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  • #1

Wann hat man endgültig abgeschlossen?

Ich habe da ein Problem und würde gerne mal die Sichtweise Außenstehender dazu hören.
Mein Frau hat mich vor etwas über 2 Jahren nach einer ca. 28 jährigen Beziehung verlassen.
Wie sich im Nachhinein herausstellte, ist sie in den letzten Jahren mehrmals fremdgegangen.
Da wir zwei Kinder haben, die wechselweise bei ihr und bei mir wohnen, müssen wir uns öfter absprechen. Das bedeutet, eine richtige Kontaktsperre ist leider nicht möglich.
Die erste Zeit nach der Trennung hatte ich ein unbeschreibliche Wut. Da ich mit der Situation nicht so richtig klar kam, informierte ich mich und las ein Buch zur Trennungsbewältigung.
Mit der Zeit wurde es besser und die Wut war nicht mehr so groß, aber nie ganz weg.
Zwischenzeitlich verstanden wir uns sogar wieder so gut, dass wir auch mal einen Kaffee zusammen getrunken haben.
Inzwischen dachte, dass ich die Trennung einigermaßen verarbeitet hatte und lernte auf einer SB eine Frau kennen, mit der ich mich ca. 4 Monate traf, leider wurde dann doch nicht mehr daraus.
Obwohl das schon eine Weile her ist, merke ich, wie die Wut auf die Ex wieder größer wird.
Jetzt lese ich immer wieder, man sollte erst eine neue Beziehung eingehen , wenn man mit der alten Beziehung abgeschlossen hat und dass man eine Trennung erst endgültig verarbeitet hat, wenn man dem Expartner verziehen hat.
Ich möchte nicht nachtragend klingen, aber ich glaube kaum, dass ich meiner Ex jemals verzeihen werde, was sie so alles getan hat.
Kann man nicht auch abschließen, ohne bei sich selbst nach Fehlern zu suchen, wenn der Expartner einen über längere Zeit betrogen hat?
Das soll nicht heißen, dass ich völlig fehlerfrei bin. Ich bin halt nur der Meinung, dass wenn etwas nicht in Ordnung ist, man darüber sprechen muß und sich nicht einfach den nächsten sucht.
Ich würde gerne wieder jemanden an meiner Seite haben, möchte aber keinen Ersatz für meine Ex.
Auch könnte ich mir auf keinen Fall vorstellen, jemals wieder etwas mit meiner Ex anzufangen.
An alle, die ebenfalls verlassen worden sind:
Habt ihr eurem Expartner verziehen, bevor ihr eine neue Beziehung eingegangen seid, oder seid ihr der Meinung, dass ihr mit eurer alten Beziehung abgeschlossen habt, obwohl ihr noch manchmal auf den Expartner wütend seid?
Bin gespannt auf eure Antworten

m, 46
 
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  • #2
Lieber FS, ich bin nach 17 Jahren von meinem Exmann für eine andere Frau verlassen worden, quasi von heute auf morgen, ohne irgendwelche Vorzeichen. Die Scheidung war eine einzige Schlammschlacht von seiner Seite aus, er war absolut berechnend und unfair und seine "Neue" hat ihn total gegen mich aufgehetzt. Die ersten Jahre kamem bei mir immer wieder Wut und Hass hoch, ich wünschte ihm die Pest an den Hals. Dann habe ich gemerkt, dass ich mir mit dieser Einstellung nur selber im Weg stehe und habe an mir "gearbeitet". Ich konnte ihn irgendwann emotional loslassen und die Wut und der Hass waren weg. Im Nachhinein hat die Trennung mein Leben um 180 Grad verändert, was auch gut ist. Es ist mir inzwischen völlig egal, was mein Exmann macht und wie er lebt. Er interessiert mich einfach nicht mehr. Der Weg dahin ist lang, je nachdem, wie lange eine Beziehung gedauert hat. Mir haben entsprechende Bücher über Trennung/ Trauerarbeit sehr geholfen.
 
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  • #3
Habt ihr eurem Expartner verziehen, bevor ihr eine neue Beziehung eingegangen seid, oder seid ihr der Meinung, dass ihr mit eurer alten Beziehung abgeschlossen habt, obwohl ihr noch manchmal auf den Expartner wütend seid?

