• #1

Während unklarer Beziehung jemanden kennengelernt ...

Liebe Runde,

ich denke gerade viel nach und versuche meine Gedanken zu meiner Konstellation mal kurz zu fassen:

Seit ein paar Jahren treffe ich mich immer mal wieder an einem Wochenende mit einer Frau (ich nenne sie x), die ich irgendwie mag. Wir haben unsere "Beziehung" nie definiert – dazu muss ich sagen, dass sie auf dem Autismus-Spektrum ist. Durch eine private Situation (Job-Verlust bei ihr, Corona, ...) ist das im vergangenen Jahr häufiger geworden, aber seit letztem Jahr fühlt es sich für mich wie eine Bruder- oder WG-Beziehung an (sehr selten Sex; bin so Helfer und Unterstützer, muss alles machen und alles kommt von mir z. B. Ausflüge, weil ihr eigentlich alles schnell zu viel ist – das war auch vorher schon so, eben mit dem Autismus, ist für mich auch interessant, aber es bringt mich auch zum nachdenken). Ich weiß nicht, was diese Beziehung ist oder sein kann – über eine Zukunft reden geht im Prinzip nicht, oder es rede nur ich, nun ja ...

Nun habe ich im letzten Jahr auch die Beziehung zu einer anderen Frau (ich nenne sie hier mal y) intensiviert; daraus ist so eine bemerkenswerte Freundschaft geworden, die mich total fasziniert. Wir haben so tolle Gespräche, necken uns und diese Verbindung ist irre angenehm – ich fühle mich irgendwie gesehen, als Mann – mit all meinen Macken, und es ist entspannt. Zugegeben: Ich hatte schon sexuelle Fantasien mit ihr, als wir uns einfach nur so freundschaftlich neckten und so, anzüglich bin ich mit allen seht guten Freundschaften, aber ggf. war es da schon flirten.

Nun ist da ein Zwiespalt in mir, merkte auch y und ich habe ihr von diesem Unklaren/Unterstützenden mit x erzählt. Ich hatte so Schiss, bin ich dabei, mehr von y zu wollen, während ich ja aber eigentlich für x da sein muss? Ich hatte totale Angst, dass y den Kontakt abbricht, weil sie vielleicht Erwartungen hätte oder so – ich würde sie nicht als Freundin verlieren wollen. Aber das Gespräch hat unsere Nähe verstärkt. Viele Wochen später haben wir uns geküsst, was schon oft in der Luft lag, und mehr, es funkt einfach immer wieder neu.

Ich habe schon immer mal darüber nachgedacht, mit x einfach befreundet zu sein, aber ich habe Hemmungen, sie in dieser Situation "zu verlassen". Auch habe ich x nicht von y erzählt – so etwas ist für sie einfach unverständlich ist, weiß ich.

Y und ich haben uns ausgesprochen, und wir wollen einander weiter kennenlernen, auch sexuell, schauen, wohin es führt. obwohl wir beide recht viel Freiraum brauchen, haben wir da diese spontane Verbindlichkeit und dieses Vertrauen – obwohl die Situation für mich irgendwie kompliziert ist, ist sie es nicht mit y, das genieße ich, aber manchmal frage ich mich, ob ich nicht total egostisch bin und ja, manchmal habe ich mir schon gewünscht, y zu einem anderen Zeitpunkt kennengelernt zu haben … aber vielleicht ist das nur ein Druck, in ein „monogames“ Bild zu passen?

Ich wollte hier von Euch mal so hören, wie ihr das seht? Tut mir leid, dass es so lang und wirr ist.
 
  • #2
Ganz einfach, du lebst im Zwiespalt mit dir, weißt nicht, was du willst, möchtest gleichzeitig auf zwei Hochzeiten tanzen, beiden es recht zu machen, das geht nicht, du musst dich entscheiden und die Karten auf den Tisch legen, ich habe den Eindruck, dass keine von beiden für dich als Partnerin in Frage kommt!
 
