• #1

Warum blockieren, sperren, ignorieren?

Liebes Forum,

hier wird öfter mal geraten, dass man einen Menschen zB nach einer Trennung, aber auch in anderen Situationen "auf allen Kanälen blockieren" soll. Mich wundert das ehrlich gesagt und deshalb wollte ich dieses Thema mal zur Diskussion stellen.

Ich finde es zum einen sehr unfreundlich, einen Menschen zu blockieren/sperren/ignorieren. Denn damit bringt man mE nicht einfach zum Ausdruck, dass man keinen weiteren Kontakt möchte, was man doch einfach sagen könnte, sondern es ist für mein Gefühl eine aggressive Maßnahme.
Wenn man es auf die Situation überträgt, dass man den anderen auf der Straße trifft, dann würde ich einem Menschen, mit dem ich keinen weiteren Kontakt mehr haben möchte, im Vorbeigehen kurz zunicken ohne meinen Schritt zu verlangsamen. Das Äquivalent zum Blockieren wäre für mich, dass man demonstrativ die Straßenseite wechselt und noch extra wegschaut.

Und zum anderen finde ich es ein Zeichen von Unreife, da darin mE liegt, dass man einen weiteren Kontakt nicht aushält und sich auch nicht in der Lage sieht, diesen anders als durch aggressives Abweisen zu einem Abschluss zu bringen.

Wie seht ihr das?

w/44
 

Rosenblatt

Gesperrt
  • #2
Ist foch total einfach zu erklären:

- Es fehlt oft der Respekt beim anderen, den Wunsch nach Nichtkontakt zu akzeptieren. Ständig kommen Nachrichten.

- Man möchte sich selbst schützen, in dem man dem anderen nicht schreibt oder u.U. Manipulationsversuche der Rückgewinnung bekommt (war bei mir der Fall in der 2. Beziehung). So kam ich deutlich besser von ihm los (liebte ihn noch aber es gab mit seiner Lebensweise keine Zukunft für uns).

- Da ich mit Exen eh keinen Kontakt pflege (mit demjenigen erst recht nicht da er 400km von meiner Heimat wegwohnt, in die ich nach der Trennung zurückgezogen bin), kann ich sie auch ignorieren. Ich fände es andersrum völlig ok.

Ansonsten kommen u.a. folgendes:
- Jammerei: "Meine jetzige Beziehung ist so furchtbar!" (ich bin kein Kummerkasten f. Exen)
- Prahlerei: "Ich hab ne richtig tolle Freundin gefunden viel besser als du!"

Ach nö. Wieso? Ich hab einen Freundeskreis auf unsex. Art. Das reicht mir. :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #3
Ich gebe Dir völlig Recht. Wir können uns doch alle benehmen wie anständige Menschen, und auch mit einem Ex kann man normal umgehen. Ich denke mal, dass da vielfach große Verletzungen eine Rolle spielen, bei denen man den anderen nicht mehr sehen will - auch nicht in der Kontaktliste, auf Facebook oder ähnliches. Und auch nicht mehr auf Nachrichten warten. Als ich mich kürzlich getrennt habe, hatte ich zeitweilig auch das große Bedürfnis, meinen Ex komplett aus meinem Leben zu löschen und damit auch von Netzwerken zu entfernen. Ich habe dem Bedürfnis widerstanden, weil ich das affig finde.
 
  • #4
Ich habe mal jemanden auf dem Handy blockiert.
Der Grund war, dass er mich penetrant anschrieb, obwohl ich mehrfach sagte, dass ich keinen Kontakt möchte.
Übrigens schrieb er mich dann einfach mit neuer Telefonnummer an, naja, die musste ich dann halt auch blockieren.
Der schickte mir widerwärtige Genitalbilder und da reichte mir einfaches Ignorieren und Aussitzen, was ja auch denkbar ist, nicht.

Ich sehe aber noch einen anderen Grund für's Blockieren, nämlich, wenn man merkt, dass man jenseits aller Realität auf ein Wunder hofft.
Dass man das Handy mit auf's Klo nimmt, aus Angst, einen Anruf zu verpassen. Morgens der erste Blick auf's Handy, ob er was geschrieben hat. Und immer schön nachgucken, wann er das letzte mal on war.
Wenn man das länger als ein paar Tage macht, könnte es tatsächlich sinnvoll sein, den Kontakt zu blockieren, einfach um wieder frei zu werden.

Bei jeder Trennung oder auch, wenn ich auf eine Freundin nicht mehr so viel Lust habe oder wenn ich meine Kontakte bereinige um die, die ich nicht mehr sehen werde, z.B. Leute aus einem Sprachkurs, der zuende ist, muss das aber wirklich nicht sein.

Ich denke, wenn hier sowas geraten wird, geht es meistens um den Fall, dass sich jemand nicht freimachen kann und an Strohhalme klammert.

w 50
 
  • #5
Das kommt meiner Meinung nach dann in Betracht wenn ein Exkontakt zum Stalken übergeht bzw. das Verhältnis wirklich unangenehm war. Z.B. nach dem Ende einer gewalttätigen Beziehung.

Einige machen dies wahrscheinlich, um eine Trennung für sich selbst zu zementieren. Sie wollen alle Brücken nachhaltig beschädigen, damit sie selbst nicht in Versuchung geraten einen erneuten Kontakt aufzunehmen bzw. abgewiesen werden, wenn sie der Versuchung erliegen und wieder schreiben.

