• #31
Meine beste Freundin und ich haben vor Jahren mit "Bestellungen beim Universum" herum experimentiert. Was mal gut und meistens weniger gut klappte. Irgendwann war uns klar, es scheitert am Detail. Wir konnten unmöglich so bis ins kleinste Detail hinein "bestellen", dass das Gewünschte wenn es überhaupt eintraf, dann auch wirklich eine runde Sache war.

Und so beschloss meine Freundin beim Thema "Mr Right" sich die ganzen Details und Fixierungen wie er sein, was er haben, wo er wohnen und wie er aussehen sollte zu sparen und bestellte sich einfach nur einen Mann, der ihre Interessen vertritt. Wir hielten das damals beide für eine sehr schlaue Bestellung, da konnte ja eigentlich nichts mehr schief gehen, wenn ein Mann ihre Interessen vertrat.

Unglaublich aber wahr, nur ein Monat später war der bestellte Mann dann da. Er vertrat ihre Interessen wie kein anderer, diesen Bereich erfüllte er vollkommen. Nur war meiner Freundin und mir bis dahin nicht sooooo bewusst gewesen, dass ihre Interessen um von ihrem stressigen Alltag abzuschalten hauptsächlich Party machen und Spaß waren. Leider war "Mr Right" für den Alltag nicht zu gebrauchen.

Meiner Meinung nach, legt man sich mit den ganzen Details und Fixierungen wie ein Partner genau sein sollte usw nur selber Steine in den Weg. Um so offen wie möglich für "Mr Rigth" zu sein kommt man ohnehin nicht daran vorbei, die eigenen hinderlichen Glaubensmuster und Prägungen unter die Lupe zu nehmen und zu verabschieden. Da kann man bestellen, absichern und machen was man will, bevor man in sich selber nicht aufgeräumt hat kommt man auf keinen grünen Zweig.

Du bist zB davon überzeugt, dass es schwierig ist den richtigen Mann für eine Familie zu finden.
Das hast du zwar bisher so erlebt und heißt aber noch lange nicht, dass es bis in alle Ewigkeit so bleiben muss...außer du hältst bis in alle Ewigkeit an dieser Überzeugung fest, dann wird es bestimmt so bleiben.

Räum dein System auf und wirf alles raus, was dir eh nur im Weg steht und dann mal schauen, ob du wegen deinem Kinderwunsch immer noch halbherzige Geschichten eingehen möchtest oder nicht. Alles Gute!
 
  • #32
alle für die Vernunft. Sie sagen für was langfristiges sollte man nach der Vernunft gehen und sie kennen viele Vernunftehen, wo Partner nicht heiß und Flamme sind und es klappt. Weiteres Argument ist, dass mit der Zeit die Anziehungskraft bei dem einen sowieso abnehmen wird
Das stimmt. Meine Empfehlung wäre bei einer Ehe auch eher Vernunft als Schmetterlingsgefühle. Es ist sehr wichtig, dass beide noch formbar sind und bestenfalls irgendwann eins werden. Mit über 30 ist das schwieriger aber nicht unmöglich. Mein Mann und ich trafen und Ende 20. Heute sind wir sehr aufeinander abgestimmt, ziehen an einem Strang, es ist sehr harmonisch. Auf andere machen wir ebenfalls diesen Eindruck. Das war aber Arbeit und wäre schwerer gewesen, wenn wir beide "fertig" gewesen wären. Wir wollten es beide, waren beide herzlich, ehrlich und hatten ähnlichen Bildungsstandard (studiert Hochschule). Wenn du denkst, dass du und der Mann nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden, dann wird es schwierig denke ich.
 
  • #33
Die Beiden hier beschriebenen Kandidaten passen nicht für einen Kompromiss. A ist körperlich nicht akzeptabel. B ist von den Werten her nicht kompatibel. Im letzten Fall würden mich allerdings die konkreten Werteunterschiede interessieren.

Unabhängig davon bin ich der Meinung, dass eine Beziehung erfüllend und liebevoll sein kann, auch wenn Verliebtheit am Anfang fehlt. Ekel oder fundamentale politische oder religiöse Haltungen sind dagegen unüberbrückbar.

Die FS bleibt aber vage. Der wichtigste Grund für mich, warum Menschen keine Familie gründen oder keine Zweisamkeit finden, obwohl sie sich zu einem Wunsch dazu bekennen ist und bleibt aus meiner Sicht Beziehungsangst.

Auf Grund der hier vor liegenden Infos, wäre die Annahme von Beziehungsangst als relevanten Aspekt aber nur übergriffig.

Mit einem Gast hatte ich heute eine dazu passende Diskussion. Diese sucht gerade auch nach einem Partner.

Sie würde sich von einem Partner nie sponsern lassen oder diesen seinerseits nie subventionieren. Urlaubsreisen würde sie lieber allein machen, als das hinderliche Defizite die sich z.B. aus einem Gehaltsgefälle ergeben können in die eine oder andere Richtung durch den stärkeren Partner aufgefangen werden.

Ich sehe dies im Wiederspruch zum WIR einer Partnerschaft und als eine unpartnerschaftliche rein ICH zentrierte Sicht an. Das ist z.B. für mich ein entscheidend fundamentaler Werteunterschied der eine Beziehung unmöglich macht.

Die Frage dagegen ob Schwein auf den gemeinsamen Speiseplan oder nicht kommt, ist dagegen für mich Pillepalle.
 
  • #34
wenig anziehend für euch war und mit der Zeit und der Liebe euch die Anziehungskraft egal wurde, es euch nicht mehr interessiert hat, dass die Person zB übergewichtig ist. Meine Freundin sagt zB: Jeder Mann bekommt irgendwann mal Bierbauch und eine Glatze und wenn du ihn liebst, dann achtest du nicht darauf. /QUOTE]
Was deine Freundin sagt, ist totaler Schwachsinn! Für mich klingt das so, als wollte sie dich einfach nur unter die Haube bringen und nur weil ihre Vernunftbeziehung okay war, heißt das noch lange nicht, dass du in deiner Vernunftsehe nicht leiden wirst und dich die Sehnsucht nach dem Mann den du anziehend findest, umtreibt.

Und auch ihre zweite Aussage ist Quatsch. Nicht alle Männer werden mit der Zeit unförmiger und bekommen einen Bierbauch! Genauso wenig wie jede Frau ab 50 unattraktiv und unförmig ist.
Und liebe lässt einen über vieles hinweg sehen, aber wenn sich ein Mensch zu sehr negativ verändert, wird dich das sehr wohl stören. Du findest den Mann schon heute nicht anziehend und atraktiv, wie meinst du würde das dann sein, wenn er noch dicker wäre?

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, aus Freundschaft wird Verbundenheit, aber nicht Liebe und erst recht entsteht keine sexuelle Anziehung, wenn sie niemals zuvor da war. Und ich sage dir eines, du wirst dich immer danach sehnen, einen Mann zu haben den du aus tiefstem Herzen liebst und begehrst. Meine selbstgemachte Erfahrung!
Warum gibst du dir nicht noch etwas Zeit, den richtigen Mann zu finden bzw kennen zu lernen? Weil deine Freundin dir Druck macht? Oder deine Familie?

Was deine Freundin sagt, ist totaler Schwachsinn! Für mich klingt das so, als wollte sie dich einfach nur unter die Haube bringen und nur weil ihre Vernunftbeziehung okay war, heißt das noch lange nicht, dass du in deiner Vernunftsehe nicht leiden wirst und dich die Sehnsucht nach dem Mann den du anziehend findest, umtreibt.

