• #1

Wann ist Frau ein Kumpel-Typ und wann nicht?

Hallo liebes Forum!

Ich (w, 30, Führungspostion) bin nun seit sieben Jahren Single. Ich bin aufgeschlossen und kommunikativ, trinke gerne Bier und bin nicht so ganz das typische Mädchen. Wobei ich auch eine sehr weibliche Seite habe, die ich aber im Alltag nicht so sehr auslebe. Meist trage ich Jeans, Shirt und Chucks. Unter der Woche schminke ich mich eher dezent. Wenn ich ausgehe, darf es auch mal etwas aufwändiger sein (Augen betont, oder "auffälliger" Lippenstift etc.). Bei Partys sitze ich lieber bei den Jungs (ist meist lustiger), als bei den Mädels. Aus meinem Freundeskreis höre ich Dinge wie: "Eine Frau die Bier trinkt, anpacken kann und über schmutzige Witze lacht, wünscht sich doch jeder Mann!"
Ich werde auch oft angesprochen, habe Dates usw. Allerdings passiert es häufiger mal, dass ich gesagt bekomme, ich sei zwar eine tolle Frau, aber mehr "so der Kumpel-Typ".
Dass ich Single bin, finde ich gar nicht mal so schlimm. Außerdem habe auch ich schon einige Kandidaten aussortiert, weil es aus diversen Gründen nicht passte.
Meine Frage ist allerdings (in erster Linie an die Herren der Schöpfung gerichtet): Wann ist Frau für euch ein Kumpel-Typ? Wisst ihr überhaupt selber was ihr wollt, wenn ihr o. g. Eigenschaften befürwortet, aber einen Rückzieher macht, wenn ihr an eine solche Frau geratet?
Ich bin gespannt auf eure Antworten. :)
 
G

Gast

  • #2
Die Frage ist auf den ersten Blick ganz einfach zu beantworten: Die Frau ist nicht sexy.

Egal, was sie sich anzieht oder wie sie sich schminkt, sie ist nicht weiblich vom Wesen her. Das meint nicht, dass sie Bier trinkt und männliche Sportarten toll findet, sondern das Weibliche, Verführerische innerlich. Die Frau vermittelt unterschwellig eine Unsicherheit im Weiblichsein durch ihr Verhalten und ihr Reden. Genau das ist es aber, was Männer anzieht und fasziniert an Frauen: Sie WEISS, dass sie eine Frau ist, egal ob sie Jogginghose, Jeans, Schlabbershirt trägt, ungekämmt und ungeschminkt ist, kurze oder keine Haare hat, zwei Bier in der Hand hält.
Sie tut aber nicht so, als wäre sie wie der beste Kumpel des Mannes, auch wenn sie mit ihm Bier trinkt und Fußball guckt und ungeschminkt rumläuft.

Wisst ihr überhaupt selber was ihr wollt, wenn ihr o. g. Eigenschaften befürwortet, aber einen Rückzieher macht, wenn ihr an eine solche Frau geratet?
Du verwechselst da was und suchst das Problem bei den Männern. Es ist aber in Dir.
 
  • #3
Du wirst als Frau von Männern nicht als Frau sondern als Kumpel wahrgenommen, wenn keine sexuelle Spannung besteht bzw. kein geschlechtsbezogenes Interesse der Männer an dir als Frau besteht.

Die meisten heterosexuellen Männer wollen als Partnerin für eine Beziehung keinen Kumpel sondern eine Frau, die sie auch als Frau attraktiv finden.

Du kannst auch mit Bierflasche in der Hand in Jeans und Tshirt mit wenig Schminke als attraktive Frau und nicht als (Sauf)Kumpel von Männern wahrgenommen werden, wenn du das wolltest.
 
  • #4
Ich kann mir kaum eine more-sexy Frau vorstellen als in einer wirklich guten ( weit, lässig, verwatzt ) Jeans, abgelatschten Chucks und einem weißen engen Tank-Top ohne BH drunter.
Das finde ich allerdings nur dann gut, wenn die Frau sehr hübsch ist, also ein schönes Gesicht, tolle Haare und eine gute Figur hat.
Das mit dem 'ohne BH drunter' ist halt nur schön, wenn der Busen stramm ist usw.
Und dieses Outfit ist auch nur dann feminin, wenn die Figur wirklich feminin ist. Ansonsten sieht du eher wie ein 18-jähriger Junge und nicht wie eine erwachsene Frau aus.
Du kennst bestimmt auch diese Wesen, die man fasziniert anstarrt, in der Hoffnung, eine Antwort auf diese Frage zu erlangen.

Das gleiche würde ich auch über's Biertrinken und mit-Männern-Witze-Reißen sagen: wenn du sehr hübsch und sehr feminin bist, kommst du dadurch sicher nicht in die Kumpelschublade.
Und aus der heraus wird es wohl ein bißchen schwer, einen Partner zu finden.

