• #31
Um mich herum bekommen alle Kinder und heiraten. Ich bin Mitte 30, wenn müsste ich jetzt noch jemanden zeitnah finden. Später ist zumindest das Kinderthema dann durch.
Also bitte, als Mann Mitte 30, der Familie und Kinder will, da rennen dir die Frauen die Bude ein, weil es von deiner Spezies in dem Alter kaum Männer gibt, viele haben sich noch nicht ausgetobt.
Mein Ex hat aus diesem Grund seine Ex geheiratet, mit dem Resultat, kaum brauchbares Eheleben und Trennung nach zehn Jahren, da war aber schon das Kind involviert. Deine Trennung ist schon programmiert und absehbar. Aber als Unterhaltszahlender mit Kleinkind wirst du eben nicht mehr attraktiv für die Damenwelt.
 
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  • #32
Das ganze Problem kommt tatsächlich im Moment besonders stark hoch, weil wir Anfang/Mitte 30 sind. Also in der Zeit der Entscheidungen wie Haus kaufen/ Kinder kriegen. Und zum Kinder bekommen bedarf es einem halbwegs runden Sexualleben.
Das Problem ist halt wirklich, dass die Beziehung auf den anderen Ebenen wirklich super läuft. Man kann sich auf den anderen in jeder Situation verlassen, wir können zusammen lachen, verbringen einfach gerne Zeit miteinander. Meine erste Beziehung war mit einem Mädel, welches sexuell absolut erfahren und hungrig war. Da war der Sex toll, der Rest passte jedoch nicht.
Bei ihr war es so, dass sie auch schon in ihrer vorherigen Beziehung das Problem hatte. Wir haben ja über das Thema schon häufiger gesprochen. Sie hat einfach nicht das sexuelle Verlangen. Liegt wohl nicht an meiner Person, evtl hat es bei ihr einfach eine tiefere psychologische Ursache oder so. Nur ich weiß nicht, ob ich die Zeit noch habe das rauszufinden, mit ungewissem Ende.
Um mich herum bekommen alle Kinder und heiraten. Ich bin Mitte 30, wenn müsste ich jetzt noch jemanden zeitnah finden. Später ist zumindest das Kinderthema dann durch.
Und das zweite Problem ist eben mein Ausrutscher vor paar Jahren. Eigentlich eine eigene Sache, die jedoch mit dem Ursprungsproblem zusammenhängt. Für mich ist die Sache abgehakt und gelernt habe ich auch draus. Jedoch kommt immer mal wieder die Angst hoch, dass ich mich dafür doch noch rechtfertigen muss. Da weiß ich bis heute auch nicht was ich dann sagen würde. Ich wünschte es wäre nie passiert.
Bitte, hör dir doch mal selber zu! Du bist 30 und 'brauchst' eine Frau zum Heiraten und Kinder kriegen. Weil jeder das so macht? Du kannst mit 40 noch entspannt Vater werden. Finde doch erstmal die wirklich passende Frau für dich und gib dich nicht mit einer Frau ab, weil der Rest halt passt. Keiner wird damit glücklich!!!!
 
  • #33
Ihr erklärt Euch es gegenseitig so, wie Du es hier schreibst, weil es sich für Deine Freundin so darstellt.
Denn: Sie wird sicherlich schon fühlen, dass sie Dich liebt, aber auch, dass sie keine Lust auf Sex mit Dir hat.
Ich denke nicht, dass es hier der Fall ist, einfach, weil es bei ihren vorherigen Partnern ebenso war. Es ist dann unwahrscheinlich, dass sich das plötzlich mit dem EINEN Mann dann doch ändert (unmöglich ist natürlich nichts). Dann würde ich es noch für wahrscheinlicher halten, dass da doch eine psychologische Blockade aus der Kindheit ist, die irgendwann doch überwunden wird (bei einem anderen Mann), aber: Ich habe auch eine Freundin, der ist Sex einfach nicht wichtig. Nicht überhaupt gar nicht wichtig, aber alle paar Wochen reicht ihr selbst dann, wenn sie den Sex als gut befindet. Sie verliert dann auch zunehmend mehr das Interesse nach ein, zwei Jahren, aber wichtig ist es ihr von Anfang an nicht. Da sie schon fünf lange Beziehungen hatte, auch mit Männern, die sie sehr, sehr attraktiv fand, ist es wohl einfach ihr Hormonlevel, Charakter, was auch immer.
Im Endeffekt ist es aber egal, was beim FS nun zutrifft; Fakt ist, zwischen den beiden passt es wohl nicht... Insofern gebe ich dir beim Rest recht.

Mal hypothetisch aus Interesse: Wenn ihr beide erst Mitte zwanzig wäret und somit das Kinder- bzw. Altersthema nicht so akut wäre, würdest du sie dann heiraten oder dich trennen? Wenn die Antwort "Trennung" lautet, dann würde ich mir Gedanken machen, ob du aus Zeitdruck/Angst oder aus Liebe handelst.
Sehr gute Idee.
 
B

Blume94

Gast
  • #34
Und zum Kinder bekommen bedarf es einem halbwegs runden Sexualleben.

Man sollte zueinander passen und keine großen Probleme haben, die einem Sorgen bereiten.

Ich bin Mitte 30, wenn müsste ich jetzt noch jemanden zeitnah finden. Später ist zumindest das Kinderthema dann durch.
Für dich aber nicht, du bist ein Mann. Setz dich doch nicht so unter Druck und sch... drauf was andere machen, mach das, was du möchtest und für richtig hältst, was dich glücklich macht. Es ist dein Leben.

Du wirst im Leben nicht glücklich, wenn du wegen Kinderkriegen/Nestbau jetzt etwas fortführst was dich nicht glücklich macht/sich nicht ändern wird.
Ich kann da echt aus Erfahrung sprechen, mein Mann und ich haben erst ein Haus gebaut, Kind gekriegt, geheiratet, obwohl so viel nicht stimmt.. wir sind uns zwar wieder näher gekommen aber manche Dinge ändern sich nicht/nur schwer..
 
