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  • #1

wann ist für euch ein Mann ein "Stoffel"?

Hallo,

ich stelle immer häufiger fest, dass Männer, vor allem dieü50 oder ü60, irgendwie sehr sparsam mit Worten sind, und auch sonst ehr knauserig.
Beispiele:
Ein Mann sagt, nach kleinen Gefälligkeiten, nicht danke, als müsse man darüber kein Wort verlieren.
Ein anderer entschuldigt sich nicht, wenn ihm z.B. ein Glas runterfällt und zerbricht. Klar, ist unbeabsichtigt, aber ein "sorry" würde ich schon erwarten. Oder wenn er (was häufig vorkommt) sich verspätet, kein Wort der Entschuldigung.
Ein anderer geizt rum und rechnet penibel alles auf, das nervt gewaltig. Ich bin eher der großzügigere Typ.
Wie verhaltet ihr euch in solchen Fällen? Könntet ihr damit klarkommen? Was steckt eigentlich dahinter wenn Männer sich so verhalten?

Danke, w 50
 
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  • #2
Ich mache sehr oft die Erfahrung umgekehrt und adäquat mit Frauen. Ein solcher Kontakt beende ich dann schneller, als er zustande kam, ist ganz einfach unter meinem Niveau und Punkt. Was dahinter steckt? Ganz einfach! Unbewusst gespeicherte Erfahrungen negativer Art, die nicht verarbeitet wurden und deshalb so zum Ausdruck kommen. Für mich absolute NOGO´S: Geiz, Kommunikationsschwach, mangelnde emotionale Intelligenz etc. pp.

Vieles wenn nicht ALLES hängt vom Selbstbewusstsein und vom eigenen gefühlten Selbstwert ab!

"Alle Dinge, die man gegen sein Gefühl und gegen sein inneres Wissen tut, anderen
zuliebe, sind nicht gut und müssen früher oder später sehr teuer bezahlt werden."
Diese Dinge gehen immer nach hinten los.

Es schließt aber eben all die wichtigen Dinge aus, die man nur auf Grund einer sozialen Konditionierung oder aus einem Pflicht- oder Schuldbewusstsein heraus macht.
Man befreit sich von allen Zwängen: „indem man ab jetzt nur noch das macht, worauf man wirklich Lust hat (und sich dabei auch noch schamlos gut fühlt), dann ist man dabei zu lernen, wie man mehr Selbstbewusstsein bekommt, einen gefühlten Selbstwert spürt bzw. wie man das eigene Selbstbewusstsein stärkt.

Menschen sind mit Edelsteinen zu vergleichen; um die Echtheit zu prüfen, muss man sie aus der Fassung heben, also etwas von ihnen wollen! „Es gibt viele Diebe, die nicht bestraft werden und dem Menschen doch das Kostbarste stehlen: die Zeit.“ HART ABER WAHR! Da musst man durch, wenn man sich weiter entwickeln möchte. (erf.m50+)
 
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  • #3
..ein Stoffel (m/w) ist für mich jemand

- der nicht bitte und danke sagen kann
- dem hintenan gehenden die Tür nicht aufhält
- 9,90€ im Lokal grosszügig auf 10€ aufrundet
- sich nicht entschuldigt und für den Schaden aufkommt, wenn was zu Bruch geht

Woher das kommt? Schlechte Kinderstube!
Und - was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr ;-)
 
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  • #4
Ich glaube nicht, dass sowas mit dem Alter zu tun hat. Die waren als junge Männer nicht anders.
 
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  • #5
Wie verhaltet ihr euch in solchen Fällen? Könntet ihr damit klarkommen? Was steckt eigentlich dahinter wenn Männer sich so verhalten?

