Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
G

Gast

Gast
  • #1

Wann ist ein Mann "gut im Bett"?

... und das meine ich jetzt nicht so technisch, wie das vielleicht klingt. Meiner Erfahrung nach geht viel von dem verloren, was das "gut" ausmacht. Vielleicht werden zu viele plakative (Porno?) Bilder im Kopf mit sich herumgetragen. Intensive Küsse auch in einer längeren Partnerschaft, Neugier, Aufmerksamkeit - nicht gleich der Frau zackig an die "interessanten Stellen" greifen...
Mir scheint die wirkliche Aufmerksamkeit mancher Männer verloren zu gehen, obwohl dem Thema scheinbar so viel Aufmerksamkeit beigemessen wird. Wie seht Ihr das? Was findet Ihr wichtig?
 
  • #2
Einfach mal den Zeit-Artikel von David Schnarch lesen. Der hat mir da die Augen geöffnet.
Wenn Sexualität ausschließlich gekoppelt ist an positive Spiegelung (ich muß also erst mal ein Ego pimpen, damit ein Mensch fähig ist, Lust zu empfinden), ist es tatsächlich so, wie du oben beschreibst.
Wenn anstelle der ständig erforderlichen Balzrituale die selbstbewußte Sexualität zweier Menschen tritt, wäre das wesentlich nachhaltiger.
Ich habe es einmal erlebt, daß ein Mann mich in einer Beziehung quasi wie eine Taschenm... beim Zubettgehen aktivieren wollte. Den habe ich abgelehnt, aber nicht, weil ich keine Lust hatte, sondern weil er technisch einfach schlecht war und es zwischen uns nicht funktionierte.
Er hatte kein positives Körpergefühl und war selbst völlig abgeklemmt, blockte mich ständig und konnte auf mich nicht eingehen, war dadurch extrem einfallslos dominant und so war auch der Sex mechanisch und der Funke sprang nicht über.
Etwas anderes ist es, wenn es Streit gibt. Streit macht mich zu, da möchte ich keinen Körperkontakt.
Aber wie gesagt, ich glaube nicht, daß diese ständig geforderte Werbekampagne, um eine Frau ins Bett zu bekommen, gesund ist.
Ein Mann ist gut im Bett, wenn er mit seinem Körper umgehen kann und so empatisch ist, daß er merkt, was mit seiner Partnerin passiert und mit deren Körper umgehen kann. Wenn die aber selbst nicht weiß, wie sie mit sich umgeht und ihre Sexualität selbst nicht kennt, ist das alles verlorene Liebesmüh.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Ich bin ein Mann, und ich bin "schlecht im Bett". Weil ich es nämlich gerne langsam und genüßlich angehe und viele Frauen ihr Urteil dann bereits gefällt haben. Denn wenn ich eines nicht ausstehen kann, dann ist es, wenn die Frau glaubt, es möglichst rasch herausfinden und deshalb die Initiative ergreifen zu müssen. Das geht mir total gegen den Strich, ich will selbst Regie führen und trete dann erst einmal auf die Bremse. Mit dem Ergebnis, daß ich schon als erotische Niete abgestempelt bin, bevor ich überhaupt Gelegenheit hatte, meine Vorstellungen von gutem Sex einzubringen.
 
  • #4
Ob es sowas überhaupt gibt? Wenn man den Meinungen hier glauben schenkt, hängt es mehr von der Stimmung der Frau ab als von der "Leistung" des Mannes, wie der Mann im Bett wahrgenommen wird.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Gut im Bett ist er für mich, wenn ich sowieso schon auf ihn stehe und er dazu auch noch etwas Ausdauer hat. Mehr brauche ich eigentlich nicht, um im Bett total abzuheben.
Ein Streit kann auch sehr anturnend sein. Es kommt aber darauf an, um was es geht und wie gestritten wird.
w, 44
 
G

Gast

Gast
  • #6
Hier noch mal die FS
Also ich bin genau der Meinung von Bäärbel, ich kenne den Schnarch auch (übrigens ein toller Name für einen Wissenschaftler, der sich mit Sex beschäftigt! ;-)). Leistung ist es so gar nicht, die "es" toll macht, sondern einfühlsamer Umgang mit sich, der Frau, der Situation. Ich würde mir wünschen, dass echter Spaß statt "Leistung" im Vordergrund steht! Sich auf einander einlassen und sehen, wo Berührungen schön sind, jedesmal einfach offen sein, ohne Druck... Bestimmt sind viele Frauen da auch schon eher auf "zackzack" gepolt, das glaub ich gern. Schade!
 
