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  • #1

Wann stellt ihr euren neuen Freund der Familie vor?

Normalerweise möchte ich mir ganz sicher sein, dass das mit einem neuen Partner auch Zukunft hat, was einfach Zeit braucht, bevor ich ihn meinen Eltern und Geschwistern vorstelle. Aber nun stehen Familienfeiern an (Taufe, Konfirmation, Ostern...) und ich bin hin- und her gerissen, ob ich meine neue Beziehung schon mitnehmen soll (wir kennen uns erst seit Ende letzten Jahres) und wenn nicht, er sich dann zurückgesetzt fühlen würde. Wie haltet ihr das?
 
  • #2
Nach weniger als zwei Monaten halte ich das Vorstellen im Familienkreis eigentlich für verfrüht und habe das selbst noch nicht absichtlich so organisiert, selbst wenn sich meistens irgendwann von alleine in den ersten Monaten ein unkompliziertes Kennenlernen ergibt.

Besseren Freunden kann man den Partner ja schon mal vorstellen, aber Familienfeiern wie Hochzeiten oder Taufen sind schon sehr weitreichend und rufen Gerede hervor -- nicht jeder will dann das nächste Mal diskutieren, warum man ggf. alleine oder mit einem anderen Freund kommt. Ich würde mir das nicht antun wollen. Auf solche Feiern bringt man nur Partner mit, die den Ausdruck auch wirklich schon verdienen und eben nicht gerade mal Freund oder Verliebter sind. Ist aber auch eine Frage, ab wann man ihn als "Partner" empfindet und wielange nur als Freund. Sobald ich wirklich "Partner" fühle und denke, kann es sicherlich auch losgehen, aber das dauert ja doch erfahrungsgemäß etwas.

Ob er sich nun zurückgesetzt fühlt oder nicht, hat im wesentlichen mit zwei Dingen zu tun: Einerseits wie gut Du Deine wahren Gefühle und Gedankengänge kommunizierst und wie sehr Du ihn am Entscheidungsprozess beteiligst, andererseits natürlich auch damit, wie gerne er nun gerade auf solche Familienfeste gehen würde.

Ich vermute mal, dass ein normaler Mann sich beim besten Willen nicht darum reißt, auf stinklangweilige Taufen oder Konfirmationen fremder Kinder zu gehen, deren Familie er nicht im Ansatz kennt. Auch ein heimeliger Osterbraten mit den eventuellen Schwiegereltern in spe ist ja nun nicht gerade der Bringer für einen Mann -- er wird HEILFROH sein, wenn Du ihn von beiden Dingen fernhältst. Solche Familienfeste sind nichts für den Beginn einer Beziehung.

Einzig eine große, rauschende Hochzeit könnte akzeptabel sein, falls er recht gerne tanzt und falls das Fest so groß ist, dass auf Euch beide kein besonderer Fokus liegt -- wenn Du nun gerade Trauzeugin bist oder Schwester der Braut sieht das schon wieder anders aus. Auf Hochzeiten nehmen viele einen Freund mit, um nicht alleine zu kommen und einen Tanzpartner zu haben. Das ist gesellschaftlich akzeptiert und nicht gleich eine halbe Verlobung. Taufen haben da einen ganz anderen Charakter. Auch stinklangweilige Familienfeiern wie Silberhochzeiten oder runde Geburstage von alten Verwandten kann man einem neuen Freund wirklich nicht zumuten.

Ich glaube, Du sagst ihm einfach, dass Du selbst dazu schon wenig Lust hast und am liebsten alleine hingehen würdest -- und er Deine Eltern ja noch nicht gleich nach der ersten Nacht kennenlernen muss. Lasst Euch etwas Zeit...
 
  • #3
Wo ist das Problem? Er ist Dein neuer Freund, ob er dann auch Dein Langzeitpartner wird sollte dabei keine Rolle spielen. Oder willst Du alleine zu diesen Feiern gehen obwohl Du kein Single mehr bist?