Danke, w 50

Ich vermute, die älteren Herren schätzen ihren "Marktwert" hoch ein. Sie werden von Frauen wohl zu sehr hofiert. Ja , seitdem ich mich für die 55+ Herren interessiere, habe ich erstaunt wahrgenommen, dass die geschilderten Situationen anscheinend zum gängigen Umgangsmuster, männlich 55+ gehören.
Da liegt es ja auch nicht weit entfernt davon, dass Männer 50+ innerhalb ihre Töchtergeneration nach neuen Partnerinnen suchen, völlig ignorierend, dass die heutige, weibliche Babyboomer_Generation späterer 1. wenig eigene Rente erhalten wird, 2. zu den alleinstehenden Frauen 60+ gehören wird, die heute ausgemustert werden. Allerdings dürfte sich so das Problem der Altenbetreuung für männliche Senioren elegant lösen lassen.

Zusammenfassend: erstaunt stelle ich eine unflexible Ichbezogenheit bei Männern fest, Lust auf eine neue Partnerschaft fördert dieses Verhalten bei mir nicht. Aber das ist wohl auch unwichtig, hier scheint eine männliche Generation ihr Ding ohne Rücksicht auf Verluste durchzuziehen.
w50+
 
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  • #6
ich stelle immer häufiger fest, dass Männer, vor allem dieü50 oder ü60, irgendwie sehr sparsam mit Worten sind, und auch sonst ehr knauserig.

Ich kann das so pauschal überhaupt nicht feststellen. Und wenn, dann hat das für mich nichts mit dem Alter zu tun. Solche Menschen - und ich schreibe bewusst nicht nur "Männer" - gibt es natürlich, aber es gibt ja auch die charmanten, intelligenten, reflektierten, toleranten, aufgeschlossenen, gesprächigen und großzügigen Menschen... die fallen mir sehr viel eher und lieber auf :)

Wie verhaltet ihr euch in solchen Fällen? Könntet ihr damit klarkommen? Was steckt eigentlich dahinter wenn Männer sich so verhalten?

Ich verhalte mich nach dem Motto: leben und leben lassen. Ansonsten interessieren sie mich nicht weiter.

Attraktiv würde das auf mich natürlich auch nicht wirken. Aber ich muss ja auch keine Beziehung oder Partnerschaft mit ihnen eingehen...

Und die Ursachen dafür? Ich kann nur mutmaßen: Schlechte Kinderstube, schlechte / enttäuschende Erfahrungen in Beziehungen & mit Frauen, längerer Frust als unfreiwilliger Single, schwierige Familien-/Arbeitssituation, charakterliche Veranlagung, einfach nur unzufrieden mit sich selbst, Desinteresse am Gegenüber, Desillusionierung über whatever... der ganz normale Wahnsinn halt.

w, 53 in fester Partnerschaft mit einem alles andere als "Stoffel-Menschen"
 
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  • #7
Ja, das ärgert mich ebenso. Ich kannte mal einen Mann, der jedes Jahr meinen Geburtstag vergaß, Weihnachten genauso. Eigentlich gab es gar keinen Tag im Jahr, den er wichtig nahm oder auf mich Rücksicht nahm. Aber beleidigt war, wenn ich ihn dann mal mit selbigem Verhalten konfrontierte. Er hielt mir sogar vor, ich hätte dieses Jahr vergessen, ihm zum Vatertag zu gratulieren! Unglaublich!

Scheinbar erwarten manche Menschen einfach, dass sie ein Recht haben und es wert sind, alles zugeschoben zu bekommen, ohne je was dafür tun zu müssen.

Bei männlichem Geiz habe ich auch schon allerhand erlebt. Ein Geschenk beruhte einmal auf eine abgelaufene Packung Kaffeebohnen. Was will ich mit Kaffeebohnen? Ich habe ja nicht mal eine Kaffeemaschine bzw. Kaffeemühle!

Ein Mann, meinte es wohl besonders "süß", dass er mir zu Ostern einen Osterhasen mitbrachte. Er biss dann aber selber rein und verputzte im Laufe des Dates den ganzen Hasen selbst. Schweinerei!
 