Und auch ihre zweite Aussage ist Quatsch. Nicht alle Männer werden mit der Zeit unförmiger und bekommen einen Bierbauch! Genauso wenig wie jede Frau ab 50 unattraktiv und unförmig ist.
Und liebe lässt einen über vieles hinweg sehen, aber wenn sich ein Mensch zu sehr negativ verändert, wird dich das sehr wohl stören. Du findest den Mann schon heute nicht anziehend und atraktiv, wie meinst du würde das dann sein, wenn er noch dicker wäre?

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, aus Freundschaft wird Verbundenheit, aber nicht Liebe und erst recht entsteht keine sexuelle Anziehung, wenn sie niemals zuvor da war. Und ich sage dir eines, du wirst dich immer danach sehnen, einen Mann zu haben den du aus tiefstem Herzen liebst und begehrst. Meine selbstgemachte Erfahrung!
Warum gibst du dir nicht noch etwas Zeit, den richtigen Mann zu finden bzw kennen zu lernen? Weil deine Freundin dir Druck macht? Oder deine Familie?
 
  • #35
Ich denke, den einen Mann findest Du nur aufregend. Das, was jetzt noch heiß ist und spannend aussieht, brennt irgendwann aus, und es herrscht Wortlosigkeit. Über Religion zu diskutieren, ist auch nicht das, was ich wichtig finde für eine Beziehung, das kannst Du auch mit Freunden machen. Meiner Ansicht nach ist schon ersichtlich, dass das nichts von Dauer sein wird, weil auch zu viel Spannung gar nicht lebbar ist in einer Beziehung. Es wird zu emotional, es gibt keine Ruhe und kein Beisammensein können ohne Aufregung.

Der andere Mann ist anscheinend nicht Dein Typ. Was Deine Freundin redet, ist doch leicht zu widerlegen anhand der Männer ohne Bauch und mit Haaren über 50. Mit Bauch und ohne Haare ist auch nichts, was unattraktiv sein muss für eine Frau. Dein Ding ist es vielleicht nicht, also wäre der Mann in diesem Fall nichts für Dich.

Was ist das für eine Einschränkung mit der Religion? Es klingt so, als hättest Du sie, also brauchst Du einen toleranten Partner oder einen, der genauso drauf ist. Das wäre aber für mich in der heutigen Zeit kein Grund mehr, einen Notlösungspartner zu nehmen. Früher musste man in seiner Gruppe bleiben und dann eben einen Partner nehmen, der die gleichen Ansichten vertrat. Aber heute... Gut, wenn Dir das so wichtig ist und Du vielleicht von Deiner Gruppe abhängig bist und sie nicht sonderlich tolerant ist, bleibt Dir nichts anderes, und Du findest den Mann ja auch sympathisch. Also ich seh noch nicht so festgelegt, dass er Dir nicht doch gefallen könnte. Nur frage ich mich, WIE unanziehend er auf Dich wirkt. Wenn Du Kinder willst, wirst Du ja auch Sex mit ihm haben. Den Mann kannst Du vielleicht gut im Alltag ertragen, das seh ich mit dem anderen Mann nicht. Der klingt für mich gar nicht danach, dass Du mit dem eine Beziehung mit Fundament haben wirst. Das wird viel zu stressig und die Anziehung ist auch mehr und mehr weg, je mehr auch die unterschiedlichen Sichtweisen aufeinanderprallen und je dichter man sich dann auf der Pelle hockt.

Die Fragen, die unterm Strich für mich dabei rauskommen, sind: Ist Dir Deine Religion so wichtig, dass Du hier keinerlei Toleranzen haben können wirst, auch bei der Kinderbetreuung nicht, und würde Dich Deine soziale Gruppe ausstoßen, wenn Du Deine Sichtweisen bzgl. eurer Religion und Ansichten lockerst, oder ist Dir wichtig, einen Mann zu finden, mit dem Du körperlich harmonierst, also ihn attraktiv findest usw..? Und ist Dein "Beuteschema" diesbezüglich so gestrickt, dass es überhaupt anziehende Männer für Dich gibt, mit denen auch ne Beziehung möglich ist. Denn wenn Du auf hitzige Debatten und brennende Anziehung stehst, kann das gut sein, dass sich das überhaupt nicht leben lässt in einer Beziehung. Vielleicht bist Du sogar sexuell ein Typus, der sowieso schnell gelangweilt ist und "weiterspringen" will, weil die Phase des Kennenlernens und die zugehörigen Kontroversen Dich reizen.
 
  • #36
@void
Ich habe bei Religionen bislang bewusst nicht erwähnt, weil ich hier keine Diskussionen über die Religionen wünsche, keine Vorurteile lesen möchte, sondern mir neutrale Meinungen wünsche.

Bei meinem Mann wäre es mir egal, welche Ansichten er vertritt. Einen erwachsenen Menschen möchte ich auf gar keinen Fall verändern. Er kann bleiben, wie er ist. Gegenüber meinen Kindern sehe ich mich jedoch verpflichtet eine gewisse Verantwortung zu tragen. So betrachte ich es als kompliziert dem eigenen Kind davon fernzuhalten, wovon man selbst zu 100% überzeugt ist und das Kind dazu zu leiten den (nach eigenen Glauben) den falschen Weg einzuschlagen. Ohne Religion aufwachsen zu lassen, finde ich schon paradox, das führt in den meisten Fällen dazu dass das Kind auch später ohne Religion bleibt oder sich aus allen Religionen das rauspickt, was ihm besser gefällt. Das ist dann auch nicht der Sinn der Sache. Genauso wie beide Religionen vermitteln auch keinen Sinne ergibt, weil Religionen sich auch immens widersprechen. Wie erzählt man es einem Kind in einer christlichen und muslimischen Ehe zB die Religion? Also: Nach dem Christentum ist Jesus Gottessohn, nach dem Islam ein Prophet, nach dem Christentum zeugt Gott, hatte also Geschlechstverkehr, nach dem Islam nicht. Im Christentum gibt es die Dreifaltigkeit (Vater, Sohn, Heiliger Geist), total im Widerspruch zum Islam und die Liste kann man unendlich weiterführen.. ehmm mein Kind, jetzt kannst du aussuchen, was dir besser gefällt. Alles zu verwirrend für ein Kind. Parallel beide Glauben ist also unmöglich. Und ich denke auch, dass sich ein Glaube darin festigt, dass man ihn mit dem Kind auslebt. Außerdem ist es nach meinem Glauben eine Sünde meine Kinder (nach eigener Überzeugung) falsch zu leiten. Ich kann aber auch nicht egoistisch sein und nur meine Ansichten durchsetzen. Das wäre dann für den Mann neben mir auch nicht erfüllend. Hinzufügen wäre auch, dass es mich nicht glücklicher macht, dass er meinetwegen auf einiges verzichten MUSS. Etwas unfreiwillig machen zu MÜSSEN, empfinde ich schrecklich. Das möchte ich ihm auch nicht antun! Das will ich nicht, ist mir auch alles viel zu kompliziert. Ich denke auch, dass es Gemeinsamkeiten sind, die im späten Alter zwei Menschen verbinden, auch wenn Unterschiede für einen gewissen kurzen Zeitraum einen Reiz haben können, so ist dieser Reiz nicht von einer Ewigkeit.