  • #3
Ich sehe es so, dass du in y verknallt bist/auf sie stehst und einfach ein schlechtes Gewissen hast, weil du x schon so lange kennst und sie schätzt und ihr freundschaftlich verbunden seid, und ja, auch weil sie ihren Job verloren hat und vielleicht gerade in einer nicht so leichten Lage ist, da kommst du dir gemein vor, wenn du sie gerade jetzt "verlässt". Trotzdem denke ich, dass wenn du ganz ehrlich zu dir bist, du momentan viel mehr von y fasziniert und angetan bist, das ist gerade aufregend und hat Potential für die Zukunft, mit x drehst du dich im Kreis alter Gewohnheiten und die Beziehung entwickelt sich nicht (mehr), bei x fühlst du dich als Freund und Helfer, bei y als Mann und Liebhaber, von x fühlst du dich ausgenutzt, von y herausgefordert, x macht dich müde, y wach, neugierig und aufgeregt? Vielleicht kriegst du es ja irgendwie hin, dass du mit x weiterhin eine gute Freundschaft führen und gleichzeitig eine Affäre/Beziehung etc. mit y beginnen kannst. Falls das mit y gelingt, wird der Kontakt zu x wahrscheinlich im Laufe der Zeit nach und nach weniger werden. Aber es ist doch auch doof, wenn du eigentlich gerne was mit y anfangen willst, aber nur "um der guten alten Zeiten willen" und aus Schuld- und Verpflichtungsgefühlen bei x bleibst. Es ist dein Leben, du hast nur eines und solltest es so gestalten, dass du dich wohlfühlst und du glücklich bist. Letztendlich schuldest du niemandem was. Frag dich doch anhand von ein paar Beispielen selbst: Wen würdest du am Wochenende lieber treffen, mit wem telefonieren/essen gehen/Sex haben/quatschen/Urlaub machen? x oder y? Auf welche Verabredung freust du dich mehr? Weißt du, ich hatte gerade vorhin ein Neo-Testschwimmen, dort konnte sich ein Mann zwischen zwei Modellen nicht entscheiden, weil beide irgendwie ganz gut waren. Da meinte der Berater (und das war wirklich ein guter Trick/Test): Stell dir vor, es ist der Tag, auf den es ankommt, du stehst vor deinem Schrank und da hängen beide. Zu welchem greifst du? Es kann da um ein halbes Prozent gehen, ein subtiles Bauchgefühl. Versetze auch du dich in die Situation: Wenn du dich jetzt wirklich entscheiden müsstest -- welche ist es, mit welcher fühlst du dich besser? Höre auf dein Bauchgefühl/Herz/deine Intuition. Und sei ehrlich zu dir selbst und steh zu dir. Es ist nicht verwerflich, sich in eine andere Person zu verlieben und Gewohntes zu verändern. Das ist einfach das Leben, Veränderung gehört dazu.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4
Du sollst deine Beziehung zu x definieren. Es ist eine Freundschaft und die Erkenntnis soll ausgesprochen werden. Danach kannst Du dich auf y ( eine komische Bezeichnung für eine Frau) einlassen und schauen wohin es sich entwickelt.
 
  • #5
Wirr, naja, man muss es halt zweimal lesen 😅

Ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit Autismus aber wir haben hier ja User, die sich hier besser auskennen.

Was mir auffällt ist

Während ich ja aber eigentlich für x da sein muss?

Du musst gar nichts.
Du schiebst Dich da in die Rolle des Helfers und Unterstützers.
Du kannst jeder Zeit gehen.
Fair und verständlich.

mit x einfach befreundet zu sein, aber ich habe Hemmungen, sie in dieser Situation "zu verlassen".

Du begibst Dich in die Helferposituon. Das ist nicht hilfreich.
Du bist für Ihre Situation nicht verantwortlich.

Ich weiß nicht wie ein autistischer Mensch damit umgeht, aber Menschen kommen und gehen nun einmal.
 
