• #1

"Warten" bis der Beziehungsstatus geklärt ist?

Hallo liebes Forum,
ich date jetzt seit gut drei Monaten einen netten und attraktiven Mann, der sich soweit aufmerksam, zuvorkommend und zuverlässig gezeigt hat. Ich bin schon Anfang 30 (er 5 Jahre älter) aber beziehungstechnisch leider recht unerfahren. Wir hören so gut wie täglich voneinander (per Whatsapp, telefonieren tun wir eigentlich nie) und treffen uns auch meistens ein paar Mal in der Woche. Natürlich hat er mich auch schon zu Hause eingeladen und es kam zu mehr körperlicher Nähe (nach dem ca. 10. Date). Ich hab bei ihm auch den Eindruck, dass er aufrichtig eine richtige Beziehung möchte - wir unternehmen Verschiedenes wenn wir uns treffen und in den Gesprächen lässt sich das schon andeuten. Jetzt habe ich auch schon einige Male bei ihm übernachtet (evtl. verkehrt?), und es ist zu mehr gekommen (Petting) und natürlich würde er auch gerne bald mit mir richtig schlafen. Das macht mir doch etwas Druck. Auf der einen Seite gibt es jetzt sicher Leute die sagen "Was! So lange gedated und noch kein Sex", auf der anderen Seite gibt es doch auch viele die sich erst einer Beziehung sicher sein wollen bevor sie diesen Schritt gehen. Nun, darum geht's bei mir. Vielleicht hätte ich auch insgesamt noch nicht so weit gehen sollen wenn ich gemerkt hab, dass ich noch Zeit brauche. Soll ich ihn vielleicht darauf ansprechen ob das jetzt eine richtige Beziehung ist? Soweit habe ich noch keine seiner Freunde oder Familie von ihm kennengelernt. Der Kontakt außerhalb der Treffen läuft meist über Whatsapp. Er hat mir noch nicht direkt Gefühle gestanden. Ich habe etwas Bedenken, dass es evtl. ins rein Sexuelle rutschen könnte, und habe auch schon von Fällen gehört wo die Frau von einer Beziehung ausgegangen ist, es für den Mann letztendlich dann doch nur eine Affäre war. Ich hätte eigentlich schon gern vor dem Sex mehr Tiefgang und ausgesprochene Gefühle, dieses Gefühl von Geborgenheit das einem eine Beziehung gibt. Sonst habe ich irgendwie das Gefühl "die Katze im Sack zu kaufen," so nach dem Motto: "O.k., jetzt hatten wir Sex, aber eine Beziehung wird's nicht." Ich denke, dass mich das sehr verletzen würde. Ich möchte auch nicht erst "ausgetestet" werden bevor mich jemand "seine Freundin" nennt. Die Meinungen gehen hier wohl auseinander. Die Unsicherheit besorgt mich - zu Beginn der "Beziehung" als der Sex weit entfernt schien war ich noch unbeschwerter. Über konstruktive Beiträge würde ich mich freuen. Und bitte macht mich nicht fertig wegen meiner Unerfahrenheit ;)
 
  • #2
Was wenn er mitbekommt wie "beziehungserfahren" du bist und deswegen auf Distanz geht ? Und Du bist ebenfalls auf Distanz, weil Du keine Übung beim Anbandeln hast ... ?

In der Mitte ist ein Rohes Ei auf dem steht "wir wollen eine Beziehung und keiner macht den ersten Schritt" - und das Ei gibt der eine dem andern weiter. Irgendwann fällt das Ei runter und es ist vorbei mit dem Feuer.

Vielleicht hilft es da, erst die Beziehung zu definieren und dann den Rest ? Wenn Du ONS nicht magst und wenn Du nicht viele Beziehungen hast, wirst sexuell auch nicht so erfahren sein mit der Folge, daß es auch da nicht so einfach sein wird und daß Du da auch auf seine Einfühlsamkeit angewiesen sein könntest.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Selbst wenn du wagst und das Anbandeln scheiterst, bist um Erfahrungen beim nächsten Mal reicher. So schlimm ist es auch nicht, nach dem 1. mal SEX abserviert zu werden.
 
