• #31
Ich werde ihn erstmal für 1-2 Wochen zu mir einladen ggf. Auch mehrfach und gucken wie das funktioniert. Und ihn dabei nicht als Gast sehen, sondern mein Leben gewohnt weiter leben, also meine Termine ohne ihn wie gewohnt wahrnehmen, ihn mitnehmen wo‘s paßt, abend‘s mit der Nachbarin noch ne Runde walken, etc.
Finde Ich zum Ausprobieren eine gute Idee. Du solltest ihm das aber sagen und Dich natürlich schon von Single- auf Beziehungsleben umstellen, also auch angemessen gemeinsame Zeit einplanen. Dann sollte
Er hat ja hier vor Ort noch keine Kontakte und könnte mir übel nehmen wenn ich was alleine mache oder sich langweilen. Aber das ist sein Problem
….kein Problem sein. Was hast Du zu verlieren? Ich bin schon zweimal schnell zusammengezogen und es war kein Problem.
 
  • #32
Naja, wäre es dir wirklich lieber, er würde drei Kontakte parallel laufen lassen und würde mal schauen, welche ihm am besten passt???
Ich hatte auch nur den einen und habe mal geschaut, wohin es führt. Wie soll man sich denn auf jemanden einlassen, wenn man die ganze Zeit mit angezogener Handbremse fährt?
Natürlich wär mir das nicht lieber. Ich fand das nur verblüffend, das er sich nach einem Essen mit anschließendem Spaziergang und zugegebenermaßen recht intensiven Gesprächen schon sooo sicher war. Einen kleinen Kuß und ne Umarmung gab‘s auch. Ist für mich schon wichtig. Wenn jemand nicht küssen kann oder ich ihn nicht anfassen mag oder anders rum nicht mag, dass er mich anfaßt, dann brauch ich nicht weiter zu machen. Ich probiere die relevanten Dinge schon recht zügig aus.
Ich habe länger gebraucht und er hat mir die Zeit auch gegeben und war einfach optimistisch.
Das tut er auch. Er hat gesagt, wir gehen mein Tempo.

Mir helfen eure Kommentare und mein eigenes Schreiben sehr!
Ich werde es echt mit Probezeiten bei mir versuchen, die dann immer weiter verlängert werden. Dann ist es irgendwann dauerhaft oder eben vorbei weil es doch nicht paßt.
Es gibt nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.
 
  • #33
Ihr seid 6 Wochen zusammen. Jetzt lernt euch doch erstmal unbelastet kennen. Gib dir doch noch mehr Zeit. Wozu das Tempo?
Wegen der Zeit, die wir bzw. er sonst mit hin- und herfahren verbringt Die A1 zwischen HH und HB ist eine Katastrophe und wenn man dabei um den Süden von HH herum muß um in den Osten zu gelangen braucht man allein dafür die Hälfte der Fahrzeit. Das möchte ich ihm nicht langfristig zumuten.

Regelmäßiges Sehen ist aber gerade in der Kennenlernphase wichtig, sonst funktioniert das nicht.
Daher die Idee die Zeitspannen, die er bei mir verbringt, zügig zu erhöhen mitdem Ziel, dass erirgendwann ganz bei mir wohnt.
 
  • #34
Du solltest ihm das aber sagen und Dich natürlich schon von Single- auf Beziehungsleben umstellen, also auch angemessen gemeinsame Zeit einplanen. Dann sollte
Ich habe vor in unserem bevorstehenden Urlaub mit ihm darüber zu sprechen, um zu gucken, ob er sich das vorstellen kann oder ob er andere Ideen hat.
Ich glaube, ich versuche zusehr für ihn mitzudenken, dabei sollte ich das besser ihm überlassen.
Er ist ja schon groß und hat sicherlich eigene Vorstellungen wie er eine Eingewöhnung in eine unbekannte Umgebung anpackt 😇
 
  • #35
Das möchte ich ihm nicht langfristig zumuten.

