• #1

Warum blockt er beim Thema Ex ab?

Hallo zusammen,

ich habe einen interessanten Mann (39 J.) kennengelernt. Wir sprechen über alles Mögliche und er scheint ein ehrlicher und offener Mensch zu sein. Allerdings reagiert er total komisch, wenn ich ihn auf seine Ex-Beziehung(en) anspreche. Er weicht aus und versucht schnell das Thema zu wechseln.
Um mir ein Gesamtbild eines Mannes zu machen, ist es mir wichtig zu wissen, wie lange seine Beziehung ging, wann es beendet wurde und warum. Verlange ich zu viel? Wie handhabt ihr das in der Kennlernphase? Was könnten die Gründe sein, nicht darüber reden zu wollen?
 
  • #2
Wie lange kennt Ihr Euch?

Am Anfang erzähle ich auch nicht alles - und außer dass es Exen gab, gibt es nicht viel mehr Info.
Trennungsgrund - passte nicht, auseinander gelebt... Das muss reichen.
Ich frage auch nicht explizit.
Es ergibt sich doch mit der Zeit, ich höre zu.

Allerdings, es kommt darauf an, WIE jemand fragt - Bei inquisotorischen Fragen mache ich grundsätzlich dicht.

W, 51
 
  • #3
Was könnten die Gründe sein, nicht darüber reden zu wollen?
Dass die Antwort die nicht gefallen wird. Redet er schlecht über sie, ist er Arsch, dem seine Ex nichts bedeutet hat, redet er gut, ist er nicht über sie hinweg. Da kann er nur verlieren.
Außerdem könnte die Trennung schmerzhaft sein und man will das Kapitel schließen und nach vorne schauen. Oder er hat sich unsauber getrennt, bereut das und will es in der Zukunft besser machen - redet er darüber, könntest du ein falsches Bild über ihn bekommen.
Ich verstehe schon deine Intention, ich bin auch grundsätzlich neugierig. Andererseits ist das Kennenlernen eine sensible Phase und da muss man aufpassen, manche Fakten kann man erst verdauen, wenn der Kontakt sich stabilisiert hat.
Schau, wie er allgemein mit Dir und seiner Umgebung umgeht - vermittelt er Zuverlässigkeit und Vertrauen oder eiert er allgemein rum?
Ich habe kein Problem über meinen Ex zu reden, aber die Geschichte ist dermassen ausgelutscht, dass ich nur noch genervt wäre - ich habe mich lange und ausgiebig mit ihm beschäftigt, aber irgendwann mal reicht es. Ich komme mit ihm gut klar, aber ich ertrage seine Art nicht mehr und zehn Minuten am Telefon reichen mir völlig. Es ist einfach vorbei.
 
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  • #4
Ja. VERLANGEN würde ich ja gleich mal gar nichts.
Was geht dich seine Ex Beziehung an? Eine Beziehung betrifft zwei individuelle Menschen, irgendwelche SINNVOLLEN Schlussfolgerungen kannst du für dich /euch da auch nicht daraus ableiten, da du ja nur seine Version hörst. Das ist seine bzw deren Privatsphäre, die dich einfach mal nichts angeht.
Wie fändest du es, wenn dein Ex sich über dich und eure Probleme bei der Neuen auslässt?

Wenn er sich nicht mit Ruhm bekleckert hat, du schon jetzt so bohrend bist, läufst du Gefahr, belogen zu werden. Und bei ihm erzeugt es Widerstand, wenn du so übergriffig bohrst.

Das meiste erzählen Menschen doch von ganz allein, wenn sie dazu in Stimmung sind, wenn man ihnen einfach zuhört. Da ist auch die Wahrscheinlichkeit höher, die Wahrheit zu erfahren.

Mach dir doch ein eigenes Bild!

Wie ich das mache? Gar nicht... mich interessieren seine Ex Geschichten nicht und ich erzähle ihm auch nichts wirklich privates von meinem Ex. "Hat nicht mehr gepasst." PUNKT.

W,47
 
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  • #5
Mir sind die groben Eckdaten zu alten Beziehungen schon auch wichtig, bzw. finde ich es normal, dass man ein wenig drüber redet - nicht bei den ersten Dates allerdings. Erfahrungen prägen Menschen, und Beziehungen sind ja sehr intensive Erfahrungen. Dazu muss man ja weder schwärmen noch schlecht über den oder die Ex reden @realwoman. Bzw. wenn jemand sehr schwärmt oder sehr meckert, dann leite ich daraus für mich ab, dass da wohl was noch nicht verarbeitet ist und ich ein wenig aufpassen muss, ob er überhaupt schon bereit ist für eine neue Beziehung. Aber muss ja nicht mal so in die Tiefe gehen. Mein Partner hatte vorher eine lange Beziehung, und dass er beziehungsfähig ist und auch Probleme aushält, ohne gleich Schluss zu machen, hat sich dann später auch bestätigt. Mein erster Freund mit x-Freundinnen vor mir, aber alles recht kurz - das hätte mir durchaus eine Warnung sein können, dass er da einfach Probleme hat, was sich bis heute bei ihm nicht geändert hat.