Andere treiben auf dieser Schiene Psychospielchen. In diesem Fall sollte Frau/Mann das Unabwendbare akzeptieren (Dass er geblockt ist) und sich nicht weiter aufregen, denn letztlich sind solche Spieler weitere Gedanke nicht wert. Jede Bettelei um Öffnung der Kontakte genießen diese Menschen. Sie fühlen sich dann mächtig.

Ob dies nun eine Zeichen von unfreife ist, ist irrelevant. Hinterher rennen wäre allerdings so eine Zeichen.
 
  • #6
Eine interessante Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Ich kann noch ansatzweise nachvollziehen, wenn das von Leuten kommt, die quasi mit Smartphone und Whatsapp seit Kindergarten vertraut sind. Aber wenn man wie ich Ü30 ist und noch mitbekommen hat, dass es auch andere Kommunikationsmittel und Wege gibt, weiß man auch, dass es mehr als ein schlichtes Ignorieren nicht bedarf. Insoweit finde ich blocken o.Ä. recht peinliches Vorgehen für Erwachsene, egal ob es jetzt durch Männer oder Frauen erfolgt.

Zwar nutze ich Whatsapp bewusst nicht, was den für mich sehr angenehmen Effekt hat, dass ich relativ wenige überflüssige Nachrichten bekomme. Aber bei den 2-3 Gelegenheiten, bei denen eine kurze Bekanntschaft -trotz "Verabschiedung" meinerseits- anscheinend dachte, ich stünde für ihn in Warteposition bereit, habe ich die Nachricht ignoriert und diejenigen haben sich nie wieder gemeldet.

Wenn man klar sagt, dass man keinen Kontakt will und der Mann nicht ganz blöd ist bzw. etwas Respekt - sowohl sich selbst als auch der Frau gegenüber hat- meldet er sich bereits nach dieser Mitteilung bzw. oder spätestens nach unterbliebener Reaktion auf eine Nachricht nicht mehr. So viel Selbstdisziplin, eine solche notfalls ignorieren zu können oder sich nicht zu melden, auch wenn man es gerne möchte, sollte man als Erwachsener haben. Wenn es sich um einen sehr großen Depp handelt, der sich trotzdem weitermeldet, dann ignoriert man es notfalls mehrmals; auch das ist machbar. Und für wirklich harte Fälle kann man ja notfalls eine entsprechende Unterlassungsklage einreichen.
 
  • #7
Tja, das ist die "Waffe" der unsicheren Menschen.
Es gibt 2 Möglichkeiten - entweder ist es wirklich zum Selbstschutz notwendig, weil der andere Part extrem nervig oder auch bösartig wurde. Dann ok
Meist ist es aber so, dass man einfach der persönlichen Konfrontation aus dem Weg geht. Ich bin altmodisch, ich mache weder per SMS Schluss noch muss ich ein paar Anrufen mit Rückfragen aus dem Weg gehen. Bei Beschimpfungen kann ich mich auch so verständlich ausdrücken, dass nun das Fass am Überlaufen ist.
Mein ganz persönliches Fazit: Die Weicheier beiderlei Geschlechtes ohne Rückgrat und Charakter - die blockieren sofort.
Und der oder die Blockierte kann froh sein, solche Leute aus seinem Leben zu haben.
 
  • #8
Ich blockiere sehr oft. Mein Spezialgebiet: Fotografen und Musiker/Künstler.

Diese Männer sind extrem aufdringlich und sexuell belästigend, weil sie denken, beruflich einen attraktiven Status zu haben und akzeptieren kein nein. Das frustriert. Klappt es nicht, warten sie unter Umständen ein paar Jahre und versuchen einen dann wieder ausfindig zu machen.

Ja, ich blockiere also sehr oft Leute, aber einfach deswegen, weil sie mich gestalkt fühle. Das fängt schon damit an, dass mich viele auf sozialen Plattformen adden. Ok, kein Problem, aber dann fangen sie an, mich zuzuquatschen, obwohl ich keine Lust auf ein Gespräch habe. Lässt man sich dann auf ein Gespräch ein, wird es schnell intimer oder manche haben schon gleich versucht meine Adresse rauszufinden. Gibt man den Leuten ein Finger, beißen sie einem die ganze Hand ab.

Exen habe ich auch blockiert. Da kommen manche allen ernstes 20 Jahre später wieder zurück und machen sich wieder Hoffnungen, obwohl Lug, Betrug und Psychoterror geschehen ist. Sowas ist unverzeihlich und es würde nur wieder dort ansetzen, wo es aufgehört hat. Mit Naivität kommt man bei Menschen nicht weit.

Ich merke das schon beim ersten Satz, wie ich von den Männern angeschrieben werde und dass sie sich offenbar nicht geändert haben.

Klug sein, blocken, Moral in die Tasche stecken. Ich bin niemandem ein Stück von mir schuldig. Ob du das affig oder unreif findest, ist letztendlich dein Problem. Mein größtes Problem ist, dass ich gewisse Leute nicht in meinem Leben haben will.
 
  • #9
Ich würde dir da grundsätzlich zustimmen. Es ist ein Zeichen für mangelnd Reife, aber im Zweifelsfall auch notwendiger pyschologischer Selbstschutz.

