• #91
ich will nur nicht mehr von der Angst zerfressen werden.
Du willst nicht mehr von der Angst zerfressen werden.
Da würdest du dich entweder lieber gleich trennen, wegen des verhinderten Fremd-Blowjobs, oder du willst es beichten, was auch in deinem Angstszenario zur Trennung führen könnte.
Logisch ist das ja nicht.

Was glaubst du denn, was passiert "wenn es heraus kommt"?
Da kannst du immer noch beichten und von deinen Gefühlen berichten.
Da versteht sie es genauso, oder genauso wenig.
Es macht überhaupt keinen Unterschied, ob du es jetzt beichtest, oder es irgendwann herauskommt. Mit deiner Beichte kommt es heraus.
Eine Beichte macht das Ganze nicht ungeschehen.

Kann es sein, dass du auf diese in der Nähe wohnende Frau noch stehst?
Triggert dich das deshalb so?
Ich meine, stell dir vor, deine Partnerin wüsste es und würde dann selbst dieser Frau über den Weg laufen.
Ich finde das muss nicht sein.
Diese verheiratete Frau hat kein Interesse daran, dass das raus kommt.
Also keep cool und denk an was Anderes. So wie du die letzten fünf Jahre an etwas Anderes gedacht hast offensichtlich.

Ich frage mich nach wie vor.....Warum stresst es dich gerade JETZT so?
Irgendwas stimmt nicht an deiner Story.
Es klingt, als müsstest du dir das Fremdgehen schwer verkneifen.
Versuchst dich stattdessen in dein vermeintliches Schicksal mit deiner Partnerin zu fügen. Jetzt geht es also vom Sex her einigermaßen. Na Prima! Ob deine Partnerin da auch Spaß dran hat ist eher fraglich.
DU BIST NICHT GEZWUNGEN, DIESE FRAU ZU HEIRATEN!

Ich würde die Beziehung an ihrer Stelle mit dir beenden. Nicht wegen des Blowjobs, sondern wegen deines Gewimmers deshalb. Ist ja furchtbar.
 
  • #92
Was soll ein Geständnis eigentlich bringen außer noch mehr Unsicherheit in die Beziehung bringen? Betrachte "dieses Erlebnis" lieber mal als "wachrütteln"...

Versetze dich doch bitte mal in deine Freundin. Du kränkst sie damit und setzt sie unter Druck. Gerade, wenn ihr über Weihnachten auch noch über eure Beziehung gesprochen habt.
Du kommst vielleicht mit der Situation nicht zurecht, weil es dir persönlich peinlich ist.
Vielleicht bist du nicht wirklich locker mit deinem Körper oder in deinem Kopf.
Vielleicht willst du deine Freundin auch nicht heiraten.
Die Vergangenheit kann niemand ungeschehen machen und "dieses Erlebnis" wird auch durch eine Beichte nie ungeschehen werden. Es ist also besser, zu seiner Vergangenheit zu stehen und sie anzunehmen.
Positiv ist ja, dass du dadurch Kontakt zu diesem Forum aufgenommen hast, um das zu besprechen. Das kann helfen, um sich über die Beziehung klar zu werden. Du bist zwar mit dem Reden über die Beziehung einen Schritt vorwärts gekommen, aber dein Problem mit "diesem Erlebnis" ist immer noch da. Da hast du dich nicht entwickelt.

Man muss nicht alles voneinander wissen. Und wird es auch nie tun. Es wird dadurch übrigens nicht ehrlicher. Ich könnte eher verstehen, wenn mir jemand sagt, ich wollte sie küssen und so weiter, als wenn mir jemand erzählt, ich wollte nicht , war besoffen, aber die andere riss gegen meinen Willen die Hose auf...da lügst du doch. Und das macht es sehr unsympathisch.
 
L

Lionne69

Gast
  • #93
Gast,
Du hättest bei mir nach diesem Geständnis keine Chance mehr.

Weil ich das als Anschuldigung verstehen würde, Sex ist schlecht, deswegen...
Weil ich damit Dein Gewissen entlasten soll..
Weil Du der Frau die Schuld gibst.

Und weil ich mit folgendem Kopfkino keinerlei Respekt mehr hätte.

"Der besoffene Mann mittleren Alters in irgendeiner Schmuddelecke auf einem Fest, mit halbheruntergelassener Hose, der sich einen blasen lassen will... " Brrr.

Nicht weil ich prüde wäre, aber genau dieses Szenario würde ich nie mehr aus dem Kopf bekommen. Wärt ihr zusammen fortgegangen für einen ONs, wäre es anders. Lust auf Dich künftig Null.

Und der Gedanke bleibt, wann tut er ähnliches. Nächstes Mal der heimliche Straßenstrich?
Sorry.

Komm damit klar, oder trenne Dich. Ohne es zu erzählen.

Die andere Frau will mit 100% nicht, dass es publik wird. Sie hat so lange geschwiegen.
Mit Deinem Geständnis würdest Du am Ende auch noch ihr schaden.

W, 51
 
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  • #94
Was glaubst du denn, was passiert "wenn es heraus kommt"?
Da kannst du immer noch beichten und von deinen Gefühlen berichten.
Da versteht sie es genauso, oder genauso wenig.
Es macht überhaupt keinen Unterschied, ob du es jetzt beichtest, oder es irgendwann herauskommt. Mit deiner Beichte kommt es heraus.
Eine Beichte macht das Ganze nicht ungeschehen.


