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  • #1

Warmer Wechsel?

Des öfteren habe ich hier im Forum gelesen, dass ein sog. warmer Wechsel moralisch nicht zu vertreten sei. Ich sehe das nicht so, schließlich muss man die Gelegenheit beim Schopfe packen und nicht warten, bis der Mann, der für einen interessant ist, sich jemand anders gesucht hat. Kein Mensch wird einem sagen, dass er gerade in der Trennungsverarbeitungsphase steckt und sich melden wird, wenn er es ´hinter sich gebracht hat. So funktioniert das doch nicht.
By the way: was heisst das überhaupt, man habe die Trennung verarbeitet? Dass man das andere Geschlecht in einem noch schlechteren Licht sieht als bisher (bzw. : man ist mit sich im Reinen)?
Wo steht geschrieben, dass man erst eine Beziehung aufgearbeitet haben muss, um sich wieder neu binden zu können? Wenn das der richtige Weg wäre, würden alle Zweit/dritt/etc. - Beziehungen ja lange halten - tun sie aber wohl nicht. Diese sogenannte Aufarbeitung führt also zu nichts. Fazit: ein neuer Partner gleich im Anschluss ist dasselbe wie ein neuer Partner nach einer Ruhepause - oder?
 
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  • #2
Die Trennung von einem Partner verarbeiten heisst für mich etliches.
Ich sortiere mich neu, die Erschöpfung , die am Ende einer Partnerschaft , die nicht weiter gehen konnte, wo einer von beiden das Handtuch warf , ist überwunden.Auch der Groll, der zumindest bei einem von 2 immer da ist. Das Umfeld ist in Kenntnis drüber, es wurden mit Freunden ein paar Gespräche darüber geführt.
Ich hielt das früher nicht für wichtig, meist war eine neue Liebe bereits in Aussicht.Und wurde schnell begonnen-
Heute 1 Jahr nach einer Trennung , die von mir ausging, weiss ich es war eine sehr wichtige Zeit,die mich sehr weiter brachte in meiner persönlichen Entwicklung.Sollte ich erneut eine Partnerschaft / Beziehung beginnen, dann auf einer anderen Ebene, etwas mehr gereift.
Etwas klarer, was ich will und kann-und was eben leider nicht.
Ich würde auf mehr persönlichen Freiraum achten, nicht so oft dem anderen Partner zu liebe etwas tun , oder nicht tun.Bin selbstbewusster wieder geworden.
w51
 
  • #3
Ja, es könnte sein, dass der Mensch Deines Lebens an Dir vorbeirauscht, aber wissen kannst Du das nicht, bevor Du ihn nicht "ausprobiert" hast, ganz! Also überhöhe nicht Deinen warmen Wechsel, denn Du weißt es nicht, Du hoffst es höchstens!

Wenn Du Dich geistig längst und völlig losgelöst hast vom Vorgänger, dann wechsel! Aber täusche Dich nicht. Warm gewechselt haben schon viele, genauso wie "auffearbeitet. Deine Aburteilubg, der Aufarbeitung, ist eine dümmlicge Ausrede! Garantie rür eine ewige Beziehng ist sie aber nicht, denn der nöchste Mensch ist anders als der Vorherige.

Eine stellte erst nach acht Jahren fest, was sie für ihren Ex empfand, nachdem er sie nach acht Jahren "ersetzte".

Meine Ex merkte auch erst lange nachdem, was sie an mir verlor, als ich eine Neue hatte, obwohl sie selbst längst ...

Geschrieben steht es nirgends. Es gibt für die modernen Zeiten keinen Knigge. Wollen wir einen Neuen anfangen?

Ich glaube, wir können nicht mit dem Herzen bei dem Einen sein und mit dem Körper bei dem Anderen. Orgasmus, Samen und Hormone und das Herz sind untrennbar, auch wenn der Geist sich etwas Anderes einbilden will. Wer zu früh, zu schnell durch die Phasen rennt, verwirrt und verliert sich selbst.

Also ordne Dich selbst. Sei ehrlich zu Dir selbst, sei absolut klar und dann kannst Du handeln, egal ob warm oder kalt.
 
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  • #4
Ich wurde 4 mal von einem Mann für eine Neue verlassen und es tat jedesmal höllisch weh und die Neue habe ich natürlich gehasst. trotzdem würde auch ich mich mit einem Mann einlassen, der seine Frau/Freundin für mich verlässt. Ich sehe das wie du: ich bin single, seit langem auf der Suche und es ist sehr sehr schwer. ich werde immer älter (jetzt 32) und das macht es nicht einfacher. Also warum nicht den Freund einer anderen? Wenns nicht ich bin, dann sucht er sich ne andere, denn glücklich scheint er ja nicht zu sein.
Wirklich moralisch verwerflich finde es aber eigentlich von dem Mann:er ist nicht glücklich, macht nichts dagegen, wiegt seine Partnerin in dem Glauben alles sei gut und verlässt sie dann. Viele sind schon lange unglücklich und warten einfach, bis sie jemanden neues finden und das betrifft männer wie frauen. ich finde das schlimm. eine freundin war 12jahre mit ihrem mann zusammen, er war total verliebt in sie und sie war schon 2 Jahre unglücklich, wollte ihn aber nicht verlassen um nicht allein zu sein.Ich hab ewig mit ihr disskutiert, dass sie das nicht machen kann. Sie hats aber nicht eingesehn. Verlassen hatte sie ihn dann endlich, als sie einen neuen Typen hatte. DAS ist unmoralisch. man stiehlt anderen die zeit, wenn man weiß, dass man sich irgendwann trennen wird, es aber nicht tut.
 
