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  • #1

Wäre ein Kaiserschnitt besser für meine Frau?

Hallo Community,
ich werde zum ersten Mal Vater und wir freuen uns sehr. Ich bin 38, meine Frau 35 und sie hat bereits einen 6jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung.
Leider wird die Freude über die Schwangerschaft etwas überschattet von dem, was meine Frau bei ihrer ersten Geburt erlebt hat. Sie wurde in der Klinik sehr unfreundlich behandelt und ohne Ankündigung bzw. Betäubung untenrum aufgeschnitten. Sie sagt, sie hat sich vergewaltigt gefühlt und hatte damit noch lange körperliche und seelische Probleme. Ihr damaliger Freund hat die Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekommen, konnte auch nicht mehr mit ihr schlafen und hat sie betrogen, als der Sohn noch im Babyalter war. Die Beziehung ging dann auseinander. Sie war daraufhin in Therapie.
Jetzt hat sie schon mehrmals geweint und gesagt, sie geht in kein Krankenhaus wieder, sondern möchte im Geburtshaus oder zu Hause entbinden. Mit einer Hebamme hatten wir deshalb schon Kontakt. Und meine Frau möchte natürlich, dass ich informiert bin und in die Entscheidung mit einbezogen werde. Wir haben auch schon ein paar Bücher über das Thema Wunschkaiserschnitt angeschaut, insbesondere kritische Bücher. Und ich bin trotzdem der Meinung, dass ein Kaiserschnitt vielleicht sicherer sein könnte, weil meine Frau da ja von vorn herein wüsste, was passiert, wie lange es dauert usw. Aber sie sagt, sie lässt sich nur noch aufschneiden bzw. geht nur noch ins Krankenhaus, wenn es wirklich um Leben und Tod geht.
Gibt es Paare unter euch, die mit solchen Entscheidungen Erfahrungen haben? Diese Frage richtet sich auch an Männer, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich und ihre Partnerin unterstützen möchten.

Moderation: Bitte beachten Sie, dass das ElitePartner Forum kein medizinisches Fachforum ist und ggf. auch Laien antworten.
 
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  • #2
Das Problem liegt eindeutig im Kopf.

Der Dammschnitt ist nach spätestens 4 Wochen verheilt und macht keine Schwierigkeiten mehr.

Der vom Kaiserschnitt tut länger weh und bleibt für immer sichtbar und wer weiß wie Deine Frau das verkraftet.
 
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  • #3
Ein Kaiserschnitt ist keine Geburt im eigentlichen Sinn, sondern eine Operation .
Und somit mit sämtlichen Risiken einer solchen verbunden.
Ein Hebammenhaus ist traditionell und toll, solange keine Komplikationen eintreten.
Dann muss! die Frau als Notfall in ein Krankenhaus und manchmal verlieren sich da kostbare Minuten. Letztendlich muss deine Frau eine Entscheidung treffen und zu dieser stehen.
Schief gehen kann immer was. Gut gehen können auch beide Varianten.
Du kannst ihr nur das Gefühl geben zu ihr zu halten, was auch geschieht. Dann beide hinter der Entscheidung stehen.
Erfahrungen anderer helfen wenig, da jeder Fall individuell zu betrachten ist.
Auf jedem Fall würde ich sagen, dass dieses Trauma besteht und berücksichtigt werden sollte im Umgang mit deiner Frau .
Alles Gute
 
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  • #4
Ich denke, dass muss deine Frau für sich entscheiden, auch wenn es sehr gut ist, dass du dich da auch so engagierst.
So etwas ist, vor allem nach dieser traumatischen Erfahrung, die deine Frau gemacht hat, eine Entscheidung, die nicht nur im Kopf fällt, sondern regelrecht "im Bauch". Und wenn deine Frau "spürt", dass sie eine natürliche Entbindung außerhalb eines Krankenhauses möchte, dann sollte sie das so machen - außer bei besonderen Risiken.
Schaut euch Geburtshäuser an, sucht euch eine Hebamme, die euch beiden sympathisch ist, klärt alle Eventualitäten.
 
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  • #5
'...Der vom Kaiserschnitt tut länger weh ...'
Tut er NICHT unbedingt - bei mir gab es keine Schmerzen mehr, nach drei Tagen, die Narbe kaum zu sehen.
Es ist halt alles eine Sache der Einstellung.

Vom Dammschnitt habe ich noch heute etwas - 20 Jahre später - nur leider negatives.
Zuerst konnte ich danach 10 Tage lange weder sitzen, stehen noch laufen und dann gab es Probleme mit Narbenbildung.

Wenn -ich- entscheiden könnte: immer wieder Kaiserschnitt.

Jede Frau muss hier ihren ganz persönlichen Weg finden, es ist ihr Körper! Da sollte man nicht reinreden und sich nicht reinreden lassen!
 
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  • #6
Deine Frau ist ziemlich verantwortungslos. Eine Hebamme ist kein Arzt. Würdest du es dir verzeihen falls bei der Geburt was schief geht und der Arzt zu spät da sein wird?
Sag deiner Partnerin sie solle an das Kind und nicht an sich denken, sich wieder einkriegen und im KH entbinden.
Andere schaffen es auch! Unglaublich wie sich solche unreife Frauen anstellen.
 
