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  • #1

Wann kann das Kind zum Thema gemacht werden? Und wie`?

Ich bin als Mama auf Partnersuche. Und ich bin recht verunsichert, wann ich mein Kind (2J) thematisieren kann. Es steht natürlich in meinem Profil aber ich weiss auch, dass man das Muttersein im Profil nicht zu sehr deutlich machen soll. Bilanz: ein Kontakt beteuerte mehrfach (ungefragt!), dass ihn das Kind nicht stören würde. Mich stört aber diese Aussage - mein Sohn soll doch nicht nebenbei laufen. Wir sind eine Gemeinschaft und suchen für diese einen Mann. Ein anderer kam beim ersten Treffen auf das Kind praktisch überhaupt nicht zu sprechen. Dafür lud er mich mehrfach in seine Stadt ein, obwohl er weiss, dass ich momentan in diesem Punkt nicht flexibel bin. Erwarte ich zuviel? Wann darf ich fragen, wie der Mann zu Kindern steht, wie er sich ein Leben gemeinsam vorstellt und wie formuliere ich das am besten? Wie merke ich, dass der Mann am Kind kein Interesse hat? Wie machen das die anderen Alleinerziehenden und was stellt ihr euch vor, liebe Männer, wenn ihr eine Mutter anschreibt?
 
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  • #2
Euch gibt es nur im Doppelpack und das müssen die Männer einfach akzeptieren. Kein Mann der Welt ist es wert, dass Du Dein Kind vernachlässigst.
Wenn Du einen Partner suchst, muss das passen.
Eine andere Möglichkeit. Du triffst Dich ab und an mal mit einem tollen Mann und gestaltest das eben locker. Dein Kind kann dann ja mal bei den Großeltern oder Babysitter sein.
Was die Männer denken wenn sie dich anschreiben, womöglich gar nichts!
 
  • #3
Sehr interessante Fragestellung... bin ebenfalls alleinerziehend von (m)einem zweijährigem Kind. Gleiches frage ich mich auch, wobei für mich feststeht, dass ich meinen Sohn definitiv nicht außen vor lasse. Wenn 'ihn' das 'abschrecken' sollte, so ist er definitiv nicht der Richtige für mich bzw. uns, denn uns gibt es nur im Doppelpack! Ich kann als Partnerin nur 'funktionieren', wenn ich mich verstanden und wohl fühle, dies ist definitiv NICHT gegeben, wenn er meinen Sohn nicht auch willkommen heißt --> akzeptieren ist für mich nicht ausreichend!

Ich glaube nicht, dass du zuviel verlangst... zumindest nicht aus Sicht eines Elternteils! ;-)
Aus Sicht eines Kinderlosen sicherlich, obwohl ich das teilweise nicht verdenken kann, da ich damals nicht wirklich anders gedacht habe --> aber wenn man in der Situation ist, Nachkommen zu haben, verändern sich Einstellungen und Sichtweisen.

Mein Rat: Geduld! Es gibt nicht wenige Männer, die nicht eigene Kinder sehr gut annehmen, sie als ihre eigenen später sehen oder sich sogar eine eigene Familie wünschen, wenn auch zunächst mit nicht eigenen Kindern. (allerdings sind diese Männer hier im Forum weniger anzutreffen --> bei EP kann ich noch nicht wirklich sagen, da ich noch nicht allzulang hier bin)
 
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  • #4
liebe Du, ich sehe das so:
in erster Linie wird es einem neuen Partner um DICH gehen, denn das ist natürlich die Voraussetzung dafür, dass er sich auf Dein Kin einlässt. Ich mag mich irren, aber ansonsten könnte er ja gleich ein Kind adoptieren. Die Gemeinschaft muss sich meiner Meinung nach mit der Zeit ergeben! SWicher wird es Männer geben, die von vornherein auch ganz heiß auf ein Kind sein mögen, aber das würde mich eher mißtrauisch machen!
Der Kontakt, der beteuerte mag unsicher gewesen sein, aber mal ehrlich: was hätte er schreiben sollen- wäre er nicht darauf eingegangen, hätte es auch blöd ausgesehen und wie oben schon geschrieben: in erster Linie sucht man sich doch einen Partner und nicht dessen Kind. Daraus wird sich dann auch alles andere ergeben, aber man kann halt das Ei nicht vor der Henne besitzen...oder doch?
 
