakt und kaufen uns Babies? Sollen Kinder frustriete, beziehungsunfähige Frauen mit Torschlußpanik therapieren? NEIN. NEIN. NEIN.

Wenn einen Frau nicht dazu fähig ist einen Partner zu gewinnen und eine Partnerschaft zu führen, dann sehe ich es so, dass sie auch nicht in der Lage ist ein Kind ordentlich großzuziehen. Frauen lassen sich trotzdem Kinder machen, und das nur weil sie es können. Und nur weil sie es für sich selbst tun = Egoismus.

Und nein, ich bin kein Kirchenmitglied. Wenn Frauen ab 40 ohne Partner und ohne Kinder verbittert sind, haben sie 20 Jahre etwas falsch gemacht. Noch einmal: Kinder sind nicht dafür da um frustriete, beziehungsunfähige Frauen mit Torschlußpanik therapieren.
 
  • #19
Richtig, #17 hat den Fokus wieder korrigiert. Es geht hier zentral um die Frage, ob eine Frau für ein derartiges Vorgehen auf Verständnis hoffen kann. Ich bin fest überzeugt, dass industrielle, ausländische Besamung mit gewollter Alleinerziehung nur bei sehr wenigen Menschen, also Frauen wie Männern, auf Verständnis treffen wird. Es ist in meinen Augen krank, gesellschaftlich falsch und emotional verwerflich, nicht erst einen Partner zu suchen, eine intakte Zweierbeziehung zu führen und darauf basierend dann den Kinderwunsch zu entwickeln.

Wer mit 33 schon wie im Zwang Torschlusspanik bekommt, sich industriell besamen lässt und sich ein Kind zulegt wie andere ein Auto, Hund oder sonstiges Statussymbol, mit dem stimmt in meinen Augen etwas nicht. Kinder sind keine Spielzeuge, um sich Wünsche zu erfüllen.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es viele Menschen gibt, die Samenbanken für Alleinerziehende in Ordnung finden.

Daher meine Antwort auf die Titelfrage: Nein, Du kannst nicht auf Verständnis hoffen. Nur wenige Ausnahmefälle werden Verständnis zeigen, die Mehrheit wird zu Recht den Kopf schütteln.
 
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  • #20
@FS: Ob du auf Verständnis hoffen kannst, hängt doch davon ab, inwieweit du deinem zukünftigen Partner erklären kannst, warum du das gemacht hast. Inwieweit du zu dem stehst, was du bist und wie du gehandelt hast.

Auf Verständnis könntest du meinerseits nach deiner konkreten Fragestellung nicht hoffen, und zwar im Besonderen weil du z.B. schreibst du hättest Lust auf eine Beziehung. Das klingt für mich (und das ist nur eine Vermutung/Assoziation) danach, als würdest du eben spontan handeln und lässt für mich den möglichen Schluss zu, dass du "damals" genauso spontan und radikal gehandelt hast. Das würde mich abschrecken. (Deshalb: Erkläre es deinem Partner. Lügen und Schwindeln lässt das Beziehungshaus auf Sand gebaut sein.)

Dennoch finde ich es definitiv FALSCH, @#15, der FS Egoismus vorzuwerfen und sie mehr oder minder zu beschimpfen. Zudem, der Absatz
"Es ist eine tiefe Mißachtung aller unserer Gesellschaftsnormen (...) ."
IST es das? Ist es dann nicht AUCH eine tiefe Mißachtung aller unserer Gesellschaftsnormen, wenn sich Väter aus der Vaterrolle komplett zurückziehen etc.?
Ist es nicht besonder auch eine Mißachtung aller Rechte des Kindes und seiner Würde, wenn es NICHT in liebenden Verhältnissen aufwächst, egal ob alleinerziehendes Elternteil oder beide oder Pflegefamilie, Heim...?

Pauschalisierungen und Polemik helfen niemandem. Weder der FS noch der Diskussionskultur des Forums.
 