  • #3
Ihr hattet 10 Dates, das ist doch schon ziemlich verbindlich. Wenn er mit Dir nur ins Bett gewollt hätte, hätte er niemals diese Geduld aufgebracht. Hast Du vielleicht vor etwas anderem Angst? Hattest Du schon einmal Sex mit einem Mann? Wenn ja, wie war das früher bei Dir? Wenn nein, musst Du ihm das unbedingt sagen, und das ist auch nichts, wofür man sich schämen muss. Damit muss er dann nur entsprechend umgehen. Ich würde in jedem Fall offen über die Hemmungen reden, egal, was es ist. Aber Du kannst in diesem Stadium weder eine Garantie, noch ein Liebesgeständnis erwarten. Und das würde Dir am Ende ohnehin nichts nützen, denn jeder Mensch kann sich zu jedem Zeitpunkt seines Lebens wieder anders entscheiden.
 
  • #4
Ich muss ehrlich sagen: Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Mann, der es nicht ernst meint, Dich mehr als zehnmal datet, ohne dass es da zur Sache ginge. Insofern wäre ich da an Deiner Stelle sehr optimistisch und vertrauensvoll.
 
  • #5
Tatsächlich sehe ich das nicht so optimistisch wie meine Vorposter, ihr kennt euch jetzt seit drei Monaten, ist trefft euch zwar, aber er bezieht dich nicht in sein Leben mit ein.
Auch gar kein telefonieren zwischen den Dates finde ich komisch.
Warum sollte er das schlagartig ändern, nur weil er mit dir im Bett war? Stell dir mal vor du schläfst mit ihm, und nächsten Tag geht wieder das WhatsApp los, er geht weiterhin ohne dich mit seinen Freunden fort...
 
  • #6
Rede darüber. In einem nachbar Thread wird gerade über das abwarten beim Sex diskutiert. Auch hier sage ich. Wenn du ihm deine Gründe nennst und er wirklich interesse an dir hat, dann wartet er gerne.Es soll doch für beide ein schönes Erlebnis sein, oder? Frag ob auch ihm das wichtig sei, dann wirst du sehen wie er darüber denkt.
m44

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  • #7
Liebe Izzie,

um Himmelswillen, das ist doch kein Grund, dich fertigzumachen.
Du hast deinen Standpunkt und stehst dazu, was soll daran unerfahren sein. Du gehst klug und weise mit dir selber um. Drei Monate ist keine Zeit und die Zeit, die du brauchst, steht dir zu.
Sprich mit ihm über deine Besorgnis, das öffnet oft Türen, weil das Vertrauen wächst. Was heißt schon unerfahren? Ihr seid unerfahren, was euch beide betrifft, weil ihr euch noch nicht genügend kennt.
Viel Glück! @-->-->-
 
  • #8
Liebe FS,
schmink' Dir die Vorstellung ab, dass der Mann Dir eine Liebes- und Beziehungserklaerung abliefert und dass Du dann auch wirklich eine Beziehung hast, wenn Du das Thema mit Sex verbindest. Männer erzählen Dir, was immer Du hören willst, um Sex mit einer Frau zu haben und Fraunen überbewerten gesprochene Worte, nehmen sie auch für bare Münze wenn sie nur Mittel zum Zweck sind.

Du wirst Dich auf Deine Lebenserfahrung und Deine Instinkte (Bauchgefuehl) verlassen müssen. Diese solltest Du mit 30 haben. Wenn Du diese Fähigkeiten bisher nicht entwickelt hast, dann wirst Du es lernen müssen und zum Lernen gehören Fehler. Das kann Dir niemand abnehmen, Dich nur an seinen Lebenserfahrungen teilhaben lassen. Ob Du davon was nutzt, ist Deine Sache.

Aus meinen Erfahrungsportfolio und ich mir unterlaufen selten Irrtümer im Umgang mit anderen:
- vergiss diese ganze Whatsapperei. Die schafft Distanz statt Nähe und Vertrautheit, weil alle nonverbalen Signale fehlen, die zur Kommunikation und zum gegenseitigen Verstehen dazugehören. Eiin Telefonat übermittelt mehr und stellt mehr Nähe her. Ausserdem sind die digitalen Medien die Kommunikationsmittel der Betrüger.
- Ein Mann, der wirklich eine Beziehung mit Dir will, integriert Dich in sein Leben, wenn er sich schon mehrmals in der Woche mit Dir trifft - es sei denn, er hat keine Freunde und keine Familie. Insoweit würde es mir schwer zu denken geben dass ihr Euch nur zu zweit trefft.
- Dass er sich seit 3 Monaten oft mit Dir trifft, ist kein Zeichen für eine echte Beziehungsabsicht. Es kann auch sein, dass er ohnehin nichts besseres zu tun hat, weil ihm die Frauen nicht die Türe einrennen und er muss sich daher mehr bemühen als echte Topmaenner.

