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Gast

  • #1

w36 unentschlossen beim Kinderwunsch

An manchen Tagen denke ich "zum Glück hast du keine Kinder und all die tausend Probleme die daraus resultieren" an anderen Tagen denke ich "es wäre schön mit meinem Partner, den ich liebe, ein Kind in die Welt zu setzen und eine Familie zu gründen".
Fragen an alle, die dieses Dilemma bereits hinter sich gelassen haben: Rücklickend, wie habt ihr Frauen euch entschieden, was war eure Entscheidungshilfe und aus welchen Gründen seid ihr mit dieser Entscheidung glücklich geworden oder auch nicht? Vielen Dank im Voraus für ein paar neue Perspektiven!
 
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Gast

  • #2
Ich bin jetzt 59 Jahre, stehe immer noch voll im Beruf und habe in jeder Hinsicht ein wirklich sehr erfülltes Leben. Ich habe 3 (jetzt erwachsene Kinder), die mir sehr gelungen sind. Alle Abitur, der älteste Sohn (27) schon fertig als Physiker, die beiden jüngeren noch im Studium. Es vergeht kein einziger Tag, an dem ich nicht voll Dankbarkeit, Liebe und Hingabe an meine 3 Kinder denke. Ich habe einen guten Kontakt zu ihnen, und sie lassen mich an ihrem Leben teilnehmen. Natürlich gab es in der Pubertät mal hier, mal da Probleme, die gelöst werden mussten. Aber NIE hätte ich mir ein Leben ohne meine 2 Söhne und meine Tochter vorstellen können! Diese Kinder sind das beste, was ich im Leben gemacht habe. Natürlich würde ich mich immer wieder für Kinder entscheiden.
 
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  • #3
Eine sehr gute Frage. Diese Frage stelle ich (w,36, nicht die FS) mir auch letzter Zeit oft.
 
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  • #4
Mir geht es auch so wie dir und sehe mehr die Probleme, die die Leute mit Kinder so haben. Und natürlich kenne ich einige AE mit zig Problemen und mit vielen Entbehrungen. Natürlich sieht es vielleicht viel später also im nach hinein, wenn die Kinder was geworden sind vielleicht anders aus. Ich jedenfalls entscheide mich nicht für Kinder, das steht bereits fest. Meine Erfüllung sehe ich wo anders, nicht durch die biologische Uhr in der Fortpflanzung bestimmt!
 
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  • #5
Liebe FS

dieses Thema verfolgt dich je nach deiner Lebenssituation solange
du Kinder bekommen kannst, nämlich bis 45 etwa. Damit meine ich:
mit jedem Mann in deinem Leben stellt sich die Frage neu. Es sei denn
er macht gleich klar er will nie welche. Die meisten sind da selbst vage. Es ist unfair aber wahr
dass Männer das etwas länger Herumdrucksen können als Frauen. Vom Sachverstand her müsste es umgekehrt sein weil Frauen länger gesund leben und folglich mehr Kinder erziehen könnten.
Als Frau kannst du das Thema Kind ja/nein nie abhaken, weil sich der Kinderwunsch
aus deiner Liebe zu einer bestimmten Person ergibt. Liebe aber ist nicht auf dem Reißbrett planbar. Während du von der erfüllenden Liebe träumst fliesst auch die Zeit. Zeit ist immer das Problem: es gibt nicht den optimalen Zeitpunkt. Höchstens teilen Mediziner mit, wann es biologisch weniger riskant wäre. Aber das hilft dir mit deiner Beziehung zu dem Mann noch nicht.
Einige Freundinnen kriegten Torschlusspanik. In Angst nimmt frau auch gern den der gerade kommt und sich nicht wehrt. Dabei wollten sie natürlich alles: eine erfüllende romantische Liebe, eine gute Partnerschaft und Kinder dazu. Bekommen haben sie --- Kinder.
 
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  • #6
Liebe FS,

wenn der passende Partner da ist, wird es Zeit, wenn es noch was werden soll.