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  • #7
Ich selbst habe was Geburten angeht auch keine schönen Krankenhaus-Erfahrungen gemacht.

Beim ersten Kind (eine Totgeburt) fühlte ich mich nicht aufgehoben, nicht wie ein Mensch behandelt sondern wie jemand, der Geld in die Kasse bringt.
Gerade in dieser für mich schwierigen Situation - kein persönliches Wort. Ich war gerade 21 und allein dort.

Beim zweiten Kind, eine Einleitung nach pathologischem CTG, das selbe.
Ich wurde an etliche Infusionen gehangen und auch nach mehrmaligem Nachfragen erklärte mir niemand, wieso, weshalb, warum. Irgendwann fiel auch der Satz: "In 30 Minuten mach ich Feierabend.. wir machen jetzt einen Dammschnitt, damit wir das bis dahin hier über die Bühne bringen!"

Von daher: Krankenhaus-Geburt. Nein danke!

Das dritte Kind kam in Würde und sehr entspannt im Geburtsthaus.
Das war wunderbar.

Ohne den ganzen Klinik-Wahnsinn.. ohne sinnfreie Infusionen, Dammschnitte und anderen Quatsch, der nur die Krankenhaus-Kasse klingeln lassen soll. (Meine Persönliche Meinung - strittig - ich weiss)
 
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  • #8
Ein Kaiserschnitt ist nicht so gut für das Kind.

Eigentlich ist ein kontrollierter Dammschnitt kein Problem, ein Riss ist schlimmer.

Seit wann sitzt der Mann zwischen den Beinen der Frau? Er sitzt am Kopfende, da kann er nichts zwischen den Beinen der Frau sehen.

Einen Dammschnitt mit einer Vergewaltigung zu vergleichen ist schon sehr heftig.

Ein Arzt kann nicht immer so schnell reden, wie er handeln muss. Bei einer Geburt geht es in erster Linie darum, dass das Kind gesund zur Welt kommt. Klar sollte es für die Mutter kein traumatisches Erlebnis sein. Man hat als Frau fast immer ca. 40 Wochen Zeit und kann sich in der Zeit darum kümmern wo und wie man sein Kind entbindet. Man muss nicht jedes Krankenhaus nehmen.

Ich hab schon so widersprüchlich Aussagen über ein und das selbe Krankenhaus gehört, dass die Frage sich mehr stellt; hatte es was mit der Geburt oder dem Empfinden der Frau zu tun.

Ich glaube kaum, dass Deine Frau, stundenlang alleine im Kreißsaal lag, bis die Geburtswehen einsetzten. Dann jemand in den Raum kam, ihr die Beine auseinander riß, einen Schnitt setzte und das Kind mit Gewalt aus ihr gerissen hat.

Natürlich kann an dem Tag viel los gewesen sein, in dem Krankenhaus, wo Deine Frau entbunden hat. Vielleicht musste eine Hebamme zwei Frauen betreuen. Oder die Schicht hat gewechselt, während ihrer Entbindung.

Aber es ist definitiv, eine Vergewaltigung läuft anders ab.

Einen Kaiserschnitt bekommt man auch nicht so leicht, er muss notwendig sein. Kind in Gefahr oder Mutter ist gefährdet.
 
  • #9
Ein Hebammenhaus ist traditionell und toll, solange keine Komplikationen eintreten.
Dann muss! die Frau als Notfall in ein Krankenhaus und manchmal verlieren sich da kostbare Minuten. Letztendlich muss deine Frau eine Entscheidung treffen und zu dieser stehen.
Schief gehen kann immer was. Gut gehen können auch beide Varianten.
Du kannst ihr nur das Gefühl geben zu ihr zu halten, was auch geschieht.

Es ist auch das Kind des Vaters. Er hat ein Mitbestimmungsrecht.

Es kann immmer zu Komplikationen unter der Geburt kommen. Auch aus heiterem Himmel.

Und die 15 Minuten bis der Notarzt kommt, können ewig dauern.

Ich würde nie zu Hause oder in einem Geburtshaus entbinden.

Die Hebammen vermitteln immer "alles easy". Das ist es auch, bis mal Komplikationen auftreten.

Ihr könnt doch Kliniken vorher besuchen und euch die beste aussuchen.

Die Anpassungsschwierigkeiten des Kindes nach Kaiserschnitt ohne Komplikationen sind minimal.
Das wird ein wenig von der Biolobby dramatisiert. Ein Kaiserschnitt läuft schmerzfrei ab.
 
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  • #10
Ich hatte auch das Gefühl bei der Krankenhausgeburt vergewaltigt worden zu sein und würde nur in einer akut-lebendsbedrohlichen Situation wieder ins Krankenhaus gehen. Bei einer normalen Geburt bleibe ich selbstverständlich zu Hause.

Ich denke nicht, dass ein Kaiserschnitt deiner Frau hilft. Sie ist dann wehrlos den gleichen Menschen ausgeliefert, die sie das letzte mal so schlecht behandelt haben. Stell dir vor, du wärst in ihrer Lage, würdest du das wollen?
 
