• #1

Wann hat man sich gelöst?

Hätte da ein paar Kriterien, will aber erst Eure hören ;-)
 
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  • #2
Gute Frage, schwere Frage...weil jeder Mensch andres empfindet. Ich für mich...wenn mich der Gedanke an ÍHN nicht mehr quält und schmerzt...Zeitdimension kann man da wohl nicht angeben. W/50
 
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  • #3
Wenn man ihn wiedersieht und der Tag normal weitergeht, ohne dass man sich quält.
Wenn man seinen Namen sieht oder hört, ohne dass man Herzklopfen kriegt oder sonstige körperliche Merkmale hat.
Wenn man ganz normal seine Sachen einkaufen kann, ohne daran zu denken, was er gerne essen würde oder welcher Pullover ihm gut stehen könnte.
Wenn man an einem anderen Mann sein Rasierwasser riechen kann und nicht gleich durchdreht.
 
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  • #4
An dem Tag, an dem man feststellt, dass man an diesem Tag nicht mehr daran gedacht hat. Dauert ewig, kommt aber irgendwann.

eliza (w/42)
 
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  • #5
Das ist bei mir verhältnismässig einfach:

Wenn eine Beziehung "im Guten" auseinander geht (egal, wer es beendet), habe ich es schneller verdaut. Ich denke, das gilt dann für beide Beteiligte - wichtig ist halt, daß derjenige, der merkt daß er nicht mehr zufrieden ist, das rechtzeitig anspricht.

Wenn der Trennung Lug und Betrug vorangegangen sind, knapse ich ewig daran rum, weil dann noch ganz viele andere Faktoren mit eine Rolle spielen, nicht nur die Tatsache, dass ich mich wegen o. g. L+B getrennt habe.

Nach einer Trennung mit L+B habe ich mich emotional und auch kopfmässig recht schnell von dem Expartner gelöst. Das Problem ist, wann ich mich erneut auf jemanden einlassen kann: Je älter ich werde, je mehr ich selber erlebe und im Freundeskreis mitbekomme, was noch so alles passieren kann, desto länger dauert es, bis ich wirklich wieder für eine Beziehung bereit bin.

Im Moment bin ich - nach einer L+B-Beziehung, hier bei EP, glaube ich auf einem ganz guten Weg: Ich nutze den Vertrag hier einfach nicht weiter und denke nicht mehr über die Partnersuche nach. Wenn's kommt, dann kommt's. Wenn das Schicksal mir vorherbestimmt hat, dass ich in diesem Leben noch jemanden treffe, dann wird es schon so kommen.

Ich bin auch alleine glücklich, dank meines guten sozialen Netzes und meiner vielen Interessen.
Ich will der Partnersuche auch nicht mehr diesen großen Stellenwert beimessen, das stresst mich zu sehr.

W/42
 
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  • #6
Ich befinde mich derzeit im Lösungs-Prozess. Vorausgegangen sind von mir zahlreiche warmherzige Gefühle, die jedoch auf eine gewisse Herzenskälte stießen. Damit kann und will ich nicht leben, deshalb ziehe ich mich zurück. Ich bin eine Frau, die sich erst dann auf jemanden einlässt, auf den sie sich auch verlässt. Wenn beides mit Füßen getreten und alles Bemühen verlacht wird, hat es keinen Sinn. Und das sind nicht etwa die Jüngeren, bei diesem Mann handelt es sich um einen 69-Jährigen. Eigentlich sollte Frau doch meinen, er hätte sich die Hörner abgestoßen. Doch vermutlich holt ihn der dritte Frühling ein, und bei EP wird es ihm leicht gemacht - die Auswahl ist ja riesig. 7E1FB12A
 
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  • #7
@ 4
stimme dir da ganz zu. Meine letzte Beziehung war auch eine L&B- Beziehung und ich bin auch nach einem Jahr noch misstrauisch bei neuen Kontakten und tief verletzt.
Hab mich ebenfalls wieder abgemeldet, bringt ja nichts..
w( 29)
 