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  • #8
Ja, das stelle ich leider auch oft fest. Zudem sind sie maulfaul und Nettigkeiten kommen ihnen nicht über die Lippen.
Meist sind das Männer, die lange verheiratet waren und dachten, dass sie es nicht mehr nötig haben. Dann ist die Frau abgehaut und sie haben noch nicht kapiert, dass es an ihrem Verhalten lag.
Höfliche, aufmerksame Männer finden viel leichter eine neue Frau.
Für mich käme so ein Stoffel auch nicht mehr infrage.
Mein Schatz (60) ist höflich, zuvorkommend und liebevoll. Und genau so bin ich dann auch zu ihm.

w 59
 
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  • #9
Du bist vermutlich großzügig, wenn das ganze zu deinen Gunsten ausgeht. Nach meiner Erfahrung sind Frauen sehr kleinlich, wenn sie einen "Verlust" einfahren.

Vielleicht haben erfahrene Männer das im Hinterkopf. Ist doch auch nicht falsch, alles genau abzurechnen, oder? Ich finde das ziemlich fair.
 
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  • #10
Die Sachen, die Du aufgeführt hast, klingen für mich so, als wären die schon immer so gewesen. Ich finde so ein Verhalten öde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute sehr aufgeschlossen für ein Gegenüber sein können, von daher denke ich, sie werden mich langweilen. Der Aufrechner hat ja nur eine Sorge und damit nur eins im Kopf - SEIN Geld. Vielleicht würde er lockerer, wenn er lange Zeit mit Dir zusammen ist und sieht, wie großzügig Du bist. Dazu müsste er aber noch lernfähig sein und manche sind das nicht mehr. Die bleiben charakterlich irgendwann stehen (Männer wie Frauen).

Käme ich nicht mit klar. Was dahintersteckt - keine Ahnung. Keine Erziehung erstmal, dann kein Charme und keine Offenheit, kein Gefühl für ein Gegenüber. Vielleicht auch Verfall im Kopf, da ich denke, wenn man nicht aktiv ist, verkümmert da was und die Manieren gehen verloren. Zu lang allein gelebt vielleicht auch.
Macht alles keinen Spaß sowas. Der Typ mit dem Glas hätte jedenfalls ein neues schenken können. Hätte ich gemacht oder zumindest mich entschuldigt und gesagt, dass es hoffentlich keins von der Urgroßmutter war.
 
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  • #11
Die Erfahrung habe ich auch gemacht.Keine Ahnung, was sich die Männer dabei denken.
Ein Stoffel ist für mich ein unhöflicher, muffliger Mann. Unhöflich und maulfaul. Ich mache um solche Exemplare einen großen Bogen. Das schont die Nerven. In meinem nächsten Umfeld möchte ich solch einen Mann nicht haben. "Bitte" und "danke" sollte man als Mann schon beherrschen. Erst Recht, Frauen gegenüber. Wenn ein Mann neben mir hertrabt, ich schleppe mich ab und er ignoriert das:Stoffel. Ein Mann betritt vor mir ein Gebäude, sieht mich und lässt die Tür zufallen:Stoffel. ich muss einem Mann alles aus der Nase ziehen und er antwortet kurz angebunden und widerwillig:Stoffel.
Glücklicherweise gibt es noch Männer, die anders sind. Ich empfinde es als angenehm, wenn man mir den Vortritt lässt, die Tür aufhält und in den Mantel hilft. Das ist kein Anbiedern oder Übertreiben, sondern sollte ein Mann in unserer Altersgruppe oder älter, meiner Meinung nach, im Repertoire haben. Wenn ich mit einem Mann auf dem Bürgersteig laufe, läuft er auf der Seite, die der Straße am nächsten ist. Erst Recht, wenn es regnet. Es sind kleine Dinge, kostenlos und nicht zeitaufwendig und sie wirken. Zumindest bei mir.