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  • #35
Deine Frage war ja die, ob Du beichten solltest. Den Grund für den Vorfall siehst Du selbst in der sexuellen Situation, die sich vermutlich künftig nicht ändern wird.
Ich denke, Du musst schauen, was Dir Jetzt wichtig ist. Frau, Kinder, Haus, dafür dürftigen Sex?
Da Du sonst eine harmonische Beziehung beschreibst wäre es schade. Nimmst Du dafür in Kauf, dass Du Dich mit Eurem Sexleben arrangierst? Dann sage es ihr nicht.
Ob Du auf Dauer damit leben möchtest und in einigen Jahren unglücklich mit der Entscheidung sein wirst....? 🤔 Solange Du Sie später nicht nach Strich und Faden betrügst, weil dann doch etwas fehlte. Kannst Dich auch trennen und weißt nicht, was Du danach bekommen wirst.

Gerade hier ist für mich so klar, dass wir nur Lebensabschnittspartner sind und auch haben.
Welcher Abschnitt steht jetzt bei Dir an, und wer ist dafür jetzt geeignet?
Klingt für mich auch gerade egoistisch. Aber wir heiraten, wir trennen uns, wir betrügen - alles aus Egoismus, weil wir meinen, das wäre zu dem Zeitpunkt gerade gut für uns.

Ich glaube nicht so wirklich daran, dass es den einen Menschen gibt, der uns aus purer Liebe bis ans Ende unserer Tage glücklich machen wird. Daher weiß ich gerade nicht, warum man so lange nach ihm suchen sollte.
Entscheide halt, zu welchen Kompromissen Du bereit bist.
 
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  • #36
Gerade hier ist für mich so klar, dass wir nur Lebensabschnittspartner sind und auch haben.
Welcher Abschnitt steht jetzt bei Dir an, und wer ist dafür jetzt geeignet?
Klingt für mich auch gerade egoistisch. Aber wir heiraten, wir trennen uns, wir betrügen - alles aus Egoismus, weil wir meinen, das wäre zu dem Zeitpunkt gerade gut für uns.
Ernsthaft? Ich finde sowas unverantwortlich. Solange es nur um die zwei Erwachsenen geht, na gut. Auch da fände ich es schlimm, wenn einer heiratet und verspricht, fürs ganze Leben blabla und innerlich denkt, naja, jetzt halt für Kinder, später such ich mir jemand anderen (warum dann überhaupt die Ehe, die ja eigentlich eine Bedeutung hat mit das soll für immer sein?). Denn der andere denkt ja höchstwahrscheinlich eben nicht so, das ist also wie belogen werden, solange das beide nicht so sehen. Aber viel mehr: Es geht da um KINDER, also da werden neue lebende Menschen erschaffen, die dann mit getrennten Eltern, einer unglücklichen Ehe, einer überforderten alleinerziehenden Mutter, einem von der Mutter aus Schmerz weggedrängten Vater usw umgehen müssen, und das war von vornherein so geplant?? Wie kann man denn dazu raten? Das ist doch Kindern gegenüber wahnsinnig egoistisch? Abgesehen davon, dass es nach einer Trennung für beide mit Kind alleinerziehend oder dafür zahlend nun wirklich nicht einfacher wird auf dem Partnermarkt. Grad für die Frau, die aber so ja wahrscheinlich überhaupt nicht denkt. Wie unfair!! Also, manchmal kommt das eben so, aber von vornherein das sozusagen einplanen??
Und mit Mitte 30 als Mann ist das Kinderthema nun wirklich nicht erledigt bei einer Trennung; da gibt es tausend Frauen, die sich um solchen Männer grad in dem Alter reißen und Kinder zeugen geht noch lange.
 
  • #37
Wie unfair!! Also, manchmal kommt das eben so, aber von vornherein das sozusagen einplanen??
Manchmal kommt das so.
Ich meine es auch nicht derart vorsätzlich, wie es scheinbar angekommen ist.
Es wird immer etwas zu bemängeln sein. Man muss mE für sich überlegen, zu welchen Kompromissen man bereit ist.
Abgesehen davon, dass es nach einer Trennung für beide mit Kind alleinerziehend oder dafür zahlend nun wirklich nicht einfacher wird auf dem Partnermarkt.
Das ist für mich nicht nachvollziehbar, die Fokussierung auf den Partnermarkt. Kein Kind, damit ich dafür interessant bleibe?
Ich finde das teilweise etwas zu weit gedacht, weil man nicht bis ins hohe Alter alle Eventualitäten ausschließen kann und später evtl um die verpassten Chancen trauert.
Es sind auch nicht alle Trennungskinder benachteiligt, vernachlässigt oder gar ungeliebt.

W, 47
 
  • #38
Es wird immer etwas zu bemängeln sein. Man muss mE für sich überlegen, zu welchen Kompromissen man bereit ist.
Ehrlich gesagt, finde ich das nicht. An meinem Partner gibt es momentan nichts zu bemängeln. Auch meine Freunde heiraten, weil sie denken, dass der andere wirklich gut passt. Es geht hier nicht um kleinere Mängel. Es geht darum, dass ein großer Bereich, der in der Beziehung für den FS ja augenscheinlich auch wichtig ist, nicht passt. Und die meisten anderen sehen das hier ja ähnlich. Ich finde es immer sehr krass, wenn jemand heiratet und ein Kind mit irgendjemandem bekommt, der grad da ist, auch wenn der nicht so gut passt, nur weil es "eben grad der Zeitpunkt" ist.
Und natürlich sind nicht alle Trennungskinder unglücklich, aber schon davon auszugehen, dass das Kind ein Trennungskind wird, weil man das ganze nur als Lebensabschnitt sieht, empfinde ich nicht als gut für ein Kind. Statistisch sind Trennungen nichts, was positive Auswirkungen auf ein Kind hat, nur lässt es sich eben manchmal nicht vermeiden oder ist weniger schlimm als streitendende Eltern. Aber das von vornherein so in Kauf zu nehmen, finde ich unmöglich. Ein Kind ist eine Mensch, der kein Mitspracherecht darüber hat, wie er aufwächst. Und die meisten Männer leiden ja dann auch darunter, wenn das Kind nach einer Trennung bei der Mutter bleibt und sie es selten sehen. So schulterzuckend zu sagen, mach doch einfach mal, ist verantwortungslos, finde ich. Was anderes ist, wenn man aus Versehen schwanger wird. Aber hier gibt es ja noch weder Ehe noch Kind und daher hat man die Chance, sich das zu überlegen.
 