Wenn jemand gar nichts erzählen möchte, kämen für mich verschiedene Möglichkeiten in Betracht:
- Er hatte noch nie eine lange Beziehung und schämt sich dafür.
- Sehr verletzende Erfahrungen, über die er nicht reden möchte.
- Etwas ist für ihn emotional noch nicht abgeschlossen.
- Es gibt Leute, die finden es einfach unwichtig, darüber zu reden.

Was davon zutrifft, tja, das weiß man nicht. Aber hast du ihn denn mal gefragt, warum er nicht darüber reden will? Was hat er denn gesagt?
w, 37
 
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  • #6
Ja.

Um mir ein Gesamtbild eines Mannes zu machen, ist es mir wichtig zu wissen, wie lange seine Beziehung ging, wann es beendet wurde und warum.
Mach dir doch ein eigenes Bild von dem Mann. Was interessiert dich, warum seine Ex-Beziehungen in die Brüche gegangen sind? Sie sind vorbei, sicherlich aus gutem Grund. Mir scheint, du suchst einen Schuldigen dafür. Dabei ist in der Regel nicht nur einer von beiden Schuld.

Redet er schlecht über sie, ist er Arsch, dem seine Ex nichts bedeutet hat, redet er gut, ist er nicht über sie hinweg. Da kann er nur verlieren.
Exakt.

Was könnten die Gründe sein, nicht darüber reden zu wollen?
Es geht dich schlichtweg nichts an.
Mein Mann und ich wissen voneinander, dass es Ex-Beziehungen gibt. Wie und warum sie beendet wurden, interessiert uns beide nicht. Es gibt sogar Fotos von zwei Exen meines Mannes. Sie liegen zusammen mit einer Reihe anderer Fotos aus dieser Zeit im Schrank. Warum auch nicht? Sie gehören zu seiner Vergangenheit dazu, waren zum Teil in seine Familie integriert. Würde mich das stören, müsste ich mir eine Jungfrau suchen.

Ich selbst habe in der Vergangenheit die falschen Männer gewählt. Sie sind ganz anders als jetzt mein Mann. Von daher kann man beide Situationen sowieso nicht vergleichen.

W35
 
  • #7
Ihr kennt euch noch nicht lange ... wäre ich in seiner Lage, ich würde auch nicht auf deine Fragerei eingehen. Damit würdest du bei mir deutlich die (Anfangs)Grenzen überschreiten.

Überlass es ihm, über seine Beziehungsvergangenheit zu sprechen. Zu einem Zeitpunkt, den er wählt, nicht du. Und akzeptiere, dass er vielleicht nur sehr wenig preis gibt, möglicherweise gar nichts.
Es gibt Menschen, die sehr offen mit sich und der eigenen Vergangenheit umgehen, andere sind verschlossener. Aber deswegen auch nicht zu verurteilen.

Irgendwann, wenn sich eure Beziehung vertieft, wirst du schon erkennen, ob du bereit bist, ihn so (verschlossen) zu nehmen, wie er ist. Oder ob du dich lieber jemandem zuwenden möchtest, der mit der Tür ins Haus fällt. (Ich persönlich mag die Stillen lieber!)
 
  • #8
Wenn mir jemand am Anfang so drängend dauernd Fragen gestellt hätte über meine Ex wäre ich sehr schnell entschwunden. So ein Verhalten ist schon leicht übergriffig. Ich habe die besten Erfahrungen damit gemacht zu warten bis mir mein Gegenüber alles von allein erzählt hat. w59
 
  • #9
wir haben uns Anfang des Jahres kennengelernt. Aufgrund von Corona und einer größeren Entfernung sehen wir uns nur selten, telefonieren und schreiben aber so gut wie täglich.
Was davon zutrifft, tja, das weiß man nicht. Aber hast du ihn denn mal gefragt, warum er nicht darüber reden will? Was hat er denn gesagt?
Seine Antwort war, dass ich ziemlich neugierig wäre und er mich ja auch nicht fragen würde. Zu seiner Ex meinte er dann noch, dass sie ja sowieso komisch gewesen wäre.
 
  • #10
Ok, erst hatte ich was anderes geschrieben, aber das hier
Seine Antwort war, dass ich ziemlich neugierig wäre und er mich ja auch nicht fragen würde. Zu seiner Ex meinte er dann noch, dass sie ja sowieso komisch gewesen wäre.
finde ich ne unsympathische Antwort.