Ob Mann/Frau diesen pyschologischer Selbstschutz benötigt oder nicht, ist abhängig davon wie sehr Mann/Frau selbst gefestigt (oder in deinen Worten reif) ist.

Ich fand es mehr als nur "irritierend" als meine Exfrau, während der Trennung irgendwann meinte nur noch über Anwälte kommunizieren zu wollen. Ich empfand das als ziemlich unnötig, zumal wir uns bei der Trennung noch nicht mal gestritten hatten.

Umgekehrt habe ich gemeinsamen Freunden recht unverblümt erklärt, dass ich über ihr Leben bitte nicht in Kenntnis gesetzt werde. Ich will/wollte nicht wissen, ob sie einen Neuen hat oder was sonst noch so in ihrem Leben passiert. Facebook updates über ihr Leben benötige ich genauso wenig. Das geht mich einfach nichts mehr an.

Würde ich die Straßenseite wechseln, falls ich sie treffe? Nein!
Aber ich würde es auch nicht persönlich nehmen, falls sie das machen sollte.
 
  • #10
Ich habe die Antworten, die bisher freigeschaltet wurden, nur überflogen, aber ich finde, das ist auch ein Schutz für mich selber. Was facebook und whatsapp betrifft, möchte ich nicht in Versuchung geführt werden, ab und zu mal "nachzuschauen". Ich weiß auch nicht, was mein Ex noch auf meiner Kontaktliste auf meinem Handy soll, da wird er automatisch mit whattsapp verbunden und das wollte ich einfach nicht mehr, um mich selber zu schützen. Das einzige, was wir noch haben, ist die Email-Adresse. Wenn einer von uns beiden den unwiderstehlichen Drang verspürt, Kontakt aufzunehmen, geht das nur noch so...oder Festnetzt. Ich weiß, dass der Ex inzwischen in eine andere Stadt gezogen ist, also hat sich, was seine Kontaktdaten betrifft, einiges geändert...Warum? Weil ich der Meinung bin, dass das nichts bringt. Der Trennungsgrund war sehr ungut für mich, weil mit Feigheit und Lügen verbunden.
Er hatte zwar gesagt, lass uns Freunde bleiben, wir hatten uns auch noch ein paar Wochen was geschrieben, aber mir hat das nur weh getan, fertig.
Ich bereue diesen Kontaktabbruch nicht im geringsten und er hat mir geholfen, das alles gut zu verarbeiten.
Ich habe den großen Vorteil, dass er nicht in meiner Stadt wohnt. So musste ich ihn nicht zufällig treffen.
Ja, natürlich kann man höflich sein und die Regeln beachten. Wir haben es ja getan. Ich bat um Kontaktabbruch, er hat es respektiert.
Ja, ich finde es sehr traurig, nach fast 9 Jahren so auseinander zu gehen. Vielleicht war es vor zig Jahren, als es nur Festnetztelefon gab, einfacher? Keine Ahnung.
Ich finde diese Diskussion zu diesem Thema sehr interessant, und ich freue mich aufs Lesen! :)
 
  • #11
Ich sehe aber noch einen anderen Grund für's Blockieren, nämlich, wenn man merkt, dass man jenseits aller Realität auf ein Wunder hofft.
Dass man das Handy mit auf's Klo nimmt, aus Angst, einen Anruf zu verpassen. Morgens der erste Blick auf's Handy, ob er was geschrieben hat. Und immer schön nachgucken, wann er das letzte mal on war.
Wenn man das länger als ein paar Tage macht, könnte es tatsächlich sinnvoll sein, den Kontakt zu blockieren, einfach um wieder frei zu werden.
Woher weißt du das von mir Fräulein??? Har, Har,,

Ja ist so, dass kann passieren. Man möchte loslassen aber kann einfach nicht.
Als ich damals meine Exfrau blockierte, habe ich das für mich gemacht.
Aus den Augen, aus dem Sinn. Natürlich habe ich sie nie vergessen und verstehe mich heute sehr gut mit ihr.
Aber zu dieser Zeit war es das beste um Abstand gewinnen zu können und nicht immer Rückfällig zu werden.
Mit Respektlosigkeit oder Boshaftigkeit hat das selten zu tun.
Ein Selbstschutz der manchmal einfach unumgänglich ist.
Sie ist Mittlerweile entblockt und es gibt keine "i" spannungen mehr.

m47
Die lassen mich hier nicht auf deine Bemerkung meines Glockenhellem Gelächter antworten.
Vermutlich weil sie Sorge haben, dass wir ein Paar werden könnten und dann hier Gemeinsam als " Nevereverfrei" auftreten.
;)
 
  • #12
Dann lies dich durch die verschiedenen Storys hier und dir wird schlagartig klar warum es Sinn macht den einen oder anderen Kontakt 1. ganz einzustellen.

2. Sperren, blockieren und ignorieren muss nicht unbedingt sein, aber auch das ist zwangsläufig erforderlich wenn der Gegenüber einfach nur noch nervt, z. B. eine Trennung nicht begreifen kann oder will und deshalb aufdringlich ist und bleibt.
 
  • #13
Vielleicht ist das ein Teil des "Schlussstrichs" geworden. Man will abschließen mit einer Sache und radiert alles aus, was noch mit ihr in Verbindung stehen könnte.