Regelmäßiges Sehen ist aber gerade in der Kennenlernphase wichtig, sonst funktioniert das nicht.
Das kannst du ihm aber zumuten. Bzw. du wirst ja auch zu ihm fahren.

Und da ihr beide Rentner seid, könnt ihr die Besuchszeiten ja beliebig ausdehnen. Ein richtiges Zusammenziehen kannst du trotzdem so lange aufschieben, bis du ein wirklich gutes Gefühl dabei hast.
 
  • #36
Wenn er Lust hat allein zu Hause rumzusitzen wenn ich nicht da oder anderweitig beschäftigt bin kann er das natürlich auch tun. Nur ist dann das Scheitern vorprogrammiert, da mir so jemand zügig auf den Keks gehen würde.
Das finde ich erstaunlich.
Es gibt Männer, die ihre Wohnumgebung nicht verlassen und trotzdem unsichtbar sind. Mein Opa, mein Vater, mein Mann.
Diese Männer würden sich nie deinen Solo Freizeit Plänen in den Weg stellen, da sie viel Zeit für sich und ihre vielen Hobbys haben wollen.
Also rumsitzen wäre in der Hinsicht eine Beleidigung und Fehleinschätzung.
Nur Freunde oder Kontakte haben die drei wenig...weil nicht gewünscht.
Frau ist gewünscht, wenn sie Freiräume lässt.


aber schon
 
  • #37
Das kannst du ihm aber zumuten. Bzw. du wirst ja auch zu ihm fahren.

Und da ihr beide Rentner seid, könnt ihr die Besuchszeiten ja beliebig ausdehnen. Ein richtiges Zusammenziehen kannst du trotzdem so lange aufschieben, bis du ein wirklich gutes Gefühl dabei hast.
ich war nur einmal bei ihm. Treffen finden bei mir statt. Ein Haus mit Garten bietet einfach mehr Möglichkeiten.

Genauso stell ich mir das vor. Mal gucken was er dazu sagt.
 
  • #38
Er ist ja schon groß und hat sicherlich eigene Vorstellungen wie er eine Eingewöhnung in eine unbekannte Umgebung anpackt 😇
Es könnte die sein, dass Du ihn kennenlernen möchtest und dass Du dafür Zeit hast. Und wie viel Zeit das ist, dafür könnte eine gemeinsame Sicht hilfreich sein.
Ich habe in jeder Beziehung am Anfang mehr Zeit miteinander verbracht als nach drei Jahren zusammen wohnen. Wenn jetzt eine Frau in der ersten Woche so viel Zeit hat wie sonst nach drei Jahren, geht das schief.

Und das hat auch nichts damit zu tun, dass Du ihm die Welt erklären müsstest oder für ihn mitdenken.
 
  • #39
Danke @Lebens_Lust , deine Kommentare finde ich immer sehr hilfreich.
Mir ist schon klar, dass man am Anfang zum Kennenlernen viel Zeit miteinander verbringen sollte.
Aber er sollte auch einen Einblick in meinen normalen Lebensstil bekommen, er muß mich ja auch kennenlernen. Für seine Entscheidung zu mir zu ziehen spielt es sicherlich eine Rolle.
Ich brauche auch mal Zeit für mich allein oder für andere Menschen. Das sollte er wissen und damit umgehen können.
Das wir miteinander gut können wissen wir im Grunde schon, sonst würden wir dieses Thema nicht diskutieren.
 
  • #40
Natürlich wär mir das nicht lieber. Ich fand das nur verblüffend, das er sich nach einem Essen mit anschließendem Spaziergang und zugegebenermaßen recht intensiven Gesprächen schon sooo sicher war. Einen kleinen Kuß und ne Umarmung gab‘s auch. Ist für mich schon wichtig. Wenn jemand nicht küssen kann oder ich ihn nicht anfassen mag oder anders rum nicht mag, dass er mich anfaßt, dann brauch ich nicht weiter zu machen. Ich probiere die relevanten Dinge schon recht zügig aus.

