• #62
Wie gesagt, ich kenne Menschen, denen Sex nicht so super wichtig ist und die trotzdem glücklich und zufrieden sind. Die Partnerin scheint ihn ja nicht körperlich komplett abzulehnen, manchen reicht auch eine liebevolle Kuschelbeziehung mit gelegentlichem unspektakulären Sex, wenn sonst alles wunderbar passt, man eine tiefe Verbindung hat, einander vertraut, gemeinsame Projekte hat etc. Aber das ist eine Wesensfrage und das muss der FS für sich selbst entscheiden.

Angesichts der Zweifel würde ich auch nicht direkt die Hochzeit planen (Corona käme einem Aufschieben ja entgegen), sondern mir Zeit zum Nachdenken geben und die Themen auch mit der Partnerin besprechen, auf rücksichtsvolle Weise, denn es ist bestimmt sehr verletzend, wenn der Partner aufgrund von sexueller Unzufriedenheit die langjährige Beziehung und die Zukunftspläne in Frage stellt, das wird sie bestimmt innerlich sehr treffen, eben weil sie ja nichts dagegen tun kann .
Ja, aber die akzeptieren eben statt Hoffnung zu haben, dass es sich ändert. Das ist ja eben der Punkt! Wenn einem der Sex nicht so wichtig ist, dann hofft man ja nicht auf Änderung, sondern ist eben damit zufrieden, wie es ist. Davon schreibt der FS nichts. Und das ist mein Problem.
Ich denke auch, dass die Partnerin das Problem ja durchaus kennt und sich auch Gedanken macht. Denn er schreibt ja, dass sie die Pille abgesetzt haben, um zu schauen, ob dann mehr Libido kommt. Ich nehme an, dass die meisten Tipps mit auf sie eingehen beim Sex dann sicher schon besprochen wurden. Das ist ja das erste, was man macht. Es klingt hier bei vielen immer so, als müsse der FS dran schuld sein oder die Frau selbst, als sei es nicht normal, keine oder wenig Lust zu haben und nur der richtige Partner fehlt oä. Aber da würden alle asexuellen Leute eben protestieren. Es gibt einfach Unterschiede bei den Menschen. Man kann nicht immer alles „reparieren“.
Verletzender fände ich es, wenn der Partner erst heiratet und Kinder mit mir hat und dann später mal rauskommt, dass er schon damals Zweifel hat. Die wird er ja jetzt nicht kommunizieren. Klar ist es auch schlimm, wenn er sich trennt, aber das andere wäre ja nun eher noch schlimmer, da noch eine größere Lüge. Oder aber er setzt sie unter Druck mit Therapeut und so weiter, weil sie sich in seinen Augen ändern muss (weil er Hoffnung hat, dass sich das ändern lässt) - das fände ich auch schlimm für sie. Mein Ex wollte gern, dass ich meine Introvertierte Art ändere, das ist aber eben mein Wesen. Ich fühlte mich, als müsste ich mich verbiegen, hatte aber eben Sorge, wenn ich das nicht tue, verlässt er mich. So könnte es der Frau hier auch gehen. Wenn sie mit sich selbst zufrieden wäre ohne ihn, wär eine Trennung vielleicht für sie langfristig nicht mal das schlechteste. Nur als Überlegung, alles rein hypothetisch.
 
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  • #63
Oder aber er setzt sie unter Druck mit Therapeut und so weiter, weil sie sich in seinen Augen ändern muss (weil er Hoffnung hat, dass sich das ändern lässt) - das fände ich auch schlimm für sie.
Grundsätzlich stimme ich hier ja zu. Es ging mir nur darum, dass der FS, so schien es mir, die Frau liebt und "eigentlich" heiraten will und hier nur gefragt hat, ob er seinen Ausrutscher beichten soll vor der Ehe, jetzt ihm aber alle direkt die Ehe ausreden wollen, und obwohl ich allgemein bei den Argumenten zustimme, weiß ich nicht, ob das jetzt wirklich das Beste in der Situation ist.

Wenn ich Dinge wie Tantra, Sexual Bodywork oder das Lesen eines Buches zum Thema guter Sex und das Ausprobieren von Alternativen im Bett vorschlage, meine ich nicht, dass man eine grundsätzliche Inkompatibilität oder gar Unattraktivität/mangelnde Anziehungskraft damit einfach heilen oder reparieren kann.
Falls aber beide sich lieben und irgendwie auch attraktiv finden (wovon ich mal ausgegangen bin), keine hormonellen Störungen vorliegen etc. und der Sex ihr aber keinen Spaß macht/ihr nichts gibt, dann könnten solche bewussten "Übungen" vielleicht helfen, neue Seiten zu erleben, eben falls sie z.B. bisher halt nicht herausgefunden hat, was sie erregt, oder er auch nicht unbedingt der Frauenversteher ist und seit Jahren das gleiche, für sie unbefriedigende oder sogar unangenehme Programm abspult. Und wenn sie sich dann mal bewusst vornehmen, heute machen sie es mal absichtlich ganz anders (viel langsamer/länger, andere Technik, was weiß ich) oder sich woanders entsprechende Inspiration holen oder sie durch einen Workshop/eine professionelle Beratung lernt, ihre Bedürfnisse zu erkennen und zu kommunizieren, könnte das vielleicht was bringen.

Natürlich sollte es nicht so kommuniziert und ausgelegt werden, wie es bisher der Fall ist, dass es an ihr liegt, sie irgendwie schuld ist und was verändern muss. Ganz ehrlich: Als Mann würde ich eher so rangehen, dass ich keine impliziten Vorwürfe mache, sondern sage: "Ich liebe dich und wünsche mir, dass dir der Sex mit mir mehr Spaß macht und du dich drauf freust, aber anscheinend kriege ICH das nicht so hin, was kann ICH anders machen im Bett, hast du Tipps für MICH, damit es für dich schöner ist? Komm, lass uns mal verschiedene Sachen ausprobieren!" Und dann kreativ werden.
Da würde ich mich als Freundin viel eher trauen, was zu sagen, und würde mich nicht so schlecht fühlen. Jetzt dagegen hat sie Schuldgefühle und vielleicht Angst um die Beziehung, er setzt sie unter Druck und sie nimmt aus Verzweiflung auch noch Tabletten. Allein die Tatsache, dass sie libidosteigernde Tabletten nimmt, zeigt doch, sorry, dass die beiden keine Ahnung von weiblicher Sexualität haben ...
 