Ich dachte erst, wenn er so offen und geraderaus ist, dass die Geschichte kompliziert ist und er schlecht das Geschehene halbwegs ok für sich darstellen kann. Also dann mit der Wahrheit insgesamt gekommen wäre und das ein abendfüllendes Programm wäre. Manche Leute können nicht ein paar oberflächliche Fakten ohne Gesichtsverlust darstellen, sondern nur immer das ganze Paket liefern.

Aber ihr kennt euch 10 Monate, und so blöd zurückzuschlagen, als sei Dein Nachfragen komisch und nicht sein Ausweichen ... Er sagt ja nicht "ich will gerade nicht drüber reden, um uns nicht den Tag zu verderben", er kehrt den Angriff um, indem er Dir sagt, Du seiest neugierig. Finde ich ne unsympathische Eigenschaft.

Die große Entfernung ist ja auch schon ne blöde Sache. Hängst Du sehr an der Bekanntschaft? Sicher, dass sie wirklich seine Ex ist, wenn ihr euch so selten seht?
 
  • #11
Um mir ein Gesamtbild eines Mannes zu machen, ist es mir wichtig zu wissen, wie lange seine Beziehung ging, wann es beendet wurde und warum. Verlange ich zu viel? Wie handhabt ihr das in der Kennlernphase? Was könnten die Gründe sein, nicht darüber reden zu wollen?
Ein heikles Thema, bei dem man schnell in einen Fettnapf tritt. Gerade bei Begründungen, warum eine Beziehung beendet wurde, löst man manchmal Folgen aus, die man nicht haben möchte.

Die Frage ist, wie gezielt Du den Mann zu den einzelnen Beziehungen ausfragen möchtest. Das finde ich am Anfang nicht unbedingt passend. Es hängt aber vom Zeitpunkt und auch von der Art der "Befragung" ab.
 
  • #12
das vielleicht schon.

Trotzdem muss er über die Frau nicht reden wollen.
Manchmal ist das einfach besser, weil man schon weiß, dass man über das Thema nicht sachlich reden kann.
Dann sollte man es auch tatsächlich ganz lassen.
Außerdem könnte er auch vielleicht nur wenig Erfahrung haben.
Auch das muss man nicht offenlegen.
 
  • #13
Was ist daran »unsympathisch«? Wissen wir, ob und wie sehr die FS ihm auf die Pelle gerückt ist? Er hat einfach klar geantwortet auf die Drängelei.

Dass du, liebe @void nun auch noch die Entfernung in Frage stellst, und ob @Tascha87 die Bekanntschaft wirklich wichtig ist (Hängst Du sehr an der Bekanntschaft?) und in der nächsten Steigerung hier die üblichen Forumszweifel einwirfst (Sicher, dass sie wirklich seine Ex ist?) finde ich recht erbärmlich.

Wenn die FS selbst sich diese Fragen stellt - und das aufgrund seiner Zurückhaltung in Vergangenheitsfragen - mag das noch angehen. Dann würde sie, die FS, vermutlich entsprechend handeln. Aber das ist dann ihre Entscheidung.
 
  • #14
Trotzdem muss er über die Frau nicht reden wollen.
Müssen muss man eh nie was. Aber der andere kann das dann ebenso legitim seltsam finden und es negativ werten.
Nach zehn Monaten find ich es auch etwas dünn, wenn der andere als Antwort nur gibt, dass ich zu neugierig bin und die Ex wäre eh komisch gewesen. Ich mein, wenn er ne gute Begründung hätte, warum. Aber "du bist zu neugierig" ist keine. Ich gehe davon aus, dass die FS nicht erfragt, was genau er mit der Ex im Bett getrieben hat oder wie die Kosenamen waren, sondern nur, wie lange sie zusammen waren oder warum sie sich getrennt haben. Ich denke, das ist bei den meisten eher unter "normale Neugier" zu verbuchen und eher ungewöhnlich, wenn man dazu gar nichts erzählt. Also, hab ich noch nie erlebt, bei meinen Beziehungen war das ganz normal Gesprächsthema und keiner von beiden fand es seltsam.
Ich hätt glaub ich bei seiner Antwort gesagt "ich empfinde das nicht als neugierig, sondern als normal, sich dafür zu interessieren, und hätte nichts dagegen, wenn du mich das auch fragst. Warum genau ist es denn so ein Tabu, darüber zu reden?" Also, ich bin da nicht der Typ, der sowas dann stillschweigend hinnimmt, was auch nerven kann, denke ich.
Das mit der Fernbeziehung ist ja dann nochmal eine andere Sache, aber die hat damit ja erstmal nichts zu tun.
Wie offen redet ihr denn sonst über die Vergangenheit, also ausgenommen den Ex-Freunden? Oder über eure Gefühle usw.?
Ich denke, wenn der andere perfekt zu mir passt, aber eben über sowas nicht reden mag, könnte ich das schon akzeptieren, solange da nicht später ein dicker Hammer kommt. Aber generell find ich es schon die Norm, dass man ein bisschen darüber redet, wenn auch nicht ins Detail gehend.
 