  • #6
X sieht sich in einer Beziehung, Du bist ihr Partner und übernimmst freiwillig die Rolle, des regelnden, organisierenden Part. Es belastet Dich zunehmend, auch weil x nicht belastbar ist. Du hast dich bewusst umgeschaut und y kennengelernt, da ein Defizit in Deiner Beziehung. Y regelt ihre Dinge allein, belastet dich nicht, meldet sich aktiv und mit ihr ist ein unkompliziertes Kennenlernen. Du warst von x fasziniert, weil sie keine Zukunft forcierte, sie unselbstständig und abhängig ist, sie dir auch deinen Freiraum zugesteht, bis sie zum „Problembär“ mutierte und du hast darauf keine Lust mehr. Deine Gefühle sind zu ihr nicht mehr vorhanden, sondern WG, familär. Y willst du, weil sie ohne den ganzen klärenden Ballast daher kommt und so kannst du bei ihr entspannen, dich wohlfühlen, Späße machen. Sie gibt dir ebenso Freiraum, zieht dich nicht zur Klärung in ihr Leben, ihr seid ja kein Paar. Jetzt hat sie dir das Okay gegeben, zu einem weiteren Kennenlernen, trotz das Du in Beziehung bist, „Affäre“, könnte man sagen. Im Grunde solltest du mit x Schluss machen, und auch nicht mehr freundschaftlich verkehren (sie würde, wenn verliebt, sich um dich bemühen, oder dich noch mehr einbinden, vlt mit Schuldgefühlen kommen); so kann/muss sie wieder wie die Jahre zuvor ihre Probleme allein bewältigen und von anderer Stelle sich Hilfe organisieren. Wird sie schaffen, ohne Dich. Y könntest du frei unbeschwert kennenlernen, ohne Ausreden fürs geplante Fremdgehen und ohne Schuldgefühle, ohne das sie sich jetzt stark bemüht, dich x auszuspannen und Du Dich auf y mehr konzentrieren, weil x nicht in deinem Kopf herumschwirrt mit deinen Gewissenbissen, aber auch ohne, dass x dein Backup ist, falls es mit y doch nicht wird, und auch ohne Druck für x, ja besonders nett zu dir zu sein, weil sie dir beweisen will, die Bessere für Dich zu sein. Denn das wird bei Euch die Krux, Du bekommst y nicht ganz authentisch, mit x im Hintergrund.
Aber sei ehrlich, was willst Du von einer WE-Beziehung, die du selten siehst und dann noch ihre Probleme klärst? Was gibt dir noch der Kontakt zu x? Du fühlst Dich doch jetzt nicht mehr wohl, von ihr so gebraucht zu werden und wenn dann sollte es schon regelmäßig Sex geben. Mit x ist die Luft raus, aber du ihr wichtig, und y bemüht sich, weil sie dich für gewinnen möchte. Du spielst beide gegeneinander aus. Wenn es „keine“ Beziehung zu x ist, sie gefühlt unerreichbar und passiv bleibt, dann trenne dich sauber, weil sie dich nicht mehr glücklich macht und es dich zunehmend nervt. Ist doch jetzt schon ein totes Pferd, sie wird sich nicht um 180 Grad drehen. Kümmere dich mehr um deine Angelegenheiten, wenn du nicht ausgelastet bist. Wenn es y auch nicht ist, sondern nur Ablenkung & Sexausgleich von deiner Fernbez. zu x, dann trenne dich von beiden und suche dir z. Man muss nur den Arsch in der Hose haben, Schluss zu machen, dafür brauchst du dann nicht eure Beziehung ausflüchtig, als Keine-(richtige)-Beziehung labeln.
 
  • #7
Ich weiß jetzt nicht, wo das Problem ist. Mit x hast Du keinen Sex mehr, bist nur mehr ihr Helfer und Kummerkasten. Das kann so bleiben, y weiß ja Bescheid und akzeptiert die Situation.
x würde für eine richtige Beziehung sowieso nie in Frage kommen, da Du von ihr nicht gesehen wirst, wie Du es ausdrückst.
ErwinM, 52
 
  • #8
Nun ja, du hast was halbgares mit X und du hast was halbgares mit Y. Wenn beide Frauen Autos wären, für die du dich entscheiden müsstest - würdest du beide Autos kaufen, nur eins oder gar keins?..
Die Sache ist die - du machst beiden Frauen was vor und vor allem dir selber. Finde raus, WARUM du dich mit beiden Frauen triffst, dann weisst du die Antwort.
 
  • #9
Man sucht sich eine Partnerin, mit der es eine Aussicht auf Beziehung gibt. Das klingt nach y. Und ich würde an Deiner Stelle eine klare Entscheidung treffen.
 
