• #1

Wäre meine verspätete Beichte sinnvoll?

Seid gut 7 Jahren bin ich mit meiner Partnerin zusammen. Die Beziehung mit ihren Höhen und Tiefen würde ich als insgesamt wirklich glücklich beschreiben. Im nächsten Jahr soll eigentlich die Hochzeit folgen. Auf allen Ebenen läuft unsere Beziehung auch wirklich sehr gut, nur die sexuelle Ebene war schon immer problematisch. Anfangs der Beziehung klappte es noch reativ gut und man hatte noch regelmäßig Sex, dieser wurde jedoch schon schnell weniger. Die Gründe waren mir lange auch nicht richtig klar, jedoch leide ich schon Jahre darunter. Ein Punkt ist die Libido meiner Freundin, welche kaum vorhanden ist und sie selbst einfach keinen Sex braucht. Dementsprechend passiv und leidenschaftslos ist sie auch im Bett. Sie hat mich im Regelfall nicht abgeblockt, wenn ich Lust hatte. Jedoch ließ bei mir auch irgendwann die Lust nach, eben weil es mich im tiefsten Inneren irritiert und ausbremst, wenn nur ich Lust habe. Vermutlich hätte ich mir schon damals mehr Gedanken über den Fortgang der Beziehung machen müssen. Die Beziehung war aber eben immer bis auf dieses Thema wirklich schön, die Hoffnung, dass es irgendwann besser wird, ließ mich weitermachen.
Vor ein paar Jahren hat mich die ganze Sache auch dazu verleitet, einen schweren Fehler zu machen. Auf einer Karnevalsveranstaltung traf ich eine alte Bekannte, mit der ich etwas geflirtet habe. Sie fragte mich dann, ob ich mit ihr eine Zigarette rauchen komme. Draußen haben wir dann in einer dunklen Ecke etwas rumgemacht und es kam zu einem kurzen Blowjob. Da ich besoffen war, ging eigentlich nicht wirklich was und ich habe es selbst abgebrochen. Ein paar Wochen später habe ich dann noch mal mit ihr telefoniert, da ich komplett durch den Wind war und Angst hatte, dass es rauskommt. Ich hatte ein brutal schlechtes Gewissen/ Schuldgefühle und wollte so nicht mehr weitermachen. Ich wollte beichten, jedoch riet mir die Bekannte davon ab, dass ich so auch ihre Beziehung gefährdete. Sie sagte, sie wird es niemals erzählen und ich soll es auch so tun, fertig.
So richtig gut ging es mir nie damit. Wäre mehr passiert, hätte ich mich auch getrennt. Nur so dachte ich mir, so richtig viel ist nicht passiert und bei meiner Geschichte wundert es mich auch nicht, wie es dazu kam.
Ich versuchte, mir die ganze Sache zu vergeben und wenn möglich abzuhaken und an der Beziehung zu arbeiten.
Jetzt - Jahre später - hat sich unsere Beziehung tatsächlich in vielerlei Hinsicht gebessert. Auch wenn natürlich immer noch nicht alles rund läuft. Trotzdem habe ich meinen Ausrutscher noch im Hinterkopf und wünschte, die Sache wäre nie geschehen.
Würdet ihr es sinnvoll erachten, vor der Ehe reinen Tisch zu machen und diesen noch zu beichten? Oder würdet ihr es auf sich beruhen lassen? Vermutlich wird es nie rauskommen, auch wenn es dafür natürlich keine Garantie gibt. Oder mache ich da eine zu große Geschichte draus? Bis auf diese Geschichte gab es sonst keine Seitensprünge und wird auch keine mehr geben. Gelernt habe ich daraus.
 
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  • #2
Ich würde überhaupt nicht heiraten. Ihr seid sexuell nicht kompatibel, Du wirst in dieser Hinsicht immer unglücklich sein und das Gras über dem Zaun als grüner betrachten.
Dennoch möchte ich Dich fragen, ob Deine Verlobte etwa die Pille nimmt. Denn die kann des öfteren zu einer sehr starken Libidoabnahme führen.
ErwinM, 51
 
  • #3
Ein Punkt ist die Libido meiner Freundin, welche kaum vorhanden ist und sie selbst einfach keinen Sex braucht.
Wenn auf diesem Gebiete die Kompatibilität fehlt, hat das im Grunde genommen gar keinen Wert weiter zu machen, denn die Beziehung wird garantiert brechen!!
Würdet ihr es sinnvoll erachten, vor der Ehe reinen Tisch zu machen und diesen noch zu beichten?
Reinen Tisch wäre für mich, gar keine Ehe mit ihr einzugehen. Ich würde keine Frau heiraten, wenn der Sex beidseitig nicht kompatibel ist, der Fall des Fremdgehens ist eigentlich dann schon vorprogrammiert!
 
  • #4
Merkst du den Widerspruch?

...es läuft nicht rund....sexuell....und dann gleichzeitig:
... glücklich und Heirat!

Generell finde ich ja, dass eine Beichte eigentlich immer nur dem "Täter" zugute kommt, Stichwort: schlechtes Gewissen!
 
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  • #5
Jetzt Jahre später hat sich unsere Beziehung tatsächlich in vielerlei Hinsicht gebessert.
Frage:
Passt es sexuell denn nun aktuell zwischen Euch gut oder besteht dieses Problem noch immer ?
Wenn das Problem noch da ist, dann heirate sie auf gar keinen Fall !

Du musst wissen, dieses Problem wird niemals weniger, nur schlimmer.
Davon können Millionen von Männern (aber mittlerweile auch sehr viele Frauen) ein Lied singen. Das ist ganz wesentlich !

Leider.
Also, wie sieht es derzeit bei Euch aus?
 