  • #7
Das Feedback meiner bisherigen Gespielinnen war fast ausnahmslos positiv. Entweder ist etwas dran oder ich bemerke nicht, wenn ich angelogen werde [mod]

Die Frau ist das Instrument, der Mann ist der Bogen, der darauf spielt. Wenn das Instrument eine gute Resonanz hat und der Bogen sowohl über ein grosses Repertoire als auch über hohe Kunstfertigkeit verfügt ( gerne auch furioso), dann ist die entstehende Musik grandios.Ein guter Bogen spielt auch gute Musik auf einem mittelmässigem Instrument, aber wenn der Bogen nix taugt...

Man sehe mir diese schwülstige Analogie nach, aber der Mann sollte die Frau dahin bringen, wo sie niemals glaubte hinzukommen. Dazu muss man die Frau beim Sex "lesen" können und ... virtuos auf ihr spielen können.

So long,
m/43
 
  • #8
Für mich ist ein Mann gut im Bett, wenn er Interesse an meiner Befriedigung hat und Spaß daran, mich auf Touren zu bringen, genau so wie es mir bei ihm Spaß macht. Der experimentierfreudig ist und den Sex auch immer mal unterschiedlich mag. Und wichtig ist auch, dass beide das selbe mögen, denn der Sex ist immer dann am Besten, wenn beide Partner zu selben Zeit auf das Gleiche Lust haben.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Er muss mir das Gefühl geben können, dass er mich erotisch findet, spannend und schön.
Dann darf er nicht verklemmt sein. Er kann ruhig etwas mehr Regie übernehmen und ich mags auch nicht, wenn er beim Sex die Augen zulässt.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Wenn er sich in die Frau einfühlen kann, daran interessiert ist, ihr höchste Lust zu bereiten, erst an zweiter Stelle nimmt, was ihm gefällt, Stimmungen berücksichtigt und offen ist für neue Impulse.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Mir sagte mal meine Freundin, sie dachte bis dahin immer guten Sex gibt es nur mit einem reifen Mann mit viel Erfahrung. Ich denke das sagt alles. Die Chemie muss stimmen. Man muss die Partnerin verwöhnen wollen. Die Partnerin muss dies auch wollen und sich fallen lassen. Das alles ist noch keine Garantie, jedoch eine gute Basis.
 
G

Gast

Gast
  • #12
Vielleicht bin ich ein wenig naiv, aber ich habe keinerlei Erfahrung mit schlechtem Sex bzw. mit Männern die "nicht gut" im Bett sind. Da mein Partner und ich stark verliebt ineinander und ziemlich "heiß" aufeinander sind, kann es gar nicht zu schlechtem Sex kommen ... war bei mir bisher immer so und beruhte, meines Wissens nach, auf Gegenseitigkeit.

Es entspricht allerdings auch meiner Grundüberzeugung, dass zwei Menschen die sich in der Gesamtwahrnehmung (psychisch und physisch) "toll" finden, auch guten bis sehr guten Sex miteinander haben. Anders kenne ich es wie erwähnt nicht.

w/50
 
G

Gast

Gast
  • #13
wenn jemand seine (hoffentlich starken) Gefühle ohne innere Blockaden ganz direkt in Form von Körper-Sprache zum Ausdruck bringen kann, dann ist derjenige "gut im Bett".

Dafür sind gute Voraussetzungen: Gesundheit an Körper und Seele. D.h., mit sich selbst weitgehend im Reinen sein und sein Körpergefühl pflegen, z.B. durch Sport.

w42
 
G

Gast

Gast
  • #14
Vorausgesetzt alles andere paßt auch,ist für mich ein Mann gut im Bett,dem es wichtig ist und der Spaß daran hat,die Frau richtig scharf zu machen.

Es gibt aber auch sicher Frauen,bei denen in dieser Richtung alle Mühe vergeblich ist,weil sie einfach nicht wollen.

w,48
 
G

Gast

Gast
  • #15
Was für eine Frage!
Es ist wie. Was ist für Dich ein leckeres Essen??? Der eine mag Hausmannskost, der andere vegetarisch, eine Sushi und eine andere alles, nur keine Pilze, Schalentiere, Bleichsellerie und Käse.
Die Frage ist unbeantwortbar, bzw es gibt so viele Antworten wie Menschen.
Mach Dir klar, wann ein Mann FÜR DICH gut im Bett ist, also was DU brauchst und willst. Und dann SAG einem, der für Dich in Frage kommt, was du willst... wenn ihr kompatible Vorstellungen habt, prima, wenn nicht, isst Du eben beim Inder und er bei Imbiss.
m/36
 
  • #16
@3: ja und nein. Die Leistung des Mannes ist dann nämlich nich so sehr die Mechanik, sondern seine Aufmerksamkeit, Einfühlsamkeit für die Frau. Wenn er ihr halt ins Gesicht sieht, ihre Stimmung bemerkt, darauf Rücksicht nimmt, sie Ernst nimmt. Allerdings ist auch dies von Frau zu Frau verschieden. Die eine mag das, die andere will es anders. Also gehört es dazu, nicht nur die Stimmung zu erkennen, sondern auch noch zu wissen, ob die Frau will, dass man darauf reagiert. Und zu allem Überfluss ist eine Frau dann nicht einmal statisch und will es den einen Tag so und den anderen Tag so. Und das soll der Mann auch noch von der Stirn ablesen.