-> Ich weiß es nicht. Die Enttäuschung würde wohl riesengroß sein. Vielleicht würde sie mir es auch verzeihen. Auch Familie und Freunde wären wohl enttäuscht.
Manchmal frage ich mich, ob es nicht das Beste wäre im WorstCase nicht die volle Wahrheit zu sagen. Die Sache mit dem Blowjob kleiner zu machen als sie war, wäre ja nicht mal wirklich gelogen, sondern eher die Wahrheit gedehnt. Die wäre ja an sich das Schlimmste an der Sache.
Und zum Rest muss man halt klar stehen, dass man etwas rummachen wollte in dem Moment.


Kann es sein, dass du auf diese in der Nähe wohnende Frau noch stehst?
Triggert dich das deshalb so?


-> Nein. Tatsächlich gefällt sie mir nicht mehr so sonderlich. Sie hat sich meiner Meinung nach zu ihrem Nachteil verändert. Damals gefiel sie mir besser und vermutlich war auch das sexuelle Begehren ihrerseits etwas was ich halt so nicht mehr kannte, was mich aber dann auch gereizt hat. Ich war ja nicht unbeteiligt und wollte ja auch etwas rummachen. Mich mal wieder als begehrenswerten Mann fühlen. Nur beim Blowjob der nicht richtig funktioniert hat, war halt dann Schluss.

Ich meine, stell dir vor, deine Partnerin wüsste es und würde dann selbst dieser Frau über den Weg laufen.
Ich finde das muss nicht sein.


-> Das wäre eine äußerst unangenehme Situation für jeden.

Diese verheiratete Frau hat kein Interesse daran, dass das raus kommt.
Ich frage mich nach wie vor.....Warum stresst es dich gerade JETZT so?
Irgendwas stimmt nicht an deiner Story.


-> Ich habe mitbekommen, dass sie nicht mehr mit dem Partner von damals zusammen ist, sondern einen neuen Partner hat. Das hat jetzt vieles in mir wieder hochkommen lassen.

Also keep cool und denk an was Anderes. So wie du die letzten fünf Jahre an etwas Anderes gedacht hast offensichtlich.

-> In den letzten 5 Jahren habe ich leider oft daran denken müssen. Es kommt immer mal wieder hoch für paar Tage und verschwindet dann auch mal wieder paar Wochen. Also so richtig verdrängen konnte ich es nie. Weil immer die Restangst bleibt, dass es doch noch zum Vorschein kommt.
 
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  • #95
In den letzten 5 Jahren habe ich leider oft daran denken müssen. Es kommt immer mal wieder hoch für paar Tage und verschwindet dann auch mal wieder paar Wochen. Also so richtig verdrängen konnte ich es nie. Weil immer die Restangst bleibt, dass es doch noch zum Vorschein kommt.
Also die meisten hier finden es nicht logisch, ich auch nicht so richtig. Aber wenn es immer wieder hochkommt, ist es natürlich dann einfach für dich ein Bedürfnis, es zu sagen. Das verstehe ich. Dass fast alle Leute hier das anders sehen, wirst du ja gemerkt haben. Mehr sagen kann man dazu nicht.
Was glaubst du denn, was passiert "wenn es heraus kommt"?
Da kannst du immer noch beichten und von deinen Gefühlen berichten.
Da versteht sie es genauso, oder genauso wenig.
Da muss ich sagen, verstehe ich den Unterschied total. Wenn etwas rauskommt auf anderem Wege, dann habe ich das Gefühl, mein Partner belügt mich und ich kann ihm nicht mehr vertrauen. Wenn mein Partner - auch wenn es sehr viel später ist - mir davon selbst erzählt, ohne, dass er müsste, dann ist das doch was ganz anderes? Also, das sind für mich an sich zwei verschiedene Dinge, bei dem einen wär ich sauer wegen der Sache an sich, ich merke aber, der andere hat ein Gewissen und leidet darunter; bei dem anderen wär zusätzlich noch das Vertrauen in die Ehrlichkeit des Partners weg.
Obwohl ich in diesem Fall auch denke, warum sollte die das jemals erzählen? Vermutlich denkt sie da selbst gar nicht mehr dran. Es besteht doch überhaupt kein Grund für sie.. aber naja, siehe ganz oben, wenn der FS das unbedingt erzählen muss aus innerem Druck, dann geht es ja nicht darum.
Weil ich das als Anschuldigung verstehen würde, Sex ist schlecht, deswegen...
Ich vermute, das wird wahrscheinlich das wahre Problem werden bei einer Beichte.
 
  • #96
Auch Familie und Freunde wären wohl enttäuscht.
Ich glaube, das fühlt sich für dich selbst größer an, als es tatsächlich ist.
Familie und Freunde wissen normalerweise selbst sehr genau, dass es zu sowas kommen kann in langjährigen Beziehungen. Ich glaube nicht, dass da irgendwer sonderlich enttäuscht wäre. Jedenfalls nicht ernsthaft.

Vielleicht bist du in einem sehr bigotten Umfeld aufgewachsen.
Hast früher schonmal "Enttäuschung" erleben müssen und reagierst deshalb phobisch auf die "Angst vor Enttäuschung Anderer". Womöglich war dein Umfeld lange nachtragend mit immer wiederkehrenden Vorhaltungen. Mit einem Herabblicken des großen Bruders auf dich, oder Ähnliches. Oder du hast sogar körperliche Züchtigung erfahren müssen, oder die Worte "Ich bin schwer enttäuscht von dir".