  • #15
er kehrt den Angriff um, indem er Dir sagt, Du seiest neugierig.
Ich finde, es ist die richtige Antwort, und sie ist ehrlich.
Sie ist ja neugierig, und möchte Details wissen.
Es hängt immer vom Ton ab, wie man fragt.

Aber hier hat er klar Stopp gesagt. Er will darüber nicht reden.
Kann ich nachvollziehen, man muss nicht über alles reden wollen.

Für ihn ist es vorbei, abgeschlossen - und eine Geschichte zwischen der Ex und ihm.

W, 51
 
  • #16
Wissen wir, ob und wie sehr die FS ihm auf die Pelle gerückt ist?
Wissen wir nicht, das stimmt. Vielleicht ist sie eine nervende Dränglerin, woraufhin er gesagt hat "du bist aber neugierig" als Antwort, statt zu sagen "hör endlich auf zu nerven, ich habe schon x-mal gesagt, dass ich nicht drüber reden will".
Das kann sein. Sie sollte das hinschreiben für das Bild, das man sich machen sollte, um ihr Problem einzuschätzen, und ich bin davon ausgegangen, dass sie es nur dezent einmal ansprach und diese dämliche Antwort bekam.

Dass du, liebe @void nun auch noch die Entfernung in Frage stellst, und ob @Tascha87 die Bekanntschaft wirklich wichtig ist (Hängst Du sehr an der Bekanntschaft?) und in der nächsten Steigerung hier die üblichen Forumszweifel einwirfst (Sicher, dass sie wirklich seine Ex ist?) finde ich recht erbärmlich.
Danke. Zu meiner Verteidigung: Aber ist ja auch nicht unüblich, dass bei nur sehr spärlichem Sehen und Verschweigen von für den anderen relevanten Infos, die nicht mal ins Detail gehen sollten - so wie ich es verstand und die FS es mE geschrieben hatte - ein vergebener Mann ein bisschen Abwechslung bei einer naiven Frau sucht, die denkt, wenn man sich einmal im Monat trifft zu Sex und ansonsten schreibt und telefoniert, der Mann sei ein Single.

Und was die Entfernung angeht, wird es sich vielleicht sowieso als Problem darstellen - will die FS so einfach umziehen, denkt sie, er würde?

Zu wenig Info.
Sympathischer wäre für mich zu sagen - vielleicht wiederholt -, dass man nicht drüber reden will, statt zu sagen "du bist aber neugierig".
 
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  • #17
Ich finde, es ist die richtige Antwort, und sie ist ehrlich.
Ich finde "ich will nicht drüber reden, ich habe es dir gesagt" ehrlich. Zu sagen "du bist aber neugierig" ist für mich Abwehr. Sie schreibt ja auch, dass er ausweicht.
Wie so oft hängt es an mangelnder Info. Wie oft hat sie ihn genervt, wie oft hat er gesagt "ich will nicht drüber reden" und sie hat es nicht akzeptiert.

Die kennen sich seit 10 Monaten, also nicht seit zwei Wochen. Ich hätte auf Nachfrage über meine Exbeziehung schon mal was gesagt. Also wenigstens, wie lange sie dauerte, fänd ich keine indiskrete Informationsnachfrage von der FS.

Sie ist ja neugierig, und möchte Details wissen.
Was ist ein Detail? Wie lange es dauerte, ist doch keine höchstintime Info, die man für sich behalten müsste.
Wer damit abgeschlossen hat, der hat doch kein Problem, sowas mal zu sagen.

Aber hier hat er klar Stopp gesagt. Er will darüber nicht reden.
Kann ich nachvollziehen, man muss nicht über alles reden wollen.
BIn ich ja auch der Meinung - nicht über ALLES. Keine Ahnung, was für eine Nervensäge die FS ist, aber ich hatte es so verstanden, dass er gar nichts über irgendwelche vorangegangenen Beziehungen sagte. Finde ich auch bemerkenswert. Noch nicht komisch, denn ich habe ja geschrieben, dass er vielleicht irgendwo erfahren hat, man solle nicht über Exen reden. Aber bemerkenswert.

Und weil ich denke, dass bei einer größeren Entfernung sowieso aufkommt, wer umziehen soll, denke ich, dass die FS sich auch damit mal befassen könnte, ob es sich überhaupt lohnt, drüber zu grübeln, dass er über Exen nicht reden will. Vielleicht will eh keiner umziehen, dann ist doch DAS das Problem und nicht, wer über was nicht reden will.
 