Eine künstliche Befruchtung kommt mir nicht in Frage. Ich empfinde allein schon den Gedanken schwanger von einem Mann zu sein, den ich nicht mal kenne und auch nie kennenlernen werde als befremdlich. Außerdem denke ich auch an die Pysche des Kindes. Was sagt man dem Kind später, wenn es fragt, wo Papa ist? Schatz, du hast keinen Papa, du warst im Reagenzglas? Oder wenn das Kind in der Schule von seinen Freunden nach dem Papa gefragt werden? Was soll es antworten? Lasse mich aber gerne belehren, vielleicht haben einige Erfahrungen damit und können darüber berichten.
 
  • #37
Liebe FS
Die meisten hier sagen ja nicht, dass es nicht wichtig ist, gleiche Werte und Vorstellungen zu haben! Ja, es ist wichtig, sehr wichtig sogar, gerade beim Thema Religion ersparst du dir viel wenn ihr beide die gleiche Religion lebt.

Jetzt kommt das ABER....

Die sexuelle Anziehung ist auch wichtig und sollte in einem gewissen Maße vorhanden sein, sonst wird Nähe und Sexualität irgendwann zum Horrortrip für dich! Wenn man seinen Mann nicht atraktiv findet und begehrt, kippt das irgendwann in Abneigung und Ekel. Da bin ich mir zu 100% sicher. Was nützt dir dann noch die gleichen Werte zu haben, wenn dein Mann Sex möchte und du nur noch aushälst?

Beide Männer sind es nicht für dich und mich graust es davor, wenn ich mir überlege, dass du dich ernsthaft in so eine Zweckbeziehung begeben willst! Freiwillig

Niemals im Leben würde ich mich mehr auf einen Mann einlassen, der mich nicht anmacht und den ich nicht begehrenswert finde. Dieses Gefühl angekommen zu sein, bei einem Mann den Mann liebt, begehrt und mit dem auch sonst alles harmoniert ist nicht zu toppen.

Es wird ein Mann kommen der deine Werte vertritt UND den du anziehend findest- zumindest ein bisschen.
Du hast doch noch Zeit! Höre mal auf verkrampft nach einem Erzeuger für dein Kind zu suchen und entspann dich! Erst dann wird das Universum jemanden für dich schicken.
 
  • #38
Zu der Religion: Meine Mutter ist Muslim (aber nicht streng gläubig, dh kein Kopftuch, isst Schweinefleisch, betet nicht mehrmals täglich, fastet nicht). Mein Vater ist aus der Kirche (evangelisch) raus und ist Atheist. Beide haben uns ihre Ansichten zu dem Thema mitgegeben. Wir konnten frei entscheiden. Heute glaube ich an Gott, ohne dies von einer bestimmten Religion abhängig zu machen. Man muss das locker sehen. Leben und leben lassen. Wir haben, wenn es ihn gibt, sowieso alle nur einen Schöpfer. Würde meinen Kindern hier auch alle Freiheiten lassen. Auch finde ich es anders als Du klug, wenn man sich für sich Sinnvolles aus den verschiedenen Religionen zusammenträgt, wenn es einem hilft.

w30
 
  • #39
Außerdem ist es nach meinem Glauben eine Sünde meine Kinder (nach eigener Überzeugung) falsch zu leiten. Ich kann aber auch nicht egoistisch sein und nur meine Ansichten durchsetzen. Das wäre dann für den Mann neben mir auch nicht erfüllend. Hinzufügen wäre auch, dass es mich nicht glücklicher macht, dass er meinetwegen auf einiges verzichten MUSS. Etwas unfreiwillig machen zu MÜSSEN, empfinde ich schrecklich. Das möchte ich ihm auch nicht antun! Das will ich nicht, ist mir auch alles viel zu kompliziert.

Liebe FS,

du machst dir zweifellos viele Gedanken und das ist auch nicht verkehrt.
Dass du nicht über deine Religion diskutieren willst, kann ich nachvollziehen. Warum andere - und womöglich noch Leute, die mit Religion nichts am Hut haben - über etwas urteilen lassen, was deine eigene persönliche Angelegenheit ist und niemanden etwas angeht?

Allerdings entnehme ich deinem Beitrag, dass Religion eine wichtige Rolle in deinem Leben spielt und du eventuelle Kinder entsprechend anleiten willst. Das ist nichts Besonderes, denn in der Regel geben alle Eltern ihre religiöse Überzeugung an ihre Kinder weiter, weil sie für ihr Kind das Beste wollen.
Ob das gut ist oder nicht, richtig oder falsch mag dahin gestellt sein und es muss auch nicht bedeuten, dass ein christlich indoktriniertes Kind, wenn es erwachsen ist, diesen Glauben beibehält.

Da dir dein Glaube so wichtig ist, solltest du, wenn du eine harmonische Beziehung oder Ehe führen willst, dich in deiner Glaubensgemeinde umschauen oder dort, wo du Gelegenheit hast einen Mann zu treffen, der denselben Glauben hat. Sonst würdest du wahrscheinlich nicht glücklich werden.

Der alte Spruch: "Gleich und gleich gesellt sich gern", hat auch heute noch seine Gültigkeit.
 
  • #40
Genauso wie beide Religionen vermitteln auch keinen Sinne ergibt, weil Religionen sich auch immens widersprechen. Wie erzählt man es einem Kind in einer christlichen und muslimischen Ehe zB die Religion?

Hatte ich noch gar nicht gelesen, dass der eine Mann eine andere Religion und Kultur als du hat. Mein Schwiegersohn hat auch eine andere Religion und Kultur als meine Tochter. Als die zwei zusammen kamen war ich schon etwas besorgt, weil in meinem Freundeskreis solche Beziehungen nicht gut gingen und auch sonst hörte man mehr negatives als positives darüber.

Willkommen in unserer Familie war er trotzdem, denn verbockt hatte er ja noch nichts. Umso besser ich ihn kennenlernte, umso mehr schätzte ich ihn und könnte mir keinen besseren Schwiegersohn wünschen. Er ist ein liebevoller Mann und würde für meine Tochter durchs Feuer gehen. Inzwischen sind sie seit 5 Jahren zusammen, ihr erstes Kind ist auch schon da und er liebt meine Tochter und mein Enkelkind über alles. Finanziell sind meine Lieben auch gut versorgt.

Verschiedene Kultur und Religion ist gar kein Problem. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich meine Kinder nicht streng gläubig erzogen habe und die Eltern von meinem Schwiegersohn haben ihren Sohn auch nicht streng gläubig erzogen. Wir sind da alle locker drauf und kollidieren mit unseren Religionen überhaupt nicht.

Die Festtage von unserer Religion feiert meine Tochter mit Mann und Kind mit uns zusammen und mein Schwiegersohn freut sich immer darauf, weil es eine schöne Abwechslung ist. Die Festtage von seiner Religion feiert er dann mit meiner Tochter und Kind mit seiner Familie zusammen. Was wiederum für meine Tochter eine schöne Abwechslung ist und für mein Enkelkind ist alles zusammen sowieso spannend.

Gekocht wird, was allen schmeckt und für alle in Ordnung ist. Wo ist das Problem?
Mein Enkelkind wächst mit beiden Religionen auf und was soll man dem Kind schon großartig dazu sagen außer wie es ist. Die eine Religion ist so und die andere Religion ist so...und jetzt? Was soll denn da verwirrend sein, mein Enkelkind wächst ja auch zweisprachig auf und ist kein bisschen verwirrt davon.