  • #8
In ungefähr steigender Reihenfolge:

* Wenn die allerschlimmsten Depressionstage nach der Trennung vorbei sind? (Sind bei mir und anderen ca. 3)
* Wenn die Gedanken nicht mehr kreisen.
* Wenn man einen Tag, eine Woche, ... nicht mehr daran denkt.
* Wenn man durch DEN Bahnhof fährt, DAS Waschmittel riecht, DER SMS-Klang ertönt, DIE Musik läuft, DER Sternenhimmel erscheint, DIE Urlaubserlebnisse bereist und man keine Trauer mehr spürt. Trotzdem dürfen die positiven Erinnerungen erscheinen, aber geht das?
* Wenn einem der Gedanke egal ist, wenn der andere einen neuen Partner anbahnt oder hat, bzw. wenn man sogar dem anderen einen tollen Partner wünscht und es dabei nicht schmerzt. Stärker noch: wenn es einem egal ist, wenn man den anderen mit neuem Partner erlebt!

Die Frage war nur bzgl. positiver Bindung gemeint. Nicht negative Bindung wie Schuld, Mitleid, Neid, Wut, Verantwortlichkeit/Verpflichtung etc., die parallel auch existieren und die positive überlagern kann.

@4: Betrug und Lug habe ich auch erlebt. Zuerst schmerzt der Betrug, aber wenn es dann herauskommt und trotzdem weiter gelogen wird, ist das das definitive Ende auch bei Rettungswunsch. Für den Betrug gibt es mitunter "Gründe" auch wenn er die Beziehung massiv auf verschiedene Weise torpediert, wenn aber weiterhin gelogen wird, gibt es keine Chance mehr, irgendetwas zu analysieren und zu lösen, das ist dann die Atombombe. Für mich war es damit aber so, dass mir diese Erkenntnis SEHR geholfen hat, das Herz SCHNELL loszureißen (also die positive Bindung). Mitunter bleibt aber eine negative Bindung viel länger. UND mitunter hilft es, zu versuchen, dem Anderen trotz seiner Taten, Verständnis entgegen zu bringen, als Mensch zu begreifen, der tatsächlich mal guten Willen hatte, es aber mangels jeweils individuell ausgeprägten mangelnden Fähigkeiten nicht anders geschafft hat, mit den Problemen umzugehen, wie man offenbar selbst dabei mitunter es auch nicht ausreichend konstruktiv beeinflussen konnte. (Positive) Bindungen sind ein sicherlich fest eingebautes, natürliches Bedürfnis, dass auch Du bestimmt irgendwann wieder verspüren wirst, aber momentan scheint Deine alte Bindung noch nicht gelöst und schon gar nicht Du bereit für Neues.

Alles Gute
 
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  • #9
Wenn das Interesse für Männer wieder erwacht und ohne Groll, nur noch mit einer gewissen Traurigkeit über das Scheitern, an die alte Beziehung gedacht wird.
 
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  • #10
Wenn man an diesen Teil des Lebens zurückdenken kann, schöne Erlebnisse Revue passieren läßt und man ein warmes Gefühl von Dankbarkeit spürt, für das was man erleben und daraus lernen durfte und sich bei alle dem der Pulsschlag nicht mehr erhöht.
 
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  • #11
Also wenn ich mir "schöne Erlebnisse" in Erinnerung rufe erhöht sich mein Pulsschlag zwangsläufig ;-)) obwohl es auch eine L+B-Beziehung war.
Nee Spaß beiseite, aufgrund der geimeinsamen Kinder (Sohn lebt noch bei mir) trifft man sich automatisch immer wieder. Bei diesen Treffen habe ich erkannt, dass ich sie nicht mehr begehre und liebe, so kann ich auch ihren neuen Partner akzeptieren. Außerdem schwingt da kein Groll mehr in den Unterhaltungen, im Gegenteil, wir unterhalten uns wieder ganz locker und telefonieren auch mal miteinander.
Ich frage mich dann, ob ich mich HEUTE in diese Frau verlieben würde, wenn ich sie auf der Straße träfe und näher kennenlernen würde. Da ich das verneinen kann, bin ich drüber weg.