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  • #6
Ich versuchte, mir die ganze Sache zu vergeben und wenn möglich abzuhaken und an der Beziehung zu arbeiten.
Jetzt - Jahre später - hat sich unsere Beziehung tatsächlich in vielerlei Hinsicht gebessert.
Das schlechte Gewissen hat Dich dazu veranlasst. Die Motivation wird auch wieder nachlassen. Und dann?
Ich weiß auch gar nicht, was Du daraus gelernt hast.
Warum glaubst Du, dass Dich der Vorfall vor der Heirat nun wieder einholt? Da springt doch m. E. Dein Warnsystem an.
Du wirst Dich nach der Heirat dann irgendwann in irgendwelchen fremden Betten verirren - davon bin ich überzeugt.

W, 47
 
  • #7
Warum willst du heiraten? Das kann doch nur schiefgehen. Ihr passt sexuell gar nicht zusammen und das wird sich natürlich nicht mehr ändern. Eine Hochzeit wäre in meinen Augen ein schwerer Fehler. Der Seitensprung ist eher ein Zeichen dafür, dass es wirklich nicht harmoniert...Oder was heißt, es hat sich vieles gebessert? Am Anfang klingt es, als wär es sexuell noch immer nicht wirklich gut.
Irgendwie scheinen Leute immer zu denken, dass sich etwas, was am Anfang schon überhaupt nicht passt, irgendwie verändert. Das ist fast nie der Fall, es wird nur schlimmer. Und wenn es so einen großen Bereich betrifft und nicht nur sowas wie "er lässt seine Zahnpasta offen stehen".. dann führt das früher oder später zur Unzufriedenheit.
Ich denke, den Seitensprung beichten ist dein geringstes Problem. Ich würde es aber nicht mehr sagen nach so langer Zeit und wenn du es auch abgebrochen, schwer bereut und nicht wiederholt hast. Entweder gleich sagen oder gar nicht mehr, in diesem Fall.
w, 37
 
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  • #8
Ich würde überhaupt nicht heiraten. Ihr seid sexuell nicht kompatibel, Du wirst in dieser Hinsicht immer unglücklich sein und das Gras über dem Zaun als grüner betrachten.
Dennoch möchte ich Dich fragen, ob Deine Verlobte etwa die Pille nimmt. Denn die kann des öfteren zu einer sehr starken Libidoabnahme führen.
ErwinM, 51

Die Pille hat sie vor 2-3 Jahren abgesetzt, mit der Hoffnung, dass sich die Libido verstärkt. Hat jedoch nichts gebracht. Momentan nimmt sie ein Naturpräparat für Frauen, welches die Lust fördern soll.
 
  • #9
Ich verstehe nie und werde nie verstehen, wenn man behauptet, die Beziehung ist schön, aber im Bett klappt es nicht. Die Sexualität ist doch wesentlicher Bestandteil einer erwachsenen Beziehung und wenn dort mindestens einer leidet, dann ist nichts"schön". Angefangen bei der banalen Inkompatibilität bis zu Beziehungsproblemen, die sich immer im Bett wiederspiegeln. Man lebt doch nicht in einer WG mit einem Kumpel?? Ok, wir reden jetzt nicht davon, dass beide sagen "wir pfeifen auf Sex" so wie unsere Frei, aber da sind sie und ihr Partner sich absolut einig und wenn ich richtig im Kopf habe, körperlich nah sind sie sich trotzdem.
Also, FS, du hast von Anfang an Probleme im Bett mit deiner Angetrauten, mittlerweile 7 Jahre. Du hast dich betrunken zu einem Blowjob hinreißen lassen. Ok, du wolltest ehe nicht richtig laut deiner Aussage. Warum hast du dann rumgemacht? Wozu diese Aufopferung?? Du wirst doch keinen Orden für die Enthaltsamkeit bekommen?? Sex ist normal, Sex ist gesund, warum legst du dir freiwillig Keuschheitsgürtel an, wenn es dir nach was anderem ist?
 
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  • #10
Puh, schwierig. Was spielt es jetzt für eine Rolle.? Es liegt ja eine halbe Ewigkeit zurück, du warst betrunken und viel ist es auch nicht passiert und vor allem es blieb auch bei diesem einen Mal. Ich würde dennoch schauen, ob du langfristig durchhalten kannst, wenn dein Sexleben nicht befriedigend ist. Vielleicht kannst du sie irgendwie motivieren und euer Sexleben einfach aufleben lassen. Ich weiß aber nicht wie. Vielleicht haben die Jungs in der Runde ein paar Ideen. Kauf Ihr schöne Unterwäsche oder so, singe Ihr etwas vor oder sag ihr einfach deine Wünsche. Ich wünsche dir viel Glück 🍀
 
  • #11
Im Gegensatz zu den Vorschreibern sehe ich nicht so schwarz. Ist doch schön, eine gute Beziehung zu haben. Und am Sexuellen könnte man in der Zukunft was machen, z.B. gemeinsam Tantrakurse besuchen, sich sexuell "fortbilden" etc., gibt da viele Möglichkeiten. Eine stabile zwischenmenschliche Beziehung ist sehr wertvoll und was Besonderes.

Zu deiner Frage: Ich würde es nicht beichten. Im Grunde ist ja kaum was passiert, außerdem bereust du es. Du bist kein schlimmer Betrüger oder so was. Ich selbst würde meinem Partner so einen Ausrutscher übrigens locker verzeihen. Trotzdem: Überlege, was es wirklich bringen würde, es zu sagen. Du willst doch eigentlich nur dich selbst von deiner Schuld befreien und so was wie Absolution kriegen. Ihr tust du damit bestimmt keinen Gefallen, im Gegenteil, du verwirrst und verunsicherst sie damit höchstens. Jeder macht mal Fehler, aber es kommt darauf an, wie wir damit umgehen und was wir daraus lernen. Du hast deine Lektion gelernt, also hatte der Fehler sogar einen Sinn und war letztendlich gut für dich: An deinem schlechten Gewissen merkst du, wie viel dir deine Partnerin bedeutet und dass du die Beziehung mit ihr willst. Sei glücklich und lass es gut sein.
w26
 
  • #12
Frage:
Passt es sexuell denn nun aktuell zwischen Euch gut oder besteht dieses Problem noch immer ?
Wenn das Problem noch da ist, dann heirate sie auf gar keinen Fall !