w, 49
 
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  • #12
Was steckt dahinter: ganz einfach, schlechte Manieren.
Wie verhalte ich mich bei solchen: weg bin ich.
(Sollten das aber Männer aus meinem Umfeld sein, mit denen ich mich abgeben muss, zb Beruf, darauf hinweisen bzw indirekt zeigen, dass dies nicht geht)
 
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  • #13
Liebe FS,
dahinter steckt, dass niemand dem Mann eine Rueckmeldung auf sein unangemessenes Verhalten gibt, vermutlich auch niemals gegeben hat.

Von ihren Müttern als kleine Prinzen erzogen, wurden sie für Fehlverhalten nicht getadelt, sondern immer waren die anderen Schuld - sehe ich bei meiner Schwester. Mein Neffe ist 23 und sein Verhalten entspricht nicht dem eines Studenten der Medizin. Demzufolge hat er auch keine Freundin. Keine junge gebildete Frau lässt sich sowas bieten und eine ungebildete Frau, die es sich gegen die Option auf sein absehbares hohes Einkommen gefallen lassen wuerde, will er nicht.

Die Frauen, die der Mann vorher hatte, hatten nicht die Energie, sich damit abzuplagen, haben es hingenommen bis sie es nicht mehr konnten und sich dann getrennt. Oder die Maenner gingen wegen Dauernoergelei, ohne sich und ihr Verhalten selber zu reflektieren - hat ihnen ja auch keiner beigebracht.

Manchmal sind Maenner dieser Generation mit einer Frau dauerhaft zusammen, weil sie eine Frau mit wenig Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl bekommen haben, die aus ihrem familiären Kontext kein anderes Verhalten von Maennern kennt.

Ich kenne solche Maenner aus dem beruflichen Kontext und sehe, dass kein Vorgesetzter Lust hat, sich mit solchen Stoffeln abzuplagen und ihr Verhalten zu korrigieren. Vermutlich wissen sie um die Aussichtslosigkeit. Ich meide solche Menschen weiträumig, im Privatleben, wie auch im Job. Im Job nehme ich mir sogar die Freiheit, sie genauso ignorant zu behandeln, wie sie mit anderen umgehen - sie merken es noch nichtmal, weil sie es nicht anders kennen, obwohl ich zu dem Kollegen daneben ganz anders bin. Ich glaube, sie haben da einen Filter.
Im Privatleben wuerde ich mich niemals mit solchen Maennern freiwillig befassen. Ich kann und will damit nicht klarkommen - muss ich auch nicht, es gibt genug angenehme Menschen auf der Welt.

Unter dem 50+Singles findet man eine sehr hohe Quote dieses Typs - wen wunderts.
 
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  • #14
Hallo W 50,
solche Typen kann man getrost gleich abschießen - Unpünktlichkeit geht garnicht - das hat in meinen Augen etwas mit Wertschätzung zu tun - im Alltag sind es doch die kleinen Gesten ,Freundlichkeiten und Liebenswürdigkeiten die das Leben lebenswert machen - evtl.bin ich aber auch noch vom " alten Schlag " Ich finde Zuvorkommenheit steht jedem gut.

Gruß
 
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  • #15
Ich war mal mit einem Mann gut befreundet, den ich für einen Stoffel halte. Er ist Anfang 30, optisch ein richtiger Leckerbissen (sehr groß, blond, blauäugig mit toller sportlicher Figur) und hatte trotzdem nur zwei "Beziehungen", die nur wenige Wochen dauerten (und von den Frauen beendet wurden), obwohl er kein Typ für Affären und ONS ist. Mir ist seine stoffelige Art recht schnell aufgefallen, von daher war ich froh, dass es auch bei ihm nicht gefunkt hatte und wir "nur" Freunde waren. Hier ein paar Beispiele seines Verhaltens:

- Bei einem DVD-Abend in meiner Wohnung ließ er sich mein selbst gekochtes Essen gerne schmecken und griff auch bei den Getränken ordentlich zu. Als wir mal bei ihm eine DVD geschaut haben, wärmte er zwischendurch eine Dose auf und aß den Inhalt ganz alleine. O-Ton: "Ich würde dir auch gerne was anbieten, aber wie du siehst, ist in der Dose nur wenig drin. Und ich habe echt Hunger." Ein Getränk hat er mir auch nicht angeboten.