Was viel schwerwiegender für eine neue Partnerschaft ist, ist die Tatsache, dass man(n?) unweigerlich vergleicht und Ansprüche an die neue Beziehung stellt, die es ohne die alte Beziehung nicht geben würde. Dies alles aus Selbstschutz, damit "es" nicht wieder passiert. Ist man dann tatsächlich über die alte Beziehung weg, oder hat man die Unbefangenheit der Jugendjahre frei nach dem Motto "Andere Mütter haben auch schöne Töchter" verloren?
M/45
 
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  • #12
#8 an Eisenherz: magst Du uns jetzt mal Deine Kriterien mitteilen?? Ich bin gespannt!
 
  • #13
@8 Traurigkeit ist doch gerade das wesentliche Zeichen dafür, dass noch eine (positive) Bindung existiert, also dass man das Ende eigentlich nicht wünscht.

Groll? Kann ich bei einer positiven Bindung nicht nachvollziehen. Höchstens, wenn der Partner bösartig gehandelt hat, z.B. Betrug. Dann wäre es eine negative Bindung, also etwas Nachtragendes (was einher gehen kann mit dem Bedauern/Trauern/Verlust der positiven Bindung).

Wenn die Bindung noch nicht gelöst ist, hätte ich Angst, dass ich irgendwann nicht mehr durch meine Gefühle durchblicke, nicht mehr genau weiß, welche Gefühle wem zuzuordnen sind, dass ich verwirrt werde, deswegen möchte ich mich erst klar lösen.

Wenn die "gewisse" Traurigkeit sich sehr lange hinzieht, habe schonmal etwas von > 18 bei langer Bindung gehört, sollte man es wohl trotzdem wagen.
 
  • #14
Man hat seine psychologischen und emotionalen Altlasten bezüglich des Expartners aufgearbeitet, wenn man an den Ex denken kann, ohne

+ Wut
+ Trauer
+ Sehnsucht

zu empfinden.
 
  • #15
@11 habe ich doch schon in der ersten Hälfte von #7 getan!?

@13: prinzipiell stimme ich Dir zu, wenn keine wesentlichen Emotionen mehr da sind, abgesehen vielleicht von "positiven Erinnerungen", hat man sich sicherlich gelöst. "Aufgearbeitet" ist vielleicht etwas anderes. Mitunter kommt man mit psychologischen "Schäden" heraus, die nicht aufgearbeitet sind, auch wenn man die Bindung vollständig gelöst hat.

Die Frage war nicht ganz eindeutig gestellt, insofern sind die Antworten auch alle o.k. Trotzdem steht dahinter mehr die Frage,
* wann man sich allmählich auf etwas Neues einlassen "kann",
* also nicht mehr der alten Beziehung hinterhertrauert,
* keine besondere, positive Bindung hat,
* mit den Gefühlen zu einer neuen Beziehung nicht mehr durcheinander kommen könnte, ...
 
  • #16
Passend zum Thema:

http://www.elitepartner.de/km/magazin/expertenwissen/liebeskummerblog/das-schlimmste-hinter-sich-lassen.html

Interessant finde ich inbesondere Punkt 13 letzter Satz und 17.
 
  • #17
@#15
Ok, Eisenherz, gerade habe ich den Artikel gelesen und bei Punkt 13 erstmal tief, tief durchgeatmet.
Nein, so weit bin ich nicht und werde es wahrscheinlich auch niemals sein. Ich habe in den letzten Jahren für mich akzeptiert, dass die 30 gemeinsamen Jahre mit meinem Ex- Mann immer mit einem Schmerz verbunden sein werden.Hätte ich gewartet, bis dieses Gefühl endgültig verschwunden ist, hätte ich wahrscheinlich bis ans Ende meiner Tage keine neue Partnerschaft eingehen dürfen.
Es hat sich schon lange eine dicke Kruste über der "Liebeskummer- Wunde gebildet, aber darin stochern darf man wahrscheinlich nie! Beim Gedanken an seine (gar nicht mal ganz so) "Neue" geht es mir nach wie vor schlecht. Dabei habe ich sie noch nie gesehen!

