• #1

Wahre Liebe oder tiefste Freundschaft in der Langzeitbeziehung?

Was ist wichtiger, die Freundschaftsebene in der Beziehung oder die Sexualität?
 
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  • #2
Ich möchte nicht so gerne abwägen was wichtiger ist, ich finde beides muss vorhanden sein, das Ganze muss passen.

Das was nach längerer Zeit Beziehung bleibt sollte erfüllend sein für beide.
Ich möchte in meinen Partner sowohl einen guten Freund haben als auch eine erfüllende gemeinsame Sexualität erleben.

W 27
 
  • #3
Mir geht es ausschließlich um die echte und wahre Liebe, gleichermaßen und beidseitig, nur diese hält und nur diese verbindet wirklich zwei Menschen, über die Seele, über die Emotionalität und über das Herz, das geht ausschließlich über das Vertrauen und Treue! Ohne Vertrauen, ohne Treue, ist diese Liebe nicht zu leben!
 
  • #4
Ich finde beiden Seiten wichtig.
Es muss schon irgendwie Beides auch da sein und das bedingt sich wohl auch gegenseitig gar nicht.
 
  • #5
Das Eine bedingt das Andere. NUR Sex ist auf dauer langweilig, wenn kein liebevoller zwischenmenschlicher Austausch vorhanden ist.
NUR Freundschaft reicht aber auch nicht für eine Beziehung, untenrum sollte es doch ab und an knistern...lach
 
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  • #6
Beides. Eine Freundschaft ist eine Freundschaft. Wenn die Beziehung nicht für Sex mit anderen geöffnet wird, wie sollen denn die Menschen leben bis zum Ende? Da muss man doch festgehen, wenn man noch Sex will, aber nie wieder haben "darf" bzw. mit dem Menschen, der dafür da sein sollte, dass man auch Sex mit ihm hat, keinen Sex will.

Und Beziehung ohne auch freundschaftliches Verständnis ist auch nix. Ich würde sagen, hier WILL man bald keinen Sex mehr, wenn der Partner einen nicht auch einfach als Mensch berührt, wenn man mal nicht an Sex denkt.

Es ist ja kein Geheimnis, dass die Sexualität oft unterschätzt wird und auf der Strecke bleibt in einer Langzeitbeziehung. Also DAS wird mE viel, viel eher das Problem sein als: "Wir haben super Sex, aber sind irgendwie nach so vielen Jahren immer noch nicht miteinander auf einer angenehmen Basis, die man mit einem Freund hätte". Habe ich noch nie gehört. Wenn, dann fehlte sogar beides.

Entweder, man belebt das Sexleben neu oder man öffnet die Beziehung, dann aber richtig, also ohne die anderen dritten Menschen, die zum Sex dazugezogen werden, zu täuschen darüber, ob es eine Beziehung geben wird. Daran denken solche Leute ja vielleicht nicht, sie kreisen nur um sich und ihre Beziehung, das hier nichts passiert, und benutzen dann Dritte, die sich ernsthaft verliebt haben.
Ohne Einverständnis passiert sowas ja oft in Affären, bei denen dann der Verpartnerte seine Ehe neu entdeckt, weil er endlich sieht, was er alles verlieren würde, und eigentlich nur seine lahme Ehe mit aufregendem Sex ergänzt, während der andere sich verliebt hat und denkt, der Verpartnerte will sich wirklich trennen.
 
  • #7
Für mich persönlich die Freundschaftsebene, weil mein Freund und ich viele Dinge außer Sex zusammen machen, Sex ist zwar schön, aber nur ein kleiner Teil unserer Beziehung. Oder anders formuliert: Wenn wir aus irgendwelchen Gründen (Krankheit etc.) zwei Jahre keinen Sex mehr haben könnten, würde ich ihn trotzdem lieben und viel Spaß mit ihm haben. Wenn er sich dagegen zwei Jahre lang assig benehmen und nicht mehr mein Freund sein würde, puh, dann wäre unsere Beziehung vermutlich vorbei.

Übrigens unterscheiden sich Titel und Frage. Im Titel unterscheidest du zwischen wahrer Liebe und tiefster Freundschaft und in der Frage zwischen Freundschaftsebene und Sexualität. Für mich beinhaltet wahre Liebe tiefste Freundschaft.
w26
 
  • #8
Abhängig vom Alter, der Gesundheit und Bedürfnisse der beteiligten Personen gibt es da starke Unterschiede

Zb:
Wenn ein junges Paar Anfang 20, dass viel reist, Freunde ohne Ende hat und Karriere verfolgt, vielleicht am besten viel Sex miteinander hat und sonst kaum Zeit miteinander verbringt, kann es dabei sehr glücklich sein.
Wenn ein Paar um die 80, froh ist, sturzfrei durch die Wohnung zu gehen und den Alltag zu bewältigen, gemeinsam zu reden und Händchen zu halten, kann es sexlos sehr glücklich sein.

