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  • #1

Wann sollte man zusammen ziehen Ü40?

Ich schaue mir die "frischen" Beziehungen um mich herum an und auch meine. Ich stelle fest, die einen ziehen relativ schnell zusammen, die anderen gar nicht.

Für mich selber gehört, wenn ich mich für Jemanden entschieden habe, das Zusammenziehen als erster Schritt für die gesamte restliche Zukunftsplanung dazu. Nur der Zeitpunkt ist bei mir im Kopf und Bauch dabei variabel.

Ist nach einer "gewissen" Zeit nicht der Zug dafür abgefahren? Richtet man sich dann nicht auf getrennt leben ein?

Zusammenziehen heißt für mich, ab dann mehr oder weniger gemeinschaftlich wirtschaften, also Geldbörse teilen. Ansonsten nenne ich es eine WG oder Zweckgemeinschaft! Ich denke diese Definition ist notwendig, um meine Frage zu beantworten. Ich vermute, das allein ist der Grund für Viele, die nicht zusammen ziehen.

Ich lebe noch getrennt, daher stelle ich mir diese Frage.
 
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  • #2
Meine Meinung: gar nicht.
Ich finde das Modell "Living apart Together", wo jeder seine eigenen 4 Wände hat, ausgezeichnet.
Ich (w, 50) könnte mir derzeit nicht vorstellen, mir den Stress mit zusammenwohnen nochmal antun zu wollen!
 
  • #3
Ist nach einer "gewissen" Zeit nicht der Zug dafür abgefahren? Richtet man sich dann nicht auf getrennt leben ein?
Nee, es kommt ja auch auf die Umstände an. Nicht immer ist das räumlich/Job/Kindermässig so zu machen wie man das selbst vielleicht möchte. Ich finde nicht dass es dafür eine feste Regel gibt, einen festen Zeitpunkt. Menschen haben auch unterschiedliche Tempi und die Fähigkeit Stressfrei miteinander zu leben.

Zusammenziehen heißt für mich, ab dann mehr oder weniger gemeinschaftlich wirtschaften, also Geldbörse teilen. Ansonsten nenne ich es eine WG oder Zweckgemeinschaft!
Wieso ist Dir das so wichtig? Verstehe ich nicht solange beide einen Job haben der Sie recht ähnlich stellt gibt's dafür keinen Grund. Man teilt sich einfach die Kosten gerecht auf und gut ist.

Ich (w, 50) könnte mir derzeit nicht vorstellen, mir den Stress mit zusammenwohnen nochmal antun zu wollen!
Wenn Du es als Stress empfindest solltest Du es auch nicht machen. Andere, wie ich empfinde es als Stressärmer nur einen Haushalt zusammen zu schmeissen, ist die halbe Arbeit und von den gesparten Kosten für zwei Wohnungen gibt's noch eine Putzperle obendrauf. Auch entfällt die Ganze Fahrerei und Planerei. die Zeit investieren wir lieber in gemeinsame Unternehmungen.
 
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  • #4
Also wir sind relativ schnell zusammengezogen (nach 2 Monaten). Nur so kann man am leben des anderen wirklich teilhaben. Dieses getrennte Wohnen ist in meinen Augen nichts anderes als Freundschaft mit Sonderleistungen. Wasch mich, aber mach mich nicht naß.

Sorry, aber wenn man wie Gast #1 zusammenwohnen als Streß empfindet, muss man schon ganz schön gestört sein. Wohl auch ein Grund warum manche Dauersingle sind.
Ich möchte doch mit dem Partner mein leben teilen, zusammen Frühstücken etc. Mich auf Zuhause freuen weil dort jemand ist und ich nicht in eine kalte leere Wohnung komme. Mich nicht erst langwierig verabreden muss. Aber ich werde diese komischen schön Wetterbeziehungen wohl nie verstehen.