Aber ich rede hier nur vom von mir vermuteten Mainstream-Mann.
Ganz sicher gibt es auch den ein oder anderen Spezialisten, der auf Kumpelfrauen steht. So einen könntest du dir ja suchen.
So wie mein Freund nach einer der wenigen Frauen gesucht und in mir gefunden hat, die auf Männer stehen, die sich unterordnen wollen.
Es gibt für jedes Töpfchen ein Deckelchen.

w 48
 
  • #5
Ich unterscheide nicht zwischen Beziehungsfrau und Kumpel-Typ. Für mich ist die ideale Frau, eine Frau mit der ich Sachen machen kann die ich sonst auch mit meinen Kumpels mache (inklusive Fussball spielen). Spass haben und bumsen mit der gleichen Frau ist doch toll.
Wenn ich zu einer Frau sage, sie ist ein Kumpel-Typ, so steht sie bei mir ganz weit oben und ist eine Beziehungsaspirantin.
Allzuviel (nervige / zickige) Weiblichkeit und das Rücksichtnehmen auf von mir nicht nachvollziehbare Befindlichkeiten ertrage nicht lange.
Kumpel-Frau ist für mich das schönste was es gibt.
Bist du sicher, dass die Jungs einen Rückzieher machen wenn sie dich als Kumpel-Typ labeln oder ziehst du dich dann zurück, weil du glaubst, dass Männer keinen Kumpel-Typ wollen? Achte mal drauf.
Wenn du ganz frech sein kannst, dann sage doch einfach, nachdem ER feststellt, dass du ein Kumpel-Typ bist: "Mit mir kannst du auch im Bett landen"
Mir ist durchaus klar, dass ich zu einer Mindrheit zähle, aber es gibt noch genügend Männer, die es ähnlich sehen..
 
A

Ars_Vivendi

  • #6
Meine Frage ist allerdings (in erster Linie an die Herren der Schöpfung gerichtet): Wann ist Frau für euch ein Kumpel-Typ?
Mal ganz pauschal und pointiert formuliert: eine Frau ist dann ein Kumpel-Typ, wenn sie eine tolle Partnerin wäre, aber für mich sexuell nicht attraktiv ist. Ein Kumpeltyp ist sie also dann, wenn sie so ist wie meine guten Freunde und ich nicht das Verlagen verspüre, ihr die Klamotten vom Leib zu reissen.
 
  • #7
Männer lieben den Kumpeltyp. Als Kumpel. Du solltest Sexualität ausstrahlen.

Könntest du eine homosexuellen Mann erotisch anziehend finden, wenn er weiblich reagiert? Nein. Warum sollte der Kumpeltyp Schmetterlinge auslösen.
 
  • #8
Sie beantworten es sich doch eigentlich schon fast selbst, indem Sie "lieber bei den Jungs" sitzen. Also scheinen Sie doch selbst Unterschiede zwischen Freundschaften zu Männern und Frauen feststellen zu können, die Ihnen mehr zusagen.

Ich denke, ein "Kumpel-Typ" liegt vor, wenn
- keiner von dem anderen besondere Erwartungen hat, also nicht erwartet, dass der Gegenüber für einen etwas tun oder irgendwie vorteilhaft sein müsse,
- man die andere Person einfach nur so mag und akzeptiert, wie diese ist,
- man einfach nur gerne Zeit mit der anderen Person verbringt, weil man so akzeptiert wird, wie man ist (und daher auch nicht erzogen wird),
- man das Gefühl hat, dass nicht jedes Wort und jede Handlung auf eine Goldwaage gelegt wird,
- auch mal gegenseitig derbe austeilen darf und wenn es zu weit geht, sich entschuldigen und danach wieder ein Bierchen zusammen trinken kann.

Mal ein kleines Beispiel:
Wenn man mit Kumpels unterwegs ist und sich völlig daneben für den Anlass angezogen hat, dann bekommt man zwar den Abend über derbe Scherze auf seine Kosten, aber man spürt genau, dass die Kumpels einen letztlich genau für solchen absurden Unsinn lieben und man dadurch viel Spaß miteinander hat.
Unter Frauen spürt man hingegen oft, dass diese solche Dinge nicht wirklich mit Humor betrachten und in Wirklichkeit verachten. Der schmale Grad des sich liebenswert gegenseitig Necken wird hier beim Austeilen schnell überschritten und man spürt, dass sie das Handeln tatsächlich völlig daneben finden und verachten. Und, wenn die Frau auch noch die eigene Partnerin ist, nimmt sie es einem auch noch persönlich übel, wie man ihr so etwas antun könne. Da werden dann Belanglosigkeiten schnell zu absurden Dramen.

Zumindest aus der Sicht eines Mannes, erscheinen Freundschaften zu Frauen irgendwie komplizierter und anstrengender. Und es wird wohl auch einen Grund haben, weshalb selbst viele Frauen lieber unter einem männlichen Chef arbeiten oder Freundschaften zu Männern als angenehmer beschreiben.