Du musst wissen, dieses Problem wird niemals weniger, nur schlimmer.
Davon können Millionen von Männern (aber mittlerweile auch sehr viele Frauen) ein Lied singen. Das ist ganz wesentlich !

Leider.
Also, wie sieht es derzeit bei Euch aus?
Das Problem besteht noch immer, wenn auch nicht mehr ganz so schlimm. Es fehlt einfach die Leidenschaft bei ihr. Wenn es dann zum Akt kommt, gefällt ihr es schon, denke ich. Allerdings hat sie halt kaum Lustempfinden. Das macht mich dann auch nicht sonderlich wild, wenn ich weiß, dass sie jetzt eigentlich keine Lust hat.
 
  • #13
Zunächst wundere ich mich, dass Du eine Beziehung führst mit jemand, der sexuell nicht zu Dir passt. Das Sexuelle ist sehr zentral. Jemand, der da nicht kompatibel ist, kommt für eine Beziehung nicht in Frage.

Zum Thema Beichte: Eine Beichte setzt eine Sünde voraus. Du hast keine begangen. Jedenfalls nicht dergestalt, wie Du Dir das vorstellst. Deine Sexualität gehört Dir, nicht ihr. Es ist Deine freie Entscheidung, mit wem Du sie teilst. Sie hat zusätzlich auch deshalb keinen Anspruch auf Deine Sexualität, weil sie damit nichts anfangen kann. Versündigt hast Du Dich dahingehend, Deine Lebenszeit und Sexualität nicht ausgelebt zu haben. Dir selbst gegenüber hast Du Dich versündigt.

Auch in funktionierenden Beziehungen kommt Sex mit Dritten vor. Ein Nachlassen der Sexualität innerhalb der Beziehung ist der Normalfall, da - wie Du auch beobachtet hast - der Reiz mit der Zeit nachlässt. Dies liegt in der mangelnden Abwechslung begründet. Der Mensch ist nicht monogam, deshalb ist Fremdsex gesund und die Monogamie die Abweichung von der Natur.

Mach Dich also von Deinem Schuldkomplex frei und betrachte Deine Leben einmal etwas weiter.
 
  • #14
Du meine Güte... du schreibst über den Vorfall als hättest du eine jahrelange Affäre hinter ihrem Rücken geführt. Der eine Blow Job da... genießen, abhaken und gut ist. Man kann sich also das Leben auch schwer machen.

Und das schreibt nun eine Frau.
 
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  • #15
Lieber FS,

Ich sehe es ehrlich gesagt anders als die andern : die Wahrheit hat für mich in solchen Dingen einen sehr hohen Stellenwert. So etwas zu verschweigen ist falsch und feige. Denn die Frau hat ein Recht darauf zu wissen, mit wem sie zusammen ist und muss selbst entscheiden, was sie davon hält. Vermutlich könnte es auch eine Chance sein, ein Wachrüttler - bei euch stimmt etwas nicht, aber du schreibst nichts darüber, dass ihr versucht habt, das zu ändern.

Wenn du jetzt die Ehe eingehst, wird dich das auf kurz oder lang einholen.

Mir stellt sich die Frage, ob es bei deiner Freundin ein reines Libidoproblem ist? Oder nicht doch mehr dahinter steckt.
 
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  • #16
Das Problem besteht noch immer, wenn auch nicht mehr ganz so schlimm. Es fehlt einfach die Leidenschaft bei ihr. Wenn es dann zum Akt kommt, gefällt ihr es schon, denke ich. Allerdings hat sie halt kaum Lustempfinden. Das macht mich dann auch nicht sonderlich wild, wenn ich weiß, dass sie jetzt eigentlich keine Lust hat.
Du DENKST es gefällt ihr schon..? Also bei der Aussage stelle ich mir eher vor, dass sie das eher sagt oder vorspielt, weil sie weiß, dass dich das ja stört. Und du das eher hoffst als denkst..? Ich habe zwei Freunde, die waren vor zehn Jahren mal ein Paar. Sie war noch nie sonderlich wild auf Sex, er aber sehr. Irgendwann sagte sie dann nach dem Sex mal zu ihm „hab ich jetzt erstmal meine Ruhe für die nächste Woche“. Das war der Anfang vom sehr steilen Ende. Wenn deine Freundin nicht in vorherigen Beziehungen anders war, dann ist sie einfach so. Es gibt auch asexuelle Menschen. Da kann man nicht dran arbeiten mit Placebo-Tabletten oder Tantrakursen, wenn der eine einfach kein Interesse daran hat. Oder es passt für sie nur mit dir nicht, und auch da wird man nichts Grundlegendes dran ändern können. Das geht ja Jahre so. @Inanna* wir lesen hier doch ständig von Ehen, wo es heißt, sexuell hat es von Anfang nicht gepasst und jetzt bin ich so frustriert, dass ich mich trennen will oder fremdgehen. Wenn einem Sex wichtig ist, ist es sehr schwierig, damit dauerhaft zufrieden zu sein, dass es in diesem für einen wichtigen Bereich nicht passt, egal, wie stabil die Beziehung ist. Trotz solcher Unzufriedenheit zu heiraten endet meist mit der Scheidung.
Aber klar musst du das entscheiden, lieber FS. Sei aber wirklich ehrlich mit dir: wenn es dich nicht auf Dauer frustrieren wird oder du Panik bekommst bei dem Gedanken, bis an dein Lebensende mit dieser Art Sex zu leben, und die Beziehung so toll ist, dass sie das alles aufwiegt, dann ist es natürlich auch egal, wenn dir hier 95% das Gegenteil raten.
Wenn du ihr den Betrug gestehst, denke ich, dass sich das auf das Problem aber ungünstig auswirkt. Sicher macht sie sich schon selbst Sorgen darum, ob dir das ausreicht, und das würde sie noch mehr unter Druck setzen.
 