Ich finde das Modell "Living apart Together", wo jeder seine eigenen 4 Wände hat, ausgezeichnet.
Wobei man nun nicht jede Modeerscheinung mitmachen muss. Der Quatsch wurde doch von beziehungsunfähigen erfunden, als Legitimation ihrer Gestörtheit.

m48
 
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  • #5
überhaupt nicht!
Zieht man zusammen, dann werden die Kleinigkeiten, die man ansonsten bei nur temporärem Aufenthalt im privaten Wohnbereich des Partnern problemlos hinnehmen kann, plötzlich deutlich an Gewicht zunehmen, ob das nun der offen gelassene Klodeckel ist das gräßliche Elchgeweih vom Urgroßvater über der Sitzecke (alles schon erlebt...)
Ist man nur zeitweise "Gast", dann bleibt eine gewisse Aufmerksamkeit und/oder gegenseitige Hilfe erhalten, die freiwillig erbracht wird. Ich finde es zum Beispiel sehr angenehm, daß mein Partner mich desöfteren bekocht und mir (die ich abspülen ohne Spülmaschine verabscheue) es auch nichts ausmacht, dafür dann hinterher mal (freiwillig) abzuspülen. Würden wir zusammenleben, dann wäre da automatisch die Erwartungshaltung, daß ich auch mal koche...
Außerdem geht ein Rückzugsraum verloren.
Hat jeder seine Wohnung, ist es egal, wie oft und wer bei wem wann seine Zeit verbringt, das gleicht sich alles aus. Nichts killt eine Beziehung schneller als Zusammenziehen.
 
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  • #6
So schnell wie möglich herausfinden, ob es passt. Wenn nicht und tschüss, wenn es passt, zusammenziehen.

Ich bin auch 40 und mit meinem Partner nach Fernbeziehung schnell zusammengezogen. Klar, es hakte ab und zu. Es läuft jetzt.

Aber auf halbe Sachen habe ich in meinem Alter keine Lust mehr.

w,40
 
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  • #7
Sorry, aber wenn man wie Gast #1 zusammenwohnen als Streß empfindet, muss man schon ganz schön gestört sein. Wohl auch ein Grund warum manche Dauersingle sind.
Ich möchte doch mit dem Partner mein leben teilen, zusammen Frühstücken etc. Mich auf Zuhause freuen weil dort jemand ist und ich nicht in eine kalte leere Wohnung komme. Mich nicht erst langwierig verabreden muss. Aber ich werde diese komischen schön Wetterbeziehungen wohl nie verstehen.
m48

Dein Umgangston ist nicht der allerbeste - oder gehört es jetzt zum guten Ton, jemanden als "gestört" zu bezeichnen, wenn er anders denkt?

Ich brauch das auch nicht mehr -Zusammenziehen! Für mich als Frau war das immer Mehrarbeit.
Hausarbeit zählt meist nicht zu den Männerhobbys, also durfte ich deutlich mehr putzen/waschen/kochen - oftmals mit dem Argument, es sei ja noch nicht dreckig... Fazit: Ich durfte auch deutlich mehr putzen!
Seitdem ich alleine wohne, putze ich nur meinen Dreck weg, wird immer im SItzen gepinkelt, ich kann alleine sein,wenn ich mich danach fühle.
Und in seiner Bude bestimmt er die Regeln, da würd ich aber nie zum Putzlappen greifen!
 
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  • #8
Lieber(r) FS

du bist weiblich, oder ?

Nach gängigem Vorurteil brauchen Frauen mehr Unterstützungsnetzwerke und wollen daher immer gleich mit dem Betreffenden zusammen wohnen. Ich bin da wohl eine der wenigen Ausnahmen, ich will gar nicht mir ihm unter einem Dach in einer Wirtschaftsgemeinschaft leben. Wieso will ich das nicht ? Weil ich genug Anhaltspunkte habe dabei nur ausgenützt zu werden (finanziell) und einen anstrengenderen Alltag zu haben als bislang.

Überlege dir gut ob das Zusammenleben dir einen Vorteil oder einen Nachteil einträgt.
 
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  • #9
Das muss jeder für sich selbst entscheiden, denn jeder empfindet anders. Ist mit Sicherheit eine Persönlichkeitsgeschichte.
Ich persönlich bin nach eineinhalb Jahren mit meinem Freund zusammen gezogen. Wir waren uns aber schon ziemlich bald sicher, dass wir BEIDE das so möchten.
Eine Bekannte von mir lebt schon seit 10 Jahren eine Fernbeziehung und möchte das auch gar nicht ändern. Wobei sie aber auch, wie eine andere Bekannte, die sich ebenfalls nicht vorstellen kann, mit ihrem Lebensgefährten zusammen zu ziehen, zugibt, dass sie von ihrer vorherigen Beziehung so geschädigt ist, dass sie nie mehr einen Mann so nah an sich herankommen lassen möchte.
w/46
 
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  • #10
Wenn Dein Bauch sagt Du willst zusammenziehen, solltest Du es ansprechen.
Denn nur Du steckst in Dir drin.
Was andere machen sollte völlig unerheblich sein.
Sei einfach nur Du . Wenn Dein Gegenüber anders denkt, müsst Ihr einen Kompromiss finden oder Euch trennen.
 