  • #18
Ja. Es geht dich nichts an, wenn ein Mensch über Aspekte seiner Vergangenheit nicht sprechen möchte. Dies zu akzeptieren, ist eine Frage des Respektes gegenüber persönlichen Grenzen. Du glaubst doch nicht, dass sich eine stabile Beziehung aufbauen wird, wenn du ihn von Beginn an mit deiner Unsicherheit unter Druck setzt. Selbst, wenn es keinen verschweigenswerten Grund hätte, würde ich blocken, wenn eine Frau anfängt zu bohren, nachdem ich einemal "nein" gesagt habe. Also ich wäre an seiner Stelle wohl schon weg. Oder wie fändest du die Frage, mit wievielen Männern du in deinem Leben kopuliert hast und wie es sein kann, dass du dann immernoch Single bist?
Liege ich richtig, dass du im kritischen Alter zur Familiengründung bist, nun auf Druck einen Passenden suchst und deshalb indirekt Garantien einforderst, dass es so zu laufen hat, wie du es dir vorstellst?
 
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  • #19
Zu den offenen Fragen:
-wir planen zusammenzuziehen, viele Firmen stellen aber aktuell nicht ein, daher wird es wohl noch etwas dauern. Entfernung ist grds. nicht das Problem
-eine Ehefrau/ Beziehung hat er nicht. Ich kenne seine Whg. und war für 7 Tage mal bei ihm. Er müsste schon ein guter Schauspieler sein
-ich habe ihn dreimal auf seine Vergangenheit angesprochen, zweimal direkt, einmal etwas indirekter, da habe ich erst von meiner Vergangenheit erzählt und dann gefragt, wie es bei ihm gewesen ist. Jedes Mal hat er abgeblockt/ Thema gewechselt
-ich möchte keine Details wissen, aber grob wäre schon nicht schlecht. Es sagt ja doch einiges über eine Person aus
 
  • #20
Ja. Es geht dich nichts an, wenn ein Mensch über Aspekte seiner Vergangenheit nicht sprechen möchte. Dies zu akzeptieren, ist eine Frage des Respektes gegenüber persönlichen Grenzen. Du glaubst doch nicht, dass sich eine stabile Beziehung aufbauen wird, wenn du ihn von Beginn an mit deiner Unsicherheit unter Druck setzt.
Ich würde das schon akzeptieren, aber dann käme der andere eben auch nicht als Partner für mich in Frage. Wenn es um Arbeitskollegen ginge oder Nachbarn - da will ich auch über Aspekte meiner Vergangenheit nicht reden. Aber manchen Leuten ist ein intensiver Austausch über Gefühle, und Erfahrungen von dem Menschen, mit dem man sein Leben teilen möchte, eben wichtig, manchen nicht. Das passt dann einfach nicht zusammen. Du wärst weg, wenn dich jemand das fragt, ich wär eher weg, wenn jemand sich in Schweigen hüllt, was sein Seelenleben angeht.
Was das mit Unsicherheit zu tun hat, weiß ich nicht. Ich habe noch nie jemandem dann Vorwürfe wegen der Ex gemacht, wenn er mir da was erzählt hat - warum, das hat ja erstmal nichts mit mir zu tun, wenn das abgeschlossen ist? Aber z.B. hatte mein Freund bestimmte wunde Punkte am Anfang, die ich erst verstanden habe, als rauskam, wie seine Ex-Freundin sich in bestimmten Situationen verhalten hat. Dann hat das Sinn gemacht und konnte leicht geändert werden. Oder ich habe mich auf Partys betont unabhängig von ihm gegeben, weil mein Ex-Freund es mega nervig fand, wenn ich viel bei ihm stand. Mein jetziger Freund fand es wiederum irritierend, wenn ich mit ihm an seinem Geburtstag weniger geredet habe als mit seinen Freunden und war dann komisch. Ging recht einfach aufzulösen, indem man dann die frühere Beziehungserfahrung erklärt hat.
Es ist eher bezeichnend, dass du gleich an Sex denkst. Meist geht es ja eher um andere Dinge, die auf einen sehr eingewirkt haben in den letzten Beziehungen. Wenn mich mein Partner fragt, mit wievielen Männern ich Sex hatte, beantworte ich das übrigens auch wahrheitsgetreu. Wenn er mit der Antwort nicht umgehen kann, dann passen wir halt nicht zueinander. Versteh nicht, warum man daraus zwingend ein Geheimnis machen muss. Der, der fragt, muss halt dann auch mit den Informationen klarkommen.
 