  • #17
‚Fremdsex ist gesund‘, ‚der Mensch ist nicht monogam‘, die ewig monotonen Sprüche a la @Andreas1965 langweilen hier immer wieder.
Kommt dir das nicht langsam aber sicher irgendwie blöd vor?
Wenn jeder mit jedem Sex hat und das gesund ist - warum sollte dann irgend ein Mensch überhaupt noch eine Beziehung eingehen?

Nun zu dir, lieber FS. Ich würde nichts beichten, weil es bei dem alkoholisierten Ausrutscher nichts zu beichten gibt.
Damit machst du mehr kaputt als nötig.

Die andere Frage ist wirklich, ob du damit klarkommst, mit einer Frau zu schlafen, die eigentlich keine Lust dazu hat.

Sprich mit ihr, wie sie sich das in der Ehe vorstellt. Will sie überhaupt noch heiraten?

Wie alt ist sie überhaupt, und wollt ihr noch Kinder? Oder ist sie schon älter und in den Wechseljahren?
 
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  • #18
Oder mache ich da eine zu große Geschichte draus?
Meiner Meinung nach ja.
Offenbar stehst du der Sexualität auch nicht ganz unverkrampft gegenüber, wenn dich dieses eine Erlebnis so fertig macht.
Ich hatte ein brutal schlechtes Gewissen/ Schuldgefühle und wollte so nicht mehr weitermachen. Ich wollte beichten
Du hattest sehr strenge Eltern oder?
Wie hier schon jemand sagte, von deiner Beichte hat sie nichts.
Man "beichtet" im Beichtstuhl in der Kirche. Seine Frau verletzt man nicht bewusst wegen so einer Lappalie.
Es wäre etwas anderes, wenn du lange Zeit eine Parallelbeziehung führen würdest, oder dir regelmäßig Sex von Außen holst.

Vergiss diese Sache einfach. Sie hat keine Bedeutung. Das steht doch gar nicht zwischen Dir und Deiner Frau. Das Problem ist ein anderes.
Also ich würde mit deiner Zukünftigen reden.

Ich würde ihr sagen, dass du sie liebst (stimmt doch, oder?), dir jedoch unsicher bist bezüglich der Heirat aufgrund des sexuellen Stillstands. Frag sie doch mal, wie sie das Ganze sieht. Womöglich geht ihr ja auch etwas ab, dass du nicht bietest, weshalb sie sexuell keine Lust hat.
Im nächsten Jahr soll eigentlich die Hochzeit folgen. Auf allen Ebenen läuft unsere Beziehung auch wirklich sehr gut, nur die sexuelle Ebene war schon immer problematisch.
Du bist nicht überzeugt. Deshalb dieses "eigentlich".
Wie kommt es denn, dass ihr jetzt heiraten wollt im verflixten Siebten?
Hattest du ihr einen Antrag gemacht?
Bisher ging es doch auch ohne Heirat.
Ein Punkt ist die Libido meiner Freundin, welche kaum vorhanden ist und sie selbst einfach keinen Sex braucht.
Ich sage mal, du solltest von diesem Fakt aus entscheiden. Sie braucht keinen Sex. Das ist Teil ihrer Persönlichkeit. Sicherlich könnte eine Störung der Hormone vorliegen, oder ein Trauma usw...Dennoch sie ist jetzt und seid sieben Jahren wie sie ist.
 
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  • #19
Das Problem besteht noch immer, wenn auch nicht mehr ganz so schlimm. Es fehlt einfach die Leidenschaft bei ihr. Wenn es dann zum Akt kommt, gefällt ihr es schon, denke ich. Allerdings hat sie halt kaum Lustempfinden. Das macht mich dann auch nicht sonderlich wild, wenn ich weiß, dass sie jetzt eigentlich keine Lust hat.

Naja, mal im übertragenen Sinne:
Für mich ist es immer schleierhaft, wie man nach Jahren noch „wild“ auf jemanden werden kann, den man schon beim Bude putzen, Magen - Darm - Virus - Haben, in Jogginghose, beim Müllrausbringen, beim Dinge Reparieren und anderen alltäglichen Lebenssituationen erlebt hat. Ich meine, das sind alles ganz alltägliche Tätigkeiten, und gehört zum gemeinsamen Zuhause, aber mir fällt es neben diesen ganzen Alltäglichkeiten auch total schwer, nach einer gewissen Weile noch Lust zu entwickeln. Am besten so zwischen Frühstück und Schmutzwäsche. Oder so. Also ich hoffe, es ist rübergekommen, was ich meine. Ich finde dieses „wild“ auf den anderen werden eine völlig überzogene Erwartung, der die wenigsten Paare dauerhaft standhalten können. Bei den meisten hält ab einem gewissen Punkt die Frau nur noch hin, weil Männer irgendein Egoproblem kriegen, wenn sie hören, dass die Frau keine Lust mehr auf sie hat. Dabei sind andere Dinge in der Beziehung viel wichtiger, aber sobald der Sex dann nicht mehr so oft und so „wild“ ist, wie am Anfang, wird dann die ganze Beziehung deswegen im Frage gestellt und im schlimmsten Falle geopfert.
Ich finde, dass die Erwartung, dauerhaft über Jahre konstant „wilden“ und lustvollen Sex aufrecht erhalten zu können, völlig überzogen ist. Und auch die Libido des Menschen kann nicht über Jahre hinweg konstant gehalten werden. Wenn das bei einigen so ist, ist das ja prima, aber bei vielen ist es eben nicht so. Und ich finde, man kann das auch weder einfordern, erbetteln, erpressen oder auch wieder herbeitherapieren. Wenn keine Lust da ist, wird keine Maßnahme der Welt diese Lust wieder herbeimanipulieren können. Deswegen haben die Menschen trotzdem das Bedürfnis nach tiefer Liebe und menschlicher Nähe. Und die Beziehungen können trotzdem stabil laufen. Weil Sex eben NICHT das Wichtigste daran ist. Und ein Hauptbestandteil wird es auch nur, wenn man es dazu macht.