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  • #11
Liebe FS

ich lebe gerade in einer Zweck-WG mit zwei weiteren Berufstätigen, vorübergehend.

Wenn viele hier überlegen lieber in ihren eigenen Wohnungen zu bleiben haben sie also keinen Druck. Das ist gut ! Denn wenn man zusammen zieht sollte es nicht aus purer Notwendigkeit sein.
Auf Dauer fände ich es schwierig eine langfristige Beziehung mit einem Mann zu haben den ich im Alltag niemals treffe. Ich kann mir schon vorstellen dass es anfangs auch stresst jemanden täglich um sich zu haben wenn du es vorher nicht kanntest. Mir ging es so nachdem ich meine Single-Wohnung im Ländlichen gegen die Zweck-WG in einer Großstadt eintauschen musste. Mir ging fast alles am Anfang auf die Nerven. Zum Glück ist der Mensch adaptionswillig. Es wird besser mit der Zeit.
 
  • #12
LIebe #4
Nichts killt eine Beziehung schneller als Zusammenziehen

Dem halte ein Zusatzwörtchen entgegen:

Nichts killt eine schlechte Beziehung schneller als Zusammenziehen. Eine Beziehung die den Alltag nicht überlebt ist die Zeit und die Gefühle m.E. nicht Wert. Eine gute Beziehung dagegen wächst und gedeiht daran.

Würden wir zusammenleben, dann wäre da automatisch die Erwartungshaltung, daß ich auch mal koche...
Was für eine Unverschämtheit- zu erwarten dass der Mitbewohner auch mal Hand anlegt. Frechheit aber auch, geht ja gar nicht. (Ironie!- was stellen sich nur manche unter einer Beziehung vor? Gruselig)

Tja, Augen auf bei der Partnerwahl! Wenn Du Dir immer solche Typen anlachst, selbst schuld. Ich weiss auch nicht so recht, wenn ich ein Zimmer sauge und wische, macht das irgendeinen Unterschied ob da einer oder zwei Menschen drin gesessen haben? Was spricht dagegen sich vom gesparten Geld eine Putzfee zu zahlen?
Also wir haben seither weniger Arbeit.

Das dürfte des Pudels Kern sein! Aber das ist ja kein Problem, Fällt eine Miete weg kann ja das gemeinsame Heim etwas grösser sein und einen Rückzugsraum beinhalten.

Ich denke eher das dieses Living apart together was für Menschen ist die sich nicht mehr voll auf einen anderen einlassen können oder wollen. Wenns in einer Wohnung nicht klappt ist die Beziehung wohl eher nicht so dolle.
 
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  • #13
Sechs Jahre zusammen, seit zwei Jahren probeweise / immer wochenweise in einer Wohnung gewohnt, jetzt zu 100 % in die andere Wohnung gezogen. Erst nach der Probe und auch erst jetzt, nach sechs Jahren waren wir uns BEIDE sicher, dass wir gemeinsam unseren Weg weitergehen möchten. Doch wir wissen beide, dass wir achtsein sein müssen - wie schnell wird aus Alltag Gewohnheit und aus Gewohnheit Langeweile. Ich fühle noch immer Sehnsucht, wenn er nicht da ist - ein Zeichen, dass ich in meinen vorherigen, langjährigen Partnerschaften nach sechs Jahren definitiv nicht mehr hatte. Also empfinde ich unsere Entscheidungen als richtig und zukunftsorientiert. Gut dabei ist auch, dass wir BEIDE unsere Erfahrungen gesammelt haben und daraus gelernt haben. Wir sind feinfühliger geworden! w/44
 
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  • #14
Eine Beziehung die den Alltag nicht überlebt ist die Zeit und die Gefühle m.E. nicht Wert. Eine gute Beziehung dagegen wächst und gedeiht daran.