Und auch, wenn viele Frauen hier es besser zu wissen meinen, was Männer denken, ist der weibliche unkomplizierte Kumpel-Typ tatsächlich der Traum vieler Männer. "Kumpel-Typ" alleine reicht aber zum Verlieben nicht aus, solange die Frau dem Mann nicht auch anderweitig zusagt und auch weibliche Reize hat. Und leider gibt es auch kaum echte "Kumpel-Typ"-Frauen, denn auch wenn eine Frau erst recht unkompliziert und kumpelhaft erscheint, ist sie es in einer Beziehung dann oft nicht mehr.
 
A

ak18

  • #9
Wie du dich beschreibst, bist du derTyp Frau mit dem ich immer zusammen war. Auf make-up könntest du sogar ganz verzichten .

Es gibt nur eine Bedingung: Du hast deine feminine Seite, da wo sie hingehört und lässt den Mann Mann sein.
 
  • #10
Wenn die Frau wie ein Kumpel erscheint, dann wirkt sie als Kumpel - aber nicht als Frau.

Ich kenne eine Frau, die als Partnerin der ideale Typ zu sein scheint.
Packt enorm mit an, engagiert sich, und wirkt als der Freund "durch dick und dünn" Der Mann vermisst aber trotzdem etwas, weil zuwenig Weiblichkeit.

Weil diese Frau sich selber mehr als Kumpel, statt als Frau definiert.
Das mag auf den ersten Blick emanzipiert erscheinen. Aber auf den zweiten Blick scheint es, als ob ihr Anspruch, eine Frau zu sein an ihr zuwenig ausgeprägt ist.

Die Ursachen können in einer anderen Sozialisation sein. z.B. als Kind extrem anders geprägt worden. Oder ihr hormoneller Haushalt arbeitet ungewöhnlich, für eine Frau.

Wie ändern ? - sehr schwierig.
Weil die Frau nichts ändern will. Weil sie ihre Art und Weise als die Beste betrachtet, und das gut begründen kann. Aber sich wundert, warum das trotzdem bei den Männern nicht so gut ankommt.

Ich (m) erwarte von einer Frau, dass sie weiblich ist, und weiblich erscheint. Nicht Minirock und High Heels. Aber das man das Gefühl hat, eine Frau an der Seite zu haben. Die gerne eine Frau ist. Und das Frau-Sein ihr wichtiger ist, als wie so oft ein Kumpel zu sein.

Man kann auch als Frau ein Kumpel sein. Und ggf. sog. "Männerkleidung" tragen. Aber dabei trotzdem weiblich wirken.
Der feine Unterschied, und unterschiedliche Ausstrahlung und Wirkung.
(m,53)
 
G

Gast

  • #11
Endlich mal ein spannendes Thema - danke, FS! Ich stelle mir dieselben Fragen wie du...

Egal, was sie sich anzieht oder wie sie sich schminkt, sie ist nicht weiblich vom Wesen her. Das meint nicht, dass sie Bier trinkt und männliche Sportarten toll findet, sondern das Weibliche, Verführerische innerlich. Die Frau vermittelt unterschwellig eine Unsicherheit im Weiblichsein durch ihr Verhalten und ihr Reden.
Ja, und, wie macht sich das KONKRET bemerkbar? Diese Unsicherheit in Bezug auf ihre Weiblichkeit ... woran merkt man(n) die? Wie redet eine Frau, wie bewegt und verhält sie sich, wenn sie sich innerlich nicht weiblich und verführerisch fühlt? Oder anders gefragt: wie verhält sich eine Frau, die ihrer Weiblichkeit sicher ist? Leider bleiben bei diesem Thema die Antworten meist sehr schwammig ... es scheint schwer fassbar zu sein, was eine "weibliche Ausstrahlung" ausmacht.

Für mich ist das alles ein großes Rätsel. Ich (Ende 20, 1, 60m, sehr zierlich, blonde Locken) bekomme durchaus Komplimente von Männern. Man sagt mir z.B., ich wäre hübsch, süß, faszinierend, liebenswert, anmutig ... kürzlich meinte ein Mann, ich würde ihn trotz meiner blonden Haare an Audrey Tautou (aus "Die fabelhafte Welt der Amélie") erinnern. Und das ist doch nun wirklich keine maskuline Frau. Als "graziös" oder "ladylike" wurde ich auch schon bezeichnet....

Tja, aber genau diese Männer, von denen ich all diese Nettigkeiten zu hören bekomme, verlieben sich dann in andere Frauen. Irgendwas scheint mir zu fehlen. Und ich wüsste so gern, was das ist...Ich frage mich schon manchmal, ob irgendwas mit meinem Körpergeruch/meinen Pheromonen nicht stimmt, weil ich einfach keine Erklärung finde.

Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich in meiner Teenager-Zeit von gleichaltrigen Jungen häufiger verhöhnt und vorgeführt worden bin. Bei mir hat sich dadurch natürlich die Botschaft festgesetzt, dass männliche Wesen mich verachten. Mittlerweile kann ich eigentlich relativ locker mit Männern umgehen, aber vielleicht wirken diese alten Verletzungen doch noch irgendwie nach...das wäre eine Erklärung. Allerdings haben sowas auch andere Frauen erlebt, und die werden heute trotzdem von Männern umschwärmt...