Zuletzt: mach' niemals von irgendwelchen Bedingungen (Beziehung) abhängig, ob Du mit einem Mann Sex hast. Hab Sex, wenn Du es mit genau diesem Mann willst, egal ob eine Beziehung zustande kommt oder nicht. Wenn Du keinen Sex zu dem Zeitpunkt willst, dann lass' es. Wenn er dann weg ist, wäre er auch gegangen, nachdem ihr Sex hattet. Wenn Du so handelst, wirst Du Dich nach dem Sex nicht schlecht (ausgenutzt) fühlen, sondern die Trennung vielleicht bedauern, aber es ist ok für Dich.
Hast Du was gemacht, was Du nicht willst, geht Dir das ewig nach, quält Dich und macht Dich misstrauisch.

In Deinem Fall, geringe Erfahrung mit 30 würde ich sagen "No risk, No fun" und es machen, wenn es für mich ok ist - allerdings immer mit Kondom. Trau' in diesem Punkt niemandem.
 
  • #9
Liebe FS,
Du weisst eigentlich ganz klar, was du willst:
Ich hätte eigentlich schon gern vor dem Sex mehr Tiefgang und ausgesprochene Gefühle, dieses Gefühl von Geborgenheit das einem eine Beziehung gibt.
Was ist also die Frage? Ob du gegen deine Ansichten und Wünsche handeln sollst, um diesem Mann zu gefallen oder dem Zeitgeist zu entsprechen? Ich würde es dir nicht raten, auch wenn ich da anders ticke.
Zu einem ehrlichen Gespräch würde ich dir hingegen raten, weil das sind ja unausgesprochene Ängste und Erwartungen, die im Raum stehen, und ihr beide solltet in dieser Phase des Kennenlernens Missverständnisse ausräumen, bevor es jemandem weh tut.
 
  • #10
Zuallererst solltest du niemals etwas tun, wozu du nicht bereit bist. Punkt.
Trotz allem kann man die Sache mit der Katze im Sack auch andersrum sehen. In vielen Parallelthreads wird von den meisten betont, wie wichtig Sex doch wäre und wie wenig sie das tolerieren würden, wenn er schlecht bzw. unbefriedigend wäre. Für viele ist das ein sogenanntes "NoGo".
Ich meine, für mich wäre das auch komisch. Da lernt man jemanden kennen, breitet sein Innerstes vor ihm aus, schafft Vertrauen und tiefe Bindung, nach einem halben oder länger dann der erste körperliche Kontakt, dabei stellt sich dann heraus, dass es absolut unaufregend und unbefriedigend ist, daraufhin kriegt das ganze Vertrauen Risse, weil man den anderen ja nicht beleidigen möchte, aber irgendwie kann man sich den Zustand auch nicht ewig vorstellen, tja, letztendlich trennt man sich schnell wieder und plötzlich läuft da jemand draußen rum, der zwar alles über mich weiß, mit dem ich aber absolut kein intimes Verhältnis habe und der alles-wenn er fies ist- gegen mich verwenden könnte. Katze im Sack, sozusagen.
Ich glaube, dieses sich aufsparen hat in unserer Gesellschaft viel damit zu tun, dass man dem Sex soviel Bedeutung beimisst, es nicht mehr als etwas natürliches sieht, sondern ihm einen kulturellen Überbau konstruiert, der gar nicht sein müsste. Dadurch entstehen dann Ideen wie man würde sich wegwerfen, wenn man zu schnell nachgibt, oder man wird als Frau mit allen möglichen Schimpfworten belegt, andere widerum finden es eklig, und so weiter. Davon kommen dann auch solche Fragen wie die der Fragestellerin. Hier wird erwartet, dass er die großen Gefühle äußert, sich gleich festlegt, noch bevor er überhaupt weiß, ob es für IHN überhaupt passt, und, natürlich ist ein Mensch, der sofort mit einem ins Bett will, ein Mistkerl...*ironie off*.
Für mich wäre das nichts, und ich bin der festen Überzeugung, dass man sich, würde man diese Sicht auf die Dinge ablegen, solche Probleme/ Ängste ersparen könnte.

