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  • #1

Warum bleibt die Liebe,aber der sexuelle Reiz des Anderen geht verloren?

Ich (m) habe gemerkt daß der sexuelle Reiz am Partner verloren geht,aber die Liebe(vielleicht eine Form davon) aus irgendeinem Grund bleibt.Es ist auch nicht die Bequemlichkeit....die einen Bleiben läßt.Man möchte nur mal andere Haut(gelegenheits-sex) spüren,ohne Liebe,reines sexuelles "Verlangen"----geht es nur Männern so?
 
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  • #2
... weil die meisten Männer leider Egozentriker sind, sich versorgen lassen wollen, insgeheim eine Mutter suchen und den Kick von Sex und Erotik nach einiger Zeit lieber woanders suchen.

Du solltest mit Deiner Frau offen reden und Eure Beziehung und Euer Sexualleben gemeinsam interessanter gestalten, aber dazu fehlt Dir wohl der Mumm. Statt dessen möchtest Du fremdgehen.

Tu es - aber mach vorher reinen Tisch mit Deiner Frau und trenn Dich - mit allen Konsequenzen. Alles andere wird Dir kein Glück bringen und für Deine Frau unendlich viel Leid.

w/53
 
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  • #3
Ich denke das ist normal. Und vermutlich bei Frauen genau so. Da helfen selten Theorie, darüber reden noch irgendwelche anderen Versuche innerhalb der noch - Beziehung.
Die Realität zeigt es immer wieder. Hier sind wir zu einem gewissen %-Satz untreue Säugetiere.
Und ist es vermutlich so vorgesehen um die Erbinformationen möglichst breit zu streuen um die Art zu erhalten und eine evolutionsbiologische Veränderung zu erzielen. M 53 J
 
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  • #4
Guten Tag,

gesellschaftlich hat sich das Erfolgsmodel der Evolution - der Mensch - noch nicht weit von der Höhle entfernt. Die meisten Männer zieht es zuweilen zu einer anderen Frau. Gleichwohl leben die meisten Säugetiere auch nicht in Einehe. In vielen Kulturen ist die Bigamie oder Polygamie gegenwärtig.

Für unsere westliche Kultur hat sich ein anderes Gesellschaftsbild entwickelt. Vor wenigen Jahrzehnten war Homosexualität noch ein Straftatbestand und es gab lediglich die schuldhafte Scheidung. Der ständige Wandel hat es bis zur Patchworkfamilie und Lebenspartnerschaften gebracht. Persönlich fand ich die Idee einer Politikerin mit der Ehe auf Zeit interessant. Da müsste sich jeder Partner einer Beziehung heftig anstrengen.

Das hilft Ihnen alles nicht. Tuen Sie das, wodurch Sie sich glücklich fühlen. Sie haben nur ein Leben, insofern Sie nicht an die Reinkanation glauben.

7E26D57F M, 50
 
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  • #5
Mir geht es ähnlich wie Dir - und ich bin eine Frau!!! Allerdings so ganz ohne Gefühl geht es bei mir nicht.

Ich hatte vor einiger Zeit eine heiße Affaire. Sie dauerte drei Monate - und es war einfach sensationell! Es hat mir und unserer Ehe (mein Mann weiß davon nichts) gut getan, denn ...... für uns beide war das allemal die bessere Lösung als eine Trennung, die eigentlich nur deswegen gewesen wäre.

#3 hat Recht: Man lebt nur einmal. Tu' das, was Du meinst tun zu müsssen und höre nicht auf Andere! Allerdings, wenn Du "es" tust, behalte es für Dich......

53, w.
 
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  • #6
Ich kann dieses Geheimhalten nicht nachvollziehen. Ich merke doch als Partner, ob er wirklich bei mir ist oder ob da irgendetwas dazwischen steht. Ich könnte nicht mit einem Fremdgehen meines Mannes, Freundes umgehen, ich möchte einfach Nr. 1 sein. Ich finde es absolut unfair, unoffen zu sein. Natürlich kannst Du Dich verlieben, ist mir auch passiert, es war sogar noch viel mehr, ich habe aber sofort mit offenen Karten gespielt. Ich glaube, wenn wirkliche Offenheit und Ehrlichkeit da ist und man einfach beim anderen angekommen ist, braucht man keine Abwechslung, sondern die Beziehung wird tiefer und tiefer. Es ist ein langer Prozess und vielleicht ist es auch gut, wenn man getrennte Zimmer hat, so kann es doch spannend bleiben!
Vielleicht gibt es diesen Kick des Neuen auf einer anderen Ebene???
 