Ja, wie das wächst und gedeiht, kann man überall feststellen... in all den Beziehungen, die ich so rundherum sehe. Da halte ich meine Beziehung, die wir eben nicht das Risiko eingehen wollen, irgendwann vielleicht nur noch aus Gewohnheit zusammenzusein oder nebeneinanderherzuleben, für die bessere Beziehung. Wir wollen eben NICHT so werden wie all diese vom Alltagstrott erstickten Paare.

Ich denke eher das dieses Living apart together was für Menschen ist die sich nicht mehr voll auf einen anderen einlassen können oder wollen. Wenns in einer Wohnung nicht klappt ist die Beziehung wohl eher nicht so dolle.
Man kann sich sehr wohl auf den anderen einlassen, eine Beziehung braucht keine dauernde räumliche Nähe, um Tiefgang zu haben. Bei uns hat sich jeder ein Zuhause geschaffen und warum sollte einer von uns das aufgeben? Wir machen das Beste draus, ob in seinem Haus oder in meinem. Zwei "daheim" zu haben, ist für uns beide angenehm.
 
  • #15
Da halte ich meine Beziehung, die wir eben nicht das Risiko eingehen wollen, irgendwann vielleicht nur noch aus Gewohnheit zusammenzusein oder nebeneinanderherzuleben, für die bessere Beziehung. Wir wollen eben NICHT so werden wie all diese vom Alltagstrott erstickten Paare.

Nun, das liegt ganz an Euch beiden ob Ihr Euch vom Alltagstrott "ersticken" lasst. Ich kenne genügend Paare die seit über 20 Jahren zusammen wohnen und NICHT nebeneinander herleben. Die sich mach all der Zeit immer liebevoll in die Augen schauen, einen Respekt-und Liebevollen Umgang miteinander pflegen.

Klar, mit getrennten Wohnungen hast Du immer eine Rückzugsmöglichkeit. Also das Hintertürchen. Aber ob Du damit das Risiko der Gewöhnung minimierst wage ich zu bezweifeln. Aber eines ist mal sicher, etwas wird nicht stärker wenn man möglichen Hindernissen aus dem Weg geht anstatt gemeinsam sie zu bezwingen.

Es fehlt einfach die letzte Konsequenz. Das OHNE Netz aufeinander einzulassen. Das Risiko bewusst einzugehen. Das hat auch sehr viel mit dem Vertrauen in sich selbst und den Partner zu tun.

Zwei "daheim" zu haben, ist für uns beide angenehm.
Natürlich, ihr müsst nicht aus Eurer Komfortzone raus. Müsst nicht aufeinander zugehen, schliesslich seids Ihr ja nur Gast dort.

Das bitte ohne Wertung, wenns Euch beiden taugt ist das völlig ok, die FS ist aber offenbar anders. Sie will die letzte Konsequenz und ich verstehe das gut. Und wenn der Kerl trotz aller Möglichkeiten sind nach Jahren immer noch ziert zeigt das ein Problem über das Sie reden müssen.
 
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  • #16
Es gibt kein richtig und kein falsch. Am Anfang unserer Beziehung haben wir beide das Zusammenziehen ganz weit weggeschoben. Und warum? Weil wir den Erfahrungsschatz der vergangenen Partnerschaft mit all den Höhen und Tiefen noch zu präsent hatten. Also doch bitte lieber das Leben genießen - und die unschönen Seiten außen vor lassen. Stellt sich aber heraus, dass man mit dem neuen Partner mehr verbindet und auch der Alltag schön sein kann, lösen sich die unsichtbaren Hürden langsam auf. Ob das nun 2 Jahre oder 10 Jahre dauert oder eben nie der Fall ist, ist doch zweitrangig. Wichtig ist nur, dass sich BEIDE damit arrangieren und gut fühlen. Wenn einer unglücklich ist, passt es nicht mehr!
 