  • #5
Liebe Fragestellerin,

ich schreibe keine Frauen mit Kind an, da ich mir eine Partnerin ohne Kind wünsche...hatte aber schon eine Partnerin mit Kind.
Die Männer, die Dich anschreiben, sind aber eben auch auf der Suche nach einer Frau und nicht nach einer "fertig geschnürten Familie". Klar, letzten Endes muss "Er" auch durch den Kinder-TÜV!!! Soll heissen, dass doch erstmal die Verbindung zwischen euch klappen sollte. Wenn es dann noch zwischen "Ihm" und Deinem Kind funktioniert, ist das ganz ok!!
Wer jedoch so ganz an Deinem Nachwuchs vorbei redet, ist sicher nicht der Richtige. Ich glaube, dass es durchaus angebracht ist im fortgeschrittenem Stadium diese Fragen zu stellen.
Ich wünsche Dir viel Erfolg hier!!

Grüße
m/40
 
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  • #6
ich habe zwar kein Kind, aber ich weiss durch einige Treffen, dass die meisten Männer,
die noch keine Kinder haben, lieber eine Frau kennen lernen möchten, die auch keine Kinder hat.

Ein Date erzählte mir, dass eine Frau ihr Kind mitgebracht hätte zum Date,
ein anderer berichtete davon, dass die Kinder Ihm verschwiegen wurden.
Ich selber habe mich einige Male mit Männern getroffen, die Kinder hatten und es war sehr schwierig, denn obwohl ich Interesse gezeigt hatte, nahm das Gespräch jedesmal eine sehr ernste Wendung und es wurde ab dem Zeitpunkt nur noch über die kinder gesprochen....

Mein Rat an Dich: date nur Männer mit Kind, diese haben mehr Einfühlungsvermögen was das Thema betrifft und können Dich sehr viel besser verstehen...
 
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  • #7
Daß Du ein Kind hast, kann jeder lesen. Wer sich ein Leben mit Kindern nicht vorstellen kann, wird Dich also wahrscheinich nicht anschreiben. Bevor Ihr nicht wißt, ob Ihr zusammen paßt, kommt das Kind ja nicht mit dazu. Aber ein bißchen drüber reden, wer sich was wie vorstellt, solltet Ihr schon. Beim ersten Date muß man ja nicht drüber reden, aber wenn bei Gefallen absehbar ist, daß mehr draus wird, dann schon.

Ich habe einen Mann getroffen, der nur von seinem Kind sprach und mich nach meinen fragte, das wurde mir zuviel, denn ein anderes Thema hatte er nicht. Dann wünsch ich mir lieber einen Mann, der Kinder akzeptiert, aber nicht viel hinterfragt.
 
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  • #8
Das größte Problem wirklich alleinerziehender Mütter (wenn der Vater aus welchen Gründen auch immer, nicht für das Kind da ist, sein darf, sein kann...) ist es, dass sie im Laufe der Jahre, die sie ohne Partner sind, zur absoluten Gluckenmutti mutieren, die das Kind, die Bedürfnisse des Kindes völlig in den Vordergrund stellen. Sogar sich selbst zurücknehmen und alles tun, nur damit das Kind angeblich glücklich ist. Kehrseite der Medaille ist: Das Kind ist Prinzessin auf der Erbse, weiß, dass die Mama immer versucht, ihm Vater und Mutter zu ersetzen (ggf. Vorwürfe, weil der Vater nicht mehr da ist) und das Kind deshalb immer 1. Priorität hat. Welcher Mann soll sich bei wachem Verstand auf so ein Spiel einlassen? Gleichberechtigt Kind - Partner: JA, gerade dann, wenn auch er Kind/Kinder hat. Doch zweite Geige hinter dem verzogenen (ja, auch das ist leider oft so) Kind - Nein danke!