Ihr ward ja anscheinend zusammen seitdem du 18 bist. Demzufolge war sie vielleicht die erste große Liebe und dann so lange zusammen und auch noch 2 Kinder. Ist doch klar, dass das nicht spurlos an einem vorübergeht.

Mich beschäftigt meine ex-Beziehung auch noch etwas, die Scheidung war vor ca. einem Jahr und ich habe keine neue Partnerin.

Was manche Frauen hier in erster Linie kritisieren, ist wenn der Mann dauernd von der ex-Frau reden muss. Daher die Forderung man müsse die ex-Beziehung abgeschlossen haben, was ich so nachvollziehen kann.

Dass man aber verzeihen können muss, halte ich für übertrieben. Das ist schnell dahergesagt, wenn man die genaueren Umstände nicht kennt; m.E. mehr eine Platitüde.
Und zu welchem Zweck sollte man denn verzeihen? Um "loszulassen"? Das geht m.E. auch anders: indem man die ex-Beziehung als wichtigen Teil seines Lebens ansieht, genauso wie Kindheit und Jugend, Ausbildung, Interessen etc. Sie gehört zur Biographie dazu. Wichtig ist halt, dass man nicht verbittert oder seine Erfahrung auf andere Frauen überträgt.

Wenn du ansonsten einigermaßen heil aus der Sache rausgekommen bist, deine Kinder bei dir hast und es ihnen gut geht und finanziell nicht so bluten musstest, dann hast du es ganz gut getroffen. Es hätte auch schlimmer kommen können.

m
 
  • #4
Hm, es gibt leider Dinge, die man niemals vollständig verzeihen kann.

Mein Ex wollte zusammen mit mir Kinder und hat mich dann mit Baby und chronisch krankem Kleinkind in einer fremden Stadt ohne Freunde oder Familie komplett alleine gelassen. Ich weiß inzwischen, dass dieses Verhalten aus einer extremen Überforderung her kam, aber er hat mir solch einen Stress eingebrockt - und ihn durch cholerisches Verhalten noch verstärkt -, dass ich ihm dies nie verzeihen werde.

Ich war danach auch durch mit der Männerwelt und blieb mehr als zwölf Jahre alleine mit den Kindern.

Aber inzwischen kann ich völlig entspannt darüber sprechen, er hat auch schon die eine oder andere Quittung einstecken müssen für sein Verhalten und ich bin mir im Reinen mit mir und meinen Kindern.

Ich bin mir sicher, dass ich inzwischen wieder beziehungsfähig bin - und, dass Du noch Zeit brauchst. Wahrscheinlich ziemlich lange. Nimm sie Dir, das ist besser als x Frauen in Deine Verarbeitungszeit hineinzuziehen und unglücklich zu machen.
 
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  • #5
Wenn du dich dein ganzes restliches Leben nur darauf konzentrierst, was deine Frau dir alles angetan hat, wirst du nie von ihr los kommen. Selbst wenn du ihr nie alles verzeihst, könntest du dich trotzdem auf dich selbst wieder besinnen und durchaus auch wieder eine neue Partnerschaft eingehen. Aber belästige deine neue Partnerin bloß nicht damit, dass du dann jeden Tag über deine Exfrau schimpfst.
 
  • #6
Hallo FS,

Bei mir waren es 23 Jahre und viele davon im Nachhinein wirklich nicht so toll, wo ich inzwischen froh bin, dass es so gekommen ist und das Leben geht weiter. Du solltest versuchen keine Gedanken mehr an die Ex zu verschwenden, da es eigentlich egal ist, ob du ihr verzeihen kannst oder nicht. Das Verzeihen oder die Gleichgültigkeit kommt irgendwann von allein. Ich stehe meine Ex nach zwei Jahren fast emotionslos gegenüber, da ich sie jetzt sehr gut einschätzen kann und mich nicht mehr frage, wie ein Mensch so sein kann.
 
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  • #7
Hier der FS.

