• #1

Wann habt ihr euch intensiv mit der Berufswahl auseinander gesetzt?

Nächste Frage. Wann habt ihr euch intensiv mit der Berufswahl auseinander gesetzt?

Bei mir ist es so: Früher wollte ich immer Richterin oder Hotelmanagerin werden und das laaaaaange Zeit. Als kleines Kind Richterin, später unbedingt Hotelmanagerin oder Restaurantbesitzerin. Ich habe als kleines Kind mit meinem Vater u.A. Essens/Getränkekarten erstellt und so getan, als ob ich ein eigenes Restaurant habe. Das habe ich geliebt.

Später hatte ich keine Ahnung mehr. Vieles kam in meinen Wünschen vor. Oft auch, Hauptsache ein Job wo sicher ist und ich Geld verdiene.

Nun studiere ich Wirtschaftsrecht. Anwältin kommt für mich nicht in Frage, geht lange, nervenaufreibend etc. Ich arbeite in der öffentlichen Verwaltung und möchte hier bleiben. Das geht auch mit Wirtschaftsrecht gut. Der Job ist sicher, d.h. mit 50,60 wird man nicht so leicht gekündigt, es gibt Aufstiegschancen, ich kann gut verdienen und vor allem ist es respektvoll (meistens!) und es gibt klare Regeln und man arbeitet sich nicht dumm und dämlich.

Bei mir sind bei der Berufswahl, vor allem auch durch die ehemalige Krankheit, folgende 3 Aspekte besonders wichtig: 1. Sicherer Job, möglichst auch im Alter 2. Respektvoller Umgang 3. Gute Arbeitszeiten (Work/Life-Balance auch).

Nun habe ich einen guten Weg für mich gefunden und bin zufrieden. Von den Leuten um mich herum seh ich alles: Einige haben Jus oder Medizin studiert und finden da ihre Berufung, viele andere Leute haben eine gewisse Richtung eingeschlagen, aber wechseln innerhalb dieser Richtung immer mal wieder. Und ein genügender Prozentteil, ja, bei dem habe ich den Eindruck, die haben vorne und hinten nicht herausgefunden was sie im Berufsleben wollen.

Wie sieht es bei euch auch? Welche Aspekte sind euch bei der Berufsauswahl besonders wichtig? Worauf habt ihr geachtet und worauf würdet ihr im Nachhinein achten? Seid ihr angekommen? Erzählt doch mal...:)
 
  • #2
Da fällt mir gerade auf: Ja ich weiss dass es in D Frisör und nicht Coiffeur, Geldbörse anstatt Portemonnaie und Kulturbeutel anstatt Nécessaire heisst....wir haben in der Schweiz viele französische Ausdrücke ;) Wir sagen auch Troittoir anstatt Gehsteig.

"Ein Job der sicher ist" -->"Ein Job WO sicher ist"-->vom Schweizerdeutschen abgeleitet ;)
 
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  • #3
folgende 3 Aspekte besonders wichtig: 1. Sicherer Job, möglichst auch im Alter 2. Respektvoller Umgang 3. Gute Arbeitszeiten (Work/Life-Balance auch).
Bei mir ging es immer nur nach Interesse, alles andere war mir komplett egal.
Zuerst eine Fachschule, dann ein Studium in einer komplett anderen Richtung. Einige Zeit unselbständig, dann freiberuflich im Studienfach gearbeitet. Jetzt mache ich wieder komplett etwas anderes. Alles Bestens. Aber eine Familie mit Kindern war auch nie ein Wunsch von mir, deshalb Sicherheit, Einkommen und gute Arbeitszeiten völlig egal.
ErwinM, 52
 
  • #4
Ich hab mir das nicht ausgesucht, es hat mich ausgesucht. Ich wollte das gar nicht machen, doch es wurde mein Leben. Manchmal muss man sich offenbar hingeben. Verdienst, Zukunft war mit völlig egal. Wahrscheinlich deshalb erfolgreich weil mir das nicht wichtig war. Um die Frage zu beantworten : gar nicht.
 