  • #21
Was heißt das, willst Du zu ihm ziehen oder er zu Dir? Wer sucht den neuen Job?

eine Ehefrau/ Beziehung hat er nicht. Ich kenne seine Whg. und war für 7 Tage mal bei ihm.
Ok, dann will er wohl seine Vergangenheit vergessen. Ob er noch was aufzuarbeiten hat oder nicht, bleibt offen für mich.

ich habe ihn dreimal auf seine Vergangenheit angesprochen, zweimal direkt, einmal etwas indirekter, da habe ich erst von meiner Vergangenheit erzählt und dann gefragt, wie es bei ihm gewesen ist. Jedes Mal hat er abgeblockt/ Thema gewechselt
Ja, finde ich merkwürdig bei 10 Monaten. Tut mir leid. Kann ja sein, dass er nicht drüber reden will, da zu schmerzhaft oder zu ätzend. Aber ich find 3 mal in 10 Monaten nicht zu nervensägig, dass man Dir Neugierde unterstellen müsste.

Nimm es einfach hin. Wird sich zeigen, was es ist, wenn ihr fest zusammen seid.
 
  • #22
-ich möchte keine Details wissen, aber grob wäre schon nicht schlecht. Es sagt ja doch einiges über eine Person aus
Finde ich so in Ordnung. Ist dann aber die Planung von "Zusammenziehen" nicht verfrüht, wenn Du Dir eigentlich ein Gesamtbild machen möchtest? Im Grunde tut sich doch dann ein "schwarzes Loch" auf, das für eine Aussage über die Person fehlt. Die Frage ist, wie relevant die Aussagen dazu dann wirklich für Dich sind.
 
  • #23
Hallöchen,
Um mir ein Gesamtbild eines Mannes zu machen, ist es mir wichtig zu wissen, wie lange seine Beziehung ging, wann es beendet wurde und warum. Verlange ich zu viel?
Aber ganz eindeutig verlangst du da zu viel.

Ich verstehe nicht ganz, warum du etwas über die Ex(en) wissen willst. Welche Rolle soll das denn spielen?
Was stellst du dir vor, was da raus kommen könnte, das dich in deiner Entscheidung beeinflusst?
Als ob da jemand offen und ehrlich sagt, "Ja ich war ein Arschloch"?
Welche Schlüsse ziehst du aus kurzen, oder langen Beziehungen?
Irgendwas Negatives vermutlich. War die Beziehung zu lange, dann ist er ein unflexibler Klammeraffe, war es zu kurz, ist er nicht beziehungsfähig?

Mach dir mal bewusst, wie das auf das Gegenüber wirkt. Der ist ja nicht auf den Kopf gefallen und merkt, dass du da nachbohrst, um ihn "beurteilen" zu können.
Viele Männer reden keinen Ton über ihre Exbeziehungen. Ich finde das auch völlig korrekt. Weshalb sollten sie auch. Das ist Vergangenheit.
Der Mensch wächst mit seinen Erfahrungen.

So würde ich nie einen Mann kennenlernen wollen. Dafür habe ich zu viel Respekt vor dem Anderen.
Du kannst genauso etwas über den Mensch erfahren, wenn du dir seine Wünsche und Einstellungen anhörst.

Ganz schlimm finde ich so eine Fragerei beim Daten.
Gabe es da nicht mal Stimmen, die behaupten es sei ein No-Go über den/die Ex zu sprechen? Finde ich zwar auch zu verkrampft, aber einen Stundenlangen Monolog über die Ex würde ich mir auch nicht antun.
 
  • #24
Aber ich find 3 mal in 10 Monaten nicht zu nervensägig, dass man Dir Neugierde unterstellen müsste.
Ich finde, es geht ja auch mehr um den Inhalt, nicht nur um die Häufigkeit der Fragestellung. Der Verschweiger wird seine Gründe haben und ich bin der Meinung, wenn jemand etwas nicht erzählen möchte, sollte man das auch respektieren und nicht immer wieder nachbohren.

Der Verschweiger weiß doch, dass das Gegenüber Interesse hat und wenn er will, wird er es erzählen und wenn er nicht will, ist er halt nur genervt. Ich finde es besteht diesbezüglich keine Art Auskunftsanspruch.

Denn:
Man könnte natürlich antworten mit: ich bin fremdgegangen oder ich wurde betrogen (sofern dies beispielsweise der Grund ist).

Wenn man an diesem Punkt dann keine tieferen Erklärungen liefert, steht man ziemlich blöd da, egal in welcher Position. Natürlich kann man einfach dem/der Ex die Schuld zuschieben, aber wenn man etwas weiter denkt, weiß man ja, dass es doch immer irgendwie an allen beiden liegt.

Nähere Erklärungen hierzu gehen dann aber ja doch recht weit in die Intimsphäre des Expaares. Ich finde, soviel Loyalität ist man dem Ex dann doch auch irgendwie schuldig, zB. Nicht über seine Qualitäten im Bett ab zu lästern, wünscht man sich doch selbst auch nicht, dass der Ex über die Intimsphäre plaudert.