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  • #11
Eine schwere, lange vaginale Geburt, mit oder ohne Dammschnitt, kann auch unangenehme Folgen haben. Eine gute Freundin von mir kann seit über 20 Jahren nicht lange sitzen!
 
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  • #12
Wenn deine Frau ein Trauma durch die Geburt hat, dann würde das wohl am ehesten durch ein positives Geburtserlebnis gelindert werden. Wenn sie nun erlebt, dass es auch anders geht, dass sie aktiv an der Geburt mitarbeiten kann, dass sie gut und würdevoll behandelt wird.

Aber was ist denn beim Kaiserschnitt? Sie ist sediert, sie merkt nichts, sie ist den Ärzten völlig ausgeliefert. Sie sieht und spürt nicht, was da mit ihr gemacht wird. Diese Situation wäre für mich auf jeden Fall näher an einer Vergewaltigung als eine normale Geburt.
Ich hätte Angst, dass das Trauma dadurch noch verstärkt wird.

Wenn deine Frau das Gefühl hat, dass sie in ein Gebutshaus gehen möchte, dann unterstütze sie darin. Eine Geburt ist eine ganz natürliche Sache und Hebammen sind wesentlich einfühlsamer und sanfter als Ärzte.
Nie würde ich mich operieren lassen, wenn es medizinisch nicht notwendig ist. Die Gefahr bei einer natürlichen Geburt ist nicht größer als sich in der Klinik mit irgendwelchen Keimen zu infizieren.
 
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  • #13
Lieber Fragesteller,

zuerst Mal - ich finde es ist ein Skandal, dass solche Dinge im Krankenhaus passieren, dass eine Frau bei der Geburt so übergriffig und respektlos behandelt wird! Ich nehme an, hier ist ein Dammschnitt gemeint, der ohne Ankündigung und ohne Betäubung gemacht wurde. Wie auch immer, es ist einfach unglaublich und kein Wunder, dass sie davon ein umfassendes Trauma hatte. Ich hoffe, es geht ihr trotzdem insgesamt gut. Übrigens, heutzutage ist der Wissensstand der, dass es grundsätzlich besser ist und auch hinterher besser heilt, wenn KEIN Dammschnitt gemacht wird.

Zum Thema Ort der Geburt. Klar, dass Deine Frau nicht mehr in ein Krankenhaus möchte! Die Folgen des Traumas würden bei ihr indirekt auch die Geburt total erschweren, weil sie ja noch mehr Angst hätte als normal. Ein Kaierschnitt würde dieses Problem ja irgendwie auch nicht beseitigen.

Ein Kollege von mir hat sehr zufrieden davon erzählt, als seine beiden Kinder jeweils in einem Geburtshaus zur Welt kamen. Ich glaube, eine Geburt in einem Geburtshaus mit Betreuung durch eine Hebamme, die man schon lange vorher bei der Geburts-Vorbereitung kennen gelernt hat, wäre das allerbeste.

Wenn körperlich nichts gegen eine normale Geburt spricht, und das Problem hauptsächlich ein psychisches ist (hervorgerufen durch den Übergriff des medizinischen Personals im Krankenhaus bei der vorigen Geburt), dann doch am besten Hebamme, Vorbereitung, Geburtshaus mit gemütlicher und intimer Atmosphäre!

W
 
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  • #14
Gast 6, sorry aber ein pathologischem CTG ist kein Quatsch. Jede Hebamme, die in einem Geburtshaus arbeitet, die würde die Frau sofort ins Krankenhaus überweisen. Bei einem pathologischem CTG kann Sauerstoffmangel vorliegen und da muss sofort gehandelt werden. Wenn die Werte nicht so dramatisch sind, wird nur ein Geburt eingeleitet. Wenn die Werte sehr schlecht sind, dann Kaiserschnitt.

Ob oder wie weit ein Dammschnitt gemacht wird damit jemand pünktlich raus kommt... naja es ist ein Krankenhaus, es hätte dann ein anderer Mensch die Geburt weiter betreut.

Bei einer Totgeburt. Wie soll ich es sagen. Muß dafür wirklich die ganze Zeit Personal abgestellt werden, der der Frau die Hand hält. Dafür sind Familienmitglieder oder Freunde da.

Ich weiß nicht genau, wie das mit der Bezahlung abläuft, wenn ein Kind im Geburtshaus zur Welt kommt. Ob die Kasse bezahlt oder Privat. Wie es mit der Bezahlung abläuft, wenn die Frau doch ins Krankenhaus muss.

Es gibt auch die Möglichkeit: Die Frau kommt mit der eigenen Hebamme ins Krankenhaus. Diese Hebamme betreut die Frau in erster Linie werden der Geburt und wenn doch was dazwischen kommt, dann ist die Frau schon im Krankenhaus und es kann schnell eingegriffen werden. Der Spaß kostet extra, den die Frau selber bezahlen muss.
 