Im Gegensatz zu den Vorschreibern sehe ich nicht so schwarz. Ist doch schön, eine gute Beziehung zu haben. Und am Sexuellen könnte man in der Zukunft was machen, z.B. gemeinsam Tantrakurse besuchen, sich sexuell "fortbilden" etc., gibt da viele Möglichkeiten. Eine stabile zwischenmenschliche Beziehung ist sehr wertvoll und was Besonderes.
Sehr richtig, hier stimme ich voll zu.
 
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  • #20
Ich würde das für mich behalten. Und vor der Heirat unabhängig davon nachdenken, ob die Beziehung so läuft, dass Du wirklich heiraten willst.
 
  • #21
Bitte heirate nicht, das wird alles noch viel schlimmer und zum Schluss verschwendest Du wertvolle Lebensjahre, weil Du dich aus Verantwortungsgefühl gegenüber Deiner Ehe dann doch nicht konsequent trennst und viele Jahre ein sexloses Leben führst. Das ist dann im Nachhinein betrachtet sehr traurig. Spreche da aus eigener Erfahrung.
M53
 
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  • #22
Ich bin der Meinung wie so viele hier: Mach dich nicht unglücklich und heirate sie. In 20 Jahren sitzt Du da und bereust den Schritt. Du wirst immer wieder fremdgehen, weil Du unglücklich bist. Ich spreche da aus Erfahrung!
Meinst Du, dass sich sexuell auf einmal wieder alles zum Besseren wendet? Wirklich?
Ich habe 19 Jahre in einer sexuell unglücklichen Ehe gesteckt. Gut - da waren noch andere Probleme, aber das Thema hat mich unglücklich gemacht. Ich war jahrelang schlecht drauf und hab dadurch so viel Lebenszeit verloren.
Du brauchst an deiner Seite eine Frau, die sexuell zu dir passt. Ohne das kann das auf Dauer nicht funktionieren.
 
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B

Blume94

Gast
  • #23
Du bist nicht überzeugt. Deshalb dieses "eigentlich".
Wie kommt es denn, dass ihr jetzt heiraten wollt im verflixten Siebten?
Hattest du ihr einen Antrag gemacht?
Bisher ging es doch auch ohne Heirat.

Ich kann dir da auch nur den Tipp geben, es mit dem Heiraten erst mal sein zu lassen.
Sie kann dir sexuell nicht das geben, was du dir wünschst und sie nimmt schon Präparate, um mehr Lust zu bekommen und es bringt nicht den gewünschten Erfolg.
(Finde ich gut von ihr, zumindest versucht sie es)

Sie war vorher auch eher ohne Lust und Motivation dabei. (Am Anfang ist alles neu und toll, klar hat man da total große Lust aufeinander)

Das Sex-Thema ist die einzige „Baustelle“?
Dann würde ich abwägen und nochmal überlegen was dir wie wichtig ist in einer Beziehung.
Ich denke nicht, dass es den perfekten Partner gibt, viel eher passt man sich an, stellt sich zurück, lebt mit den Ecken/Kanten/Besonderheiten des anderen und freundet sich damit an. (Auf beiden Seiten)
Sollte einem dies nicht gelingen und für dich wichtige Aspekte/Bedürfnisse finden keine Erfüllung, dann ist eine Trennung ratsam - diese Probleme gibt es sonst auch nach einer Ehe noch immer.

Deine Freundin ist dir sehr wichtig und du liebst sie, vielleicht versucht ihr noch mal eine Sexualtherapie oder irgendwas in diese Richtung, bevor ihr heiratet.

Bei meinem Mann und mir lief fast gar kein Sex mehr und wir haben so geheiratet (Hochzeitsnacht/Flitterwochen hatten wir nicht) und ich würde es nicht noch mal machen, das gab so viel Streit und Ärger. Wir hatten während der ganzen Schwangerschaft 1 mal Sex und dann erst Monate danach wieder nach langen Diskussionen (er wollte keinen Sex)
Ich möchte dir deine Hoffnung nicht nehmen, aber so toll und unbeschwert, hemmungslos wie zu Beginn, wird der Sex nicht noch mal werden, zumindest bei uns nicht. Zwar haben mein Mann und ich wieder regelmäßig Sex miteinander aber es fühlt sich manchmal einfach nicht richtig an, für mich ist das manchmal, als hätte ich ihn überreden müssen, weil es so viele Gespräche darüber gab, da fühle ich mich dann auch nicht gut.

Heiraten sollte man aus Liebe, man sollte sich dabei wohl fühlen, voll und ganz überzeugt sein, glücklich sein, das Gefühl haben das ist DIE /DER richtige Frau/Mann für mich und nicht aus anderen Gründen.