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  • #39
Was möchtest du mit einer Beichte erreichen? Dein schlechtes Gewissen beruhigen, dich reinwaschen? Was soll das? Du würdest niemandem einen Gefallen tun.

Aus meiner Sicht ist diese Episode die Symptomatik eurer nicht kompatiblen Sexualität. Sexualität jedoch ist eine wichtige Säule einer Beziehung. Ihr seid lange genug zusammen, um zu wissen, dass es hier nichts mehr zu heilen gibt. Ich kann gut nachvollziehen, wie schwer es sein muss, in einer sonst gut funktionierenden Beziehung einen Cut zu machen, aber ich glaube du würdest euch mit der Heirat in eine Lage manövrieren, aus der du bspw. in 3 Jahren - dann evtl. mit Kind - nicht mehr ohne Kollateralschaden herauskämst. Jedenfalls an der Tatsache, dass alle Welt um dich herum heiratet, solltest du eine solch weitreichende Entscheidung nicht festmachen.

Aber vielleicht möchtest du ja mit deiner Beichte die Entscheidung unbewusst ihr überlassen? Vielleicht ist das ein Zeichen deiner Hilflosigkeit, deiner Unfähigkeit, selbst eine Entscheidung zu treffen, dein Leben aktiv in die Hand zu nehmen? Vielleicht wäre es doch sinnvoll, ihr reinen Wein einzuschenken? Damit auch sie die Tragweite und das Konfliktpotential einer Heirat neu bewerten kann. Deinen Gewissenskonflikt wird dir dennoch keiner nehmen können. Mittlerweile glaub ich sogar, dass du, wenn du sie unbedingt heiraten möchtest, mit dieser Last nicht in die Ehe gehen könntest. Weil du dir selbst nicht verzeihen kannst.

w/54
 
  • #40
Würdet ihr es sinnvoll erachten, vor der Ehe reinen Tisch zu machen und diesen noch zu beichten?
Ich würde niemanden heiraten, zu dem ich nicht ehrlich sein kann. So einfach ist das. Mein Partner sollte auch meine Schattenseiten kennen und damit leben können, statt dass ich ein künstlich "pures" Bild aufrecht erhalte. Und wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann muss ich auch um Verzeihung bitten können. Nur wenn ich mich zeige, kann ich ganz angenommen sein. Dafür muss ich auch Ablehnung riskieren.
Bitte wach' auf, lieber Gast2021. Du überlegst dir, mit dieser Frau Kinder zu zeugen. Wenn ihr einander nicht ertragt, mit euren eher "widerlichen" Seiten, mit euren Trieben und euren Fehlern, dann steuert ihr doch auf ein stilles Verstecken, Anschweigen und Auseinanderleben zu. Da wird doch dann null Boden für Intimität sein.
 
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  • #41
aber schon davon auszugehen, dass das Kind ein Trennungskind wird
Ich denke, dass im Fall des FS hier auch einige davon ausgehen, dass es ein Trennungskind werden würde, sonst würde man ihm hier nicht davon abraten. Er geht aber nicht davon aus! Von Trennungsabsichten keine Rede, im Gegenteil: Heirat = Lebensabschnitt im Anmarsch.

weil man das ganze nur als Lebensabschnitt sieht, empfinde ich nicht als gut für ein Kind.
Nein, nicht "weil".
Es geht darum Entscheidungen zu treffen und hinter den Folgen zu stehen. Nicht "ist mir gleichgültig", sondern "mir ist wichtig ...." Genauso, wie sich manche Frau trennt weil der Partner den Kinderwunsch nicht teilt. Die weiß auch um den Stellenwert ihres Wunsches.
Deshalb sollte sich der FS mE fragen, was ihm jetzt wichtig ist und ob er wirklich so kompromissbereit ist.

Es wird einer seiner Lebensabschnitte werden. Von mir nicht so negativ gemeint, wie von @mokuyobi dargestellt. Viel unbewusster, weil wir einige Entscheidungen treffen, die wir viel später erst als falsch verstehen.
Es geht nicht darum, wissentlich anderen zu schaden! Vielmehr ist hier offensichtlich, dass er mit der Ehe eine Entscheidung treffen wird, die er heute anders beurteilt, als er es vermutlich einige Zeit danach tun wird.
Vielleicht folgt später die Trennung, hat dafür aber tolle Kinder.
Vielleicht wird er nie Kinder haben und es gibt auch kein Haus, weil er mit der Vermeidung von Fehlentscheidungen zu sehr beschäftigt war.
Den Zusammenhang zwischen Fehltritt und dem Sexleben sehe ich auch. Ich würde an seiner Stelle auch nicht heiraten. Er hat aber scheinbar andere Prioritäten.
 
L

Lionne69

Gast
  • #42
Nur ich weiß nicht, ob ich die Zeit noch habe das rauszufinden, mit ungewissem Ende.
Um mich herum bekommen alle Kinder und heiraten. Ich bin Mitte 30, wenn müsste ich jetzt noch jemanden zeitnah finden

Du solltest ihr nicht diesen Vorfall beichten, das wäre nur für Deine Gewissensberuhigung.

Beichten solltest Du ihr, dass Du Dich vor allem deswegen nicht trennst, weil Du unbedingt Kinder möchtest, und Angst davor hast, dass Du nach einer Trennung niemanden mehr findest.

Es gibt übrigens zu viele junge Frauen, die lange nicht die Erfahrung von gutem Sex gemacht haben -
Ursachen, Erziehung im Elternhaus, Hemmungen, nicht wissen, was man will, irgendwelche angelesenen Dinge, die Frau meint, erfüllen zu müssen...
Wenig Frauen lernen früh ihre eigene Sexualität, was sie mögen, was nicht... Erst recht lernen sie nicht, egoistisch beim Sex zu sein. Haben Sex, weil es dazu gehört, weil ER will, aber wollen selbst gar nicht.
Nein sagen, wo nötig, und sagen, machen, wonach Frau ist - ich glaube, da ist ein großes Defizit bei Frauen.