Das tut er auch. Er hat gesagt, wir gehen mein Tempo.

Mir helfen eure Kommentare und mein eigenes Schreiben sehr!
Ich werde es echt mit Probezeiten bei mir versuchen, die dann immer weiter verlängert werden. Dann ist es irgendwann dauerhaft oder eben vorbei weil es doch nicht paßt.
Es gibt nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.

Gute Idee. Dann siehst Du auch, wie er sich im Alltag verhält, eigenes macht, wie er sich im Haushalt beteiligt.

Gehe Dein Tempo. Von Männern kenne ich es aber auch, dass sie entweder immer zögerlich sind und nie was solides daraus wird, oder sie sind relativ schnell.

Ich war früher schneller, heute brauche ich so meine Zeit, ein paar Monate.
Damit von rosarot fühlbar Liebe geworden ist, und zumindest etwas Kennenlernen da ist.
 
  • #41
Wegen der Zeit, die wir bzw. er sonst mit hin- und herfahren verbringt
Ihr seid beide Rentner, ihr habt Zeit ohne Ende - 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche.

Die A1 zwischen HH und HB ist eine Katastrophe und wenn man dabei um den Süden von HH herum muß um in den Osten zu gelangen braucht man allein dafür die Hälfte der Fahrzeit.
Es gibt die Bahn - kein Autostress, reinsetzen Buch lesen, ankommen, umsteigen in die S-Bahn und das gleiche, bis man da ist.
Geistige Flexibilität üben und was anders machen als sonst statt schlecht gelaunt sein, weil jemand anderer was geändert hat - hält jung im Alter.

Er ist ja schon groß und hat sicherlich eigene Vorstellungen wie er eine Eingewöhnung in eine unbekannte Umgebung anpackt
Bist Du sicher? So wie Du schriebst, ist er wegen einer Frau nach Bremen gezogen, da nicht wirklich integriert und führt seit Wegfall des Berufslebens ein eher langweiliges Leben.
Da würde ich nicht drauf setzen, dass er etwas anpackt und anders macht.

Diese Männer würden sich nie deinen Solo Freizeit Plänen in den Weg stellen, da sie viel Zeit für sich und ihre vielen Hobbys haben wollen.
Aber die FS schreibt, er pflegt keine Hobbys und Interesssen in Bremen.

Es scheint schon so zu sein, dass er sich etwas langweilt, obwohl er auch einiges unternimmt, aber er hat anscheinend keine echten Hobbies.
Das kenne ich von vielen Männern der Generation - entweder haben sie Hobbys und freuen sich auf den Ruhestand oder die Arbeit war für sie alles, danach ausruhen und nun stehen sie interessenlos da, kriegen allein auch keine Änderung rein. Warum also nach einem Neustart in Hamburg?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #42
Hallo Sus, kann es sein, Du befürchtest, dass er klammert?

Und dann in Deinem Haus sitzt, wenn es nicht gut geht?

Du magst ihn ja, das ist ja die Voraussetzung für Euch beide, aber wie ich Dich lese, brauchst Du Deine Zeit, und befürchtest, er findet keinen Anschluss, so dass Du alleinig für ihn verantwortlich bist.

Aber ich kann Deine Überlegung dann schon sehr gut nachvollziehen.

Er ist für sich und Euch und auch Euer Zusammenleben mit verantwortlich.

Und fühlst Du Angst vor der Verantwortung, wenn es nicht klappt, zu sagen: "Zieh bitte wieder aus!", weil er nun ja genau so etwas ähnliches gerade hatte, also wegen Frau wieder aus der gemeinsamen Wohnung raus. Aber Du bist dafür nicht verantwortlich.
w47
 
  • #43
Du magst ihn ja, das ist ja die Voraussetzung für Euch beide, aber wie ich Dich lese, brauchst Du Deine Zeit, und befürchtest, er findet keinen Anschluss, so dass Du alleinig für ihn verantwortlich bist.