Bitte liebe AE, denkt darüber mal nach und prangert mich nicht gleich wieder an. Redet mal mit Außenstehenden, die fair und mutig genug sind, euch offen die Wahrheit über euer Verhalten mit und gegenüber eurem Kind zu sagen. Da liegen viele Probleme bei der Partnersuche und Partnerschaft begründet.
 
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  • #9
Liebe FS, erstmal geht es um DICH. Um DICH. Um DICH.

Dann um das Kind, erst danach, erst in zweiter Linie, in diesem Fall wenigstens. Ein Mann, der sich mit dir trifft, sucht eine FRAU, keine Familie. Natürlich muss er dein Kind auch mögen und akzeptieren, aber zuallererst will er sehen, ob DU ihm gefällst, ob es mit DIR klappen könnte, ob er sich mit DIR eine Partnerschaft vorstellen kann.

(Ich hoffe mal, aber das nur ganz am Rande, du kommst nicht mal auf die Idee, dein Kind zu einem ersten Date mitzubringen. Auf diesen völlig absurden Gedanken scheinen einige Frauen tatsächlich zu kommen. Total abwegig!)

Das Wort "Doppelpack" stört mich. Selbstverständlich muss ein Partner mit euch beiden klarkommen, leben, euch beide lieben - aber du bist eine Person. Dein Kind ist ein anderer Mensch. Und warum bezeichnest du dich eigentlich als "Mama", in der Kindersprache? Du bist MUTTER! Das weiss er.

Ein Mann mit Kindern hat wahrscheinlich mehr Verständnis.

Aber denk immer daran: Du bist eine FRAU. Eine Frau, die einen Partner sucht.
Du bist kein säugendes Muttertier, das einen Vater für ihr Kind sucht.

Versteht mich nicht falsch: natürlich sollt ihr am Ende eine neue Familie bilden. Ich komme selbst aus einer Patchwork-Familie und kann die oft geäußerte Ansicht nicht bestätigen, dass so etwas irrsinnig schwierig ist. Es kann ganz wunderbar funktionieren. Am besten wird es klappen, wenn du dir klar machst, dass du erstmal einen Mann suchst. Für dich. Erst DANN geht es um das Kind.

Also, beim ersten Date AUF GAR KEINEN FALL mit Kind auftauchen! Auch beim zweiten und dritten nicht! Nicht die Kinderfotos zücken, die du sicher bei dir hast (am besten lässt du sie gleich zu Hause, um nicht in Versuchung zu kommen; im Ernst!). Erzähl erst von deinem Kind, wenn er dich ausdrücklich fragt. Bring die Bilder zum nächsten Treffen mit, wenn er sie sehen will. Wenn du einen Mann nach ein paar Wochen (ja, so spät!) mit deinem Kind bekannt machen willst, dann verhaltet euch diskret. Präsentiere ihn dem Kind nicht als neuen Papa, am wenigsten dann, wenn es zum leiblichen Vater Kontakt hat. Er ist und bleibt der Vater! Dein Partner kann, wenn du mit ihm eine feste Partnerschaft hast, deinem Kind ein väterlicher Freund sein, nicht mehr und nicht weniger.

Das Wichtigste: zunächst einmal geht es um dich.
Das Zweitwichtigste: ein Mann muss Verständnis für deine Lebenssituation haben. Sonst wird das nichts.

Ich wünsche dir viel Glück. Hab ein bisschen Geduld. Ich weiss, dass es funktionieren kann, wenn es das nicht würde, wäre ich nicht auf der Welt. Meine Eltern hatten beide schon Kinder aus früheren Ehen, ich bin das gemeinsame Kind. Mit meinen Geschwistern (ich würde nie auf die Idee kommen, sie als Halbgeschwister zu bezeichnen) bin ich eng verbunden.
 
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  • #10
Hier die FS. Vielen Dank für eure Antworten! Ganz klar - ich präsentiere mich als Frau. Dessen bin ich mir bewusst.