Du denkst viel zu kompliziert. Bei uns läufts wirklich gut und wenn sich meine Tochter und mein Schwiegersohn mal in die Haare kriegen, geht es um ganz normale Sachen wie in vielen anderen Beziehungen auch.
Bei den beiden war es aber von Anfang an Liebe und dazu kommt noch, dass keiner von beiden streng gläubig erzogen wurde.
 
  • #41
... der ist überhaupt nicht mein Typ!«) nicht nachvollziehen -Wie wäre es denn mal mit näher hinschauen, jemanden über längere Zeit erleben, herausfinden, wo seine positiven (oder negativen) Seiten stecken? Eventuell entdecken, dass der »so-gar-nicht-mein-Typ-Mann« am Ende DER KNALLER ist, ...

Rein praktisch gesehen kostet das in der Regel zu viel Zeit und es ist völlig richtig, anhand von manchen Kriterien vorzusortieren, die einem wichtig sind. Was nichts daran ändert, dass ich das Vorgehen der FS auch schräg finde. Eine Beziehung ohne Anziehungskraft oder eine ohne gemeinsame grundlegende Wertvorstellungen dient dann nur dazu, einer Frau (in Torschlusspanik?) ein Kind zu verschaffen. Dem Mann gegenüber ist das total unfair.
 
  • #42
Die sexuelle Anziehung ist auch wichtig und sollte in einem gewissen Maße vorhanden sein, sonst wird Nähe und Sexualität irgendwann zum Horrortrip für dich!
Sie will unbedingt ein Kind, da muss sie schon mal in den sauren Apfel beißen, wenn es auf normalem Weg nicht geht, sie trotzdem will. Wenn das beiderseits gewünschte Kind unterwegs ist, wird der Sex eingestellt. Sie fanden sich ja gegenseitig nicht besonders toll.

Also TE wenn Du meinst Du bist so dermaßen unattraktiv und auch unsymphatisch, dass Du keinen Mann findest, dann nimm den mit den besser passenden Werten mach die Augen zu bis Du schwanger bist, Heiraten wäre ja mega albern.
 
  • #43
Heute glaube ich an Gott, ohne dies von einer bestimmten Religion abhängig zu machen.

w30

Ja, das ist auch genau das was ich meine. Das Kind bleibt eben auch im später Alter ohne Religion, wenn man es als Kind schon ohne Religion aufwachsen lässt, der Glaube sich nicht festigt, oder ihn/sie mit widersprüchlichen Ansichten durcheinander bringt. Also, stelle ich mir deshalb berechtigt die Frage, ob ich es im später Alter mit meinem Gewissen vereinbaren kann, dass ich meine Kinder bewusst dazu leite, den (für mich) falschen Weg einzuschlagen. Für ihn wiederum ist natürlich mein Weg der falsche. Deine Mutter scheint ja eher atheistisch geneigt zu sein und dein Papa ist bekennender Atheist. Wir beide sind aber nicht atheistisch. Das ist der Unterschied und auch das Problem hier. Auch wenn wir beide aktuell kaum etwas mit der Religion am Hut haben, ich zB sehr freizügig rumlaufe, ändert man sich dennoch oft im Alter, insbesondere dann wenn man gewisse Verantwortung der eigenen Kinder gegenüber zu tragen hat. Meiner Beobachtung nach, wird man im zunehmenden Alter gläubiger (jedenfalls in meinem Kreis), weil man mit zunehmendem Alter mehr über Leben und Tod nachdenkt. Außerdem denke ich, nur weil ich meinen Glauben nicht perfekt ausgeführt habe, wäre es nicht korrekt meinem Kind dazuzubringen, dass er/sie es von vornherein ebenfalls nicht tut, was ich dann wiederum zu VERANTWORTEN habe. Mein Kind wird dann meinetwegen atheistisch geneigt sein. Ich kann mir vorstellen, dass ich das bereuen werde und dies im später Alter aufgrund meiner Überzeugung mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann. Jemand, der atheistisch geneig ist, kann sicherlich meine Gedankengänge nicht nachvollziehen.

Bei fast allen Erfahrungsberichten, die ich über binationale Ehen zu lesen bekommen habe, waren die Ehen, die auch länger gehalten haben, solche, wo einer der Parteien nachgeben musste (zB konvertiert hat.) Ich mache mir auch viel Gedanken wegen ihm, ich möchte ihn auch nicht ins Unglück stürzen. Ich kann mir vorstellen, dass er darunter leiden wird (andersrum genauso), wenn ich meine Ansichten durchsetze. Das will ich nicht. Ich finde ihn heute noch anziehend, in 5 Jahren eventuell nicht mehr und dann wird es erst Recht katastrophal. Dann habe ich gemeinsame Kinder mit einem Mann, den ich nicht anziehend finde, mit dem es von vorn bis hinten nicht passt und mit dem ich Konflikte bei der Erziehung der Kinder habe. Deshalb mache ich mir ernsthaft Gedanken über eine Vernunftehe.

Denn: Die Annahme, dass eine hormonell gesteuerte Ehe tatsächlich die bessere sein soll, widerlegen wiederum die hohe Scheidungsraten.
 
  • #44
Ich habe hier zwar schon einmal (#11) geantwortet ... doch nachdem ich weitere Statements von @immer.wieder und auch Gedanken einiger anderer Teilnehmer/innen gelesen habe, bin ich doch etwas entgeistert:

Hier wird mit Männern (und möglichen Vätern) umgegangen, als wären sie auf dem Wochenmarkt im Angebot: ist mein Typ / ist nicht mein Typ. Charakterlich perfekt / aber nicht attraktiv. Vernunftentscheidung / oder doch lieber einen ganz heißen ...

Und all das, WEIL EIN KIND HER MUSS.
Da geht’s mir wie Amytan und kann dazu nur „entgeistert“ ausrufen „GEHT’S NOCH?!?“
Es ist wirklich schade, dass man Kinder die „herkommen müssen“, nicht vorher fragen kann, was sie davon halten...

In diesem Thread hier wird gefeilscht, gepokert, abgewogen, dass es kracht. Also ich finde das absolut unwürdig und hoffe sehr für den männlichen »Gewinner«, der als solcher ausgelotet wurde, dass er es rechtzeitig merkt und sich nach einer Partnerin mit Empathie umschaut.
Ja, und für die noch ungeborenen Kinder, hoffe ich dies ebenso, denn auch Kinder brauchen emphatische Eltern.

Was ist daran unwürdig? Es geht um Ihre Zukunft und die ihrer späteren Kinder.
Es ist, im Gegenteil, sehr verantwortungsvoll, sich nicht blind, hormongesteuert also fremdbestimmt, zu Verhalten, sondern alle Aspekte einer solch weitreichenden Entscheidung abzuwägen.
Richtig, es geht um ihre Zukunft und die ihrer späteren Kinder. Aber auch um die Zukunft des Vaters. Und was für eine würdige Zukunft wird das sein, wenn sie ihn nicht einmal küssen mag?

@FS, Frag dich doch mal selbst, in welche Konstellation du hineingeboren werden möchtest.
M.m.n ist es weder der eine noch der andere. Der Traummann muss es nicht sein, aber schon ein Mann zu dem du in seiner Gesamtperson (körperlich, seelisch, gesitig) stehen und ihn lieben kannst. Alles andere ist einfach nur fauler Kompromiss.
 