Ich habe es so gehalten dass ich ab dem Moment als wir wussten dass es mehr als eine anfängliche Sympathie ist völlig selbstverständlich zusammen zu Parties etc. gegangen sind. Beiderseitig. Das erste war dann zufälligerweise ein runder Geburtstag etwa 2 Minate nachdem wir zusammengekommen sond.
 
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  • #4
Um Gottes Willen das ist doch totlangwelig. Da würdest du mich eh nicht hinkriegen. Alle Tanten begutachten einen und so. Ganz ganz schrecklich.

Mach das nur wenn du dir super sicher bist. Mir würdest du einen Gefallen tun wen ich nicht mitmüsste.

Schwiegereltern kennenlernen ist das letzte was ein Mann möchte. Kann für mich ein halbes Jahr warten!!!

m34
 
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  • #5
Das kann man pauschal nicht beantworten - Ich habe die Schwester meines Freundes bereits 6 Wochen nach unserem ersten Date kennengelernt und habe mich auch dabei nicht überrumpelt gefühlt - Unser Verhältnis zu unseren Familien ist eher normal und nicht von sonderlicher Enge geprägt. Seine Eltern kenne ich nur über Skype, weil diese in USA leben.

Wenn man sich sicher ist, dass es sich nicht nur um eine Affäre handelt, kann man doch den Partner ruhig mitbringen? Falls es nicht klappt ist es doch sicher für die Gegenfamilie kein Weltuntergang.

w/39
 
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  • #6
Was sagt denn dein Freund dazu? Da solltest du ihm wirklich die Entscheidung überlassen. Was willst du auf diesen Feiern mit einem Mann, der mehr oder weniger gezwungen wurde, mitzufeiern.

Es kommt aus meiner Sicht auch immer auf die Feier an. Es gibt durchaus Konfirmationen, bei denen es ganz zwanglos zugeht und wo viel getanzt wird. So war es bspw. bei meiner Konfirmation. Wenn er auch gern tanzt und gesellig ist und das Ganze nicht in eine sterbenslangweilige Familienfeier ausartet - wo ist das Problem?

Allerdings bin ich sonst eher dafür, dass die eigenen Eltern den neuen Partner in kleinerer Runde kennenlernen. Meine Eltern haben irgendwann gespürt, dass ich mich verändert habe und ich habe über meinen neuen Freund erzählt. Etwas später sind wir 4 dann gemeinsam ins Theater gegangen, haben dann noch zusammen einen Absacker genommen. Durch das Theaterstück gab es gleich schon Gesprächsstoff und alles war ganz zwanglos und ohne den peinlichen Charakter es "Pflicht- Kaffeetrinkens".

Also frag ihn, wie er es gern hätte bzw. wie hättest du es denn gern bei seinen Eltern. Tausch doch einfach mal die Perspektive.

w (40)
 
  • #7
Nicht vor 6-7 monatiger Beziehung, erst würde ich ihn meinen Eltern vorstellen und erst danach auf Familienfeier mitnehmen- wenn Sie Liebe FS im Mittelpunkt der Getrasche stehen willst und deinen Freund in die Distanthaltung drängen willst- kannst du dein Vorhaben vollziehen, aber bedenke daran, dass du mit der Konsequenz leben solltest. Ich verstehe es nicht, wieso Sie es so eilig haben.
 
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  • #8
Ich hab das immer sehr locker gehandhabt.

Wenn ich einen Partner hatte, bei dem ich wusste, es ist mehr als eine kurze Affäre, hab ich ihn immer dann zu Feiern, Festen, Veranstaltungen mit Familie oder Freunden mitgenommen, wenn ich dachte, es würde ihm und mir besser gefallen, wenn er dabei ist, anstatt dass ich allein hingehe.

Dabei war es mir egal, wie kurz oder wie lang ich ihn dann kannte. Meinen jetzigen Freund haben meine Söhne bei unserem dritten Date bei einem gemeinsamen Opernabend kennengelernt.

w54
 
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  • #9
ich kenne die Eltern meiner Freundin seit dem 2 Monat und wir sind immer noch zusammen....
Sie hatte Geburtstag und da sind halt auch die Eltern dabei.... so konnte man sich total locker und entspannt kennenlernen.... macht doch nicht schon wieder so einen Aufriss und NO-GO daraus.
 