Also, ich bin ebenso ratlos wie die FS und hoffe, dass hier noch viele Antworten kommen!
 
  • #12
Zu #1: Meiner Meinung nach tut eine Frau auch nicht so, als wäre sie der beste Kumpel (Und falls doch: Dann sollte betreffende Person schleunigst am eigenen Selbstbewusstsein arbeiten!). In meinem Fall kann ich ganz klar sagen, dass ich so bin wie ich bin. Aus diesem Grund sehe ich auch keinen Fehler bei mir. Wenn ich mich verstellen muss, um jemandem zu gefallen, ist diese Person absolut uninteressant für mich. Egal ob Männlein oder Weiblein.
Ich suche auch den Fehler gewiss nicht beim Mann. Jeder ist anders. Und das ist auch gut so.

Zu Ars_Vivendi: Das Witzige dabei ist, dass die Meisten nichts gegen Freundschaft + hätten. Aber darauf hab ich keine Lust. :)

Mir geht es auch gar nicht darum, zu wissen wer was möglicherweise falsch macht. Dieses Kumpel-Typ-Ding ist mir einfach nur mal aufgefallen.
 
  • #13
Also ich bin vom Wesen her auch eher der Kumpel-Typ. Ich trage selbst immer Chucks, Jeans und Tanktops, habe kurze Haare mit Undercut, trinke gerne Bier und lache über schmutzige Witze. Aber mir ist es noch nie passiert, dass mich deshalb ein Mann nicht wollte. Wenn ich Dates habe, dann finden mich diese Männer auch attraktiv, sonst würden sie sich ja nicht mit mir treffen (und sie bestätigen es mir natürlich auch). Es passt dann aus anderen Gründen nicht, wobei ich eher diejenige bin, die die Männer aussortiert.
Ich kann mir also nicht vorstellen, dass das dein Problem ist. Wahrscheinlich sind es andere Dinge, die nicht passten und die Männer wollten dir nur nett absagen. Oder du suchst dir unbewusst die falschen Typen aus. Versuch doch einfach mal dein Beuteschema zu ändern und schau, was passiert. Es gibt so viele Männer, die das kumpelhafte und unkomplizierte Verhalten mögen.
Ach, und versuch doch mal dein Verhalten nach einem Date kritisch zu hinterfragen. Kann es da noch etwas anderes geben, was die Männer abschreckt? Zu verschlossen? Sendest du nicht genügend Flirtsignale? Vielleicht wirkst du auch deshalb eher wie ein Kumpel.
 
  • #14
Dass du schon 7!!!!!!! Jahre Single bist spricht doch für sich. Was fragst du also?
Meine längste Single-Zeit war nicht mal 7 Monate. Die allermeisten Männer mögen sehr weibliche Frauen. Sie stehen ohne Ende auf Frauen die sich weiblich kleiden mit Röcken und Kleidern, die schöne lange Haare haben, höhere Schuhe trägt (und nicht diese widerlichen Chucks), die sich hübsch zurechtmacht und NICHT sein Kumpel sein möchte.
Mein Freund sagte am Anfang unseres Kennenlernens zu mir:"Wenn du ganz Frau bist kann ich ganz Mann sein." Und es klappt wunderbar. Ich liebe diese Unterschiede zwischen Mann und Frau, und sämtliche Männer sind wild auf das Feminine in und an einer Frau.

Ich finde Frauen die sich männlich kleiden und geben einfach nur furchtbar. Und genau so empfinden das auch die meisten Männer.
 
  • #15
Wann ist Frau für euch ein Kumpel-Typ? Wisst ihr überhaupt selber was ihr wollt ... aber einen Rückzieher macht, wenn ihr...
Warum, bitteschön, sollte ich einen Rückzieher machen, wenn eine Frau endlich einmal so ist, daß ich mich nicht ständig entscheiden muß, ob ich etwas entweder ohne sie unternehme (führt zu Beziehungsstreß) oder aber ganz verzichte (führt zu Entzug)?

Auf „weibliches” Auftreten kann ich in fast allen Lebenssituationen verzichten, außer a) bei festlichen Anlässen, b) beim Tanzen und c) wenn sie barfuß bis zum Hals ist. Wettgemacht wird das alles durch den Umstand, daß ich mit ihr zusammen Abenteuer erleben kann, die eine feminine Frau weit von sich weisen würde.
 