Ja sowas kann tief sitzen. Jedoch bist du nun ein erwachsener Mann und darfst deine Handlungen selbst einschätzen. Ganz unabhängig vom Urteil anderer. Denn das "Enttäuscht sein" von Familie kann oft auch sehr übertrieben sein. Davon sollte man sein Leben nicht bestimmen lassen.
Es kann eine Form der Manipulation sein auch innerhalb der Familie.

Du hast also jetzt mal einen Moment der Schwäche gehabt und betrunken mit einer Frau etwas herumgemacht. Das mit dem missglückten BJ ist nebensächlich. Die Frau hat seither nichts verlauten lassen und hat es auch nicht vor, jemals anzusprechen. Diese Panik weil sie jetzt einen neuen Partner hat ist völlig übertrieben. Was sollte die Frau denn davon haben, das jetzt deiner Partnerin auf die Nase zu binden?
 
  • #97
Was für ein Kopfkino. Und alles nur, weil jemand nicht vorher das Hirn eingeschaltet hat.

Die Sache mit dem Blowjob kleiner zu machen als sie war, wäre ja nicht mal wirklich gelogen, sondern eher die Wahrheit gedehnt.

Auf die Größe kommt es in dem Fall nicht an.

Ich weiß es nicht. Die Enttäuschung würde wohl riesengroß sein. Vielleicht würde sie mir es auch verzeihen. Auch Familie und Freunde wären wohl enttäuscht.

Ist Dein Szenario da, dass Du bei der Hochzeit vor allen Leuten stehst und über Details zum Blowjob berichtest?

Du hattest einen einmaligen Fehltritt. Normalerweise würde ich sagen, daraus lernt man und vergisst es. Die Frau wird kein Interesse haben, es ihrem Partner im Detail zu berichten, sie wird auch bei zufälligen Begegnungen nicht freudestrahlend auf Dich zukommen und Dir die Klamotten vom Leib reissen. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas rauskommt, ist äußerst gering, weil es nur zwei Menschen wissen und die beide kein Interesse an einer Veröffentlichung haben. Im __Regelfall halten die beiden einfach dicht.
In Deinem Fall bin ich mir nicht sicher, ob Du das hinbekommst, oder Dein schlechtes Gewissen Dir ein Leben lang Probleme macht. Aus meiner Sicht hältst Du Dich hier aber bei einem völligen Nebenschauplatz auf.

Die Kernfrage ist für mich: warum heiratest Du überhaupt? Du hättest Dich getrennt, wenn damals "mehr" daraus geworden wäre. Jetzt versprichst Du, ein Leben lang zusammenzubleiben. Wie ist die Situation heute? Wenn Du sicher bist, dass dies die Frau ist und dass dies die Rahmenbedingungen (unter anderem der Sex) sind, unter denen Du es ein Leben lang aushalten kannst, dann mach es. Wenn nicht, dann hast Du eine andere Baustelle. Dann würde ich die Hochzeit absagen.
Und ansonsten interessiert niemanden mehr ernsthaft, dass Du irgendwann vor 5 Jahren mal betrunken in einer Besenkammer die Hose runtergelassen hast. Damit will ich das nicht entschuldigen, aber Du machst aus meiner Sicht hier eine Mücke zum Elefanten.
 
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  • #98
-> Ich habe mitbekommen, dass sie nicht mehr mit dem Partner von damals zusammen ist, sondern einen neuen Partner hat. Das hat jetzt vieles in mir wieder hochkommen lassen.
( ... )
-> In den letzten 5 Jahren habe ich leider oft daran denken müssen. Es kommt immer mal wieder hoch für paar Tage und verschwindet dann auch mal wieder paar Wochen.
Schon komisch ... und du kommst mir total scheinheilig vor: du scheinst die Nachbarin ja recht genau zu beobachten, weißt, was sich in ihrem Leben so abspielt? Sie interessiert dich also immer noch und ich habe den Verdacht, dass du eher gekränkt bist, dass es damals nicht »geklappt« hat mit dem Blowjob. Macht sich (vor dir und deinem Gewissen) natürlich besser, wenn du jetzt den Reumütigen spielst. Und das gleich über 5 Jahre, ts ... ts.
Sorry, aber ich nehme dir das nicht ab.

Was du tun kannst, bzw. solltest? Trenne dich von deiner Freundin, erzähle ihr was du willst, aber lass sie mit deiner Scheinheiligkeit in Ruhe: du hast sie nicht verdient und vielleicht erlebt sie nach dir endlich ein weniger verklemmtes Sexleben, als das hier in dem ihr die »Schuld« für den ausbleibenden Sex in die Schuhe geschoben wird.
Mal darüber nachgedacht, dass du in deiner Haltung zu ihr, zu dir selbst und zum Sex im Allgemeinen höchst unattraktiv bist?
 
  • #99
Beichten ... ja oder nein ?
Normalerweise bin ich gegen Beichten. Weil ich kein Mönch bin. Und keine Frau, die einen solchen haben möchte, mich anschauen sollte.

Hier bin ich für die Beichte.
Warum ? Weil du zwar kein Mönch bist, aber lebst wie einer. Diese Beichte würde dich befreien - von dieser Frau und von ganz viel Druck. Druck, den du dir selbst machst. Indem du Konventionen lebst, die dir schaden. Gib es zu - dir hat die andere Frau richtig Spass gemacht. Und du denkst noch heute - Könnte ich das nochmals erleben ... auch wenn du dir noch nicht einmal diesen Gedanken gestattest.
Überleg mal - ihr heiratet, und tatsächlich geschieht es irgendwie ... ihr zeugt Zwillinge. Einen Sohn und eine Tochter.
In 10 Jahren kommt dein Sohn zu dir und fragt, was du an Mama jemals sexy gefunden hast. Und du antwortest: Sohn - gar nix. Aber Mama ist wie ein VW Kombi , ganz brauchbar für die Familie. Und deine Frau antwortet der Tochter auf ihre Frage: Papa war nie sexy. Aber er macht relativ wenig Dreck.