- Als ich nach dem DVD-Abend zur Bushaltestelle laufen wollte, bat ich ihn, mich zu begleiten. Er wohnte auf einem steilen Hang, die Straße war nicht beleuchtet, und ich hatte ein wenig Angst, auszurutschen und mir eine Blessur zu holen. Das war ein Fußweg von nicht mal 3 Minuten, und er ging trotzdem nur widerwillig mit.. "Och menno, ich bin soooo müde!"

- Nach einem Kneipenabend ließ er mich 1 Stunde vor der Ankunft meiner Bahn einfach alleine in der Kneipe sitzen. Begründung: Er hätte keinen Bock mehr gehabt und wollte nach Hause. Der Mann hätte mich auch nach Hause fahren können, aber das hätte ihn 10 kostbare Minuten von seinem Schönheitsschlaf gekostet.

- Wenn wir mit seinem Auto unterwegs waren, teilten wir uns das Benzingeld. Irgendwann wurde ihm das trotzdem zu teuer und er nahm den Geschäftswagen seines Vaters, weil er kein Geld mehr für Benzin ausgeben wollte. Ich musste ihm trotzdem Benzingeld geben. O-Ton: "Ich bin schließlich gefahren."

- Wir waren meistens in einer Clique unterwegs und hatten am Anfang die Vereinbarung, dass wir uns zu den Geburtstagen nichts gegenseitig schenkten. Eines Tages hatte er die Idee, sich doch gegenseitig zu beschenken. In diesem Jahr bekamen alle ein Geschenk, nur als ich Geburtstag hatte, ging ich leer aus. Als ich ihn drauf ansprach, wurde er total wütend und kündigte mir die Freundschaft. Er hätte mich ja schließlich immer mit seinem Auto gefahren. Das hat er nicht umsonst getan. Ich habe ihm immer Benzingeld gegeben, Drinks bezahlt und kleine Geschenke gemacht. Wir haben seit ein paar Jahren keinen Kontakt mehr. Trotzdem macht er mich noch heute bei anderen Leuten schlecht und behauptet, ich hätte ihn finanziell ausgenommen.

Finger weg von solchen Typen!
 
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  • #16
Liebe FS,das sind einfach schlechte Manieren.Gib ihm mal gehörig Bescheid und formuliere sein Fehlverhalten.Du wirst sehr schnell sehen,dass der Herr fassungslos ist und Dir die Frage stellen wird,ob er denn wirklich so unhöflich war...
Und er wird Dir danach konsequent "die Bude einrennen",sich rechtfertigen,Dich für die ganze Malaise verantwortlich machen,...Weil er schlicht den Bezug zur Realität verloren hat.
Alles schon passiert.Ich berichte aus Erfahrung.
Mache daraus bitte keinen "Erziehungsauftrag"-aber sprich es aus.Du wirst sehen,wie sich das Blatt wendet.
Mit nahezu sicherer Hand hast Du da eine Niete aussortiert.
Menschen ändern sich nicht.
Schon gar nicht in diesem fortgeschrittenen Alter:).
Alles Liebe und viel Erfolg!
w.
 
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  • #17
ich stelle immer häufiger fest, dass Männer, vor allem dieü50 oder ü60, irgendwie sehr sparsam mit Worten sind, und auch sonst ehr knauserig.

Ein Stück weit gebe ich den Mitschreibern recht, von wegen Elternhaus, schlechte Erziehung, etc.