  • #16
Ich trage selbst immer Chucks, Jeans und Tanktops, habe kurze Haare mit Undercut...
Ich würde schätzen, jede 10. junge Frau in der Großstadt sieht so aus. In den Lesbenclubs Berlins, in die mich meine Tochter charmanterweise mal mitgenommen hat, würde ich die Quote auf 50% einschätzen.
Und alle denken, sie seien besonders unkonventionell.
Reinhard Mey hat mal vor Jahrzehnten den Begriff von der Nonkonformisten-Uniform erfunden. Da musste ich gerade dran denken ;-)

Lieber Kuchen, ich finde, dass du mit diesem Style nicht wie ein Kumpel aussiehst, falls du hübsch und feminin bist, sondern sehr sexy ( habe ich unter #3 schon beschrieben ) und dann ist auch klar, dass die Männer dich attraktiv finden.
Leider sehen wir die FS nicht.
Kann sein, dass ein Blick genügen würde und wir könnten ihr sagen, ob und inwiefern sie als Kumpel rüberkommt.

Seit ich hier mitlese, habe ich einen anderen Blick auf Menschen.
Sagen wir, hier ist ein Mann, der seine 'Eckdaten' so beschreibt, dass jeder 'joa...' denken würde und der uns fragt, warum er nicht bei den Frauen ankommt.
Ich sehe jetzt manchmal auf der Straße solche Männer ( das ist nur ein Beispiel ), bei denen ich denke, das könnte 'so einer' sein.
Und ich hätte dann schon Ideen, woran es liegen könnte, obwohl er doch groß und schlank ist und noch alle Haare hat.

Es gibt viele sehr subtile Dinge, die über Wohl oder Wehe entscheiden, die man hier nicht darstellen kann, die der Fragende nicht mal erkennen kann.

Ich schätze, bei dieser FS könnte es ähnlich sein und auch bei der zierlichen, blonden, jungen Frau, die ihr Dilemma unter #10 beschreibt.

w 48
 
G

Gast

  • #17
Ja, und, wie macht sich das KONKRET bemerkbar? Diese Unsicherheit in Bezug auf ihre Weiblichkeit ... woran merkt man(n) die?
Das ist in der Tat schwer zu beantworten. Ich versuche es mal: Die Frau fühlt sich unwohl, wenn auf sie sexuell reagiert wird. Komplimente, Blicke usw., die sexuelles Interesse vermitteln, verunsichern sie. Sie vermittelt, dass sie ein Problem damit hat, als sexuelles Wesen wahrgenommen zu werden, und damit auch, dass man sexuell mit ihr nichts anfangen kann. Sie vermittelt: Wir sind doch alle harmlos und gute Freunde und könnten unter einer Bettdecke schlafen, ohne dass was passiert.

Tja, aber genau diese Männer, von denen ich all diese Nettigkeiten zu hören bekomme, verlieben sich dann in andere Frauen.
Guck Dir die genau an. Und alles, was Du als negativ abstempelst wie "das sind doch Tussis" oder "das sind Zicken", ist ein Teil des Weiblichkeitsprogramms, auf das die Männer anspringen. Kein Mann will eine Zicke oder eine, die sich stundenlang schminkt, aber doch suchen sie genau die als Freundin, wenn sie noch nicht weiter sind und schon begriffen haben, dass das nun auch nicht gerade positive Facetten der Weiblichkeit sind. Für eine Zicke müssen sie sich anstrengen und bekommen, wenn sie alles richtig gemacht haben, Zuneigung.

Die Unsicherheit in der Weiblichkeit kommt meiner Erfahrung nach (denn ich habe natürlich auch sowas erlebt) tatsächlich durch Verletzung in der Kindheit und Jugendzeit. Der Vater spielt eine große Rolle, sofern vorhanden, also ob er dem Mädchen Bestätigung vermittelt hat oder es gekränkt hat bei der Entwicklung zur Frau, und natürlich die Haltung der Mutter zu Männern, dann, ob man Missbrauchserfahrungen hat, dh. Angst haben muss, seine Weiblichkeit zu zeigen, weil sie früher zu Übergriffen führte (jedenfalls verbindet man das so). Kann auch die eifersüchtige Mutter sein (Schneewittchen-Komplex).

# 1
 
G

Gast

  • #18
In meinem Fall kann ich ganz klar sagen, dass ich so bin wie ich bin.
Gut, das habe ich unscharf formuliert. Mir ging es darum zu sagen, dass die Frau nicht absichtlich so tut, sondern sich in dieser Rolle unbewusst befindet und dann damit hadert, dass sie nicht als Frau wahrgenommen wird.

Wenn ich mich verstellen muss, um jemandem zu gefallen, ist diese Person absolut uninteressant für mich.
Das ist richtig, ich habe auch kein Plädoyer fürs Verstellen gehalten und bin Deiner Meinung, dass man nur die falschen Leute anzieht, wenn man sich verstellt.
Nur darf man sich auch nicht beschweren, wenn man nicht so wie beabsichtigt ankommt. Das heißt wiederum nicht, dass man sich verstellen soll, sondern sich mal fragen soll, ob man wirklich so rüberkommt, wie man meint.