  • #10
Du musst eben mal Mumm beweisen und die Beziehung zu äh....X beenden.
Davor hast du einfach Schiss.
Es spielt keine Rolle in welcher Situation sie ist.
Sie ist eine erwachsene Frau und du nicht ihr Betreuer.
Befreie dich von deinen selbst auferlegten Ketten und geh in die Vollen mit Y.
Das Beenden einer Beziehung kann dir hier keiner abnehmen.
Das musst du schon selbst auf die Reihe bringen.
Ob da nun noch Sex ist, oder nicht, oder die Frau Hilfe braucht, oder nicht, sind alles Ausreden dafür, dass du nicht reinen Tisch machst.
Zieh das Pflaster ab mit einem Ruck und gut ist.
Du hast eine Frau kennengelernt. Du siehst keine Zukunft mit der bisherigen Freundschaft.
Das ist die Begründung. Bämsi.

ich fühle mich irgendwie gesehen, als Mann – mit all meinen Macken
Ach Gottchen. Ist gut. Spar dir doch dieses Gesülze und sei nicht nur Mann, sondern auch Macher.
Einmal im Leben die Konfrontation suchen, anstatt zu vermeiden, würde dir als Mann gut stehen.
Und da brauchst du keine tausenden Begründungen. Es ist wie es ist, ohne dass jemand "Schuld" haben muss, oder sich schuldig fühlen muss.
Sollten Vorwürfe kommen, dann kommen sie eben.
Das musst du dir ja nicht zu eigen machen.
Wenn geheult wird, gehört auch das dazu.
Die Alternative ist, ewig weiter in diesem sinnlosen Zwiespalt zu verbringen. Das macht es letztendlich nur noch schlimmer.
 
  • #11
während ich ja aber eigentlich für x da sein muss?

Du musst gar nichts.
Du schiebst Dich da in die Rolle des Helfers und Unterstützers.
Du kannst jeder Zeit gehen.
Fair und verständlich.
Da muss ich @Kimi 48 zustimmen. Ich rechne dir natürlich hoch an, dass du dich so sehr um sie kümmerst. Trotzdem bist du kein Psychologe. Außerdem ist es unfair Y gegenüber.

Wie würdest du dich fühlen wenn Y bzw auch X auf 2 Hochzeiten tanzen würde?
 
  • #12
Bei der Bezeichnung "X Y" kam mir komischerweise "08/15" in den Sinn...
Wie äußert sich denn der Autismus?
Heute wird diese Krankheit - auch das Asperger-Syndrom leider oft für alle möglichen Defizite (meist im Sozial-Verhalten) missbraucht.
Unabhängig davon stimme ich mit den meisten vorausgegangenen Zitaten überein. Insbesondere musst Du erst mal mit Dir selbst im Reinen sein ("S-Werte" von Insp.M), um eine klare Entscheidung treffen zu können.
 
  • #13
Vielen Dank für die Antworten – ja, es ist schon so, wie viele von Euch schreiben; ich antworte mal nach und nach:
ich habe den Eindruck, dass keine von beiden für dich als Partnerin in Frage kommt!
Woran machst Du das fest?
Aber es ist doch auch doof, wenn du eigentlich gerne was mit y anfangen willst, aber nur "um der guten alten Zeiten willen" und aus Schuld- und Verpflichtungsgefühlen bei x bleibst.
Alles was Du schreibst, trifft es sehr gut. Und ja, wahrscheinlich muss ich irgendwie lernen, diese Verpflichtungsgefühle mehr zu hinterfragen; ich bin halt irgendwie oft helfend und unterstützend, auch bei meinen Freunden und ist ja auch gut so, aber in dieser Beziehung zu x (ich hätte auch a und b nehmen können) ist es halt mit so einem Erwartungsdruck – hatte da schon das ganze letzte Jahr über das Gefühl, zu kurz zu kommen.
Du sollst deine Beziehung zu x definieren. Es ist eine Freundschaft und die Erkenntnis soll ausgesprochen werden. Danach kannst Du dich auf y ( eine komische Bezeichnung für eine Frau) einlassen und schauen wohin es sich entwickelt.
Ja, ich frage mich halt, wie mir das am besten gelingt mit x, weil ich eben weiß und immer merke, dass vieles Zwischenmenschliche, was nicht so sachlich zu erfassen ist, ihr einfach nicht klar ist und das Undefinierte von Anfang an, was ja auch mit einer Freiheit einhergeht, macht es auch schwierig für mich. Oder denke ich zu viel nach, was für x gut wäre, statt für mich?
Du musst gar nichts.
Du schiebst Dich da in die Rolle des Helfers und Unterstützers.
Du kannst jeder Zeit gehen.
Fair und verständlich.
Ja, es ist so gewohnt und normalerweise auch nicht problematisch, weil eben keine Erwartung da ist z. B. bei Freunden, dass etwas dann immer so sein muss – zu bestimmten Zeiten, Tagen, in bestimmter Form. Ich denke, mit dem Autismus besteht da halt dieser Bedarf nach Struktur und das diese nicht verändert wird. Aber ich denke mir auch so, vielleicht bin ich ja da viel zu vorsichtig.
Du bekommst y nicht ganz authentisch, mit x im Hintergrund.
Genau das will ich ja nicht, weil die ganze Kommunikation mit y eben so offen und ehrlich und ungezwungen ist. Ich hab allerdings schon einmal mit dem Gedanken gespielt, ob nicht eine Beziehung mit uns irgendwie zu dritt funktionieren kann oder ob solche Zweierbeziehungen überhaupt was für mich sind, aber ich denke, dass scheitert an der Kommunikation, denn mit x kann ich nicht mal annähernd von anderen erzählen, und außerdem kann ich mir schon vorstellen, einfach mit y in einer Beziehung zu sein – eigentlich sind wir das ja auch schon und es ist auch mehr als Sex, so richtig Schuldgefühle ggü. x hab ich gar nicht, eher dieses Pflichtgefühl.
 