Die Leute hier im Forum, sind meist älter als 20 und jünger als 80.
Ich mag zb gerne beides.

PS
Erwartest du da wirklich eine Überraschung, bei den Antworten auf die Frage?
Was ist dir denn wichtiger?
 
  • #9
Sex ist für mich das vernachlässigbarste in einer Beziehung.
Ich habe meine Frau so gerne um mich, lache mit ihr, kann still sein mit ihr. Ich bin nicht bloß tief befreundet mit ihr, sondern ich liebe sie. Und das ist nochmal ganz was anderes. Was aber nicht ausschließt das sie zeitgleich mein bester Freund ist.
Die sexuelle Ebene ist zwar ein schöne zusätzliches Element, aber für meine Gefühle zu ihr absolut sekundär.
Wir hätten und haben öfter lange Phasen (mit aber auch ohne Krankheit) wo wir ein oder bis zu eindreiviertel Jahre keinen Sex haben. Und das hat nie auch nur den kleinsten Einfluss auf unsere Beziehung gehabt.
Und wenn meine Frau morgen beschließen würde sie brauche gar keinen Sex mehr, würde das auch nichts an unserer Beziehung ändern. Dann wäre ich genauso glücklich mit meiner Frau wie zuvor. Ich hätte keinen Gedanken an Frendgehen oder ein öffnen der Ehe.
Weil mir die Liebe und Vertrautheit wichtiger ist als ein paar Orgasmen. Die kann ich auch selbst herbeiführen. Den Menschen kann ich nicht ersetzen.
 
  • #10
Das ist doch abhängig von jeweiligen Bedürfnissen des Partners. Ich behaupte, eine reife Beziehung setzt auf Sexualität. Für Freundschaft hat man andere Leute.
 
  • #11
Was ist wichtiger, die Freundschaftsebene in der Beziehung oder die Sexualität?
Also in Bezug zu Deinem Titel wäre dann die Sexualität die wahre Liebe - finde ich etwas weit hergeholt. Ist doch nur Sex.

Ohne die tiefe Freundschaftsebene die uns verbindet hätte ich mit meinem Mann garkeinen Sex.
Für mich ist die wahre Liebe, die ganz tiefe freundschaftliche Verbundenheit UND Sex - das wo alles passt.
 
  • #12
Ich lebe jetzt im zweiten Jahr unserer Beziehung und muss sagen erst mit ihm habe ich erlebt wie erfüllt ein gemeinsames Leben auch ohne Sex ist. Wie @ Duckula schreibt, auch wir haben Phasen ohne und Phasen mit. Gab es hier je ein Ungleichgewicht, der eine brauchte hier mehr "Aufmerksamkeit ", fanden wir eine gemeinsame Lösung mit Alternativen. Wir stehen uns als Liebende bei, sind aber auch beste Freunde
 
  • #14
Liebe Dina25,

ich denke es ist beides Wichtig. Allerdings ist Sexualität nicht gleich wahre Liebe. Sexualität ist sowohl in der freundschaftlichen als auch in der wahren Liebe wichtig. Was wahre Liebe auszeichnet ist das Gefühl, was aus dem Herzen kommt und was du meiner Meinung nach so in einer freundschaftlichen Beziehung nicht erhalten wirst. Das ist nicht nur Leidenschaft, sondern das ist große Gefühl darin, dass die Leute nur erst dann wirklich kennen, wenn Sie der großen Liebe wirklich mal begegnet sind.

Eine freundschaftliche Ebene lässt sich grundsätzlich leichter mit jeder Person finden als Kompatibilität bzw. emotionale Anziehung/Sexualität , da du ja die Person magst, mit der du in einer Beziehung bist.
 
  • #15
Freundschaft ist für mein Verständnis etwas vollkommen anderes als die Liebe zwischen Mann und Frau. Freundschaft schließt Sex aus. Mit meinen Freunden habe ich keinen Sex.

Mit einem Mann habe ich entweder nur eine Affaire, somit geht es vorwiegend um Sex. Oder eine feste Beziehung: Diese ist im Idealfall für mich langjährig und nur mit Liebe vorstellbar.

Ersteres (eine Affaire) hatte ich nur ein einziges Mal in meinem Leben und dies auch nur kurz (ca. 8 Monate lang). War aber eine interessante Erfahrung. Ich habe festgestellt, dass ich dies nicht wirklich brauche, sondern wesentlich lieber eine feste Beziehung/ Partnerschaft habe. Dies gibt mir wesentlich mehr.
 