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  • #15
Meine Geschichte:
2009 grauenhafte Spontangeburt (trotz Präemklampsie) mit einer Beleghebamme. Mein Becken (1,60m) war zu klein für einen KU von 37 cm und trotz Stillstand wollte die Hebamme auf "Biegen und Brechen" eine Spontangeburt durchziehen. Arzt wurde leider sehr spät darüber informiert. Dammschnitt und Riss bis zum Schliessmuskel und ich war untenrum zerfetzt. Das war nicht das Schlimme (heilt irgendwann ab) aber mein Kind hatte einen schlechten ph Wert 7,1 und wurde trotz Bitten nicht einem Kinderarzt in einer angeschlossenen Kinderklinik vorgestellt. Unglaublich, aber so steht es sogar in der Geburtsakte und das hatte niemanden interessiert.

2011 WKS wegen den Komplikationen bei der ersten Geburt mit einer jüngeren Beleghebamme, die mehr auf medizinischer Sicherheit bedacht war. Gute Entscheidung gewesen. Top Ph Wert beim Kind und ich hatte keine Schmerzen nach der OP (keine Schmerzmittel nötig gewesen). Klar musste mein Kind die ersten Tage das Baby versorgen, aber nach der Spontangeburt konnte ich wegen dem Blutverlust fast 4 Wochen nicht die Wohnung verlassen und das Baby nicht versorgen.

Wichtig ist, dass ihr beide ein gutes Gefühl bei der Hebamme habt und die Hebamme Risiken schnell einschätzen kann und dann auch ärztliche Hilfe anfordert! Hätte ich mit der ersten Beleghebamme zu Hause entbunden, dann wäre zumindest meine Tochter schwerst geschödigt (hatte auch Nabelschnurr um Hals) und ich glaube kaum, dass meine Hebamme meine Atonie in den Griff bekommen hätte. Bei mir ging 2009 alles schief und hatte sehr viel Pech mit meiner Beleghebamme, die 2 Geburten parallel zu betreuen hatte.
 
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  • #16
ich habe (noch) keine Kinder, würde mich aber für einen Wunschkaiserschnitt entscheiden. ich könnte auf die stundenlange Rumquälerei verzichten (natürlich gibt es danach Schmerzen, aber die gäbe es sonst auch, da ich sehr schmal bin, würde garantiert irgendetwas reißen) und ich halte es auch nicht für ein "Event" bei dem ich bewusst dabei sein muss.

und ich würde meinen Partner nicht dabeihaben wollen, damit er mich noch genauso in Erinnerung hat, wie ich "davor" war. die Umstellung, Vater zu werden, ist schon groß genug, da soll sich in seiner Einstellung mir gegenüber nicht noch etwas ändern.

Angesichts des Traumas deiner Frau würde ich entweder eine "warme Atmosphäre" garantieren wollen (Geburtshäuser?), oder eben nen Wunschkaiserschnitt, bei dem sie sich nicht länger als notwendig mit dem Prozess der Geburt auseinandersetzen muss und kaum die Zeit hat, sich an ihr Trauma zu erinnern.

w,25.
 
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  • #17
@ bigger

Welche akut lebensbedrohliche Sitatuation soll denn bei einer Geburt von der einen auf die andere Sekunde eintreten?

Selbst wenn es so wäre, ist dann auch im Krankenhaus nicht von einer Sekunde auf die andere ein Arzt da.. was auch immer der dann tun sollte.
Hebammen sind geschult, was Notfälle wir zB keine Atmung beim Neugeborenen angeht.

JEDE Hebamme in Deutschland schickt die werdenede Mutter bei der kleinsten Unstimmigkeit zur weiteren Geburt ins Krankenhaus. Da wird nichts riskiert.
 
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  • #18
FS - geht es hier um eine Diskussion wie die Entbindung deiner Frau laufen sollte die noch gar nicht schwanger ist? Bei dem was du alles hier reinwirfst passt einiges nicht zusammen - das fehlt die Info, ob es eine Nutsituation war. Vermutlich kein Notkaiserschnitt sondern ein Dammschnitt um größeres Unheil zu vermeiden. Was die Sache mit der damaligen Partnerschaft und der Trennung zu tun hat entzieht sich meinem Verständnis - oder ist vom Freund vorgeschoben.

Du und deine Partnerin sollten das Gespräch suchen und euch über natürliche Geburt - mit allen Risiken wie Dammriss und NotOP, Kaiserschnitt mit Rückenmarksbetäubung also bei vollem Bewußtsein und Kaiserschnitt unter Vollnarkose - entscheiden.

Ich habe mich bei der Geburt meines Kindes bewusst für einen Kaiserschnitt mit Vollnarkose entschieden - und hurra hurra hatte damit sehr recht, denn die Ärzte waren nach dem Kaiserschnitt noch stundenlang mit mir beschäftigt. ( Das wären sie auch bei einer Lokalnarkose gewesen und bei einer normalen Geburt hatte es höchstwahrscheinlich einen Notkaiserschnitt gebraucht. So war ich ab dem Moment wo mit der Krankenwagen mit blaulich -mit zwei sehr kompetenten Sanitätern - abgeliefert hatte - jehnseits von gut und böse und habe mit dem Wissen - jetzt ist alles gut - kzur Kenntnis genommen dass ich dass ich 8 oder 6 Stunden nach meiner Einlieferung ins Krankenhaus wieder aufgewacht bin. Übrigesn - Die Betäubung wird so gesetzt, dass das Kind abgenabelt ist ehe sie in der Nabelschnur - also beim Kind ankommt. W
 
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  • #19
Naja, das war ein Dammschnitt und der wird ganz spontan gemacht, wenn das Kind kurz vor dem Ausgang steht und nicht rauskommt. Was soll man sonst tun im Notfall? Kommt das Kind nicht schnell genug, kann es auch zu ernsthaften Komplikationen bei Kind und Frau kommen. Durch Kaiserschnitt trägt sie dann halt immer eine äußerst unschöne Narbe quer über den Bauch und dem Kind wird ein natürlicher Prozess genommen. Aber jeder wie er will.
 