Ich persönlich habe auf Kinder verzichtet, weil mein Partner keine wollte. Ich weiß, dass Kinder nicht nur eitel Freunde und Sonnenschein sind, dass es sehr anstrengend sein kann. Ich sehe um mich herum aber auch massenhaft Familien, die schlicht und einfach phantastisch sind, die innig verbunden sind und sich gegenseitig ungaublich viel Liebe, Zuneigung, Selbststärkung geben. Das klappt aber nur da, wo beide Partner das wirklich so wollten und das sind Ehen, die jetzt seit über 30 Jahren bestehen, teilweise sind schon Enkelkinder da.

Nach 20 Jahren ist meine Ehe dann doch gescheitert - ich hatte viel zu lange daran festgehalten. Jetzt stehe ich ziemlich allein da, zwar supergut verdienend - es gab ja keine Familienauszeiten, aber mittlerweile mit wenig Interesse, das Geld für irgendwelchen Firlefanz auszugeben, der die innere Leere nicht füllt. So wächst das Wertpapierdepot sukzessive an und es ist mir ziemlich egal. Ich hätte gern mit weniger Wohlstand, dafür aber mit Familie gelebt.
Um mich herum habe ich reichlich Frauen gesehen, die erfolgreich in ihren akademsichen Berufen tätig waren und trotzdem tolle Mütter waren. Durch ihre Jobs konnten sie sich trotzdem viel leisten, auch Hilfe im Haushalt und bei der Kinderbetreuung. Natürlich waren sie manchmal fertig, aber dafür ziehen sie jetzt aus ihrem Lebensglück reichlich Energie. Während ich am PC durch Foren streife, feiern sie Grillparties in ihren Gärten.
So sieht das dann mit Ende 50 aus. Übrigens sind um mich herum viele kinderlose Beziehungen ü45 gescheitert, während die Familien alle zusammengebleiben sind.
 
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  • #7
Liebe Fs,

ich hatte in mit 34 überhaupt erstmals einen Kinderwunsch, der entstand in einer Partnerschaft und war für mich nur genau mit diesem Mann vorstellbar. Leider zerbrach die Beziehung (nicht am Kinderwunsch).

Die nächste Beziehung war mit einem Mann, der auch Kinder wollte und auch mit ihm konnte ich es mir vorstellen. Nur kam dann sein knapp 6-jähriger Stiefsohn plötzlich dauerhaft zu uns. Durch diese Kleinfamilie habe ich erst realisiert, was es für Einschränkungen und Probleme macht, mit einem Kind zu leben. Und habe meinen Kinderwunsch begraben, weil ich merkte, dass ich zwar eine gute Mutter wäre, aber mich selbst unglücklich machen würde.

So richtig entspannt war ich aber erst ab Anfang 40, als klar war, dass ich zu alt für ein Kind bin. Ich habe mehrere Jahre lang gar keine Beziehung gesucht, weil der (ungute) Druck weg war, mir wegen Kinderwunsch noch "schnell" einen potentiellen Kindsvater als Partner zu nehmen, um die Option auf Kind offen zu halten.

Ich habe es bisher nie bereut, kein Kind zu haben. Ich führe ein unabhängiges, ausgefülltes (auch ohne Partner) und sehr zufriedenes Leben, bin im Beruf glücklich, kann viel reisen und mir fehlt ohne Kind absolut gar nichts. Im Gegenteil, ich bin wirklich froh, dass ich Keines bekommen habe.

Dir werden hier sicher viele Mütter schreiben "um Gottes Willen, ohne meine Kinder wäre ich todunglücklich!". Meine (mittlerweile alle alleinerziehenden) Freundinnen sagen auf die Frage, ob sie nochmal ein Kind bekommen würden, wenn sie vorher gewusst hätten, dass sie es alleine großziehen müssen: nein, dann hätten sie sicher nicht gewollt.

