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  • #31
Darf man in diesem Threat auch als Mann antworten? ich versuchs mal

Ich (58) habe 1 Tochter. Die erste Zeit mit Saugflaschen und Pampers war für mich recht anstrengend, da ich meiner Frau, damals Ärztin in klinischer Ausbildung, sehr viel von der Säuglingspflege abnehmen musste. Diese Zeit hat mir ehrlich gesagt wenig gebracht.

Es folgten dann die schönsten Jahre so zwischen 2 und 13. Wir haben viel zusammen unternommen, unsere Tochter war sehr wissbegierig, ich war für sie der größte. Es hat viel Spass gemacht, ihr Fahrradfahren und Schwimmen beizubringen, mit ihr zu Spielen, ihre Freude zu sehen, wenn ich nach Hause kam und vieles andere mehr.

ab 13 ungefähr hat dann aber doch ein Abnabelungsprozess begonnen, sie war mehr mit ihren Freundinnen unterwegs und so ab 16 fühlte ich mich eigentlich nur noch wie der Hotelbesitzer und Therapeut in schwierigen Lebenslagen. Seit ihrem 19 Lebensjahr studiert sie in einer anderen Stadt, und wenn sie in den Semesterferien zu Hause ist, bin ich eigentlich erleichtert, wenn sie wieder wegfährt, da sie doch sehr viel Unruhe in unser Vermittlerrolle beschaulich gewordenes Leben bringt.

Und im unserem Alter? Ihre derzeitige Planung sieht vor, dass sie nach dem Studium in die USA geht und dort auch bleiben will.

Was will ich damit sagen?

Ich persönlich - meine Frau sieht das anders- hatte eigentlich nur 11 Jahre etwas von meinem Kind. Ist das viel, ist es wenig? Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
 
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  • #32
In Kurzform:

- Ich möchte einen Mann nicht mit einem Kind teilen. Mir ist der erotische Aspekt in einer Beziehung wichtiger. Ich kam bisher in meinem Leben partnerschaftlich immer zu kurz und habe mich noch nie ausreichend ausgelebt in einer vollwertigen Partnerschaft.

- Alle meiner Männer waren große Jungs und Kinder, die noch ihr Spielzeug poliert haben. Es fehlt also der fähige Mann, dem man überhaupt erstmal eine Vaterrolle zutrauen würde und Verantwortung beweist und AUCh selber sagt, er will Kinder. Kam bisher aber noch nicht vor!

- Ich will keine alleinerziehende Mutter sein und in 10 Jahren alleine da stehen. Realistisch betrachtet ist die Wahrscheinlich aber sehr hoch, dass das passiert.

- Mittlerweile bin ich kein Dummchen mehr. Schlechte Männer verlasse ich sofort aus dem Impuls heraus. Als Mutter ist das nicht so einfach, da hat man eine gewisse Loyalität und Verantwortung dem Kind gegenüber. Also kann ich das mit meinem Lebenswandel nicht bringen!

- Ich hatte noch nie Muttergefühle. Als Kind habe ich meine Freundinnen eingeladen, die mit meinem Puppen spielen durften. Ich habe den Puppen dagegen den Kopf abgerissen und die Haare abgebracht.

- Ich empfinde nichts bei Kindern. Außerdem empfinde ich mich heute zu alt um Kinder zu bekommen. Dazu habe ich mich auch noch nicht mal beruflich ausreichend ausgelebt.
Nebenbei leide ich an Depressionen. Es ist vernünftiger, ich bekomme in meinem Leben keine Kinder, zum Wohle des Kindes.

Für ein Kind müssten also verschiedene Faktoren eintreffen: beruflich und partnerschaftlich müsste ich erfüllt und angekommen sein, bin ich aber nicht. Und auch gesundheitlich müsste es mir anders gehen. Auch das Geld reicht überhaupt nicht. Ich kann mich gerade noch so selber versorgen. Mit Wichtigmachen hat das nichts zu tun (wie jemand anderes hier meint!... ich lache später darüber).
 