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  • #20
Kann es sein, dass deine Frage eher lautet "wäre ein Kaiserschnitt besser für mich"?

Informiere dich doch mal über die Aufgaben, die der Vater bei einer Hausgeburt oder Geburtshausgeburt hat. Viele Väter finden es angenehm, wenn sie" heißes Wasser und saubere Handtücher" besorgen können, statt wie im Krankenhaus nur hilflos und nutzlos daneben zu sitzen. Wenn es dir zuviel wird kannst du jederzeit z. B. in deinen Hobbykeller flüchten oder dich mit irgendwas anderem ablenken.

Ich wünsche euch beiden eine schöne Geburt!
 
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  • #21
@ Gast #13 hier nochmal Gast #6
Ich weiss natürlich, dass ein pathologisches CTG kein Quatsch ist.
Das habe ich auch nicht gesagt.
Ich habe nur beanstandet, dass sich auch bei dieser Geburt niemand Zeit genommen hat mir in 2-3 Sätzen zu erklären, was jetzt aus welchem Grund passiert.
Daher fühlte ich mich unsicher.
Ich durfte nicht einmal selbst entscheiden in welcher Position ich mein Kind zur Welt bringe.
(Hätte es gern auf allen Vieren gemacht, weil ich mich da kräftig und stabil fühlte.. mir wurde aber immer wieder befohlen mich zurück auf den Rücken zu legen.)
Ich bin bestimmt keine hysterische Ziege, die alles in Frage stellt, was andere mit mehr Erfahrung sagen.. aber bei dieser Geburt fühlte ich mich einfach nur beformundet und unglücklich.

PS: Im Nachhinein stellte sich übrigens heraus (nachdem meine neue FÄ und auch die Hebamme beim dritten Kind den Geburtsbricht eingesehen hatten), dass das CTG kein bißchen pathologisch war.. eine Einleitung (die für mich sehr sehr heftig - weil sehr hoch dosierter Oxitozin-Tropf) keineswegs notwendig war.
Frage der unabhängigen Ärtin darauf: "War es sehr leer zu der Zeit auf der Entbindungsstation?" "Ja.. ich war die einzige dort zu der Zeit, glaube ich!"
Ärztin: "Naja.. ist doch klar, dass sie dann nicht wieder nach hause geschickt wurden, oder?"

Sorry.. aber ich gehe nur noch ins Krankenhaus, wenn ich MUSS.
 
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  • #22
Gast 20. Was ist damit gemeint: Ärztin: "Naja.. ist doch klar, dass sie dann nicht wieder nach hause geschickt wurden, oder?

In einem Krankenhaus ist immer jemand rund um die Uhr da. Eine Frau kann immer mit Wehen kommen und da wird keiner sagen; oh es waren keine Schwangeren da, darum ist kein Arzt hier.

Erlebnisse sind oft sehr subjektiv, wenn für Dich Krankenhäuser so dramatisch sind, dann ist das so.

Ich arbeite in einer Uni Klinik, in der Forschung und ich hatte früher auch Kontakt zu Patienten. Patienten können einfach nur grausam anstrengend sein. Man kann einige wirklich einfach gegen die Wand klatschen, man möchte sich auch nicht weiter mit ihnen befasst. Ab und zu steht einem die Arbeit bis zum Hals und die meinen diskutieren zu müssen oder wollen einfach extrem viel Aufmerksamkeit haben.

Ich bin aber auch kein Fan von Krankenhäusern, ich weiß auch, da läuft nicht alles immer rund.

Ich denke und ich habe es auch so beobachtet, es ist eine Mischung aus anstrengend Patienten und überfordertem Personal.

Was Patienten oft vergessen. Im Krankenhaus arbeiten auch nur Menschen und die haben auch ein privat Leben was auch nicht immer rund läuft. Das Personal selber, das sieht nicht viel von dem Geld, was die Kasse für den Aufenthalt bezahlt. Daher herrscht bei ihnen auch keine Geldgier.

Es kommt wirklich auf das Verhalten von beiden Seiten an. Ich habe mich auch mal als Patienten total daneben benommen, weil ich es in dem Moment nicht besser wusste oder es anders nicht aushalten könnte und ich würde dann dementsprechend nicht so gut von dem Personal behandelt. Ich habe lange Zeit gedacht; das Krankenhaus und die Leute da sind grenzwertig und es gehört geschlossen. Irgendwann ist bei mir dann mal der Groschen gefallen, als ich die andere Seite mitbekommen hatte.