Insoweit hat mein Partner auch nicht mehr als ' es hat nicht mehr gepasst' über meinen Ex mitgeteilt bekommen.

Da er ja nicht doof ist, wir uns mittlerweile genug kennen, hat er es auch zwischen den Zeilen herausgehört, was mir wichtig ist und was mich stört. Da muss ich mich aber nicht über meinen Ex auslassen.

Das mach ich nur hier, wo uns niemand kennt :cool:
 
  • #25
Ich gehe davon aus, dass die FS nicht erfragt, was genau er mit der Ex im Bett getrieben hat oder wie die Kosenamen waren, sondern nur, wie lange sie zusammen waren oder warum sie sich getrennt haben. I
Ja, meine Exfreundin hätte mich das auch fragen können.
Aber ich hätte ihr nie zugegeben, dass ich damals (mit etwa Ende 20) vorher keine ernsthafte Beziehung hatte und die "Ex" in Wirklichkeit nur kurze Geplänkel waren, ich quasi keine Ahnung von irgendetwas hatte.

Das hätte ich zumindest in der Kennenlernphase nie zugegeben (für mich bedeutete das eben damals auch, zugeben zu müssen dass ich unattraktiv war, was rein objektiv wohl auch richtig war).

Und die FS IST ja (obwohl sie den Mann schon viele Monate kennt) auch immer noch in der Kennenlernphase, wenn ich das so richtig interpretiere.
 
  • #26
ich bin der Meinung, wenn jemand etwas nicht erzählen möchte, sollte man das auch respektieren und nicht immer wieder nachbohren.
Bin ich auch. Aber ich würde mich auch fragen, was ich daraus ableiten sollte. So zu tun, als hätte man gar keine Vergangenheit in Sachen Beziehung, kann man ja machen, aber dass das Fragen aufwirft, finde ich nun nicht vorzuwerfen.

Ich finde es besteht diesbezüglich keine Art Auskunftsanspruch.
Da stimme ich Dir zu. Aber immer noch finde ich die Neugierdebemerkung unpassend. Schließlich will er ihr fester Partner werden. Zuzugeben, dass man nicht drüber reden will, finde ich ok. Mein Ex sagte mir damals auch, er wolle nicht drüber reden, es sei keine schöne Geschichte, sie hatte ihn betrogen, Scheidung, fertig. Das hat mir gereicht, um mich sicher zu fühlen, dass er nicht plötzlich entdeckt, dass er sie doch noch will oder sie plötzlich auf der Matte steht, ob man es nicht noch mal versuchen sollte zusammen.

Der hat mir aber nie präsentiert, ich sei zu neugierig, da er meine Unsicherheit ausräumen wollte, statt sie zu verstärken.
Ich finde das keine passende Haltung, wenn man zusammenziehen will.

Denn:
Man könnte natürlich antworten mit: ich bin fremdgegangen oder ich wurde betrogen (sofern dies beispielsweise der Grund ist).

Wenn man an diesem Punkt dann keine tieferen Erklärungen liefert, steht man ziemlich blöd da, egal in welcher Position.
Ja, könnte man. Oder man sagt, es sei keine schöne Geschichte, man wolle sich auf das schöne Jetzt konzentrieren und den Mist vergessen.
Natürlich kann man einfach dem/der Ex die Schuld zuschieben,
Macht er in meinen Augen ja schon, wenn er sagt, die Ex sei komisch gewesen.

Insoweit hat mein Partner auch nicht mehr als ' es hat nicht mehr gepasst' über meinen Ex mitgeteilt bekommen.
Wenn er damit zufrieden war, ist es doch gut. Und Dein Ex ist ja auch der Vater Deiner Tochter, also noch irgendwie präsent, statt ein Mysterium.

Ich bin auch nicht der Meinung, dass man irgendwas fordern kann. Ich denke sogar, es ist gut, wenn man das Exleben nicht so ausweitet, das würde ich auch nicht machen. Aber ich würde mir von einem Mann nicht sagen lassen, ich sei neugierig. Neugierig sind meine Nachbarn, die wissen wollen, wer mich neulich nach Hause brachte. (Wollen sie nicht, aber sowas gab es in meiner Vergangenheit auch schon) Ein Mann, mit dem ich zusammen sein will, würde ich was anderes antworten, weil ich mehr Verständnis hätte für seine Frage.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Um mir ein Gesamtbild eines Mannes zu machen, ist es mir wichtig zu wissen, wie lange seine Beziehung ging, wann es beendet wurde und warum.
Mal ne Frage dazu. Du schreibst, ihr wollt zusammenziehen. Das ist aber ein bisschen spät, mit dem Thema "was ist mit den Exen" jetzt anzufangen, wenn Du schon zufrieden gestellt warst mit seinen Antworten, dass Du Zusammenziehen in Betracht ziehst.
Was befürchtest Du denn konkret? Denn Vertrauen hast Du ja innerlich nicht, wenn Du trotz Zusammenziehzusage Deinerseits diese Fragen noch hast.