Aber ich kann Deine Überlegung dann schon sehr gut nachvollziehen.

Er ist für sich und Euch und auch Euer Zusammenleben mit verantwortlich.

Und fühlst Du Angst vor der Verantwortung, wenn es nicht klappt, zu sagen: "Zieh bitte wieder aus!", weil er nun ja genau so etwas ähnliches gerade hatte, also wegen Frau wieder aus der gemeinsamen Wohnung raus. Aber Du bist dafür nicht verantwortlich.
Du triffst 100%.

Wir haben jetzt unseren Kurzurlaub in Scharbeutz hinter uns. Es hat durchgehend geregnet. Mir ist sowas herzlich egal. Ich habe trotzdem meine langen Spaziergänge gemacht, dann eben ohne ihn. Solange er mir die Freiheiten läßt zu machen was mir gut tut ist das OK. Aber für mich ist es schon gewöhnungsbedürftig, dass jemand so inaktiv ist.
 
  • #44
Ich glaube, ich versuche zu sehr für ihn mitzudenken, dabei sollte ich das besser ihm überlassen.
Er ist ja schon groß und hat sicherlich eigene Vorstellungen wie er eine Eingewöhnung in eine unbekannte Umgebung anpackt 😇
Hi, ich glaube, das ist dein eigentliches Problem: Du fühlst dich, wenn er zu dir zieht, sozusagen verantwortlich dafür, dass es ihm gut geht, dass er Spaß hat und sich nicht langweilt, du hast das Gefühl, du musst dich dann um ihn kümmern und ihn beschäftigen. Ich kenne das auch, ich habe das auch manchmal bei Bekannten und Freunden. Wenn sie da sind, will ich sie nicht einfach doof rumsitzen lassen, sondern denke, ich muss ihnen irgendein Programm bieten und den Tag planen und mit Aktivitäten füllen, eben weil sie meine Gäste sind und ich mich für ihr Wohlergehen bei mir verantwortlich fühle. Bei z.B. meiner Schwester, besten Freundin oder meinem Partner ist das anders, die können sich auch selbst beschäftigen und für die räume ich auch nicht extra auf etc. Die empfinde ich nicht als "unfähige" Gäste, die hier ja auch nichts kennen und sich nicht trauen, selbst irgendwas anzufassen. Einem Gast koche ich Essen oder mache Vorschläge, Schwester oder Partner bedienen sich auch einfach selbst und wissen, sie dürfen das. Gäste fässt man mit Handschuhen an und will einen guten Eindruck hinterlassen, bei Vertrauten ist es egal, die verkraften mehr und man traut ihnen mehr zu, auch eigene Entscheidungen.

Auf mich wirkt es so, als würdest du ihn noch eher als Gast betrachten, für dessen Versorgung, Wohlergehen und Unterhaltung du zuständig und verantwortlich bist, wenn er da ist, und dieser Gedanke belastet dich, weil du auch alleine normal weiterleben willst, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, dass du gerade deinen Gast unhöflich vernachlässigst. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ihr euch noch nicht so gut kennt, er neu in deiner Umgebung und auf gewisse Art tatsächlich dein Gast wäre.Er würde dich ja z.B. bestimmt immer erst um Erlaubnis fragen, wenn er irgendwas in deinem Haus machen will, er würde dich bitten, dir alles zu zeigen und ggf. ihm deine Freunde vorzustellen, du würdest ihn überall einweisen, eben wie einen Gast, nicht wie einen Partner. Du hast Angst, er kann sich alleine nicht beschäftigen und langweilt sich dann ohne dich, oder? Und du willst dich ja nicht wie eine Mutter um ein Kind kümmern, sondern einen gleichberechtigten, selbständigen Partner, der selbst Verantwortung für sein Leben übernimmt und sein und euer Leben aktiv mitgestaltet, auch von selbst was tut, auch alleine ein spannendes und interessantes Leben hat und daher eigentlich nicht von dir und deiner Unterhaltung abhängig ist.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #45
Du triffst 100%.