  • #45
Deine Mutter scheint ja eher atheistisch geneigt zu sein und dein Papa ist bekennender Atheist.
Mit dem ersten Halbsatz liegst Du nicht richtig. Gerade deswegen habe ich das Beispiel gebracht. Meine Mutter glaubt an Gott, spricht auch privat stille Gebete für sich. Doch sie ist keine streng gläubig praktizierende Muslima mit allen dazugehörigen Sachen wie zB Fasten. Meine Mutter sagte immer zu uns, natürlich gebe es Gott. Mein Vater sagte, er selbst könne nicht an Gott glauben. Beide waren absolut tolerant, ließen beides so gelten, wir Kinder waren frei, es war sehr schön. So konnte ich nur Bereicherndes mitnehmen. Und wie Du siehst, glaube ich heute an Gott und ziehe daraus meine Kraft, übrigens sehr viel stärker als manch Getaufter in meinem Umfeld, der zwar an Weihnachten in die Kirche geht, aber doch nicht wirklich dran GLAUBEN kann (wofür er aber auch nichts kann). Jedoch gehöre ich keiner Religion in dem Sinne an, da hast Du Recht. Das kommt bei Kindern, die nicht von vornherein getauft wurden etc. tendenziell auch nicht mehr.

Wenn Du willst, dass Dein Kind nicht nur einfach glaubt, sondern auch praktiziert, musst Du natürlich in der Tat selbst anfangen. Ich denke, Dein Glaube ist Dir sehr wichtig und anders als meine Eltern betitelst Du ja Gegenläufiges als den "falschen Weg". Insofern musst Du Dir mE einen Partner aus Deiner Glaubensrichtung suchen. Ich persönlich finde es schade, dass man nicht eher das Bereichernde und Vereinende an den Religionen sieht und die meisten eher in den Kategorien "Ausschluss und Abgrenzung" denken. Im Übrigen sind sich das Christentum und der Islam im Kern sehr ähnlich, vielleicht hilft es Dir, da ein bisschen nachzuforschen.

w30
 
  • #46
Deine Religion ist Dir wichtig und Du willst, dass Dein Kind in dem Sinne aufwächst. Da sehe ich keine andere Möglichkeit, als einen Partner zu wählen, der genau die gleiche Religion lebt. Weil - er wird das ja mitbekommen, wie Du ein abhängiges Wesen - euer Kind - beeinflussen wirst mit Ansichten und Sichten auf die Welt, die er nicht teilt. Wenn er sein Kind liebt, wird er SEINE Ansichten ebenfalls dem Kind nahebringen wollen, weil er meint, das wäre richtig und wichtig für sein Kind. Wenn sich dann die Eltern um Dinge streiten, die das Kind selbst weder verifizieren noch falsifizieren kann, was soll es dann denken, ohne komplett verwirrt zu werden? Auf wessen Seite soll es sich schlagen, um dann die Liebe des anderen Elternteils vielleicht zu verlieren?

Denkst Du, Du würdest besser leben, wenn Du die Religionsregeln strenger befolgen würdest? Dann würdest Du JETZT logischerweise danach leben, denke ich. Ich will darauf hinaus, dass wenn Du es jetzt so locker hältst und nicht denkst, Du seiest ein schlechter Mensch, Du es auch MIT Kind locker halten könntest (in wie weit das Kind dann mit Lehrern oder anderen Kindern Probleme bekommen könnte, vermag ich nicht zu beurteilen).
Dein Kind wird vor allem durch Dich geprägt und wie Du lebst, wie Du die Welt siehst, was Du wertvoll findest. Wenn das Liebe, Respekt und Toleranz ist, lernt Dein Kind das. DEINE Weisheiten des Lebens sind das Wichtige, ob Du nun den Glauben streng lebst oder nicht. Ich weiß nicht, warum Du, wenn Du jetzt gut lebst und Werte hast, was verbessern wirst, wenn Du mit Kind dann im Ausleben des Glaubens ganz anders wirst. Du HAST den Glauben doch, und er bestimmt Deine Werte.
Okay, die REGELN der Religion, die das Kind dann auch als geltend lernt, müssten schon übereinstimmen mit dem, was Du vorlebst, oder Du musst Fragen beantworten. Aber der Glaube wird auf jeden Fall auch mitgegeben, wenn Du nicht nach anderen Regeln lebst als jetzt, denn Du hast ja Deinen Glauben auch nicht verloren mit dem Ablegen verhüllenderer Kleidung.

Gibt es denn keine Hoffnung darauf, dass Du noch einen anderen Mann Deiner Glaubensrichtung finden kannst, den Du attraktiver findest als den Mann mit Bauch und Glatze?
Ein Kind, das bei Eltern aufwächst, die sich unglücklich mit der Ehe gemacht haben, weil die Mutter irgendwann realisiert hat, dass dieser Mann alles sein wird, was sie für den Rest ihres Lebens haben kann im Bett, und der Vater frustrierter und frustrierter wird, weil er mehr und mehr merkt, warum er ausgewählt wurde, wird auch keine glückliche Kindheit haben, sondern spüren, dass viel unter den Teppich gekehrt wird. (Ich denke nicht, dass Du Fremdgehen gut findest oder Deine Religion Sex mit anderen vorsieht.)
 
  • #47
TE,
es wäre sehr nett wenn Du den ganzen fleißigen Postern mal antworten würdest. Du hast eine Frage gestellt viele haben Dir geantwortet aber das interessiert Dich wohl kaum. Deine Monologe kannst Du Dir sparen, antworte einfach mal.
 
  • #48
Außerdem denke ich, nur weil ich meinen Glauben nicht perfekt ausgeführt habe, wäre es nicht korrekt meinem Kind dazuzubringen, dass er/sie es von vornherein ebenfalls nicht tut, was ich dann wiederum zu VERANTWORTEN habe
Wow.
Ich will jetzt gar nicht mit der ganzen Unlogik von Religion anfangen.
Aber diesen Tipp möchte ich dir geben.
Wie wäre es, wenn du selbst nochmal deine ganzen Glaubensfragen reflektierst. Ich finde es seltsam, dass du so locker flockig lebst, dein Kind soll aber später mal streng religiös handeln.
Es klingt als lebtest du dein Leben, in einem religiösen "Bewusstsein", die ganze Zeit falsch zu handeln.
Warum sollte denn bei deinem theoretischen Kind diese religiöse Erziehung anschlagen. Das hat bei dir doch dann auch nicht gefruchtet sozusagen. Und das ist doch vollkommen in Ordnung.
Was ist denn an "freizügig rumlaufen" falsch. Das Kind soll dann schon verhüllt werden?
Also...bevor du ein Kind erziehst, denk doch erstmal nach, was genau du da vermitteln willst.
Ziemlich verwirrend so eine Religion.
 
  • #49
Man kann seine Kinder nicht " planen ", sie sind keine Projekte nach vorgefertigten Mustern.
Klar vermittelt jeder seine Werte aber auf ihrem Hals wird niemals Dein Kopf sitzen.
Wenn die Norm Haflinger wären, dann ist einer meiner Jungs ein gepunktetes Zebra.
Und trotz der Freiheit seine Punkte tragen zu dürfen, ist er im Moment nicht glücklich, kein Haflinger zu sein.

Wie muss sich ein Mensch fühlen, der nicht aus Liebe geplant wurde, sondern an einem religiösen Reissbrett.

Es erinnert mich fast daran als blonder Mensch, Unmenschlichen ein Kind zu schenken
Wobei da beide wussten, Liebe ist egal nur das Ergebnis zählt.

Hier wird es jedoch neben dem Kind auch noch einen Mann treffen, der nicht wissen wird dass er als zuchtbulle herhalten muss.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr ( auch Du) so glücklichen Tagen entgegen seht....wenn die Liebe zum Nächsten fehlt.
 