  • #5
Wann habt ihr euch intensiv mit der Berufswahl auseinander gesetzt?
Mit 14 fing es das Interesse an, mit 16 war es dann schon ziemlich konkret. Ein paar Monate vor dem Abi wusste ich was ich wo studieren will und das habe ich dann auch gemacht.

Weil die beruflichen Möglichkeiten nicht so gut waren (ich wollte in die Forschung, aber da war alles besetzt), habe ich den Beruf in der Praxis (Beratung) ausgeübt - nicht meins, zu viele Menschen.
Nach 3 Jahren habe ich den Umstieg in die IT gemacht, erst kurze knackige Fachausbildung und dann neben der Berufstätigkeit noch ein Informatikstudium, weil ich wusste: da bin ich richtig, davon will ich mehr und auf garkeinen Fall Langeweile.

Welche Aspekte sind euch bei der Berufsauswahl besonders wichtig?
Bloss keine Langeweile. Ich könnte nicht immer das gleiche mit den gleichen Leuten machen. Projekte waren meins und auch die schnelle technische Weiterentwicklung. Selbst als ich schon eine alte Schachtel war, war ich immer in allen New Techonology Projekten in Leitungsfunktionen.

Viel arbeiten hat mich nie gestört, war aber mit meinem Exmannn ein immerwährendes Konfliktfeld. Das Geld hat er gern genommen, aber den Preis dafür wollte er nicht zahlen (meine Abwesenheiten, meine persönliche Weiterentwicklung).

Mir war immer wichtig, dass ich
- keinen Job mit permanenter Reisetätigkeit habe, obwohl es die letzten Jahre dazu kam und mir dann erstaunlich egal war. Aber da war ich geschieden und dercDruck vom Exmann fehlte.
- nicht als Freelancer mir ständig einen neuen Job suchen muss (Selbstmarketing ist nicht meins), sondern zwar fest in einer Firma arbeite, da aber ähnlich abwechslunsgfeich unterwegs bin wie ein Unternehmensberater
- einen sicheren Job habe, damit ich den Kopf frei habe für die eigentliche Arbeit
- ein Arbeitsumfeld ohne künstliche Konkurrenz und Rumhackerei untereinander
- ein gutes Gehalt für ein komfortables Leben habe
- selbstständig arbeiten kann, Vorgesetzte habe, die mir vertrauen und mich machen lassen, statt mich kleinteilig kontrollieren zu wollen.

Auf exakt das gleiche, was ich gemacht habe:
- gehen, wenn es nicht passt in der Firma/mit Vorgesetzten
- gehen, wenn sich kein Entwicklunsgpotenzial bietet
- gegen, wenn sich was besseres bietet
- umentscheiden, wenn man den falschen Beruf gewählt hat oder nicht da einsteigen kann, wo man hinwill. Nochmal neu starten und dabei keine halben Sachen machen.
- alles nur einmal sagen, danach konsequent handeln.

Absolut. Ich war total glücklich in in meinem Beruf und vermisse meinen Job, das zusammenarbeiten mit bestimmten Kollegen noch immer.
 
  • #6
Schreibst Du eine Magisterarbeit über die Lebensplanung des deutschen Michels?
 

Laleila

Cilia
  • #7
Als Kind wollte ich alles Mögliche werden, Bibliothekarin, Autorin, Lehrerin, Grafikerin.
Als es soweit war und ich das Abi in der Tasche hatte, begann ein Studienmarathon. Malerei und Grafik, Gebärdendolmetschen, Psychologie, Philosophie, Kommunikations- Medienwissenschaften, Soziologie....
Alles war interessant, und ich konnte mich nicht entscheiden. Tat es nach einiger Zeit doch und wollte in die Wissenschaft, landete dann aber in einem Beruf, für den einer der abgebrochenen Studiengänge Grundlage war, dann Auslandsjahre, berufliche Neuorientierung, kompletter Quereinstieg ( hier war ausschlaggebend, dass ich remote und Projektbezogen arbeiten konnte)
Irgendwann dann Ausstieg aus dem bezahlten Arbeitsleben.