Für alles weitere gilt der Eingangssatz: Zwingen musst du dich zu gar nichts, und drängen lassen sowieso nicht. Geh es locker an und mach dir nicht selber so nen Druck.
 
  • #11
Ich möchte auch nicht erst "ausgetestet" werden bevor mich jemand "seine Freundin" nennt. Die Meinungen gehen hier wohl auseinander.
Oh ja, das tun sie. Die einen kommen über den Sex zur Beziehung, die anderen über die Beziehung zum Sex. Und egal ob man in dieser Frage nun übereinstimmt oder nicht: es kann passieren, daß keines von beiden passiert, weil ein jeder glaubt, der andere wolle es lieber anders herum.

Du hast es mit einem Mann zu tun, mit dem offenbar ein Konsens im Sinne von „erst Beziehung, dann Sex” möglich ist – das ist schon einmal gut. Jetzt müßt Ihr Euch nur noch darüber einig werden, ob Ihr nun zusammen seid oder nicht. Denn auch hier gibt es unterschiedliche Auffassungen: nach dem ersten Kuß, nach dem ersten Sex, nach Absprache, nach Einführung im Freundeskreis oder bei der Familie.

Mach’ jetzt bitte nicht den Fehler und unterstelle dem Mann, er würde sich erst nach dem ersten Sex auf eine Beziehung festlegen wollen: es gibt durchaus auch Männer, für die Sex nur innerhalb einer Beziehung denkbar ist (ja, ich weiß, und es gibt umgekehrt auch Frauen, die vorher wissen willen, wie der Mann im Bett ist). Dein Exemplar konnte sich trotz Petting bremsen, das spricht dafür, daß er in meiner Liga spielt.

Für mich käme als nächster Schritt nun das klare Bekenntnis, daß sie und ich zusammen sind, zum Beispiel, indem ich sie in meinen Freundeskreis einführe (zumindest würde ich die Absicht erkennen lassen, das zu tun). Oder auch umgekehrt, also meine Bereitschaft, mich in ihren Freundeskreis einführen zu lassen.
 
  • #12
Zuletzt: mach' niemals von irgendwelchen Bedingungen (Beziehung) abhängig, ob Du mit einem Mann Sex hast. Hab Sex, wenn Du es mit genau diesem Mann willst, egal ob eine Beziehung zustande kommt oder nicht. Wenn Du keinen Sex zu dem Zeitpunkt willst, dann lass' es. Wenn er dann weg ist, wäre er auch gegangen, nachdem ihr Sex hattet.
Ich hoffe, liebe Fragestellerin, du hörst nicht auf diesen Rat. Das ist der Weg in Verletzungen, wenn man so gepolt ist wie du.
Selbstverständlich gehört Sex in eine Beziehung, das sehen vor allem die meisten Frauen so. Und wenn ich deine Jugend, Unerfahrenheit und Verletzlichkeit bedenke, dann verstehe ich überhaupt nicht, was Vikky da schreibt. Für sie mag das passen, für dich ganz sicher nicht.
 
  • #13
Dadurch entstehen dann Ideen wie man würde sich wegwerfen, wenn man zu schnell nachgibt, oder man wird als Frau mit allen möglichen Schimpfworten belegt, andere widerum finden es eklig, und so weiter. Davon kommen dann auch solche Fragen wie die der Fragestellerin. Hier wird erwartet, dass er die großen Gefühle äußert, sich gleich festlegt, noch bevor er überhaupt weiß, ob es für IHN überhaupt passt, und, natürlich ist ein Mensch,
....da gebe ich dir vollkommen Recht. Der Zurückhaltung müssen andere Gründe zugrundliegen, die natürlichen Instinkte, die schon anmelden, wann es soweit ist. Dazu muß man natürlich zu sich selber ein gutes, gesundes und freundschaftliches Verhältnis haben und sich seiner Gefühle und überhaupt, sehr sicher sein.
 
  • #14
Männer erzählen Dir, was immer Du hören willst, um Sex mit einer Frau zu haben
Das stimmt zwar für viele Männer, die nur - oder vor allem - auf Sex aus sind, aber hier ist es doch gar nicht stimmig:

So ein Mann erzählt Dir doch schnell, dass er Dich liebt etc., und er versucht gleichzeitig, Dich rumzukriegen - aber der hier tut doch das genaue Gegenteil: Er schwafelt eben nicht von Verliebtheit und ist außerdem sehr geduldig. Beim Petting nach zehn Dates drängt er die FS immer noch nicht!