Ich suche auch den Fehler gewiss nicht beim Mann. Jeder ist anders.
Bestimmte Dinge werden aber immer gleich bleiben. Dazu gehört, dass eine Frau die sexuelle Seite des Mannes ansprechen muss, wenn sie ihm gefallen möchte. FALLS sie die in sich unterdrückt, kann sie noch hundert Jahre der beste Kumpel sein für die Männer - auf den Gedanken, diese Frau in Dessous zu sehen und eine heiße Nacht mit ihr haben zu können, kommen die Männer trotzdem nicht.

# 1
 
A

Ars_Vivendi

  • #19
Zu Ars_Vivendi: Das Witzige dabei ist, dass die Meisten nichts gegen Freundschaft + hätten. Aber darauf hab ich keine Lust. :)
Platt gesagt: das ist dann besser als gar kein Sex, aber Du bist nicht der Typ Frau, der diesen Mann "scharf" macht....
Das bedeutet ja auch nicht, dass es nicht Männer gibt, die Dich nicht nur als Kumpel, sondern auch als Partnerin toll finden.
 
  • #20
Zitat: "Dass ich Single bin, finde ich gar nicht mal so schlimm. Außerdem habe auch ich schon einige Kandidaten aussortiert, weil es aus diversen Gründen nicht passte."

Ich denke, es ist doch das altbekannte Problem: Männer, die mich toll und sexuell attraktiv finden, will ich nicht und Männer, bei denen ich mir alles vorstellen könnte, sehen in mir nur den Kumpel-Typ (oder wollen mich nicht).
Entweder Beuteschema überdenken und mal einen "Kandidat" nehmen, den man selbst vorher "aussortiert" hat oder in Geduld üben, irgendwann klappt es schon mit der beiderseitigen Liebe.
Also an ein paar Gläser Bier trinken und zottigen Sprüchen oder anzüglichen, zweideutigen Witzen liegt es bestimmt nicht, dass Frau automatisch von Männern in die Kumpel-Schublade gesteckt wird.
 
G

Gast

  • #21
Hier wird immer geschrieben, dass eine Frau zum Kumpel wird, wenn sie keine Weiblichkeit ausstrahlt. Aber wie soll das der FS weiterhelfen? Wie strahlt man denn Weiblichkeit aus? Wie Sexualität/Erotik? Kann man sich das irgendwie antrainieren (andere Haltung, anderes Bewegungsmuster, bestimmte Gesten...), ohne, dass es dann aufgesetzt und unauthentisch wirkt?

Man könnte vielleicht meinen, dass man nur Erotik versprühen kann, wenn man mit seiner eigenen Sexualität im Reinen ist. Aber der Witz ist ja, dass viele Frauen gar keinen Bock auf Sex haben ... und die Männer ihnen trotzdem in Scharen hinterherlaufen. Und z.B. ein ganz junges, unerfahrenes Mädchen kann wohl kaum mit ihrer Sexualität im Reinen sein... trotzdem fahren die Jungs auf sie ab.
 
G

Gast

  • #22
An Kleidung oder konkreten Verhaltensweisen kann man es wohl nicht festmachen, ob eine Frau nur als Kumpel gesehen wird. Es gibt Frauen, bei denen objektiv alles stimmt - Aussehen, Stil, soziale Kompetenz, Humor, Intelligenz - denen aber die feminine/sexuelle Ausstrahlung fehlt und die darum entweder gar nicht beachtet oder immer nur als netter Kumpel gesehen werden.

Mir geht es genauso. Ich scheine für Männer so aufregend zu sein wie eine Packung Knäckebrot und das ist verdammt schmerzhaft ... man fragt sich immer: "WAS zum Teufel stimmt nicht mit mir?" Hätte man offensichtliche Charakterschwächen, könnte man daran arbeiten...wäre man übergewichtig, könnte man abnehmen...und so weiter ... aber was soll man machen, wenn man immer nur die Rückmeldung bekommt, dass man selbst rundum super; nur leider der berühmte Funke nicht übergesprungen ist? Wenn man immer wieder diese "aber"-Sätze hört: "Du bist eine tolle, hübsche, spannende, intelligente, liebenswerte Frau, aber leider kann ich keine Gefühle für dich entwickeln." Wenn Männer nicht mal Interesse an einer Affäre haben.

Das ist wohl das Pendant zur Kumpelschiene bei Männern. Allerdings habe ich das Gefühl, dass Männer noch eher an ihrer "Männlichkeit" arbeiten können als Frauen an ihrer "Weiblichkeit". Denn Männlichkeit wird über Aktivität definiert, Weiblichkeit über ... ja, worüber genau eigentlich?! Passivität? Allein dadurch, dass sie untätig in der Ecke steht, wird eine Frau auch nicht sexy. Was macht denn eine Frau, was macht weibliches Verhalten aus? Dass Weiblichkeit und Biertrinken/zotige Witze reißen sich nicht ausschließen, wurde hier ja bereits erwähnt.

Es gibt irgendwie nichts greifbares, wo man ansetzen könnte.
 
  • #23
Sicher mögen Männer Kumpelfrauen, aber als Kumpel mehr nicht.
Es gibt auch Kumpelehen, kenne da ein paar, das kann auch halten, bis die ultimative weibliche Traumfrau von außen real und zur Gefahr und Bewährungsprobe für die Kumpelbeziehung wird.