  • #64
Wenn ich Dinge wie Tantra, Sexual Bodywork oder das Lesen eines Buches zum Thema guter Sex und das Ausprobieren von Alternativen im Bett vorschlage,
Also deinem letzten Post stimme ich zu.
Das müssen dann beide wollen.
Natürlich kann sie auch ein ( sexuelles) Trauma haben, rigide Erzieung oder sonstiges, was in ihrem Unterbewussten ist.
Und vielleicht macht er Sachen, die ihr nicht gefallen, sie kann sich aber auch nicht artikulieren. Wenn sie wenig Libido hat, wird sie wohl auch keine Selbstbefriedigung machen. Oder sie steht auf Frauen. Oder die Chemie stimmt nicht. Das würde sich aber im Rahmen einer Sexualtherapie z. B. rausfinden lassen. Oder sie ist eben wirklich asexuell und mag keinen Sex. Dann ist das eben so.
 
  • #65
Befasse Dich mal mit einem Gedanken:
Sie hat keine Lust auf Dich.
Könnte es aber nicht sein, dass ein anderer Mann diese (scheinbar fehlende) Lust dann doch bei Deiner Freundin erzeugt ?
Verstehe mich nicht falsch:
Du bist kein schlechter Mann!
Das bringt es ziemlich genau auf den Punkt :)

Ich habe bei manchen Frauen den Eindruck gewonnen, dass sie keinen Zugang zu ihrer eigenen Sexualität besitzen. Also z.B. dann auch gar nicht bemerken, dass ihre Unlust andere Gründe hat.

Ich verstehe aber auch nicht ganz, wieso du mit ihr überhaupt in eine Beziehung gegangen bist, wenn ihr schon von Beginn an auf einer Ebene nicht zusammengepasst habt 🤔

Bevor du auf sie zugehst, solltest du dir erstmal selbst bewusst werden, was du möchtest.

Willst du dich mit eurer Sexlosigkeit arrangieren und dich von deiner eigenen Sexualität verabschieden, dann würde ich mir genau überlegen, ob eine Beichte das Drama wert ist.

Willst du etwas an der Situation ändern, dann würde ich es ihr erzählen. So könnt ihr entscheiden, ob sie bereit dazu ist, nach der Ursache ihrer Unlust zu forschen, oder ob ihr euch von dem monogamen Konzept verabschiedet.
Das Problem ist nicht, dass Frauen einen inneren Konflikt haben, das Problem ist eher die mangelnde Partnerwahl - dominante Männer wollen oft auch andere Frauen dominieren und das ist leider inkompatibel mit Stabilität, Sicherheit und Nestbau.
Ich verstehe nicht ganz, wieso du Dominanz mit Unsicherheit gleichsetzt. Das scheint mir ein Denkfehler deinerseits zu sein.
Ein Mann kann durchaus für sich selbst einstehen, sich einen gewissen Grad an emotionaler Autonomie bewahren und dennoch einem sehr zugewandt und fürsorglich gegenüber sein. Das ist kein unvereinbarer Widerspruch.


Um Sex zu haben, braucht eine Frau Sicherheit und ein Mann braucht eher Unsicherheit.
Das ist ganz schön pauschalisierend und entspricht nicht der Wahrheit.

Ich brauche als Frau keine Sicherheit, um mit einem Mann Sex zu haben, der mir gefällt. Vor allem Sicherheit in Bezug auf was genau ..? Dass er mir den Ring an den Finger stecken und mich bis an mein Lebensende versorgen wird? 😁

Sicherheit beziehe ich doch aus mir selbst. Wenn ich mich von einem Mann sexuell angezogen fühle, dann schlafe ich mit ihm, weil ich Lust darauf habe und weil ich ihn toll finde. Mehr braucht es doch zu Beginn nicht ...
 
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  • #66
Ein Mann kann durchaus für sich selbst einstehen, sich einen gewissen Grad an emotionaler Autonomie bewahren und dennoch einem sehr zugewandt und fürsorglich gegenüber sein. Das ist kein unvereinbarer Widerspruch.
Sicher kann mann das und selbstverständlich gibt es solche Männer. Aber der Großteil davon sind entweder liebe sanfte Männer oder eben typische Machos, die Freiheit lieben und sich nicht festlegen wollen.
Ich verstehe nicht ganz, wieso du Dominanz mit Unsicherheit gleichsetzt.
Weil Unsicherheit den Jagdtrieb weckt. Kriege ich sie oder nicht. Egal, was hier erzählt wird, ein Mann begrüßt es nicht, wenn Frau ihm zu Füßen liegt. Für schnelle Nummer willkommen, aber nicht als Partnerin.
Ich brauche als Frau keine Sicherheit, um mit einem Mann Sex zu haben, der mir gefällt. Vor allem Sicherheit in Bezug auf was genau ..? Dass er mir den Ring an den Finger stecken und mich bis an mein Lebensende versorgen wird? 😁
Ich brauche auch keine Sicherheit. Aber nur weil der Mann mir egal ist. Sobald du vorhast, ihn zu deinem Partner zu machen, kann ich mir kaum vorstellen, dass du vor Freude hüpfst, wenn er mit anderen Frauen schläft oder kommt und geht, wann er will. Sicherheit bedeutet nicht unbedingt Heirat, sondern Bekenntnis zu Frau und dies mit entsprechenden Taten quittiert.
 