Wenn es denn nicht ist, dass der Mensch keine Ruhe gibt, manipulieren will usw. In dem Fall gibt es meiner Meinung nach keine Diskussion darüber. Wenn man einen Namen nicht mehr lesen will und aber dauernd lesen muss - warum sich dann diesen Stress dauernd antun? Nur, weil es unhöflich wäre? So eine Belästigung kann einem den Tag versauen.

Ich finde es zum einen sehr unfreundlich, einen Menschen zu blockieren/sperren/ignorieren.
Menschen, die Du nicht in Deinem Leben haben willst und die sich Dir, trotzdem sie das wissen, aufdrängen, sind auch nicht freundlich.

Was Ex-Beziehungsmenschen angeht - kommt drauf an, wie die Beziehung war und ob der Mensch gesetzte Grenzen respektiert. Ich brauchte auch 3 Wochen erstmal Ruhe, bevor ich wieder reden wollte mit meinem letzten Ex. Das war keine Bösartigkeit, sondern ich brauchte das für mich, um mit der Situation klarzukommen.

Es gibt (vorwiegend) Frauen, die denken, wenn sie Schluss gemacht haben, könnte man doch befreundet bleiben. Ich glaube, die waren noch nie so richtig tief und schmerzhaft verliebt und können sich deswegen nicht einfühlen.
Und zum anderen finde ich es ein Zeichen von Unreife, da darin mE liegt, dass man einen weiteren Kontakt nicht aushält und sich auch nicht in der Lage sieht, diesen anders als durch aggressives Abweisen zu einem Abschluss zu bringen.
Klar muss man es verarbeiten, warum man den Kontakt nicht aushält. Aber das braucht manchmal Zeit und Ruhe und die hat man nur, wenn man wirklich ausschließen kann, dass man wieder was hört von der Person. Du kannst es doch nicht erwarten, dass alle irgendwas, das ihnen tief in die Seele ging, mit einem Fingerschnipp verarbeiten. Das macht jeder anders.
Darin seh ich keine Unreife. Unreif ist es für mich, wenn es "schick" ist, den oder die Ex zu blockieren, als hätte er die Person noch ewig behelligt.
 
  • #14
Und zum anderen finde ich es ein Zeichen von Unreife, da darin mE liegt, dass man einen weiteren Kontakt nicht aushält und sich auch nicht in der Lage sieht, diesen anders als durch aggressives Abweisen zu einem Abschluss zu bringen.

Rein praktisch hat sich bei mir mit Ende einer Beziehung immer auch der Kontakt automatisch reduziert. Von "Freunde bleiben" halte ich nichts, sonst müsste ich mich ja nicht trennen. Blockieren brauche ich eine Frau dann nicht. Blockieren müsste ich nur, wenn die Frau mich stalkt. Das tut kein "normaler" Mensch.
 
  • #15
Ich finde das Blockieren ein wenig befremdlich, doch ich kann verstehen, dass es gemacht wird, wenn andere übergriffig, lästig etc. werden. Vor allen Dingen wenn im Vorfeld kommuniziert wurde, dass der Kontakt nicht gewünscht ist oder gar lästig.
Doch dann habe ich auch zwei Menschen auf whats app gesperrt. Einmal eine Freundin, mit der ich mich sehr zerstritten hatte und für mich war es eine Art leiser Sieg das zu tun. Unsere Kontaktsperre hielt fast zwei Jahre. Heute haben wir wieder unsere Freundschaft, die jedoch auf anderen Füßen steht.
Und, erst kürzlich. Meine Affäre von vor zwei Jahren( ich war die Affärenfrau) hat mich nach dem Auffliegen blockiert und gelöscht, doch immer wieder mal aktiviert und mir geschrieben. Er bat mich letzte Woche, ihn zu blockieren, da er es einfach nicht schafft mir nicht immer wieder zu schreiben. Das habe ich nun getan. Ich hoffe es hilft ihm.
Insofern hat das Blockieren manchmal seinen Sinn.
Wenn ich einen Kontakt gar nicht mehr brauche, wie z.Bsp: in meiner aktiven Dating Phase sammeln sich einige Nummern, die habe ich komplett gelöscht,wenn wir es klar, dass wir keinen weiteren Kontakt mehr haben wollen.
 

Rosenblatt

Gesperrt
  • #16
Ich wurde 2 Jahre gestalkt. Massiv. Durch Anrufe, SMS, aber auch durch Einbruch, Sach- und Körperbeschädigung, übler Nachrede in soz. Netzwerken (damals noch "myspace"). Ein Grund weshalb ich FB nur für die Familie und alte Schul- und Arbeitskollegen nutze.
Ich denke, wenn man solche einschneidende Erlebnisse durch hat, macht man generell eher einen Cut - auch symbolisch durch blockieren/ignorieren und überlegt sich ganz genau wen man so weit in seinen privaten Kreis lässt.
Gestalkt hat mich der 2. Partner nicht - aber wollte mich wieder haben mit viel Manipulation. Das war mir bewusst. Also Schotten dicht.

Ist eine Beziehung vorbei bin ich zwar traurig - brauche aber keine Erinnerungen. Entweder sie verstauben in Schachteln (dann sind sie eh nicht wichtig) oder aber sie bleiben mir auch ohne Sachen zum Anfassen/Angucken in Erinnerung.
 

Laleila

Cilia
  • #17
Ich finde es zum einen sehr unfreundlich, einen Menschen zu blockieren/sperren/ignorieren.