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  • #5
Wenn du warm wechseln willst oder du das Ergebnis eines warmen Wechsel bist, dann tue es bzw. lasse dich doch darauf ein! In beiden Fällen bist du nichts weiter als eine Notlösung. Wenn dir das genügt, warum denn nicht?
 
  • #6
Folgendes schrieb ich zum Thema „Verliebt in eine andere“ vor etwas mehr als einem halben Jahr:

https://www.elitepartner.de/forum/verliebt-in-eine-andere-22131.html

Ich denke nicht, dass hier oder sonstwo dir jemand vorschreibt was du zu tun und zu lassen hast. Es gibt kein Handbuch für ethisch oder moralisch einwandfreies Handeln. Es geht um den Respekt und Wertschätzung gegenüber dem Neuen, gegenüber dem Alten und vor allem gegenüber Dir selber.

Die Gelegenheit beim Schopf packen, kann man immer. Es gibt da Draußen viele Gelegenheiten. Jeden Tag sieht man einen feschen Mann, eine fesche Frau in der U-Bahn, im Bus neben, im Supermarkt vor sich. Der Mensch ist aber keine Ware, die man aus dem Regal nehmen kann, wann es einem gefällt und wegstellen, wann es einem nicht mehr gefällt. Wer sich mit dieser Vorgehensweise „warmer Wechsel“ anfreunden kann, wird selber zur Ware – zum einen. Zum anderen stumpfen, bei regelmäßiger Anwendung, die Gefühle ab. Man verliert sich gerne in eine, diese bestimmte Form des Spiels. Es kann keiner ernsthaft behaupten, dass bei oftmaligen warmem Wechsel, heute mit dem Alten, morgen mit dem Neuen Sex, noch wirklich tiefersitzende, intensive und wahre Gefühle mit im Spiel sind.

Menschen, die regelmäßig warm Wechseln, sind potenziell beziehungsgeschädigt und psychisch stark labil. Es wäre begrüßenswert, wenn der neue Partner relativ unvorbelastet in eine neue Beziehung hineingeht. Die Chancen, dass damit eine neue Beziehung belastet wird, steigen. Die Chancen, dass der neue Freund als emotionaler Halt missbraucht wird, sind wahrscheinlich. Jeder hat seine Leichen im Keller und keiner ist frei von Makel. Wer aber bewusst oder unbewusst, regelmäßig einen warmen Wechsel vollzieht, geht nicht nur in emotionaler Hinsicht über Leichen, sondern lügt sich selber an. Wie will man ernsthaft eine neue Beziehung beginnen, wenn man die alte noch nicht verarbeitet hat? Kann ich nicht alleine sein und warum nicht? Diese und andere Fragen müssen nicht beantwortet werden, insbesondere wenn es immer und immer wieder geschieht. Es ist alles sehr leicht für den warm Wechselnden. Irgendwann lastet es aber auf der Seele wie ein schwerer Mühlstein und belastet die Beziehung, ihn und sich selbst – oder auch nicht.

36,m
 
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  • #7
Ich habe mehrmals warm gewechselt, sofort Schluss gemacht, denn meine Warmwechsel waren nie geplant!
Natürlich gabs in den Beziehungen davor lange Phasen der Streitigkeiten und der Hoffnungslosigkeit.
Bei meinem letzten Mann dachte ich er wäre es, aber war doch nicht so. Pech für mich!
Trotzdem kann ein warmer Wechsel zu etwas Dauerhaftem werden.
Ich verurteile deshalb niemand, der das tut!
Es kann ja auch besser werden.....
 
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  • #8
es steht nirgends geschrieben, dass ein warmer Wechsel schief gehen muss. Aber er ist sehr schwierig. In aller Kürze: lange Ehe, zuletzt nichts mehr gemeinsames, keine Urlaube, nichts. Habe mich im Büro verkrochen, nur noch gearbeitet, nichts mehr unternommen. Dann der Auszug und sofort eine jüngere mit Kind kennengelernt. Himmel auf Erden, richtige Liebe. Sie wollte mich gleich sehr oft um sich haben, wie in einer kleinen Familie, die sie immer vermisst hat, ein gemeinsames Kind. Ich hatte zunächst genug mit mir zu tun (Wohnung, Sorgen um den eigenen Sohn etc,). Und für ein Kind fühlte ich mich zu alt.
Und ich brauchte etwas Zeit für mich, nach dem Büro. Kein Verständnis bei ihr, leider.

So gab es oft Streit, dann Trennung. Jetzt, ein Jahr später, habe ich mich gefunden, habe wieder Ruhe, die damals so fehlte. Jetzt hätte ich wieder Lust auf "Familie", aber sie ist weg. Wir haben einfach zu früh begonnen. Wie schade, ich habe sie so geliebt, wie noch nie zuvor. Aber es hat einfach nicht gepasst.
M,51
 
  • #9
Hallo FS

Tja, willst Du einen Menschen der nie reflektiert, das geschehene nicht aufarbeitet sondern unter den Teppich kehrt, der vor Problemen davonläuft anstatt sie zu lösen, der erlernte Verhaltensmuster (warmer Wechsel- mir gehts wieder gut für eine gewisse Zeit) immer wieder durchzieht, der nicht aus seinen Fehlern lernen will, der immer noch seinen Exen hinterhertrauert... Dann nur zu!