Und zu deinem Missgeschick.. es würde sie sehr verletzen, wenn du es ihr erzählst und auch viel Ärger verursachen. Ich finde schon, dass das Fremdgehen war (für mich ist aber auch ein Kuss auf den Mund Fremdgehen .. eine Umarmung unter Freunden ist ok 😇)
Du hast daraus gelernt und fühlst dich zur Recht schlecht, zu einem Happy End kam es nicht und es war „nur“ oral. Ich würde es nicht erzählen, aber auch nie wieder sowas zulassen. Wenn du das Gefühl hast, du kannst mit dem Gedanken nicht leben, dann erzähl es ihr, aber sei dir im Klaren darüber, dass da dann auch was hinterher kommt und du sie sehr verletzt.

W 26
 
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  • #24
Das Problem besteht noch immer, wenn auch nicht mehr ganz so schlimm. Es fehlt einfach die Leidenschaft bei ihr.

Danke für die Auskunft.

Befasse Dich mal mit einem Gedanken:
Sie hat keine Lust auf Dich.
Könnte es aber nicht sein, dass ein anderer Mann diese (scheinbar fehlende) Lust dann doch bei Deiner Freundin erzeugt ?
Verstehe mich nicht falsch:
Du bist kein schlechter Mann!

Ihr passt einfach in dieser Weise so nicht zusammen, wie es für Euch beide richtig wäre.
Und ihr seid auch kein Einzelfall.
Viele im Forum kennen aus Phasen in ihrem Leben diese Konstellation.

Aus dem Forum wissen wir, dass Frauen es oft nicht schaffen, einen wirklich für sich richtig geeigneten Mann zu finden, weil in ihnen verschiedene Triebe gegeneinander arbeiten, die sie gerade in jungen Jahren nicht gut erkennen und auseinanderhalten
(Ein ähnliches, aber dann auch im Detail letztlich dann ganz anderes Problem haben wir Männer nämlich auch)

Da ist der eine Trieb, welcher Nestbau, Kinder und Stabilität verlangt und der andere sexuelle Trieb, welcher ein (leider möglichst oft dominantes Männchen) sucht, um mit diesem Sex zu haben. Mit Letzterem hat die Frau auch Lust auf Sex und das sogar auch auf Dauer.

Viele reifere Frauen schaffen es irgendwann aber doch (Deine Freundin allerdings eben nicht), das Ganze durch bessere Partnerwahl soweit zusammenzubringen (gerne auch mit tickender biologischer Uhr im Hintergrund), dass es sowohl für eine stabile Partnerschaft reicht, in welcher es dann aber genug Lust auf Seiten der Frau gibt.
Klingt nach Kompromiss, ist es letztlich auch. Die Biologie ist das Druckmittel, welche diesen Kompromiss erzwingt.

Und das klappt ben nicht mit Deiner bisherigen Freundin, weil diese eben in dieser Hinsicht mit Deiner spezifischen sexuellen Attraktvität nicht zu Dir passt.

Bestimmt werde ich jetzt wieder beschimpft , warum ich als Mann so etwas schreibe (ich hätte doch gar keine Ahnung);
aber bitte; die Foristinnen bringen dies oft nicht so auf den Punkt, den Du als Mann einfach verstehst.

Zusammenfassung:
Du bringst Dich und Sie um Euer jeweiliges Lebensglück.
Gib sie frei.
 
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  • #25
Also ich hoffe, es ist rübergekommen, was ich meine. Ich finde dieses „wild“ auf den anderen werden eine völlig überzogene Erwartung, der die wenigsten Paare dauerhaft standhalten können. Bei den meisten hält ab einem gewissen Punkt die Frau nur noch hin, weil Männer irgendein Egoproblem kriegen, wenn sie hören, dass die Frau keine Lust mehr auf sie hat.
Mmh. Also, gerade WEIL es natürlich ist, dass bei den meisten die Lust abnimmt, ist es für MICH besonders wichtig, dass es sexuell WIRKLICH passt am Anfang, sowohl beim Sex selbst als auch von der Häufigkeit. Denn eben, weil es mit der Zeit schwieriger wird, wild aufeinander zu sein bei vielen, sollte man da nicht schon vom Nullpunkt starten. Denn dann geht es noch tiefer runter. Manche schreiben hier ja in anderen Themen, dass sie gar keinen Sex mehr haben oder nur noch alle paar Monate, und eben damit NICHT zufrieden sind, und ganz oft war es da auch früher schon im Ungleichgewicht. Ich denke, dass man auf Dauer auch noch mehr Lust aufeinander hat, wenn es einem wirklich Spaß mit dem anderen macht. Dann nimmt vielleicht die Häufigkeit ab, aber es ist kein "Hinhalten" (gruselig!) von der Frau. Ich kenne einige Paare, die zehn Jahre und mehr verheiratet sind, mit Kindern, und gern und häufig Sex haben. (Erzählen mir die Frauen ohne Mann dabei.) Das war von Anfang an nicht anders, weil da die Chemie stimmt. Ich verstehe den FS auch nicht so, als müsste man jeden Tag "wild" sein, sondern, dass wenn man Sex hat, man auch merkt, der andere hat da wirklich Spaß dran. Und das finde ich ist eine Grundvoraussetzung.
Bestimmt werde ich jetzt wieder beschimpft , warum ich als Mann so etwas schreibe (ich hätte doch gar keine Ahnung);
aber bitte; die Foristinnen bringen dies oft nicht so auf den Punkt, den Du als Mann einfach verstehst.
Ich gebe dir ein bisschen Recht, denke aber auch, dass das zu sehr verallgemeinernd ist. Die meisten meiner Freundinnen standen nie auf "böse Männer", sondern nur auf selbstbewusste, aber nette. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Die Männer, die sie jetzt haben, sind nicht "lieber" oder netter oder weicher als die vorher, sondern auch selbstbewusst/männlich und manchmal sogar welche, die in ihrer Jugend wirklich nichts haben anbrennen lassen, aber jetzt total in der Vaterrolle aufgehen. Aber wo ich dir zustimme, dass manche Frauen, grad wenn die biologische Uhr tickt, Männer nehmen, die sie sonst nicht unbedingt gewählt hätten und dann mit den negativen Seiten leben, weil sie ein Kind wollen (oder überhaupt eine Beziehung). Ich selbst halte das für problematisch, aber ich kenne wie neulich erwähnt auch Männer, die sich irgendeine nehmen, weil sie an ihre Traumfrauen nicht rankommen. Gibts also beidseitig. Heißt aber wirklich nicht, dass es hier in diesem Fall so sein muss. Vielleicht hat sie einfach generell kaum Lust, das gibt es häufiger als man denkt.
 