Und dann trifft eine Frau auf den ersten Mann, es ist mäßig, und spätestens beim 3. Mann, mit dem es lau und mäßig ist, zieht Frau den Schluss, sie mache sich nichts aus Sex. Denn Frau sucht die Schuld bei sich.

Es ist auch die Verantwortung der Frau - nicht Schuld - denn was soll Mann machen, wenn schon Frau nicht weiß, was sie will?

Wie viele Frauen erfahren irgendwann nach der richtigen Begegnung, dass Sexualität, Intimität doch toll ist und befriedigend?
Leider meist erst in der Altersklasse um 40...
Und vorher sagt Frau sich, geringe Libido.. Klar, den Sex erlebt sie als eher nichts Besonderes. Also als etwas, was frau dem Mann zuliebe macht.
Dann verstummt auch die Libido.
Dass das eine ungute Spirale ist, sollte verständlich sein.

Vielleicht, FS, mag sie nicht grundsätzlich kaum Sex, sondern Eure Intimität ist eben so, dass sie es lieber meidet? Sie erlebt es aber so, wie in ihren vorherigen Beziehungen - und meint, es müsse so sein, also läge es an ihr, nicht veränderbar?

Wenn alles andere passt, würde ich Euch mal ein paar Termine mit einem Sexualtherapeuten empfehlen.
Wäre zumindest einen Versuch wert.

Ansonsten - lass es.
Das hat sie nicht verdient.

@der-runde-ball, nein, Kompromisse so, wie Du es schreibst, eine ganz ungute Idee.
Ohne eine Grundpassung geht es nicht, Kompromisse kommen im Alltag - kleine - noch genug.
Alles andere ist Verbiegen.
Man kann durchaus die/den passenden Partber*in finden, es braucht halt Geduld und ein Quentchen Glück.

W, 51
 
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  • #43
@der-runde-ball ich glaube, meine persönliche Abneigung gegen diese Art großen Kompromiss (denn es ist kein kleiner) kommt von meiner vorherigen Beziehung. Ich war Anfang 30 und dachte mir ebenfalls: das muss doch reichen, es passen zwar einige Dinge nicht (Sex war okay, aber auch nicht doll; Charaktere passten aber nicht richtig). Aber ich bin Anfang 30 und alle anderen heiraten und haben Kinder und verliebt war ich ja schon ein bisschen. Warum trennen oder worüber beschweren? Perfekt gibt es eben nicht. Nun, ihm ging es wohl ähnlich, jedenfalls betrog er mich, kam dann zurück, ich dachte siehe oben, dann machte er doch Schluss. Drei Jahre für nix, so fühlt es sich an, weil: ich habe diese Beziehung vor allem aus deinen Lebensabschnittsgründen verfolgt. Jetzt bin ich mit einem wirklich passenden Partner zusammen, wache seit 5 Jahren mit einem Lächeln auf und kann dem Ex nur dafür danken, dass er sich rechtzeitig getrennt hat und ich dadurch die Chance hatte, wirklich glücklich zu sein! Nicht, weil es eben grad Zeit ist, mit jemand unpassendem Kinder zu fabrizierten. Und daher rate ich das ab jetzt eben anderen. Übrigens war ich auch in der Single Zeit dann glücklicher als in der Beziehung, weil ich nicht mehr Bedenken im Hinterkopf hatte.
@annie83 diese Sichtweise versteh ich auch. Aber ich finde, das Grundproblem ist hier halt ein viel größeres als diese eine Lüge. Vielleicht hofft der FS doch innerlich, dass sie dann sich trennt..? Oder zumindest die Hochzeit absagt? Könnte auch sein, unbewusste Selbstsabotage..?
 
  • #44
Was möchtest du mit einer Beichte erreichen? Dein schlechtes Gewissen beruhigen, dich reinwaschen? Was soll das? Du würdest niemandem einen Gefallen tun.

Aus meiner Sicht ist diese Episode die Symptomatik eurer nicht kompatiblen Sexualität. Sexualität jedoch ist eine wichtige Säule einer Beziehung. Ihr seid lange genug zusammen, um zu wissen, dass es hier nichts mehr zu heilen gibt. Ich kann gut nachvollziehen, wie schwer es sein muss, in einer sonst gut funktionierenden Beziehung einen Cut zu machen, aber ich glaube du würdest euch mit der Heirat in eine Lage manövrieren, aus der du bspw. in 3 Jahren - dann evtl. mit Kind - nicht mehr ohne Kollateralschaden herauskämst. Jedenfalls an der Tatsache, dass alle Welt um dich herum heiratet, solltest du eine solch weitreichende Entscheidung nicht festmachen.

Aber vielleicht möchtest du ja mit deiner Beichte die Entscheidung unbewusst ihr überlassen? Vielleicht ist das ein Zeichen deiner Hilflosigkeit, deiner Unfähigkeit, selbst eine Entscheidung zu treffen, dein Leben aktiv in die Hand zu nehmen? Vielleicht wäre es doch sinnvoll, ihr reinen Wein einzuschenken? Damit auch sie die Tragweite und das Konfliktpotential einer Heirat neu bewerten kann. Deinen Gewissenskonflikt wird dir dennoch keiner nehmen können. Mittlerweile glaub ich sogar, dass du, wenn du sie unbedingt heiraten möchtest, mit dieser Last nicht in die Ehe gehen könntest. Weil du dir selbst nicht verzeihen kannst.

w/54
Die Hoffnung ist ja immer noch da. Eventuell wirds ja besser. Solch einen Cut in einer ansonsten schönen Beziehung zu machen, ist auch ein Riesenschritt. Irgendwo glaube ich noch immer dran, dass man am Liebesleben etwas verbessern kann. Vieleicht wirklich mal mit einem Sexualtherapeuten oder Ähnlichem versuchen.
Die Beichte bzw. mein Ausrutscher vor ein paar Jahren kommt als eigenes Thema noch hinzu, auch wenn es mit dem ersten Problem zusammenhängt. Hier weiß ich einfach nicht auf Dauer damit umzugehen. Die Angst, dass es doch noch mal rauskommt, bremst mich einfach noch zusätzlich aus. Ich weiß einfach nicht, wie man plausibel erklären kann, wie es damals dazu kam. Wie ich es mir selbst vergeben kann. Weil ich eben ein an sich ehrlicher Mensch bin.
 
