• #1

Wann lügen Männer bei der Frage nach dem Verliebtsein?

Hallo zusammen,
mich interessiert folgende Frage: Gibt es Situationen in denen Männer sagen, dass sie nicht verliebt sind, obwohl sie es doch sind?
Man sagt ja, man soll Männer danach messen was sie tun, nicht was sie sagen.
Gibt es das? Man ist gefühlsmäßig und auch gemessen an dem was er tut sicher, er ist verliebt, aber er sagt, er ist es nicht.
Haben hier Männer schon in so einer Situation gesteckt, z.B. weil verheiratet, große Enfernung zueinander, oder irgendwelche andere Gründe?
 
  • #2
Wenn ich verliebt bin, binde ich es doch nicht sofort der Frau auf die Nase. Ich sage das erst (feige, feige), wenn ich halbwegs sicher bin, dass die Frau a) ebenfalls verliebt ist und b) ich von ihr den Eindruck habe, sie ann verbindlich sein (siehe nachbrathread zu was-bedeutet-Verbindlichkeit).
Allerdings glaube ich nicht, dass ich, wenn es zumThema wird, Verliebtsein aktiv abstreiten würde, also "lügen" würde. Ich würde wohl nur "verschweigen".
 
A

Ars_Vivendi

  • #3
Man sagt ja, man soll Männer danach messen was sie tun, nicht was sie sagen.
Man ist gefühlsmäßig und auch gemessen an dem was er tut sicher, er ist verliebt, aber er sagt, er ist es nicht.
Sagt "man" das? Ist das so? Für mich als Mann klingt das eher nach "ich interpretier mal, wie ich es gerne haben möchte", nach Frauenratschlägen a la "Rules". Wenn Du Männer an dem messen möchtest, was sie tun, wenn Du gefühlsmäßig etwas anderes folgerst als er sagt, dann solltest Du nicht irgendwelche Pauschalurteile von Dir geben, sondern das mit ihm ausmachen.
 
  • #4
Weil die meisten Männer sich nicht so leicht verlieben können.
 
  • #5
Auf jeden Fall besser, als wenn ein Mann Verliebtsein vorlügt, um seine Ziele zu erreichen.
 
  • #6
Ich vermute, die Männer befürchten dann zuviel "Ansturm" und Erwartungen der Frau. Wenn sie ihnen sagen würden, dass sie in diese Frau verliebt wären.
Außerdem kann Liebe emotional abhängig machen. Und die Männer befürchten, dass das dann von der Frau ausgenutzt würde.
 
Z

Zuckerpüppi

  • #7
Hast du ihn gefragt ob er es ist oder hat er es von selbst erwähnt?
Ich kann dir von mir sagen, das ich auch nicht verliebt bin. Statt dessen mag ich einen Menschen seelisch so sehr und möchte ihm körperlich so gerne nah sein, dass ich weiß ihn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eines Tages lieben zu können und zu wollen. Das kommuniziere ich nicht verbal sondern in Taten.
Menschen sind verschieden. Warum machst du deine Zweifel an diesem fehlenden Bekenntnis fest? Ist es nicht allein von Bedeutung wie du dich durch ihn fühlst?
 
  • #8
Die Antwort ist doch klar: weil ich bei einer Frau, in die ich verliebt bin, ganz besonders darauf bedacht bin, keinen Fehler zu machen. Und verliebte Worte wären ein solcher Fehler: die Frau würde glauben, ich versuche ihr Honig ums Maul zu schmieren, um sie ins Bett zu bekommen und mich danach vom Acker zu machen. Nämlich genau deswegen:

Auf jeden Fall besser, als wenn ein Mann Verliebtsein vorlügt, um seine Ziele zu erreichen.
Es gibt für eine Frau so unendlich viele Möglichkeiten, die Worte und das Verhalten eines Mannes ins Negative zu verdrehen - man fährt am besten, wenn man möglichst nichts über sich preisgibt. Und selbst das schützt einen nicht immer vor absurden Unterstellungen.
 
  • #9
Na klar. Ich sage nie, dass ich verliebt bin. Wenn die Frau den Mann EINEN TICK
mehr liebt, bleibt die Beziehung stabil.

Liebt der Mann die Frau einen Tick mehr, geht die Betaisierungsschleife los.
Am Anfang subtil und dann immer stärker. Das ist auf lange Sicht immer das Ende einer Beziehung. Sobald Frau Bedürftigkeit schnuppert beim Mann, gehts los
mit den Tests und der Unruhe.

Deswegen als Mann: Klappe halten und geniessen. Das bedeutet NICHT dass man eine Frau nicht wertschätzen, lieben und achten kann. Mann darf nur offiziell nichts
zugeben.
 