  • #50
Wie wäre es, wenn du selbst nochmal deine ganzen Glaubensfragen reflektierst. Ich finde es seltsam, dass du so locker flockig lebst, dein Kind soll aber später mal streng religiös handeln.

Brauche meine Glaubensfragen nicht zu reflektieren.Bin in der Ausübung meiner Religion nicht perfekt, erfülle dennoch, so gut wie es geht, die Pflichten meines Glaubens. Wie ich meine Religion auslebe, sollte jedoch hier nicht zur Diskussion stehen. Es bringt eben nicht weiter, wenn Jemand, der nicht gläubig ist, seine Überzeugung mir vermittelt und mir erzählt, dass alles Schwachsinn mit der Religion ist. Meine Überzeugung bleibt eben meine und diese möchte ich gerne weitergeben und mit meinem Kind ausleben. Punkt!

Dass mein Kind streng religiös sein soll, so etwas habe ich auch nicht behauptet. Nach meinem Glauben bin ich dennoch dazu verpflichtet meinem Kind diese Werte weiterzugeben und dies kann ich in dem ich den Glauben mit meinem Kind auslebe. Denn nur so kann ein Glaube sich festigen. Wenn es Erwachsen ist, dann kann es sich immernoch belesen und seinen Weg finden. Aber gar keinen Glauben ausleben, läuft i.d.R darauf hinaus, dass das Kind später vielleicht an einen Gott glaubt, aber sich zu keiner Religion zugehörig fühlt, wofür ich nach meinem Glauben die Verantwortung zu tragen habe. Seine Sünden, aufgrund religionsfreier Erziehung, habe ich quasi zu verschulden. Anders ist es, wenn ich ihm die Werte vermittele, dann habe ich meine Pflichten/Verantwortung erfüllt, ob mein Kind dann oder inwiefern mein Kind dann die Religion ausüben/ausleben möchte, kann es sich dann im höheren Alter entscheiden, nachdem er die Werte kennengelernt hat. Ja, genauso wurde ich auch erzogen. Alle Werte meiner Religion wurden vermittelt, aber kein Zwang! Und ich bin glücklich und dankbar darüber, dass ich diese Werte ausleben konnte. Ich hätte mich kaum im späten Alter mit meiner Religion auseinandergesetzt, wenn ich von diesen Werten ferngehalten wäre. Alles andere führt dazu, dass mein Kind im späten Alter -aufgrund meiner neutralen Erziehung- ohnehin atheistisch bleibt. Zum selben Ergebnis gelangt man auch, wenn man verschiedene Religionen in einem Haushalt auslebt, was für ein kleines Kind verwirrend wäre und zur Unsicherheiten führt, weil wie oben erwähnt, die Religionen sich auch immens widersprechen. Das ist dann auch so nach dem Motto: „die erzählen mir sowieso alle was anderes, dann glaube ich halt an Gott und an nichts mehr“ Schon allein bei diesen Diskussionen hier im Thread ist festzustellen, wie viel Konfliktpotenzial solche Themen haben.

@ErikDo

Was ist deine konkrete Frage?
 
  • #51
läuft i.d.R darauf hinaus, dass das Kind später vielleicht an einen Gott glaubt, aber sich zu keiner Religion zugehörig fühlt,
Das ist dann auch so nach dem Motto: „die erzählen mir sowieso alle was anderes, dann glaube ich halt an Gott und an nichts mehr“
Das siehst Du richtig, denn es ist das Resultat meiner Erziehung, über das ich persönlich sehr glücklich bin, u.a. weil es mich gegenüber anderen Glaubensrichtungen, Atheisten und Agnostikern tolerant werden ließ.

Wie Du Deinen Glauben auslebst, ist tatsächlich nicht Thema. Doch erlaubt sei die Anmerkung, dass Du Dich um die von Dir zu verantwortende Sünden Deiner künftigen Kinder sorgst, die nicht Deiner Religion entsprechend agieren (-> spricht für einen hohen Stellenwert Deines Glaubens), und ein paar Posts vorher überlegst, mal mit dem anderen Mann zu schlafen, um da Anziehung herzustellen. Passt nicht wirklich zusammen. Zum eigentlichen Thema: Aus Deinen Zeilen geht ganz klar hervor: Du solltest Dir einen Mann aus Deiner Glaubensrichtung suchen. Denn Du willst Deinem Kind eine Religion vermitteln unter Ausschluss anderer Glaubensrichtungen. Das geht nicht, wenn Dein Mann Muslem ist und seine Werte ebenfalls mitgeben will. Für eine offene, tolerante Erziehung wie die meiner Eltern bringst Du nicht genug mit. Eigentlich eine ganz einfache Feststellung, ich verstehe nicht, wieso Du die Frage stellst. Vermutlich weil Du traurig bist, weil Du genau weißt, dass es wieder keiner der beiden für Dich sein wird und es bedeutet, dass Du weiter suchen musst, mit der Sorge im Nacken, dass es nicht rechtzeitig klappt. Das ist auch hart... Wünsche Dir, dass Du den richtigen Weg findest!

w30
 
  • #52
Dass mein Kind streng religiös sein soll, so etwas habe ich auch nicht behauptet. Nach meinem Glauben bin ich dennoch dazu verpflichtet meinem Kind diese Werte weiterzugeben

Guten Morgen,

aber schau, du hast doch auch sicher einen Glauben, unabhängig davon, was deine Religion vorschreibt. Deine eigenen Wertevorstellungen, wie ist es damit bestellt? Werte, die dir sagen sollten, dass es nicht besonders fein ist, einen Mann zu wählen, den du nicht liebst, um dein Ziel zu erreichen. Wie willst du diese Werte irgendwann deiner Tochter vermitteln.
Ein Kind sollte in und aus Liebe beider Eltern gezeugt werden und in dieser Gemeinschaft, groß werden dürfen. Ein Partner sollte wenigstens erfahren dürfen, dass er nur zweckdienlich benutzt wird und selbst entscheiden können, ob er das mit seinen Werten und seinen religiösen Ansichten vereinbaren kann. Wer möchte schon als dritte Wahl, den Besamer, Zahlmeister spielen. Ich finde das unfair und du, wie lässt sich das mit deinen Glaubenssätzen vereinbaren und wie passt das in dein Werterahmen? Ist man nicht verpflichtet, Menschen mit Respekt und Wahrhaftigkeit gegenüberzutreten und seine Intentionen zu offenbaren. Immerhin geht es hier um die Zeugung eines Kindes. Für mich ist das psychische Gewalt, duldet deine religiöse Überzeugung so etwas denn?
 
  • #53
Ohne Religion aufwachsen zu lassen, finde ich schon paradox, das führt in den meisten Fällen dazu dass das Kind auch später ohne Religion bleibt oder sich aus allen Religionen das rauspickt, was ihm besser gefällt. Das ist dann auch nicht der Sinn der Sache.

Für mich klingt das so, als hätte Religion schon eine umfassendere Bedeutung für Dich. Dann wird es, gerade bei geplanten Kindern, mit der Toleranz schwierig. Wenn unterschiedliche Religionen von beiden nicht so richtig ernst genommen werden, mag das funktionieren. Wenn frau selbst Wert auf ihre Religion legt und dem Kind nichtmal zugesteht, sich eine eigene Sichtweise zu bilden, die das beste aus mehreren Religionen zusammenfasst, dann wird es mit einem Partner, der seinerseits Wert auf seine "andere" Religion legt, schwierig.