Ich würde an deiner Stelle Folgendes überlegen: ist dein Kinderwunsch so stark (und partnerunabhängig), dass du ein Baby bekommen würdest, auch wenn dich der Vater schon in der Schwangerschaft verlässt? Wenn ja, dann würde ich versuchen, es zu realisieren. Wenn nein, dann wirst du meiner Meinung nach auch ohne eigenes Kind glücklich werden.

w 52
 
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  • #8
Hallo :)
Zu # 4: So wie das hier von dir geschrieben steht, fragt man sich, ob man Pest oder Ebola eingekauft hat. Es sind Kinder. Kinder sind etwas wunderschönes.
Wir würden uns wohl kaum fortpflanzen, wenn der Wunsch in uns danach nicht stärker wäre als jede rationale Abwägung, ob man auch wirklich die nächsten 20 Jahre den Einen und seine Unterstützung hat. Kinderwunsch besteht oder eben nicht. Ich kann verstehen, wenn Mann und Sicherheit gewünscht ist - eine Garantie gibt es nie.
Und ja, wenn vielleicht alles in die Binsen gegangen ist, bleiben eventuell nur die eigenen Kinder. In denen man sich wiederfinden kann, die Unbeschwertheit der eigenen Kindheit mitlebt und die Zukunft gestaltet. Die Arbeit machen, in die tiefste Verzweiflung stürzen können und den letzten Nerv rauben. Und die größte Lebensaufgabe überhaupt sind.
Liebe Fragestellerin, ich kann verstehen, dass man für sich nicht sicher ja oder nein sagen kann.
Planen auch nicht. Sich vorstellen, wie es wird, auch nicht. Natürlich sind manche Umstände schöner, einfacher etc. Aber es geht nicht immer alles nach Plan. Wer gibt die Garantie, dass das alles morgen oder in 10 Jahren auch noch so ist? Keiner.
Alle Eltern meines Freundeskreises sind glücklich, manchmal gestresst, aber sie möchten ihre Kinder nicht missen. Viele kinderlose ältereFreunde erwähnen doch ab und an, dass ihnen ein bischen was fehlt. Leben, Trubel, feste. Familie.

Ich habe mit 32 gesagt bekommen, es wird schwierig, Kinder zu bekommen. Zuvor war ich völlig unbedarft im karrieremodus. War ja zeit noch darüber nachzudenken. Und ja, ich habe es mit zunehmendem Alter auch kritischer gesehen, ob es noch in mein Leben passt, jobeinschränkung, Partner etc. Aber es war ein Schock. Ich habe es dann Hau Ruck versucht zu erzwingen mit falschem Partner, ohne, unter falschen Vorraussetzungen. Gut, dass es nicht geklappt hat.
Mit 35 sehe ich es unverkrampfter, ich habe meinen Mann gefunden und wir wollen es gemeinsam versuchen. Aus Liebe, weil wir uns wünschen eine Familie zu werden.
Es wird viele geben, die Dir sagen, wie erfüllt ein Leben ohne Kinder ist.
Mein Beruf, meine Hobbies werden das nicht abdecken im Alter. Ich möchte nicht alleine zwischen Präsentationen sitzen und mir die Enkel der anderen ausleihen, wenn ich etwas 'Lebendigkeit' brauche. (und bevor jemand erklärt, dass Kinder nicht dazu da sind, manche keine Bindung zu den Eltern haben, usw.ja.) Aber vielleicht nicht der Normalfall.) es ist ein Abenteuer und eine Herausforderung. Und -hoffentlich- aus Liebe entstanden.

Wenn ein Teil in Dir sich Kinder vorstellen kann, nimm Dir nicht die Chance vor lauter rationalen Überlegungen. Ja, man sollte Kindern ein stabiles Umfeld im Idealfall als Familie geben können-
Aber wie viele hätten wir, wenn es nur darum ginge?
Ich glaube nicht, dass jemand es zutiefst bereut, wenn es mal nicht so einfach läuft.
Kinder sind ein Geschenk und können das Leben bereichern wie nur wenig anderes.
 