By the way: was heisst das überhaupt, man habe die Trennung verarbeitet? Dass man das andere Geschlecht in einem noch schlechteren Licht sieht als bisher (bzw. : man ist mit sich im Reinen)?
Da verstehst Du was gründlich falsch, Verarbeitet hast Du eine Beziehung eben erst dann wenn Du an den Ex, bzw. das andere Geschlecht völlig ohne Groll oder Hass denken kannst. Wenn ich Ihr über den Weg laufe ohne Sie erwürgen oder küssen zu wollen- dann hab ichs verarbeitet. Vorher nicht! Und erst dann kann man einer neuen Liebe gerecht werden.
Wenn das der richtige Weg wäre, würden alle Zweit/dritt/etc. - Beziehungen ja lange halten - tun sie aber wohl nicht
Noch so ein Trugschluss, die meisten zweit- und drittbeziehungen entstanden aus einem warmen Wechsel. Es ist leider immer noch so dass die meisten so denken wie Du und eben Ihren ganzen Ballast in die nächste Bezihung mit reinnehemen und daher auch immer wieder dieselben Fehler machen. Beziehungen in denen beide aus Ihren vorhergegangenen Ihe Lehren gezogen haben sehe ich in der Tat deutlich stabiler als andere. Und die Seelenklemptnerzunft sieht das ähnlich.
Fazit: ein neuer Partner gleich im Anschluss ist dasselbe wie ein neuer Partner nach einer Ruhepause - oder?
Oder! Ich zumindest war nach meiner Inventur ein etwas anderer Mensch. Und nach der Ansicht meiner Freunde ein wesentlich Beziehungsfähigerer.
Gut, ich muss dazu sagen dass ich sehr viel geändert habe, quasi mein Leben wieder auf beide Füsse und in die Balance gestellt habe. Nicht einfach als Solist das alte Leben weitergeführt sondern sehr konsequent aufgeräumt habe. Alles was mir und meiner Seele nicht gut getan hat wurde aus den Leben geschmissen und das Gute sehr ausgebaut. So habe ich meinen Chef gewechselt und meinen Sport intensiviert. Beides Massnahmen die meiner Seele sehr gut getan haben.

Ohne das alles wäre ich mir nicht einmal annähernd so sicher wie jetzt dass wir eine sehr gute Chance haben miteinander alt zu werden. Und ich würde auch bezweifeln dass ich ohne die gewonnene Souveränität die Geduld gehabt hätte auf genau diese Frau zu warten sondern hätte womöglich wie so viele andere die nächstbeste genommen- nur um nicht alleine zu sein.
 
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  • #10
Ein warmer Wechsel schafft Unsicherheit beim Gegenüber: ist es ihm/ihr überhaupt ernst mit der Trennung, könnte eine Kleinigkeit (z.B. ein Heiratsantrag) den Entschluß wieder umstoßen und dergleichen mehr. Man wird es also lieber langsam angehen wollen - und landet prompt in der Freundschaftsfalle. Dumm gelaufen.

Besser, man erwähnt erst gar nicht, wie lange die letzte Trennung zurückliegt. Aber auch damit tun sich Abgründe auf, denn wenn der andere irgend etwas mitbekommt, ist der Weg in die Schublade "Affärensucher" gefährlich kurz.
 
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  • #11
ich finde einen sogenannten "warmen Wechsel" auch nicht unmoralisch u. verstehe nicht weshalb es oft so verteufelt wird.

Bevor man überhaupt "wechselt", muss schon sehr viel in einer Beziehung passiert sein. Das passiert ja nicht aus heiterem Himmel.

W42
 
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  • #12
Vorausgesetzt der Partner spricht mit einem und erklärt, was nicht mehr passt. Meine Partnerin hatte sich vorher nicht bei mir beschwert. Dann kam der Arbeitskollege! Eine Firmenfeier und alles war vorbei. Das finde ich schon unmoralisch und vor allem sehr mies. Eine weitere Erklaereung gab es dann auch nicht mehr. Sie bestand auf absoltem Kontaktabbruch. Das nach 11 Jahren Beziehung.....
 
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  • #13
Ich gehe davon aus, du hast diese Situation noch nicht selbst erlebt? Ein warmer Wechsel, sprich den Partner betrügen, ist unterste Schublade. Wenn es Probleme gibt und man trennt sich... ok. Hinter dem Rücken des Partners heimlich den Abflug vorbereiten und ihn dann vor vollendete Tatsachen stellen, ist schlicht schäbig.

Mich (m42) traf es nach 18 Jahren. Ich habe meine Frau geliebt und ihr jeden Wunsch erfüllt. Es gab keine Probleme. Jedoch baggerte ein "Tennisfreund" solange hinter meinem Rücken, bis das Kind in den Brunnen gefallen war. Nach 18 Jahren wurde mir dann gesagt, "es sei einfach so passiert". Die Ehe und die Familie ist jetzt kaputt. Weil es halt immer egoistische Menschen gibt, die ihr Glück ohne Rücksicht auf dem Leid Anderer aufbauen.
 