  • #10
@#8: Ja, wenn es sich so ergibt, ist es ja auch in Ordnung. Je unkomplizierter, desto besser -- und die Eltern auf jeden Fall vor anderen Verwandten. Aber ausgerechnet Konfirmation oder Taufe sind doch schon eine andere Kategorie als einfach nur mal Hallo sagen.
 
  • #11
@6 Wenn Deine Familie am tratschen ist würd ich mir das auch gut überlegen. Bei uns wars zum Glück völlig unaufgeregt.

@9 Nun, in meiner Familie ist eine Konfi gar nicht so schlecht dafür. Da stehen andere im Mittelpunkt und man selbst hat dabei ziemlich seine Ruhe. Dazu noch ein grösserer Kreis- unauffälliger gehts gar nicht.
 
  • #12
@10 das Tratschen war nur ein Beispiel, also ich kann mich nicht erinnern, dass ich in meiner Ausführung etwas davon erwähnt habe, dass meine Familie traschen würde. Wenn es bei dir geklappt hat- hat bestimmt vieles gestimmt, mein Glückwunsch.
 
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  • #13
FS
Ja, ich hätte kein Problem damit, dass er sich vor Familienfeiern würde drücken wollen, dann könnte man das alles etwas ruhiger angehen lassen. Das Gegenteil ist aber der Fall - er käme nur zu gerne mit und ich bin jetzt in der Zwickmühle.
 
  • #14
ich würde das etwas entspannter sehen, wenn du ihn dabei haben willst, dann frag ihn. In vielen Familien wird da nicht so vielAufhebens um den neuen des Kindes gemacht. Ich denke, dein Freund würde sich sicherlich freuen wenn er überhaupt gefragt wird ob er will. Ich denke es ist in jeder Familie anders und daher kann man das überall anders handhaben.Mein Mann hat ein inniges Verhältnis zu seinen Eltern und es war ihm wichtig, dass ich sie so schnell wie möglich kennen gelernt habe und hat uns gemeinsam nach 3 Wochen zu Essen eingeladen
 
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  • #15
Frag ihn doch erstmal, ob er mitkommen möchte.
Vielleicht will er selbst gar nicht, weil er sich noch nicht sicher ist, ob mehr aus euch wird...
Eine gute Möglichkeit, seine ernsten Absichten zu erkennen. Mein letzter Freund hatte sich nach 6 Monaten aus genau diesen Gründen geweigert, zur Familienfeier mitzukommen.

Ansonsten finde ich bei 'normalen' Verhältnissen 3-4 Monate zu warten völlig normal. Und dann würde ich im Kleinen mit einem Kennenlernen der Freunde, dann Eltern und erst später der ganzen Sippschaft anfangen.
 
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  • #16
Also, mein Freund hat es mir überlassen, wann ich das erste Mal seine Eltern kennenlernen wollte.
Ich war aufgeregt, aber wohl noch viel aufgeregter waren seine Eltern. Umgekehrt war es genau so!
Und das war, als wir uns so ca. 6 Monate kannten.
Meine Kinder kannten ihn freilich viel eher, denn die haben sich schon Gedanken gemacht, mit wem Mutti unterwegs ist und was der nun hat, was Papa nicht hat, mal abgesehen von der Frau an seiner Seite :)
 
  • #17
@#12: Eine Partnerschaft beruht auf Vertrauen und Offenheit. Sage ihm ganz ehrlich, dass Du gerne zur Taufe alleine gehen würdest -- und möglichst sogar warum, zum Beispiel weil die Verwandtschaft zu neugierig ist oder es zu viel Gerede gäbe oder was auch immer. Ihr beide müsst zusammenwachsen und ehrlich zueinander sein. Zu Taufe oder Konfirmation muss man seinen nagelneuen Partner nicht mitnehmen und diesen Wunsch kann man auch ehrlich äußern.