  • #9
Mein Vorbild war damals eine Freundin, die eine tolle Tochter hatte und alleinerziehend (trotzdem) ein sehr glückliches Leben mit ihr führte. Ich wußte also, selbst wenn die Beziehung mit dem Kindsvater schiefgehen sollte (das war meine größte Befürchtung und sie trat auch ein), mein aktives, selbstbestimmtes Leben ist danach nicht zu Ende.
Mit 35 solltest du dich der Entscheidung bald stellen. Die Fruchtbarkeit nimmt rapide ab und die Nebenwirkungen diverser Behandlungen sind nicht ohne.
Ja, das Leben mit Kindern ist schwieriger als ohne. Gleichzeitig tritt man aber in eine andere Erfahrungs-und Reifestufe ein, die durch nichts ersetzt werden kann. Mit meiner Biografie und meinem Wesen wäre ich für No Kids prädestiniert gewesen. Ich bin rückblickend immer wieder glücklich über die fast leichtsinnig getroffene Entscheidung im Alter von 22 Jahren. Denn meine Tochter war ein Wunschkind von uns beiden.

Gut, ich bin weder als Technogirl durch die Berliner Clubs gezogen, noch habe ich halbe Jahre im Ausland gelebt. Ich hatte meine Firma und die Familie. Wenn ich kinderlose Frauen meines Alters mit ähnlicher Biografie sehe, die hatten weder mehr Geld noch mehr Lebensfreude als ich. Die haben genauso viel gearbeitet und wenn sie Glück haben, haben sie einen Partner. Mehr nicht. Ich freue mich auf Enkelkinder und habe kürzlich die Bachelorarbeit meiner Tochter mit betreut. Für mich sind das wertvolle Dinge.

Ich würde das mit der Entscheidung vergleichen, ob man Karriere macht oder lieber doch bei einem ruhigen Job bleibt. Karriere ist anstrengend, projektions- und erwartungsbeladen, man kann viel falsch machen und auch auf die Nase fallen, aber man hat etwas erreicht für sich und andere. Keine Karriere ist keine Garantie dafür, dass der ganz sorgfältig im Zaum gehaltene Beruf nicht um die 50 versackt und sich nichts neues auftut.
Aber ich mag den bequemen Weg ohnehin nicht, ich finde Vermeidung langweilig.
 
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  • #10
Liebe Fragestellerin

Ich denke, da musst du ganz auf dein Herz hören. Entweder man hat einen Kinderwunsch oder eben nicht. Ich selbst (w,39,verh.) war mir auch lange nicht sicher. Mit 30 hab ich mir gesagt: Ich lasse es einfach auf mich zukommen. Mit 35 - immer noch kein Kinderwunsch. 36 - immer noch nicht. Inzwischen bin ich 39 und kein Kinderwunsch weit und breit. Hätte also nicht sein sollen. Ich mache keine Karriere, habe mich auch gegen Karriere entschieden, sondern genieße meine Hobbys, habe einen Job, der mir viel Spaß macht, das Gehalt ist auch gut, die work-life-balance stimmt, so dass man auch dem einen oder anderen Hobby nachgehen kann. Mein Mann sieht es glücklicherweise genau so. Double income, no kids (DinKis).

Es kommt aber wirklich ganz auf den Typ Menschen drauf an. Ich selbst hätte mir nie vorstellen können, Beruf, Hobbys und Kinder wuppen zu können, wäre mir deutlich zu viel Stress. Ich genieße viel Freizeit, viel Sport, habe andere Ziele im Leben.

Aber es muss schlussendlich für DICH stimmen. Wollte mich als DinKi einfach mal zu Wort melden, damit du, liebe Fragstellerin, beide Seiten siehst. :)
 
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Gast

  • #11
Die meisten unterschätzen das Abenteuer Kinder einfach in jeglicher Hinsicht total. Ich bin Psychiater in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie und erlebe jeden Tag was auch bei Millionärskindern alles so falsch läuft. Auffällig ist wie die Familien die glückliche Fassade ihrer Umwelt gegenüber um jeden Preis aufrechterhalten.