  • #10
Männer mögen Absprachen und das auch teilweise gegen eigene kurzfristige Bedürfnisse, d.h. wenn da kein Plan oder Zukunftsschau oder Vorhaben oder Absprache ist es sehr ungeschickt mit Liebesgeständnissen zu kommen.
Männer wissen zumeist ganz genau welcher Mensch einen gut tut, leider haben wir Männer sehr oft (durch beruf etc.) nur mit Versachlichungen zu tun und oder mit Kompromissen (z.B. er ist zwar ein Arsch aber mein Chef, oder Ähnliches).
Dies müssen wir erstmal bei einer Beziehung oder Frauenbekanntschaft ausschalten, also dieses geschäftsgebaren, dann kommen die wahren Gefühle ans Licht auch mittels Worte
 
G

Gast

  • #11
Äußerst schlecht, sich bei den hier degenerierten Mannsbildern eine Meinung abzuholen!
Der Mann steht einfach nicht auf dich!

Wenn er ernsthaft so etwas in Betracht zieht, ist klar, dass er eine Persönlichkeitsstörung hat und auch in seinem Stolz gekränkt ist. Manche Männer verbergen Gefühle, Leidenschaft und entziehen sich dem Sex, um z.B. Macht über eine Frau auszuüben.
Z.B. wenn du vorher mit einem anderen zusammen warst, lässt er dich erstmal zappeln (unter Umständen jahrelang). Manche Männer sind infantile Dauerläufer und können schlecht mit Kränkungen umgehen.
 
  • #12
Ich verstehe die FS ganz gut und glaube ihre Frage wurde noch nicht beantwortet. Ich war mal in einen Mann verliebt, der mir sagte, er erwidere meine Gefühle nicht. Trotzdem schrieb er mir fast täglich lange, persönliche Nachrichten und als wir dann mal ein Date hatten (wir wohnten weit auseinander) war er so nervös (fand im Parkhaus sein Auto nicht, spielte mit Besteck, war verlegen um Worte, fuhr sich ständig durchs Haar etc) dass ich einfach nicht glauben konnte, ich sei ihm gleichgültig. Was kann der Grund für solches Verhalten sein?
 
  • #13
Sollte vielleicht noch anfügen, dass wir uns als Kollegen schon länger kannten, ich aber vorher gebunden war.
 
G

Gast

  • #16
Der beste Weg sich unattraktiv zu machen, ist einer Frau zu schnell zu zeigen/zu sagen, dass man verliebt ist.

Damit sollte man sehr lange warten.

Es ist auch völlig unnötig die Beziehung die ganze Zeit zu kategorisieren und zu qualifizieren. Wenn man sich versteht und Zeit miteinander verbringt, reicht das. Dann muss man nicht sagen 'Wie verliebt bist du auf einer Skala von 1 - 10??'

Das machen nur unsichere/unerfahrene Leute.
 
G

Gast

  • #17
Zitat von Anne1980:
Gibt es Situationen in denen Männer sagen, dass sie nicht verliebt sind, obwohl sie es doch sind?
Ich würde das auch bei Frauen so sehen, dass sie manchmal nicht zugeben, dass sie verliebt sind. Das kann viele Gründe haben.
Wenn man Zuneigung mit Schwäche verwechselt und denkt, man gibt dem anderen Macht, dann sieht man Gefühle als etwas, das einen beherrscht und mit dem man herrschen kann. Das klappt aber nur bei Menschen, denen da noch die Reife fehlt. Ich kann sagen: "Ich bin total verliebt in dich" und es macht mir in dieser Hinsicht nichts, dass der andere es nicht ist. Es sind ja meine Gefühle und es bedeutet nicht "deswegen kannst du mit mir machen, was du willst". Meinen Kopf schalte ich deswegen trotzdem nicht aus und ausnutzen lasse ich mich deswegen auch nicht. Es ist auch kein Makel, nur weil meine Gefühle nicht erwidert werden. Aber manche empfinden das so (siehe auch in diesem Thread)

Oder der Mann ist verheiratet und weiß, dass er keine Göttinnen neben seiner Frau lieben darf/will. Er WILL nicht verliebt sein oder will Dir keine Hoffnungen machen. Also kann er Dir durch seine Taten zeigen, dass er Dich sehr mag/verliebt ist, aber da er trotzdem nicht mit Dir zusammen sein will, gibt er Dir diese Zusage nicht. Manche handeln dann aber auch danach und sind besonders abweisend zu dem Menschen, in den sie verliebt sind. Selbstschutz.

Zitat von Anne1980:
Man sagt ja, man soll Männer danach messen was sie tun, nicht was sie sagen.
Frauen auch.
 