  • #67
Also wie ich ja schon geschrieben habe, führen wir auf allen Ebenen eine wirklich schöne Beziehung. Ich liebe diese Frau auch von ganzem Herzen. Nur die sexuelle Ebene läuft halt nicht so gut. Wenn diese sich auf ein halbwegs akzeptables Level einpendeln würde, könnte ich auch damit leben. Denn ob ich den perfekten Partner auch wirklich so finden werde, wage ich zu bezweifeln. Im schlimmsten Fall suche ich mein ganzes Leben. Deswegen will ich mit ihr zusammen versuchen, unser Sexualleben zu beleben. Sie will ja auch etwas dafür tun, sie weiß ja, dass es mich belastet. Würde sie sich komplett verweigern, hätte ich sie auch mit Sicherheit schon verlassen.
Und da wir eben im Moment wirklich sehr offen sprechen, kam bei mir das Thema der Beichte wieder hoch. Das ist ein Thema, welches mich schon Jahre belastet. Auch wenn es schon 5 Jahre her ist, habe ich immer noch Angst, dass es doch noch irgendwann rauskommt. Und da weiß ich eben nicht, ob es sinnvoller wäre, die Sache jetzt noch zur Sprache zu bringen. Bevor ich sie heirate und wie Kinder bekommen. Ich gehe zwar davon aus, dass sie mir verzeihen würde, trotzdem wäre sie danach erst mal schwer angeknackst. Gleichzeitig frage ich mich halt auch, ob ich wegen eines kurzen von mir selbst angebrochenen BlowJobs eine zu große Sache draus mache. Wenn so was rauskommt, gibt man dann alles zu, streitet die Sache ab oder beichtet es weniger dramatisch?
 
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  • #68
Also wie ich ja schon geschrieben habe, führen wir auf allen Ebenen eine wirklich schöne Beziehung. Ich liebe diese Frau auch von ganzem Herzen. Nur die sexuelle Ebene läuft halt nicht so gut. Wenn diese sich auf ein halbwegs akzeptables Level einpendeln würde, könnte ich auch damit leben.
Irgendwie schreibst du wieder das gleiche wie am Anfang. Was sagst du denn nun dazu, dass du eben nicht erwarten kannst, dass sich die Sexualität auf ein "halbwegs akzeptables Level" (das ist ja dein Level, nicht ihres!) einpendelt? Was ist denn, wenn nicht? Lässt du dich dann nach Kind und Heirat wieder scheiden? Was sagst du dazu, mit der Hochzeit (kann man wirklich wegen Corona momentan doch nochmal verschieben) zu warten, bis du geschaut hast, ob es mit dem Sex noch anders geht? Wenn du NUR damit leben kannst, wenn sich das ändert, dann ist deine Herangehensweise doch total falsch. Denn mit höherer Wahrscheinlichkeit ändert es sich eben NICHT. Kannst du damit leben auf Dauer? Dazu erwiderst du überhaupt nichts. Auch nicht, ob das deine Partnerin vielleicht unter Druck setzt und ob du dir auch vorstellen kannst, dass sie vielleicht zufrieden ist. Von dir kommt dazu gar nichts.
Ich gehe zwar davon aus, dass sie mir verzeihen würde, trotzdem wäre sie danach erst mal schwer angeknackst. Gleichzeitig frage ich mich halt auch, ob ich wegen eines kurzen von mir selbst angebrochenen BlowJobs eine zu große Sache draus mache. Wenn so was rauskommt, gibt man dann alles zu, streitet die Sache ab oder beichtet es weniger dramatisch?
Auch dazu haben doch viele ihre Meinung deutlich gesagt. Die meisten würden es nicht erzählen. Mehr kann hier keiner dazu sagen, du musst jetzt eben schauen, welche Antworten dir eher zusagen. Nur um ehrlich zu sein, würde ich es nicht erzählen, dazu ist es auch zu lange her. Kann aber sein, dass es dann nochmal zu einem wirklich großen Gespräch über den fehlenden Spaß beim Sex kommt, was ja auch gut sein kann. Aber eigentlich habt ihr doch darüber schon mehrfach geredet oder nicht? Dazu hast du auch noch keine Aussage getroffen. Habt ihr denn nun außer Sexualtherapeut schon alles probiert, was hier ja an Ratschlägen kam - Tantrakurs, wirklich drüber reden, wie sehr legst du dich ins Zeug, um ihr Spaß zu bereiten usw?
Noch eine Anmerkung, da du ja von Kindern redest: Bei fast allen wird der Sex nach der Geburt erstmal noch weniger und eher mehr problembeladen als vorher. Warum also denkst du, dass sich nach einem Kind dann noch irgendwas zum Positiven ändern würde? Wahrscheinlicher ist doch, dass es dann noch viel weniger Sex gibt. So war das hier bei den meisten, bei denen es im Bett vorher schon nicht sehr passt.
 
  • #69
BlowJobs eine zu große Sache draus mache. Wenn so was rauskommt, gibt man dann alles zu, streitet die Sache ab oder beichtet es weniger dramatisch?
Es macht keinen Spaß.
Du kommt in der Sache innerlich überhaupt nicht weiter.
Ich würde sogar sagen, Du bist beratungsresistent.

So gut wie jeder schreibt Dir hier, dass die Sache mit dem Blowjob eine Kleinigkeit angesichts Eurer sexuellen Grundprobleme ist.


Wirklich jede Frage wichtiger als gerade diese ist, was wohl passiert, wenn der Blowjob herauskommt.
Wenn es rauskommt ?

Nun, dann hattest Du vor X Jahren halt einen Blowjob bekommen.

Nicht schön, aber angesichts Eurer Gesamtsituation vernachlässigbar. Wahrscheinlich würde auch für Deine Partnerin jetzt nicht gerade deswegen die Welt untergehen.

Auch für sie stehen in Eurer Partnerschaft wichtigere Fragen auf der Tagesordnung als ein Fehltritt vor 5 Jahren.

Sie wird sich schon denken, dass es da doch ein Problem gibt, welches Dich jederzeit anders abbiegen lassen könnte.
Sie versucht ja auch irgendwie, sich selbst mit Medikamenten zu überlisten (was allerdings grob fahrlässig ist, dass sollstest DU eigentlich auch mal erkennen)

Bei Euch läuft es schief, und ich finde es merkwürdig, dass Du Dich ausgerechnet mit so einem geringen Fehltritt von vor Jahren auseindersetzt.
 
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  • #70
Und da wir eben im Moment wirklich sehr offen sprechen, kam bei mir das Thema der Beichte wieder hoch. Das ist ein Thema, welches mich schon Jahre belastet. Auch wenn es schon 5 Jahre her ist, habe ich immer noch Angst, dass es doch noch irgendwann rauskommt. Und da weiß ich eben nicht, ob es sinnvoller wäre, die Sache jetzt noch zur Sprache zu bringen. Bevor ich sie heirate und wie Kinder bekommen. Ich gehe zwar davon aus, dass sie mir verzeihen würde, trotzdem wäre sie danach erst mal schwer angeknackst. Gleichzeitig frage ich mich halt auch, ob ich wegen eines kurzen von mir selbst angebrochenen BlowJobs eine zu große Sache draus mache. Wenn so was rauskommt, gibt man dann alles zu, streitet die Sache ab oder beichtet es weniger dramatisch?
Irgendwie versteifst du dich total aufs Thema Beichte, so als wäre das euer oder dein größtes Problem. Du selbst machst daraus ein Riesen-Ding und scheinst nur daran zu denken.