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  • #17
Die Frage ob man zusammenzieht, hängt nicht nur von Emotionen u.ä. ab, sondern davon, ob beide schon ein Haus haben in dem sie Jahrzehnte wohnen, dass sie lieben, ihren Kindern vererben wollen u.ä.. In der Situation sind viele ab einem gewissen Alter mit erwachsenen Kindern.
So ein Schritt ist ein völlig anderer und man hat vielmehr zu verlieren als Leute die einfach nur ihre jeweiligen Mietwohnungen kündigen und sich dann zusammen eine neue Mietwohnung suchen. Das Verlustrisiko beim Scheitern der Beziehung ist in keinster Weise vergleichbar, denn dann zieht man halt aus der gemeinsamen Mietwohnung wieder aus und nimmt sich eine neue. So what? Was ist da schon das Verlustrisiko? - Deshalb sollten Leute wie Kalle, die nur zur Miete wohnen, mal die Luft anhalten, bevor sie andere verdammen, weil sie nicht zusammenziehen wollen. - Sein Traumhaus bekommt man so wie es ist und wo es steht niemals mehr wieder. Das Verlustrisiko ist einfach zu groß und zwar auch das Finanzielle und auf solche "Abenteuer" lassen sich die meisten ab einem gewissen Alter nicht mehr ein und das ist klug und weitsichtig.
 
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  • #18
@16 - ok, von Mietwohnung zu Mietwohnung zu ziehen ist einfacher - wenigstens normalerweise.

Allerdings, Dein Traumhaus muss noch lange nicht Sein Traumhaus sein - sprich, wenn zwei Menschen zusammen kommen und einer - oder sogar beide -haben bereits ihre Traumwohnung oder ihr Traumhaus als Immobilieneigentum, dann heißt es doch noch lange nicht, dass es dem anderen auch gefällt und er dort wohnen möchte. Ergo: beide "Traum"-Ìmmobiien werden verkauft oder vermietet und man baut sich gemeinsam ein ganz anderes Traumnest. Ob gemietet oder gekauft ist egal. Es ist auch ein Verlustrisiko dabei, wenn man die Partnerschaft nicht wirklich ernst nimmt, und wegen Streitigkeiten ums Wohnen die Beziehung scheitern lässt. Schon dumm!

- Und wer hier schon wieder das Erbe der Kinder anführt - geschi..en drauf: Vererbt wird der Rest, wenn noch etwas übrig ist. Alles andere sollte verlebt werden. Sollen die Kinder doch erstmal arbeiten, Geld verdienen und ihr eigenes Hab und Gut anschaffen - und nicht schon auf das Erbe schielen. w/44, ein Kind, ein Haus - das für meine Altersvorsorge dient!
 
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  • #19
Absolut dumm ist es nicht, lieber getrennt zu wohnen anstatt sein Haus zu verlieren, sondern alles auf die Karte Beziehung zu setzen, sein Haus zu verkaufen, sich zusammen ein neues anzuschaffen und bei Beziehungsende muß dieses dann verkauft und geteilt werden und jeder landet anstatt in seinem Haus dann in einer Mietwohnung und hat trotzdem keine Beziehung.
Dann kann man sich aber beglückwünschen für eine derartige Wahnsinnstat.

Nichts ist unzuverlässiger als Gefühle (Scheidungsrate !). Wer so blöd ist und sein Leben derartig versaut wegen der vermeintlichen Aussicht auf Beziehungsglück, ist entweder noch nicht geschieden oder nicht in der Lage aus Erfahrung zu lernen. So etwas macht man vielleicht bis Mitte 30, aber ab einem gewissen Alter, wenn man halbwegs bei Verstand ist, nicht mehr. Da hat man nicht mehr so viel Zeit, schon gar nicht um sich ständig materiell etwas Neues aufzubauen. Das Leben ist bekanntlich endlich und ob mein Haus meinem Partner gefällt, ist mir so etwas von sch...egal. Ich will sowieso nicht zusammenziehen. Höchstens zum Partner und ich lasse mein Haus leerstehen, dann könnte ich wieder zurück. Mehr riskiere ich in diesem Leben nicht mehr, denn ich bin in der Lage aus Erfahrung zu lernen und wiederhole schwerwiegende Fehler nicht.
 
  • #20
@16
Deshalb sollten Leute wie Kalle, die nur zur Miete wohnen, mal die Luft anhalten, bevor sie andere verdammen, weil sie nicht zusammenziehen wollen. -

Grins, das entspricht nicht den Tatsachen. Zum einen verdamme ich niemand der das nicht möchte. Ich sage lediglich dass dabei halt die letzte Konsequenz fehlt. Und dazu stehe ich.