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  • #33
Meine Beweggründe: Gesundheitliche Gründe und passender Partner nicht vorhanden, folglich bislang kein innerer Wunsch (sicher von der Natur so gewollt). w, 33
 
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  • #34
Wäre ich ein Mann, würde ich eher Kinder wollen, denn:
- ich müsste nicht meine Gesundheit (und schlimmstenfalls mein Leben) bei Schwangerschaft und Geburt riskieren
- müsste keine qualvolle Geburt durchstehen
- hätte keine ruinierte Figur (ggf. für immer, Stichwort Bauch und Brüste)
- der Großteil der Kindesversorgung würde bei meiner Partnerin liegen
- hätte keinen Karriereknick und Wiedereinstiegsschwierigkeiten
- nach der (heutzutage leider sehr wahrscheinlichen) Trennung/Scheidung würde der Nachwuchs bei der Mutter leben, während ich am Wochenende Schönwetter-Papi spielen könnte

...umgekehrt sind all diese Punkte für mich als 29jährige Frau Gründe, wieso ich keine Kinder möchte. Mag sein, dass manch einer durch ein Kinderlachen für alles entschädigt wird - für mich persönlich überwiegen einfach die Nachteile.

Viele machen sich einfach interessant damit . Scheinbar geht es manchen einfach besser als Genervtes Opfer gesellschaftlicher Erwartunshaltungen, gegen die man sich als tapferer Revolutionär stellt. Wieder andere sind sich ihrer angeblichen Überzeugung und ihres kinderlos glücklichen Lebens nicht sicher und suchen Bestätigung von außen. Meine Überzeugung: Ist eine Entscheidung so gewollt aus meinem tiefsten Herzen und habe ich mein Lebensglück, muss ich nicht dauernd darüber reden.

...ich für mich bin glücklich und zufrieden mit meiner Entscheidung, rede nicht ungefragt darüber und maße mir auch nicht an, die Entscheidung anderer für die Elternschaft zu verurteilen. Werde ich allerdings ungläubig nach meinen Beweggründen gefragt und damit indirekt als egoistisch, unreif, ja gar als Kinderhasser betitelt, verteidige ich mich.
 
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  • #35
Warum sollen Männer heutzutage Vater werden?

Bei einem Risiko von ca. 50% zum Zahlvater ohne Rechte degradiert zu werden,
bei einer Risikoart, die keine Versicherung versichert.

Folgende gesetzliche Änderungen (in Deutschland) wären erforderlich:

1- Gleichstellung der Väter gegenüber den Müttern im Familienrecht.
2- Gleiche Rechte für Väter, gleiche Pflichten für Mütter
3- Möglichkeit der "juristischen Abtreibung" wie in Frankreich.
4- Änderung des §1593 BGB: ersetzen "Vater ist, wer das Kind gezeugt oder adoptiert hat".
5- Grundsätzlicher Vaterschaftstest nach der Geburt.
6- Haftung der Mutter von Kuckkuckskindern gegenüber dem Scheinvater.
Das Jugendamt zahlt den zu Unrecht gezahlten Unterhalt an den Scheinvater zurück und fordert ihn analog des Unterhaltsvorschuß von der Mutter zurück.
7- Grundsätzlich gemeinsames Sorgerecht ab Geburt
8- Grundsätzlich Wechselmodel.
9- Kein Umgang= keinerlei Unterhalt.
10- Umgangs und Unterhalt Streitfälle werden vom Jugendamt und Gericht mit dem gleichen Elan verfolgt.
11- Wer weg zieht hat die Fahrtkosten und Zeitaufwendungen des Umganges zu tragen.
12- Samenspender sind grundsätzlich nicht Unterhalts.- und Erbpflichtig.

Würden Väter diese Rechte bekommen, würden es viele Frauen sich überlegen ob Sie mit „dem Mann“ z.B. durch heimliches Absetzen von Verhütungsmittel Mutter werden.
Ich bin mir aber sicher, das die Gesetze nicht geändert werden, weil dann die Geburtenrate weiter sinken werden.
Das aber will der Gesetzgeber nicht.



m51
 
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  • #36
Die Frage mutet seltsam an. Ich habe mich gegen Kinder entschieden, weil mir schlichtweg der Kinderwunsch fehlt. Mit Kindern kann ich nichts anfangen, ich vermag in ihnen nichts Liebenswertes zu sehen, da ihnen die moralischen Grundsätze, der Verstand und die ausgereifte Persönlichkeit eines Erwachsenen fehlen. Niemals würde ich behaupten, dass ich Kinder hasse, das kann ich so wenig, wie ich ein Kind lieben könnte, denn für ihre Unselbstständigkeit können sie immerhin nichts. Sie befinden sich noch in der Entwicklung. Aber ich möchte dieser Entwicklung nicht beistehen, die Vorstellung gibt mir nichts, sondern erzeugt im Gegenteil ein sehr unangenehmes Gefühl.