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  • #45
Die Hoffnung ist ja immer noch da. Eventuell wirds ja besser. Solch einen Cut in einer ansonsten schönen Beziehung zu machen, ist auch ein Riesenschritt. Irgendwo glaube ich noch immer dran, dass man am Liebesleben etwas verbessern kann. Vieleicht wirklich mal mit einem Sexualtherapeuten oder Ähnlichem versuchen.
Aber die Hoffnung sollte nicht der Grund sein, dass du dich für die Hochzeit entscheidest! Du heiratest mit dem Gedanken, dass sich das ändert. Das tun ganz viele und fast alle werden enttäuscht. Du musst auch damit klarkommen können, wenn sich es nicht ändert. Das ist wichtig.
Und: will sie sich denn überhaupt ändern, oder will sie das nur für dich? Wenn sie mit sich zufrieden ist, dann ist es doch auch unfair, sie zu einem Sexualtherapeuten zu schleppen, nur weil DU unzufrieden bist. Man kann Kompromisse eingehen, aber nicht auf der Basis, dass sich das ja ändern wird. Man muss es akzeptieren können. Sonst wird man auf jeden Fall unzufrieden.
Wenn du sagst, es muss sich aber ändern, dann würde ich alle Sachen VOR der Hochzeit unternehmen. Wenn sich dann auch mit Therapeut nichts ändert, dann kannst du die Konsequenzen ziehen. Aber das ganze nach eine Heirat zu legen... naja, es ist deine Sache.
 
L

Lionne69

Gast
  • #46
Wie ich es mir selbst vergeben kann. Weil ich eben ein an sich ehrlicher Mensch bin.

Bist Du, sorry, nicht.
Du bist ein Mensch. Punkt.
Es ist auch nicht Deine Partnerin - und Euer Liebesleben verantwortlich.
Du warst es.
Nicht sie, nicht der Alkohol, nicht die andere Frau. Das war Deines.

Akzeptiere, dass Du als Mensch Fehler machst, dass Du zwar Werte hast, aber es manchmal eben anders kommt.
Akzeptiere, dass Du ein Bild von Dir hast, wie Du gerne wärst, in der Regel auch bist, aber manchmal klappt Realität und Bild nicht zusammen.

Wenn Du Dir das ein- und zugestehst, kannst Du es Dir auch verzeihen.
Wir haben alle, - ok, die Ausnahmen hier sind bekannt, - mal nicht unsere Erwartungen an uns selbst erfüllt, mal etwas getan, worauf man nicht stolz ist.
Es lehrt einen aber, nachsichtiger zu werden, mit sich, mit anderen.
Weil Fehler machen zum Leben dazu gehören, man lernt dadurch, und weil Fehler menschlich sind.

Dass Eure sexuelle Intimität ein Problem ist, ist ein Thema, das Du trennen solltest. Das müsst Ihr angehen, falls Du ernsthaft mit ihr eine Zukunft aufbauen willst.
Auch da solltest Du mal ganz ehrlich zu Dir selbst sein.

W, 51
 
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  • #47
Die Hoffnung ist ja immer noch da. Eventuell wirds ja besser.
Ich werde niemals verstehen dass so viele Menschen in ihren Situationen lieber verharren, nichts lernen wollen und somit nichts lernen, sie glauben und hoffen, sie sind die Ausnahme, es wird schon alles gut gehen, es geht aber nicht gut, falsch gehofft und falsch geglaubt, warum soll es gut gehen, wenn der Wurm von Anfang an schon da war, die Trennung, die Scheidung wird jedoch kommen müssen, wie eben bei so vielen!
 
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  • #48
Drei Jahre für nix, so fühlt es sich an, weil: ich habe diese Beziehung vor allem aus deinen Lebensabschnittsgründen verfolgt.
Das ist die Einsicht, die Du danach gewonnen hast.
Ich war 18 Jahre verheiratet und habe lange auch so gedacht, alles für die Katz. Stimmt aber nicht wirklich, weil ich eine wundervolle Tochter habe und die 18 Jahre nicht nur schlecht waren. Da stimmte auch vieles nicht. Das habe ich aber erst danach verstanden.
Es ist gut, wie es gekommen ist. Sonst wären die Dinge heute bei mir nicht so.
Deshalb war die Ehe für mich kein Fehler, weil sie andere auch positive Dinge mit sich gebracht hat.
@mokuyobi,
Du wachst seit fünf Jahren mit einem Lächeln auf. Das ist gut. Ob das auch in einem Jahr noch so ist weißt Du nicht.
Das meine ich "nur". Man muss doch auch ein wenig im JETZT leben, sich fragen, was möchte ich jetzt und möchte ich es mit diesem Partner.
Man kann das Fehler machen auch versäumen.

Um nochmal auf den FS zu kommen :
Er hält an der Beziehung fest, sieht andere gute Sachen in ihr. Wenn es ihm das Wert ist - gut. Das heißt nicht dass ich der Meinung bin, dass er in jedem Fall solche Kompromisse eingehen soll, sondern dass er entscheiden muss, ob er dazu bereit ist. Dann muss er sehen, was er jetzt möchte, und ob er das mit ihr möchte.
Das Liebesleben wird sich für ihn vermutlich nicht ändern, aber mit der Zeit seine Einstellung dazu.
Die Sache ist doch nicht, bloß keine Fehler zu machen, sondern wie man anschließend mit ihnen umgeht.

Habe gerade ein Zitat gelesen :
"Und manchmal ist es besser, seine Gedanken da zu lassen, wo sie sicher sind.
Im eigenen Kopf." (I. Öztürk)
... Werde das jetzt tun.
 
  • #49
Drei Jahre für nix, so fühlt es sich an, weil: ich habe diese Beziehung vor allem aus deinen Lebensabschnittsgründen verfolgt.

Das ist die Einsicht, die Du danach gewonnen hast.
Ich war 18 Jahre verheiratet und habe lange auch so gedacht, alles für die Katz.

