• #31
Ich halte es auch für Unfug, dass Männer sich nicht verlieben/lieben können. Es mag einen Typ Mann geben, der extrem testosterongeschwängert und daher tatsächlich recht abgebrüht und nüchtern ist, aber die Männer, mit denen ich bisher näher zu tun hatte, waren sehr wohl zu tiefen Gefühlen fähig! (nur dass diese halt nicht mir galten...).

Ich denke, dieser Eindruck, dass Männer mit Liebe nichts anfangen können, rührt daher, dass viele Männer sich auch ohne tiefere Gefühle sexuell einlassen und z.T. sogar Beziehungen eingehen, eben um des Sexes willen. Männer sind auch durch die Mechanismen des Partnermarktes gezwungen, relativ wahllos vorzugehen. Angebote bekommen sie selber kaum; Frauen hingegen haben oftmals reichlich Auswahl. Also müssen Männer auf gut Glück massenhaft Frauen ansprechen (und diese männliche Wahllosigkeit verstärkt dann wieder die Schieflage auf dem Partnermarkt...). Ich denke, es gibt recht viele Männer, die so ziemlich jede verfügbare Frau ansprechen und wenn mal eine anbeißt, auch eine (halbherzige) Beziehung mit derjenigen anfangen. Dann sind sie pro forma vergeben, aber kein Stück verliebt und engagieren sich folglich auch nicht besonders. Und die Frau, die wiederholt an solche Männer geraten ist, denkt: "Nicht mal in einer Beziehung zeigen Männer Gefühle - scheinbar haben sie gar keine!"

Dabei kann sich der Mann sehr wohl verlieben, nur traut er sich nicht zu, seine Traumfrau zu erobern und nimmt eine Frau, die er nur so lala findet und entsprechend gleichgültig behandelt.

Auch dem schlechten Image des Single-Daseins haben wir es zu "verdanken", dass massenhaft halbherzige Beziehungen eingegangen werden. Von Menschen, die sich sehr wohl verlieben könn(t)en, aber nicht genug innere Stärke besitzen, auf eine(n) wirklich passende(n) Partner(in) zu warten.
 
  • #32
"Die Kriterien bei der Partnerwahl des Menschen sind nach dem Ergebnis einer Studie von US-Forschern dieselben wie vor Tausenden von Jahren. Demnach orientieren sich Frauen pragmatisch und mit realistischer Selbsteinschätzung zu Männern, die ihnen materielle Sicherheit bieten können. Männer hingegen seien stets auf der Suche nach der attraktivsten Frau, bei der sie landen können".

Dies fand u.a. der Erkenntnisforscher Peter Todd von der Universität Bloomington in Indiana heraus.

Das dargestellte Männerbild wird von keinem Sozialwissenschaftler bestritten und hat nichts mit individuellen, negativen Erfahrungen zu tun. Es wird auch nicht unzutreffender, wenn einige Gehemmte, Sexphobiker o.ä. Männer und romantisierende Frauen das Gegenteil behaupten.

Die FS sollte die erwiesene Tatsache (jahrzehntelanger Erfahrung der meisten Therapeuten und Ergebnis zig sozialpsychologischer Studien), dass Männer auf Attraktivität und Erfüllung ihrer sexuellen Wünsche achten und dies das Hauptkriterium bei der Partnerwahl ist, akzeptieren und sich entsprechend verhalten und an ihrer Optik und sexuellen Aufgeschlossenheit arbeiten, dann wird sie erfahren wie es ist, wenn ein Mann sich heftig verliebt und ihr die Sterne vom Himmel holen will und das wird ihr nicht nur mit einem Mann passieren.

Wenn die FS es nicht glaubt, einfach in einschlägiger sozialpsychologischer Fachliteratur nachlesen oder mal jemanden fragen, der vom Fach ist (Therapeut/in) und sich auskennt und nicht Laien, die sich ihr Weltbild nach ihren sehr eingeschränkten Erfahrungen zurechtgezimmert haben und nichts anderes zu entgegnen haben, als an den Haaren herbeigezogene Vermutungen über den/die Poster/in.
 
  • #33
Männer fühlen sich sexuell angezogen und so lange hat eine Frau Macht über den Mann, wenn sie die Fäden in der Hand hält und ihn antanzen lässt, ohne diese Strategie hat sie verloren
Falscher Ansatz. Es kann ja nicht das Ziel einer Frau sein, jemanden zu finden, dem es in so eklatanter Weise an Souveränität gebricht. Hörigkeit mag zwar schmeichelhaft sein, aber wie soll man sich in so jemanden denn verlieben?
 