  • #16
Freundschaft ist für mein Verständnis etwas vollkommen anderes als die Liebe zwischen Mann und Frau. Freundschaft schließt Sex aus. Mit meinen Freunden habe ich keinen Sex.

Mit einem Mann habe ich entweder nur eine Affaire, somit geht es vorwiegend um Sex. Oder eine feste Beziehung: Diese ist im Idealfall für mich langjährig und nur mit Liebe vorstellbar.

Ersteres (eine Affaire) hatte ich nur ein einziges Mal in meinem Leben und dies auch nur kurz (ca. 8 Monate lang). War aber eine interessante Erfahrung. Ich habe festgestellt, dass ich dies nicht wirklich brauche, sondern wesentlich lieber eine feste Beziehung/ Partnerschaft habe. Dies gibt mir wesentlich mehr.
Ok, ich frage, weil wir selten Sex haben und es mir fehlt, ich habe ständig Lust, mit einem anderem zu schlafen und meine Bedürfnisse, mit diesem zu stillen, obwohl ich ihn liebe.
Ich lebe jetzt im zweiten Jahr unserer Beziehung und muss sagen erst mit ihm habe ich erlebt wie erfüllt ein gemeinsames Leben auch ohne Sex ist. Wie @ Duckula schreibt, auch wir haben Phasen ohne und Phasen mit. Gab es hier je ein Ungleichgewicht, der eine brauchte hier mehr "Aufmerksamkeit ", fanden wir eine gemeinsame Lösung mit Alternativen. Wir stehen uns als Liebende bei, sind aber auch beste Freunde
Wirklich? Mir fehlt der Sex sehr..sind 6 Jahre zusammen, es wird immer weniger, aktuell sind wir bei zwei im Jahr.
 
  • #17
Ok, ich frage, weil wir selten Sex haben und es mir fehlt, ich habe ständig Lust, mit einem anderem zu schlafen und meine Bedürfnisse, mit diesem zu stillen, obwohl ich ihn liebe.
Mir fehlt der Sex sehr..sind 6 Jahre zusammen, es wird immer weniger, aktuell sind wir bei zwei im Jahr.
Du musst für dich entscheiden was dir wichtig ist in einer Beziehung, da gibts keine allgemeine Regel. Man hat Bedürfnisse, Vorstellungen, Ziele sucht sich einen Partner der ähnlich tickt und dann kann man sehr wohl in einer Beziehung auch regelmäßig Sex haben. 2 mal im Jahr fände ich schon viel zu wenig, aber wer weiß wie das ist wenn man älter ist, ob man dann noch so viel Lust verspürt. Hast du denn mal mit deinem Partner darüber gesprochen und ihm gesagt, dass du dir häufigeren Sex wünschst? War der Sex am Anfang der Beziehung auch eher selten? Ich denke es ist normal, dass man sich irgendwann aufeinander einstimmt und weniger häufig miteinander schläft aber eben in dem Rahmen wie es für beide passt und bei dir fehlt der Sex einfach (kann ich voll verstehen, war in einer ähnlichen Situation, inzwischen schlafen wir wieder regelmäßig miteinander aber bis dahin war es auch ein komplizierter Weg erstmal herauszufinden warum mein Mann keinen Sex haben möchte)

W 27
 
  • #18
Du musst für dich entscheiden was dir wichtig ist in einer Beziehung, da gibts keine allgemeine Regel. Man hat Bedürfnisse, Vorstellungen, Ziele sucht sich einen Partner der ähnlich tickt und dann kann man sehr wohl in einer Beziehung auch regelmäßig Sex haben. 2 mal im Jahr fände ich schon viel zu wenig, aber wer weiß wie das ist wenn man älter ist, ob man dann noch so viel Lust verspürt. Hast du denn mal mit deinem Partner darüber gesprochen und ihm gesagt, dass du dir häufigeren Sex wünschst? War der Sex am Anfang der Beziehung auch eher selten? Ich denke es ist normal, dass man sich irgendwann aufeinander einstimmt und weniger häufig miteinander schläft aber eben in dem Rahmen wie es für beide passt und bei dir fehlt der Sex einfach (kann ich voll verstehen, war in einer ähnlichen Situation, inzwischen schlafen wir wieder regelmäßig miteinander aber bis dahin war es auch ein komplizierter Weg erstmal herauszufinden warum mein Mann keinen Sex haben möchte)

W 27
Danke für deine Sichtweise. Am Anfang der Beziehung hatten wir meist 1-2x im Monat im Sex, das fand ich schon zu wenig, aber durch Selbstbefriedigung meinerseits, so ca. alle 2 Tage ging es. Nun ist es so wenig, ich habe es schon angesprochen, es führt nur zu Streit, seitdem lass ich es. Ich denke, dass es an meiner Gewichtszunahme liegt, aber ich kann eben nicht schnell was dran ändern und durch den wenigen Sex fühle ich mich auch blöd. Küssen mag ich auch nicht mehr, weil es mich erregt und dann nicht weiter geht. Mal sehen, irgendwie versuche das Positive zu sehen, Urlaube, schönes Heim, keinen Streit...