Natürlich könnte ich noch andere Gegenargumente anführen. Ich besitze größere Freiheit als mit Kindern, mein Körper wird nicht von einer Schwangerschaft strapaziert, es bleibt mehr Geld übrig, und so weiter und so fort, ich kann sogar Dinge wie Überbevölkerung anführen, und das mag alles stimmen, aber darauf kommt es nicht an. Mir fehlt der Kinderwunsch, so einfach ist das, und daher stellt sich für mich die Frage nach den Vor- oder Nachteilen gar nicht erst. Diese Abwägung müsste ich erst vornehmen, wenn ich in einem Kind etwas Erstrebenswertes sehen würde.

26, w
 
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  • #37
Man sollte die Meinung und Lebenseinstellung jedes Menschen akzeptieren.
Auch hat jeder seine eigenen Ziele. Nur was mir hier auffällt:

Diejenigen, die keine Kinder wollen, haben ein sehr negatives Weltbild. Ich möchte mir keine Diagnose anmaßen aber einige hier scheinen am Rande oder sogar mitten in einer Despression zu sein, wie schlecht das Leben ist etc., richtig verbittert.

Also zu meinem Leben gehören Kinder, aber wenn man so negativ über das Leben, die Welt und seine Mitmenschen denkt ist es wohl besser wenn man keine Kinder hat.
Kinder sind fröhlich, aufgeschlossen, haben eine positive Einstellung, da kann man viel von lernen.
 
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  • #38
1. Kein Kinderwunsch.
Ich war ein unerwünschtes, somit lästiges Kind, Das hat mich geprägt, siehe Punkt 4.

2. Nicht den passenden Partner zur rechten Zeit gefunden.
Ich wollte Familie, nicht nur ein Kind.

3. Dann schwer krank geworden.
Als gute Mutter unmöglich geworden.
Kein Kind braucht eine depressive Mutter und den Spott über sie. Und die Odyssee durch Heime
und Pflegefamilien.

Daher brach ich damals meine wirklich ungewollte trotz Pille Schwangerschaft ab.

4.. Insgesamt immer die Angst, als Mutter nicht ausreichend gut zu sein. Meinem Kind zu schaden. Dann lieber Verzicht.

Eine Frau um 50, die zu 1 Prozent doch gern eins gewollt hätte.
 
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  • #39
Diejenigen, die keine Kinder wollen, haben ein sehr negatives Weltbild. Ich möchte mir keine Diagnose anmaßen aber einige hier scheinen am Rande oder sogar mitten in einer Despression zu sein, wie schlecht das Leben ist etc., richtig verbittert.

#23
Wie ich schrieb bin ich sehr lebensfroh und liebe das Leben, das heißt aber doch im Umkehrschluss nicht, dass ich völlig naiv durch die Welt schlendern muss und so tue als ob ja garnichts sei oder?!
Menschen mit zuletzt genannten Zügen sollten meiner Meinung nach keine Kinder bekommen, da Ihnen mit Sicherheit die Reife dafür fehlt.
Ich will mir auch keine Diagnose anmaßen, aber einige Leute scheinen nach dem Motto "Wenn ich meine Augen schließe, dann sieht mich keiner" zu leben.
Sie werden bei mir, meiner Freundin und meinem gesammten Umfeld keinen einzigen verbitterten Menschen antreffen, der SEIN Leben als schlecht empfindet - wir sind sehr glücklich, dass wir Glück hatten nur sind wir uns dessen eben bewusst :)
 
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  • #40
Man sollte die Meinung und Lebenseinstellung jedes Menschen akzeptieren.
Auch hat jeder seine eigenen Ziele. Nur was mir hier auffällt:

Diejenigen, die keine Kinder wollen, haben ein sehr negatives Weltbild. Ich möchte mir keine Diagnose anmaßen
Dann lass es auch!
aber einige hier scheinen am Rande oder sogar mitten in einer Despression zu sein, wie schlecht das Leben ist etc., richtig verbittert.
Im Gegenteil. Das Leben an sich ist nicht schlecht. Aber wenn man nicht sieht, welche massiven Probleme es für die Aufzucht von Kindern gibt, muss man taub, blind, dumm oder zumindest sehr reich sein, um im Elfenbeinturm zu sitzen und das nicht mitzukriegen.
Nichtmal Vögel vermehren sich unter schlechten Umweltbedingungen.
Kinder sind fröhlich, aufgeschlossen, haben eine positive Einstellung, da kann man viel von lernen.
Achso? Ich sehe nur plärrende nörgelnde Kinder und völlig entnervte Eltern um mich herum. Gute Laune sieht für mich anders aus. Ein lebenswertes Leben erstrecht.
"Was wäre Ostern ohne Kinder" fragt ein Werbeslogan im Supermarkt, mit dem Ü-Eier verkauft werden sollen. Ich kann es dir sagen: Ein sehr schönes Fest. Im Gegensatz zu den Kinderhabenden muss ich mir da wenigstens nicht die Galle aus dem Hals ärgern und das Ende der Ferien herbeisehnen!
 
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  • #41
Hier nochmal 26:

Ich kenne einige Menschen die keine Kinder wollen und keine haben, die sind glücklich, genießen ihr Leben haben aufwenidge Hobbies. Das ist absolut ok für mich, wie gesagt, jeder soll seinen eigenen Lebensentwurf haben. Nur die total verbitterten, aggressiven Kinderlosen die in diesem Forum schreiben finde ich doch ziemlich extrem, die tun so als ob es etwas abwartiges sei, Kinder zu haben und sehen alles schwarz. Schade, dass man so eine Weltanschauung haben muss.
 
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  • #42
Weil nicht jeder Mensch gleich tickt und gleiche Emotionen hat! Aber scheinbar versteht das unsere ach so offene Gesellschaft heute immer noch nicht, dass es auch Menschen gibt, die anders leben und fühlen möchten. Warum?

Warum sollte ich Kinder bekommen? Für Kinder muss man heute manchmal 30 Jahre da sein. Ein Baby ist schnell groß und dann? Dann ist der Spaß vorbei. Menschen die Kinder wollen, sind für mich erbarmungslose Egoisten, bei denen sich alles nur um sich drehen muss. Und dann wollen sie ihr Kind am besten nie wieder hergeben und werden zur Glucke - zum Leid des Kindes.

Ich persönlich hatte nie Muttergefühle. Vielleicht bin ich ja ein Defekt der Natur? Ich weiß es nicht. Ich fühle nichts bei Kindern. Das merke ich auch, wenn ich kleine Tierbabys sehe. Ich schaue kurz hin und finde es zwar nett, aber mehr nicht, ich finde daran nichts süß und niedlich. Möchte nichts damit zu tun haben oder mir so etwas aufbürgen wollen.

Man sollte nicht mutwillig versuchen, Menschen, die keinen Sinn für Kinder haben, ihnen Kinder aufzuschwatzen. Es gibt genug ungewollte Kinder, die vermutlich genau aus dem Grund von ihren Eltern umgebracht, aus dem Fenster geschmissen, in einen Sack rein oder in Blumentöpfe vergraben werden.
 
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  • #43
Ich denke, die Frage bzw. Antwort auf einen Kinderwunsch ist ebenso individuell wie die nach der eigenen Einstellung zu z.B. Religion.

Und die Frage nach "dem Sinn des Lebens" ist so alt wie die Menschheit.
Ich sehe den Sinn meines Lebens nicht darin, mich zu reproduzieren und ein nachhaltiges Denkmal zu statuieren.
Mein Sinn ist es, Gutes zu tun und meine Zeit auf der Welt so angenehm wie möglich zu gestalten - also purer Egoismus. Da steh ich auch zu.
Ich bin froh, im Hier und Heute zu leben, wenn ich mir die uns bekannten Epochen der Menschheit anschaue, hat es mich gut getroffen (ich hungere nicht in Afrika, muss nicht als Trümmerfrau Wiederaufbau leisten und lande wegen meiner roten Haare auch nicht auf dem Scheiterhaufen).

Die Menschheit ist so bekloppt, dass sie sich irgendwann selbst zerstören wird. Vielleicht dauert es noch 200 Jahre, vielleicht noch 2000. Ich sehe uns als ein winzig kleiner Teil eines Großen Ganzen - genau genommen nehme ich uns nicht so wichtig, als dass ich es unbedingt fortführen will.
 