  • #14
Mit x hast Du keinen Sex mehr, bist nur mehr ihr Helfer und Kummerkasten. Das kann so bleiben, y weiß ja Bescheid und akzeptiert die Situation.
Wahrscheinlich hatte ich irgendwie den Wunsch, dass x einmal etwas von y haben könnte, wenn wir uns weiter kennen und in Beziehung sind, auch z. B. was Unternehmungen angeht, Gesprächsthemen, aber eben auch Sex, den ich schlicht gern auch vielfältig mit einer Person habe. Andererseits fasziniert mich ja x und ich habe von ihr auch viel mitbekommen und sehe einige Dinge nun auch anders, was ich mir auch nie hätte vorstellen können. Aber vielleicht ist's das eben einfach, stimmt schon.
Finde raus, WARUM du dich mit beiden Frauen triffst, dann weisst du die Antwort.
Auch wenn das ggf. kein Grund ist: Ich helfe der einen (x) und mag auch die Gegenwart, auch wenn es sehr gleichförmig ist, aber eben auch vertraut,. Bei der anderen (y) hat es sich so entwickelt von sporadischer Bekanntschaft zu Freundschaft, in einer Phase, wo ich gar nicht so recht im Reinen mit mir bin, aber das Gefühl habe, es jetzt zu kommen und in dieser Zeit ist mir y sehr wichtig geworden.
Man sucht sich eine Partnerin, mit der es eine Aussicht auf Beziehung gibt. Das klingt nach y. Und ich würde an Deiner Stelle eine klare Entscheidung treffen.
Okay, das klingt halt sehr monogam :)
Hab ich, so drastisch wie Du, das wär ich gern manchmal schon gewesen.
Vielleicht beschäftigen mich gerade zu viele Dinge, auch eigene Gesundheit und so und ich befürchte, dass es zu viel auf einmal ist, wenn ich irgendwie alles durcheinander werfe oder so. Über so was grüble ich dann manhcmal.
Da muss ich @Kimi 48 zustimmen. Ich rechne dir natürlich hoch an, dass du dich so sehr um sie kümmerst. Trotzdem bist du kein Psychologe. Außerdem ist es unfair Y gegenüber.
Inwiefern unfair?
Hab ich hier tw. in den Antworten zwischendurch angedeutet: Strukturbedürfnis, Gleichförmigkeit, schnell überschwemmt von Reizen (führt bis zu Abdunklung von Zimmern), Ortsgebundenheit (umziehen in einen anderen Stadtteil ist z. B. so ein Thema), Gespräche vor allem auf der Sachebene, alles muss planbar sein, Vertiefung in Themen bis ins kleinste Detail, Rituale, ...
 