Trotzdem kann ich deine Fragen bei #14 für mich (!) so beantworten:
Es ist eine Illusion zu glauben, dass ich nach einer langen, intensiven Beziehung genau so neu anfangen kann, wie VOR der vergangenen großen Liebe. Ich habe das für mich einfach so akzeptiert und konnte mich deshalb mit all meinen positiven Gefühlen auf meinen neuen Partner einlassen. Ich trauere der alten Beziehung nicht nach, im Gegenteil!
Ich bin gottfroh, dass ich die belastenden Jahre hinter mir lassen konnte und einen neuen Schatz an meiner Seite habe, den ich liebe und begehre. -Ohne wenn und aber!

In meinem Fall ist es natürlich nicht möglich, die "positive Bindung" zu verleugnen. Schließlich habe ich viele sehr gute Jahre mit meinem Ex- Mann verbracht, und ein toller Vater war er auch! Das wird uns sowieso für immer verbinden.
Das geht meinem Liebsten mit seiner Ex- Frau und den erwachsenen Kindern ganz genau so und wir können ohne Trauer darüber sprechen. Die gleiche Lebensgeschichte verbindet uns zusätzlich!

Zu deinem letzten Punkt: Ich glaube, wenn man mit seinen Gefühlen noch durcheinander kommt, ist es schwieriger, eine neue Partnerschaft zu beginnen. Dieses Risiko bin ich aber damals eingegangen und habe freudig festgestellt, dass jeder Tag mit diesem Mann das Durcheineinander der Gefühle sich eindeutig in die NEUE Richtung bewegten. Ein Glück, dies zu fühlen!!
Für mich hat sich meine Einstellung bewährt: Nicht allzu zögerlich und ängstlich zu sein.
 
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  • #18
Punkt 13 war für mich der härteste Brocken. Auch nach vielen Jahren konnte ich es nicht ertragen, meine Ex mit ihrem neuen Partner zu sehen. Wegen ihm hatte sie mich verlassen und er war das Symbol für mein Versagen.
m, 38
 
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  • #19
Hallo Angela!

Vielen Dank für deine persönliche Schilderung. 30 Jahre ist eine lange Zeit und wenn diese Zeit auch noch eine überwiegend positive Zeit war, dann verstehe ich, dass man diesen schönen Teil seines Lebens nicht mehr einfach hinter sich lassen kann. Trotzdem geht das Leben weiter und es ist richtig, irgendwann etwas Neues zu versuchen.

Ich habe den Eindruck, dass es bei Frauen etwas anders sein könnte als bei Männern. Vielleicht ist es so, dass Frauen sich schlechter lösen können, sowohl im Positiven, wie im Negativen.

Wie auch immer. Bei mir ging es nach 14 Jahren zu Ende. Inzwischen habe ich viel gelernt, z.B. was auf beiden Seiten schiefgelaufen ist, wie manche Menschen sind und warum sie so handeln und ich kann verstehen, warum es so gekommen ist, wie es kam. Das ändert aber nichts an meiner Bewertung des Verhaltens, d.h. dass ich es für Betrug, verlogen, egoistisch, ungerecht etc. halte, insbesondere weil ich mich trotz allem immer und weiterhin zielstrebig, integer, mit Ankündigung, geradlinig, findig und konsequent verhalte.