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  • #44
Andersrum gefragt:
was spricht denn FÜR Kinder ?

- nicht allein sein, jetzt oder im Alter ? Blödsinn, das weiß man doch nie.
- für jemanden sorgen zu können ? Ja, das schon, aber das kann eben auch sehr anstrengend sein
- jemanden zum kuscheln zu haben ? Was machst du, wenn die das so ab der Pubertät nicht mehr wollen ?
- gesellschaftspolitisch: sie zahlen später unsere Renten. Joa, die meisten wohl schon, aber was ist, wenn sie die Schule abbrechen und lieber von H4 leben ?

Kinder sind sehr anstrengend, kosten sehr viel Geld, machen Arbeit und Dreck.
Wenn du fertig bist, sie also erwachsen sind, ziehen sie aus und besuchen dich nur noch widerwillig.
Du machst dir dein Leben lang Sorgen um sie.
Sie beschneiden deine Freiheit wie sonst nichts im Leben.

...ich habe eine jetzt 17-jährige Tochter.
Ich liebe sie sehr.
Ich habe sie nicht geplant bekommen, freiwillig hätte ich mich nie für ein Kind entschieden.

w 44
 
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  • #45
Kind oder nicht? Das ist doch die Entscheidung jeden Einzelnen. Einige haben für mich ganz oberflächliche und egoistische Gründe und andere wiederum gute fundierte Gründe.

Ich persönlich mag Kinder nun überhaupt nicht. Eigentlich hasse ich sie regelrecht. Ein Glück, dass es in meiner Familie keine Kinder gibt. Babys sind einfach fürchterlich und ich Fälle auch nicht in Verzückung. Das war aber schon seit Jugend so.

W
 
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  • #46
Jetzt sag ich euch mal was für ein Kind spricht:

-Bist du gut zum Kind, liebt es dich. Ich wurde noch nie so geliebt und loyal behandelt, wie von meinem Sohn.

-Man durchlebt seine eigene Kindheit noch einmal. Jede Station: Still- und Babyalter, Kindergarten, Grundschule, Teenizeit - und reift dadurch, reflektiert (gezwungenermaßen, um seinem eigenen Kind zu helfen) das Geschehen.

-Das Leben bekommt mehr Sinn. Es bleibt was von mir zurück auf diesem Planenten, wenn ich mich mal verabschiede.

-Es bleibt (normalerweise) eine Beziehung auf Lebenszeit = emotionale Sicherheit

- vielleicht bekomme ich sogar einmal Enkelkinder, die mich anhimmeln :))

w, 43
 
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  • #47
Liebe FS

es kann auch sein dass der perfekte Partner für dich nicht der geeignete Tandemfahrer für's Elternfahrrad ist.

Dann musst du dich entscheiden: Zusammenbleiben, glücklich als Paar. Oder trennen um deinen dringlichen Wunsch durchzusetzen - mit jmd. anderem.

Ich habe mich entschieden lieber mit meinem aussergewöhnlichen Partner alt zu werden.
 
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  • #48
Weil es mir weh tun würde, wenn ich meinen Kindern diese Welt zumuten müsste. Ganz ehrlich,
das ganze System ist zum kotzen und es wird immer schlimmer. Während die Überwachung immer
mehr wird, wird die Freiheit immer weniger. Arbeitsplatzsuche? Lohnsklaverei ist die Zukunft des
Arbeitens. Zu viele Spinner und Perverse da draußen. Nee, echt, ich hätte ständig Angst um mein
Kind. Könnte mir das nicht verzeihen, wenn ihm was passiert. Mal abgesehen von den normalen
Idioten da draußen, mit denen man sich Tag für Tag herum kloppen muss.

Nee, das hat einfach in meinen Augen leider keinen Sinn Kinder zu kriegen. Finde ich schade,
aber ich möchte nicht egoistisch sein.
 
  • #49
Nur was mir hier auffällt:

Diejenigen, die keine Kinder wollen, haben ein sehr negatives Weltbild. Ich möchte mir keine Diagnose anmaßen aber einige hier scheinen am Rande oder sogar mitten in einer Despression zu sein, wie schlecht das Leben ist etc., richtig verbittert.

Stimmt! Das fällt mir (w38, freiwillig kinderlos) auch immer auf! Vielleicht ist das aber auch so eine spezielle Gattung schreibender "Foristi"!...