Für mich ist eher die Frage: warum nicht blockieren, sperren und ignorieren wenn jemand in meinem Leben nichts mehr zu suchen hat.
Ich sehe das eher pragmatisch. Schluss und weg damit. Zumindest wenn er mich verlassen hätte oder mich mit seinem Verhalten dazu gebracht hätte ihn zu verlassen.
Was soll daran affig oder unreif sein?
Früher ließ man nach einer Trennung Briefe ungeöffnet zurückgehen, heute blockiert man.
Das sehe ich leidenschaftslos in jede Richtung.
 
  • #18
Ich habe bisher nur einen einzigen Menschen blockiert, und der hat mich gestalkt. Das ist aber auch kein Ex von mir.

Ich habe mich persönlich relativ gut im Griff, so dass ich bei einer sehr schmerzhaften und bösartigen Trennung (bisher auch nur einmal vorgekommen) die Finger vom Handy lassen konnte und aus lauter Beleidigtsein schon den Teufel getan hätte, ihn anzurufen/ zu texten. Ich hätte ihm, glaube ich, eh nur Vorwürfe gemacht, oder ihn beschimpft (so wütend war ich) und das wäre eh Energieverschwendung gewesen, da dies vermutlich an ihm abgeprallt wäre.

Insofern war noch nie eine Blockade notwendig.

Ich kann es aber verstehen, wenn es Menschen gibt, die das tun, das machen sie aus reinem Selbstschutz. Finde ich besser, als ein neverending Drama zu haben.

Bei einer friedlichen Trennung gibt es ja keinen Grund, sich gegenseitig zu blockieren.
 
  • #19
hier wird öfter mal geraten, dass man einen Menschen zB nach einer Trennung, aber auch in anderen Situationen "auf allen Kanälen blockieren" soll.Ich finde es zum einen sehr unfreundlich..... eine aggressive Maßnahme.

In der Regel ist aus dem Kontext eines Threads zu entnehmen, warum Blockieren empfohlen wird. Meistens wird der Wunsch nach Abstand oder Kontaktabbruch einseitig nicht respektiert und der Getrennte taucht als ungebetender Gast immer wieder im Leben auf. Da ist Blockieren schlichtweg Notwehr gegen den mangelnden Respekt.
Aggressiv finde ich, wenn ich keinen Kontakt mehr will (hat ja Gründe) und der andere lässt mich einfach nicht in Ruhe.

Viele Menschen wissen zwar wie man die modernen Medien bedient, haben darüber hinaus aber keinerlei Medienkompetenz. Obwohl sie wissen, dass Trennung und Null Kontakt für sie das beste ist, schnüffeln sie dem anderen online nach und der andere ihnen - das hat oft Suchtcharakter und es kehrt keine Ruhe im Leben ein.
Da ist es purer Selbstschutz, die virtuellen Verbindungen zu kappen und somit Kontaktaufnahmen zu verhindern, denn der andere blockiert meistens aus Trotz/beleidigt sein, sodass einseitiges Schwachwerden nichts mehr nützt.

...finde ich es ein Zeichen von Unreife, da darin mE liegt, dass man einen weiteren Kontakt nicht aushält und sich auch nicht in der Lage sieht, diesen anders als durch aggressives Abweisen zu einem Abschluss zu bringen.
Ich finde es nicht unreif zu sagen "ich will nicht mehr mit Dir reden, es ist alles gesagt und was nicht gesagt ist, muss nicht mehr gesagt werden".
Blockieren tut man doch nur, wenn der andere sich wiederholt nicht daran hält - ist doch auch aggressiv oder wie stehst Du dazu?
Das finde ich respektlos und dann werde ich genauso respektlos. So wie er penetrant in mein Leben eindringt, so werfe ich ihn konsequent raus.
Das ist die digitale Gegenwehr gegen das Allzeit für jeden erreichbar sein.

Ich habe meinen Exmann 20 Jahre lang ausgehalten und ich hätte es sicherlich noch etliche unerwünschte Telefonate ausgehalten - da bin ich sehr belastbar. Ich wollte nicht mehr. Das macht den Unterschied aus.
Mein Exmann ist der einzige Mensch, dessen Telefonnummer ich jemals blockiert habe. Ausser "Nein" hatte ich ohnehin keine Antwort und dann war das Gespräch überflüssig.

Ich habe ihn auch analig blockiert (Haus-/Wohnungstür nicht aufmachen, in der Firma durch den Nebenausgang entschwinden)
Ich hätte es aushalten können, immer wieder die gleiche Leier runtersagen oder aggressiv werden können - ich hatte einfach keine Lust, weil meine Meinung zur Trennung unveränderlich war.
Was willst Du denn sonst bei einer penetranten Nervensäge machen, wenn Du ihn nie mehr sehen willst, weil das Kapitel für Dich beendet ist und wieder aufwärmen Dich nur am Leben hindert.
 
  • #20
Ich möchte ergänzen, dass ich Kontaktabbruch wollte und ihm das auch mitgeteilt hatte. Blockieren war nicht nötig. Irgendwann hatte ich ein neues Handy mit neuer Nummer und whattsapp hatte sich auch erledigt.
Keiner von uns beiden hat sich je wieder beim anderen gemeldet, was mir geholfen hat. Ich denke mal, dass keiner von uns beiden jetzt noch Interesse an einer Mailfreundschaft hätte.
Natürlich frage ich mich auch, warum muss man sich komplett aus den Augen verlieren nach all den Jahren.
Man wird sich fremd und trotzdem ist diese gemeinsame Zeit Teil deines Lebens.
 