Wir haben jetzt unseren Kurzurlaub in Scharbeutz hinter uns. Es hat durchgehend geregnet. Mir ist sowas herzlich egal. Ich habe trotzdem meine langen Spaziergänge gemacht, dann eben ohne ihn. Solange er mir die Freiheiten läßt zu machen was mir gut tut ist das OK. Aber für mich ist es schon gewöhnungsbedürftig, dass jemand so inaktiv ist.

Ihr macht einen Kurzurlaub, lernt Euch gerade kennen und er sitzt selbst dann schon auf der Couch?
Dann weißt Du, was
Dich erwartet. Das ist ein träger, passiver Mann, bewegt sich nicht mal beim Kennenlernen.
Der sitzt später nur noch rum.
Irgendwann geht dann das Genörgel los, wenn Du abends fort gehst, aktiv bist. Warum kannst Du nicht mal bei mir auf der Couch sitzen. Musst Du immer.
Dein Bauchgefühl hat recht.
Überlege Dir, ob zu Dir ein Couchpotatoe passt.
Zu mir nicht.
 
  • #46
Danke @Inanna* .
Das trifft es sehr gut. Es strengt mich irgendwie immer noch an, wenn er da ist.
Wenn ich eigentlich Lust habe mich mit nem guten Buch in die Sofaecke zu verziehen und 3 Stunden durchzulesen, dann denke ich, geht ja nicht, er ist ja da.
Über die Phase, wo man sich immer nur miteinander beschäftigt wenn man zusammen ist, sind wir aber auch hinaus.
Keine Ahnung wie man das jetzt in Griff kriegt.
Zumal auch zur Zeit von ihm wenig Impulse kommen was Aktivitäten betrifft. Die kommen von mir. Ich denke, das werde ich demnächst mal ansprechen. Ich merke gerade, dass ich keine Idee habe, was er gerne in seiner Freizeit macht. Es macht eher den Eindruck, dass er sich ziemlich langweilt.
 
  • #47
Wenn ich eigentlich Lust habe mich mit nem guten Buch in die Sofaecke zu verziehen und 3 Stunden durchzulesen, dann denke ich, geht ja nicht, er ist ja da.
Über die Phase, wo man sich immer nur miteinander beschäftigt wenn man zusammen ist, sind wir aber auch hinaus.
Ist das dein Ernst? Ihr kennt euch erst sechs Wochen und du brauchst schon deine Ruhe vor ihm (ich nehme dich jetzt mal wörtlich mit den drei Stunden lesen)?

Ich sehe hier eher das Problem, dass DU IHN im Grunde jetzt schon langweilig findest und nicht, dass er sich langweilt.

Und vielleicht nimmst du mal dringend Tempo raus aus eurer Kennenlernphase, Fernbeziehung hin oder her. Außerdem sind 100 km nicht so dramatisch bei Menschen, die nicht mehr arbeiten, aber das wurde hier ja bereits geschrieben.
 
  • #48
Liebe @Sus59, vielleicht solltest du erst einmal klären, ob er wirklich so „passiv“ ist oder einfach nur introvertiert mit wenig Bedarf an Außenreizen. Auch wenn du gern mal drei Stunden auf dem Sofa durchliest, scheinst du doch eher Außenkontakte zu mögen.
Das kann schon passen, wenn man es weiß und akzeptieren kann.
Ich bin auch gern zu Hause, aber ich langweile mich da keineswegs. Es ist meine Burg, wo ich mich von der Welt draußen erhole.
Ich muss auch nicht immer etwas „machen“.
 