Meines Erachtens ist dieses Phänomen aber auch eine Teuro-Folge. Das Geld sitzt bei vielen tatsächlich nicht mehr so locker und viele Männer können sich großzügige Einladungen schlicht nicht leisten. Stellt sich natürlich die Frage, ob man mit so einem Hungerleider auf Dauer glücklich wird oder sich nicht lieber allein weiter durchs Leben schlägt. Denn eine Familie gründen kann man mit so jemand eher nicht und die Gefahr, irgendwann angepumpt und ausgenutzt zu werden ist relativ groß.
 
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  • #18
Eigentlich ganz lustig, wie sich der Frust einer ganz bestimmten Generation hier wieder mal genüsslich von oben herab entlädt, natürlich völlig moralisch legitimiert und als Lebenserfahrung verkauft.
Zum Glück erledigt sich dieses "Problem" früher oder später von ganz alleine, natürliche Auslese und so :)
 
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  • #19
Deine Erfahrungen teile ich eigentlich nicht. Ich habe im Umfeld keinen einzigen Ü50-Mann, der wie beschrieben agiert. Die Männer sind durch die Bank höflich, rücksichtsvoll, haben gute Manieren, machen sehr süße Komplimente.

Nur beim Geiz ist es gemischt. Da gibt es ein paar, die niemals einladen würden, sozusagen aus Prinzip nicht, obwohl sie gut verdienen. Die sind in allen Lebensbereichen sehr sparsam, gönnen sich selbst aber auch nichts. Bei den anderen spricht man über ein paar Euro nicht, das ist ihnen echt egal, ob sie mal den Kaffee oder sonst etwas zahlen (ich revangiere mich mit der gleichen Selbstverständlichkeit).

Vielleicht liegen Deine negativen Erfahrungen mit auch am Bildungsstand der Männer, ist der eher niedrig? Ich habe im Bekanntenkreis und bei Dates fast durchweg Akademiker.

w 53
 
  • #20
Neulich im Biergarten stand direkt vor mir in der Warteschlange am Ausschank ein ca 65-J., recht korpulenter Mann - der sich ungeniert den Arm bis zum Ellbogen hinten in die Jogginghose (!!) steckte und sich zuerst ausgiebig am A.......... kratzte, um anschließend noch seelenruhig die Passform seiner Unterhose zu korrigieren. Unterders rückte mir von hinten ein ähnliches Exemplar schwitzend fast auf die Pelle.
 
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  • #21
3x getroffen ( 1x ich ihn eingeladen, sonst getrennt gezahlt).
Drittes Treffen, Kellner bringt Rechnung, er nimmt den Zettel mit den Worten:
Na, was für einen Schaden haben wir denn da wieder verursacht?? -
Kellner schaut ihn fassungslos an, dann mich ebenso.
Er zahlt missmutig ( Kellner überlegt offensichtlich, ob er für Dame zahlen soll, Dame überlegt, ihren Salat selbst zu übernehmen) - das war unser letztes Date.

Wer einen 18.70€ 'teuren' kurzweiligen Abend mit mir als Schaden bezeichnet, sieht mich nicht wieder :)

Und nein - es war keine fehlinterpretierte Ironie.
Ich habe durchaus Humor :)

W, 36
 
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  • #22
Die Veranlagung war schon immer da, das Alter verstärkt die schlechten Eigenschaften dann noch. Mein Vater war früher schon eher schweigsam; jetzt mit Ü60 macht er den Mund wirklich nur noch auf, wenn er etwas will. Sehr nervig!

w, 30
 
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  • #23
Mit 50 oder 60 hätte der Normalmann normalerweise Minimum 30 Jahre Ehe hinter sich. Inklusive Sexualeben und Problemlösungen mit einer einzigen Frau. Das hebt einen auf eine ganz andere Stufe des Verständnisses empor. In dieser Zeit bringen die Ehefrauen den stoffeligen Männern bei, was sich gehört, sowohl im Bett, als auch in Familie und Gesellschaft. Sie werden "weicher", anpassungsfähiger, wissen, was sich in Frauenumgebung gehört und wie man sich charamant verhält. Ehefrauen machen den Männern Druck, den sie brauchen, um was anzupacken im Leben. Sage nicht, ein Mann wäre nicht lernfähig! Die richtige Frau formt aus dem Knilch einen vorzeigbaren, redegewandten, charmanten, zuvorkommenden Mann!