Schöne Aussichten ? Überleg dir das nochmal. Und überlege auch - Was, wenn ihr 2 nie Kinder bekommt ? Was alles versagst du dir selber ?

Beichte - als Enfant terrible der Familie lebt es sich gar nicht so schlecht. Und Spass macht es auch.
 
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M

MelinaMelina

Gast
  • #100
Das ganze Problem kommt tatsächlich im Moment besonders stark hoch, weil wir Anfang/Mitte 30 sind. Also in der Zeit der Entscheidungen wie Haus kaufen/ Kinder kriegen. Und zum Kinder bekommen bedarf es einem halbwegs runden Sexualleben.
Das Problem ist halt wirklich, dass die Beziehung auf den anderen Ebenen wirklich super läuft. Man kann sich auf den anderen in jeder Situation verlassen, wir können zusammen lachen, verbringen einfach gerne Zeit miteinander. Meine erste Beziehung war mit einem Mädel, welches sexuell absolut erfahren und hungrig war. Da war der Sex toll, der Rest passte jedoch nicht.
Bei ihr war es so, dass sie auch schon in ihrer vorherigen Beziehung das Problem hatte. Wir haben ja über das Thema schon häufiger gesprochen. Sie hat einfach nicht das sexuelle Verlangen. Liegt wohl nicht an meiner Person, evtl hat es bei ihr einfach eine tiefere psychologische Ursache oder so. Nur ich weiß nicht, ob ich die Zeit noch habe das rauszufinden, mit ungewissem Ende.
Um mich herum bekommen alle Kinder und heiraten. Ich bin Mitte 30, wenn müsste ich jetzt noch jemanden zeitnah finden. Später ist zumindest das Kinderthema dann durch.
Und das zweite Problem ist eben mein Ausrutscher vor paar Jahren. Eigentlich eine eigene Sache, die jedoch mit dem Ursprungsproblem zusammenhängt. Für mich ist die Sache abgehakt und gelernt habe ich auch draus. Jedoch kommt immer mal wieder die Angst hoch, dass ich mich dafür doch noch rechtfertigen muss. Da weiß ich bis heute auch nicht was ich dann sagen würde. Ich wünschte es wäre nie passiert.

In jeder Beziehung muss man Kompromisse machen! Kannst du mit ihrer schwachen Libido leben? Es klingt für mich so, dass du bereit bist es in Kauf zu nehmen, weil ansonsten alles passt und du keine Lust hast, nochmal von vorn zu beginnen auch wegen deines Alters.

An diejenigen, die wieder ganz laut für Trennung plädieren: wer garantiert, dass er danach die „rundum perfekte Frau“ kennenlernt? Die Nächste wird doch auch wieder Macken haben, wo er Kompromisse schließen muss. Also bringt eine Trennung in dem Falle nichts. Insbesondere nicht, wenn er schon sieben Jahre in diese Frau investiert hat und dementsprechend gebunden ist an sie. Das müsste eine Neue erstmal schaffen, gegen diese 7 Jahre anzukommen.
Also manchmal wundert mich echt nicht mehr, weshalb es hier so viele Singles gibt.

Wichtig ist, dass ihr weiterhin eure Sexualität verbessert.
 
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  • #101
In jeder Beziehung muss man Kompromisse machen! Kannst du mit ihrer schwachen Libido leben? Es klingt für mich so, dass du bereit bist es in Kauf zu nehmen, weil ansonsten alles passt und du keine Lust hast, nochmal von vorn zu beginnen auch wegen deines Alters.

An diejenigen, die wieder ganz laut für Trennung plädieren: wer garantiert, dass er danach die „rundum perfekte Frau“ kennenlernt? Die Nächste wird doch auch wieder Macken haben, wo er Kompromisse schließen muss. Also bringt eine Trennung in dem Falle nichts. Insbesondere nicht, wenn er schon sieben Jahre in diese Frau investiert hat und dementsprechend gebunden ist an sie.

Es gibt Mankos, die einem total unwichtig sind, und welche, mit denen man nicht (oder nicht mehr) zurechtkommt. Von daher zählt diese Behauptung, die Nächste wird wieder Macken haben, überhaupt nicht.

Das mit der Investition ist auch in meinen Augen etwas, was überhaupt nicht als Argument für den Erhalt einer Beziehung sprechen soll. So haben viele unserer Eltern gelebt und lebt die Mehrheit der Paare heutzutage immer noch. Dies ist aber mentale und emotionale Faulheit und Bequemlichkeit, was einem sehr oft im Wege steht. Ist einem seine Lebenszeit dafür nicht zu schade Oder weiss man nicht, was damit anzufangen ist?

Man soll meiner Meinung nach in einer Beziehung bleiben, solange sie einen mehr erfüllt, als nicht und falls die Grundbedürfnisse beider Partner zusammenpaßen und in dieser Beziehung befriedigt werden können. Wenn in den Hauptthemen (moralische Werte, Libido, gleiche Einstellung zu Geld und Arbeit, gleiche Ansichten in Erziehungsfragen - falls man Kinder will) keine Kompatibilität bei den Partnern herrscht, dann wird es früher oder später krachen bzw. zur Ansammlung großer Frust führen. Und spätestens wenn der Mann in die Phase der MiddleageCrisis kommt, gewinnt das Problem die Oberhand.