  • #34
Na ja, solche "Erfahrungen" kommen oft dabei heraus, wenn zwei miteinander in die Kiste springen,ohne vorher bereits ineinander verliebt gewesen zu sein. Selbst schuld.
Der Sex ist ein wichtiges Kriterium dafür, ob man sich überhaupt in die Person verliebt bzw. sich eine Beziehung mit ihr vorstellen kann! Somit kommt der Sex in der Regel vor der Verliebtheit, zumindest seitens der Männer.
 
  • #35
Auf die Gefahr hin, wieder einmal als Außerirdischer wahrgenommen zu werden, setze ich dem entgegen, daß das keinesfalls für alle Männer gilt. Bei mir ist es sogar genau umgekehrt: Verliebtheit ist ein wichtiges Kriterium (eigentlich sogar das einzige), ob mir überhaupt der Sinn nach Sex mit dieser Person steht.

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  • #36
Spruch: Frauen verlieben sich nach dem Sex, Männer auf dem Weg dorthin.

Männer, wie von mir erwähnt, können sich wohl verlieben, obwohl das wiederum eher mit sexueller Anziehung zu tun hat. Aber eben lieben können die wenigsten. Was sagt denn Verliebtheit aus?
Mal ab und an in die Kiste hüpfen, händchenhaltend über die grüne Wiese laufen und nach einigen Wochen ist das auch schon öde, weil der Rausch vorbei ist.

Liebe geht weit über die sexuelle Anziehungskraft hinaus und da hapert es gewaltig in der Männerwelt. Liebe hält auch dann stand, wenn sexuelle Flaute angesagt ist, Probleme bis zum Hals stehen und die rosaroten Wolken der Hormone verflogen sind.

Da bewährt sich erst die Liebe und die charakterliche Stabilität von Männern und ich betone immer wieder, die wenigsten Kerle bleiben dann weiterhin bei der Partnerin, wenn es extrem kriselt und sie zudem obendrein noch krank wird, Job verliert oder ähnliches.

Sie lassen sich dann von andern Frauen trösten, gehen schnell fremd und hauen feige ab.

Frauen bleiben in Krisenzeiten eher beim Partner, die Mehrzahl von pflegenden, unterstützenden und sich aufopfernden Menschen in Beziehungen sind und bleiben Frauen, da beißt die Maus keinen Faden ab es ist Fakt.

Egal wie Männer sich hier schönreden und einige Frauen, den armen von Gefühlen gebeutelten Männer auch bedürftig zustimmen. Das wirklich starke Geschlecht sind längst Frauen.

Männer gucken zu, während Frauen anpacken.
Margreth Thatcher sagte einmal: Willst Du Reden hören, geh zu einem Mann, willst Du Taten sehen, geh zu einer Frau.
 
  • #37
Liebe hält auch dann stand, wenn sexuelle Flaute angesagt ist, ...
Ja, und zwar auch bei Männern, nämlich jenen, die sich in die Person verlieben und nicht in den Sex mit ihr. Während hingegen ein Mann, der Sex braucht, damit er sich in die Frau verlieben kann, sich konsequenterweise wieder entliebt, wenn der Sex mal für einige Zeit ausfallen muß. Ist doch eigentlich ganz logisch.
 
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  • #38
Schade, Herakles.
Es ist ja nicht alles falsch, was Du hier schreibst.
Aber diesen hier von Dir reklamierten Unterschied zwischen Männern und Frauen - den finde ich im realen Lebn so nicht wieder.

Und dann auch das noch: mir geht es wie "Apfeldieb":
Keine Verliebtheit, auch kein Begehren.
Und für ONS und Affären bin ich mir (nb, als Mann) längst viel zu schade.
 
  • #39
"Die Kriterien bei der Partnerwahl des Menschen sind nach dem Ergebnis einer Studie von US-Forschern dieselben wie vor Tausenden von Jahren. Demnach orientieren sich Frauen pragmatisch und mit realistischer Selbsteinschätzung zu Männern, die ihnen materielle Sicherheit bieten können. Männer hingegen seien stets auf der Suche nach der attraktivsten Frau, bei der sie landen können".
Genau, endlich mal Klartext. Und daraus erklärt sich auch, dass Frauen unter "sich verlieben" und "lieben" etwas grundsätzlich anderes verstehen als Männer – weil die optimale Fortpflanzungsstrategie, die sie, genau wie die Männer, bei der Partnersuche verfolgen, eine andere ist. Es ist durchaus etwas dran an dem – natürlich satirisch überspitzten – Spruch: "Frauen nehmen Sex in Kauf, um eine Partnerschaft zu haben, und Männer nehmen eine Partnerschaft in Kauf, um Sex zu haben."