  • #21
Ich gebe dir mal drei Fallbeispiele aus meinem Leben - Kontaktversuche dieser Menschen habe ich geblockt, weil mir nichts besseres eingefallen ist wie ich mit der jeweiligen Situation umgehen könnte. Fall 1 war kurz und spontan, die anderen beiden haben zuvor den Knall nicht gehört:

- Ein einmaliges Date beschimpfte mich wüst, weil ich nicht innerhalb weniger Minuten auf seine SMS reagierte. Da gab es für mich nichts mehr zu sagen - nie wieder.

- Ein ehemaliger Arbeitskollege war alkoholkrank und rief mich gerne komplett besoffen mitten in der Nacht an, um mir sein Leid zu klagen. Er hat auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht kapiert, dass er solche Anrufe unterlassen soll.

- Ein ehemaliger Geschäftspartner wollte mir auch lange nach Abschluss des Auftrages immer wieder über den weiteren Verlauf berichten, obwohl kein Folgegeschäft mehr möglich war. (traurige Insolvenzgeschichte) Dabei berichtete er stets sehr ausführlich und ließ sich nicht abwimmeln. Er laberte einem echt das Ohr ab.

Gerne kannst du mir ja deine Strategie erklären, wie du in diesen Momenten vorgegangen wärst. Vielleicht lerne ich ja dann etwas dazu?
 
  • #22
Ich gebe dir mal drei Fallbeispiele aus meinem Leben ...

In allen drei Fällen besteht Anlass, die betreffenden Personen zu blocken, weil sie sich daneben benehmen und dich belästigen. Die FS hat gefragt, warum man nach Trennungen generell blocken sollte.
Ja, es gibt Fälle, in denen Blocken Sinn macht. Meist finde ich es aber überhaupt nicht nötig, weil sich der Kontakt sowieso mit der Trennung erledigt.
 
  • #23
Liebe FS,

Wenn man [...] den anderen auf der Straße trifft, dann würde ich einem Menschen, mit dem ich keinen weiteren Kontakt mehr haben möchte, im Vorbeigehen kurz zunicken ohne meinen Schritt zu verlangsamen.

Du scheinst ja in gewisser Hinsicht die Grenzen deines Gegenübers zu respektieren. Das ist auch gut so. Warum genau das "aggressiv" oder "unfreundlich" sein soll und warum dieser Punkt dich so beschäftigt, erschließt sich mir nicht so ganz. Ein Ex hat weiterhin den Kontakt zu mir gesucht, obwohl wir eine andere Vereinbarung trafen. Noch 1,5 Jahre nach dem Aus schrieb er mir immer wieder Dinge aus seinem Leben, wollte Small-Talk machen, schickte Fotos etc. Nach ungefähr einem Jahr beantwortete ich noch einmal eine seiner Mails, um ihn an unsere Vereinbarung zu erinnern und ihm eine Grenze aufzuzeigen. Er machte trotzdem weiter. Nach den besagten 1,5 Jahren habe ich ihn dann blockiert.

Ein anderer Ex hatte noch Kontakt zu seiner Ex. Die hat ihn dann immer dazu bewegt, ihre "kleine Tierfarm" zu versorgen, während sie mit seinem Nachfolger etwas unternahm (Tanzen, Urlaub etc.). Der Ex hat sich auf Facebook auch immer brennend dafür interessiert, was sie gerade macht. Das Ende vom Lied: Er hat mir irgendwann gesagt, dass er noch nicht über sie hinweg sei. Das muss nicht repräsentativ sein, hat mich aber schon nachdenklich gestimmt.

Ich habe für mich meinen Weg gefunden, Beziehungen zu verarbeiten und mit ihnen abzuschließen. Für mich persönlich ist ein Ex ein Ex und damit Jemand, mit dem ich zwar mal eine mal mehr, mal weniger gute und intensive Zeit verbracht habe, aber dann ist auch gut. Ich lasse diese Person los, er soll sein Leben glücklich leben, mich aber auch meinen Weg gehen lassen. Ein Mensch, der nicht mehr Teil meines Lebens ist, muss sich mir gegenüber zu nichts verpflichtet fühlen, weil es z.B. unfreundlich oder aggressiv sein könnte, mir nicht mehr (zu bestimmten Anlässen o.ä.) zu schreiben oder sich mit mir zu unterhalten. Ich lasse diesem Menschen auch gern Privatsphäre, ich möchte meine. Und dazu gehört für mich eben auch aus der Erfahrung heraus im Zweifelsfall, dass nicht mehr auf allen Kanälen eine Kontaktmöglichkeit besteht. Sollte es dann doch etwas arg Wichtiges geben: An meinem Haus befindet sich eine Tür und eine Klingel - aber so wichtig schien es bislang nicht gewesen zu sein. Ich finde, man kann das Ganze ganz gut auch von der partnerschaftlichen Ebene auf die freundschaftliche Ebene übertragen.