Sie will unbedingt ein Kind, da muss sie schon mal in den sauren Apfel beißen, wenn es auf normalem Weg nicht geht, sie trotzdem will. Wenn das beiderseits gewünschte Kind unterwegs ist, wird der Sex eingestellt. Sie fanden sich ja gegenseitig nicht besonders toll.

Damit ist das Ende der Beziehung oder zumindest das Fremdgehen des Partners gleich mal eingeplant. Ich finde es haarsträubend, wie manche Frauen handeln. Der Partner hat im Grunde überhaupt keine Bedeutung, Hauptsache ein Kind.
 
  • #54
Also, stelle ich mir deshalb berechtigt die Frage, ob ich es im später Alter mit meinem Gewissen vereinbaren kann, dass ich meine Kinder bewusst dazu leite, den (für mich) falschen Weg einzuschlagen............Wenn es Erwachsen ist, dann kann es sich immernoch belesen und seinen Weg finden.
Nur mal so ganz kurz: Ich bin christlich aufgewachsen, meine Familie geht regelmäßig in den Gottesdienst, liest in der Bibel, singt im Chor mit etc.. Mich beeinflusst das, alles überhaupt nicht & ich wusste das auch schon in der Pubertät.
Ich kann verstehen, dass du deine religiösen Werte gerne mitgeben würdest, aber sei bitte nicht enttäuscht oä falls dein Kind (nicht erst als Erwachsene(r)) diese Werte, trotz deiner Bemühungen, einfach NICHT für sich annehmen sollte.

Aber gerade wegen deinem Glauben, kann ich deine Frage überhaupt nicht nachvollziehen. Im Christentum ist die Ehe eine heilige Verbindung vor Gott. Da irgendjemanden zu heiraten & da einfach mal ein Kind zu zeugen, im Notfall sind wir halt AE, passt da für mich nicht wirklich. Welche Werte werden dem Kind damit vermittelt? Dann aber bitte für die eigenen Kinder nicht Moralapostel spielen, wenn es dann um erste sexuelle Kontakte geht..

Ich würde aber prinzipiell keinen 3. Wahl Mann heiraten & ich würde auch niemanden heiraten, mit dem die eigenen wichtigsten Grundwerte & die Gefühle so garnicht zusammen passen. Man findet eben nicht für alles Kompromisse..
& zB zu diskutieren, ob mein Kind jetzt Schwein essen darf oder nicht, ob die Tochter in Zukunft Kopftuch trägt oder nicht, weil der Vater streng gläubiger Muslim(oder sonst was) ist & das so & nicht anders an seine Kinder weiter geben möchte, wäre mir persönlich langfristig einfach zu blöd, weil wir da auf keinen Grünen Zweig kommen würden.
Entweder sind da beide sehr offen & tolerant oder vertreten die selben Werte.

Ansonsten frage ich mich bei solchen Threads immer wieder:
Will man eine Familie, oder einfach nur ein Kind?
Falls 2. Wozu sucht man sich einen Mann, der ebenfalls Kinder will? Der wird ja auch nicht nur Samenspender & hinterher Wochenendpapi sein wollen, sondern hoffentlich ein liebender Vater, der Zeit mit seiner Familie verbringen kann & will.
Was wünscht man sich für ein Familiäres Umfeld für sein Kind?
Meine Mutter war früher lange AE, ich hätte als Kind meinen Vater gerne mehr um mich gehabt & verstehe demnach auch überhaupt nicht, wie gerade Frauen immer wieder meinen, dann halt "einfach" AE zu werden, als würde das für das Kind keinen Unterschied machen..
Klar, wenn es nicht anders möglich ist, ist es eben so, aber "bin ich halt AE, Hauptsache ich habe ein Kind" verstehe ich nicht.

Von dem her: Warum eine Beziehung eingehen & ein Kind mit einem Mann zeugen, von dem du von vorne herein weißt, dass es nicht richtig passt?
 
  • #55
In diesem Thread hier wird gefeilscht, gepokert, abgewogen, dass es kracht. Also ich finde das absolut unwürdig und hoffe sehr für den männlichen »Gewinner«, der als solcher ausgelotet wurde, dass er es rechtzeitig merkt und sich nach einer Partnerin mit Empathie umschaut.
Ich könnte mir vorstellen, dass er aber genauso herangeht an die Partnersuche, wenn er dasselbe Problem hat: Finde einen Partner, der deine Werte teilt, gründe eine Familie mit ihm.
Wenn Glaubensmitglieder unter sich bleiben wollen, bleibt ihnen ja kein anderer Weg, und von den anderen wird dann auch mit diesen Argumenten zugeredet und die Frau schmackhaft gemacht, dass man doch einen gemeinsamen Glaubenshintergrund hätte, auch wenn die Frau vielleicht nicht ganz gefällt.
Wie es bei dem Mann nun wirklich ist, weiß ich natürlich nicht.

Noch was Wichtiges, liebe @immer.wieder
Atheisten haben auch Werte, Ethik und auch moralische Ansichten, die sie ihren Kindern vermitteln bzw. die sie vermittelt bekamen.
Ich denke zwar, wenn Werte in einer Glaubensgruppe intensiv und jeden Tag bewusst vermittelt werden, dann ist der Einfluss auch viel intensiver, weil das Kind ja dauernd geprägt wird davon und quasi ständig drauf hingewiesen wird.
Aber natürlich vermitteln auch Atheisten ihrem Kind Werte, wenn sie Werte haben und sie vermitteln wollen.

Ob Menschen danach leben, ist ja dann das, was sie draus machen. Und ich denke, da biegen sich die Gläubigen die Rechtfertigung für ihr Tun gegen die Werte genauso hin wie die, die ohne Gott aufgewachsen sind. Unsere Welt ist so, wie sie ist, weil sie von Menschen mit Religionen geprägt ist.
 
  • #56
Für mich klingt das so, als hätte Religion schon eine umfassendere Bedeutung für Dich.

Genau das ist der Punkt. Je bedeutender Religion oder ein anderer weltanschaulicher Aspekt für jemanden ist umso weniger sind diesbezüglich Kompromisse zu Gunsten einer dauerhaften Beziehung möglich.

Im Grunde müssen beide Seiten in der Lage sein zurück zu stecken und sich tolerant zu verhalten.

Eine stabile Beziehung zwischen einem strengen Veganer und einem Schlachter ist dann genauso unmöglich wie zwischen Aktivisten der AfD und der Grünen.

Mich würde jetzt aber wirklich interessieren welche unüberbrückbaren Differenzen es hier zwischen welchen Religionen es hier gibt. Letzten hat ein Kollege (iranischer Schiit mit deutscher Staatsbürgerschaft) evangelisch geheiratet. Seine iranische Familie hat mit gefeiert. Seine Schwiegereltern sind im Rat ihrer evangelischen Kirchengemeinde (daher vermutlich gläubig). In diesem Fall scheint die Religion bzw. Religiösität kein Problem gewesen zu sein.
 
  • #57
@Mintgrün @Salemina

Ich schrieb ja, dass ich in der Ausübung meiner Religion nicht perfekt bin. Es geht auch gar nicht darum, dass ich einen Wunsch durchsetzen möchte, dass mein Kind alles besser macht als ich. Dennoch habe ich als Mutter die Verantwortung darüber Lebensvorlagen für mein Kind zu verschaffen über die es sich später tiefere Gedanken machen kann. Das Kind muss also meine Religion/Werte etc erstmal kosten können, um zu wissen, ob es ihm schmeckt. Während seiner Kindheit trage ich als Mutter für alles die Verantwortung, wenn es dann im erwachsenen Alter ist, ist mein Kind wiederum für seine Handlungen verantwortlich. Ja, ich denke, dass Religion und der Glaube besonders in schwierigen Zeiten Kraft gibt.