Ich wüsste nicht, wie es rauskommen soll. Wenn du im Schlaf redest? Sie dein Tagebuch liest? Normalerweise hätte ich gesagt, erzähl es nicht. Aber da es dich schon "Jahre belastet" (ist das nicht etwas übertrieben?), solltest du es wohl doch erzählen, damit du die Sache endlich los bist und dich nicht so im Kreis drehst. Wenn du es auf lockere Art erzählen würdest, wäre es wahrscheinlich nicht so schlimm, aber du wirkst hier so, als würdest du daraus auch beim "Beichten" dann ein riesiges Drama machen, es als große "Beichte" (schon die Wortwahl!) und schlimmen Betrug darstellen, der dir seit Jahren keine Ruhe lässt. Ich fänd's gar nicht schlimm, wenn mein Freund, der mich heiraten will, mal vor Jahren einen kleinen, halben Ausrutscher hatte, den er bereut, aber schlimm fände ich es, wenn er wie du seit Jahren immer wieder daran denkt und sich mit nichts anderen mehr beschäftigt. Wenn du es dramatisierst, wird sie es natürlich auch als Drama auffassen.

Ehrlich gesagt wirkst du hier etwas prüde und starr im Denken, irgendwie anstrengend. Ob du wirklich gut auf ihre sexuellen Bedürfnisse eingehst, wage ich anhand deiner Beiträge hier zu bezweifeln. Du scheinst sehr auf dich selbst fokussiert und gehst auf manche Sachen gar nicht ein. Du scheinst zu hoffen, sie schluckt irgendeine Pille oder geht zum Therapeuten und wird dann plötzlich scharf auf dich. Aber so funktioniert das nicht. Irgendwie tut mir deine Freundin etwas leid ...
 
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  • #71
Ja die Hochzeit werden wir wohl verschieben. Und die Zeit nutzen, um das Sexualleben wiederzubeleben. Klappt dies nicht, muss ich wohl die Konsequenzen ziehen. Was haben wir bisher gemacht?
Also darüber geredet, wer welche Wünsche hat. Da bin ich eigentlich konkreter als sie. Natürlich was kann ich im Bett tun, was sie stimuliert und anmacht. Wenn ich sie durch Oralverkehr verwöhne, gefällt es ihr ja auch. Umgekehrt bietet sie es mir eher selten. Da ist sie halt furchtbar passiv. Wir treiben beide viel Sport, sind körperlich fit. Sexualpartner hat sie vor mir nicht "viele" gehabt. Ich selbst habe jetzt auch nicht übermäßig viele gehabt. Aber die Mädels hatten, wenn es zum Sex kommt, dieses Gesicht, welches mir zeigte, dass sie jetzt Lust haben und Sex wollen. Das fehlt mir bei meiner Partnerin schon immer.

Keine Ahnung warum der Fehltritt mich immer noch zusätzlich so beschäftigt. Vielleicht habe ich auch Angst, dass ich hier alles versuche, um eine Beziehung am Laufen zu halten und dann kommt das Ding raus und alles war umsonst.
 
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L

Lionne69

Gast
  • #72
Ich würde sogar sagen, Du bist beratungsresistent.

Nach dem letzten Post, der quasi wieder auf Anfang geht, bin ich auch dieser Meinung.

Gast, hast Du mal über die ganzen Antworten nachgedacht?

Also dann beichte, wenn es Dir so wichtig ist, erleichtere Dein Gewissen, und wenn sie Dir die Absolution nicht erteilt, dann lebe mit der Konsequenz.

Ich würde es nach der "Beichte" beenden - weil ich Dich nicht aus der Verantwortung nehmen wollen würde.
Nicht wegen dieser an sich Lappalie.. (außerdem - Kopfkino, brrrr)
Du wärst damit einfach kein Mann, auf den ich damit noch mal Lust hätte...

W, 51
 
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  • #73
Danke, dass du noch mehr schreibst!
Ja die Hochzeit werden wir wohl verschieben. Und die Zeit nutzen, um das Sexualleben wiederzubeleben. Klappt dies nicht, muss ich wohl die Konsequenzen ziehen.
Ich hoffe, du sagst ihr das nicht genau so: "Wir verschieben die Hochzeit und gucken ein halbes Jahr, ob wir es sexuell hinkriegen, und wenn nicht, dann kommt die Trennung."
Denn das würde sie, wenn sie dich liebt und die Hochzeit will, sicherlich sehr unter Druck setzen und psychisch belasten. Ansonsten finde ich es aber vernünftig, die Hochzeitspläne erstmal ruhen zu lassen, bis ihr oder du die Sache geklärt habt.
Was haben wir bisher gemacht?
Also darüber geredet, wer welche Wünsche hat. Da bin ich eigentlich konkreter als sie.
Spricht dafür, dass sie selbst nicht genau weiß, was ihr fehlt oder sie erregen würde. Du dagegen hast genaue Vorstellungen.

Wenn ich sie durch Oralverkehr verwöhne, gefällt es ihr ja auch. Umgekehrt bietet sie es mir eher selten. Da ist sie halt furchtbar passiv.
Wenn sie sich nicht verstellt, scheint sie ja durchaus irgendwie auch Spaß zu haben. Du hättest aber lieber eine aktive Partnerin, die auf dich zugeht. Wie ist sie denn sonst so vom Charakter? Eher quirlig, lustig und selbstbewusst oder ein ruhigerer, besonnenerer Mensch? Vielleicht ist sie vom Wesen her einfach ruhig. Man kann sich vom Typ her ein bisschen verändern, aber nicht komplett (und das sollte ja auch nicht das Ziel sein, du solltest bzw. ihr Partner sollte sie ja lieben, wie sie ist). Ich war früher zu Schulzeiten eher schüchtern und nicht so kommunikativ, jetzt viel selbstbewusster. Hängt damit zusammen, dass ich mein Leben liebe und hinter mir und meinem Lebensstil stehe. Ist deine Freundin mit ihrem Leben/Job/Alltag zufrieden, erfreut sich daran, hat Freunde und Erfolgserlebnisse?