Erstmal danke für die Antworten.
Vielleicht muss ich noch ein paar Dinge gerade rücken.
Dann habe ich gemerkt, dass ich mir mit dieser Einstellung nur selber im Weg stehe und habe an mir "gearbeitet". Ich konnte ihn irgendwann emotional loslassen und die Wut und der Hass waren weg.
Auch ich merke, dass ich mir mit dieser Wut selber im Weg stehe, aber ich wünsche mir ja nicht wütend zu sein, sie ist einfach da und ich weiß nicht, wie ich sie abstellen oder ignorieren kann.

Wenn du ansonsten einigermaßen heil aus der Sache rausgekommen bist, deine Kinder bei dir hast und es ihnen gut geht und finanziell nicht so bluten musstest, dann hast du es ganz gut getroffen. Es hätte auch schlimmer kommen können.
Finanziell ist alles o.k.. Wir arbeiten beide in Vollzeit und wir teilen uns die Betreuung hälftig.

Aber belästige deine neue Partnerin bloß nicht damit, dass du dann jeden Tag über deine Exfrau schimpfst.
Mit der Frau, mit der ich mich die 4 Monate getroffen hatte, habe ich mich kaum über meine Ex unterhalten und wenn nur sachlich und über allgemeine Themen wie Arbeit, wir wir die Geburtstage der Kinder händeln usw. Ich habe mich nie negativ über die Ex geäußert.

Das Problem ist, dass ich schon einmal viel weiter war, die Wut fast weg war, und es mir eigentlich schon wieder einigermaßen gut ging. Jetzt ist diese Wut wieder sehr präsent, sie tut mir definitiv nicht gut und möchte sie wieder loswerden, weiß nur nicht wie.
Auch sitze ich nicht nur zuhause und denke an die alte Zeit zurück. Ich mache sehr viel Sport(4-5 mal die Woche), treffe mich regelmäßig mit Freunden und habe ja auch noch ca. jede zweite Woche meine Kinder.
Vielleicht hat ja hier jemand einen Tipp, wie sie oder er es geschafft hat aus dieser Phase herauszukommen.
 
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  • #8
Lieber FS,

bevor ich eine neue Beziehung angefangen habe, habe ich zumindest mental mit dem Ex abgeschlossen. Manche Sachen konnte ich einfach nicht verzeihen, aber die Beziehung war
eben vorbei und ich war bereit für jemand Neues.

In der neuen Beziehung habe ich nie an den Ex gedacht, sondern mich gefreut, dass es mit dem
neuen Partner viel besser funktioniert!

w, 39
 
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  • #9
Was meinst du mit 'abschließen' ?

Ich war mit dem Vater meiner Tochter nur die ersten drei Jahre zusammen und die waren schon nicht schön.
Wir trennten uns und ich habe ein paar Jahre immer gehofft, dass er zurückkommt.
Danach ein paar Jahre, dass er es bereut, mich verloren zu haben.
Beides ist natürlich nicht eingetreten.

Einer der Gemeinheiten damals, als wir zusammen waren war seine hämische Kritik an meinem Übergewicht.
Als meine Tochter etwa 15 war, erzählte sie mir, er habe mich auf der Straße gesehen und gedacht, ich sei sehr attraktiv.
Ich hatte inzwischen 50 kg abgenommen.
Habe kurz in mich hinein gehorcht und gemerkt, dass es mir nur egal ist, wie er mich jetzt findet.
DA wußte ich, es ist vorbei.
Nach 12 Jahren !
Mies, nicht ?
Ich hoffe, bei dir geht's schneller.

'Verzeihen' kann ich ihm aber bis heute nicht.
Ich finde ihn doof und will nichts mit ihm zu tun haben.
Nichts weiter.
 
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  • #10
Auf Deine Frage konkret: Man hat abgeschlossen, wenn einem der/die Verflossene egal ist. D.h.
Du denkst dann praktisch nicht mehr daran und wenn Du daran erinnert wirst, erscheint es Dir als
Neutrum.

Doch bist man soweit ist vergeht eine unterschiedlich lange Zeit. In dieser Zeit hat man Groll, Trauer,
manchmal sogar Hassgefühle Es dreht sich alles um den Expartner an die Vergangenheit. Man ist zu dieser Zeit auch nicht fähig wieder Gefühle für einen neuen Partner zu entwickeln. Beim ir dauerte es gute 2 1/2 Jahre. In dieser Zeit wollte ich auch keinen neuen Partner sehen. Ich kann nur anraten - wie man hier auch immer wieder liest- in dieser Zeit keine neuen Beziehungen einzugehen, denn diese werden zwangsläufig scheitern, da man noch zu fest mit Gefühlen beim alten Partner ist.