  • #15
Auch wenn das ggf. kein Grund ist: Ich helfe der einen (x) und mag auch die Gegenwart, auch wenn es sehr gleichförmig ist, aber eben auch vertraut,
Dann ist sie für dich wie eine Schwester und ich verstehe nicht, warum du dir dann diesbezüglich Gedanken und auch schlechtes Gewissen machst. Aber ich vermute, dass du dich leider nicht wie ein "Bruder" verhalten hast, sondern ihre WEIBLICHE Aufmerksamkeit genossen und zwar nur, weil du ihr unterschwellig das Gefühl vermittelt hadt, der "Mann" an ihrer Seite zu sein.
Kein Mann, der sich eindeutig verhält, hat Probleme mit Frauen. Sorry, dieses unschuldige "ich weiss nicht was sie hat", kaufe ich dir nicht ab. Erinnert mich an Frauenverhalten, wenn sie mit Männern flirtet und sich dann wundert, wenn sie angebaggert ist.
Nene, jeder weiss genau, warum er dies oder jenes tut, nur will er nicht die Verantwortung dafür übernehmen.
 
  • #16
Dann ist sie für dich wie eine Schwester und ich verstehe nicht, warum du dir dann diesbezüglich Gedanken und auch schlechtes Gewissen machst. Aber ich vermute, dass du dich leider nicht wie ein "Bruder" verhalten hast, sondern ihre WEIBLICHE Aufmerksamkeit genossen und zwar nur, weil du ihr unterschwellig das Gefühl vermittelt hadt, der "Mann" an ihrer Seite zu sein.
Kein Mann, der sich eindeutig verhält, hat Probleme mit Frauen. Sorry, dieses unschuldige "ich weiss nicht was sie hat", kaufe ich dir nicht ab. Erinnert mich an Frauenverhalten, wenn sie mit Männern flirtet und sich dann wundert, wenn sie angebaggert ist.
Nene, jeder weiss genau, warum er dies oder jenes tut, nur will er nicht die Verantwortung dafür übernehmen.
Einerseits hast du irgendwie recht, denke ich, dass ich mir zu viele Gedanken machen, und dass sie mir eher wie eine Schwester geworden ist. Ich bin aber natürlich nicht so als Bruder in diese Begegnung gegangen, nee, warum auch? Aber als weibliche Aufmerksamkeit würde ich das bei x nicht bezeichnen, aber Aufmerksamkeit schon, oder halt so eine Selbstverständlichkeit, würd nicht mal von Dankbarkeit sprechen, denn das kam nie. Wir haben irgendwie überhaupt keinen Ausdruck von Beziehung zueinder, kein "ich mag dich" oder so, nun ja. Vielleicht ist mir aber auch erst durch y klargeworden, was ich noch so bin und will und kann, keine Ahnung gerade.
 
  • #17
was ich noch so bin und will und kann, keine Ahnung gerade.
Ja das kann alles sehr verwirrend sein.
Ich denke, die Person X ist dir natürlich dennoch wichtig, weil eben eine feste Komponente und Bezugsperson in deinem Leben. Natürlich kann dann eine Veränderung Angst machen.
Es wäre eben ein trauriger Abschied und auch ein schöner Neuanfang.
Stelle dir vor, du gehst diesen Schritt nicht. Wo siehst du dich in ein paar Jahren?
Wie fühlt sich das an.
 
  • #18
Ja das kann alles sehr verwirrend sein.
Ich denke, die Person X ist dir natürlich dennoch wichtig, weil eben eine feste Komponente und Bezugsperson in deinem Leben. Natürlich kann dann eine Veränderung Angst machen.
Es wäre eben ein trauriger Abschied und auch ein schöner Neuanfang.
Stelle dir vor, du gehst diesen Schritt nicht. Wo siehst du dich in ein paar Jahren?
Wie fühlt sich das an.
Ehrlich gesagt hinterfrage ich diese feste Komponente, wie du es nennst, schon seit einiger Zeit sehr, weil es eben immer undefiniert war und meine Kommunikation hinsichtlich Nähe oder Mögen irgendwie immer im Nichts verlief. Natürlich weiß ich auch, dass sich Zuneigung bei Autisten z. B. auch im Einbezg in Ritualen zeigt, aber es befremdet mich trotzdem oder lässt mich irgendwie kalt, auch wenn wir uns manchmal nahe waren (intim) – ich hatte so was wie mit x einfach noch nie. Vielleicht ist das jetzt auch zu retrospektiv, weil sich da eben jetzt Bindung, Vertrauen zu y entwickelt hat – und das fühlt sich so gut an. Deswegen ist meine Bewertung der Beziehung oder was es ist zu x jetzt vielleicht auch anders, denk ich mir.