Das Bereuen scheint oft vorzukommen ... Ich finde es problematisch, eine anstrengende/unangenehme Beziehung nur zu führen, um damit etwas zu erreichen, von dem man meint, es wäre erstrebenswert. Das gilt auch für Studium/Arbeit etc. Viele Menschen quälen sich mit etwas nur in der Hoffnung, es würde ihnen in der Zukunft von Nutzen sein. Dabei sollte man die Dinge um ihrer selbst willen tun und weil man sie im Moment genießt. Ich versuche, immer so zu leben, dass ich später nichts bereue, eben weil alles in dem Moment gut und richtig war. Ich weiß nicht, ob ich für immer in dem Bereich arbeiten werde, für den ich ausgebildet werde, aber was ich tue, interessiert mich und ist jetzt gut für mich, also kann es auch im Nachhinein niemals schlecht gewesen sein. Ich weiß nicht, ob mein Partner und ich heiraten werden, Kinder kriegen und für immer zusammen bleiben, aber ich werde nie bereuen, dass ich jetzt mit ihm zusammen bin, weil es jetzt gut und schön ist. Bei meinem Expartner war von Anfang an klar, dass wir nicht für immer zusammen bleiben würden, trotzdem waren es schöne Jahre, die Beziehung hat mir etwas "gebracht" und ich bereue nichts. Überhaupt sollte man, wenn man in der Gegenwart mit sich zufrieden ist, nichts bereuen, denn alles hat einem zu dem gemacht, der man heute ist.

Lieber FS, die Frage ist: Bist du mit ihr zusammen, um etwas anderes (Kinder etc.) zu erreichen, oder weil du sie als Mensch magst und gerne mit ihr zusammen bist, Spaß mit ihr hast? Weißt du, es kann auch sein, dass einer von euch in einem Jahr plötzlich stirbt oder unfruchtbar ist oder sie dich verlässt oder sonst was -- man kann sowieso nicht die ganze Zukunft planen, sollte also die Gegenwart genießen und tun, was in der Gegenwart richtig ist und sich gut anfühlt. Meistens kommt später alles anders und meistens besser.
w26
 
  • #50
@Inanna* du missverstehst mich. Ich bereue es, mich auf eine Beziehung mit Kompromissen eingelassen zu haben, wie davor vorgeschlagen wurde von @der-runde-ball . Dass man ja wegen Heirat und Kinder jetzt sozusagen ein Auge zudrücken kann, also nach Zeitpunkt gehen, weil das grad dran ist, obwohl was Grundlegendes nicht passt, worüber der FS ja eben auch häufiger nachdenkt, wie es klingt. Die Beziehung vorher, auch wenn da klar war, das hält nicht, bereue ich gar nicht, weil ich in diesem Moment oft trotzdem glücklich war.
Nur im Augenblick zu leben ist ja aber das, was hier vielen ein paar Jahre später großen Kummer bereitet - er hat zwar gesagt, er will später keine Kinder, aber ich dachte, er ändert seine Meinung noch - jetzt bin ich totunglücklich. Man weiß nie, was noch kommt, aber man sollte die Zukunft doch immer mit einplanen - oder tust du das nicht bei Rente, Studium usw? Warum dann nicht bei der Partnerwahl schauen, dass es im Jetzt passt (was es beim FS ja auch schon nicht tut) UND in der Zukunft? Denkst du nicht, dass es ungünstig ist, dass er denkt, die Freundin wird sich hoffentlich ändern und scheinbar auch soll sich ändern, weil er eben (verständlicher Weise) unzufrieden ist? Also das Weiterlaufenlassen der Beziehung scheint sich ja vor allem darauf zu gründen, dass Hoffnung auf Änderung da ist, nicht Akzeptanz von dem, wie es ist. Das halte ich für problematisch.
 
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  • #51
Ich habe gestern zumindest den Anfangsteil des Films mit Dustin Hofmann " Die Reifeprüfung " gesehen.
Ein junger Mann, der in den engen Bahnen, die seine Eltern ihm vorgegeben haben, lebt, und dann ein Tabu nach dem anderen bricht, zumindest sexuell gesehen.
Wie kann man mit jemanden schlafen, der das mehr oder weniger über sich ergehen lässt, auf Dauer? Widert dich das nicht an, quasi den Körper eines anderen zur Triebabfuhr zu benutzen, der keinen Spass dran hat?
Der das mitmacht, weil sonst die Beziehung zu Ende ist?
Da schüttelt es mich wirklich.
Mrs. Robinson und ihr Mann haben seit Jahren getrennte Schlafzimmer, aber außen ist alles Top. Großes Haus, Partys etc.
Das ist deine Entscheidung.
Wenn die Kinder erst mal da sind, wird ihre Lust sicher nicht wachsen.
Mit deiner Bekannten gab es eben den triebhaften Sex.
Mich erinnert das alles an Romane aus der Jahrhundertwende, wo Menschen gesellschaftlich gezwungen sind, einander zu heiraten.
Du wirkst sehr abhängig.
 
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  • #52
Mich erinnert das alles an Romane aus der Jahrhundertwende, wo Menschen gesellschaftlich gezwungen sind, einander zu heiraten.
Du wirkst sehr abhängig.
Mich nicht. Ich sehe das so, dass der FS seine Dame sehr liebt. Er ist gerne mit ihr zusammen. Eigentlich will er sich nicht trennen. Aber da ist diese Sache mit dem fehlenden Sex. Hinzu kommt die Lebensphase in der sich der FS die Gründung einer Familie vorgestellt hat.
Auf der einen Seite leidet er darunter, dass er in sexueller Abstinenz leben muss, auf der anderen Seite liebt er sie und will eigentlich nicht gehen.
Das ist eine schwere Entscheidung.
 
  • #53
Deine Beichte wäre sinnvoll, wenn du endlich dein schlechtes Gewissen los wirst und du weiter eure Beziehung gefährden, zusätzlich belasten oder durch sie beenden lassen willst.
Du redest dir eine schöne Beziehung ein, obwohl du kein befriedigendes und lustvolles Sexualleben hast, das ist Realitätsverweigerung.
Eine Beziehung ohne einem ausgeglichenen, liebevollen und befriedigendem Sexualleben kann, wie deine Situation zeigt, eventuell nur einseitig schön sein.
Bei einer Trennung habt ihr beide noch die Chance, wirklich Partner zu finden die zu euch passen. Nur heiraten, lustlos, eher brauchtumshalber Kinder in die Welt setzen und irgendwie gemeinsam sexlos alt werden, das kann ich mir nicht als erstrebenswert glückliche oder schöne Beziehung vorstellen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #55
Mich nicht. Ich sehe das so, dass der FS seine Dame sehr liebt. Er ist gerne mit ihr zusammen. Eigentlich will er sich nicht trennen.
Ob er sie sehr liebt, weiß ich nicht. Er fühlt sich gezwungen zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen, weil fast alle in seiner Umgebung tun und weil er Angst hat, sonst niemand anderes zu finden.
Nach Liebe und Freiheit klingt das nicht.
 