Wie oft seht ihr euch denn? Du schreibst, es sei selten. Mal von seinem mysteriösen Beziehungsvorleben abgesehen - denkst Du, Du kannst ihm allgemein so vertrauen, dass Du mit ihm sogar zusammenwohnen willst? Die sieben Tage sind für mich noch gar nichts, um irgendwas über einen Menschen zu erfahren, wie er im Alltag ist. Das klappt nicht mal bei längeren Fernbeziehungen, in denen man sich wochenlang sieht, weil "sich besuchen" was ganz anderes ist als "zusammenleben" und mit Alltagsgewohnheiten, wo man sich nicht mehr zusammennimmt, klarzukommen.

Kennst Du Freunde und Familie von ihm?
 
  • #28
Mir ginge es ehrlich genauso wie der TS.
Wenn ich mich auf eine Langzeitbeziehung einlasse, quasi bis ans Lebensende zusammenleben möchte, dann will ich so ziemlich sehr viel/alles von meinem Partner wissen, überhaupt wenn es um Familienplanung oder notwendig größere Investitionen usw geht. Mit einem geheimnisumwobenen Menschen würde ich mich nicht auf eine Beziehung einlassen. Was soll das für eine Beziehung werden, wenn man nicht einmal in groben Zügen Auskunft über die Biografie bzw sein Vorleben geben kann? Kindergarten- Schul- und Berufskarriere darf man eventuell wissen, aber ja nichts von ehemaligen Beziehungen oder sexuellen Vorlieben.

Wenn er aus vorhergegangenen Beziehungen z B mehrere Kinder hat, wäre es anscheinend auch in Ordnung, dies zu verheimlichen? Oder riesige Schulden?

Natürlich ist es ein riesiges Vertrauen in einen Menschen notwendig, seine Biografie, Erwartungen, Ziele usw offenzulegen, aber nur das kann die Grundlage sein, damit eine Beziehung langfristig funktionieren kann. Belastender ist meiner Ansicht nach, wenn im Laufe einer Beziehung Schatten aus der Vergangenheit auftauchen und Fragen aufwerfen sowie Probleme verursachen.
 
  • #29
Aber ich hätte ihr nie zugegeben, dass ich damals (mit etwa Ende 20) vorher keine ernsthafte Beziehung hatte und die "Ex" in Wirklichkeit nur kurze Geplänkel waren, ich quasi keine Ahnung von irgendetwas hatte
Ich tippe auch mal darauf, dass es in diese Richtung geht. Nur ist der Freund der FS bereits 39 Jahre alt und da wird es dann nochmal peinlicher.
Mir ist noch nie ein Mann näher begegnet, der nicht zumindest ansatzweise über seine Exen gesprochen hätte. Da brauchte ich noch nicht mal nach zu fragen. Erzählt er denn von seinen Eltern, Geschwistern und Freunden? Oder ist er generell das Modell lonely wolf?
Ein anderer Grund fällt mir nicht ein. Selbst wenn er ein Fremdgänger, Lügner, Sadist oder was weiß ich wäre, würde es nicht erklären, weshalb er das Thema total abblockt.
Mal ehrlich, die Beiden kennen sich seit 10 Monaten, sprechen über zusammen ziehen und er hat mit seinen 39 Jahren ( wir reden nicht über einen Jüngling von Anfang 20) noch nie das Thema Exbeziehung erwähnt? Wer würde sich da nicht wundern?
W,55
 
  • #30
Weil das halt seine Schwäche ist und die will er dir nicht geben. Du könntest daraus ja Schlüsse ziehen, die ihm Nachteile einbringen. Außerdem bleibt er halt gerne bei sich. Frauen müssen ja alles ausplappern.
Du solltest einen 39-jährigen abschießen, der sich so verhält und wenn dir das so enorm wichtig ist, zu wissen, wie seine Beziehungen verlieren.
Das heißt auch, solche Männerkontakte gar nicht in dein Umfeld zu lassen.

"Verlange ich zu viel?" Ja, offenbar schon für ihn. Viele Menschen erhoffen sich mit dir eine bequeme Seite.

Wie ich das handhabe, steht oben! Ich biete einem Großteil der Männer gar keinen Anhaltspunkt, mit mir überhaupt in Kontakt zu treten. Eben auch 39-jährigen, Männern mit Kindern, Männer in schwierigen Lebenssituationen etc. Vieles kann man schnell aussortieren, wenn man seine Augen aufmacht!