Insofern klingt mir das nach wie vor sehr vielversprechend.
 
  • #16
Liebe FS,
Du schreibst, er habe keine Weichen gestellt, Dich nach drei Monaten seinen Freunden vorzustellen. Das würde mich kränken. Interessiert er sich für Deine Freunde/ Familie? Wie wichtig sind Euch Freunde/ Familie oder Unternehmungen mit Bekannten? Frag ihn danach und frag Dich selbst. Das sind wichtige Punkte in einer Beziehung wie Du sie suchst.

Sexualität gehört natürlich ebenso zu den Grundlagen. Wenn Du noch nicht "richtig" mit ihm schlafen möchtest, dann lass Dich nicht drängen, denn dann wird es nicht schön. Nach drei Monaten noch keinen Sex ist ungewöhnlich, vor allem wenn beide verliebt sind und grundsätzlich eine Beziehung anstreben. Wenn Du da ein Problem hast, musst Du mutig sein und es ansprechen. Egal ob es mit seinem Verhalten/ den nicht offenbarten Gefühlen zu tun hat oder tiefer und bei Dir liegt.

In einer Liebesbeziehung kann man nichts erzwingen, weder er noch Du. Versuch Deine Unbeschwertheit wieder zu finden.
 
  • #17
PS: Mit "Freunden vorstellen" meine ich kein steifes Treffen, sondern den Freunden erstmal erzählen, dass man "jemanden" kennengelernt hat oder einfach mal eine "Freundin" mitbringt. Wenn Frau verliebt ist, erzählt sie zumindest einigen Freundinnen von "ihm". Auch wenn ich kein Mann bin, bin ich sicher, Männer halten ihre neue Bekanntschaft auch nicht versteckt, wenn sie verliebt sind und es ernst meinen. Vielleicht kann er auch Dein Verhalten bezüglich Sexualität/ Verliebtsein nicht einordnen?
 
  • #18
Ich finde, dass die körperliche Seite zum Kennenlernen dazu gehört. ich finde auch, dass sich ein Flirt über Verliebtsein und Kennenlernen in eine Beziehung entwickelt. Meiner Meinung nach muss der gemeinsame Beziehungsstatus noch nicht vor dem ersten Sex geklärt sein. Nach dem Sex sollte das Paar sich dann schon Gedanken machen, ob es verbindlich gemeinsam oder locker weitergeht.

Ich finde, dass Du nach 3 Monaten mit ihm Sex haben darfst, sobald sich die richtige Situation ergibt und Du willst. 3 Monate sind weder zu früh noch zu spät.
 
  • #20
sondern den Freunden erstmal erzählen, dass man "jemanden" kennengelernt hat
Au weia. Ich möchte die Frau sehen, die sich nicht übergangen fühlt, wenn der Mann seinen Freunden das bereits erzählt hat, bevor sie sich für ihn entschieden hat. Da muß er schon zuerst sie fragen. Und dabei auch noch höllisch aufpassen, daß nicht der Eindruck entsteht, er sei eigentlich mit seiner früheren Freundin eingeladen. Vielleicht am besten so anfangen: meine Freunde wissen noch gar nichts von dir, das würde ich gerne ändern, was hältst du davon?
 
  • #21
Liebe FSin, er ist sehr bemüht um Dich und drängt Dich nicht. Es entwickelt sich in meinen Augen alles langsam in Richtung Beziehung zwischen Euch Zwei.
Nach drei Monaten möchte der Mann auch nun mal langsam Dich auch körperlich kennenlernen, jedoch richtet er sich dabei nach Dir, wie weit Du Dich dabei wohl fühlst und mit gehst.
Sage Deinem Freund ruhig, dass Du etwas unerfahren bist und Deine Zeit brauchst. Ich denke, er mag Dich sehr und wird Dich verstehen und Dir die Zeit lassen, die Du brauchst.
Alles in Allem hört sich Dein Eingangspost sehr optimistisch an.
 
G

Ga_ui

  • #22
Wenn es dir zu schnell geht, dann würde ich die Treffen von mehrmals die Woche auf 1x die Woche einschränken und erstmal an meinen Hemmungen arbeiten, um irgendwo auf ein gesellschaftliches Normalniveau zu kommen, um mit anderen reifen Männern ab 35 mithalten zu können.