Es ist ein Abschiednehmen ähnlich wie bei einem Todesfall und das braucht seine Zeit je nachdem wieviele Jahre man zusammen war und wie tief die Liebe einmal war. Lass Dir diese Zeit ,damit Du nachher unbeschwert eine neue Zukunft aufbauen kannst ohne Altes in die neue Partnerschaft mitzunehmen.

Uebrigens dachte ich auch dieser Groll geht niemals weg. Doch das wird er, durch die Jahre werden die schlechten Erinnerungen immer mehr verbleichen. Das Einzige was bleibt und das ist auch gut so, dass man später vorsichtiger ist in der Partnerwahl.

Alles Gute!
 
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  • #11
'Verzeihen' kann ich ihm aber bis heute nicht.
Ich finde ihn doof und will nichts mit ihm zu tun haben.
Nichts weiter.

Das sehe ich ganz genauso!!!

Ich wurde nach 11 Jahren -harmonischer Beziehung- von heute auf morgen abserviert und ausgetauscht. Es ist nun 2 Jahre her und eigentlich kann ich ganz gut mit dem Thema umgehen.
Es ist vorbei!! Wir haben auch seit 8 Monaten keinen Kontakt mehr. Was mir sehr geholfen hat. Aber doch gibt es immer wieder Momente die mich zurück reißen..die wird es bestimmt immer geben..
Nun steht ein runder Geburtstag einer gemeinsamen Freundin an. Und ich stelle mir seit Tagen die Frage gehe ich hin?? Eigentlich sollte mir egal sein wer da ist und wer nicht. Ist es aber noch nicht.

Diese Menschen waren sehr lange Teil unseres Lebens.. Es dauert einfach seine Zeit.
 
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  • #12
Hier nochmal der FS!
Wir haben auch seit 8 Monaten keinen Kontakt mehr. Was mir sehr geholfen hat.
Das ist ja genau mein Problem. Da wir Kinder haben, die wie gleichermaßen betreuen, müssen wir uns häufig absprechen und somit auch Kontakt halten.
Meine Ex hatte sich die erste Zeit sehr zurückgezogen, was unsere gemeinsamen Freunde angeht.
Selbst die Frauen meiner Freunde haben mich zu ihren Geburtstagen oder Partys eingeladen und nicht sie.
Falls sich das ändern sollte und sie auch eingeladen wird, würde ich im Moment wahrscheinlich nicht hingehen.
Man ließt immer wieder, dass man erst abgeschlossen haben sollte, bevor man eine neue Beziehung eingeht. Als ich mich mit der Frau, die ich in der SB kennengelernt habe, getroffen habe, mußte ich eigentlich gar nicht an die Ex denken. Es war mir völlig egal was sie macht oder wie es ihr ging. Zu der Zeit hätte ich gedacht, dass für mich die Sache mit meiner Ex verarbeitet ist.
Nur jetzt, wo die Sache mit der Frau vorbei ist, muss ich wieder öfter an die Ex denken und dann kommen auch diese "Wutgefühle".
Ich hoffe, es dauert bei mir nicht auch 12 Jahre, wie hier jemand berichtete.
 
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  • #13
Ich hoffe, es dauert bei mir nicht auch 12 Jahre, wie hier jemand berichtete.

Kann sein, dass Sie da etwas falsch verstanden haben.
Ich erinnere mich an den Fall, wo so eine seltsame Beziehung 12 Jahre zurücklag und dann erst ein Neuer kam. Allerdings nannte sich der Neue mit demselben Vornamen wie der Vorige, so dass es zu leichten Verwirrungen kam.
Inzwischen sind die tatsächlichen Identitäten aufgeklärt (gegen einige anonyme Personen mit aufgedeckten Identitäten läuft ein Strafverfahren da es dadurch auch zu einem grösseren finanziellen Verlust kam) und diejenigen, die unwissentlich noch zur Verwirrung beigetragen haben dürften ein entsprechend schlechtes Gewissen haben, kann man da nur hoffen.
 