Und dann die Erfahrung. Sexuell können Frauen sich sehr entwickeln und verändern, tendenziell in Richtung mehr Aktivität und Eigeninitiative. Aber vielleicht hat sie gar nicht richtig Anlauf nehmen können und steckt schon in einer Sackgasse.
Wir treiben beide viel Sport, sind körperlich fit.
Eigentlich gut fürs Körper- und Selbstwertgefühl. In Bezug auf Männer weiß ich aus eigener Erfahrung, dass sehr viel Sport das Testosteronlevel und somit die Lust senkt, aber ob das auch für Frauen relevant ist, weiß ich nicht. Ist hier, glaube ich, auch nicht wichtig.
Sexualpartner hat sie vor mir nicht "viele" gehabt. Ich selbst habe jetzt auch nicht übermäßig viele gehabt.
Wie gesagt, mangelnde Erfahrung/noch keine voll entwickelte Sexualität könnte ihrerseits ein Grund sein. Du wiederum könntest ebenfalls teilweise noch mangelnde Kenntnisse über die weibliche Sexualität haben.
 
  • #74
Vielleicht habe ich auch Angst, dass ich hier alles versuche, um eine Beziehung am Laufen zu halten und dann kommt das Ding raus und alles war umsonst.
Diese Beichte käme mir eher wie eine Sabotage der Beziehung vor.
Da solltest du mal schauen, ob das nicht unterbewusst das Ziel dahinter ist. Weshalb sollte dir das gerade jetzt nach fünf Jahren so auf dem Gewissen brennen. Ist doch unsinnig.
 
  • #75
Ansonsten finde ich es aber vernünftig, die Hochzeitspläne erstmal ruhen zu lassen, bis ihr oder du die Sache geklärt habt.
Im Grunde genommen ist doch alles geklärt, da es hinten und vornen nicht passt. Das ist doch im Endeffekt aufgrund fehlenden Mutes nur eine Verschiebung, eine zeitliche Verschiebung, die jedoch das Ende hervorruft ganz gewiss! Es wäre fair, anständig, aufrichtig und authentisch, wenn du ihr beichtest, was dir geschah und danach trennst du dich, ich frage mich immer wieder, warum nicht ehrlich zueinander sein können, ist doch nur eine pubertäre falsche Rücksichtnahme, alles andere ist für mich Murks und Schuhflickerei und vor allen Dingen nicht ehrlich, daran scheitern doch sehr viele Beziehungen, genau an der Unehrlichkeit!!
 
  • #76
Also für mich bist du, lieber FS, der Typ für den »klassischen Holzhammer-Einsatz«: Einmal kräftig draufhauen ... ob du es dann endlich kapierst?

NEIN, deine späte Beichte wird nicht einmal dir selbst weiterhelfen. Denn es gibt keine »Sünde«. Du hast einmal - und das auch noch vor Ewigkeiten - versuchsweise deiner Lust nachgegeben, dann aber abgebrochen, weil du Angst bekommen hast. Also die Situation nicht einmal ausgekostet. Schade eigentlich.

Hol das am besten nach: geh endlich mal ins Bordell, tobe dich aus ... denn erst dann hast du einen wahren Grund zur Beichte. Dann verstehen wir im Forum dich endlich und deine Freundin weiß, warum sie dich vor die Tür setzt.
Du selbst darfst dich dann bedauern, weil es ausreichend Gründe für die Trennung gibt.

Ironie off.
 
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  • #77
dass man am Liebesleben etwas verbessern kann. Vieleicht wirklich mal mit einem Sexualtherapeuten oder Ähnlichem versuchen.
Kannst du ja gerne probieren. Es ist aber nur ein aufgeschobenes Problem. Sie wird niemals glücklich.... und ihr habt ja noch nicht mal Kinder. Was glaubst du, wird passieren, wenn Kinder da sind? Und sie eh keine starke Libido hat?
Die Kinder werden dann vorgeschoben, dass sie nicht kann. Im Zuge dessen könnte es sogar passieren, das du deine eigenen Kinder ablehnst, weil sie nun mal da sind und euer Sexleben gänzlich zum Erliegen bringen...

Frage an dich: Willst du das?
 
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  • #78
Spricht dafür, dass sie selbst nicht genau weiß, was ihr fehlt oder sie erregen würde. Du dagegen hast genaue Vorstellungen.
Für mich spricht das nicht unbedingt dafür, dass sie es noch nicht genau weiß, aber da gäbe es was, sondern es kann genauso sein, dass sie eben auch kein Interesse daran hat. Meine Freundin mit der geringen Libido interessiert sich auch nicht sonderlich für andere Techniken, einfach, weil sie das in der Gesamtheit ja nicht begeistert. Warum dann noch vieles ausprobieren, wenn man gar keine Lust hat. Ich beschäftige mich auch nicht mit Fußballtechniken, weil mir der ganze Sport nicht liegt.
Schwierig ist natürlich die Unterscheidung, ob es nun daran liegt, dass sie ihre Sexualität noch nicht entdeckt hat oder daran, ob sie eben nicht der Typ dafür ist. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr die Brisanz der Situation nicht klar ist, wenn sie sogar Tabletten schluckt, die ihre Libido steigern sollen. Ich mein, da muss man doch dann schon darüber nachgedacht haben, ob man auf irgendwas mehr Lust hat oder nicht. Und der FS kann ja auch nur nachfragen und sie nicht hintragen.
In diesem Zusammenhang wäre es schon noch interessant zu wissen, ob sie eigentlich Selbstbefriedigung ausübt oder nicht, irgendwelche Filme anregend findet o.ä. Wenn ja und häufig, würde ich doch in Erwägung ziehen, dass sie noch nicht den richtigen Partner gefunden hat, und einfach der bisherige Sex nicht gefällt; wenn nicht, dann ist wahrscheinlich wirklich grundsätzlich keine Lust vorhanden.
Was glaubst du, wird passieren, wenn Kinder da sind? Und sie eh keine starke Libido hat?
Eben.
Aber die Mädels hatten, wenn es zum Sex kommt, dieses Gesicht, welches mir zeigte, dass sie jetzt Lust haben und Sex wollen. Das fehlt mir bei meiner Partnerin schon immer.
Ich werde wirklich nie verstehen, dass man bei so grundlegenden Sachen dann die Beziehung so lange weiterführt und sogar über Heirat nachdenkt. Oder denkt, man kann das ändern, wenn das von Anfang an so war... tut mir leid. Ich denke, ihr quält euch beide; sie fühlt sich unter Druck gesetzt, du bist unzufrieden, willst es aber koste was wolle reparieren - aber erst jetzt, nach JAHREN.
Jedenfalls schlage ich dann vor, dass du dich mit ihr wirklich hinsetzt und das ganz klar besprichst. Und ihr dann zeitnah einen Termin bei einem Sexualtherapeuten macht und das angeht - wenn sie das wirklich auch will und nicht nur macht, weil sie Angst hat, du trennst dich sonst. Ich würde an deiner Stelle wirklich mal hinhören, ob sie damit selbst ein Problem hat, an dem sie arbeiten will, oder ob sie eigentlich total happy und zufrieden mit wenig oder ohne Sex ist und immer war. Du wirst sie mit großer Wahrscheinlichkeit aber nicht in ein wildes, sexhungriges Biest umwandeln können.
 