Ob das jetzt eine Beziehung ist? Wohl eher nicht. Für viele Männer entscheidet sich erst nach dem ersten Sex, ob sie eine Beziehung zu der Frau wollen. Bei schlechtem Sex will man ja sonst auch keine Beziehung. Wenn Männer mehr wollen, kann man das gar nicht übersehen, weil sie gar nicht mehr von deiner Seite weichen!

Was du natürlich trotzdem tun kannst: Ihn fragen, was er sich mit dir vorstellt. Eine Frau mit 30 wartet nicht mehr ewig auf einen Mann. Ganz ehrlich: es wird dir KEINER dafür danken, dass du deine Zeit verschwendest!
 
  • #23
Hier die FS:

Vielen Dank an Alle soweit für die vielfältigen Perspektiven und hilfreichen Anregungen, und insbesondere auch für die lieben und ermutigenden Worte.
Ich denke ich werde bei Gelegenheit das Gespräch suchen und mich desweiteren auch auf mein Bauchgefühl verlassen. Soweit hat er sich ja recht einfühlsam gezeigt und ich denke er wird Verständnis haben wenn ich noch etwas Zeit brauche.
Mit Bezug auf die Einführung in den Freundeskreis: Auch wenn ich noch keine Freunde oder Familie von ihm kennengelernt habe, hat er doch schon einige Male angedeutet, dass er Freunden, sogar Kollegen und seiner Mutter von mir erzählt hat. Das habe ich dann jedenfalls als Kompliment interpretiert ; )
Ich werde auf jeden Fall versuchen es wieder entspannter anzugehen und die Dinge auf mich zukommen zu lassen.

@Ga_ui: wär ja schlimm wenn ich jetzt nur mit ihm schon schlafe um "gesellschaftlich mithalten zu können." Ich denke es gibt genug Leute die sich gern etwas Zeit lassen und wie einige auch bestätigten geht nicht selten eine Beziehung dem Sex voraus. Ich sehe es definitv nicht so, dass ich dadurch meine "Zeit verschwende" denn ich bin ja an mehr interessiert als "nur an Spaß". Ebenso stimme ich nicht mit dir überein, dass seltenere Treffen in dem Zusammenhang sinnvoll wären, denn meiner Meinung nach würde das nicht mehr Nähe schaffen sondern im Gegenteil, Distanz, und evtl. Desinteresse signalisieren. Aber wie schon gesagt, die Meinungen gehen hier ja auseinander ; )
 
  • #24
Bei schlechtem Sex will man ja sonst auch keine Beziehung.
Mag sein, aber wenn einer von beiden sich gedrängt fühlt, wenn es ihm gegen den Strich geht, dann wird der Sex eben schlecht, mithin erhält derjenige, der da „ausprobieren” will, auch keinen objektiven Eindruck.

Anders liegt der Fall natürlich, wenn zwei solche „Ausprobierer” aufeinander treffen.

Der „Worst Case” hingegen tritt ein, wenn einer (meistens die Frau, kann aber auch den Mann treffen) gegen seine Natur versucht, der ihm zugedachten Rolle gerecht zu werden, um den anderen nicht gleich wieder zu verlieren. Das hinterläßt dann besonders tiefe seelische Verletzungen.
 
  • #25
I Meiner Meinung nach muss der gemeinsame Beziehungsstatus noch nicht vor dem ersten Sex geklärt sein. Nach dem Sex sollte das Paar sich dann schon Gedanken machen, ob es verbindlich gemeinsam oder locker weitergeht.
Ich finde nicht, dass man sich erst im Bett ausprobieren lassen muss und ausprobiert, bevor man sich für eine Beziehung oder Affäre (!) entscheidet. Das mag Zeitgeist sein, aber ich finde es ebenso falsch wie widerlich.
 
  • #26
Ich finde nicht, dass man sich erst im Bett ausprobieren lassen muss und ausprobiert, bevor man sich für eine Beziehung oder Affäre (!) entscheidet. Das mag Zeitgeist sein, aber ich finde es ebenso falsch wie widerlich.
Nuri übersieht, dass eine verbindliche Liebesbeziehung nicht in dem Zeitpunkt entsteht, in dem das Paar die Abrede trifft "wir sind ab jetzt in einer Beziehung". Tatsächlich entsteht die verbindliche Liebesbeziehung fließend und anwachsend im Laufe der Zeit. Die Mitteilung in Worten "wir sind jetzt ein Paar" ist nur die deklaratorische Beschreibung dessen, was vor dem Aussprechen schon zwischen den beiden vorhanden war.