  • #26
Bestimmt werde ich jetzt wieder beschimpft , warum ich als Mann so etwas schreibe (ich hätte doch gar keine Ahnung);
aber bitte; die Foristinnen bringen dies oft nicht so auf den Punkt, den Du als Mann einfach verstehst.
Wieso? Hast du doch wunderbar erklärt. Das Problem ist nicht, dass Frauen einen inneren Konflikt haben, das Problem ist eher die mangelnde Partnerwahl - dominante Männer wollen oft auch andere Frauen dominieren und das ist leider inkompatibel mit Stabilität, Sicherheit und Nestbau.

Um Sex zu haben, braucht eine Frau Sicherheit und ein Mann braucht eher Unsicherheit.
 
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  • #27
Das ganze Problem kommt tatsächlich im Moment besonders stark hoch, weil wir Anfang/Mitte 30 sind. Also in der Zeit der Entscheidungen wie Haus kaufen/ Kinder kriegen. Und zum Kinder bekommen bedarf es einem halbwegs runden Sexualleben.
Das Problem ist halt wirklich, dass die Beziehung auf den anderen Ebenen wirklich super läuft. Man kann sich auf den anderen in jeder Situation verlassen, wir können zusammen lachen, verbringen einfach gerne Zeit miteinander. Meine erste Beziehung war mit einem Mädel, welches sexuell absolut erfahren und hungrig war. Da war der Sex toll, der Rest passte jedoch nicht.
Bei ihr war es so, dass sie auch schon in ihrer vorherigen Beziehung das Problem hatte. Wir haben ja über das Thema schon häufiger gesprochen. Sie hat einfach nicht das sexuelle Verlangen. Liegt wohl nicht an meiner Person, evtl hat es bei ihr einfach eine tiefere psychologische Ursache oder so. Nur ich weiß nicht, ob ich die Zeit noch habe das rauszufinden, mit ungewissem Ende.
Um mich herum bekommen alle Kinder und heiraten. Ich bin Mitte 30, wenn müsste ich jetzt noch jemanden zeitnah finden. Später ist zumindest das Kinderthema dann durch.
Und das zweite Problem ist eben mein Ausrutscher vor paar Jahren. Eigentlich eine eigene Sache, die jedoch mit dem Ursprungsproblem zusammenhängt. Für mich ist die Sache abgehakt und gelernt habe ich auch draus. Jedoch kommt immer mal wieder die Angst hoch, dass ich mich dafür doch noch rechtfertigen muss. Da weiß ich bis heute auch nicht was ich dann sagen würde. Ich wünschte es wäre nie passiert.
 
  • #28
Um mich herum bekommen alle Kinder und heiraten. Ich bin Mitte 30, wenn müsste ich jetzt noch jemanden zeitnah finden. Später ist zumindest das Kinderthema dann durch.
Lieber FS, ich verstehe das voll, aber: Das ist einer der "falschesten" Gründe, zu heiraten und Kinder zu bekommen! Das ist doch das gleiche, was Frauen mit der biologischen tickenden Uhr oft vorgeworfen wird. Man sollte nur heiraten und Kinder bekommen - meiner Meinung nach - wenn man in dem Moment wirklich der Meinung ist, ich möchte mit dieser Person mein Leben verbringen. Das kann sich immernoch ändern, aber schon zu zweifeln in diesem Moment... Du hast nur ein Leben und das sollte man glücklich verbringen.
Wenn es ihr schon immer so ging, wird sich das nicht mehr ändern. Mit dem Alter nehmen die Hormone eher noch ab, dann wird es noch weniger. Wenn es psychologische Ursachen hat, was ich jetzt nicht unbedingt glaube, wenn sie kein Trauma erlitten hat, dann hat sie bisher nichts daran geändert, warum sollte sie da in Zukunft was ändern oder überhaupt ändern KÖNNEN.
Ich sage nicht, trenn dich. Das musst du wissen. Aber sei dir klar darüber, dass es mit 99%iger Wahrscheinlichkeit nicht anders wird und du damit dann deinen Frieden machen musst. Nochmal: Kannst du das? Wenn es sicher wäre (was es eigentlich ist), dass es so bleibt wie jetzt - reicht dir das auf Dauer aus? Kannst du für die guten Seiten diese eine vollständig akzeptieren? Das ist eigentlich die Kernfrage. Und natürlich kann dir niemand garantieren, dass du nach einer Trennung die perfekte Partnerin für dich überhaupt findest. Das weiß man eben nicht.
Aber: Wenn ihr Kinder bekommt und du dann unglücklich bist, dann merken das die Kinder und wenn ihr euch später trennt, dann leiden sie darunter. Dann hat man schon in Kauf genommen, dass andere unbeteiligte und abhängige Personen das zu spüren bekommen später. Ich finde das nicht fair diesen Kindern gegenüber.
Im Endeffekt könnte man auch sagen: Sie hat auch jemanden verdient, der mit ihr so glücklich ist, wie sie eben ist, und für den sie sich nicht zum Sex zwingen muss, Tabletten schlucken muss und sich unter Druck gesetzt fühlt. Denn wenn das bei euch mehrfach Thema war, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie das auch ständig beschäftigt... würde es mich jedenfalls. Und ich würde es furchtbar finden, dass mein Mann schon bei der Hochzeit eigentlich gezweifelt hat, wenn das dann später ans Licht kommt. Dann würde ich mich wirklich um mein Leben betrogen fühlen.
 