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  • #21
Gottseidank, dass #17 mal so klare Worte spricht. Ich finde auch, es muss nicht auf Deibel komm raus ein Kind bekommen werden, nur weil die Mutter so egosistisch ist. Aber bei der einen mag es ja sein, dass sie nicht mit Kinderlosigkeit klar kommt - bei der anderen ist gar kein Kinderwunsch vorhanden. Sei es wie es will: Kinder sind nicht dazu da, eigene Defizite auszugleichen. Kinder sind kein Eigentum sondern von Anbeginn an eigenständige Persönlichkeiten. Man setzt keine Kinder in die Welt, um nicht mehr alleine zu sien oder um im Alter einen Kümmerer zu haben, sondern um ihnen das Bestmögliche mit auf den Lebensweg zu geben und sie frei zu lassen.
 
  • #22
@#19: Ich verstehe Deinen vorletzten Absatz nicht. Rechtfertigst Du ein Unrecht mit dem anderen? Lenkst Du nur ab?ß Was soll das? -- Natürlich sind Väter, die sich aus der Verantwortung stehlen, ein Ärgernis; natürlich wird durch Besamung die Würde des Kindes und das Recht auf Kenntnis des biologischen Vaters, das Recht auf eine intakte Familie, auf Vater und Mutter verletzt. Natürlich sollte jedes Kind in liebevollen, stabilen, intakten Verhältnissen aufwachsen. Industrielle Besamung ist bezüglich dieser Merkmale ganz weit unten. Also: Hast Du mir eher zugestimmt oder widersprochen? Ich komme nicht dahinter.
 
  • #23
Was bitte ist industrielle Besamung?
Ich denke, daß hier unpassende und schlichtweg falsche Worte dazu benützt werden, um die Fragestellerin negativ zu bewerten.

industriell würde bedeuten, daß der Vorgang an Stelle von Ärzten von Maschienen ausgeführt wird. Was für ein Unsinn!!! Auch durch das Wort Besamung wird versucht, die Fragestellerin zu diffamieren.

Ich bin immer wieder über solche Respektlosigkeiten entsetzt. Was möchte man damit bezwecken?

Es gibt Elternpaare die Kinder aus sehr viel übleren Gründen in die Welt setzen, als es die Fragestellerin getan hat.
 
  • #24
@#22: Ach was, "industriell" sollte hier nur andeuten, dass eben Unmengen Proben gewonnen, bewertet, präsentiert, gelagert und schließlich verwendet werden. Es wird mechanisch mit Geräten durchgeführt, was eigentlich im Liebesspiel erfolgen sollte. Das ist schon verdammt industriell und das ganze Verfahren überhaupt nur durch hohen Technikaufwand realisierbar.

Besamung und Samenbank sind ganz normale Begriff. Wenn sie auf Dich negativ wirken, dann solltest Du vielleicht auch Deine Einstellung dazu überdenken. Auf mich wirken sie auch negativ. Daher lehne ich Besamung ab.

Ich finde es einfach schauderhaft, einen Kinderwunsch zu haben, sich besamen zu lassen und gleich davon auszugehen, dass man alleinerziehend ein Kind haben wird -- ohne Vater, ohne Familie väterlicherseits, ohne Wurzeln.

Schöne neue Welt. Ein Grauen.
 
  • #25
@Frederika: <MOD>. Die Fragestellerin läßt sich nicht auf einem Förderband in Reihe befruchten. Was also soll diese Wortwahl? Vermutlich hat sich die FS mehr Gedanken um ihr Kind gemacht als ein Gutteil der Frauen in diesem Lande.

@17: Woraus leitest du ab, daß das Kind für die FS nur ein Accessoire ist? Ich kann das nicht nachvollziehen. Gilt das auch für andere Frauen mit Kinderwunsch? Die Fragestellerin ist weder frustriert noch beziehungsunfähig - ich finde es geradezu eine Frechheit, ihr dieses an den Hals zu dichten.
Es soll ja vorkommen, daß man sich mehrfach in die Falschen verliebt oder bei den Männern wenig Zuspruch findet. Oder Männer haben sie betrogen und verlassen. Ich finde es schon ziemlich weit hergeholt, die Frau für unglückliche Lebensumstände haftbar zu machen und ihr damit die Fähigkeit, eine liebevolle Mutter zu sein, abzusprechen.
Ich finde Dein Frauenbild gruselig.
 
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  • #26
Das Kind der FS wächst mit Sicherheit besser auf als einige Kinder aus zerstrittenen Beziehungen.
Ein Kind braucht Liebe und Geborgenheit, Dieses Kind bekommt beides.
Viele Kinder aus Beziehungen werden zu Kriegswerkzeugen zwischen den Eltern missbraucht, egal ob in Beziehung oder nach Trennung der Eltern.