Gegenüber "sozialen" Medien bin ich sowieso eher kritisch eingestellt und befürchte, dass Viele die Tragweiten in vielerlei Hinsicht nicht so ganz einschätzen (können/wollen/möchten; Stichwort Medienkompetenz). Speziell die Form der Selbstdarstellung, des Sehens und Gesehen-Werdens, die gewisse Oberflächlichkeit ist mir schlicht suspekt. Und meine Privatsphäre ist mir generell einfach wichtig. Small-Talk und Co. finde ich auch nicht besonders prickelnd.

w/33
 
  • #24
Eigentlich haben es ja schon alle beantwortet, warum das geschieht. Da ich diese kürzlich in meinem Parallelthread auch anmerkte, kann ich aus aktuellem Anlasse viele bestätigen, dass es nicht den einen Grund gibt.
1) Aktuell habe ich jmd blockiert, über den ich nicht hinweg bin, der sich alle paar Monate bei mir erkundigt, wie es mir geht, dann wieder in der Versenkung verschwindet und mich ansonsten auch nicht sehen will. Das ist also keine Freundschaft, und solch einem Menschen schreibe ich dann nicht fröhlich zurück. Was soll das auch? Sein Ego bestätigen, dass ich noch drauf anspringe?
Ich hab's erst mit Ignorieren versucht, fällt mir schwer, weil er "manipulative" Fragen stellt, z.B. zum Job, Freunden, Hobbies, die man beantworten könnte
2) Mein damaliger Ex ist mir noch fast 2 Jahre hinterhergelaufen und hat mich ständig kontaktiert, dabei habe ich nie geantwortet - den habe ich geblockt, weil es einfach nur nervte. Ähnlich mit Männern, die kein Nein akzeptieren.
3) Die typischen Zombies - ähnlich wie Fall 1 - Männer, die mich während des Datens einfach haben fallen lassen ohne ein Wort. Erst "ghosting" und dann tatsächlich denken, sie können es noch mal versuchen. Da sind dann keine Gefühle im Spiel, aber einfach eine klare Grenze meinerseits.
 
  • #25
Ich habe noch nie jemanden blockiert. War nie nötig. Bei einer einzigen Trennung in meinem Leben vor sehr langer Zeit wollte ich effektiv nie mehr etwas hören und sehen von einem Mann, der sich aber auch gar nicht mehr bei mir meldete. Das war lange vor den ersten Handys. Ein Mal wollte ich aus Selbstschutz für einige Zeit keinen Kontakt mehr zu einem Mann. Ich sagte ihm das und er hielt sich nur teilweise daran. Ich "drohte" ihm dann damit, ihn zu sperren, und dann war Ruhe. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich selber - ebenfalls aus Selbstschutz - nach einer Trennung meine Whatsapp-Einstellungen vorübergehend so geändert, dass ich nicht mehr schauen konnte, wann er zuletzt online war. Ich machte mich selber verrückt damit, dauernd zu gucken, was er treibt und mir wilde Geschichten dazu auszumalen.

Im Gegensatz zu vielen anderen finde ich es schön, wenn man sich - wenn die Wunden geleckt und verheilt sind - wieder normal begegnen kann. Für mich bleiben meine Exen irgendwie ein Teil meines Lebens. Die Eigenschaften, die mich mal umgehauen haben, haben sie immer noch. Mit einer einzigen Ausnahme haben sie mein Leben bereichert. Dass es nicht die ewige Liebe wurde, kann ich ihnen nicht im Ernst verübeln, da hatte auch ich meinen Anteil daran. Die eine Ausnahme hat mich immerhin gelehrt, was ich ganz bestimmt nicht will und brauche in meinem Leben.

Frau 51
 
  • #26
Nervige Lästlinge brauche ich nicht zu blockieren. Ihr Schreiben tangiert mich nicht emotional, ein einfaches Ignorieren reicht da für mich aus.

Ich habe ein Mal alle Kontaktdaten gelöscht, aus Selbstschutz. Liebeskummer kann wie eine Droge sein, der man verfällt. Bemerkte an mir das selbstschädigende Verlangen, auf Facebook zu schnüffeln, den Whatsapp-Online-Status zu verfolgen, Partyfotos auf Nachfolgerinnen zu kontrollieren. Das war äußerst ungesund, daher kam das Löschen der Kontaktdaten einem Drogenentzug gleich und hat geholfen. Man quält sich sonst nur unnötig selbst.
 