Ja es ist nicht immer leicht sich in einem Krankenhaus Gehör zu verschaffen, vor allem wenn man total neben der Spur ist und mit falschem Denken in ein Krankenhaus geht. Angst und Panik verschlimmert die Kommunikation in einem Krankenhaus. Ein erwachsener Menschen sollte sich da etwas im Griff haben.

Falsche Diagnose oder übereilte Entscheidungen sind natürlich nicht schön und auch nicht gut.

Ich kann wirklich nicht beurteilen, was bei Dir damals passiert ist.
 
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  • #23
Und wenn ihr eine ambulante Geburt macht, also ein KH, wo ihr nach einigen Stunden wieder nach Hause könnt. Ich denk, die werden einen Teufel tun und da schneiden, wenn es nicht sein muss.
Mir ist das auch 2x passiert, allerdings hab ich nix weiter gemerkt.
Oder sucht euch eine Beleghebamme, die also Entbidungen in Geburtshaus und KH macht, da seit ihr nicht so ausgeliefert. Kaiserschnitt würde ich selber nicht in Betracht ziehen, wenn es nicht sein muss, viel zu riskant.
 
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  • #24
Ich habe zwei Kinder, meine Tochter kam in einer 48 Stunden Geburt auf natürlichem Wege zur Welt, wobei ich allerdings zeitweise dachte, ich überlebe es nicht vor Schmerzen und Erschöpfung. Mein Sohn kam dann per Kaiserschnitt, weil er falschrum lag. Nach der Tortur der ersten Geburt ging es mir direkt danach dafür super gut und ich konnte gleich aufstehen und alles machen. Nach dem Kaiserschnitt hatte ich wahnsinnige Schmerzen und brauchte wochenlang, um überhaupt mal wieder normal laufen zu können, sogar beim Stillen hat der Bauch weh getan. Ich war wach beim Kaiserschnitt (mit PDA bzw. Spinalenästhesie) und konnte meinen Sohn sofort in den Arm nehmen, das war wichtig. Beide Geburten fanden in einer großen Klinik statt, es war sehr unpersönlich und Abfertigung, aber ich wollte medizinische Sicherheit mit Notfallversorgung und angeschlossener Säuglingsstation, falls was wäre. Das war mir wichtiger. Niemals hätte ich in einer Hebammenpraxis entbunden aus Angst, es könnte was mit dem Baby sein und dieses dann nicht schnell genug versorgt werden. Ansonsten hasse ich Krankenhäuser aber ebenso sehr wie Deine Frau.
Deine Frau muss diese Entscheidung allein treffen, finde ich, für mich war das so, ich hätte es nicht gewollt, wenn mein Mann mir da etwas vorschreibt, als Frau ist das eine Extremsituation, eine existentielle Erfahrung körperlicher Art, der Mann kann allein aus biologischen Gründen hier nicht mehr und nicht weniger tun als beistehen und einfach da sein. Die Geschichte, dass der Ex deiner Frau die Bilder eines Dammschnitts nicht mehr aus dem Kopf bekam und deshalb nicht mehr mit ihr schlafen wollte, glaube ich so nicht. Außerdem muss der Mann bei einer normalen Geburt und beim Kaiserschnitt natürlich am Kopfende der Frau bleiben und darf nicht den Geburtsvorgang selbst betrachten, das ist ja wohl klar und die meisten Ärzte und Hebammen achten auch darauf. Du solltest als Mann übrigens durchaus den Mut haben, zu sagen, du willst bei der Geburt nicht dabei sein, wenn du dich dabei nicht wohl fühlst. Das wäre auf jeden Fall besser, als nach der Geburt nicht mehr mit deiner Frau schlafen zu wollen. Sowas habe ich ja echt noch nie gehört, dieser Mann muss ja ein Scheusal sein. Oder meinst du, eine Frau könnte auch nicht mehr mit ihrem Mann schlafen, wenn der mal eine OP gehabt hätte? Wenn Liebe im Spiel ist, beeinträchtigt eine Geburt, auch eine komplizierte, nicht das sexuellen Verlangen des Mannes. Vielleicht hat der nur eine Ausrede gesucht fürs Fremdgehen.
 