  • #49
Wenn ich eigentlich Lust habe mich mit nem guten Buch in die Sofaecke zu verziehen und 3 Stunden durchzulesen, dann denke ich, geht ja nicht, er ist ja da.
Wie wäre es mit Kommunikation?
Er kann es doch auch nicht magisch ahnen, wann du was machen willst.
Momentan passt er sich an.
Was ist wenn du nicht da bist?
Was macht er dann?
Allerdings finde ich es auch unhöflich einfach mit Buch drei Stunden am Sofa abzuhängen, wenn nicht klar ist, das es für ihn auch ok ist
Vielleicht würde er sehr gerne ebenfalls lesen oder einen Film schauen.
Wenn er weiß das dies ok wäre.
 
  • #50
Ist das dein Ernst? Ihr kennt euch erst sechs Wochen und du brauchst schon deine Ruhe vor ihm (ich nehme dich jetzt mal wörtlich mit den drei Stunden lesen)?
Ja, das ist absolut mein Ernst.
Es geht ja genau darum auszuprobieren, wie sich ein Zusammenleben mit ihm gestalten würde. Und da würde ich mich auch nicht 24/7 auf ihn konzentrieren. Also muß sowas schon drin sein. Lesen gehört nun mal zu meinen Hobbies.

Btw. nicht ich mache das Tempo beim Kennenlernen, sondern er. Er will lieber heute als morgen bei mir einziehen.

Ich kann mich sehr gut allein beschäftigen, unternehme aber auch mal gern was mit anderen. Was ich nicht gut kann ist nur vor‘m Fernseher rumhängen

Wenn er keinen Bedarf an Außenreizen hat, aber trotzdem ganz zufrieden ist, auch wenn ich mich mit anderen Dingen beschäftige, wird sich das ja zeigen. Und das ist dann auch absolut OK für mich.
 
  • #51
Das trifft es sehr gut. Es strengt mich irgendwie immer noch an, wenn er da ist.
Hattest du dieses Gefühl mit anderen Männern in so einer Kennenlernphase auch öfter?
Ich selbst kenne das Gefühl der Verantwortung für Unterhaltung etc. ganz gut und finde es auch belastend. Gerade in dieser Situation des Kennenlernens hat man ja keine echten gemeinsamen „Anliegen“, man will auch nicht immer seine täglichen Notwendigkeiten aufschieben etc. Und natürlich hat der „Besuch“ sich auch keine Arbeiten etc. mitgebracht, um sich anderweitig zu beschäftigen.
Tendenziell wird das besser, wenn man fest zusammen wohnt…
 
  • #52
Hattest du dieses Gefühl mit anderen Männern in so einer Kennenlernphase auch öfter?
Die Beziehungsanbahnungen, die ich letzter Zeit hatte, waren immer in der Nähe. Dann trifft man sich zu gemeinsamen Aktivitäten oder mal zu einem Abendessen mit anschließender gemeinsamer Nacht.
Nein, dabei hatte ich das nicht.
Auch nicht in früheren Beziehungen.
Aber schön, dass Du das auch kennst. Beruhigt mich.
Ich denke auch, dass es besser wird wenn er sich hier zu Hause fühlt. Ich mach mir wahrscheinlich viel zu viel Gedanken.
 
  • #53
6 Wochen? Und seit dem Tod deines Mannes, den du innig geliebt hast, vor 2 Jahren schon der zweite, mit dem du leben willst? Dein Tempo ist atemberaubend. Lass dir doch bitte Zeit.

W, 53
 
  • #55
Ich denke auch, dass es besser wird wenn er sich hier zu Hause fühlt. Ich mach mir wahrscheinlich viel zu viel Gedanken.
Ich lege mal den Finger dahin. Ich denke, Du bügelst gerade Deine innere Stimme ab, aber sie lässt sich nicht glattbügeln....
Ich glaube unter der Oberfläche machst Du Dir genau die richtigen Gedanken.
Die dürfen da sein. Sollten sie auch.
Und Du darfst es natürlich mit ihm ausprobieren, weil das Schöne, dass Du Dir mit ihm erhoffst, darf da sein, aber ebenso ist es Dein Leben...und Du hörst den leisen Misston.
Vielleicht wird er nicht lauter werden, weil ihr Euch gut miteinander einfindet. Vielleicht aber auch nicht.