Ich wollte und wäre nie ein Kumpel für meinen Partner - den hat er nämlich schon, es ist ebenfalls ein Mann.

Somit gefällt mir die Kumpelfrau überhaupt nicht, sowie mir auch ein Softie-Mann nicht gefallen würde, er wäre feminin und verweiblicht, mich zieht nunmal das Gegenteil an sofern hetero gepolt und ich bin davon überzeugt bei der Mehrzahl wählerischer Männer ist das ebenso.
 
  • #24
Alkohol macht cool? Ehrlich gesagt, steh ich nicht so auf Leute, die in der Freizeit kaum ohne Alkoholika in der Hand anzutreffen sind. Selbst bei manchen Frauenzimmern siehts inzwischen aus, wie im Getränkelager eines Bahnhofskioks. Teilweise entlarvend, welche unüberlegten Schnappschüsse in Onlinekontaktportalen veröffentlicht werden. Diskussion zuende. No go. Die könnte so locker-tiefenentspannt und kumpelhaft sein, wie sie will, die käm für keinerlei Bekanntschaft in Frage. Sich bei den Kerls ranzuranzen, ist auch immer so eine Sache.
 
  • #25
Wenn eine Frau sehr weiblich ist, kann sie männliche Stärken und Vorlieben haben: sie wird deswegen nicht trocken und kumpelhaft wirken, sondern durchaus reizvoll. Es kommt darauf an, wie sie sich der Männlichkeit annimmt, ob sie das Element der Weiblichkeit verlässt oder ob sie innerhalb dessen ihre männliche Art auslebt. Weiblich sein bedeutet, sich nicht zu weit aus dem Fenster hinauslehnen.
 
  • #26
Du hast Dates. Das heisst, am Optischen wird es nicht liegen, sonst käme es gar nicht so weit.
Ich vermute, du bist etwas unkonventionell und daher wirst du länger brauchen, bis du einen passenden Partner findest. Mein Tipp ist, bei den für dich attraktiven Männern mehr zu investieren und auch aktiv zu werden. Bei dir wird es vielleicht nicht funktionieren, dass du darauf warten kannst, vom "Richtigen" angesprochen und umworben zu werden. Weil der vielleicht gar nicht mitbekommt, dass du Interesse hast und eine weibliche Seite, die sich nach mehr sehnt als nur zusammen Spass zu haben.
 
  • #27
Ich werfe mal nochwas in den Raum: Dir scheint es ja sehr wichtig zu sein, uns wissen zu lassen, dass du eine "Führungsposition" bei deinem Arbeitgeber einnimmst. Daraus schließe ich, dass du das deinen potentiellen Partnern auch schnell auf die Nase bindest (was ja ok ist).

Problem: Die meisten der Männer, die du überhaupt in Erwägung ziehen würdest, möchten eine Frau, die bei Ihnen auch etwas den Beschützerinstinkt weckt. Die Frauen, die attraktiv waren, von denen ich aber dennoch sexuell nicht angezogen war, waren immer solche Frauen wie du. Ich kenne bei uns im Unternehmen zig Mädels in der gleichen Situation wie du (Alter, Job etc).

Vielleicht ist das der Preis den Frauen für ihre Karrieren zahlen müssen.
 
  • #28
An Kleidung oder konkreten Verhaltensweisen kann man es wohl nicht festmachen, ob eine Frau nur als Kumpel gesehen wird. .....
Es gibt irgendwie nichts greifbares, wo man ansetzen könnte.
Sehe ich auch so.
Die Menschen sind verschieden.
Es gibt große und kleine, daran kann man gar nichts ändern.
Solche mit vollem Haar und andere haben nur Flusen auf dem Kopf, daran kann man so gut wie nichts ändern.
Manche tun sich mit dem Lernen sehr leicht, müssen alles nur einmal hören, kapieren es sofort und vergessen es nie wieder, andere erarbeiten sich ihre Erfolge sehr schwer oder erreichen nie besondere. An der grundsätzlichen Ausstattung des Gehirns kann man nichts ändern.
Man kann auch nichts an seiner Hautfarbe ändern ( oder doch ? Michael Jackson hatte offenbar einen Weg gefunden )

Und man kann nichts an seiner Ausstrahlung ändern.
Manche Leute sind sexy, andere nicht, egal was jeweils beide anhaben.
Manche Leute haben Charisma, andere sind Mauerblümchen. Das ist nichts, was man sich aussucht oder was erlernen kann.