Ich hatte wahrscheinlich 6 Wochen lang ein Trauma. Nach 6 Monaten war ich durch mit ihr. Die positive Bindung wurde nach meinem Empfinden brutalst möglichst getötet. Ich kann weiterhin die positiven Anteile ihrer Eigenschaften sehen, so wie auch die negativen, aber diese Frau hat für mich keine positive Bedeutung mehr. Die negative Bindung bringt mir nichts, es ist mir viel zu anstrengend, ihr all mein Leiden zurückzugeben. Stattdessen habe ich es für mich verarbeitet. In Gesprächen mit Vertrauten, mit Hilfe von Büchern und Psychologen, in Pseudobriefen. (Übrigens, so ein Forum ist mitunter (eingeschränkt) auch eine geeignete Art der Verarbeitung.)

Ich habe jetzt einen noch besseren Kontakt zu mir selbst. Meine Emotionen, Bedürfnisse und Hintergründe sind mir so klar wie Wasser. Ich kann nicht nur mit mir und meinen Emotionen besser umgehen, sondern auch mit meinen Mitmenschen. Es schmerzt mich nicht mehr, sie mit dem Neuen zu erleben! Ich muss mich mit ihr als Mutter arrangieren und wünsche deswegen weiterhin ein auskommen. Ich habe mich von ihr gelöst. Da gibt es keine Verwirrung. So kann es auch laufen, trotz vieler Jahre!

Nur sie hat nicht den Mut, sondern Angst, die nächsten Schritte in die Hand zu nehmen. Sie merkt es und lässt ihre neuesten Probleme genauso wie ihre alten Probleme an mir aus und erzeugt so eine negative Bindung.

Wie auch immer, ich habe dann sprichwörtlich TROTZ allem wieder meinen Kopf gehoben, meine Augen und Herz geöffnet, erwartungsvoll nach etwas Neuem gesucht, jemanden gefunden, viel schneller als ich dachte und erwartete, und mich voll und gerne auf SIE eingelassen. Es ging mir wie Dir, die Gefühle bewegten sich freudig und eindeutig. Da gab es kein Vergleichen mit der Vorherigen. SIE war anders, es war ein Neuanfang ohne "Altlasten" in meinen Gefühlen. Ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich so intensiv werden könne. Es war wunderschön, aber es wollte nicht perfekt werden. Wir haben es probiert, aber aus meiner Sicht, hat sie es in unserer komplizierten Situation, die wir von Anfang an kannten, nicht geschafft, sich wirklich einzulassen. Ich glaube, sie suchte geradezu nach Negativem, um einen Grund zu haben, sich nicht weiter einlassen zu müssen. Nun ist es zu Ende nach ca. 6 Monaten. Die positive Bindung ist noch da, das Bedauern des Endes, der Wunsch, nur diesen einen Menschen haben zu wollen, trotz sogar negativer Aspekte, die man kennengelernt hat.

Wenn ich andere Frauen mit ihr vergleiche oder ich neue Frauen kennenlerne und mir wünsche, sie seien wie SIE. Dann kann ich mich nicht auf den neuen Menschen einlassen, dann bin ich noch nicht gelöst. Umgekehrt, erst wenn ich mich wirklich wieder auf eine neue Frau einlassen kann, bin ich wieder gelöst. Ich spüre es sowieso ganz klar, bin keineswegs verwirrt, bin konsequent und werde solange nichts Neues anfangen. Dabei bin ich völlig zuversichtlich, ich bin sogar sicher, dass ich nicht allzu fern einen Neuanfang schaffe. Der Gedanke und noch vielmehr das Erleben des Ex mit neuem Partner OHNE Schmerz ist für mich das späteste, eindeutigste Signal der Lösung. Aber wie Du schilderst, ist es nicht zwingend, um sich trotzdem mit Freuden auf einen neuen Partner einlassen zu können.
 
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  • #20
Wenn ich das Bild weglegen kann.
 
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  • #21
Du wirst dich nie komplett lösen können. Wenn du das ohne Wehmut akzeptieren kannst, dann ist es vorbei.
 
  • #22
@21: das mag für Dich gelten. Ich weiß, dass es für mich nicht gilt, was Du sagst. Ich kenne auch jemanden der Ähnliches behauptet wie Du. Offenbar ist individuell verschieden. Trotzdem vielen Dank für Deine Meinung.
 