Meistens eskaliert es immer noch wegem dem lieben Geld und weil die Kinder ggf. genau da durch extrem verzogen werden. Von daher meine Empfehlung: Erst Geld verdienen, dann Kinder aufziehen. Die Kinder sollten aber dennoch möglichst realitätsnah aufwachsen, soll heißen ein einjähriger Aufenthalt in Australien für 35k Euro und der jährliche Malediven Urlaub sind zwar nett, aber das will dann jedes Kind dauehaft und die Ansprüche wachsen immer mehr bis es irgendwann zu viel wird.

Wenn sich kein richtiger Partner finden lässt sei gesagt man kann auch ohne Kinder absolut glücklich sein. Ich und meine Frau wollen zum Beispiel keine weil wir unsere Freiheit lieben.

m / 34
 
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  • #12
Mir geht es auch so wie dir und sehe mehr die Probleme, die die Leute mit Kinder so haben. Und natürlich kenne ich einige AE mit zig Problemen und mit vielen Entbehrungen.
Also ich antworte jetzt mal als AE mit 2 kleinen Kindern.
Ich habe studiert, bin Ärztin, habe 2 kleine Kinder und bin seit 2 Jahren getrennt von meinem Mann, was ich mir im Leben nie hätte vorstellen können - ICH(!) alleinerziehend - das passiert doch nur anderen,... denen, die nicht kämpfen wollen für ihre Beziehung, die nicht mal schwierige Zeiten durchstehen können - ... alleinerziehend - das hörte sich für mich nach HArtzIV und Sozialwohnung an, nach Entbehrungen und zu Tode arbeiten.
Ist aber nicht so! :) Beziehungen können halten oder auseinandergehen - dafür gibt es keine Garantie.
Kinder sind anstrengend, aber es ist auch schön mit ihnen.
Ja, das Leben ändert sich, aber für mache fängt es dann auch erst richtig an.
Mit Kindern ist es lustiger, lauter, manchmal chaotischer, aber nie langweilig.
Und ja, man kann trotzdem schöne Urlaube machen, man kann trotzdem noch Mädelsabende haben, ich kann sogar als Alleinerziehende am WE machen, was ich will - von Wellness über Dates oder Party, ein nettes Essen oder mich ganz in die Arbeit stürzen.
Man kann trotzdem abends gemütlich ein Bad nehmen, seinen Wein trinken, mit seinem Liebsten den Abend ausklingen lassen...

Und ganz wichtig: Alle erzählen einem, wenn man keine Kinder hat, was man doch alles entbehren wird, wie hart es sein kann und dass man ja keinen Freiraum mehr hat.
Aber von der vollkommenen Liebe, die einen übermannt, wenn man sein eigenes Würmchen in Armen hält, von dem Glück und der Faszination dieses perfekten Wesens erzählt einem niemand.
Ich liebe nichts und niemanden so sehr wie meine Kinder, auch wenn ich keine Übermutter bin und gerade schwer verknallt bin in einen neuen Mann.

Aber keine Kinder gehabt zu haben, keine Schwangerschaft erlebt zu haben, keine Geburt, keine kleinen Füße, die über den Flur tappen und kein "ich hab dich soooooooo lieb!" (Arme in die Luft!)
- das würde ich nicht gegen ein paar coole Reisen eintauschen wollen.

Ich hab ne schicke Wohnung, ein großes Auto und nicht zu wenig Geld.
Klar. Mit dem Vater zusammen wäre es einfacher, aber die angeblichen Entbehrungen hat man höchstens, wenn man nen Vollpfosten zum Mann hat, der gar nicht mit anpackt.
Freiheit lieben? Naja... Spontaneität bleibt etwas auf der Strecke - aber solange man keine Extremsportarten am Himalaja macht, kann man auch seinen Hobbies weiterhin frönen. Und die Kiddies haben wir in jeden Urlaub mitgenommen - muss ja nicht unbedingt in den ersten Jahren gleich ein 14-h-lug sein - aber auch das ist handlebar.
 