  • #27
Liebe Fragestellerin,

du bist ganz schön ausgetüftelt böse! Ich finde die Frage heuchlerisch. Blockieren ist ehrlich, direkt, manchmal verletzend, aber ein echtes Zeichen für den anderen, dass man nicht mit ihm möchte – auf keiner Ebene. Es ist ein klarer Strich, der kurz weh tut, aber dann geht es in anderer Richtung weiter.
Man vermeidet die Bösartigkeiten und ganz "unguten Stoff" mit dieser Person, die erst Folgen würden, wenn man sie mal ignoriert, weil man kein intensiveres Verhältnis mit ihr pflegen kann.
Drumherum zu reden, ist heuchlerisch und macht dem anderen Hoffnungen. Ich finde das hochgradig sadistisch. Vor allem hat das ein Gegenwind zu Folge: Wenn der andere nicht locker lassen kann und du keine verbale, strenge Grenzen walten lassen kannst, steht die Person plötzlich vor der eigenen Haustüre oder fängt einen öffentlich ab. Also Stalking. Geht schneller, als du denkst und erleben wir heute fast alle durch die modernen Kommunikationsmöglichkeiten. Man erfreut sich möglichweise zusätzlich daran, dass der andere einem ständig schmeichelt, während man selber kein Interesse pflegt. Ich finde das böse von dir. Man geilt sich unnötigerweise an den Hoffnungen des anderen auf, während man selbst weiß, dass der andere sowieso keine Chancen bei einem hat. Oder man nutzt ihn zu Ausheul- und Freundschaftszwecken aus, wenn es einem schlecht geht und sonst kein heißes Eisen im Feuer liegt. Deswegen bin ich ein guter Mensch mit einer Blockierung. Es ist eine klare Ansage, dass man diesen Mensch nicht möchte und kein ausnutzerischer Austausch stattfinden kann. Auf meiner Seite nicht und auf der Seite des anderen nicht. Dafür muss man sich nicht rechtfertigen. Manche Menschen machen sich Hoffnungen, die ich ihnen nicht erfüllen kann. Und manche Menschen suchen auch sogar diesen Schmerz einer unerfüllten Liebe in heutiger Zeit.

Du palaverst sicherlich mit diesen Männern weiter und nährst das böse Feuer für dich und ihn auf beiden Seiten. Diesem Spiel gebe ich mich nicht hin. Ich schütze manche Männer vor sich selbst, indem ich kein Techtelmechtel mit ihnen anfange, das ich oder er bereuen könnte, weil ich schon vorher weiß, das wird nichts (mehr) mit uns beiden. Außerdem will ich die Zeit er Männer nicht stehlen, sie sollen sich schnell eine richtige Frau suchen, und ihre teure Zeit nicht mit unnötigen Chats vergeuden, wo nichts (mehr) zu holen ist.

Ich denke, die meisten Menschen tun es anders und sind unfair und ignorieren lieber die Gespräche, wenn es ihnen zu wild wird und lassen die Menschen/Verflossenen/Verehrer/Chat-Partner lange neben sich leiden. Ich tue das nie. Ich pflege wenige sehr gute - für mich hochwertige - Kontake und schließe jene aus, die unwichtig für mich sind, totalitär aus. Klar Linie, Fairness, Aufrichtigkeit. Für die wenigen Menschen bin ich dann immer da. Und den anderen wird ihre Zeit nicht gestohlen, die sie für eine neue Partnersuche brauchen.
 
  • #28
Das habe ich mich auch schon immer gefragt.
Eine Kontaktsperre hatte ich niemals notwendig, da meinen Exen, so wie ich gedacht haben und niemand blockieren mussten. Vielleicht war ich ja auch nur bei der Wahl sehr explizit.

2016 habe ich auch den Besuch der Beerdigung meines EX-Schwiegervater abgelehnt und dies zum Frust meiner Ex-Schwiegermutter. Das habe ich dann 2 Monate später nachgeholt. Da waren wir alleine und ohne die Familie. Dies wurde mir zwar von meiner EX nicht untersagt, aber ich dachte das wäre die beste Lösung.

Wenn ich lese, dass eine Frau gerne Musiker, Fotografen und Künstler blockiert, dann frage ich mich warum sich die Frau mit diesen Menschen abgibt. Am Ende könnten ja Probleme kommen. Man könnte dies auch schon im Vorfeld ausrangieren oder man möchte einfach nur sein Hobby frönen und kann am Ende sagen, dass man denjenigen blockiert hat.

Das Wort Kontaktsperre habe ich auch erst hier kennengelernt. Im RL kenne ich niemand, der dies macht oder man es nicht nötig hat. Wenn jemand permanent solche Kontakte hat, der er am Ende sperren muss, dann sollte man sich fragen, ob man mit der Wahl immer so gut war.
 
  • #29
Liebe Natali,

das ist ganz einfach: man soll nicht einfach "Menschen sperren", man soll schlicht und ergreifend Idioten sperren!

Respektive Menschen, die sich dauerhaft oder über längere Zeit total idiotisch verhalten und die zu einer großen Belastung werden, und wo es absolut keinen Grund (mehr) gibt, "freundlich" zu sein, weil man solche Personen einfach von der Backe haben möchte, sie aber nicht los wird.

Das ist ein großer Unterschied! :) Zu anderen Idioten, die Dir dauerhaft auf den Keks gehen und Dich belasten, wie auch immer, bist Du ja auch nicht mehr "freundlich", oder? Die willst Du auch aus reinem Selbstschutz nicht mehr in Deinem Dunstkreis haben...

Das ist quasi die letzte Option, wenn alles andere nicht "hilft", auch keine Gespräche, kein Zureden...
 
  • #30

Was ist denn das für ein stranger Post?

Ich nutze doch nicht jemanden aus, nur weil ich ihn nicht blockiere? Bin böse, weil ich das nicht tue?
Du bist ein guter Mensch, weil Du andere blockierst?
Verstehe ich nicht mal im Entferntesten, aber diese Antwort zeigt vielleicht sogar sehr viel.

Blockade ist für mich nur im Gefährdungsfall relevant, alles andere empfinde ich als überzogen bis hysterisch.

Was sich mit oben zitierten Post auch bestätigt, wenn man sich den gesamten Inhalt zu Gemüte führt.

Ich habe aber auch keine Kontakte, die mir bizarre Photos schicken...
 
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