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  • #23
Wenn die ehemals geliebte Person zurückkommt und man ohne(!) Schmerzen eine erneute Beziehung/Auffrischung verweigert. Wenn das ohne neue Beziehung funktioniert, dann droht auch keine Gefahr bei einer neuen Beziehung.
 
  • #24
Diverse Kriterien wurden genannt, woran man feststellen kann, ob man sich gelöst hat, aber wie kommt man dahin?

Die Erklärung ist ganz einfach!? Man muss selbst innerlich Schluss machen! (Egal ob man selbst offiziell Schluss gemacht hat oder gemacht wurde.) Manch einer behauptet das ginge nicht, aber das stimmt nicht, auch wenn es schwierig tatsächlich durchzuführen ist.

Beobachte Dich selbst, achte auf Deine Gedankengänge bis in die kleinsten Verästelungen. Erkenne Deine eigenen Traumwünsche, die durch Dein Hirn geistern. Dann kommst Du Deinen eigenen Argumenten auf die Spur, die Dich daran hindern, Schluss zu machen. Hoffnungen, Wünsche, Illusionen. Nehme sie Dir alle einzeln vor. Schreibe sie Dir notfalls auf und fang an Dir selbst klar zu machen, ob sie wahr sein könnten oder warum sie nicht wahr sind.

Ist da ein Gedanke, dass der Andere zurückkkommen könnte? Ist da eine Hoffnung, dass der Andere alles aufklären könnte? Ist da eine Spekulation, aus welchen Motiven der Andere so gehandelt haben könnte, die er aber nie klar geäußert hat? Ein Motiv, dass man aus dem Wege räumen könnte?

Vielleicht ist der eine oder andere Gedanke gar nicht falsch, sondern richtig, aber eine Beziehung kann nur dauerhaft sein, wenn beidseitige Liebe und die Möglichkeit zur Lösung der Probleme existiert, dazu ist Kommunikation erforderlich. Dann sollte es mitunter gar nicht das Ziel sein, innerlich Schluss zu machen, sondern zuerst den Punkt mit dem Anderen zu klären. Blöd, wenn eine Kommunikation darüber nicht möglich ist. Man kann die Kommunikation versuchen, aber wenn es nicht klappt, dann hat die Beziehung keine Chance. Sei ehrlich zu Dir, Du hast dem eine Chance gegeben, aber wenn die Chance sich nicht in die Realität verwandelt hat, ...

So wie mit den Grundlagen der Kommunkation geht es dann mit anderen Themen weiter, z.B. wenn sonstige Probleme existieren und Ursachen nicht gefunden und gelöst werden können, z.B. Untreue, Lügen, Betrug etc., dann gibt es ebenfalls keine dauerhaften Aussichten.

Das alles zu durchdenken und sich selbst vom definitiven Ende zu überzeugen ist nicht einfach, aber möglich. In der Regel findet es bei demjenigen statt, der Schluss macht. Es sollte auch bei demjenigen stattfinden, der nicht Schluss gemacht hat. Sonst hängt man den verschiedenen Ex noch ewig hinterher, zweifelt an neuen Beziehungen, ist nicht frei, wird unsicher und verwirrt etc.
 
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  • #25
@#4
Du wirst Dich lösen!
Denk' dran, dieser Mann ist keine Silbe mehr wert ...... und schon gar keinen Gedanken!!
Alles Liebe E/F
 
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  • #26
Einsenherz, Du hast recht ... Beziehungen sind mit Sicherheit nur dauerhaft, wenn man es schafft zu reden (auch wenn es weh tut) und nicht einfach in die innere Immigration zu gehen ...

Ich gebe aber zu bedenken, dass das nicht alle können und Dir manchmal zu Beginn einer Beziehung wirklich nicht klar ist, dass reden im Verliebtheits- und "alles ist in Ordung" Stadium um so ein vielfches einfacher ist als später, wenn Gefühle verletzt sind und sich jemand bereits "betrogen" oder "verraten" fühlt, selbst wenn das eigentlich nicht der Grund der Verletzung ist.