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  • #14
tja der verlassene behauptet immer "es war alles gut". wirklich gesprochen wurden dann in der beziehung aber nicht, oder? sonst kann doch keiner ernsthaft behauptet das zB nach 20 jahren ehe alles gut ist und die frau trotzdem geht.

ich bin auch nach 19 jahren ehe gegangen. mein ex hat es nicht verstanden. für ihn war die welt so wie sie war gut. für mich schon lange nicht mehr. ich wollte einen mann und keinen bruder. ich war freundin, mutter, hausfrau, gärtnerin, kumpel....aber nicht frau. wenn ich meinem mann gesagt habe: lass uns mal ein wochenende wegfahren, nur wir zwei....dann kam: super, du wolltest doch immer schon mal mit elke. macht euch doch ein gutes wochenende. hast du dir verdient......wenn ich ihm sagte, laß uns mal zusammen essen gehen ohne kinder: dann hatte er immer noch den oder den angerufen und das essen war mindestens zu viert.....es gab uns als paar nicht mehr. ich fand es schlimm. mein mann war bestens zufrieden.

als der spruch: es gab keine probleme......sollte dringlichst überdacht werden.

ich habe "warm gewechselt"...so ein dämliches wort. ich habe lange für meine ehe gekämpft aber irgendwann wollte ich einfach nicht mehr. mein mann hat es schier nicht begriffen. ich werde demnächst wieder heiraten....den mann den ich vor einigen jahren kennenlernte, als ich noch verheiratet war.
 
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  • #15
tja der verlassene behauptet immer "es war alles gut". wirklich gesprochen wurden dann in der beziehung aber nicht, oder? sonst kann doch keiner ernsthaft behauptet das zB nach 20 jahren ehe alles gut ist und die frau trotzdem geht.
Weil du mich direkt angesprochen hast. Ich habe in unserer Beziehung immer die Probleme angesprochen. Meine Ex nie. Aber das war nicht die Ursache.

Bei meiner Ex drehte sich die Welt schon immer um sie. Die Gefühle von anderen haben sie nie interessiert. Du hast sicher auch überlesen dass ich schrieb, ich habe sie geliebt und ihr jeden Wunsch erfüllt. Irgendwann war sie jedoch der Meinung, der andere passt besser zu ihr. Sie sagte wörtlich zu mir "Man kann alles richtig machen und trotzdem verlieren." Das war die Begründung die ich erhielt. Und wenn ich dir jetzt noch sage, dass auch unser Kind bei mir lebt und sie sich nicht weiter darum kümmert, im Gegenteil, sie feilscht noch um jeden Euro Unterhalt wirst du feststellen, dass meine Situation nicht mit deiner vergleichbar ist.

Dir, da du ja deinen Mann auch betrogen hast kann ich nur sagen, die die das gemacht haben müssten auch mal betrogen werden. Damit ihr mal fühlt, was ihr euren Partner damit antut. Die Auswirkungen gehen von Depressionen über Schlafstörungen bis zu gesundheitlichen Problemen. Ich bekomme deswegen täglich Spritzen weil sich dadurch ein chronisches Problem eingestellt hat, was nicht mehr vollständig zu heilen ist.

Der Spruch das "warmwechseln" völlig in Ordnung ist sollte dringlichst überdacht werden. Es ist schlicht Betrug am Partner. Mit der Treue nehmen es diese Menschen nicht so genau. Du hast nicht wegen deiner Probleme in der Beziehung gewechselt. Du hättest die Beziehung auch einfach beenden können. Aber nein. Man wartet lieber bis ein weiteres warmes Nest besorgt ist und lässt den Partner einfach vor die Wand laufen. Klasse Moral kann ich da nur sagen.
 
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  • #16
meine meinung ist dazu, wenn man warmwechselt muß man wirklich mit der alten beziehung abgeschloßen haben. mein man hat auch warm gewechselt zu einer guten freundin von mir.wir waren 25 jahre verheiratet und sie weiß, was in unserer ehe schief lief. sie hat die chance ergriffen und ihn übernommen. ich bin ihr irgendwie dankbar dafür. sie muß sich jetzt mit meinem Narzissten beschäftigen.nur hat mein ex nicht damit gerechnet, das ich nicht traurig bin und ihm nachtrauere und ganz allein mein leben meistere, besser als mit ihm. heute nach 3 jahren fängt er mit verarbeiten an.er beobachtet mich, hetzt mir den zoll auf den hals, in meiner firma.lullt unsere erwachsenen kinder ein, nur die wird er nie von der mama entfernen. sie leben nach außen hin, glücklich miteinander. er macht alles für sie, schmeißt sein geld raus, wie bei uns, um seine altlasten kümmert er sich nicht. wir haben den kontakt abgebrochen und die leute in unserem dorf erzählen mir auch nichts mehr über die zwei. er sieht mit seinen 50 sehr alt aus, jedenfalls nicht glücklich. meiner meinung nach hat er sich zu schnell da rin gestürtzt. aber ist nicht mehr mein problem. scheidung ist eingereicht. er wollte getrennt leben und keine scheidung. auch freundschaft aber das geht im moment nicht bei mir, weil er, wenn ich ihm gegen über steh, immer noch gefühle für mich hat. er belügt sich selber, er weiß das es kein zurück gibt.
 
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  • #17
Ich wurde 4 mal von einem Mann für eine Neue verlassen und es tat jedesmal höllisch weh und die Neue habe ich natürlich gehasst. trotzdem würde auch ich mich mit einem Mann einlassen, der seine Frau/Freundin für mich verlässt.