Die FS sollte auf ihr Bauchgefühl hören, ob sie mit diesem Mann Sex will und ob die Umstände für sie passen. 3 Monate sind nicht zu früh für Sex, auch nicht zu spät.

Es ist naiv zu glauben, dass die ausdrückliche Klärung des Beziehungsstatus vor dem Sex irgendeine tatsächliche Sicherheit bringen würde. Jeder Schürzenjäger wird jeder Frau jederzeit sagen, dass er mit ihr in einer festen Beziehung ist, wenn er sie damit ins Bett bekommt. Es bringt auch nichts, jetzt den Beziehungsstatus festzulegen und sich in 6 Monaten wieder zu trennen.

Es geht also niemals um die gesprochenen Wörter. Es geht um das für die Augen unsichtbare tatsächliche Verhältnis zwischen den beiden. Deshalb ist es nach meiner Meinung nicht von Wichtigkeit, ob die deklaratorische Festlegung des Beziehungsstatus mit Worten vor oder nach dem 1. gemeinsamen Sex passiert.
 
  • #27
Nuri übersieht, dass eine verbindliche Liebesbeziehung nicht in dem Zeitpunkt entsteht, in dem das Paar die Abrede trifft "wir sind ab jetzt in einer Beziehung". Tatsächlich entsteht die verbindliche Liebesbeziehung fließend und anwachsend im Laufe der Zeit.
Das sehe ich, mit Verlaub, etwas anders. Menschen, für die Intimität nur innerhalb einer Beziehung in Frage kommt, brauchen ein klares und eindeutiges, in Worte gefaßtes Bekenntnis, wie auch immer dieses lauten mag. Man kann zum Beispiel auf die gemeinsame Zukunft anstoßen, man kann den Freunden als die Liebste vorgestellt werden, man kann die Frage, ob es jemanden gibt, dem der andere treu ist, mit „ja, dir, wenn du magst” beantworten. Dann hätte man auch gleich den Punkt geklärt, der ohnehin für viele Menschen die Grundvoraussetzung für eine Beziehung ist.

Man kann sich auch vor einer verbindlichen Aussage drücken, darf sich dann aber nicht wundern, wenn der andere kein rechtes Interesse an Sex zeigt bzw. ihm das nicht als erotische Schwäche ankreiden. Zu mir sagte mal eine Frau „ich fühle mich wohl in deinen Armen”. Das war mir aber nicht eindeutig genug, sie hätte besser „mein Platz ist in deinen Armen” gesagt.

Sag ihm, dass er sich erst wieder zu melden braucht, wenn er sich für dich entschieden hat.
Auch das (aus einem anderen Thread) wäre so ein Bekenntnis.
 
  • #28
Die Klärung des Beziehungsstatus durch den anderen soll also Sicherheit geben. Die Sicherheit über die Tiefe und Verbindlichkeit der Beziehung findet die FS aber nur in sich.

Apfeldieb deutet es mit seinen Beispielen an. Der tatsächliche Umgang und die kleinen Bemerkungen sind ausschlaggebend, also kleine Gesten und Bemerkungen.
 
  • #29
Mag sein, aber wenn einer von beiden sich gedrängt fühlt, wenn es ihm gegen den Strich geht, dann wird der Sex eben schlecht, mithin erhält derjenige, der da „ausprobieren” will, auch keinen objektiven Eindruck.

Anders liegt der Fall natürlich, wenn zwei solche „Ausprobierer” aufeinander treffen.

Der „Worst Case” hingegen tritt ein, wenn einer (meistens die Frau, kann aber auch den Mann treffen) gegen seine Natur versucht, der ihm zugedachten Rolle gerecht zu werden, um den anderen nicht gleich wieder zu verlieren. Das hinterläßt dann besonders tiefe seelische Verletzungen.
Ja, danke, Apfeldieb, das finde ich gut erklärt und ich sehe das auch so...
Vielen Dank für alle Beiträge, und freue mich natürlich auch über weitere Gedanken. FS