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  • #13
Liebe FS

gib der Entscheidung Zeit auch wenn du sie ja durch Zurufe angeblich nicht mehr hast.
Je nach deiner persönlichen Lebenssituation kann der Punkt kommen wo die die erste Chance beim Schopf packen solltest. Das wichtigste beim Kinderwunsch ist der männliche Partner. Es gibt zwar die Mär das ginge auch alles allein, Frauen wuppen das, etc. Ich würde mir das aber gut überlegen denn wir reden hier von satten 20 Jahren Erziehung Minderjähriger. Wie sicher ist dein Job ? Wird der demnächst ins Ausland verlagert oder wegrationalisiert ? Wie steht dein Arbeitgeber dazu, wird das gern gesehen oder bist damit für alle Zeiten in der Teilzeitfalle ? Ist eine Selbständigkeit möglich ? Viele meiner Freundinnen können nur so ihre Kinderwünsche akzeptabel realisieren. Dass es mit Kindern lustiger sei bezweifelt ja niemand. Aber du suchst ja nichts gegen Langeweile sondern deinen Lebenssinn, und ich meine eben ein Kind bekommst du nicht einfach mal so zwischendurch weil dir gerade nichts Besseres einfällt sondern um der Liebe zu einem ganz bestimmten Menschen gerecht zu werden. Wenn dieser Mann noch gar nicht da ist brauchst du eigentlich nicht grübeln.
 
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  • #14
Mein langjähriger Partner wollte kein Kind und ich habe mich dann getrennt und mit meinem jetzigen Mann ein Kind und möchte gerne noch ein oder mehrere weitere. Mein Baby ist nun 1/2 Jahr, die SS war ganz ok eigentlic ausser dass mir am Anfang öfters schlecht war. Die Geburt und die ersten 2-3 Wochen waren anstrengend. Aber jetzt muss ich sagen gibt es nichts schöneres. Wichtig ist Kontakt zu anderen Müttern, den ich leider gerade nicht habe weil wir umgezogen sind. Ein Kind gibt einem sehr sehr viel und ich kann garnicht nachvollziehen, dass andere Mütter so klagen. Allerdings ist das drumherum, also Haushalt und co. auf Dauer nicht erfüllend und unterfordert , zudem bringt es keine Wertschätzung. Das ist die nicht so schöne Seite.
 
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  • #15
Du bist das Beste, was mir je passiert ist......das sage ich gerne zu meinem Sohn, 17 Jahre alt. Ich liebe es heute noch, wenn er mich ruft: Mami :)
Ich möchte nicht ohne ihn sein, obschon ich ihn manchmal mit der Sputnik ins All schiessen könnte. Diese Momente sind aber selten und auch sehr stark von meiner Laune abhängig. Ist nicht nur immer er schuld.

War auch AE die letzten 7 Jahre. Finde es schade, hat unsere Familie nicht zusammen "überlebt" aber naja. Ich habe einen gut bezahlten Job und bekam ein bisschen finanzielle Unterstützung von meinem Exmann.
Schöne Wohnung, 2 - 3 mal Ferien pro Jahr, Auto, Freizeitvergnügen. Alles ist dringelegen.

Alle meine Freundinnen haben interessanterweise keine Kinder (sind zwischen 41 und 48 Jahre alt) und im innersten vermisst jede ein eigenes Kind.

Go for it, sage ich immer gerne den jüngeren Frauen in meinem Bekanntenkreis. Müssen ja nicht gleich 4 Kids sein.
 
  • #16
Ich braucht keine Entscheidungshilfe, mir war immer klar, ich will Kinder. Ich finde es schon erstaunlich, dass Du das mit 36 immer noch nicht weißt. Ich hätte auch Kinder ohne einen Partner bekommen. w52
 
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  • #17
Hier die FS:

Vielen Dank für Eure zahlreichen interessanten Beiträge, die alle bei unserer Entscheidung mitgetragen haben. Nach langen Gesprächen haben mein Partner und ich den für uns passenden Entschluss getroffen. In ein paar Jahren werde ich mich hier wieder zu Wort melden und berichten, ob es die richtige Entscheidung war. Nochmals ein herzliches Dankeschön!