Ich habe zwei Cousins, die sich ähnlich sehen wie Zwillinge.
Auf Fotos sind sie ( für mich ) nicht zu unterscheiden.
Und beide sehen auf Fotos extrem gut aus, wie Models.
Der eine ist Model und Surflehrer, der andere ist Nerd und Bürokaufmann. Und real einfach furchtbar als Mann.
Im realen Kontakt habe ich kein Problem, sie zu unterscheiden, nicht mal auf 100 Metern Entfernung.
Diese Sunnyboy-und-Nerd-Divergenz existierte schon, als beide Kinder waren. Und daran wird sich nichts ändern bis beide in die Grube springen.
Ich kann euch hier nicht beschreiben, was den einen zum Nerd und den anderen zur Sahneschnitte macht, denn wie gesagt, sie sehen sich sehr ähnlich.
Und trotzdem würdet ihr es selbst sehen, so wie es auch alle Frauen sehen, die den beiden in den letzten 40 Jahren begegnet sind.

Man ist wie man ist.
Man tut gut daran, diese Dinge zu akzeptieren.

Ok, dann ist die FS eben ein Kumpeltyp. Was soll's ? Sie wird trotzdem einen Partner finden, wenn sie das wirklich will.
Mein Nerd-Cousin hat auch eine abgekriegt.
Und ich auch, obwohl ich kein Model bin :)

w 48
 
A

Ars_Vivendi

  • #29
Aber wie soll das der FS weiterhelfen? Wie strahlt man denn Weiblichkeit aus? Wie Sexualität/Erotik? .
Passend kleiden. Weibliche Figur. Weibliche Frisur. Dezent schminken. Passendes Freizeitverhalten und Hobbies. Freundinnen. Vielleicht mal eine Farb- und Typberatung machen. Es gibt durchaus den Typ "graues Mäuschen", der völlig unauffällig ist und überhaupt nicht weiblich wirkt, das aber mit ein paar einfachen Tricks ändern kann.

Man könnte vielleicht meinen, dass man nur Erotik versprühen kann, wenn man mit seiner eigenen Sexualität im Reinen ist. Aber der Witz ist ja, dass viele Frauen gar keinen Bock auf Sex haben ... und die Männer ihnen trotzdem in Scharen hinterherlaufen.
Das Hinterherlaufen wird dann öfter mal schnell enden, wenn eine Frau gar keinen Bock auf Sex hat. Beziehungen scheitern daran, Ehen ebenso, Fremdgehen ist die logische Folge. Wenn ich eine attraktive Frau sehe, kann ich ja erstmal nicht erkennen, wenn im Bett nichts läuft.
Aber auch da gilt, wie bei anderen Faktoren, es gibt auf beiden Seiten das passende Gegenstück. Man muss es nur finden...
 
G

Gast

  • #30
Wie strahlt man denn Weiblichkeit aus? ... Kann man sich das irgendwie antrainieren (andere Haltung, anderes Bewegungsmuster, bestimmte Gesten...), ohne, dass es dann aufgesetzt und unauthentisch wirkt?
Alle in Deiner Klammer aufgeführten Dinge sind nur die Oberfläche von dem, was innen passieren muss, damit man weiblich wirkt. Es gibt auch nicht das eine weibliche Wirken, das ist schon individuell. Aber eines in allem gemeinsam: Die Haltung "ich mag Männer als Männer". Nicht als Konkurrenz, nicht als Papi, nicht als folgsamer Sohn, nicht als Knuddelfreund, sondern als MANN. Als sexuelles Wesen.

Das bedeutet nicht, dass man mit jedem Mann ins Bett springen will. Es heißt nur, dass einem der geschlechtliche Unterschied klar ist, dass man männliche Signale des Interesses deuten kann, dass man sicher ist darin, weibliche Signale auszusenden. Die zu lernen, kann vielleicht eine gute Schauspielerin, aber wenn das gelernt wird, ist es nicht Deins. Du musst dem ganzen genau DEINE weibliche Note geben.

Das habe ich rausgefunden darüber, dass ich
1. meine Vergangenheit gründlich aufgearbeitet habe (z.B. was hat mir mein Vater über mich als weibliches Wesen vermittelt, auch wenn ein Vater abwesend ist, macht man was in seiner Psyche daraus, z.B. ich war nicht gut genug, dass er blieb?)

2. mich als unbeschriebenes Blatt empfand und mir Filmpersonen und reale Personen angesehen habe und überlegt habe, warum mich diese oder jene Eigenschaft bzgl. Weiblichkeit fasziniert. Alles, was auf mich positiv gewirkt hat, habe ich versucht zu integrieren in meine Person mit meiner "Färbung". So habe ich auch (endlich) meinen Klamottenstil gefunden, der genau das unterstreicht, was ich im Inneren meine zu sein, und nicht, was mir Mode und Umfeld als passend aufdrücken wollen, oder was mir auf einmal durch den Kopf schießt, weil ich es an anderen toll finde.

Ich denke, als junge Frau muss man vielleicht auch erstmal die ganzen Ressentiments, die man anderen Frauen gegenüber hat, ablegen und offen bewundern lernen. Denn nur so ist man bereit, das auch für sich lernen zu wollen, was diese Frauen schon von Natur aus können. Neid ist okay, das spornt einen an, aber Missgunst und Runtermachen hemmt einen nur bei der Erkenntnis.

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