  • #29
Sie hat einfach nicht das sexuelle Verlangen. Liegt wohl nicht an meiner Person, evtl hat es bei ihr einfach eine tiefere psychologische Ursache oder so
Nein.
Ihr erklärt Euch es gegenseitig so, wie Du es hier schreibst, weil es sich für Deine Freundin so darstellt.
Denn: Sie wird sicherlich schon fühlen, dass sie Dich liebt, aber auch, dass sie keine Lust auf Sex mit Dir hat.

So sagt sie es Dir und so schreibst Du es dann hier.

Aber:

Sie nimmt nicht wahr (oder will es nicht wahrnehmen), dass es eine Seite an ihr gibt, welche Dich ablehnt, wo Du nicht passt.

Glaube mir, ich habe diese Situation, in der Du nun steckst, fast ganz genauso erlebt und nun blüht meine Ex in einer anderen Beziehung auf. Ich gönne ihr das von ganzem Herzen.
Sie würde es zwar niemals zugeben, aber ich weiß, dass sie ihre sexuelle Erfüllung gefunden hat (oder ihr heutiger Ehemann hat auch keinen Spaß am Sex, das kann natürlich auch sein, egal, wir beide haben unser Glück gefunden) .

Und ich habe mich getrennt, obwohl meine damalige Beziehung sehr harmonisch war. Genau wie bei Dir.

Meine heutige Partnerin hat Spaß am Sex und alleine deswegen werde ich es immer wieder so machen.
Deshalb rate ich Dir zur Trennung.

Und vergiss Deinen "Ausrutscher" !
Der sollte Dir eigentlich gezeigt haben, dass es auch anders geht....mehr Bedeutung hat er nicht.
Im Grunde nicht mal für Deine Partnerin.


Später ist zumindest das Kinderthema dann durch.
Ach, Du bist ein Mann und bis Mitte 40 geht alles.
Kein Problem,
 
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  • #30
Das Problem ist halt wirklich, dass die Beziehung auf den anderen Ebenen wirklich super läuft. Man kann sich auf den anderen in jeder Situation verlassen, wir können zusammen lachen, verbringen einfach gerne Zeit miteinander.
Meine erste Beziehung war mit einem Mädel, welches sexuell absolut erfahren und hungrig war. Da war der Sex toll, der Rest passte jedoch nicht.
Hm, also da musst du für dich abwägen, wie wichtig dir Sex ist und für wie wahrscheinlich du es hältst, dass du, solltest du dich trennen, dann danach die rundum perfekte Frau kennenlernst. Im Grunde geht es auch darum, wie sehr du deine Freundin liebst (und umgekehrt), wie wichtig dir der Alltag und das gemeinsame Leben mit ihr ist. Ich kenne tatsächlich Männer und Frauen, für die Sex nicht so wichtig oder nicht das Wichtigste ist. Die haben manchmal Sex und finden's auch ganz nett, aber da reicht es alle paar Wochen und muss auch nichts Ausgefallenes sein, dafür aber viel liebevolles Kuscheln auf dem Sofa, Küsschen hier, Küsschen da, eine gute Partnerschaft und auch Freundschaft, man ist einfach ein gutes Team zusammen und genießt und meistert zusammen das Leben. Wenn du nun aber die ganze Zeit leidest und einen stark ausgeprägten Sexualtrieb hast, ist es natürlich doof.

Falls ihr sehr aufgeschlossen seid und offen reden könnt, könntest du darüber nachdenken, ob es dir helfen würde, die Beziehung (vorübergehend) zu öffnen, aber da muss man der Typ für sein. Ich selbst habe mit so was keine Erfahrung, wäre aber als Freundin bereit, meinem Freund, falls er aus Interesse und Neugierde irgendwas sexuell "Ausgefallenes" unbedingt ausprobieren möchte (keine Ahnung -- einmal im Leben mit einer Prostituierten schlafen, in den Strip-Club gehen oder an einer Fetischparty teilzunehmen oder so was), das gerne zu "erlauben", weil ich möchte, dass es ihm gut geht und er nicht meinetwegen sein ganzes Leben auf eine Erfahrung verzichten muss, die ihm wichtig ist (er hat aber keinerlei Bedürfnisse in die Richtung und ist pro Treue , also ist es in meinem Fall nur theoretisch).
Ich nehme aber an, gelegentliche andere sexuelle Erfahrungen würden dir gar nicht helfen, weil es dir nicht um irgendwelchen wilden Sex an sich geht, sondern um leidenschaftlichen Sex zusammen mit deiner Lebensgefährtin, die du liebst. Du würdest am liebsten VON IHR bzw. allgemein von deiner (jeweiligen) festen Partnerin begehrt werden, oder? Ist durchaus verständlich.

Mal hypothetisch aus Interesse: Wenn ihr beide erst Mitte zwanzig wäret und somit das Kinder- bzw. Altersthema nicht so akut wäre, würdest du sie dann heiraten oder dich trennen? Wenn die Antwort "Trennung" lautet, dann würde ich mir Gedanken machen, ob du aus Zeitdruck/Angst oder aus Liebe handelst.
Und natürlich kannst du als Mann locker noch bis 45 Kinder zeugen, machen viele.
w26
 
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