Es ist ja im Grunde ein Witz, und ein absoluter Hohn, wenn man mal vergleichend auf die Bedingungen der vergangenen Jahrhunderte schaut (Kriege!, unsichere Verhältnisse, hohe Kinder- und auch Müttersterblichkeit, mit heutigen Verhältnissen absolut nicht zu vergleichende medizinische (Nicht-)Versorgung, keine sozialen Notfall-Systeme, die einen Auffingen, Vertreibungen, Flucht aus der Heimat, keine selbstverständlichen Bildungsmöglichkeiten für alle, faktischer Zwang, in einer unglücklichen Partnerschaft zu verbleiben - auch mit Frau & Kinder prügelndem Mann -, keine Wahlmöglichkeiten der Frau auf ein selbstbestimmtes Leben, etc. pp. ...).
"Die Verhältnisse sind schlimm, und alles wird immer schlimmer!" wurde zu allen Zeiten gesagt, nie aber so inbrünstig intoniert wie ausgerechnet heute, in diesem unseren Luxusland Deutschland (ja, immer noch! Und wie!).

Wer sich also auf die "schlimme, unzumutbare Welt" bezieht, hat wirklich den Schuss nicht mehr gehört. (Und wer jetzt wieder mit Hartz4-Empfängern kommt - selbige hätte dereinst als Bettler mit zerrissener Kleidung auf der Straße gesessen und ohne Obdach unter der Brücke schlafen müssen, ohne med. Hilfe im Bedarfsfall).
Mobbing in der höheren Schule-?? Luxusklagen.

Will sagen: Es gibt durchaus die fröhlichen, optimistischen, lebensfrohen Menschen, die wahrscheinlich durchaus sehr gute, positive Werte vermittelnde Eltern geworden wären, die sich aber dennoch dagegen entscheiden.
Mir persönlich geht einfach der entsprechende "Drang" völlig ab, vielleicht fehlt mir einfach ein Gen dazu.
Ich gehe dennoch fröhlich und genussfreudig durch die Welt.

Diese Verbiesterung fällt mir jedoch auch auf. Typisch deutsch, leider. German Angst.

Vielen Dank an #30 für Deinen sehr interessanten, sachlichen Beitrag!
 
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  • #50
Ich kenne viele Männer, die wollen keine, weil sie ihre Freiheit wollen und weil sie sich nicht so stark binden wollen.

Viele die ich kenne, wollen keine, weil sie Ihnen zu teuer sind. Gerade Geringverdienende Männer mit einigermaßen guter Bildung denken oft so.

Bekannte von mir wollen keine, weil die Frau erstens lange Magersüchtig war und das deshalb nicht mehr funktioniert. Der zweite Grund ist der, dass sie viel reisen und sich als DINKS viel leisten können. Dabei hatten sie ihr Haus extra so groß gebaut, dass es für 3 Kinder reichen sollte, aber dann kam es anders, als man denkt. Mittlerweile wollen sie kinderlos bleiben, auch weil die Frau sehr gut verdient.
 
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  • #51
Bin sterilisiert seit meinem 18.Geburstag,hatte/habe keinen Kinderwunsch.Geniese meine Freiheiten in vollen Zügen.Keine Verantwortung,keine finanzielle Probleme,Ferien wann ich will etc.
 
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  • #52
Nach einigen Kommentaren denke ich, dass es schon für alle besser ist, dass es Leute gibt, die sich gegen ein Kind entscheiden. Andererseits kann man diesen Kommentaren die Gründe entnehmen, warum diese ja so schlechte Welt eigentlich so schlecht ist. Ich lese einen schon militanten Egoismus heraus, der mich fragen lässt, ob denn tatsächlich noch wenigstens Platz für einen Lebenspartner wäre, natürlich nur, wenn er der Checkliste standhält. Bei manchen Leuten hat man das Gefühl, sie verharren täglich in der Schockstarre um den Prozentsatz der schlimmen Unzulänglichkeiten, die das EIGENE Leben und noch schlimmer den EIGENEN Wohlstand bedrohen könnten, so gering wie möglich zu halten. Man hat das Gefühl, dass diese Menschen am Leben leiden. Die Welt ist heute so, weil Menschen GENAU SO SIND! Andererseits ist es meines Erachtens durchaus auch mehr als bedenklich, dass man hobbymässig gebärfreudigen Damen mit dem gewollt (und ich betone hier GEWOLLT) geistigen Vermögen einer Erdnuss nicht Einhalt gebieten kann, um einem leider ja schon vorprogrammierten Lebenslauf dieser kleinen Wesen vorzubeugen. Ich für meinen Teil kann nur sagen, nachdem wir gestern unseren kurz vorher geborenen Enkelsohn in die Arme schließen konnten, wissen wir wieder einmal, was der Sinn des Lebens ist. Es gibt nix schöneres, als dieses Gefühl und das entschädigt für weiß Gott nicht immer Sonnenschein im Leben!!!
 