Und selbst heute fiele es mir noch schwer mich auf einen Job festzulegen der mir wirklich und in seiner Gesamtheit Spaß machen würde. Mein Sternzeichen ist wohl eierlegende Wollmilchsau mit Aszendenten Flugchamäleon. .... Oder so.

Gleich ist Mitternacht und ich muss noch Parfum auflegen, da ich gleich den Geist der Weihnacht erwarte.

Ein frohes Fest Euch Allen ❣️
 
  • #8
Bei mir ging es immer nur nach Interesse, alles andere war mir komplett egal.
Das war bei mir auch so. Ich hatte nicht den Plan, Ärztin zu werden - über den Arztberuf und was dieser bedeutet, habe ich mir in der Schule null Gedanken gemacht. Es gab auch keine Ärzte in meiner Familie, so dass ich kein (ggf abschreckendes) Vorbild hatte.

Getrieben haben mich ein unstillbarer Wissensdurst und Neugierde. Schon als 8jährige habe ich fasziniert eine tote Amsel seziert und die Organe nach Farbe sortiert. Später gruselte ich mich wohlig beim Durchstöbern eines alten Pschyrembels aus den 70ern meiner Eltern. All die Fotos von Raucherbeinen und Würmern in Augen! Neben Literatur und Geschichte brannte ich für Biologie und Chemie. Ich wollte Medizin um des Wissens willen studieren. Ich war gierig danach all dieses Wissen zu haben und all diese Wunder zu entdecken. Was später würde, egal, habe ich naiv ausgeblendet.

Und schwups war ich Ärztin und fand mich in der 60h-Kliniks-Mühle wieder, auf die das Studium nicht vorbereitet und in der man verheizt wird. Und Glück gehabt: Es machte mir Spaß. Jeder Tag war spannend und die Arbeit mit Menschen liegt mir sehr. Darin bin ich wirklich gut. Ich habe zwei Fachärzte und mehrere Zusatzbezeichnungen gemacht und bin dann vor den Arbeitsbedingungen im Krankenhaus (Schichtdienst, hohe Wochenarbeitszeit, starre Hierarchien, Verschleiß) in die Praxis geflohen. Die beste Entscheidung meines Lebens! Weiterhin mein geliebter Beruf, aber nur noch von Mo bis Fr. Was ein Leben.
Aktuell arbeite ich angestellt, möchte aber nach der Familiengründung einen Sitz kaufen und mich selbstständig machen. Es geht also spannend weiter. Und Weiterbildung bis Lebensende. Langeweile gibt es nicht. Das wäre mein Tod, ein öder immer gleicher Job.

Deshalb @Meltan : Such dir etwas, wofür du brennst, das ich meiner Meinung nach das Wichtigste.

W37

Ps. Und frohe Weihnacht euch!
 
  • #9
Meltan, warum suchst Du nicht mal Deinen eigenen Weg.
Setzt Deine Marken, Ziele, überlegst was Du willst, wohin Du willst?
Das Leben anderer mag Impulse setzen, aber willst Du Dein Leben oder das anderer?
 
  • #10
@pixi67 Ja so in der Tat.

@Max-i-mum Ich werde im Endeffekt immer selber machen, was ich will. Ich finde es interessant, worauf die Leute achten. Das heisst nicht, das ich das Leben anderer leben will ;)
 
  • #11
Deshalb @Meltan : Such dir etwas, wofür du brennst, das ich meiner Meinung nach das Wichtigste.
Danke. Ja, das sagen alle. Ich brenne für verschiedene Aufgaben. Eine Aufgabe im Projektmanagement in der Öffentlichen Verwaltung, dafür würde ich auch brennen!

Du hattest auch Glück, aber der Wechsel in die Praxis war sicher auch notwendig. Ich möchte eben vor allem auch die "Arbeitsbedingungen" anschauen. Meine wenn es Respekt gibt, die Arbeitszeiten gut sind und die Arbeit spannend, dann mag ich meine Arbeit sehr. Wenn ich aber brenne für 1 Thema aber die Bedingungen so katastrophal sind, dann bringt die ganze Leidenschaft auch nichts. Weil die schlechten Arbeitsbedingungen alles kabutt machen. Verstehst du?
 