Ich plädiere apropos nicht für eine Trennung, aber halte die Heirat definitiv für einen Fehler. Denn bei vielen Menschen hat der Status verheiratet zu sein mental gesehen höhere Hürden, um bei überwiegender Unzufriedenheit beim Leben mit dem Partner getrennte Wege zu gehen, anstatt den Rest des Lebens frustriert vor sich hin zu dröppeln.
 
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  • #102
Das müsste eine Neue erstmal schaffen, gegen diese 7 Jahre anzukommen.
Manche schaffen das sogar in ein paar Monaten. Die Dauer einer Beziehung sagt nichts über die Passung oder die Intensität aus.
Oft ist es einfach nur noch Bequemlichkeit oder Unsicherheit, dass man in einer Beziehung verweilt, die längst ihr Ablaufdatum überschritten hat.
Vielmals aufgrund mangelnder Lebenserfahrung. Man kennt nichts Anderes.
Womöglich hat die Nächste einfach auch gerne Sex mit dem FS. Von daher wäre die Beziehung auf dieser Ebene schonmal inniger.
In jeder Beziehung muss man Kompromisse machen!
Hat das Mutter gesagt?
Der eine Mann schreit herum, der nächste geht Fremd, wieder einer taugt nichts im Haushalt usw. usf....
Zum Beispiel gibt es aber Männer die nicht herumschreien, fremdgehen, gerne kochen und sich im Haushalt beteiligen. Alles gleichzeitig.
Sicher bekommt man das des Öfteren vorgelebt, dass man ertragen und schweigen sollte, gerade in einer Generation des Patriarchalismus.
Das bedeutet aber nicht, dass man selbst JEDEN Kompromiss eingehen müsste und aushalten müsste.
Sex ist ein Grundbedürfnis. Ich denke nicht, dass die Erwartung da ist, dass ein Leben lang Lust und Libido vorhanden ist. Jedoch in jüngeren Jahren (um die 30) sollte das noch funktionieren. Da wäre ein freiwilliger Verzicht schon ein extremer "Kompromiss". Der FS ist ja kein Priester im Zölibat.
Wenn solche Grundbedürfnisse nicht gelebt werden, kann das unglücklich machen. Es kann traurig machen. Sich für ein sexloses Leben entscheiden zu müssen, ist zu viel verlangt.
 
  • #103
An diejenigen, die wieder ganz laut für Trennung plädieren: wer garantiert, dass er danach die „rundum perfekte Frau“ kennenlernt?

Niemand. Da hilft aber auch Brüllen nicht.
Das offensichtliche Problem liegt hier nicht bei der Frau, sondern bei ihm. Und wenn er nie die perfekte Frau kennenlernt, ist das ja nicht unbedingt ein Grund, die hier zu nehmen und drei Kinder in die Welt zu setzen, um dann anschließend fremdzugehen, weil es mit dem Sex nicht stimmt.

Die Entscheidung für mich war nie: "Nehme ich diese Frau, mit der ich dann ein Leben lang Streit und Probleme habe, bevor ich keine abbekomme?". Daher plädiere ich bei einer Beziehung, die nicht funktioniert, für eine Trennung. Aber natürlich vorher für eine sorgfältige Prüfung.
 
L

Lionne69

Gast
  • #104
Insbesondere nicht, wenn er schon sieben Jahre in diese Frau investiert hat und dementsprechend gebunden ist an sie. Das müsste eine Neue erstmal schaffen, gegen diese 7 Jahre anzukommen.

Ich möchte NIEMALS von einem Partner so betrachtet werden.
Ich habe investiert, das muss sich lohnen.
was Besseres bekomme ich nicht...

Ich würde es beenden, wenn ich diese Haltung spüren würde.

Ansonsten hat @Schnuppe78 meine Meinung dazu schon perfekt formuliert.

Für mich zählt das Jetzt in einer Partnerschaft - geht es mir gut, liebe ich, fühle ich mich geliebt. Der Ausblick in die Zukunft ist positiv.

Passt es da nicht, prüfe ich.
Was gibt es für Ursachen, kann ich etwas ändern, wenn ja, tue ich es. Wenn nein, gibt es für mich nur die Option Trennung.
Unabhängig vom Trauschein.

Aber wenn es vorher schon nur ein müder Kompromiss ist, weil man ja "investiert hat", dann sollte man zumindest nicht heiraten, ehrlich wäre die Trennung.

W, 51
 
  • #105
Insbesondere nicht, wenn er schon sieben Jahre in diese Frau investiert hat und dementsprechend gebunden ist an sie.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Er hat sieben Jahre seines Lebens mit dieser Frau verbracht. Warum ist er dann für die Zukunft gebunden? Die eigentlichen "Investitionen", die eine Trennung problematisch machen, stehen doch gerade jetzt an. Jetzt kann er aus meiner Sicht ohne jeden "Verlust" einen Schlussstrich ziehen. Nach der Heirat sieht das anders aus.

Außerdem halte ich nichts davon, an "Investitionen" unbedingt festzuhalten, egal, was es z. B. an Lebensfreude kostet.
 
  • #106
Daher plädiere ich bei einer Beziehung, die nicht funktioniert, für eine Trennung. Aber natürlich vorher für eine sorgfältige Prüfung.