Wenn es für Dich nicht gut geht, wirst Du es merken, und dann müsst ihr Euch eventuell lösen, egal ob er das vorher schon mal hatte oder nicht.

Du triffst 100%.

Wir haben jetzt unseren Kurzurlaub in Scharbeutz hinter uns. Es hat durchgehend geregnet. Mir ist sowas herzlich egal. Ich habe trotzdem meine langen Spaziergänge gemacht, dann eben ohne ihn. Solange er mir die Freiheiten läßt zu machen was mir gut tut ist das OK. Aber für mich ist es schon gewöhnungsbedürftig, dass jemand so inaktiv ist.

Ginge mir auch so. Ist er inaktiv. Warum willst Du Dich daran gewöhnen???

Solange er Dir die Freiheiten lässt, zu machen, was Du möchtest....?
Ich glaube Du behumpst dich..... Irgendwann ist es nämlich doof und auch traurig und einsam, wenn man Dinge eben nicht zusammen machen kann, weil man nicht ähnlich empfindet.

PS. Ich wäre beim Urlaub in Scharbeutz und Spaziergängen im Regen direkt mit dabei...!

Natürlich macht man nicht alles zusammen.
Aber die grundlegenden Aktivitäten und die Liebe dafür müssten für mich zusammen passen, um wirklich glücklich und aufgehoben sein zu können.
w47
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #56
Wenn er keinen Bedarf an Außenreizen hat, aber trotzdem ganz zufrieden ist, auch wenn ich mich mit anderen Dingen beschäftige, wird sich das ja zeigen. Und das ist dann auch absolut OK für mich.
Was ist denn Eure gemeinsame Basis? Was macht ihr denn dann so gemeinsam? Das muss dann ja auch noch von der Zeit her passen. Gut, ihr seid Rentner, da hat man genügend Zeit, wohl alles unter einen Hut zu kriegen. Das mag sein. Bei Menschen in der Lebensmitte fällt da viel flach, wenn man wenig Schnittpunkte hat, jeder Zeit für seines braucht und man dann noch Zeit für gemeinsame Aktivitäten braucht.

Aber das möchte ich nicht vergleichen. Daher möchte ich nicht von MEINEM Standpunkt auf Euch sehen, sondern von DEINEM.
Im Ruhestand ändert sich ja vieles.
Und von deinem Standpunkt ist dann sicherlich ja genug Zeit vorhanden für Deine alleinigen Interessen und noch Zeit für gemeinsame Unternehmungen....
???
w47
 
  • #57
Natürlich macht man nicht alles zusammen.
Aber die grundlegenden Aktivitäten und die Liebe dafür müssten für mich zusammen passen, um wirklich glücklich und aufgehoben sein zu können.
Genau, denn sonst könnte man gleich alleine bleiben!
Das muss dann ja auch noch von der Zeit her passen. Gut, ihr seid Rentner, da hat man genügend Zeit, wohl alles unter einen Hut zu kriegen. Das mag sein. Bei Menschen in der Lebensmitte fällt da viel flach, wenn man wenig Schnittpunkte hat, jeder Zeit für seines braucht und man dann noch Zeit für gemeinsame Aktivitäten braucht.
Es ist nicht die Zeit alleine und ausschlagebend, es ist die emotionale Passung, die sein muss, sonst geht das mit viel Zeit auch nicht!
Aber das möchte ich nicht vergleichen. Daher möchte ich nicht von MEINEM Standpunkt auf Euch sehen, sondern von DEINEM.
Im Ruhestand ändert sich ja vieles.
Und von deinem Standpunkt ist dann sicherlich ja genug Zeit vorhanden für Deine alleinigen Interessen und noch Zeit für gemeinsame Unternehmungen....
Die Zeit löst das Problem nicht!
 