Ja, in Worten formulieren kann man das. In Taten umsetzen wird es schon schwierig, aber vor allem. Es geht mal wieder darum, dass der Mann eigentlich nur Dienstleister für die Frau ist, sich alles um sie dreht. Jedenfalls, wenn der Mann das Urteil verpasst bekommen möchte, dass er "gut im Bett" ist. Aber wenn Frau eine Granate sein soll, ist wohl ähnlich umgekehrt, auch wenn es dann um etwas anders gelagerte Bedürfnisse der Männer geht.
 
G

Gast

Gast
  • #17
Für mich ist ein Mann gut im Bett, der mir das Gefühl gibt, dass er MICH meint und mich nicht als austauschbare Matratze für seine sexuelle Triebabfuhr benutzt.

Bei dem ich -wenn er mich streichelt oder mit Hand/ Mund verwöhnt- das Gefühl habe, er tut das, weil es ihn selbst erregt und weil er mir aus Liebe etwas Gutes tun will. Und nicht, weil das halt die Pflicht vor der Kür ist, er das Streicheln also als Pflichtprogramm möglichst schnell hinter sich bringt, damit er endlich "drüber" und seine eigene Lust auskosten darf. Der unter gutem Sex nicht versteht, dass er so lange wie möglich beim puren "Rammeln" durchhält.

Desweiteren sind Männer gut im Bett, die sich in der Anatomie der Frau auskennen. Ich wette, dass über 50% aller Männer nicht wissen, wie und wo sie den Kitzler einer Frau finden...

w, 51
 
G

Gast

Gast
  • #18
Also ich weiß nicht, was Mann als solches tun soll/muss, um generell als Granate im Bett zu gelten.
Was ich weiß ist, dass es mir Freude bereitet, wenn meine "Bemühungen" auf eine aufgeschlossene Partnerin treffen, sie mir zeigt, was bei meinen Aktivitäten ihre Lust steigert, sie sich mehr davon wünscht, sie einen, zwei, einfach mehrere Orgasmen hat. Wenn sie sich hingeben kann, wenn sie lustfähig ist, wenn sie mitspielt und Eigeninitiative entwickelt, dann wird das sehr schnell eine lustvolle Erfahrung für beide.
Wenn sie über den Tellerrand ihrer eigenen Lust hinaus blicken kann, wenn sie sich um das Wohlbefinden ihre Partners kümmern kann und will, dann freue ich mich schon auf das nächste Mal.
Wenn Mann erst einmal gelernt hat, seinen eigenen Orgasmus und Samenerguss hinauszuzögern, kann er die Lust der Frau als eine ihn hoch befriedigende Erfahrung erleben. Da muss immer wieder etwas anderes als nur mit dem Glied zu fuhrwerken stattfinden. Das kann frau auch - wenn sie will. Wie ein Stockfisch herumliegen, es über sich ergehen lassen, das war doch eigentlich die Rolle unserer Großmütter, oder nicht? Die machten sich Sorgen, dass ihr Mann dann sie mit einer Professionellen verwechseln würde.
Und dennoch ein Wort der Warnung. (Ich weiß - klingt altväterlich, und Dr. Sommer ist kürzlich erst verschieden.) Das männliche Verlangen ist trotz unserer gegenteiligen Behauptungen und Vorspiegelungen ein recht zartes Pflänzchen. Schnell ist eine (nie eingestandene) Überforderung erreicht. Alles weibliche Verlangen (bitte länger, langsamer, intensiver, rede dabei, nicht so sondern so usw. usf. - falls das überhaupt in für den Mann verständlicher und vor allem zeitnaher Art und Weise geäußert wird) sollte ihm das Gefühl der absoluten Alleinstellung geben. Hinweise auf noch anstehende Arbeiten im Geschäft am nächsten Tag, vergessene Dinge auf der TO-Do-Liste u.ä.m. sind des Teufels!
Und wenn es dennoch nicht klappt, dann haben andere Mütter auch schöne Söhne oder Töchter.
m60+
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top