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  • #56
Ob er sie sehr liebt, weiss ich nicht. Er fühlt sich gezwungen zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen, weil fast alle in seiner Umgebung tun und weil er Angst hat, sonst niemand anderes zu finden.
Nach Liebe und Freiheit klingt das nicht.
Das Problem ist halt wirklich, dass die Beziehung auf den anderen Ebenen wirklich super läuft. Man kann sich auf den anderen in jeder Situation verlassen, wir können zusammen lachen, verbringen einfach gerne Zeit miteinander.

Manche stellen es hier so dar, als wäre der FS in einer schlimmen, eigentlich ungewollten Beziehung und würde nur wegen des Kinderwunsches und gesellschaftlichen Zwängen verharren. Dabei ist der Konflikt und das Dilemma, dass es eigentlich, eben eigentlich und abgesehen von diesem einen Punkt, eine sehr schöne Beziehung ist und er seine Partnerin durchaus liebt und schätzt. Das ist ziemlich schwierig. Und deswegen stellt sich eben die Frage, wie wichtig ihm das Sexuelle ist. Wie gesagt, ich kenne Menschen, denen Sex nicht so super wichtig ist und die trotzdem glücklich und zufrieden sind. Die Partnerin scheint ihn ja nicht körperlich komplett abzulehnen, manchen reicht auch eine liebevolle Kuschelbeziehung mit gelegentlichem unspektakulären Sex, wenn sonst alles wunderbar passt, man eine tiefe Verbindung hat, einander vertraut, gemeinsame Projekte hat etc. Aber das ist eine Wesensfrage und das muss der FS für sich selbst entscheiden.

Angesichts der Zweifel würde ich auch nicht direkt die Hochzeit planen (Corona käme einem Aufschieben ja entgegen), sondern mir Zeit zum Nachdenken geben und die Themen auch mit der Partnerin besprechen, auf rücksichtsvolle Weise, denn es ist bestimmt sehr verletzend, wenn der Partner aufgrund von sexueller Unzufriedenheit die langjährige Beziehung und die Zukunftspläne in Frage stellt, das wird sie bestimmt innerlich sehr treffen, eben weil sie ja nichts dagegen tun kann ...
 
  • #57
Manche stellen es hier so dar, als wäre der FS in einer schlimmen, eigentlich ungewollten Beziehung und würde nur wegen des Kinderwunsches und gesellschaftlichen Zwängen verharren.
Das Heiraten findet aufgrund von gesellschaftlichen Zwängen statt. Und ja, das ist 19 Hundert irgendwas
Wie gut die Beziehung ansonsten ist, kann ich nicht beurteilen.
Ansonsten setzt er sich scheinbar auch selbst unter Druck mit hohen Maßstäben.
So ins Blaue Hinein kann ich mir schon vorstellen, dass ansonsten alles tiptop ist, beide hochwertige Berufe, entsprechendes gesellschaftliches Umfeld, alles sehr gepflegt. Dazu passt eben auch eine Frau mit geringer Libido oder wenig Bock auf Sex mit ihm. Da ist alles unter Kontrolle.
Nur, mit jemanden zu schlafen der eigentlich nicht will und nur mir zuliebe mitmacht, als Dauerzustand, das würde mir wegen mir und der anderen Person nicht gefallen. Das käme mir irgendwie schäbig vor.
Ansonsten bekomme ich eben das Bild, dass er die Frau fast idealisiert, anhimmelt.
Es mag Beziehungen geben, wo sexuell nicht viel läuft und beide zufrieden sind.
Gibt allerdings auch genug Männer, die sich damit abgefunden haben und versuchen, anderswo zu landen, weil die Beziehung ansonsonsten läuft, Haus, Freundeskreis, Kids etc.
Der FS macht mir allerdings nicht den Eindruck, als hätte er in seinen jungen Jahren bereits der Libido abgeschworen, sonst hätte er nicht mit der Bekannten rumgemacht. Beide alkoholisiert, sie BlowJob, also das Gegenteil von stilvoll.
Ich erinnere an zahlreiche Threads hier, wo Männer sich beschwerten, dass schon vor der Ehe nicht viel sexuell lief und nach Geburt der Kinder nichts mehr. Oh wunder. Natürlich gibt es andere Eigenschaften, die in einer Ehe auch wichtig sind.
Sexualität ist eine davon, und zumindest hier ist dem FS diese wichtig.
Die Entscheidung muss er selber treffen.
Aber dann hinterher nicht rumjaulen, dass nichts läuft, und er irgendwie doch was mit der neuen Kollegin auf Geschäftsreise angefangen hat.
Ich habe aber das Gefühl, dass er das mit der Dame unter Dach und Fach kriegen will.
Dann soll er machen.
 
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  • #58
denn es ist bestimmt sehr verletzend, wenn der Partner aufgrund von sexueller Unzufriedenheit die langjährige Beziehung und die Zukunftspläne in Frage stellt, das wird sie bestimmt innerlich sehr treffen, eben weil sie ja nichts dagegen tun kann ...
Da bin ich völlig anderer Meinung, es ist verletzend und enttäuschend, wenn man nicht die Wahrheit sagt, wenn man was runterschluckt und irgendwann später trifft man einen Menschen, bei dem der Sex gut ist und das andere auch, dann ist der Partner schnell Ex-Partner, von einem Tag zum anderen und ganz schlimm, wenn Kinder da sind!
 
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  • #59
Anfangs der Beziehung klappte es noch reativ gut und man hatte noch regelmäßig Sex, dieser wurde jedoch schon schnell weniger.
Ein Punkt ist die Libido meiner Freundin, welche kaum vorhanden ist und sie selbst einfach keinen Sex braucht. Dementsprechend passiv und leidenschaftslos ist sie auch im Bett.