L

Lionne69

Gast
  • #79
Und ihr dann zeitnah einen Termin bei einem Sexualtherapeuten macht und das angeht - wenn sie das wirklich auch will und nicht nur macht, weil sie Angst hat,

Ich gehe davon aus, dass ein*e Sexualtherapeuthin schon herausarbeiten kann, ob grundsätzlich die Libido geringer ist oder sogar Asexualität vorliegt, oder ob Blockaden vorliegen - oder es schlicht sexuelle Nichtpassung ist.

Da geht es nicht um "Reparieren", wie es mal in einem Post hieß, sondern um das Herausfinden der Hintergründe.

Die Frau hat ja einen gewissen Leidensdruck, sonst würde sie nicht Tabletten nehmen.

Eine Therapie könnte ihr zumindest helfen, sich selbst anzunehmen, so wie sie ist - mit wenig/viel Lust, mit ihren sexuellen Bedürfnissen.

W, 51
 
  • #80
Ich habe meinem Partner vor der Hochzeit reinen Wein eingeschenkt. Er wollte zwei Kinder, ich nur eines. Mir war es wichtig, dass er die Karten kennt. In deinem Fall würde ich nicht nur den übrigens recht banalen Blowjob beichten, sondern eher darauf hinweisen, dass ich den Sex irgendwann von der Ehe/ Beziehung abspalten würde, aber mit ihr alt werden möchte. Dann warte ab, was passiert. Eure Pillen sind Mist. Sex läuft oder nicht. Nach dem ersten Kind kannst du dich, wenn sie dich vorher nicht begehrt, ganz vom Sex verabschieden. Kenne ich zigfach aus dem Bekanntenkreis und bin froh, selbst meinen Spass zu haben, weil mein Mann und ich in der Hinsicht seit fast einem Jahrzehnt einfach passen. Und das ist eine (Unter-)Bauch- und keine Kopfsache.
 
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  • #81
Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Beichte eine Art Sabotage ist, um die engere Bindung zu vermeiden, denn unterbewusst fühlst Du es: es passt nicht. Deswegen ist es wohl praktisch, dass sie den Schlussstrich zieht, wenn Du die Sache erzählst.

Grundsätzlich bin ich ein Fan der Ehrlichkeit, aber hier: wozu? Was sollte das bringen? Es wird definitiv die Beziehung zusätzlich belasten, wenn nicht beenden, und Lust wird sie auf dich erst Recht nicht haben. Also nein, ich würde es nicht beichten, viel mehr überlegen, was das alles bedeutet.

Auf sexueller Ebene habt ihr noch nie gepasst, und es gibt auch definitiv keine Anzeichen, dass es besser werden kann. Du zweifelst zurecht an der Beziehung und bist bereit diese zu sabotieren. Ich glaube, dein Unterbewusstsein will dich in eine Richtung führen, die Du sicher nicht lesen willst, aber es liest sich schon so: dass Du realisierst, dass ihr keine glückliche romantische Zukunft Habt.

Es liest sich nach einer Tiefen Freundschaft. Vielleicht ist es möglich, den Menschen gegenseitig im Leben zu behalten als Freund. So habt ihr die Möglichkeit, passende Partnerschaften aufzubauen.
 
  • #82
Ich habe das Gefühl, dass Du diese „Beichte“ eventuell als Druckmittel einsetzen möchtest, um sie dazu zu bewegen, sich sexuell mehr zu engagieren. Der Schuss könnte aber gewaltig nach hinten losgehen. Setzt ihr da nicht die Pistole auf die Brust. Wenn einmal sexuelle Abneigung gegenüber einem Partner da ist, kommt die nie wieder, glaub mir.
M53
 
  • #83
Ich habe meinem Partner vor der Hochzeit reinen Wein eingeschenkt.
Jaja, bei solchen Wahrheiten tut sich Frau leicht, ehrlich zu sein.

Wenn es aber darum geht, dem Partner eingestehen zu müssen, dass er wahrscheinlich irgendwann überhaupt keinen Sex mehr mit der Frau haben kann , dann wird es ganz schwierig.
Das macht dann so gut wie keine Frau.

Das setzt nämlich voraus, dass sie mal ganz tief in sich hinheinhört und ihre Motivatationen und Triebe mit dem Verstand reflektiert. Auch ihre Wirkung auf den Partner. Das ist mit extrem unangenehmen Fragestellungen verbunden, denen man gerne aus dem Weg geht. Wie ich schon schrieb, machen wir Männer sowas auch, u.A. beim Fremdgehen.
Um Gottes willen nicht das eigene Selbstvertrauen beschädigen.

Wie ich schon schrieb, ich habe das mit meiner Ex erlebt.

Und Ausnahmen (wie z.B. @frei) welche dies ganz klar erkennen und auch offenbaren, gibt es nur ganz wenige.
Man müsste ja dann auf andere Wünsche verzichten und man hat sich ja auch die ganze Zeit selbst erzählt wie sehr man doch den Partner "liebt". Das wird bei der Partnerin des FS genauso sein. Aber diese "Liebe" ist eben auch mit einer gesellschaftlichen Funktionsweise belegt. Und dass lässt man dann lieber einfach unter den Tisch fallen.