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  • #53
Also, ich (w, 31) muss sagen, dass mich an der Elternschaft nur Schwangerschaft, Entbindung und vor allem die gesamte Baby- und Kleinkindzeit abschrecken.

Ich finde Kinder toll, allerdings erst ab etwa 3 bis 4 Jahren, wenn sie schon laufen können und man erste Gespräche mit ihnen führen kann.

Mit Babies kann ich dagegen so gar nichts anfangen...als meine Nichte noch so klein war, wusste ich auch gar nicht, wie ich mit ihr umgehen sollte. Mittlerweile ist sie fünf und ich liebe es, mit ihr Zeit zu verbringen!:) Es ist wundervoll, die Welt nochmal mit den aufs jenes Kindes zu sehen...

Da Kinder aber nicht erst in diesem Alter auf die Welt kommen, habe ich eben keinen Kinderwunsch. Ich wäre in den ersten beiden Lebensjahren mit Sicherheit todunglücklich und das hat kein Kind verdient...hingegen hätte ich gar kein Problem mit einem Pflegekind im Grundschulalter oder damit, wenn mein potenzieller Partner schon etwas größeren Nachwuchs hat.
 
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  • #54
Liebe FS

zarte Gesundheit, chronische Erkrankung, schlechte Gene.
Daher habe ich keine eigenen Kinder.
Mein Partner hat aber eines in die BZ gebracht.
Ich hab nichts gegen Kinder, ich kann nur selbst keine gebären. Meintest du das ?
 
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  • #55
...weil ich nur abschreckende Beispiele im Umfeld habe.

- Kinder belasten die Partnerschaft extrem
- versaute Figur
- Sexleben leidet
- kein oder kaum beruflicher Wiedereinstieg möglich, wenn dann nur Teilzeit
- Frau reibt sich zwischen Kind, Ehe und Beruf völlig auf
- Mann lernt dann bald was Neues kennen und Frau muss alles alleine wuppen
...

Nein danke! Ich habe mich doch nicht durchs Studium gebissen, um dann hinterm Herd zu stehen - und nein, ein Kinderlächeln macht nicht alles wieder wett.
 
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  • #56
@Gast36

So, so - die "Kindergegner" haben also ein negatives Weltbild. Hm - vielleicht hast Du recht.

Wenn ich wahllos Kinder in die Welt setzte bekommen diese automatisch eine gute Erziehung von Haus aus, eine gute Schulbildung, einen gutbezahlten sicheren Job, einen tollen Partner mit dem sie wiederum eine glückliche Familie gründen kann *Ironie off*

Ich kann Menschen verstehen, die keine Kinder in diese Welt setzen wollen. Es bedeutet in der heutigen Zeit wesentlich mehr Verantwortung ein Kind groß zu ziehen als noch vor ca. 50 Jahren. Der Leistungsdruck ist extrem angestiegen und wenn ein Mensch nicht nach Plan funktioniert wird er sehr schnell ausgegrenzt.
 
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  • #57
Überall gibt es mehr als genug Menschen. Da kommt in mir kein Wunsch auf, dazu beizutragen, dass es noch mehr werden. Würde ich nur unter wenigen Menschen auf einem riesigen unbewohnten Planeten leben, würde ich wahrscheinlich Kinder haben wollen und fände die Idee beruhigend, dass es mit der Spezies weitergeht.

Wir sind heute das erste Mal in der Lage, darüber zu entscheiden, ob wir uns vermehren oder nicht. Die Möglichkeiten der Verhütung waren früher sehr eingeschränkt und Sex führte in der Regel zu Schwangerschaft und Kindern.