  • #18
Hallo! Hier die FS...
Er (39) ist verheiratet, seit 5 Jahren, wir kennen uns jedoch schon einige Jahre. Irgendwann ist mehr Kontakt entstanden. Der Kontakt intensivierte sich immer mehr. In der Zeit habe ich mich von meinem Freund getrennt, er hat mich aufgefangen. Auch er hatte Probleme in der Beziehung, jetzt konnte ich für ihn da sein. Ich habe mich in ihn verliebt, er weiß es. Ich möchte aber dazu sagen: wir haben uns nie alleine getroffen! Das wollten wir beide nicht. Wir finden uns sehr anziehend, auch körperlich, haben täglich Kontakt.
Klar, ich bin verliebt, und da redet man sich Sachen ein. Deswegen frage ich euch ja. Denn er tut alles, was jemand tut, der verliebt ist, sagt aber, dass er zwar viele Gefühle hat, aber nicht dieselben wie ich für ihn.
Er ist wahnsinnig aufmerksam, merkt sich alles, was ich sage.
Er will, dass es mir gut geht, wir wollen beide nicht aufgeben, was wir haben.
Er mag sogar meine Macken, die andere schon in die Flucht geschlagen haben.
Er will nicht darüber nachdenken, dass ich irgendwann wieder jemanden habe und ist traurig, wenn ich darüber nachdenke.
Manchmal reden wir sogar davon was wäre, wenn wir zusammen wären. Es sind dann mehr Träumereien und schöne Vorstellungen.
Er sagt, er will seine Beziehung retten, aber am nächsten Tag stellt er sich vor, wenn wir zusammen im Urlaub wären, wenn wir zusammen wohnen würden... Er will mich nicht verlieren.
Für uns beide ist die Situation neu, und wir reden viel darüber, was mit uns passiert, wie es sich zwischen entwickelt hat.
Wenn es ihm nicht gut geht, meldet er sich sofort bei mir. Letztens stand ihm ein Arztbesuch bevor, vor dem er Angst hatte. Direkt nach der Diagnose rief er mich an, ich glaube sogar noch vor seiner Frau. Wir können uns alles sagen, zusammen lachen und weinen.
Er sagt, dass ich ihn glücklich mache, dass es ihm gut geht mit mir.
Er sagt, dass wir "unter anderen Umständen eine Chance gehabt hätten".
Das verwirrt mich. Und es fühlt sich so an, als wäre er auch verliebt. Und ja, ich kenne auch die Situation, wenn mich jemand ausnutzen wollte. Das ist definitiv anders.
Ich habe das Gefühl, dass er auf der einen Seite um seine Ehe kämpfen möchte, er würde auch viel aufgeben, wenn er sich trennt, gerade weil es seiner Frau auch nicht gut geht im Moment. Auf der anderen Seite will er sich nicht eingestehen, dass er doch viele Gefühle für mich hat, und sie nur soweit zugibt, dass wir nicht Gefahr laufen, noch mehr zu entwickeln.
 
  • #19
Nochmal die FS:
Danke Gast 16.
So ähnlich sehe ich das auch. Genauso ist es: er will mir keine Hoffnung machen.
Aber er ist genau das Gegenteil als abweisend: er will mich nicht verlieren, und das beweist er auch immer wieder.
Und er hat mir auch gesagt, dass er mich lieb hat bzw. mich sehr mag. Oft sagt er das auch unvermittelt, so mitten im Gespräch.
 
G

Gast

  • #20
# 16 nochmal
Puh, das ist ja eine schwierige Situation. Ich dachte nicht, dass es so eng schon ist mit euch. So wie Du schreibst, ist er ganz sicher gefühlsmäßig sehr verbunden mit Dir.
Zitat von Anne1980:
wir haben uns nie alleine getroffen! Das wollten wir beide nicht.
Das ist genau das, was für mich Liebesfähigkeit ist (im Vergleich mit dem, was im anderen Thread, ob man einen Seitensprung wissen wollte oder nicht, teilweise geschrieben wird). Er müsste sich trennen, wenn er mit Dir zusammen sein wollte, und weil er das weiß, hat er eine Gedankengrenze. Und ich denke mal, dass Du ihn nicht mehr so anziehend fändst, wenn er sich mit Dir mal auf ein Stündchen verziehen wollen würde.

Was nun richtig wäre - wer wollte das entscheiden? Ich bin der Ansicht, dass man sich trennen sollte, wenn man einen anderen Menschen mehr liebt, aber ich denke trotzdem, dass es Umstände gegen kann, wo man seine Liebe opfert. Dass man zwei Menschen gleich liebt und nur ein anderer zuerst "da" war, kann ich mir auch vorstellen.

Dass er sich seine Gefühle nicht eingestehen will, glaube ich nicht. Dazu erzählt er zu viel und zu offen davon. (Urlaub, Wohnen, andere Umstände)
In seiner Beziehung ist ziemlich der Wurm drin, denke ich. Aber wichtig ist, was in seinem Kopf fixe Größen sind, und wenn das seine Ehe ist, hilft es nichts, dass irgendwer wen liebt oder unglücklich ist. Dem wird alles untergeordnet, und ich hoffe, dass Du nicht so eine Art emotionaler Blitzableiter bist, der ihm die Ehe erträglicher macht, wie es ja gern mit Affären gehandhabt wird. Erst dadurch kann man beim Partner bleiben.
Es tut Dir ja nun auch gut, aber wenn Du Dir ernste Hoffnungen machst, wird das ja eine Quälerei.
 
  • #21
Nun ja, das ist ein Umstand, der in die Ausgangsfrage gehört hätte, denn damit kommt ein äußerst schwergewichtiger Beweggrund hinzu, nämlich Treue. Die sich in diesem Fall in dem festen Wunsch manifestiert, sich nicht fremd zu verlieben. Oder, falls es denn doch passiert, es ohne weitere Verkomplizierungen mit sich selbst auszumachen.