Nach Auffassung von @Andreas1965 handelt es sich in solchen Fällen ja auch um Betrug (schrieb er mal in einem anderen Thread).

Man sollte das auseinanderhalten:
Wenn es um Gefühle und zwischenmenschliche Schwingungen handelt können Frauen dies stets sehr genau benennen, aber wenn es um Neigungen und Triebe geht, haben sie dazu kaum einen Zugang, weil diese oft nicht direkt selbst , sondern nur mittelbar mit Gefühlen belegt sind.

Uns Männern fällt es tendenziell wohl etwas einfacher zu erkennen, welche Neigungen und Motivationen man selbst hat, und das gilt nicht nur für den sexuellen Bereich.
Mann probiert sich halt gerne mehr aus.


Ja die Hochzeit werden wir wohl verschieben. Und die Zeit nutzen, um das Sexualleben wiederzubeleben.
Das wird nicht klappen, jedenfalls nicht dauerhaft.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #84
Tut mir leid, aber ich springe auf den gleichen Zug auf. Deine Freundin hat schon Spaß am Sex, anfangs war es gut und häufig, und dann kam der Einbruch, plötzlicher Libido-Verlust, bzw. geringe Sexlust seit jeher auch bei ihren Ex-Freunden. Und Du leidest. Mhmm...wie lange 1 Jahr? Dann kam es aus eher Sexfrust, wegen ihr, zu dem Blowjob. Deine Freundin will ja fast keinen Sex mit Dir, man bemüht sich. Dann weitere 5 Jahre Frust, Bemühen, wiederholten fruchtlosen Gesprächen und Rumdoktern... na ja es läuft, aber irgendwie doch nicht gewünscht, man will aber langsam Kinder, hat sich außer der Anfangsphase auf sexlos eingestellt und wenn gibt es Viagra für die Frau, komisch nur dass das nicht wirkt und kein Begehren und Leidenschaft weckt. Okay, wenn man da noch heiraten will, sollte man selbst wissen. An der Sexualität rumschrauben, Druck erzeugen, ohne Begehren es über sich ergehen lassen, etc. , muss das Paar selbst wissen, es gibt Fachleute, Seminare bei Interesse, ansonsten müsste man auch die Person so akzeptieren können, wie sie ist, und wenn es ihm seit Anfang der Beziehung schon viel zu wenig ist, sollte er sich trennen. Sie ist keine Sexmaschine und wird es auch nach den 7 Jahren nicht. Zur eigentlichen Frage, schlechtes Gewissen erleichtern vor der Hochzeit. Wie würde sie reagieren, erfreut? Fragend warum, hast Du das getan? So etwas vor einer Hochzeit zu erfahren, dazu 5 Jahre belogen, dazu Schuldzuweisung, sie wollte ja keinen Sex mit ihm, und deshalb, spricht er leicht auf andere Frauen an (selbst wenn es die liierte gute Bekannte ist). Er ist halt ausgehungert und anfällig für Gelegenheiten. Und dieses Sex-Thema ist bei beiden noch nicht geklärt und dauerpräsent. Ich denke, dass ist schon emotional besetzt. Und dann glaubt der FS ernsthaft, sie sagt Schwamm drüber und man tritt glücklich vor den Traualtar?
 
  • #85
Lieber FS,

ich persönlich würde es an Stelle deiner Freundin wissen wollen, sowohl das mit dem unglücklichen Blowjob als auch deinen damit zusammenhängenden sexuellen Leidensdruck. Und zwar vor der Hochzeit. Ich fände es viel schlimmer, wenn es doch irgendwann hintenrum herauskäme (und das wirst du nie 100%ig ausschließen können) oder du dich letztendlich trennst oder fremdgehst, wenn das erste Kind da und der letzte Rest Sexleben weg ist. Und letzteres halte ich für ein ziemlich wahrscheinliches Szenario, wenn ihr jetzt nicht ehrlich über eure Bedürfnisse und Hoffnungen sprecht.

Ich glaube, du musst das auch für dich tun. So, wie du dich auf das Thema Beichte fokussierst, wirst du dich sonst möglicherweise immer fragen: "Hätte sie mich geheiratet, wenn sie es gewusst hätte? Hätte sie mir verziehen, könnte sie mich noch lieben, wenn sie diesen Teil von mir kennen würde?" Ich glaube nicht, dass du so deinen Seelenfrieden und langfristiges Glück in der Beziehung finden wirst können.

Aber ich verstehe auch die Menschen, die hier schreiben, dass diese Beichte auf Kosten ihres Seelenfriedens und Glücks gehen wird. Ist irgendwie eine Pattsituation, aus der ihr nur rauskommt, wenn sie dir verzeiht und ihr gemeinsam eine konstruktive Lösung finden könnt. Das ist natürlich nicht gewiss. Aber ganz ehrlich, ich persönlich würde auch nicht wollen, dass mein Freund sich in der Konsequenz heimlich jahrelang quält, nur um mich nicht zu verletzen und die Beziehung nicht zu gefährden. Und ich würde auch nicht geheiratet werden wollen unter der heimlichen Prämisse, dass ich mich hoffentlich noch verändere.

Ich hab meinem jetzigen Freund, als absehbar war, dass es Richtung feste Beziehung geht, meine damals großen psychischen Probleme auch offenbart. Zwar war ich sicher, dass er mich dann ablehnen müsste, und allein schon beim Gedanken daran heulte ich Rotz und Wasser. Aber ich hätte nicht mehr in den Spiegel schauen können und es als Betrug empfunden, ihm einen derart wichtigen Teil von mir zu unterschlagen, der früher oder später ganz sicher Auswirkungen auf die Beziehung haben würde (so, wie bei dir die legitimen sexuellen Bedürfnisse).

Und ich hätte ihm durch das Verschweigen die Entscheidung genommen, sich trotzdem für mich zu entscheiden, und folglich in ständiger heimlicher Ungewissheit gelebt. Was sehr schade gewesen wäre, da er es ohne zu Zögern tat, wir gemeinsam alle Probleme bewältigen konnten und nun seit fast viereinhalb Jahren sehr glücklich miteinander sind. Das verdient ihr auch, beide, und es lässt sich meiner Meinung nach nur durch Ehrlichkeit erreichen.