Dir ist echt nicht zu helfen, wenn du dich nach bereits 4 solcher Erfahrungen nochmal ganz bewußt mit einem Mann einlassen würdest, bei dem du von vornherein weißt, dass er ein typischer "Warmwechsler" ist.
Oder bist du wirklich so naiv zu denken "aber bei MIR würde er dann anders sein"?
Nun dann - viel Vergnügen!
Sei dir gewiß, einem Mann den du so bekommst, den wirst du auch auf genau die selbe Art und Weise irgendwann wieder verlieren.

Niemand ändert ohne Reflektieren und Aufarbeiten seiner Vergangenheit seinen grundlegenden Charakter. Genau das ist das Problem bei "Warmwechslern".
Sie drücken sich davor sich mit dem Scheitern der Ex-Beziehung auseinander zu setzen, welchen Beitrag sie selber dazu geleistet haben, verdrängen den Verarbeitungsprozess lieber indem sie sich direkt in neue, hormonelle Höhenflüge stürzen.

Die Erwartungshaltung an die neue Beziehung bzw. den neuen Partner ist dann unterbewußt "es muß eine Verbesserung sein für mich, ich habe dafür schließlich Stress auf mich genommen, den ich mir auch hätte sparen können, wenn am Ende nur eine Beziehung dabei raus kommt die genauso gut ist wie die letzte es war.".

Am Anfang ist natürlich alles super, frisch verliebt fühlt sich die neue Partnerschaft immer perfekt an.
Kommt dann nach ein paar Jahren der Alltag, gibt es auch mal Meinungsverschiedenheiten, Probleme, Konflikte (24/7 nur Harmonie ist utopisch) macht sich beim Warmwechsler schnell wieder das negative Gefühl bereit, welchen ihn schon bei der letzten Beziehung zum "Warmwechsel" getrieben hat.
Er fühlt "warum habe ich mir den Stress eigentlich angetan, wenn ich jetzt wieder das Selbe habe wie vorher, wieder schlechte Emotionen in Verbindung mit der Partnerschaft?".

Wer warm wechselt erwartet eine Verbesserung SEINES Lebens, SEINER Gefühle, und die Verantwortung dafür legt er in die Hände des neuen Partners. Leistet der dieses nicht wird halt wieder warm gewechselt.

Da niemand dauerhaft perfekt sein kann ist das Ende vorprogrammiert.
Wer sich so einen Partner zulegt hat danach dann selber schuld, wenn er ebenfalls genauso austauscht wird wie ein Auto, Unterwäsche, der letzte Ex-Partner...

w, 43
 
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  • #18
Bei meiner Ex drehte sich die Welt schon immer um sie. Die Gefühle von anderen haben sie nie interessiert. Du hast sicher auch überlesen dass ich schrieb, ich habe sie geliebt und ihr jeden Wunsch erfüllt. Irgendwann war sie jedoch der Meinung, der andere passt besser zu ihr. Sie sagte wörtlich zu mir "Man kann alles richtig machen und trotzdem verlieren." Das war die Begründung die ich erhielt.
...
Dir, da du ja deinen Mann auch betrogen hast kann ich nur sagen, die die das gemacht haben müssten auch mal betrogen werden. Damit ihr mal fühlt, was ihr euren Partner damit antut. Die Auswirkungen gehen von Depressionen über Schlafstörungen bis zu gesundheitlichen Problemen. ...
Der Spruch das "warmwechseln" völlig in Ordnung ist sollte dringlichst überdacht werden. Es ist schlicht Betrug am Partner. Mit der Treue nehmen es diese Menschen nicht so genau.

Ich muss den Vorschreiber leider bestätigen. Es gibt solche Fälle: Menschen, die nie genug Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen - die deshalb, gar nicht so sehr wegen dem Sex, fremdgehen - die glauben, sie hätten allerlei besondere Ansprüche, weil sie so etwas "Besonderes" seien... die muss man möglichst früh erkennen nund meiden wie der sprichwörtliche Teufel das Weihwasser. Sie tun nicht gut, sie saugen aus, sie zerstören. Oft sind sie besonders charmant, reizvoll, mitunter charismatisch; sie verstehen zu blenden. Das macht sie so gefährlich.
 
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  • #19
Sind das nicht zwei Probleme, die Du ansprichst? "Warmwechseln" im Sinne von vorübergehend zweigleisig fahren, also schon in der Bezeihug fremdgehen und anderseits schneller Nachfolger ohne "Verarbeitungszeit.
Zum Warmwechseln habe ich keine eigene Erfahrung. Ich hatte jedoch auf eine Partnerschaft eine fast lückenlos folgende und das ging gut für mich und der Folge-Partner hat sich ebenfalls nicht beschwert. Vor meiner jetzigen Partnerschaft hatte ich zwei Jahre "Besinnungszeit" und fand diese zu lang, da ich zwar aktiv und unternehmungslustig bin, während des Alleinseins aber zunehmende Sehnsucht nach Mannesliebe (komplex) hatte. Zum Verarbeiten der Vorbeziehung benötigte ich nicht viel Zeit und ich halte mich nicht für oberflächlich. Nun war die trennung auch von drastischen Kollateralschäden (Einbruch und Diebstahl) begleitet, so dass da eher Erleichterung aufkam und meine Wut wurde gerächt, als er juristisch belangt wurde. Ich denke, dass eine längere Verarbeitungszeit benötigt wird, wenn einer der Partner völlig "überrumpelt" zu sein scheint von den Trennungsabsichten des anderen.
 