Ich muss Dich zum zweiten Enttäuschen, hey, wir sind Schwaben! Dem Klischee folgend besitzen wir beide Immobilien die wir selbst genutzt haben als wir uns lieben lernten. Diese auch noch 2h Fahrzeit auseinander. Das Risiko zusammenzuziehen war weitaus höher als bei den meisten, es war halt diese Konsequenz. Wir hatten das auch Ergebnisoffen gemacht, wer am Wohnort des anderen zuerst einen tollen Job findet zieht um. Dass dies dann auch noch zu einem Qualitativen Gewinn im Beruf geführt hatte war nur das Sahnehäubchen.

Es ist einfach nur die Frage ob Steine (die man ja auch vermieten kann, von aufgeben war nie die rede) wichtiger sind als ein gemeinsames Leben. Gemeinsam ohne Netz und doppelten Boden. Ein Leben ohne die Möglichkeit einfach zu gehen wenns schwierig wird und wiederzukommen wenn die Sonne wieder scheint.

Nochmals- wenn das BEIDEN taugt ist alles gut, die FS hat aber einen anderen Anspruch. Sie will diese Verbindlichkeit.

Sein Traumhaus bekommt man so wie es ist und wo es steht niemals mehr wieder. Das Verlustrisiko ist einfach zu groß
Tja, auch ein Traumhaus (und ich habe eines) ist letztlich nur ein Haufen Steine. Aber auch das wird spätestens wenn wir in Rente gehen verkauft werden. Wer derart unflexibel ist dass er nur in dieser bestimmten Immo glücklich leben kann und diese VOR einen Partner stellt--- dem ist nicht mehr wirklich zu helfen.
 
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  • #21
Ich habe nie mit jemandem zusammen gewohnt und werde das auch zukünftig fortführen. Ich bin ein Mensch, der viel Bewegungsfreiheit und Unabhängigkeit braucht. Mit einem Partner in der Wohnung würde mir definitiv nach 2 Wochen die Decke auf den Kopf fallen und mich eingeengt fühlen. Und warum sollte ich das tägliche Schnarchen, Furzen, Türe zuschlagen, laut Fernsehen gucken mitanhören und ertragen müssen? Mich stören so viele Dinge beim Zusamenleben, dass ich alle 5 Minuten ausrasten würde.
 
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  • #22
Liebe FS

wann ?

Leider lehnen viele +40er gleich ab. Was kann daraus entstehen ?
Ich würde sagen die Entfernung zwischen den Wohnungen ist ein wichtiger Aspekt.
Zwei Wohnungen in derselben Stadt sind harmlos.
Zwei Wohnungen in schnell erreichbaren Städten erhöhen eventuell sogar die Lebensqualität.
Aber es muss natürlich so laufen dass ihr beide diese zwei Orte bewohnt- als Paar.
Wenn jeder ganz bei sich bleibt und gelegentlich gibt es gemeinsame Zeiten ist das für mich keine tiefe Beziehung sondern eine Affäre.

Dieses Modell scheint sehr beliebt, man bekommt es an jeder Ecke geboten.
Es ist allerdings viel attraktiver mit einem Menschen zusammen zu leben.
 
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  • #23
Wann sollte man zusammen ziehen Ü40?

sollte gibt es in der Frage nicht weil die vorstellungen dahingehend zu unterschiedlich und indiduell sind..Als Faustformel würde ich sagen wenn man 1 Jahr zusammen ist und bis dahin eine wirklich gute harmonische Beziehung führt kann man sich zusammensetzten und die Details ins Auge fassen.
 
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  • #24
Ich teile die Meinung von Gast #22. Nach einem Jahr Beziehung in getrennten Wohnungen hat man schon viel über den anderen Partner erfahren, jeder kennt die "Macken" des anderen und kann für sich selbst entscheiden, ob man damit auf Dauer leben kann - oder eben nicht. Den anderen ändern zu wollen funktioniert nicht, das sollte jede/r über 40 langsam begriffen haben.

Für mich persönlich ist die "Einjahresregel" bei vielen Entscheidungen eine wichtige Größenordnung.

Im höheren Alter kommt naturgemäß eine gewisse Angst und Skepsis dazu, vor allem, wenn man schon einige Male (so wie mein derzeitiger Partner und ich auch) "abgebrannt" ist, also viel Arbeit, Herzblut und Geld ins gemeinsame Wohnen gesteckt und bei der Trennung alles verloren hat.