  • #12
Das ist bei allen anders.
Ich bewundere Menschen, die ganz genau wissen, was ihre Berufung ist. Mein Vater ist so einer. Das ist toll. Aber eben seltener. Meine Mutter hat tausend Sachen ausprobiert und konnte sich für vieles begeistern, das ist auch schön.
Ich selbst wusste nur, naturwissenschaftliche Fächer interessieren mich. Ich hab aus Interesse studiert und wusste bis zum Diplom nicht, was ich danach mache. Dann hat sich da von selbst der Weg ergeben. Hätte ich früher nie gedacht, jetzt macht es mir Spaß. Ich habe aber auch andere Hobbys und lebe nicht allein für den Job; das könnte ich nicht, denke ich. Ich brauche nicht viel Geld, aber Zeit für mich und nette Kollegen. Hab ich alles.
Du findest deinen Weg schon. Hör dich immer um, was es mit dem Studium noch für ungewöhnliche Jobs gibt. Auf manches kommt man auf die Schnelle gar nicht.
W, 38
 
  • #13
Als Kind wollte ich Seemann werden ob als Nautiker oder Techniker war mir egal. Dann wird man älter und vergisst die Kinderträume. Ich habe dann angefangen zu studieren mit dem Ziel möglichst lange zu studieren und bloss nicht arbeiten zu müssen. Blöderweise bekommt man nach Ende der Regelstudienzeit kein Geld mehr. Ich habe also während meines Studiums immer viel gearbeitet. Ich habe dabei viele Branchen kennen gelernt. Ich wäre gerne bei Mercedes am Band geblieben. Aber die wollten keine abgebrochenen Studenten auch nicht die, die sich als Sommerjobber bewährt hatten.
Bin dann älter gewörden, kein Student mehr, dann einen gescheiterten Versuch mit Selbstständigkeit gemacht und dann arbeitslos geworden. Danach war es mir fast egal was ich mache, Hauptsache die Kohle stimmt.
Ich habe nie zielgerichtet auf einen bestimmten Beruf hin agiert. Im Nachhinein würde ich einiges anders machen, allerdings bin ich im Großen und Ganzen mit einem Berufsweg zufrieden. Insbesondere die 15 Jahre als Uni-Jobber haben mir viele Einblicke gegeben.
 
  • #14
Boah ich wusste gar nicht was ich machen wollte, als Kind sowas wie Tierärztin 🤣 so typisch Mädchen irgendwie.
Ich war lange planlos deshalb habe ich auch Abitur gemacht, vielleicht ist man dann schlauer dachte ich.. aber ne irgendwie nicht. Es gibt so viele Möglichkeiten, also ich hatte mich für verschiedene Studienfächer beworben aber eben auch eine Zusage gehabt für eine schulische Ausbildung zur Physiotherapeurin (wollte am liebsten dann irgendwann eine eigene Praxis eröffnen) allerdings wäre diese Ausbildung mit hohen Kosten verbunden gewesen (meine Mutter hätte mir diese bezahlt, ca. 400€ Gebühren im Monat + Auto, Sprit etc.) ich wollte das nicht annehmen aber auch keinen Kredit aufnehmen und ich hatte mehrere Zusagen für ein Studium an verschwinden Unis zB. in Hannover, Leipzig oder auch hier in der Gegend - hab mich dann für Wirtschaftswissenschaften entschieden, Lehramt wäre auch dabei gewesen.
Also planlos erstmal das gemacht, hörte sich gut an und ist günstiger als eine schulische Ausbildung, joa aber irgendwie so nach dem ersten Semester gemerkt ist nicht so toll, paar Prüfungen geschrieben BWL zum Teil bestanden aber Mathe und ich sind keine Freunde, da hab ich schon gedacht das wird nichts also besser eine Alternative suchen bevor ich nach zwei Versuchen versage.. dann zwar das zweite Semester angefangen aber nur so Alibi-mäßig und nebenbei einen Ausbildungsplatz gesucht (war spät dran für das gleiche Jahr)
Ich hatte dann tatsächlich auch noch die Wahl zwischen verschiedenen Berufen. Hab mich für Steuerfachangestellte, Industriekauffrau und Kauffrau im Groß und Außenhandel beworben und mich dann für Industriekauffrau entschieden, hab einige Abteilungen durchlaufen und wollte dann entweder Logistik machen oder aber Buchhaltung, hatte dann auch das Glück mir aussuchen zu dürfen in welchem Bereich ich übernommen werde, ganz ohne selber zu fragen: Produktentwicklung, Logistik oder Buchhaltung. Hab mich dann für die Buchhaltung entschieden und mal sehen wohin meine Reise noch geht :)
Also Hebamme könnte ich mir tatsächlich auch vorstellen. Es gibt viele tolle Berufe🙂
Ich finde es ergibt sich schon irgendwie etwas, man findet seinen Weg, zumindest wenn man will 😌