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  • #20
"warmer wechsel" bedeutet für mich, dass man noch in einer beziehung ist, die nicht mehr so gut läuft und sich erst dann trennt wenn ein möglicher neuer partner schon in den startlöchern steht. und das finde ich in der tat unreif und unfair. ich denke, dass es ein zeichen der reife ist, wenn man auch eine zeit des alleineseins nicht scheut.
kurz nach einer beendeten beziehung sich wieder neu zu binden finde ich ok aber unter umständen problematisch.
 
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  • #21
Menschen, die regelmäßig warm Wechseln, sind potenziell beziehungsgeschädigt und psychisch stark labil. Es wäre begrüßenswert, wenn der neue Partner relativ unvorbelastet in eine neue Beziehung hineingeht. (...) Es ist alles sehr leicht für den warm Wechselnden. Irgendwann lastet es aber auf der Seele wie ein schwerer Mühlstein und belastet die Beziehung, ihn und sich selbst – oder auch nicht.

36,m

Ab einem bestimmten Alter geht kein Mensch mehr unvorbelastet in eine neue Beziehung. Eine Belastung muss auch nicht immer nur etwas Negatives sein.
Es stimmt im Übrigen nicht, dass es für den Verlassenden alles sehr leicht ist. Er kann zumindest nicht in Selbstmitleid baden.
Dieser "Mühlstein" kann auf der Seele lasten oder auch nicht - das aber hängt nicht davon ab,. ob es ein warmer oder eiskalter Wechsel war.
 
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  • #22
Sei dir gewiß, einem Mann den du so bekommst, den wirst du auch auf genau die selbe Art und Weise irgendwann wieder verlieren.


w, 43

Noch so ein Gesülze, das gebetsmühlenartig, ohne jede Reflexion, immer wieder hier vorgebracht wird. Ich habe einen Mann kennengelernt, er war noch verheiratet, ich ebenfalls, die Trennung von diesem Mann Jahre später erfolgte aus vollkommen anderen Gründen, keiner von uns hat erneut warm gewechselt, jeder hat sich erst mal seine Wunden geleckt und war lange Zeit allein. Nicht jeder, dem ein solcher warmer Wechsel passiert, ist beziehungsgestört ofder psychisch labil. Man nennt diese Abfolge unvorhergesehener Ereignisse: Leben.
Kein Mensch, der "warm wechselt" (sooo ein doofer Begriff, denn "warm" war es in den Beziehungen/ Betten ja schon lange nicht mehr.), kalkuliert messerscharf herum. Kein Mensch sagt sich: XY ist langweilig, aber YZ ist heiss, also wart ich, bis YZ ja sagt und dann verlass ich XY.
Nein. Man kämpft um XY, liebt XY eines Tages nicht mehr und dann kommt YZ und alle Karten werden neu gemischt. So etwas sieht niemand voraus.
Ausserdem soll man sich ja schliesslich nicht übereilt trennen, nicht wahr? Soviel zum Thema erst trennen, dann was Neues anfangen. Wie man es macht, macht man es falsch, ich weiss.
w35
 
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  • #23
Es stimmt im Übrigen nicht, dass es für den Verlassenden alles sehr leicht ist. Er kann zumindest nicht in Selbstmitleid baden.

Wer Entscheidungen trifft, kann irren. Wer den anderen entscheiden läßt, kann sich darauf berufen, daß er keine Wahl hatte. Das macht es ihm/ihr leichter, sich selbst treu zu bleben, während der Verlassende mit dem Gefühl leben muß, sich möglicherweise falsch entschieden zu haben.

Irgendwie verständlich, daß solchen schweren Entscheidungen eine gewisse Sicherheit gut tut, in Gestalt einer Person, die als Partner besser passen würde. Aber das sieht man dieser Person ja auch nicht auf den ersten Blick an.

Ich denke, es gibt zwei völlig verschiedene Formen von Warmwechseln: eine triebgesteuerte und eine, bei der die dritte Person nur das Zünglein an der Waage ist. Bei der ersteren kann und sollte man damit rechnen, daß sie sich wiederholt. Bei der letzteren eher nicht, im Gegenteil.
 
  • #24
Mir ist noch nicht ganz klar, was "warm wechseln" hier im Forum bedeutet.

Sofern gemeint ist, mit der aktuellen Partnerschaft schon innerlich abgeschlossen zu haben und nur auf wen neues zu warten bzw. auch noch aktiv zu suchen, ist "warm wechseln" aus meiner Sicht moralisch nicht vertretbar. Wenn man in einer Partnerschaft ist, muss man diese auch noch 100%ig wollen, dazu stehen und notfalls auch dafür kämpfen. Wenn das nicht mehr der Fall ist, sollte man sich trennen. Der eigene Partner ist meistens noch nicht auf Trennung eingestellt. Es ist ein Gebot der Aufrichtigkeit, Fairness und Loyalität. Über Wochen oder gar Monate nur noch mit dem halben Herzen dabei zu sein, verletzt den Partner im Nachhinein sehr. Das hat einfach keiner Verdient, der noch ehrlich und aufrichtig liebt.
Es kann sein, dass einer die Beziehung nicht mehr will, dann steht es ihm frei sich zu trennen und jemand neues zu suchen. In keinem Fall sollten sich die Partnerschaften zeitlich überschneiden!