Wir sind seit Februar diesen Jahres zusammen und haben das Thema "gemeinsame Wohnung" für das nächste Frühjahr auf "Wiedervorlage".

w, 51
 
  • #25
Jeder muß das doch für sich selber entscheiden. Ich wollte wirklich nie nie nie wieder zusammen ziehen, konnte es mir nicht vorstellen und habe es doch vor 8 Monaten getan. Da waren wir 2 Jahre zusammen. Ich hatte Angst, das mir alles zu eng wird, was aber nicht der Fall ist. Auch wenn wir zusammen wohnen hat jeder seinen eigenen Freundeskreis behalten mit dem er auch mal was alleine unternimmt. Mein Partner fährt auch weiterhin ohne mich auf seine Kumpelmotoradtour. Ich habe meinen festen Freundinnentreff. W52
 
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  • #26
Kommt drauf an, wie flexibel man ist. Sind kleine, schulpflichtige Kinder vorhanden, sollte man mit dem Zusammenleben durchaus noch warten.

Allerdings halte ich vom Living-apart-togehter-Prinzip nicht wirklich viel. So ab und zu mal sehen, möglicherweise nur an den Wochenenden, wäre mir persönlich zu wenig. Ausserdem sollte man sich den Partner ruhig ein Weilchen vorher "anschauen" bevor man zusammenzieht, zwei Monate nach dem Kennenlernen, wie hier ein Gast schrieb, wäre mir persönlich definitiv zu schnell, nach dieser kurzen Zeit kennt man sich noch kaum und die Katze im Sack kaufen wäre mir zu riskant.

Hier wird sich auch über die fehlende Rückzugsmöglichkeit beklagt, wenn man zusammenzieht, dann spart man ja auch eine Miete und davon könnte man sich doch eine größere Bleibe mit einem Rückzugszimmer suchen?

Ausserdem sehe ich es noch von der pragmatischen Seite, man spart auch einiges an Geld, wenn man nur einen gemeinsamen Haushalt hat und wenn man sich dann beklagt, dass die ganze Hausarbeit an "Frau" hängen bleibt, ist man auch ein klein wenig selbst schuld, dann sollte man sich den Partner, mit dem man zusammenzieht, schon ein wenig genauer anschauen.

w
 
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  • #27
Also nach meiner Ehe habe ich überhaupt nicht mehr das Bedürfnis, mit jemandem sofort zusammenzuziehen. Und gemeinsame Geldbörse? Whats that?
Hatte ich nicht mal innerhalb meiner Ehe! Ich will nicht, dass mein Mann sehen kann, was ich so einkaufe und ich muss auch nicht jede Abbuchung bei ihm sehen. Ein wenig Privatsphäre muss sein. Er hat mehr verdient, deshalb zahlte er die Wohnung. Ich die Einkäufe. Urlaub hat er zum Großteil bezahlt. Wenn er weniger verdient hätte, hätten wir irgendwie 50:50 gemacht.
Aber ich glaube, mit Deiner Vorstellung stehst Du ziemlich alleine da. Ich wollte keinen Mann an meiner Seite, der sich an mich ranklettet und das Geld mit mir teilen will.
Ich kann auch auf jeden Tag Alltag gut verzichten. Soll er sein nasses Handtuch auf sein Bett werfen und die Bartstoppeln in seinem Bad verteilen, die alten Socken bei sich rumliegen lassen inkl. der alten Klamotten.
2 Wohnungen haben durchaus auch ihren Charme. GERADE Ü40.
Sinn des Zusammenziehens macht es eigentlich nur, wenn einer von beiden sowieso so gut wie gar nicht mehr in seiner Wohnung ist.

w,40
 
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  • #28
Vor dieser Frage steh ich auch gerade. Bin zwar noch nicht Ü-40, aber Mitte 30.
Wenn es nach ihm geht sofort. Wir sind seit 10 Wochen zusammen. Verbringen sehr viel Zeit miteinander. 6 Tage die Woche! Eine Nacht bei ihm, eine Nacht bei mir. Mal ein ganzes Wochenende bei ihm.
Wenn ich den finanziellen Aspekt sehe, stell ich mich schlechter. Mein Weg zur Arbeit verdoppelt sich. Sein Bekanntenkreis findet es normal jetzt zusammenzusiehen, mein bekanntenkreis nicht.
Ich hab die Erfahrung gemacht das man im "Alter" schneller zusammenzieht. Man hat schon viel Erfahrung, aber es macht es auch nicht immer leichter. Man ist teilweise eingefahren in seinen Ablauf.
 
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