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  • #14
Hier der FS

Anmerkung der Moderation:
Es lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen, ob es sich tatsächlich um Fragesteller handelt. Möchten Sie in Ihrem eigenen Thread antworten, registrieren Sie sich bitte.
 
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  • #15
Aus meiner Sicht muss man (frau) nicht zwangsläufig erst verzeihen, um eine Beziehung als abgeschlossen zu betrachten. Aber Deine Wut ist ein Zeichen dafür, dass Du noch nicht abgeschlossen hast. Hier würde ich ansetzen. Du musst ihr nicht verzeihen, aber vielleicht Dir selbst? Was auch immer, das wirst Du selbst am besten wissen.

Ich habe ebenfalls lange gebraucht, eine traumatische Trennung zu verarbeiten (3 Jahre). Da waren sehr lange, sehr viele negative Gefühle, die Wut blieb am längsten. Erst als die Wut ging konnte ich wirklich loslassen und wieder unbeschwert mein Leben leben ... und mich offenen Herzens auch wieder richtig verlieben.

Im Rückblick betrachtet ging die Wut erst dann, als ich meinen eigenen Anteil anerkannt habe ...

Vielleicht ist das eine Denkanregung für Dich ... alles Gute!
 
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  • #16
FS, Du bist jetzt in einem Alter, wo Du Dich von Deinem ursprünglichen Lebensmodell "Familie" verabschieden musst. Vermutlich hast Du dieses Modell bewusst gewählt und gerne gelebt. Nun ist diese Zeit vorbei und die nächste Beziehung wird ganz anders sein und ganz neue Anforderungen an Dich stellen. Diese Umstellungsphase ist natürlich geprägt von Fragen und Ängsten. Irgendwie bist Du wohl sauer auf Deine Frau weil sie Dein Lebensmodell kaputt gemacht hat. Die gute Nachricht ist: Man wächst und kann auch ein neues Modell lieben lernen. Sei Deinen Kindern ein präsenter Vater und arbeite nebenher an der Pflege eines neuen Modells. Oder überträgst Du Deine Ängste, dass diese Frau so bald nicht kommen wird als Wut auf Deine Ex? Und die Sorge, dass es wenig Frauen gibt, die einen Mann mit so viel "Kinderpflicht" wollen? Frau, 49
 
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  • #17
Es kann auch gut sein, die Wut rauszulassen. Mein Freund und ich haben immer noch manches Mal eine Wut auf die Ex-Ehepartner. Da verstehen wir uns gegenseitig. Jeder auf seine Art. Wenn man/frau lange in einer Ehe war, die dann aus diesen oder diesen Gründen auseinandergegangen ist, ist es wohl klar, dass man sich das gegenseitig erzählt und emotional dabei auch explosiv ist. Es reibt sich mit der Zeit ab, manches bleibt.
Was soll schlecht daran sein? Jedenfalls besser, als Depri zu schieben. An den "absoluten" Frieden glaube ich nicht.
LG, Ü 50
 
  • #18
Hallo FS,
Wir sind in einer ähnlichen Altersklasse und ticken eventuell dadurch ähnlich.
Das Trennungsverhalten ändert sich altersbedingt. Wenn jünger ist schneller Schluss denke ich.
Mit meiner Frau nach 16 Jahren Scheidung. Kontakt heute ? nur die Überweisung des Unterhalts.
Vorher mehrere Aufwärmversuche gescheitert.

Meine Erholungsphase dauerte ab meinem Auszug aus der ehelichen Wohnung an die 2 Jahre.
Du wirst dir ein neues Privatleben bzw. neue Partnerschaft aufbauen müssen.
Bin erst jetzt Reif für eine neue Beziehung und musste viel an mir arbeiten + verarbeiten.
Man sollte sich für die " Anforderungen des Partnermarktes Fitmachen ".
Hört sich oberflächlich und dämlich an, ist aber so. Du tust es zuerst für DICH.
Als Jammerlappen ohne eingeleitete positive Veränderungen ist man nicht sexy.
Bin jetzt aus meiner Lethargie erwacht mit aufsteigender Tendenz, das wünsche ich dir auch. M 50.
 