Vielleicht schaut jeder mal im Bekanntenkreis ein bisschen genauer, wie die Kinder dort aufwachsen und wie sie behandelt werden.
Manches Kind wäre sicher froh, es hätte eine Mutter wie die Fragestellerin. Für manche Kinde wäre es ein Segen, keinen Vater zu haben als den jetzigen.

Liebe FS, Du bist in der glücklichen Position, ohne Druck einen Mann finden zu können.
Du brauchst keinen Befruchter, Du brauchst keinen Bezahler und Du brauchst keinen, der Dir Deine Einsamkeit erträglich macht.

Super Voraussetzungen für eine Partnerschaft aus Liebe, zusammenpassen und gleicher Wellenlänge.
Die 80 % Zweckbeziehungen, die nur zusammenbleiben, um das Haus abzubezahlen können nicht so glücklich werden wie Du.
Alles Gute und ich wünsche Dir einen Goldschatz als Mann und als Freund für Deine süsse Kleine.
 
  • #27
@#24: Frauen, die sich vorsätzlich und willentlich besamen lassen, um alleinerziehend ein Kind zu haben, tun dies weit überwiegend aus falschverstandenem Kinderwunsch und oft in Zusammenhang mit dem Kind als Luxusgut, Statussymbol oder ähnlichem. Sie "gönnen" sich regelrecht ein Kind. Sie erfüllen sich einen Wunsch. Das heiße ich einfach nicht gut.

In diesem Thread geht es doch gar nicht konkret um die Fragestellerin und ihre exakte Motive. Es geht darum, ob Männer, also potentielle Partner, Verständnis für Besamung ausbringen werden. Das bezweifle ich. Die Mehrheit wird kein Verständnis haben und sich für die exakten Motive auch gar nicht so interessieren. Die meisten werden schockiert sein, dass Geld allein reicht, um sich im Ausland künstlich befruchten zu lassen und vorsätzlich ein Kind alleinerziehend aufzuziehen, ihm den Vater und die Familie vorzuenthalten, quasi als Luxus- und Statussymbol, als "ich habe mir eben ein Kind gewünscht und wollte nicht mehr warten". Welcher Mann wird einen derartigen Egoismus gut finden? Fast alle wären lieber mit einer Frau zusammen, die basierend auf Liebe und Zuneigung mit IHM ein Kind bekommt.
 
  • #28
Ach so, noch ein Nachtrag meinerseits. Was mich persönlich zum Gruseln bringt ist die sichtbare Verwahrlosung von Kindern in manchen Familien. Dort werden die Kinder zwar zur Welt gebracht (keiner fragt unter welchen Umständen), aber dann wird sich weder mit ihnen beschäftigt noch erhalten sie das Maß auf Aufmerksamkeit, das Kinder benötigen, um gesund groß zu werden. Oft werden sie vor dem Fernseher/Computer geparkt und geistige Anregungen durch die Familie erfolgen nicht.
Mit Verlaub, das finde ich bedeutend schrecklicher als das Vorgehen der Fragestellerin.

Für mich käme eine Samenbank momentan nicht infrage, aber ich könnte mir vorstellen, daß manchen Männern die Samenbank lieber ist als die schattenhafte Existenz eines Kindesvaters.
 
  • #29
@#26: Ne, glaube ich nicht. Die Männer werden sich sagen: Erst kauft sie sich ein Kind, jetzt einen Mann. Geld kriegt alles, Liebe und Familie spielte keine Rolle. Das ist gruselig. Es spricht nichts dafür, dass das Anschaffen eines Mannes mit mehr Liebe verbunden sein wird als das Kaufen eines Kindes. Nichts anderes ist die in Deutschland VERBOTENE Besamung durch Fremdsperma. DFie Frau hat sich womöglich strafbar gemacht. So sieht es aus.

Schöne neue Welt. Retortenkinder und gekaufte Männer. Ein Grauen.
 
  • #30
@Frederika: Auch verheiratete / in Partnerschaft lebende Frauen haben einen Kinderwunsch. Ist der auch Egoismus? Zum Beispiel wenn der Mann ein Kind nicht ganz so dolle will wie die Frau? Wo ist da die Grenze zu ziehen?

@26: Danke für Dein Statement. Dem schließe ich mich an.
 
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