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  • #25
Ich kann Deine Frau verstehen, war letztes Jahr schwanger und habe in Krankenhäusern Erfahrungen gemacht, die ich vorher nicht für möglich gehalten hätte.
Ich würde mir vorher Krankenhäuser anschauen und mich umhören, nicht alle Krankenhäuser sind gleich. Bei mir wurde es notgedrungen ein Kaiserschnitt. Ich habe das ganze sehr gut weggesteckt. Einen Tag später konnte ich aufstehen bzw. Das, was man dann so aufstehen nennt. Man würde halt in der Mitte aufgeschnitten, 3 Tage später im Schneidersitz sitzen. Aber bis ich mich wieder ungehindert bewegen konnte, gleich welche Bewegung schmerzfrei war, dauerte es gut 12 Wochen. Insbesondere die ersten 2 Wochen allein zu Hause waren wirklich heftig. Ohne Bauchmuskeln ( wurden ja durchtrennt) dauert das Aufstehen echt lang und gerade in dieser Zeit haben die Kleinen noch keinen Rhythmus und schreien sofort. Wenn man dann zuhause jemanden hat und wenn es nur 2 Stunden sind, jemand der einem das Kochen abnehmen kann (man selbst kommt sowieso kaum zum Essen) und die Haushaltssachen oder auch eine Hebamme vorbeikommt und dir mit dem Baby hilft, ist das nicht so wild. Aber wenn du ganz allein bist, sind es solche Kleinigkeiten, die halt alles schwierig und sehr anstrengend machen. Ich bin traurig über den Kaiserschnitt, weil ich vor Anstrengung die ersten 4 Wochen kaum genießen konnte. Aber ohne Kaiserschnitt wären mein Kind und ich heute nicht hier. Persönlich würde ich, wenn möglich, die natürliche Geburt immer der operativen vorziehen. Man ist einfach schneller wieder fit ohne Bewegungseinschränkung. Deine Frau muss ja nicht nur ein Neugeborenes sondern auch einen 6jährigen versorgen. Ein besser oder schlechter gibt es nicht wirklich. Ist eine Sectio indiziert, hat man nicht wirklich eine Wahl. Es ist eine Op bei der, der Bauch doch über eine bestimmte Breite aufgeschnitten wird. Eine gewisse Heilungszeit braucht es. Wirklich wichtig ist Entspannung und das man ein gutes Gefühl in der Klinik und mit den Ärzten hat. Nach meinen Erfahrungen gibt es wirklich Unterschiede. Man kann wirklich nichts und niemanden über einen Kamm scheren.


Viel Glück Euch dreien, bald vieren

Ich glaube nicht, das ihr Expartner sie aufgrund der Kaiserschnittbilder in der Babyzeit betrogen hat. Er hätte es auch anders gemacht.
 
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  • #26
Wegen dem "der Ex hat sie verlassen, weil der Dammschnitt für ihn so hässlich war":

Ich kenne Frauen, die hatten das Gefühl der Dammschnitt und die restliche Behandlung im Krankenhaus war eine Vergewaltigung. Und der Partner schaut einfach tatenlos zu. Später bagatellisiert der Partner dann das Geschehene und nimmt die Frau nicht ernst in ihrer Traumatisierung. Das kann, besonders für die Frau, ein Trennungsgrund sein.

Ärzte, die meinem Mann nicht erlauben, die Geburt auch von unten mitzuerleben, gehören für mich in die Kategorie "übergriffig". Wenn mein Mann und ich die Geburt gemeinsam erleben möchten und er gerne das Kind auffangen möchte, dann darf er das. Das kann und darf uns niemand verbieten.
 
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  • #27
Ärzte, die meinem Mann nicht erlauben, die Geburt auch von unten mitzuerleben, gehören für mich in die Kategorie "übergriffig". Wenn mein Mann und ich die Geburt gemeinsam erleben möchten und er gerne das Kind auffangen möchte, dann darf er das. Das kann und darf uns niemand verbieten.

Ich bin da gerade wirklich sprachlos!

Eine Geburt ist zwar ein natürlicher Akt aber da kann so viel passieren. Kein Arzt oder Hebamme wird in einem Krankenhaus einem Mann erlaube das Kind aufzufangen. Gerade die letzten Minuten gehen sehr schnell und man muss da vielleicht eingreifen, dann hat man da einen überforderten Vater sitzen. Wer soll bitte so eine Situation versichern, wenn dann die Eltern klagen, weil dem Kind oder der Mutter was passiert ist.

Meine Liebe, glaube es mir bitte, in einem Krankenhaus darf man Dir und Deinem Mann so was verbieten. Dein Mann darf die Nabelschnur durchschneiden.
 
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  • #28
Deine Frau ist ziemlich verantwortungslos. Eine Hebamme ist kein Arzt. Würdest du es dir verzeihen falls bei der Geburt was schief geht und der Arzt zu spät da sein wird?
Sag deiner Partnerin sie solle an das Kind und nicht an sich denken, sich wieder einkriegen und im KH entbinden.
Andere schaffen es auch! Unglaublich wie sich solche unreife Frauen anstellen.
Meines Wissens ist es immer noch so, dass Hebammen eine Entbindung ohne Arzt durchführen dürfen ein Arzt aber nicht unbedingt ohne Hebamme.
Besser oder schlechter gibt es bei diesem Thema nicht, denn es geht darum, mit was sich deine Frau wohl und sicher fühlt. Und bitte unterstütze in der Entscheidung, die sie persönlich trifft. Vor allem sollte sie auch mit ihrem Frauenarzt/ ihrer Frauenärztin über das Thema sprechen und wie sie die erste Geburt empfunden hat, welche Ängste sie hat.
Dass der Vater des ersten Kindes die Entbindung nicht verkraftet hat, liegt an dem Mann - er kam damit nicht klar.
Ich selbst habe zwei Mal in einem Krankenhaus entbunden und mich beide Male gut aufgehoben gefühlt. Übrigens jedes Mal mit Dammschnitt, der mir persönlich keine Probleme gemacht hat. Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann schaut euch mehrere Krankenhäuser an. Und erkundigt euch bei Geburtshäusern, wie es mit der Notversorgung aussieht, wie lange es dauert, bis Arzt usw. da sind, wenn bei der Entbindung etwas schief gehen sollte.
Auch du solltest dich mit der Geburt auseinander setzen und dann ganz für dich entscheiden, ob du dabei sein möchtest. Denn es kann durchaus auch für den Mann ein traumatisches Erlebnis sein (wie es ja anscheinend dem Vater des ersten Kindes deiner Frau ging).
Und wenn du dich nicht in der Lage siehst, bei der Geburt dabei zu sein, dann muss deine Frau auch das akzeptieren. Denn was ist gewonnen, wenn du auf ihren Wunsch hin bei der Entbindung dabei bist aber danach nicht mehr in der Lage, sexuell mit ihr zu verkehren?
Ich wünsche euch beiden alles Gute - ihr schafft das schon. Millionen von Frauen haben es schließlich auch schon geschafft. Und schaffen es tatsächlich auch heute noch, ohne Hochmedizin ihre Kinder zur Welt zu bringen.
w/46, 2 Kinder
 