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  • #19
Danke Mècano,
bei mir ist es ähnlich wie bei Dir etwas über 2 Jahre her, als meine "Ex" ausgezogen ist.
Mich würde interessieren, was Du aktiv zur Verarbeitung gemacht hast.

Der FS
 
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  • #20
Ja das ist so eine sache , meisten ist der im Vorteil von dem die Trennung aus ging! In meinem Fall meine Ex Frau.Du bist ihnen einfach gleichgültig und sie interessieren sich nicht mehr die Bohne für dich.Du kannst nach den Kindern Fragen was du willst , wenn du Glück hast antwort sie mal irgendwann nee Woche später . Dabei heist es immer " Eltern ein leben lang" nur komisch das meisten die Männer das nur beherzigen. Wenn sie Geld will für die Klassenfahrt der Kinder dann wirst du mit Mails nur so zugeschüttet und wehe du antwortest dann nicht sofort drauf .Dann bist du gleich wieder der Geizige Papa.Ich brauch nur ein einziges Wort falsch zu schreiben wenn ich meiner Tochter schreibe dann bin ich plötzlich nicht mehr gut für meine kinder und mache sie Psychisch krank, und man sollte überlegen den Umgang mit mir einzustellen. Vom vorzeige Papa zum Psychopathen! !! Wie traurig ist das denn ?Ich weis das es ihr am lieben wäre sie könnte mich ganz aus ihrem leben Radieren , und so handelt sie auch leider. Und das schlimme ist sie kommt damit überall durch.Das schlimme ist das Vom Jugendamt noch unterscheiden zwischen laut und leise. Ein paar besorgte Worte meiner Ex und schon ist alles klar .Da kann ja nur der Wütende Vater die Schult haben .Und da wundern die sich noch ? Ich vergleiche das Gefühle eigentlich mit reiner Verzweiflung was anderes ist das nicht mehr. Deswegen sollte man sich zusammen reißen und verdammt noch mal an die Kinder denken , egal wer auch immer für das Debakel verantwortlich ist.Es kann doch nicht sein das man die Vergangenheit über das Glück der Kinder austrägt. Ich weis nicht wo so manch einer die arogans her nimmt das außer acht zu lassen . Es kann mir keiner erzählen das die Kinder nicht bei ihrem geliebten Papi die Traurigkeit und Resignation bemerken würden , kinder spüren alles und was das mal auslösen kann wer weis. Ich bin jedenfall seit dem nicht mehr in der lage eine Beziehung aufzubauen , ich versuche nur irgendwie die zwei Wochen zu überstehen bis sie wieder bei mir sind dann fühle ich mich für zwei Tag wie der Glücklichste Mensch auf der welt . Und dann kommen wieder die zwei wochen wo man sich fragt was am leben noch sinn macht , wenn man das liebste was man im leben hat nicht bei sich hat. Ich werde nie mit der Situation klar kommen das weis ich ! Deswegen denkt an die Zwerge und behandelt euch mit Respekt und zeig ihnen nicht wie man es besser nicht macht .Ich denke auch nur so bekommen beide Partner noch mal eine Chancen wieder am normal leben teil zu haben . Schließlich war da mal mehr , und daraus sind Kinder entstanden.
 
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  • #21
Lieber M 46,

die andere Frau war ein Mann.
Ich war am Boden zerstört.
Nein, ich kann ihm das alles nicht verzeihen.
Er muss von seiner Neigung oder Veranlagung doch gewusst haben.
Wieso fängt er dann mit mir eine Liebesbeziehung an- das ist doch verlogen, oder ?
Hat mir ins Gesicht gelogen. Das tut so weh.
 
  • #22
Lieber FS,
Sehr gerne helfe ich weiter.
Bedenke aber dass meine Angaben aufgrund von möglicherweise abweichenden Lebensverhältnissen auf deine Person adaptiert werden müssen.
Dass lässt sich im großen Ganzen anpassen. Habe bei anderen Threads ähnliches vorgetragen.
Ich bin Unternehmer im Maschinenbaubereich, keine Kinder, und nicht reich.