Dir wurden alle Werte vermittelt, Salemina, und du hast dich anders entschieden. Und ich möchte es nicht anders machen als deine Eltern es getan haben. Das Kind soll meine Werte kennenlernen und sich dann später entscheiden und NICHT andersrum: Also ohne Religion aufwachsen lassen und ihm zum 18. Lebensjahr sagen: „Na, jetzt solltest du dich aber auch mal mit der Religion beschäftigen“ Es wäre ein Wunder, wenn das funktionieren soll. Die erste Variante ist doch viel einfacher und auch schöner, wenn ich mit meinem Kind alles teilen kann ;).

Es ist eben nur zu kompliziert, wenn 2 versch. Religionen an dasselbe Kind vermittelt werden, die sich auch noch viel widersprechen, denn dann habe ich auch bereits eine Vorentscheidung für das Kind getroffen, dass es sich eben mit keiner Religion identifizieren kann. Das wäre in etwa, wie:?Mama sagt du darfst kein Schweinefleisch essen, Papa sagt du darfst, Mama sagt Mohammed ist unser Prophet, Papa sagt nein, Mama betet in der Moschee, Papa nimmt mich in die Kirche und ist Jesus nun Gottessohn oder doch ein Prophet, warum fastet Mama und Papa nicht, muss ich nun fasten oder nicht etc etc..“ Man kann doch nicht einem kleinen Kind so ein wirres Zeug erzählen. Es wird verwirrt ohne Ende sein und als Resultat gar keine Religion übernehmen, weil es sowohl Mama als auch Papa lieben wird und nicht wissen wird, ob es mehr Mama oder Papa glauben soll. Wir hätten dann also für unser Kind in dieser Form eine Vorentscheidung getroffen, indem wir ihm vermitteln, dass eine Religion ein kompliziertes, verwirrendes Zeug ist. Als Ergebnis bleibt es dann also atheistisch oder glaubt eben an einen Gott und kann sich mit dem Rest nicht identifizieren. Ich möchte jedoch keine Vorentscheidung treffen, ich möchte meinem Kind etwas kosten lassen (nämlich bestimmte Werte) und zwar ohne dass das Kind verwirrt und in den Wahnsinn getrieben wird. Also ist eine Mischehe schon Recht kompliziert, wenn beide Elternteile nicht atheistisch sind.
 
  • #58
Ich habe eigentlich nur ein Fragezeichen im Gesicht und gucke gerade etwas sparsam.
TE
wenn Du Dir Deine eigenen Posts mal durchliest, wird Dir auffallen, Du schreibst fast durchweg mein Kind, nicht unser Kind, immer nur Deins. Und das zeigt für mich, dass Du genau weißt ein dauerhafters Wir gibt es mit beiden nicht.

Was mir etwas sauer aufstößt, sobald Religion ins Spiel kommt, ist diese Rosinenpickerei. Wenn man sich christliche Glaubensgrundsätze auf die Fahne schreibt, sollte man das 8. Gebot nicht vergessen. Und das würde passieren wenn die TE eine Zweckehe eingehen würde.
 
  • #59
Du bist die Welt für Dein Kind. Was Du sagst, wird es glauben, es wird beeinflusst, es wird eine schwere Hürde haben, DAS mal zu überwinden, weil es das Gefühl haben könnte, es sei falsch, das, was Du vermittelt hast, in Frage zu stellen. Also das Denken, dass sich Dein Kind noch frei aussuchen kann, was es glaubt, ist einfach nicht mehr gegeben, wenn Du es prägst mit Deinem Glauben. Das soll keine Kritik daran sein, ich will Dir nur sagen, dass das hier
Das Kind soll meine Werte kennenlernen und sich dann später entscheiden
nicht so funktioniert, wie Du denkst.
Du triffst die Vorauswahl, und wenn Du Deine Werte gut und wichtig findest, ist das auch richtig. So machen das ja alle Eltern, die ihrem Kind was fürs Leben mitgeben wollen.

Das Kind muss also meine Religion/Werte etc erstmal kosten können, um zu wissen, ob es ihm schmeckt
Ja, aber dazu müsste es alt genug sein, um das beurteilen zu können, bevor es damit in Kontakt kommt. Dh. wenn Du es von klein auf mit Deinen religiösen Werten in Kontakt bringst, kann es gar nichts entscheiden. Es muss das nehmen, was Du anbietest, denn Du bist die Mutter. Von Dir hängt ab, was das Kind denkt, glaubt, wichtig findet, wie es andere Menschen sieht usw. Nochmal: Das ist keine Kritik daran, dem Kind einen Glauben zu vermitteln. Du lässt dem Kind nur gerade keine Entscheidung, wenn Du es vorprägst, bevor es alt genug ist, es mit Verstand zu betrachten und dann zu entscheiden, Deine Religion kennenlernen zu wollen.

Ja, ich denke, dass Religion und der Glaube besonders in schwierigen Zeiten Kraft gibt.
Das denke ich auch, aber auch Atheisten finden was, das ihnen Kraft gibt in Krisenzeiten. Sie eventuell einsamer dabei, weil sie keine Glaubensgemeinschaft haben, in der ihnen auf eine Weise Trost zugesprochen wird, die eine gemeinsame Grundlage hat (also alle sagen dasselbe und bestätigen damit, was der Mensch sowieso sein Leben lang gehört hat und in der Krise braucht, um neuen Mut zu schöpfen).
Ich kenne aber auch ne Frau, die, als ihr Mann krank wurde, gar nicht mehr in die Kirche ging, weil sie dachte, dass sie durch ihren Glauben von Gott als wertvollerer Mensch als andere, nichtgläubige, angesehen wird, und Gott sie deswegen vor Krisen bewahren wird. Man konnte ihr auch anmerken, wie sie auf alle, die ihren Glauben nicht teilten, herabsah und jeden "Ungläubigen" für seine Probleme verantwortlich machte in Hinsicht darauf, dass er nicht ihren Glauben hatte.
Ich kenne auch Menschen, die sagen, dass Krieg nur dort ist, wo nicht an den richtigen Gott geglaubt wird. Sonst würde Gott ja die Menschen schützen und nicht zulassen, dass alles verwüstet wird und sogar Kinder sterben.
Also ob Glaube Kraft gibt, hängt auch davon ab, wie der Gott und seine Gläubigen gesehen werden von den Gläubigen.
 
  • #60
Wenn man sich christliche Glaubensgrundsätze auf die Fahne schreibt, sollte man das 8. Gebot nicht vergessen. Und das würde passieren wenn die TE eine Zweckehe eingehen würde.
Bisher bestes Argument hier. Das Kind wird ja auch spüren, dass sich da zwei zusammengerauft haben.
Ich möchte jedoch keine Vorentscheidung treffen, ich möchte meinem Kind etwas kosten lassen (nämlich bestimmte Werte) und zwar ohne dass das Kind verwirrt und in den Wahnsinn getrieben wird.
Damit triffst du bereits eine Vorentscheidung. Alles was das Kind vorgelebt bekommt, wirkt auf es ein. Und welche Werte sind das in deinem Fall nochmal? Heiratet irgendeinen Mann und bekomme ein Kind?
 
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