Aber ob @6 und 8, die Männer sich dessen wirklich bewusst sind, dass ich auch Mutter bin, darüber bin ich mir wirklich nicht sicher. Und deswegen meine Frage an euch. Ich käme nie auf die Idee, mein Kind zu den ersten Dates mitzunehmen und Kinderfotos habe ich schon jetzt keine dabei. Zum einen wäre ich nicht entspannt und könnte mich auf das Gegenüber nicht voll und ganz konzentrieren. Und zum anderen möchte ich meinem Sohn nicht "permanent" neue Menschen vorstellen. Ein Zusammentreffen zwischen Mann und Kind käme für mich also erst in Frage, wenn ich den Mann besser kennen würde.

@7 Als emotionale Glucke würde ich mich nicht bezeichnen. Als physische schon, denn ich bin halt zu 100% verantwortlich, auch wenn mein Sohn in die Krippe geht oder einmal die Woche bei der Babysitterin ist. Ich denke, ich bin eher pragmatisch veranlagt - aber ja, im Kleindkindalter steht das Kind natürlich an erster Stelle, denn die Erwachsenen können für sich selbst sorgen, physisch und psychisch. Ich denke, man kann die Beziehung zu Mann bzw. zu Kind nicht miteinander vergleichen.

Mir ist nach den Erlebnissen wirklich nicht klar, würde der Mann das Kind einfach nur hinnehmen, weil es halt so ist, oder ist er wirklich bereit, sich darauf einzulassen. Ob es funktioniert, kann man natürlich vorab nicht sagen. Ich will den Mann bei den ersten Treffen nicht verschrecken oder mit dem Zaunpfahl winken, andererseits will ich auch keine Zeit verlieren mit jemanden, der sich letztendlich ein gemeinsames Leben (mit Kind) nicht vorstellen kann. Darum mein Frage: wie finde ich auf einfühlsame Weise seine Grundeinstellung zu dem Thema heraus.

Ich
 
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  • #11
Sei einfach so natürlich wie möglich.
 
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  • #12
Liebe Fragestellerin,

eine sofort 100% Lösung ist zwar möglich, aber vielleicht nicht ganz wahrscheinlich.

Du kannst natürlich knallhart in einer Deiner ersten Mails zum Ausdruck bringen, dass Du nur einen Partner an Deine Seite lassen willst, der Dein Kind auch akzeptiert. Wenn Du keine Zeit verlieren willst mit jemand unnötigem, dann kann das hilfreich sein. Die Gefahr, dass Du dann den Einen "(v)erschreckst" ist natürlich dann gegeben.

Du kannst es aber auch menschlich und liebevoll zum Ausdruck bringen, dem Mann klar machen, dass mal das Kind die erste Geige spielen wird, dass mal Du die ersten Geige spielen willst als Frau, als Geliebte, und nicht als Mutter und dass auch er mal die erste Geige spielen wird.

Die Herausforderung ist es, das in Einklang zu bringen.

Glaube daran, dass es Männer gibt, die Dir Dein Kind gerne auch mal "abnehmen", die anch einer bestimmten Zeit des Kennenlernen es toll finden, mit Deinem Kind zum Spielplatz zu gehen, ihm die Welt (auf Männerart) zu zeigen. Frage ihn, ob er sich vorstellen kann, Deinem Kind das zu geben, was Du ihm als Frau eben nicht geben und vorleben kannst. Frage ihn, ob er bei einem langen Zusammen-Sein dieses Dein Kind ebenso als sein Kind sehen möchte und es auf seine Art als Mann auch so lieben kann, wie es Dein Kind braucht.

Der Mann, der an Deine Seite gehört, wird Dir berührt und mit Wasser in den Augen liebevoll antworten.

Aber lerne auch die anderen kennen, die es nicht sein werden. Übe an denen, klar zu dem zu stehen, was Du willst und Du brauchst, jetzt und später....

Danke und Alles Liebe!
m. / 40
 
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