In ein paar Jahren, wenn ich jetzt den Schritt einer Veränderung? In der Beziehung zu x wird es sein wie jetzt – da ändert sich nichts, weil z.B. Zusammenziehen kein Thema ist, wenn ich nicht zu ihr ziehe, was für mich aber nicht in Frage kommt. Stillstand. Allerdings bin ich von mir selbst her recht aktiv, von daher ist Monotones vielleicht auch nicht verkehrt? Mir wurde auch schon gesagt, dass die ich Beziehung zu x schön rede oder mich selbst zu sehr als Problem sehe und nicht auf meine Bedürfnisse achte.

Irgendwie habe ich aber einfach Sorge, dass mir dieses zusammen wachsen, erleben, dynamisch sein was ich in Beziehungen genieße, fehlt. Irgendwie ist das mit x nicht da oder es ist anders und ich verstehe es nicht, aber dieses zusammen erfahrungen machen, das sehe ich halt mit y, gibt da so viel was ich ausprobieren möchte, und ich würd das eigentlich nicht missen wollen.
 
  • #19
Ehrlich gesagt hinterfrage ich diese feste Komponente, wie du es nennst, schon seit einiger Zeit sehr, weil es eben immer undefiniert war und meine Kommunikation hinsichtlich Nähe oder Mögen irgendwie immer im Nichts verlief. Natürlich weiß ich auch, dass sich Zuneigung bei Autisten z. B. auch im Einbezg in Ritualen zeigt, aber es befremdet mich trotzdem oder lässt mich irgendwie kalt, auch wenn wir uns manchmal nahe waren (intim) – ich hatte so was wie mit x einfach noch nie. Vielleicht ist das jetzt auch zu retrospektiv, weil sich da eben jetzt Bindung, Vertrauen zu y entwickelt hat – und das fühlt sich so gut an. Deswegen ist meine Bewertung der Beziehung oder was es ist zu x jetzt vielleicht auch anders, denk ich mir.

In ein paar Jahren, wenn ich jetzt den Schritt einer Veränderung? In der Beziehung zu x wird es sein wie jetzt – da ändert sich nichts, weil z.B. Zusammenziehen kein Thema ist, wenn ich nicht zu ihr ziehe, was für mich aber nicht in Frage kommt. Stillstand. Allerdings bin ich von mir selbst her recht aktiv, von daher ist Monotones vielleicht auch nicht verkehrt? Mir wurde auch schon gesagt, dass die ich Beziehung zu x schön rede oder mich selbst zu sehr als Problem sehe und nicht auf meine Bedürfnisse achte.

Irgendwie habe ich aber einfach Sorge, dass mir dieses zusammen wachsen, erleben, dynamisch sein was ich in Beziehungen genieße, fehlt. Irgendwie ist das mit x nicht da oder es ist anders und ich verstehe es nicht, aber dieses zusammen erfahrungen machen, das sehe ich halt mit y, gibt da so viel was ich ausprobieren möchte, und ich würd das eigentlich nicht missen wollen.
Herrjeh, das ist ja furchtbar zu lesen. Jetzt eier doch nicht so rum und mach keine riesen Sache daraus. X ist eine Autistin. Erkläre ihr nüchtern und sachlich, was Phase ist, sie wird es verstehen. Sicher hat sie auch Gefühle und wird traurig sein, aber sie wird logisch nachvollziehen können, was in dir vorgeht. Das geht übrigens allen so, denen man ZEITNAH klar und deutlich erklärt, was Phase ist. Das ist unabhängig vom Autismus. Wenn man allerdings noch Wochen oder Monate rumeiert und hin und her überlegt, ob man nicht doch noch irgendwelche Vorteile aus der Beziehung zu X ziehen kann und sie im Unklaren lässt, dann ist das einfach mal Weichei. Komm doch einfach auf den Punkt, es gibt bestimmte Punkte, da kannst du einfach mit ihren Eigenarten nicht umgehen, da kribbelt nix, da ist keine Spannung da und du siehst eine düstere Perspektive. Sie raubt deine Energie, weil du so ein kleines Helferlein bist, du fühlst dich aber zu kurz gekommen, sprich, es ist dir zu wenig mit x. Was gibts da noch lang und breit Hin- und- Her zu überlegen, der Fall is klar, der Drops gelutscht. Bring ihr das nüchtern sachlich bei, und gut ist es.
 
  • #20
Warum führt man jahrelang so eine Freundschaft zu einer Frau, für die man nicht voll Feuer und Flamme ist?