Ja, genau: Vorher eine sorgfältige Prüfung. Ich würde an seiner Stelle auch nicht gleich aufgeben.

Es kann ja auch sein, dass der FS selber im Sex nicht der Beste ist und darum die Frau passiv darauf reagiert. Vielleicht fasst du dich, der FS, selber erstmal an die eigeneNase, eventuell kennst du die Vorlieben deiner Frau nicht und daher bekommt sie auch keinen Kick beim Sex? Oder hat sie irgendwelche gesundheitliche Probleme, die die Sexlust auf Null reduzieren? Rede mit ihr.
 
  • #107
Es kann ja auch sein, dass der FS selber im Sex nicht der Beste ist und darum die Frau passiv darauf reagiert. Vielleicht fasst du dich, der FS, selber erstmal an die eigeneNase, eventuell kennst du die Vorlieben deiner Frau nicht und daher bekommt sie auch keinen Kick beim Sex? Oder hat sie irgendwelche gesundheitliche Probleme, die die Sexlust auf Null reduzieren? Rede mit ihr.

Es ist sicher so, dass er seinen Anteil hat. Da lösen wohl beide wechselseitig keinen "Kick" aus und es ist müßig zu diskutieren, wer daran etwas ändern sollte. Es sind beide zuständig.
Wenn man es aber in sieben Jahren nicht hinbekommt, wird unwahrscheinlicher, dass im achten Jahr der Knoten platzt. Und dann vorher zu heiraten, weil man davon ausgeht, dass durch die Heirat alles besser wird, ist eine gern genommene, aber deswegen nicht hilfreiche Begründung.
 
  • #108
In jeder Beziehung muss man Kompromisse machen! Kannst du mit ihrer schwachen Libido leben? Es klingt für mich so, dass du bereit bist es in Kauf zu nehmen, weil ansonsten alles passt und du keine Lust hast, nochmal von vorn zu beginnen auch wegen deines Alters.

An diejenigen, die wieder ganz laut für Trennung plädieren: wer garantiert, dass er danach die „rundum perfekte Frau“ kennenlernt? Die Nächste wird doch auch wieder Macken haben, wo er Kompromisse schließen muss. Also bringt eine Trennung in dem Falle nichts. Insbesondere nicht, wenn er schon sieben Jahre in diese Frau investiert hat und dementsprechend gebunden ist an sie. Das müsste eine Neue erstmal schaffen, gegen diese 7 Jahre anzukommen.
Uh, ich fände es schrecklich, wenn mein Freund so denken würde!!! Um Himmels Willen. Ich bin absolut glücklich in meiner Beziehung seit fünf Jahren; auch andere hier sind das, und zwar ohne Kompromisse. Wirklich, mir fällt nicht mal ein kleiner ein. Wir passen einfach zusammen. Und es handelt sich hier beim FS nicht um einen winzigen Streitpunkt, wie, sie bringt den Müll nie runter. Das ist ja auch schon ein großer Unterschied. Sexuelle Passung ist ja nun mal ein Hauptbestandteil der meisten Beziehungen und keine zu vernachlässigende Nebensache. Außer für Leute, denen Sex nicht wichtig ist - aber die brauchen dann eben einen Partner, der genauso denkt und schon ist alles in Butter.
Wenn du alle Beiträge vom FS gelesen hast, dann haben sie ja durchaus versucht, was zu ändern an ihrem Sexualleben. Aber manches kann man auch mit Gewalt vielleicht nicht passend machen.
Wenn man nach Jahren denken muss, ich habe schon so viel investiert, daher trenne ich mich nicht, finde ich das schrecklich. Das klingt wie eine reine Kosten-Nutzen-Rechnung. In dieser Form habe ich schon einige schreckliche Ehen gesehen, besonders im Alter 60 aufwärts, wo die sogar offen sagen, jetzt trennen bringt ja auch nichts mehr, sich jeden Tag angiften und regelrecht hassen. Wie schrecklich! Nach deiner Aussage wäre das aber besser als trennen, da die teilweise ja 40, 50 Jahre "investiert" haben. Sie waren zwar die meisten Jahre nicht glücklich und haben nur ein Leben, aber wenn allein die Summe der Jahre zählt...
Beim FS jetzt nicht so krass, natürlich, aber er ist ja wirklich unzufrieden und bleibt bei der Freundin, weil er hofft, dass sich da was ändern lässt. Was ist wenn nicht? Dazu sagt er nichts.
 
  • #109
Das ist ja das Problem. Einerseits führen wir eine tolle Beziehung. Wir verstehen uns wirklich super und haben auch viel Spaß miteinander. Nur bei der sexuellen Ebene passts eben nicht so toll. Trotzdem ist es nicht so, dass sie es ablehnt und mich nicht lässt. Wir haben ja Sex, nur wie schon beschrieben, hat sie eben oft nicht so richtig das Lustempfinden. Wenn wir dann dabei sind, geht es schon einigermaßen und gefällt ihr auch. Ob ich noch so toll im Bett bin, will ich gar nicht behaupten. Zur Frage falls der Zustand so bleibt, dann muss ich mich wohl tatsächlich trennen. Ein halbwegs passables Sexleben ist mir natürlich auch wichtig. Wobei sie ja auch was an der Sitation ändern will. Über die Jahre war es ja auch nicht so, dass wir keinen Sex hatten und ich jetzt nach 7 Jahren plötzlich merke, dass ich Sex brauche. Nur auf Dauer könnte es einfach etwas mehr und besser sein, um glücklich in einer Ehe zu sein. Klar verstehe ich auch das Bedenken, warum sich ausgerechnet nach 7 Jahren groß was ändern sollte. Aber meine Partnerin betrachte ich sicherlich nicht nach einem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Im Endeffekt muss ich mir die nächsten Wochen/Monate anschauen wie es läuft und eine Entscheidung treffen.
 