W 27
 
  • #15
Für mich hat sich das hin zum Abitur entwickelt. Mit 14 Pilot, dann Technik allgemein. Später im Studium und Beruf war ich immer breit aufgestellt, wollte forschen und verstehen, habe öfter mal gewechselt und die Gelegenheiten ergriffen, die sich boten. Das ergab eine Reihe Abschlüsse und freie Auswahl. Ich liebe Abwechslung.
Eine Aufgabe im Projektmanagement in der Öffentlichen Verwaltung, dafür würde ich auch brennen!

Ich möchte eben vor allem auch die "Arbeitsbedingungen" anschauen. Meine wenn es Respekt gibt, die Arbeitszeiten gut sind und die Arbeit spannend, dann mag ich meine Arbeit sehr.
Zeit war für mich nie ein Kriterium, ich hatte immer Spaß an dem, was ich tue und habe nie auf die Uhr geschaut. 9 to 5 in einer Verwaltung wäre mir zu langweilig. „Brennen“ im Zusammenhang mit einem ruhigen Job in der Verwaltung könnte ich nicht.
 
  • #16
Meine Antwort auf deine Frage:
Wann habt ihr euch intensiv mit der Berufswahl auseinander gesetzt?
Meine Lebenserfahrungen mit mir und auch mit sehr vielen Menschen sind die, dass aüßerst erfolgreiche Menschen meist im Zweit-Dritt und oder erst noch später zum Erfolgdurchbruch in Leidenschaft gekommen sind!
 
  • #17
Zeit war für mich nie ein Kriterium, ich hatte immer Spaß an dem, was ich tue und habe nie auf die Uhr geschaut. 9 to 5 in einer Verwaltung wäre mir zu langweilig. „Brennen“ im Zusammenhang mit einem ruhigen Job in der Verwaltung könnte ich nicht.
Vielleicht nicht "Brennen", dafür aber sehr mögen und schätzen ;)

Ich kenne Leute die brennen total für Wirtschaft oder Recht oder Medizin, aber die katastrophalen Arbeitsbedingungen machen ihnen sehr zu schaffen, sodass sie ihren Job sogar hassen.

Mir ist Freizeit sehr wichtig. In der Verwaltung hat man einen ziemlich sicheren Job, gutes Salär, (normalerweise) Respekt und gute Arbeitszeiten inkl. Ferien.
 
  • #18
Ich kenne Leute die brennen total für Wirtschaft oder Recht oder Medizin, aber die katastrophalen Arbeitsbedingungen machen ihnen sehr zu schaffen, sodass sie ihren Job sogar hassen.
Katastrophal ist immer relativ, aber natürlich hast Du Recht, dann macht es keinen Spaß.
Mir ist Freizeit sehr wichtig. In der Verwaltung hat man einen ziemlich sicheren Job, gutes Salär, (normalerweise) Respekt und gute Arbeitszeiten inkl. Ferien.
Ansichtssache. Ich habe immer Spaß daran gehabt, mich in Themen reinzuhängen, die für mich interessant sind. Ein anderer Einstieg, zunächst sicher mühsamer, aber später entspannter. Du hast das dann umgekehrt. Ich fand es so besser. Heute kann ich selbst entscheiden.