Wie konntest du wieder zu deinem Mann finden? Was war der Auslöser für seine Unlust?
 
  • #19
Ach schwierig. Wenn dein Mann dich nicht mehr begehrt, kannst du wenig machen. Man kann ja niemanden zum Sex zwingen. Und dass er es nur dir zu Liebe mitmacht, ohne dass er dich begehrt, willst du wahrscheinlich auch nicht. Letzteres machen manche Frauen, die keine Lust mehr auf ihren Mann haben, um für Frieden und gute Stimmung zu Hause zu sorgen (traurig); Männer ohne Lust werden das seltener hinkriegen mangels Erektion. Dann gibt es eben gar keinen Sex wie bei euch (wenn man jetzt ausschließlich von Penetrationssex spricht).

Ihr seid also nicht kompatibel sexuell, du musst dir selbst überlegen, ob du so leben möchtest und verzichtest, oder ob eine Beziehung für dich so keinen Sinn hat.

Wahrscheinlich hat dein Mann auch sexuelle Sehnsüchte, aber begehrt leider nun dich nicht mehr und leidet auch unter der Situation. Wie der Mann im Parallelthread, der seine Frau auch nicht mehr begehrt wegen ihrer Gewichtszunahme und beide frustriert sind und sich nur streiten wenn sie versuchen, darüber zu reden. Ich hoffe du bist nicht zufällig diese Frau?!
 
  • #20
Danke für deine Sichtweise. Am Anfang der Beziehung hatten wir meist 1-2x im Monat im Sex, das fand ich schon zu wenig, aber durch Selbstbefriedigung meinerseits, so ca. alle 2 Tage ging es. Nun ist es so wenig, ich habe es schon angesprochen, es führt nur zu Streit, seitdem lass ich es. Ich denke, dass es an meiner Gewichtszunahme liegt, aber ich kann eben nicht schnell was dran ändern und durch den wenigen Sex fühle ich mich auch blöd. Küssen mag ich auch nicht mehr, weil es mich erregt und dann nicht weiter geht. Mal sehen, irgendwie versuche das Positive zu sehen, Urlaube, schönes Heim, keinen Streit...

Wie konntest du wieder zu deinem Mann finden? Was war der Auslöser für seine Unlust?
Nur weil ein Mensch mit der Zeit vielleicht ein wenig anders aussieht (etwas zugenommen hat zb.) ist er doch nicht weniger wert, man hat sich doch in die Person mit all ihren Eigenschaften verliebt. Natürlich wünscht man sich, dass der Partner auf sich achtet, gesund lebt.

Mein Mann und ich hatten schon länger wenig Sex (wenige Male im Jahr) bei uns ist das nicht so einfach, unsere Beziehung ist turbulent, manchmal sehr launisch und angespannt. Wenn wir versucht hatten miteinander zu schlafen hatte mein Mann Erektionsprobleme, es gab auch einige Gespräche die im Streit endeten. Ich fand dann heraus, dass es sich mein Mann jeden Tag selber macht und konnte nicht so ganz verstehen warum er keinen Sex mit mir haben möchte. War ihm natürlich auch unangenehm und ich hatte versucht ihn zu erklären, dass er dadurch eben keinen Reiz beim richtigen Geschlechtsverkehr spürt und daher Probleme hat und versuchen sollte es Sicht seltener selber zu machen.. Irgendwann hat es bei ihm wohl angefangen zu rödeln und er hat es eingesehen, jetzt schlafen wir wieder sehr regelmäßig miteinander meistens zwei mal die Woche, manchmal auch drei Mal die Woche miteinander. Laut seiner Aussage schaut er nur noch selten einen Porno, er ergreift auch sehr oft die Initiative.
Wir haben auch zusammen einen kleinen Sohn und ein Haus gebaut, in dem Leben wir seit einem Jahr, da gibt man nicht die Beziehung von jetzt auf gleich einfach auf.
 
  • #21
Ich wage zu behaupten, dass man jemanden gar nicht wirklich liebt, wenn Sex wichtiger ist als die Freundschaftsebene. Die Freundschaftsebene ist doch das SCHÄTZEN DES MENSCHEN mit samt seiner Persönlichkeit. w, 35
 
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