Ein Mann, der nie verheiratet war, und lebenslang gewohnt war, sein "Einzelding" zu machen, der ist auf sich fixiert und der bleibt auf sich fixiert.
Er hat nie gelehrt, wie man sich einer Frau gegenüber als Gentleman verhält. Vielleicht bis zu einem gewissen Grad, aber das reicht nicht. Bis zu einem gewissen Grad gehört bei Männern auch Unterlegenheit dazu, die sie nur in langen Beziehunge und Ehen lernen. (Bei Frauen genauso). Mal von seinem stolzen Ross runter zu kommen, und etwas tun, was einen normalerweise peinlich oder unangenehm ist. Und vor allem etwas von sich aus tun. "Danke" und "Entschuldigung" gehört dabei an jeder Ecke dazu. Und noch viel Tieferes. Nicht einfach nur mundfaul zu sein, und blöd zu gucken, mit den Händen in den Hosentaschen, schnelle Umarmungen, Tröstungen, Aktivität vom Mann. Lernt er alles nur, wenn er eine Frau an seiner Seite hat.

Als Einzelgängermann verlernt sozusagen alles Soziale, wenn man nur lange genug alleine bleibt. Diese Männer leben sozusagen wie verendende Tiere abgesondert für sich allein und verlernen jede Form von sozialem, normalen Verhalten.
 
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  • #24
Diese Schilderungen sind ja schrecklich! Bei den Zwanzigjährigen ok, aber in dieser Altersgruppe? Kann ich mir gar nicht vorstellen! Habe ich eigentlich nur sehr Anständige getroffen und keine Staffels, äh, Stoffels.
 
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  • #25
Ich war mal mit einem Mann gut befreundet, den ich für einen Stoffel halte. Er ist Anfang 30, optisch ein richtiger Leckerbissen (sehr groß, blond, blauäugig mit toller sportlicher Figur) und hatte trotzdem nur zwei "Beziehungen", die nur wenige Wochen dauerten (und von den Frauen beendet wurden), obwohl er kein Typ für Affären und ONS ist. Mir ist seine stoffelige Art recht schnell aufgefallen, von daher war ich froh, dass es auch bei ihm nicht gefunkt hatte und wir "nur" Freunde waren. Hier ein paar Beispiele seines Verhaltens:

.... Beispiele rausgekürzt...

...Wir haben seit ein paar Jahren keinen Kontakt mehr. Trotzdem macht er mich noch heute bei anderen Leuten schlecht und behauptet, ich hätte ihn finanziell ausgenommen.

Finger weg von solchen Typen!

Nun, würdest du uns erklären, warum du dich trotzdem offenbar oft mit ihm getroffen hast ?
Weil er so toll aussah ?
Vielleicht ist er deswegen so. Er hat es wohl nicht nötig, charmant zu sein, denn er hat ja trotzdem Kontakte.

w 47
 
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  • #26
Vielleicht liegen Deine negativen Erfahrungen mit auch am Bildungsstand der Männer, ist der eher niedrig? Ich habe im Bekanntenkreis und bei Dates fast durchweg Akademiker.

w 53

Na ja der Bildungsstand sagt jetzt nicht so viel aus über das Benehmen der Männer. Ich habe schon einige Akademiker gedatet die mit dem ICE durch die Kinderstube gerast sind. Besonders im Job fällt mir gerade bei dieser Altersgruppe immer wieder schlechtes Benehmen auf.