Ich denke frei und gelöst kann man erst werden, wenn man Frieden mit sich selbst schliesst und einmal durch die Trauer gelaufen hat und auch klar ist warum und welch Arten von Wut und Trauer man empfindet.
Durchdenken hilft viel, da stimme ich Dir zu. Für mich ist das die "intellektuelle" und bewusste Verarbeitung.
Aus meiner Sicht gibt es aber noch einen nächsten/anderen Schritt der Verarbeitung, und das ist der "emotional" zu verarbeiten . Für mich bedeutet dieser nächste Schritt den Schmerz und all die scheusslichen Gefühle zulassen und akzeptieren und tief drinnen in sich "arbeiten" lassen - zusammen mit der gedanklichen Verarbeitung führt das dann wohl zu Verstehen, zu Akzeptanz und letztlich zu Freiheit.

... und genau wenn das passiert ist, bist Du bereit für die nächste Beziehung ... oder die Suche danach ...

Natürlich verstehe ich rein gar nix davon und habe auch keine Bücher zur Verarbeitung gescheiterter Beziehungen gelesen. Das ist einfach nur, was ich erlebt habe und deshalb sehr persönlich und kann sicher für/bei jeden/m anders aussehen.

Alles Gute Dir,

eine die bereits zweimal durch die innere Hölle marschiert ist ...
 
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  • #27
@24: Gut und treffend beschrieben.
@25: FYI: Bin n i c h t die Fragestellerin ;-)
w,42
 
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  • #28
@26: ja, richtig, von dem emotionalen Durchlaufen (anstatt verweigern/verdrängen) ging ich sowieso aus, das habe ich auch schon mehrfach gelesen und auch das ist wahrscheinlich alles andere als selbstverständlich, also ein weiterer Punkt, den man berücksichtigen sollte.

Danke, mir geht's schon wieder gut! :)

Die "innere Hölle" wird offenbar auch von stark Depressiven verwendet, dagegen ist auch starker Liebeskummer wahrscheinlich noch etwas Alltägliches, was uns alle mal erwischt! :) Ich will das damit keinesfalls abwerten, kannst mir glauben, dass ich weiß, wovon ich spreche! Aber das möchte ich nicht als körperliches Dauerprogramm haben, ist mit Sicherheit ungesund/ein Teufelskreis.

@27: wäre auch sehr verwunderlich, wenn Du die Fragestellerin wärst ;-)
 
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  • #30
@28 / Eisenherz
mir ging es mit dem Begriff nie um eine Depression oder ähnliches. Selbstverständlich macht einem eine Trennung sehr zu schaffen und selbstverständlich hat man Phasen, in denen man u.U. nahe an einer Depression vorbeischrammen kann - aber dann sollte man auch ehrlich zu sich selbst sein und sich professionelle Hilfe suchen!

Was ich da angesprochen habe, war die Hölle in die man sich begibt und die arbeitet, wenn man sich der Frage stellt ... wie kam es denn so weit ... ich denke eben genau nicht, dass immer nur einer Schuld ist, wenns scheitert (und ob das jetzt "betrogen worden zu sein" ist oder eben etwas anderes spielt da letztlich keine Rolle).
Die Hölle ist sich genau anzusehen, warum etwas scheitert und welchen Beitrag man selbst dazu gebracht hat ... und da habe ich zumindest wenig schöne Dinge an mir entdeckt und auch welche, an denen ich hart arbeiten musste und teilweise immer noch arbeite.

Frei und gelöst kann man nur sein, wenn man das auch gesehen und erkannt und akzeptiert hat.

... und wieder gilt ... ist nur meine Meinung ... ich kann dazu nix zitieren ...

Freut mich sehr, dass es Dir wieder gut geht ... mir auch ... :) ...
 
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