Nach dem ich gut 1,5 Jahre lang mein Leben auf Arbeit oder vor dem Fernseher verbraten habe
und verfettet bin, musste ich mich einer Operation unterziehen ( hatte Glück, alles behoben ).
Mein Chirurg riet mir dringend meinen Lebenswandel zu ändern, das war die Initialzündung.

1 ) Seit 3 Monaten wieder im Personal Training Modus 3 mal die Woche. es hilft gut.
Motivationshilfe extrem gut, da hat man an Anfang Defizite. Ganzheitlicher Trainingsansatz.
Training bis zur Leistungsgrenze, nur volle Pulle hilft wirklich. Trainer tritt dir in den Hintern.

2 ) Sitzungen bei einer Dipl. Psychologin mit Zusatzausbildung in Hypnose + Körperarbeit.
Die ersten Sitzungen nur geweint und sehr viel Wut. danach Lichtgittertherapie.
Hatte vorher an den Erfolg nie geglaubt, die Ergebnisse sind ermutigend.

3 ) Berufliche Neuorientierung, bin jetzt mehr akquisitorisch tätig, Umgang mit Menschen
Aufgaben abgegeben ( Stressreduktion ) durch die Maßnahmen 1 + 2 verbesserte
Kommunikationsfähigkeit, günstige Reaktion der Mitarbeiter ( schön, Chef wieder der Alte ).

Es klappt auch mit den Frauen, noch keine neue Beziehung aber sehr gute Resonanz.
Ungezwungener Umgang mit tollen Frauen musste ich komplett neu lernen.
So gelassen wie jetzt war ich die letzten 10 Jahre nicht, es ist toll, würde mich freuen
wenn du den Anfang dafür findest, du brauchst aber eine schnelle positive Tendenz
sonst geht die Motivation flöten und du fällst in ein seelisches Loch. M 50.
 
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  • #23
Danke Mècano03!
Ich werde mir mal überlegen, was ich davon für mich übernehmen kann.
Ich glaube, das mit der Motivation kommt wieder, wenn ich wieder mehr Sport machen kann, da ich zur Zeit wegen einer Verletzung nur eingeschränkt meinen sportlichen Aktivitäten nachgehen kann.
Ich bin zwar nicht selbstständig, aber beruflich wird sich für mich demnächst ebenfalls etwas ändern.
Der Sache mit dem Psychologen stehe ich etwas skeptisch gegenüber. Ich habe da während unserer Paartherapie eher negative Erfahrungen gemacht.
Vielleicht hat ja noch jemand hier ein paar Tipps für mich oder kann von eigenen guten Erfahrungen berichten.
Der FS
 
  • #24
Hallo FS bzw. Gast # 22.
Erkundige dich gezielt nach Hypnose + Körperarbeit von richtigen Psychologen.
Hab Mut, es hilft wirklich. Mache keine Werbung für Scharlatane ( die gibt es leider auch ). M 50.
 
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  • #25
Lieber FS,
ich würde dir gerne ein Buch empfehlen.
Ich weiß nicht, ob ich das in diesem Forum darf, oder meine Antwort gleich wegen Werbung rausgeschmissen.
Ich versuch's trotzdem:
"Trennung in Liebe" von Mathias Voelchert
Diese Buch nehme ich immer zur Hand, wenn meine Wut besonders groß ist.
Mein Mann hat mich vor einem Jahr nach 21 Jahren und 3 Kindern, wegen einer Frau verlassen, die 10 Jahre jünger als ich ist. Ich bin finanziell gut abgesichert, selbständig, attraktiv und habe viele Freunde, aber meine Wut (vor allem auf diese neue Beziehung) ist keinen Deut kleiner geworden.
Und irgendwie habe ich sogar das Gefühle, dass meine Wut diese neue Bezieung nährt.
Das Lesen versöhnlicher Texte beruhigt mich in den schlimmsten Phasen, aber auch das Reden und teilweise Lästern mit Freunden.
Ich finde, ihr solltet euch nicht regelmäßig sehen.
Beim Kinder-Übergeben reißen manchmal so komische Gewohnheiten ein. Man sollte diesen Kontakt so gut es geht auf das Allernötigste beschränken, bis du wieder zu mehr in der Lage bist.
(Das schreibt die Frau, die mit ihrem Exmann noch über ein Jahr lang ein Lokal betrieben hat :))

Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht, D.
 