W, 27
 
  • #86
Hallo nochmal. Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr. Und danke nochmals für die vielen Kommentare. Die letzten Wochen habe ich viel nachgedacht und meine Entschlüsse gefasst. Die ruhige Zeit während des Weihnachtsurlaubs haben wir auch nochmal genutzt um über Bedürfnisse zu reden und in entspannter Atmosphäre an unserem Sexualleben etwas zu tun. Tatsächlich hatten wir auch ein paar mal Sex, also schon häufiger als das ganze letzte Jahr. Sie versucht sich auch mehr zu öffnen und auch ihre Wünsche zu kommunizieren. Wenn so zumindest die Tendenz weitergehen würde, wäre das für mich ein Zustand, mit dem ich dauerhaft leben könnte.
Allerdings belastet mich der Ausrutscher immernoch so stark, dass ich nicht weiß ob ich weiterhin so leben möchte. Die Sache selbst kann ich mir ja vergeben, nur sicherstellen, dass es nie rauskommt kann ich nicht. Das macht mich einfach so fertig, dass ich nicht weiß ob ich es dauerhaft aushalte mit dieser Angst zu leben. Das Problem ist eben, dass die Bekannte in der Nähe wohnt und man sich schon 1-2 mal im Jahr über den Weg läuft. Ich überlege, ob es nicht wirklich das Beste ist, die Beziehung entweder zu beenden oder die Sache irgendwie zu beichten. Die Beziehung will ich sicher nicht mit der Beichte sabotieren, ich will nur nicht mehr von der Angst zerfressen werden. Mir fehlt einfach ein Plan, falls es zum Worst Case kommt. Ich will einfach leben und glücklich sein, nicht psychisch und körperlich an der Sache kaputtgehen. Wie fängt man da nur an? Schatz, mir ist da mal vor Jahren was passiert..., was jetzt nach 5 Jahren mal zur Sprache gebracht werden muss? Oh Gott...Egal was kommt, in diesem Leben passiert mir das nicht nochmal!
 
  • #87
Ich will einfach leben und glücklich sein, nicht psychisch und körperlich an der Sache kaputtgehen. Wie fängt man da nur an? Schatz, mir ist da mal vor Jahren was passiert..., was jetzt nach 5 Jahren mal zur Sprache gebracht werden muss? Oh Gott...Egal was kommt, in diesem Leben passiert mir das nicht nochmal!
Also, wenn du das einfach sagen MUSST, ist es natürlich besser, du beichtest es jetzt vor einer eventuellen Hochzeit. Wenn du dir sicher bist, dass du mit ihr zusammenbleiben möchtest, ist das für dein Seelenheil scheinbar essenziell, was dich ja auch ehrt. Auch wenn man darüber streiten kann, ob es nicht dir das Gewissen erleichtert und dann fühlt sie sich mies, also du verlagerst das Problem eventuell nur von dir zu ihr.
Ich glaube nicht, dass es großartig einen Unterschied macht, wie genau du die Worte wählst. Ich würde an deiner Stelle nur genau wie hier ganz deutlich sagen, dass du darunter leidest und dich das so umtreibt, dass du ihr es einfach erzählen musst - und, dass du daraus mitgenommen hast, sowas nie mehr zu tun. Das glaube ich dir auch, also da es mir mit meinem Betrug damals auch so ging, dass ich für mich die Erkenntnis gewonnen habe, sowas mach ich nie wieder, schon aus egoistischen Gründen - ich leide darunter wahnsinnig. Sorg dafür, dass ihr nicht gestört werdet, Zeit genug zum Reden ist und sei darauf gefasst, dass sie im Extremfall vielleicht sofort Schluss macht oder aber das mit dem Problem mit eurer Sexualität in Verbindung setzt (was ja sicher auch der Fall ist). Wenn du dir sicher bist, du musst es sagen, lass nicht noch mehr Zeit verstreichen, sondern überwinde dich und los.
 
  • #88
Ich würde es nicht beichten, auch wenn ich sehr viel Wert auf Ehrlichkeit lege. Aber von der Heirat würde ich ebenfalls abraten. Denn ihr habt unterschiedliche Ansprüche an das Sexuelle Leben. Mag sein, dass der Sex nicht das wichtigste ist und nicht immer wild sein soll, aber hier geht’s um grundsätzliche sexuelle Inkompatibilität. Das wird dich mit der Zeit einholen und da wirst du dann wirklich fremdgehen und am Ende des Tages ihr und sich das Herz brechen, weil du es dir nicht verzeihen wirst. Schon jetzt quälst du dich wegen einem Ausrutscher....
 
  • #89
Lieber @Gast2021 - beichte es bitte bloß nicht.
Lass das und mache dich doch deswegen nicht so verrückt.
Wenn du unbedingt beichten willst so beichte es deinem Herrgott. Das meine ich jetzt ernst.
Schütte deinem Herrgott dein Herz aus, und dann muss es gut sein.

Wenn du unbedingt deine Beziehung schrotten willst beichte es deiner Frau. Mein Gott, du hast die Sache doch selber abgebrochen - also vergiss doch den Blödsinn endlich!

Wir sind Menschen und machen Fehler. Deine Frau wird auch keine Heilige ohne Fehler sein.
Soll sie dir beichten dass sie es sich vielleicht lieber selber macht?

Also lass es endlich und es gibt nichts zu verzeihen - nach 5 Jahren kräht kein Hahn mehr danach!
 
  • #90
Die Beziehung will ich sicher nicht mit der Beichte sabotieren, ich will nur nicht mehr von der Angst zerfressen werden.

Mir kommts schon so vor.

Ich glaube nicht, dass die Frau von damals auch nur das geringste Interesse daran hat, die Geschichte publik zu machen. Hat sie dir ja auch gesagt und es ist nix seitdem passiert. Die denkt da gar nicht mehr dran.

Nur du machst da so ein Riesenfass auf. Warum?

Mach dir lieber klar, was du wirklich willst. Wenn du dir mit deiner Partnerin keine gemeinsame Zukunft vorstellen kannst, weil ihr sexuell nicht kompatibel seid, steh dazu und beende es.
Also, wenn du das einfach sagen MUSST, ist es natürlich besser, du beichtest es jetzt vor einer eventuellen Hochzeit.
Da stimme ich zu. Dann siehst du ja, was passiert.
 
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