Falls die Beziehung nicht mehr läuft und man es dennoch versucht und einem in der Phase zufällig, aber wirklich zufällig!, jemand interessantes begegnet, kann das meiner Meinung nach passieren. Dann sollte man sich jedoch auch sofort trennen. Denn spätestens wenn für einen ein neuer Partner in Frage kommt, weiß man doch sicher, dass die vorherige Partnerschaft keine Zukunft mehr hat.
 
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  • #25
Wenn man in einer Partnerschaft ist, muss man diese auch noch 100%ig wollen, dazu stehen und notfalls auch dafür kämpfen. Wenn das nicht mehr der Fall ist, sollte man sich trennen.

Man muß zu 100% loyal sein, das ist klar. Aber das innere Wollen ist kein binäres An oder Aus, da gibt es Zwischenzustände: man möchte am liebsten hinschmeißen, entscheidet sich dann doch für den Partner, kommt erneut in Streit mit ihm/ihr ... und lernt genau in diesem Zustand jemand anderen kennen. Dieser „warme Wechsel” ist, wie ich meine, vertretbar. Den eigenen Partner in Sicherheit wiegen und zugleich hintenrum nach was Besserem suchen hingegen nicht.
 
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  • #26
Ich kannte auch solch einen Mann.
Er sagte, wenn ich die Richtige treffe, mache ich mit dir Schluss. In unserer Beziehung lief es wirklich nicht gut. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, ihn loszuwerden, bevor er warmwechselte.
Ich glaube, die Menschen machen sich was vor, die behaupten: "In unserer Beziehung lief alles bestens. Ich verstehe gar nicht, warum ich verlassen wurde."
Allerdings gibt es wirklich solche Menschen, denen man sich überhaupt nicht sicher sein kann. Sie sind immer auf der Suche nach etwas Besserem. Sie lassen sich auch nie auf eine Beziehung richtig ein. Wer auf solche Typen steht, ist selber schuld.
 
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  • #27
Der warmwechselnde Mensch wird für folgende Dinge gehasst:

-Er ist attraktiver als der Verlassene, weil begehrt, wird "weggekauft", kann sich das leisten
-Er veranlasst, dass kleinere Kinder plötzlich eine dritte Bezugsperson/ein zweites zu Hause
bekommen
-Er ist im Glücksrausch, während der Verlassene geistig schon am "Brückengeländer" steht
-Er ist meist-, zumindest langfristig (wenn der Verlassene allein bleibt) im finanziellen Vorteil, weil
geteilte Miete, Versorgungsausgleich macht die Rente des neuen Partners wieder wett etc..
-Er lebt in der Gegenwart und plant eine hoffnungsvollere Zukunft, der Verlassene kämpft um einen
Therapieplatz, den er mit eigenen Mitteln gar nicht bezahlen kann und lebt in der Vergangenheit
-Er agiert, ist offensiv, der Verlassene reagiert, ist defensiv

-Gesamtgesellschaftlich macht er anderen, unglücklich gebundenen und nicht selten unattraktiven
Menschen etwas vor, was sie nicht könnten (hoher Neidfaktor)

TRENNUNG ist doof, warum oder wie aber völlig belanglos. Für den Warmwechsler ist dieses "Verfahren" langsam, er hat schon sehr lange innerlich abgeschlossen. Für den anderen zu schnell, er sieht da verpasste Chancen. TRENNUNG gilt für beide Seiten. Hat sie noch nicht wirklich stattgefunden, dann, aber nur dann, hat der Begriff WARMWECHSEL überhaupt eine Bedeutung! Manche Verlassenen befinden sich für den Rest ihres Lebens in einer Trennungsphase. Dafür gibt es Therapien, die den Zustand der Ausgeglichenheit, dem Verzeihen Können, den Neuanfang beschleunigen können. Trübt sich die Sicht, bitte Brille putzen. Wir benutzen dafür ein Mikrofasertuch, keinen Jammerlappen!
 
  • #28
@26
hast Du warm gewechselt? Deine Ausreden klingen gerade so. Übrigens- hassen tut die keiner- aber respektieren halt auch nicht. Und das machen die übrigens auch sich selbst gegenüber nicht.

-Er ist attraktiver als der Verlassene, weil begehrt, wird "weggekauft", kann sich das leisten
selten einen solchen Nonsens gelesen. Das ist Wunschdenken. Laut der Psychologenzunft wechseln zumeist unsichere Menschen warm. Attraktive brauchen eine solche "anerkennung" nicht, lösen sich aus eine Beziehung ohne Hetz weil Sie genau wissen dass Sie das nicht brauchen werden. Im übrigen sind Menschen die sich Ihren Problemen nicht stellen und denen die Gefühle Ihres Partners so derart egal sind NICHT attraktiv
-Er veranlasst, dass kleinere Kinder plötzlich eine dritte Bezugsperson/ein zweites zu Hause
bekommen
Ja, gaaanz toll für die Kinder! (falls Du es nicht begriffen haben solltest- Ironie!)
-Gesamtgesellschaftlich macht er anderen, unglücklich gebundenen und nicht selten unattraktiven
Menschen etwas vor, was sie nicht könnten (hoher Neidfaktor)
Ah jetzt ja- es ist der Neid! Weisst Du was- ich bedaure meine Ex eher. Schlöiesslich hat sie sich Ihren Dämonen nicht gestellt sondern Sie nur unter den Teppich gekehrt. Es ist eine Tatsache dass es nach zwei Jahren in 90% der Fälle den verlassenen wesentlich besser geht als den warmwechslern.
Jedesmal wenn ich meine Ex und meinem Scheidungsgrund über den Weg laufe und sehe was da so abläuft bin ich in der Versuchung Ihm einen Präsentkorb als kleines Dankeschön zu schicken...