Fröhliche Weihnachten allerseits🎄
 
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  • #19
Katastrophal ist immer relativ, aber natürlich hast Du Recht, dann macht es keinen Spaß.

Ansichtssache. Ich habe immer Spaß daran gehabt, mich in Themen reinzuhängen, die für mich interessant sind. Ein anderer Einstieg, zunächst sicher mühsamer, aber später entspannter. Du hast das dann umgekehrt. Ich fand es so besser. Heute kann ich selbst entscheiden.

Fröhliche Weihnachten allerseits🎄
Zum Beispiel wenn du Medizin liebst, du jedoch nicht 60h in der Woche arbeiten kannst als Assistenzarzt. Oder du liebst Zahlen und bist gerne Wirtschaftsprüfer. Die Firmen machen aber so Druck, dass du täglich 12h arbeitest und trotzdem nicht intensiv hinter die Zahlen blicken kannst. Das frustriert ungemein und macht körperlich kabutt. Ich pers. könnte nicht auf Dauer 12h arbeiten.

Warum muss es bei mir unbedingt umgekehrt sein? Es ist auch hier nicht easy peasy. Um Aufzusteigen muss man sich immer anstrengen.

Joyeux Noel!
 
  • #21
Bei mir war schon früh klar, dass ich irgendwas mit Sprachen mache.
Geboren und aufgewachsen in Frankreich und durch den Beruf meines Vaters (hochrangiger Verbindungs-Offizier zu den Franzosen und Amerikanern) in mehreren Ländern zur Schule gegangen, habe ich Sprachen immer schon geliebt.
Deshalb natürlich Französisch und Englisch als Leistungskurse belegt.
Das Schreiben hat mir immer schon Spaß gemacht - also Fremdsprachenkorrespondentin gelernt.

Heute würde ich vermutlich eher Hebamme oder Kinderkrankenschwester/Ärztin werden, da ich ja so kinderverliebt bin 😉.

Nichtsdestotrotz habe ich durch meinen Beruf (besonders vor meiner Ehe) interessante Menschen kennengelernt, da ich eine Weile im selben Headquarter wie mein Vater gearbeitet habe.

War eine tolle Zeit!

Jetzt ist mein Vater bald 90 und die Zeit mit den verschiedenen Streitkräften nur noch Erinnerung. Schade.
 
  • #22
Mir steht eine solche ernsthafte Auseinandersetzung erst bevor.

Aus gesundheitlichen Gründen kann ich in meinen alte Tätigkeit nicht zurück.
Da Gesundheitsfürsorge vorgeht, kann ich mir aber Zeit lassen.
 
  • #24
Nächste Frage. Wann habt ihr euch intensiv mit der Berufswahl auseinander gesetzt?
Als Kind wollte ich immer Prinzessin werden, die ernsthaftere Auseinandersetzung kam bei mir erst während des Abiturs, da hatte ich verschiedene Pläne, wollte alles und nichts und hab mich dann ironischerweise für ein für mich absolut ungeeignetes Studium entschieden, das viel Disziplin und Aufwand erforderte und in reiner Theorie überwiegend langweilig und trocken war wie ein alter Betonkeks. Darunter hab ich sehr gelitten und zum Glück abgebrochen.

Dann in Richtung Wirtschaftsinformatik studiert, parallel bei einem IT-Systemhaus gearbeitet und mache aktuell den Master in dieser Richtung, bin sehr zufrieden, am IT-Umfeld schätze ich neben der reinen Fachlichkeit besonders die Kollegen, häufig sachlich und kompetent, aber locker und angenehm im Umgang, wenig spießig.

Rückblickend muss ich heute sagen, dass ich nach dem Abi erst einmal eine Ausbildung (Richtung IT) hätte machen sollen und danach hätte ggf. noch studieren sollen.

Behörde ist in puncto Sicherheitsaspekt für viele ja attraktiv, kann ich nachvollziehen. Der Nachteil an der Arbeit bei Behörden ist für mich persönlich aber wenig innovativ, bürokratisch und häufig langsam, starr und prozesslastig. Hätte ich irgendwas in Richtung Finanzen oder Recht gemacht, wäre das aber auch meine erste Wahl
 
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