  • #110
Mein Missgeschick kommt da halt noch erschwerend hinzu. Damit zu leben habe ich bis heute nicht richtig gerlernt. Wenn ich mir die Kommentare dazu durchlese, würde ich bei einem Fremden wohl auch denken, "Mensch was ein Lappen". Raten würde ich einem anderen wohl auch nix zu sagen. Ich will ja auch einfach nicht mehr dran denken. Nur weiß ich nicht wie ich die Gedanken abstellen kann. Der Scheiß kommt immer wieder hoch. Ich habe schon 100mal mehr dafür bezahlt, wie die Sache eigentlich wert ist. Ich habe halt immer Angst, dass ich mich für die Sache noch rechtfertigen muss. Vermutlich würde sie es selbst nicht mal wissen wollen. Und das die Bekannte von damals einen Neuen hat, habe ich halt mitbekommen. Das liegt aber nicht daran, dass ich sie überwache, sondern man sich halt ein zwei mal im Jahr über den Weg läuft. Würdet ihr die Sache dann im WorstCase voll gestehen, abstreiten oder Teilgeständnis? Vielleicht kann ich auch einfach nicht mit dem Gedanken leben. Wie geht man mit so etwas um?

Sorry, wenn ich mir das durchlese, würde ich mir auch denken: "Junge komm mit deinem Leben klar, schau ob dir langristig dein Sexualleben hinbekommst und entscheide dich jetzt."
Nur habe ich wegen der Geschichte mit dem Ausrutscher wie so ein Druckgefühl in meinem Körper, zumindest zurzeit wieder. Sorry, vielleicht bin auch ein Fall für den Psychologen. Wie schafft man das zu verdrängen?
 
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  • #111
Mein Missgeschick kommt da halt noch erschwerend hinzu. Damit zu leben habe ich bis heute nicht richtig gerlernt. Wenn ich mir die Kommentare dazu durchlese, würde ich bei einem Fremden wohl auch denken, "Mensch was ein Lappen". Raten würde ich einem anderen wohl auch nix zu sagen. Ich will ja auch einfach nicht mehr dran denken. Nur weiß ich nicht wie ich die Gedanken abstellen kann. Der Scheiß kommt immer wieder hoch. Ich habe schon 100mal mehr dafür bezahlt, wie die Sache eigentlich wert ist. Ich habe halt immer Angst, dass ich mich für die Sache noch rechtfertigen muss. Vermutlich würde sie es selbst nicht mal wissen wollen. Und das die Bekannte von damals einen Neuen hat, habe ich halt mitbekommen. Das liegt aber nicht daran, dass ich sie überwache, sondern man sich halt ein zwei mal im Jahr über den Weg läuft. Würdet ihr die Sache dann im WorstCase voll gestehen, abstreiten oder Teilgeständnis? Vielleicht kann ich auch einfach nicht mit dem Gedanken leben. Wie geht man mit so etwas um?

Sorry, wenn ich mir das durchlese, würde ich mir auch denken: "Junge komm mit deinem Leben klar, schau ob dir langristig dein Sexualleben hinbekommst und entscheide dich jetzt."
Nur habe ich wegen der Geschichte mit dem Ausrutscher wie so ein Druckgefühl in meinem Körper, zumindest zurzeit wieder. Sorry, vielleicht bin auch ein Fall für den Psychologen. Wie schafft man das zu verdrängen?

Sorry, aber wenn du das mit dem Verdrängen nicht hinkriegst, würde ich ein neues Kapitel woanders anfangen (das Sexleben hinkt eh) und so einen Fehler nie wieder machen.

Wahrscheinlich spielt unter anderem auch dieses Schuldgefühl eine Rolle, warum du trotz der Nicht Passung im Sexleben in der Beziehung verbleibst. Ist eine Annahme von mir. Brauchst nicht zu beantworten..
 
  • #113
Im Worst Case würde ich gestehen.
Dann hilft nur schonungslose Offenheit.
Da kann man aber auch sagen, wie es dir einen nachher war, warum man nichts sagte...

W, 51

Das Gestehen kann bei ihr das Vertrauen erschüttern. Würde ihr diese Last nicht aufbürden, nur um selber frei von Schuldgefühlen zu sein.

Entweder versuche es zu vergessen (zur Not gehe in die Kirche und mache dort eine Beichte) und tue sowas nie wieder oder mache einen Cut in der Beziehung und fange was Neues an.
 
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  • #114
Nur auf Dauer könnte es einfach etwas mehr und besser sein, um glücklich in einer Ehe zu sein. ...Im Endeffekt muss ich mir die nächsten Wochen/Monate anschauen wie es läuft und eine Entscheidung treffen.

Dir ist schon klar, dass es sicher geschickter ist, sich darüber klar zu werden, bevor man anfängt die Hochzeit zu planen...? Und dass Du bei einer angekündigten Hochzeit auch ziemlich doof dastehst, wenn Du dann vor Verwandten und Freunden (ich nutze mal Dein Bild) stehst und sagst: "Das mit dem Sex ist doch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe, deswegen gibt es keine Hochzeit?"