Sei fair zu dir und der Frau und sage, du hast eine Frau kennengelernt und du möchtest dich mit ihr nicht mehr treffen. Fertig, aus. Und dann hast du deinen großen Freiraum, den du dir eigentlich ersehnst.

Nein, in einer echten Liebe, besteht man nicht auf Freiraum, den brauchst du nur, weil du dein Leben so führst, dich selbst demolierst, und das macht unglaublichen Stress und führt zum ständigen Freiheitsgedanken. Das schädigt letztendlich eine potentiell richtig gute Liebe mit einer neuen Frau, die letztendlich durch Nähe lebt und den Verzicht der Freiheiten, den man ganz selbstverständlich hinnimmt.

Jetzt machst du den gleichen Mist wieder, lernt über Jahre eine neue Frau kennen.

So als Tipp: Eine Frau, die selbst viel Freiraum braucht, ist nicht bereit für eine ernste Beziehung. Das führt über kurz oder lang zu nichts mit solchen Frauen.

Nichts gegen offene Beziehungen, aber dann muss man klare Verhältnisse für jeden schaffen, damit jeder die Möglichkeit hat, zu gehen, damit man dir später nicht unterstellt, du hättest die Zeit dieser guten Damen missbraucht.

Dass Autisten nicht lieben können oder ihre Gefühle zeigen können, ist schlichtweg gelogen. Es gehören immer zwei dazu. Ein Mann der liebt, der fragt nicht, sondern er erhebt seinen Anspruch auf die Liebe mit der Frau, die er will und alles ist gut. Und ein Autist als Frau und Partner kann genauso Liebe zeigen und empfinden. Sieh lieber der Realität ins Auge, das mit euch beiden ist nichts, eher eine freundschaftliches Verhältnis, wo man sich gegenseitig aus falscher Nettigkeit hilft und die Vorzüge der Intimität mitnimmt, damit man innerlich nicht ganz leer ist. Letztendlich schreitest du als Energievampir durchs Leben der neuen Frauen, die du kennenlernst und das hat nichts mit Liebe zu tun.
Vielleicht besser mal eine Weile alleine bleiben. Auf der neuen Frau liegt kein gutes Omen, da du nicht frei und aufrichtig bist.
 
  • #21
Warum führt man jahrelang so eine Freundschaft zu einer Frau, für die man nicht voll Feuer und Flamme ist?
Keine Ahnung, hat sich so ergeben. Das klingt jetzt vielleicht sehr nüchtern, aber das bin ich eh. Mit Feuer und Flamme identifiziere mich jetzt eher nicht so.
Nein, in einer echten Liebe, besteht man nicht auf Freiraum, den brauchst du nur, weil du dein Leben so führst, dich selbst demolierst, und das macht unglaublichen Stress und führt zum ständigen Freiheitsgedanken. Das schädigt letztendlich eine potentiell richtig gute Liebe mit einer neuen Frau, die letztendlich durch Nähe lebt und den Verzicht der Freiheiten, den man ganz selbstverständlich hinnimmt.
Interessant, eine Beziehung mit Freiheiten ist also keine "echte" Liebe? Was ist denn eine "echte" Liebe? Freiheiten bedeuten ja nicht,d ass es keine Nähe gibt, finde ich.
So als Tipp: Eine Frau, die selbst viel Freiraum braucht, ist nicht bereit für eine ernste Beziehung. Das führt über kurz oder lang zu nichts mit solchen Frauen.
Ich finde es nicht gut, dass hier von diesen oder jenen und solchen Frauen gesprochen wird; als wären die freiheitsliebenden alle gleich. Und was hat Freiraum mit Ernst zu tun? Man kann ja auch seinen eigenen Freiraum ernst nehmen – das macht Menschen für mich nicht beziehungsunfähiger oder weniger echt liebend.
Auf der neuen Frau liegt kein gutes Omen, da du nicht frei und aufrichtig bist.
Das mit dem Omen scheint mir zu schicksalshaft, nichts für mich so von der Rhetorik her.
Aber ja, genau diese Aufrichtigkeit und Offenheitn möchte ich und mit y habe ich da diese Kommunikation und das ist vielleicht auch mit das, was mich so fasziniert, weil es mit x eben ganz anders läuft bzw. gar nicht vom mal miteinander reden her.
 
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