Um in Deinem Bild zu bleiben- der verlassene hat einen wesentlich stärken Antrieb die Brille zu putzen. Der Warmwechsler glaubt ja dass er nix weiter ändern muss und damit richtig gut sieht! Tut er zumeist nicht. Ich hab übrigens nicht nur die Brille geputzt sondern mein Leben ordendlich durchgekärchert, alles hat jetzt wieder seinen Platz und ist wieder in der Balance. Und das war schon vor dem Warmwechsel der Ex schon nicht mehr in Ordnung. Und an diesem Zustand hatte Sie durchaus Ihren Anteil (auch wenn ichs zugelassen hab), die Balance war aus dem Lot und das verbiegt einen.

[Mod.= Weitere Chat-Beiträge werden wir nicht veröffentlichen!]
 
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  • #29
"warmer wechsel" bedeutet für mich, dass man noch in einer beziehung ist, die nicht mehr so gut läuft und sich erst dann trennt wenn ein möglicher neuer partner schon in den startlöchern steht. und das finde ich in der tat unreif und unfair. ich denke, dass es ein zeichen der reife ist, wenn man auch eine zeit des alleineseins nicht scheut.
kurz nach einer beendeten beziehung sich wieder neu zu binden finde ich ok aber unter umständen problematisch.

Ich sehe das genauso wie im obigen Zitat.

Meiner Meinung nach braucht man nach einer Trennung eine Zeit in der man zur Ruhe kommt, alles verarbeitet und mit sich selbst klarkommen muss. Meistens mag man dann auch ein paar Dinge ausleben, die in der Beziehung nicht möglich waren.
Ein warmer Wechsel erschein mit nicht nur unfair - was dem Warmwechsler sowieso egal ist - sondern auch ungünstig, weil man sich der Möglichkeit beraubt sich in Ruhe umzusehen.

Wer warm wechselt, der möchte sich eigentlich nur vorm Trennungsschmerz drücken und geht mit den negativen Prägungen der vergangenen Beziehung schlimmstenfalls dem neuen Partner tierisch auf die Nerven.
 
G

Gast

Gast
  • #30
#Kalle von #26

Bleib locker:), anscheinend habe ich Dich da getroffen, wo unverarbeitete Wunden noch heilen müssen. Ich stimme Dir in bestimmen Punkten zu.
Aber: Dem Verlassenen geht es wirklich besser als dem Warmwechsler? Oder anders: Ist das nicht egal? Erst wenn es Dir egal ist (egal bedeutet nahezu vollkommene Neutralisation), dann denkst Du nicht mehr über das Wohlergehen Deiner Ex nach, wägst nicht ab, was an ihrem Lebensentwurf besser oder schlechter sein könnte als an Deinem. Die Dinge mit Abstand von oben betrachten können, das wirst Du lernen.
Dann hau ich mal meine Pointe raus: ICH bin verlassen worden und ich hätte viele Möglichkeiten, aus einer ehemals gekränkten Position heraus zu Deinen Ausführungen noch viel schlimmere Auswirkungen hinzu zu fügen. Das brauche ich nach 6 Jahren nicht mehr, ich kümmere mich um mein Wohlergehen. Ach ja, 2 Jahre sind nix- wollte ich nach zwei Jahren auch nicht glauben, hatte eine sehr nette Partnerin regelrecht vertrieben, schön blöd von mir.

Die (bleibenden) Schäden der Kinder haben wenig mit Warmwechsel zu tun, sie sind ein bloßes Trennungsphänomen (Ausnahmen gibt es, aber die zählen in diesem Zusammenhang nicht).
Ich sehe den Warmwechsel als die belastendste Form der Trennung an, er hat einen verräterischen Charakter und ist beschämend für alle Beteiligten. Wer so etwas mit macht (der/die Neue), trägt da eine moralische Last, nutzt seine (wahrscheinlich einmalige) Chance. Außerdem bietet der Warmwechsel ein Tarnmäntelchen für Probleme, die einmal existiert haben. Je mehr der Verlassene um sich beißt, desto größer ist die Selbstprophezeihung des Wechselnden ("ich weiß schon, warum ich den verlassen hab..."), Aggressionen des Zurückgebliebenen bieten da eine Legitimation für diesen Akt des Verlassens. Aber: Auch der Verlassene deckt sich mit dem Mäntelchen gerne zu, bleiben doch Selbstverschuldete Aspekte immer im Donner des betrügerischen Warmechsels unhörbar!
Verlieren können, ohne seinen Stolz zu verlieren, Akzeptanz gegenüber der Steuerung über Herz und Bauch und nicht über Trauscheine, gespielte Vernunft oder ähnliches, ich wünsche Dir, dass Du das auch bald kannst.
 
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