Wieso traust Du Dich nicht, Deinem eigenen Freund das zu sagen? Das ist eine schlechte Basis für die zukunft. Stelle Eure Beziehung auf solide Füße und sprich offen mit ihm.
 
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  • #18
Das hängt immer von der Familie ab, die zum Kennenlernen ansteht. Wenn es die lewtzten Kleinbürger sind, kann ich gerne darauf verzichten, die überhaupt näher kennenzulernen. Wenn es spannende Menschen sind, denen ich vielleicht auch sonst begegnne könnte, bin ich sehr interessiert ....
 
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  • #19
Wenn er Deine Familie gerne kennenlernen will, dann lass ihm doch den Spaß :) Wie hast Du sowas denn sonst gehandhabt?
 
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  • #20
Wenn Du Bedenken hast, ist noch nicht der richtige Zeitpunkt für so große Familienfeste. Und wie schon erwähnt wurde, ist sowieso kaum ein Mann scharf auf solche Aktionen. Sollte er sich trotzdem zurückgesetzt fühlen, sag ihm ehrlich, aber diplomatisch, warum Du noch warten möchtest.
 
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  • #21
Zeitlich kann man das nicht festmachen, ist rein emotional bedingt! Kann schon nach 2 Wochen sein! Ja, ich würde mich ganz bestimmt zurückgesetzt fühlen, so wie du das hier schilderst! m,/40
 
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  • #22
Ich habe seit 9 Monaten einen neuen Partner. Da wir uns nur alle 3-4Wochen sehen (Fernbeziehung), brauchten wir erstmal Zeit, uns miteinander sicherer zu werden. Obwohl meine Eltern schon vor Weihnachten herumgeningelt haben und ihn kennen lernen wollten, hab ich gewartet. Ostern ist nun der große Moment; ich musste ihn aber immer noch etwas überreden, da mitzumachen. So richtig braucht er es anscheinend auch nicht. Das deute ich aber nicht als mangelnde Ernsthaftigkeit seinerseits. Denn andersherum wurde ich seinen ihm sehr wichtigen Zieheltern schon nach 3 Monaten vorgestellt.

w36
 
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  • #23
Als mein Lebensgefährte und ich uns vor knapp 2 Jahren kennenlernten (wir waren 59 und 62 Jahre alt), waren wir uns schon beim 3. Treffen ganz sicher, dass wir zusammen bleiben würden.

Meine Mutter hatte 17 Tage später Geburtstag, den wir im kleinen Kreis bei mir gefeiert haben. Damals fragte er mich, ob das in Ordnung sei, wenn er zu dieser Feier dazu käme oder ob ich das für verfrüht hielte? Ich habe mit meiner Mutter und der Familie meiner Schwester gesprochen und gefragt, was sie davon hielten? Einstimmig wurde beschlossen: Wenn er gerne kommen will, dass soll er kommen. So haben wir es dann auch gemacht und hatten einen recht vergnüglichen Nachmittag und Abend.

2 Monate später wurde ich 60 (er wurde am gleichen Tag 63) und hatte schon monatelang eine größere Feier geplant (rd. 80 Leute) mit entsprechendem Programm (Krimi-Dinner/ Schauspieler waren engagiert). Auf dieser Feier haben dann alle Freunde und die restliche Verwandtschaft meinen Liebsten kennen gelernt und waren total begeistert von ihm (sind sie auch heute noch, er ist "besser als ein 6er im Lotto" höre ich immer wieder).

Ich denke, man kann sowas nicht verallgemeinern. Sprecht doch gemeinsam über das Thema und entscheidet dann gemeinsam. Ich teile auch nicht die Meinung anderer, die Familienfeiern als langweilig oder öde bezeichnen. Unsere Familienfeiern waren und sind stets äußerst gut geplant und werden eher als Event ausgerichtet. Von Langeweile kann das überhaupt nicht die Rede sein. Vielleicht liegt es aucham Gastgeber und den teilnehmenden Gästen. Wenn man nur "Trauerweiden" um sich herum hat, und möglicherweise selbt auch noch eher zu den "Spaßbremsen" zählt, dann sieht das sicherlich anders aus.
 
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