Es stellt sich die Frage, inwieweit sich hinter einem Kinderwunsch nicht nur die tradierte und tief verinnerlichte Vorstellung verbirgt, dass Kinder doch "zum Leben dazugehören", weil dies in der Menschheitsgeschichte bisher so war und eben auch gar nicht anders ging.

Unter dem Gesichtspunkt der Ökologie ist es heute sicherlich besser, keine Kinder zu bekommen. Gibt man dem egoistischen Interesse nach einem Kind nach, verbraucht dieser neue Mensch noch ca. 60 weitere Jahre Ressourcen, auch nachdem man die elterliche Aufgabe längst erfüllt hat.

Entscheide ich nach globalem oder individuellem Interesse? Hier kommt wohl jeder zu seinem eigenen Schluss.
 
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  • #58
Ich, m 59, bin zeugungsunfähig. Nach etlichen IVF- Versuchen haben wir es dann bleiben lassen und damit abgefunden,ich wenigstens. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, habe ich mir nach dieser Diagnose die hier ausführlich dargestellten Argumente der Kindesgegner zu eigen gemacht (schlechte Welt für Kinder nicht zumutbar usw.).

meine erste Ehe scheiterte, vielleicht war auch der nicht erfüllte Kinderwunsch meiner ersten Frau eine Ursache neben anderen, ich weiß es nicht.

Dann verliebte ich mich in eine Frau, die schon eine 1 1/2 jährige Tochter hatte. Das mit der Tochter fand ich zunächst nicht so toll, aber die Liebe war größer.

Als wir dann zusammenlebten, merkte ich mit einem Mal, was für eine Bereicherung so ein kleiner Mensch für ein Leben bedeutet. Klar, ein Kinderlächeln reicht nicht - aber die Freude und Anhänglichkeit eines Kindes jeden Tag erleben zu dürfen, ist ein großes Geschenk. So verwandelte ich mich vom "Kinderhasser" zum "Kinderfreund", ohne zu wissen, wie mir geschah.

Heute ist "unsere" Tochter 18 und macht gerade Abitur. Das Verhältnis von "Stief"vater zu "Stief"tochter könnte besser nicht sein. Daran hat auch die Pubertät nichts geändert. Heute nehme ich sie nicht mehr in den Arm wie damals, als sie noch ein kleines Mädchen war, dafür sind jetzt andere zuständig. Aber auf Berg- und Skitoren ist sie immer noch mein bester Kumpel.

Ist vielleicht ein Einzelfall, aber auch das gibt es. Das bitte ich alle zu bedenken, die sich hier so vehement "gegen Kinder" aussprechen.

PS: ach so, das noch: meine Frau hat sich durch Ihre Schwangerschaft nicht "die Figur versaut", sie ist immer noch superschlank. Auch das ist offenbar möglich.
 
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  • #59
Ist vielleicht ein Einzelfall, aber auch das gibt es. Das bitte ich alle zu bedenken, die sich hier so vehement "gegen Kinder" aussprechen.

Ich habe gar nichts gegen Kinder. Ich arbeite ehrenamtlich mit Kinder, übernehme ab und an die Kinder von Freunden.
Wenn ich nur auf mein Gefühl und meinen Mutterinstinkt hören würde, würde ich auch eigene Kinder bekommen. Die rationalen Argumente dagegen überwiegen jedoch (im Moment).
Ich hoffe, dass meine Emotionen nicht irgendwann zu groß werden - vor allem nicht dann, wenn es zu spät für Kinder ist.
Vielleicht kann sich diesbezüglich noch jemand äußern.
 
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  • #60
Mein Grund gegen ein Kind ist meine psychische Erkrankung.

Durch diese Erkrankung bin ich auch Dauersingle. Hatte noch nie in meinem Leben eine Beziehung. Kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Mann an mir interessiert sein könnte, daher stellt sich die Frage nach einem Kind eh nicht ...

Ich habe Arbeit mein Leben hinzubekommen (gehe normal arbeiten, man merkt mir nichts an ...), mit einem Kind hätte ich allerdings Angst total überfordert zu sein ...

Wobei, um ehrlich zu sein, bin ich schon traurig, dass es so sein wird ... auch, weil ich sonst kaum mehr Familie habe und die, die ich habe, habe ich wahrscheinlich nicht mehr so lange ...

Aber die Angst, dass das Kind durch meine Gene oder mein Verhalten genauso leiden muss wie ich auf dieser Welt, hält mich definitiv davon ab.
 
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