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  • #7
siri
ja fs, da hast du recht. liebe und sexuelles verlangen dauerhaft unter einen hut zu bringen, ist nicht immer leicht. daß man sich nach jemandem sehnt, merkt man erst, wenn der oder die nicht da ist.
ich bin froh, daß ich die familienphase hinter mir habe und jetzt andere modelle wie getrenntes wohnen leben kann.
 
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  • #8
[mod]

Nachlassende Leidenschaft ist ganz normal. Wer würde schon jeden Tag Schnitzel essen wollen?

Deswegen gehe ich mittlerweile davon aus, dass Langfrist-Beziehungen am besten erst im Senioren-Residenz-Alter geschlossen werden sollten. DA besteht dann eine gute Aussicht, dass das Paar es miteinander aushalten wird, bis dass der Tod sie scheidet.

Vorher ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich entfremden oder entzweien.

Verlass dich auf andere - und du bist verlassen.
 
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  • #9
Ich hätte da eine Alternative zum Fremdgehen.
Wenn du das mit deiner Frau so regeln kannst, dann solltet ihr mal zu einem Paärchenclub gehen. Da könnt ihr bei zusammen im beisein des Andern auch mal "andere Haut" spüren und trotzdem eure Liebe zueinden weiter voll ausleben.
Das kann man ohne weiteres auch so tun, dass man dabei ausschließlich miteinander Sex hat.
Allerdings Vorsicht: Suchtgefahr
 
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  • #10
Ich war sieben Jahre mit meinem Freund zusammen und der Sex und das Begehren war wie am ersten Tag. Getrennt haben wir uns aus anderen Gründen. Deshalb kann ich einfach nicht verstehen, wenn Menschen sagen, dass sie ihren Partner lieben, aber nicht mehr sexuell begehren.
Lügt man sich bei einer solchen Aussage nicht selbst an!?
 
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  • #11
"Liebe" und Zusammenleben auf der einen Seite, sowie Sexualität auf der anderen Seite beeinflussen sich zwar gegenseitig, sind aber per se zwei unterschiedliche paar Schuhe: Sie unterliegen unterschiedlichen Mechanismen und dienen teils unterschiedlichen Zielen. Das müssten wir doch alle inzwischen langsam begriffen haben.
Der "Kick" geht halt mit der Zeit verloren - bei dem Einen früher, bei der Anderen später. Habituation ist ein biologischs Phänomen, welches sich in vielen Bereichen des Lebens zeigt und welches durchaus sinnvoll ist. Das Beispiel mit dem "Schnitzel" aus einem der Beiträge finde ich - wenn auch etwas profan - sehr treffend.
Der ehemalige, starke Einflussfaktor "materielle Abhängigkeit bei der Frau" ist ja heute kaum mehr gegeben. Ebenso, wie die Stigmatisierung geschiedener Frauen. Es ist völlig natürlich, dass sich eine Beziehung, die "nur" noch auf instabilen biochemischen Prozessen (= Romantik, Gefühle etc.) basiert, sich genauso instabil gestalten wird... Daher scheint sich ja bei uns auch die sog. "serielle Monogamie" durch zu setzen. Was das Ganze erschwert, ist, dass wir immer noch rudimentäre Reflexe in uns haben (Mann als "Jäger" oder "Krieger", Frau als Weibchen, welches versorgt werden will) und diese nicht mehr so ganz in die soziale Umwelt passen wollen. Daraus ergeben sich dann weitere Schwierigkeiten für eine stabile Beziehung. Hier ist der Kern des Problems: Verschiedene, Teils gegenteilige Ansprüche werden an die Geschlechter gestellt.
Für mich persönlich ergibt sich daraus nur eine Schlussfolgerung - lebe den Tag, lebe das Jetzt - du hast nur dieses eine Leben. Ob eine Beziehung "hält" weiß eh niemand - dazu gehört einfach eine gehörige Prise Glück...
 
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