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  • #29
Also "untenrum aufgeschnitten" wird man meistens, das ist eine Episiotomie, auch Dammschnitt genannt und das spürt man nicht groß unter der Geburt.
Dass ihr Freund sie betrogen hatte, weil er das Geburtserlebnis schrecklich fand, ist ja eine harte Ausrede. Er hätte es auch gemacht, wenn er nicht dabei gewesen wäre, jede Wette!!

Deine Frau braucht einfach ein positives Geburtserlebnis!
Manchma muss man eben schnell handeln, damit dem KInd nichts passiert und dann hat man eben einen Dammschnitt, aber "untenrum" ist alles so gut durchblutet - das heilt ziemlich schnell und wird ja auch genäht.
Sie kann sich ja ne PDA geben lassen, sie kann die Geburt einleiten lassen, das ist auch kontrolliert.
Ich hatte in der 38.SSW einfach keine Lust mehr, konnte sowieso kaum mehr laufen aufgrund eine Beckenringlockerung und das Kind war schon fast 4000g laut Ultraschall. Ich hab einfach im Kreissaal angerufen, die meinten , ich solle vorbeikommen, wenn ich einleiten will und so kam ich einfach um 10 Uhr morgens an, hab ne Tablette bekommen (Off-Label-Use Cytotec) und um 17 Uhr war das Kind da.
Geburtshaus hätte ich keine Lust, weil die ja keine PDA machen. :)
Außerdem wurde mein Dammschnitt mit Laserlicht behandelt nach der Naht - ich hab nie was davon gemerkt.

Und Sex-technisch geht auch alles wunderbar, da leiert übrigens auch nix aus, zumindest nicht auf Dauer.

Ich würde meine Mann niemals erlauben, dass er von unten zuschaut, wie der Kopf durchtritt - aber selbst wenn er das sieht, hat das so gar nichts mit mir als Person zu tun, wenn wir Sex haben.
Sex ist schließlich auch ein Gefühl - man fühlt, riecht, schmeckt... und das Meiste findet im Kopf statt.
Ich würde es zwar bei jedem Mann respektieren, wenn er es nicht sehen will, aber er verpasst damit das größte Wunder des Lebens, vielleicht das schönste und emotionalste Erlebnis seines Lebens.

Dabei davon zu reden, dass man deswegen seine Frau betrügen musste, ist lachhaft.
Mein Bruder meinte nach der Geburt seiner Tochter: "Ich bin so stolz auf meine tapfere Frau! Sie hat das sooo toll gemacht, schon alleine deswegen werde ich sie niemals im Leben betrügen. (Hat er MIR gesagt, nicht ihr!)

Lass es Deine Frau so entscheiden, wie sie sich am sichersten fühlt. Die meisten Hebammen sind aber wirklich toll!
Wünsche Euch eine schöne 2. Geburt und alles Gute zum ersten gemeinsamen Kind!

w,40
 
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  • #30
Es ist auch das Kind des Vaters. Er hat ein Mitbestimmungsrecht.

Es kann immmer zu Komplikationen unter der Geburt kommen. Auch aus heiterem Himmel.

Und die 15 Minuten bis der Notarzt kommt, können ewig dauern.

Ich würde nie zu Hause oder in einem Geburtshaus entbinden.

Die Hebammen vermitteln immer "alles easy". Das ist es auch, bis mal Komplikationen auftreten.

Ihr könnt doch Kliniken vorher besuchen und euch die beste aussuchen.

Die Anpassungsschwierigkeiten des Kindes nach Kaiserschnitt ohne Komplikationen sind minimal.
Das wird ein wenig von der Biolobby dramatisiert. Ein Kaiserschnitt läuft schmerzfrei ab.

Danke, bigger. Das musste einmal klargestellt werden. Was hier teilweise verzapft wird, ist nur gruselig. Und für mich gehören auch die Latrinenparolen nach Art des "mein Bauch gehört mir" zu den gruseligsten, partnerschaftsfeindlichsten und väterverachtendsten Äußerungen überhaupt. Wohl jedem Mann, der eine Frau mit solcher Einstellung nicht schwängert. Denn mit so einer Frau ist er auf der Verliererstraße - abschüssiges Gelände, mit Schmierseife versehen zum besseren Abschmieren (des Mannes).

M.
 
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