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  • #26
Hallo,
ich habe mit meinem Ex-Mann, bis heute nicht wirklich abgeschlossen.
Und dass, obwohl wir seit 10 Jahren geschieden sind, seitdem keinerlei Kontakt mehr haben und die Trennung von seiner Seite her sehr unfair gewesen ist. Er hat mich jahrelang hintergangen.
Trotz neuen Folgebeziehungen bekomme ich ihn nicht ganz aus dem Kopf und die Trauer und Eifersucht steigt immer wieder in mir hoch.
W.
 
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  • #27
Hallo FS
Bin nach 15 Jahre Ehe und zwei Kindern mit 15 und 9 Jahren von meinem Mann für seine Jugendliebe, die er wieder entdeckt hat, verlassen worden. Diese neue Beziehung hielt nicht lange. Eine Chance für uns beide hat sich aber nicht mehr ergeben. Ich hatte zwischenzeitlich eine Kurzbeziehung mit einem anderen Partner und genau dieselbe Erfahrung gemacht wie Du: Die Wut auf meinen Expartner ist jetzt wieder da, nachdem ich zwischenzeitlich dachte: jetzt habe ich damit abgeschlossen. Das ganze ist jetzt drei Jahre her. Mir wäre lieber, ich könnte keinen Kontakt mehr haben, aber wir sehen uns wegen der Kinderbetreuung und Kinderwochenenden häufig. Und ich muss sagen, das klappt wirklich prima, in dem ganzen Schlamassel, dass wir hatten, das mit den Kindern läuft sehr positiv, auf dieser Ebene ziehen wir nach wie vor am selben Strang. Wenn ich aber gerade mal wieder richtig sauer bin, und diese Wut auf meinen Ex aufsteigt, dann gebe ich mich der auch hin, dann bin ich sauer und lebe das auch aus. Im besten Fall gehe ich zum Joggen in den Wald und schreie (nicht lachen, es ist so!) im weniger guten Fall schmeisse ich irgendwelche Sachen durch die Gegend. Wie auch immer, es tut mir dann gut. Und ich merke, es wird nach und nach auch immer weniger, vielleicht auch deshalb, weil ich mir diese Wut gestatte. Ich muss gar nichts verzeihen, weil es Sachen gibt, die man nicht verzeihen kann. Eines Tages wird es mir egal sein, aber verzeihen muss ich es trotzdem nicht, und das, lieber FS, habe ich meinem Ex-Mann auch deutlich gesagt und es hat gut getan. Hör in Dich, was Dir gut tut und der Rest erledigt die Zeit.
 
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  • #28
Hier der FS

@ Gast 26
Da scheint es ja einige Parallelen bei uns zu geben.
Auch ich gehe oft laufen, mache aber auch andere Sportarten um mich abzureagieren.
O.K. geschrien habe ich dabei noch nicht ;-)
Wenn es um unsere Kinder geht, ziehen wir ebenfalls an einem Strang, aber genau wie bei Dir liegt gerade da der Hase im Pfeffer. Dadurch dass wir Kinder zu gleichen Teilen betreuen und wir diese Zeiten individuell nach meinem Schichtplan aufteilen, kann ich den Kontakt zu ihr leider nur bedingt einschränken.
Mir wäre es am Liebsten, gar keinen Kontakt mehr zu ihr zu haben, aber
leider sind wir gegenseitig aufeinander angewiesen.
Meiner Ex wäre es am liebsten, wir könnten gute Freunde bleiben.
Ich habe ihr daraufhin deutlich zu verstehen gegeben, dass wir niemals gute Freunde werden können, da ich mit Leuten die mich jahrelang belogen und betrogen haben nichts mehr zu tun haben möchte.
Das kann sie überhaupt nicht verstehen, schließlich haben wir ja darüber gesprochen und damit ist für sie das Thema abgeschlossen.
Ich erkenne die Person, die einmal die wichtigste in meinem Leben war, überhaupt nicht mehr wieder!
Ich will hoffen, dass die Wut irgendwann weniger wird und mir das Thema völlig egal sein wird.
 
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