Das verdrängt man gar nicht. Man behält das als vergnügliche Erinnerung (in deinem Fall als Missgeschick) im Kopf und hält ansonsten einfach die Klappe.
 
  • #115
Würdet ihr die Sache dann im WorstCase voll gestehen, abstreiten oder Teilgeständnis?
Naja, also wenn du es sagen musst - wovon dir hier ja weiterhin 90% der Leute abraten, ich auch - dann ganz. Sonst stelle ich mir vor, du sagst nur die Hälfte ("Ich hab rumgeknutscht"), sie ist verletzt und du bist danach nicht mal erleichtert, sondern hast dann immernoch ein schlechtes Gewissen, weil du ihr nicht die volle Wahrheit gesagt hast. Dann ist das für beide denkbar schlecht. Und deine nicht so ganz nachzuvollziehende Sorge, dass die Bekannte das deiner Freundin mal erzählt, die wär ja dann auch nicht vom Tisch, wenn die Wahrheit viel "schlimmer" ist als das, was du deiner Freundin gesagt hast.
Im Endeffekt muss ich mir die nächsten Wochen/Monate anschauen wie es läuft und eine Entscheidung treffen.
Ja, setz dir dafür einen festen Termin, an den du dich dann auch hältst, und zwar bevor ihr anfangt, die Hochzeit zu planen oder zu verkünden. Sonst ist das alles noch viel schlimmer für deine Freundin, wenn überall gesagt wird, ihr heiratet, wie schön, und dann kurz davor machst du Schluss.
 
L

Lionne69

Gast
  • #116
Das Gestehen kann bei ihr das Vertrauen erschüttern. Würde ihr diese Last nicht aufbürden, nur um selber frei von Schuldgefühlen zu sein.

Entweder versuche es zu vergessen (zur Not gehe in die Kirche und mache dort eine Beichte) und tue sowas nie wieder oder mache einen Cut in der Beziehung und fange was Neues an.

Der FS fragte, was er in Worst Case machen solle - Worst Case heißt, es kommt irgendwie anders raus.

Und dann hilft mE nur absolute Offenheit.. Bis dahin würde ich schweigen in diesem Fall.

W, 51
 
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Frau43

Gast
  • #117
Zuerst wollte ich schreiben dass du besser den Mund hälst weil du es bereust und fertig.
Aber deine nachträglichen Posts zeigen deutlich dass du es nur bereust weil du Angst hast dass es heraus kommt und nicht weil du es getan hast.
Du hast nur Angst vor dem entdeckt werden denn nachdem du Energie und Zeit investiert hast, willst du nicht dass deine Arbeit umsonst war.
Das ist wirklich mies!
Würde euch die BJ-Dame nicht ab und zu über den Weg laufen, würdest du gar nicht auf die Idee kommen, es zu beichten.

Nun, sag es deiner jetzigen Freundin und dann kann sie entscheiden ob sie weiter investieren will denn mehr Sex bedeutet auch viel Investition ihrerseits.
Wieso soll sie Zeit und Arbeit in etwas stecken was so fragil ist?
Du vergeudest ihre und deine Zeit!
 
  • #118
Du bist ein Opfer des "Concorde Effekts". Klingt grossartiger als es ist.

Du hast Angst, deine Investition zu verlieren - entweder, weil SIE eine Petitesse herausfindet oder weil du bemerkst, dass du eine Fehlinvestition getätigt hast.
Warum Concorde ? Weil dieser Flieger niemals Gewinn verbucht hat, eine totale Fehlkonstruktion war und nur als Prestigeobjekt überhaupt in Betrieb genommen wurde. So konnten die Verluste gerechtfertigt werden.
Und genau das machst du mit deinem Privatleben. Die Fassade Ehe ist das Prestigeobjekt, dein Sexleben der Verlust, diese Beziehung die Fehlkonstruktion ......

Verdrängen - das klappt nur, wenn man sich nicht ständig bedroht fühlt und ein wenig fatalistisch ist. In jedem Fall klappt es dann nicht, wenn man es krampfhaft versucht.
 
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Lionne69

Gast
  • #119
Verdrängen - das klappt nur, wenn man sich nicht ständig bedroht fühlt und ein wenig fatalistisch ist. In jedem Fall klappt es dann nicht, wenn man es krampfhaft versucht.

Absolut bei Dir.
Und da muss man aber erst mal mit sich im Reinen sein.
Habe ich gemacht - eigene Verantwortung - war richtig Sch***, ok, war so, kann ich nicht ändern, wiederholt sich nicht... Und dann den Frieden mit sich schließen. Abhaken, vergessen. Meinetwegen Worst Case Plan in der Schublade.

Aber der erste Schritt ist, ICH habe den Fehler gemacht, dafür bin ICH ganz alleine verantwortlich.
Nicht die andere, nicht meine Frau...

Und wenn ich vor mir selbst zu meinen Fehlern stehe, interessiert mich die Entdeckung weniger.
Die hält man als eine mögliche Konsequenz aus.

W, 51
 
  • #120
> Ich habe mitbekommen, dass sie nicht mehr mit dem Partner von damals zusammen ist, sondern einen neuen Partner hat. Das hat jetzt vieles in mir wieder hochkommen lassen.
Weil du immer noch in deiner nicht wirklich erfüllenden Partnerschaft steckst und die Dame so mutig war, neu zu beginnen ?

Ach Mensch, klingt langsam so, als ob du deine Frau „wegstoßen“ magst, weil du dich nicht aus freien Stücken trennen kannst. Würde sie sonst klammern und an dir festhalten ?
 
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