  • #58
Danke @Inanna* .
Das trifft es sehr gut. Es strengt mich irgendwie immer noch an, wenn er da ist.
Wenn ich eigentlich Lust habe mich mit nem guten Buch in die Sofaecke zu verziehen und 3 Stunden durchzulesen, dann denke ich, geht ja nicht, er ist ja da.
Über die Phase, wo man sich immer nur miteinander beschäftigt wenn man zusammen ist, sind wir aber auch hinaus.
Keine Ahnung wie man das jetzt in Griff kriegt.
Zumal auch zur Zeit von ihm wenig Impulse kommen was Aktivitäten betrifft. Die kommen von mir. Ich denke, das werde ich demnächst mal ansprechen. Ich merke gerade, dass ich keine Idee habe, was er gerne in seiner Freizeit macht. Es macht eher den Eindruck, dass er sich ziemlich langweilt.
du musst dringend mal das Tempo bei euch rausnehmen.

es ist völlig normal, dass man nach nur 6 Wochen nicht sein komplettes Leben aufgeben bzw. umgestalten will für einen anderen Menschen.

mir erscheint es eher so, dass du dich selbst zu sehr unter Druck setzt ( es muss funktionieren ).

ich würde dazu raten, euch mal darüber auszutauschen, wie ihr euch eine mögliche Beziehung vorstellt.

Nicht nur über „harte Fakten“ wie, ob und wo man zusammen leben möchte. Sondern auch über „weiche Faktoren“, wie z.B. was man sich von einer Beziehung verspricht. Man geht ja keine reine Zweckgemeinschaft ein.


Mir fallen auch einige Widersprüche bei dir auf:


Es ist immer sehr schön und stimmig mit ihm.
Wie kann das sein, wenn du vom Gefühl her von einer Ambivalenz berichtest ?
Dafür scheinst du aber recht wenig über ihn zu wissen, wenn du weiterführend erzählst, dass du keinen Schimmer davon hättest, was für Interessen er besitzt.
Wohl eher vom Kopf her. Aber vom Gefühl bist du (noch) nicht soweit ...

Macht einfach mal langsam ....ihr könnt in 6/12 Monaten immer noch zusammenziehen. Das läuft dir nicht weg, wenn es wirklich zwischen euch passt.
 
  • #59
Dafür scheinst du aber recht wenig über ihn zu wissen, wenn du weiterführend erzählst, dass du keinen Schimmer davon hättest, was für Interessen er besitzt.
Doch, ich weiß schon einiges. Er interessiert sich für Messer, hat letztes Jahr ein Buch darüber geschrieben und designed sie auch für einen Hersteller. Er ist auch in einer Gruppe von Messersammlern aktiv.
ich bin halt sehr kulturell interessiert, Musik, Literatur, Theater,…
Musicals zumindest mag er auch. Im Fernsehen guckt er hauptsächlich Dokumentationen oder politische Sendungen.
Er sagt von sich selbst er sei eher Einzelkämpfer, macht alles mit sich allein aus. Ich bin ein absoluter Teamplayer, hör gerne andere Meinungen, Ansichten, laß mich auch mal von Begeisterung mitreißen, laß mich gern inspirieren, geh immer mit offenen Augen durch die Welt und nehme Dinge um mich rum wahr und greife sie ggf. auf.

Ihr habt alle recht damit, dass da zuviel Tempo drin ist. Ich hab ein bisschen das Gefühl, er will mich unbedingt „eintüten“. Ich nehm das Tempo jetzt echt mal raus. Man kann sich auch mal ne Woche nicht sehen, hab eh grad viel um die Ohren.

Bin auf die Reaktion echt gespannt.
 
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