Es fehlt einfach die Leidenschaft bei ihr. Wenn es dann zum Akt kommt, gefällt ihr es schon, denke ich. Allerdings hat sie halt kaum Lustempfinden. Das macht mich dann auch nicht sonderlich wild, wenn ich weiß, dass sie jetzt eigentlich keine Lust hat.
Bei ihr war es so, dass sie auch schon in ihrer vorherigen Beziehung das Problem hatte. Wir haben ja über das Thema schon häufiger gesprochen. Sie hat einfach nicht das sexuelle Verlangen.
Liegt wohl nicht an meiner Person, evtl hat es bei ihr einfach eine tiefere psychologische Ursache oder so.
Ich fände es auch blöd, wenn mein Partner keine Lust auf mich hätte/mich sexuell nicht attraktiv fände, verstehe ich also total.
Du schreibst, dass es nicht an dir liegt. Ich denke schon, dass es zu einem gewissen Grade an dir bzw. an euch beiden liegt.

Mal eine Frage: Wie viele Beziehungen/Sexpartner hattet ihr beide insgesamt? Bisher wissen wir von jeweils einer anderen Beziehung. Das Thema "sexuelle (Un)Erfahrenheit" hatten wir hier schon öfters. Vielleicht weiß sie selbst nicht, was sie erregt. Mit ihrem (einzigen?) anderen Partner war der Sex nicht gut/langweilig/unerregend, mit dir ist der Sex nicht gut, also denkt sie, es liegt an ihr und sie kann/will/braucht es halt nicht. Am Anfang schien sie ja noch begeistert zu sein, hat dann aber schnell das Interesse verloren/aufgegeben.

Jetzt zu dir: Wie viel Erfahrung hast du, was bist du für ein Liebhaber? Läuft euer Sex immer gleich ab? Es könnte durchaus sein, dass du nicht so gut im Bett bist, wie du denkst. Deine sexhungrige Ex kannte sich halt selbst gut aus und hat dich vermutlich angeleitet bzw. sich proaktiv genommen, was sie wollte. Vielleicht weißt du selbst nicht, wie du deine Freundin gut verführen und befriedigen kannst, und sie kann es dir mangels Erfahrung oder aus Schüchternheit auch nicht sagen. Wird sie denn eigentlich feucht? Kommt sie nicht zum Orgasmus und du hättest es gerne? Drängst du sie da unbewusst?

Ich finde, ihr solltet nochmal offen über die Thematik reden. Hat sie sexuelle Wünsche oder Vorlieben? Vielleicht bist du zu schnell/langsam/unromantisch/unsensibel/soft/hart? Wenn ihr nochmal was versuchen wollt, würde ich versuchen, den Sex vielleicht mal grundlegend zu ändern. Und vielleicht mal eine Sexological-Bodywork-Beratung oder so was machen. Das nur als weitere Idee, falls du der Beziehung trotzdem eine Chance geben willst.
 
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  • #60
Da bin ich völlig anderer Meinung, es ist verletzend und enttäuschend, wenn man nicht die Wahrheit sagt, wenn man was runterschluckt und irgendwann später trifft man einen Menschen, bei dem der Sex gut ist und das andere auch, dann ist der Partner schnell Ex-Partner, von einem Tag zum anderen und ganz schlimm, wenn Kinder da sind!
Naja, ich meinte ja, er soll es rücksichtsvoll ansprechen. Von stillem Leiden und Verschweigen war keine Rede. Falls er sich wirklich mit dem mangelnden/schlechten Sex als Begründung trennen sollte, dann wird es sie vermutlich sehr treffen und ihr Selbstwertgefühl zumindest vorübergehend sehr zerstören, eben weil sie sich der Problematik ja schon die ganze Zeit über bewusst ist. Am schlimmsten ist immer die Kritik bzw. sind die Vorwürfe/Beleidigungen, von denen man selbst weiß, dass sie stimmen und berechtigt sind. Ich würde der altbewährten Weisheit "Accept it, change it, or leave it" folgen und natürlich drüber reden, nur möchte ich darauf hinweisen, sensibel, nett und verständnisvoll damit umzugehen, weil die meisten Menschen gerade in Bezug auf ihren Körper und ihre Sexualität sehr verletzlich sind und negative Kommentare diesbezüglich sehr treffen und sogar eine Art dauerhaften Schaden anrichten können. Ich vermute, sie leidet sowieso schon drunter -- das hilft nicht unbedingt dabei, sich beim Sex zu entspannen und drauf zu freuen.

Ich möchte hier übrigens keineswegs dazu raten, in einer unglücklichen Beziehung zu verharren. Vielleicht findet sie dich auch eigentlich gar nicht wirklich als Mann attraktiv, sondern nur nett, genießt aber die Beziehung? Oder sie liebt dich von ganzem Herzen, aber euer Sex ist halt technisch gesehen schlecht und daher für sie nur eine lästige Pflicht, die sie lieber vermeidet? Wer weiß, was bei euch im Schlafzimmer so passiert und eure Vorstellungen von Sex sind? Vielleicht stehst du auf abwechslungsreichen Porno-Sport-Sex oder praktizierst nur ein schnelles Rein-Raus, sie bräuchte aber entspannte, zweistündige Massagen ohne Zeit- und Orgasmusdruck? Oder du liebst Blümchensex, sie bräuchte es aber, mal richtig dominant genommen zu werden? Es kann so viele Gründe haben und ich würde die Schuld nicht allein bei ihr suchen. Abgesehen von wirklich asexuellen Menschen, von denen es nicht so viele gibt, können die meisten mit dem richtigen Partner und auf die richtige Art Spaß am Sex haben. Dass nicht alle Frauen leicht zum Orgasmus kommen, und erst recht nicht beim normalen Verkehr, ist ein eigenes Thema und hoffentlich bekannt (falls du dich diesbezüglich sehr abmühst/-rammelst und dich wunderst, dass sie dabei nicht total abgeht, sondern es eher als belastend empfindet) ...

Naja, sind nur so ein paar Gedanken von mir dazu. Um euer Sexproblem und die Ursache richtig beurteilen zu können, fehlen zu viele Details.
 
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