Nur ein kleines Beispiel: Vorstandssitzung in einem Großunternehmen. Der oberste der oberen bohrt sich ungeniert nicht mal kurz in der Nase , nein, ich dachte das nimmt kein Ende mehr.
Oder bei Meetings wird über das Essen hergefallen als gäbe es kein Morgen mehr. Also manche sind solche Stoffel dass ich mich frage wie die es so weit nach oben geschafft haben.

Ein weiteres Beispiel? Gerne. Date mit einem Ü50 J. Mediziner in einem Restaurant. Er saß ca. eine halbe Stunde mir gegenüber mit Sonnenbrille. Irgendwann habe ich ihn gefragt ob er ein Augenleiden hat oder Angst vor Helligkeit. Er nur: Warum? Hallo, das sind doch keine Manieren.

Ein anderer Akademiker macht permanent die Bedienung an weil sie nicht jeden Wein im Restaurant schon selber probiert hat. Mir war das schon total peinlich, er fand sein Gebaren völlig normal. So einen kann man doch nicht ernsthaft in sein Leben lassen. Der Typ wäre mir doch außerhalb des Hauses total peinlich.

Nein, ich rede hier nicht von Männern mit niedrigem Bildungsstand sondern von Akademikern. Also Benehmen mit Bildungsstand gleichzusetzen ist etwas naiv.

w45
 
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  • #27
Na ja der Bildungsstand sagt jetzt nicht so viel aus über das Benehmen der Männer. Ich habe schon einige Akademiker gedatet die mit dem ICE durch die Kinderstube gerast sind. Besonders im Job fällt mir gerade bei dieser Altersgruppe immer wieder schlechtes Benehmen auf.

Nur ein kleines Beispiel: Vorstandssitzung in einem Großunternehmen. Der oberste der oberen bohrt sich ungeniert nicht mal kurz in der Nase , nein, ich dachte das nimmt kein Ende mehr.
Oder bei Meetings wird über das Essen hergefallen als gäbe es kein Morgen mehr. Also manche sind solche Stoffel dass ich mich frage wie die es so weit nach oben geschafft haben.

Ein weiteres Beispiel? Gerne. Date mit einem Ü50 J. Mediziner in einem Restaurant. Er saß ca. eine halbe Stunde mir gegenüber mit Sonnenbrille. Irgendwann habe ich ihn gefragt ob er ein Augenleiden hat oder Angst vor Helligkeit. Er nur: Warum? Hallo, das sind doch keine Manieren.

Ein anderer Akademiker macht permanent die Bedienung an weil sie nicht jeden Wein im Restaurant schon selber probiert hat. Mir war das schon total peinlich, er fand sein Gebaren völlig normal. So einen kann man doch nicht ernsthaft in sein Leben lassen. Der Typ wäre mir doch außerhalb des Hauses total peinlich.

Nein, ich rede hier nicht von Männern mit niedrigem Bildungsstand sondern von Akademikern. Also Benehmen mit Bildungsstand gleichzusetzen ist etwas naiv.

w45

Die Lösung liegt doch ganz nah: Date Nichtakademiker!

Ehrlich, ich denke Männer sind per se schweigsamer als Frauen. Genauso könnte es einen Thread geben, warum Frauen aus Mücken Elefanten machen und dauernd reden müssen wie auf dem Hühnerhaufen.

Ein verstärkender Aspekt ist sicherlich, daß Männer im gehobenen Alter weniger zuvorkommend gegenüber Frauen in ihrem Alter sind, weil sie schlicht nicht an ihnen interessiert sind. Sie reizen sie nicht mehr. Kommt die junge Frau um die Ecke, sind sie gleich ganz anders.
 
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  • #28
Oh nein, das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern es ist eine Charakterfrage, ob sich ein Mann benehmen kann oder nicht.
 
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